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Glennkill Ein Schafskrimi

Gekürzte Lesung mit Andrea Sawatzki

Kundenrezensionen (3)

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€ 6,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-7278-2

Erschienen: 01.07.2006
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Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn tot im Gras, von einem Spaten an den Boden genagelt. Wer könnte den alten Schäfer umgebracht haben? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde und vielleicht sogar der Welt, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen Kriminalromane vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht unvorbereitet. Mit Schafslogik verfolgen sie die Spur des Täters – wenn sie nicht gerade grasen oder sich zu Tode fürchten. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippe und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde – bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Leonie Swann wurde für „Glennkill“ mit dem -auch als „Krimi-Oscar“ bekannten- Friedrich-Glauser-Preis 2006 in der Sparte „Debüt“ ausgezeichnet.

Interview mit Leonie Swann und weitere Schafkrimi-Infos

"Glennkill von Leonie Swann ist eine schöne, anrührende und sehr komische Geschichte – hinreißend gelesen von der Schauspielerin Andrea Sawatzki."

Radio Bremen Eins

Leonie Swann (Autorin)

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England und Berlin.


Andrea Sawatzki (Sprecherin)

Andrea Sawatzki („Tatort“ Frankfurt, „Das Experiment“, „Die Apothekerin“, „Helen, Fred und Ted“) ist eine der gefragtesten deutschen Schauspielerinnen. Seit ihren erfolgreichen Lesungen von „Glennkill“, „Gut gegen Nordwind“ u.v.a. gehört sie auch zu den beliebtesten Hörbuchsprecherinnen.

"Glennkill von Leonie Swann ist eine schöne, anrührende und sehr komische Geschichte – hinreißend gelesen von der Schauspielerin Andrea Sawatzki."

Radio Bremen Eins

"Leonie Swann erzählt flott, mit Witz, poetischem Feingefühl und philosophischer Tiefe."

NDR Kultur "Hörprobe"

"Ungewöhnlich amüsanter Schafskrimi!"

TV Star

"Schafe sind auch nur Menschen. Wer das nicht glauben mag, sollte 'Glennkill' hören..."

Thüringsche Landeszeitung

"Wunderbar skurrile Geschichte, die viel Vergnügen bereitet. Reinhören!

Straubinger Tagblatt

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: 300 Minuten

ISBN: 978-3-8371-7278-2

€ 6,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 01.07.2006

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

[Buchmeinung] „Glennkill“ von Leonie Swann

Von: Lalapeja Datum: 28.07.2016

https://lalapeja.wordpress.com/

Inhalt

(Klappentext von der Verlagsseite)

Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde – bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären …

Meinung

Das wird jetzt eher eine Kurzmeinung zum Buch werden. „Glennkill“ habe ich im vergangenen Sommer mal begonnen zu lesen. Ich fand die Vorstellung, dass die Schafe vom verstorbenen Schäfer George Glenn ermitteln und den Mord aufdecken wollen, ganz niedlich. Und der Krimi fängt auch ganz toll an. Leider hat er ziemliche Längen. Deshalb habe ich das Buch pausiert und im Juli 2016 wieder „ausgegraben“.

Ich habe nebenbei auch das ungekürzte Hörbuch, gesprochen von Andrea Sawatzki, gehört. Sie spricht das wirklich gaaanz toll, verleiht jedem Schaf eine eigene Stimme – da war ich echt hin und weg! Wenn mir das Buch also mal zu langwierig wurde, habe ich das Hörbuch weiter gehört und dennoch nichts verpasst.:)

Die Schafe sind echt genial. Da kann ich nichts gegen sagen. Die sind alle süß, haben ihre Eigenarten und allein die Namen finde ich schon grandios! Mopple the Whale zum Beispeil. Oder Miss Maple, das klügste Schaf von Glennkill. Die Schafe beobachten das Geschehen in Glennkill nach dem Tod ihres Schäfers, analysieren die Menschen und versuchen aus dem Ganzen schlau zu werden. Was nicht immer gelingt. Da gibt es dieses „Ding“ und dann wird auch mal Gott verdächtigt. Die Schafdialoge sind echt witzig. Nur leider hat die Geschichte im Mittelteil zähe Längen, die Ermittlungsarbeit geht schwer voran, es wird abgeschweift. Die vielen kurzen Sätzen wirken mitunter abgehackt und stören den Lesefluss.

Das Ende konnte mich jedoch überzeugen. Leonie Swann führt alle Handlungsstränge logisch zusammen und überrascht den Leser nochmal richtig.

Fazit

Insgesamt habe ich jedoch mehr von „Glennkill“ versprochen. Was vielleicht auch daran liegt, dass jeder zu mir sagte: „Lies das, das ist echt niedlich.“ Ja, es ist niedlich, aber leider kein richtiger Krimi. Den Nachfolger „Garou. Ein Schafthriller“ habe ich auch im Regal. Aber ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob ich ihn lesen möchte…

Othello weidete kühn vorbei

Von: Mikka Liest Datum: 25.06.2016

mikkaliest.blogspot.de

Handlung:

Die Schafe von George Glenn sind eine bunt zusammengewürfelte Herde ganz normaler und doch außergewöhnlicher Schafe, wie zum Beispiel Miss Maple, das vielleicht klügste Schaf der Welt, Mopple the Whale, der verfressene Widder mit dem perfekten Gedächtnis, oder Zora, die es liebt, todesmutig auf der Klippe zu sitzen und die Kräuter des Abgrunds zu fressen.

Auch wenn sie nicht immer alles verstehen, lieben sie es, wenn Schäfer George ihnen vorliest. (Dumm ist nur, dass er den Krimi weggeworfen hat, bevor sie erfahren haben, wer der Mörder ist.) Doch eines Tages ist Schluss mit dem Vorlesen, denn George liegt tot auf der Wiese, mit einem Spaten in der Brust... Dieses Verbrechen können seine Schafe nicht ungesühnt lassen! Er war vielleicht nicht der beste Schäfer der Welt, aber er war IHR Schäfer! Und so machen sie sich auf, den Mord aufzuklären, mit ihrem begrenzten Wissen darüber, wie Menschen funktionieren.

Meine Meinung:

Die erste Frage, die ich mir bei einer Buchbesprechung immer stelle, ist diese: ist die Geschichte originell und einfallsreich? Sprich, bringt der Autor oder die Autorin etwas Neues, was man so noch nie gelesen hat? Nur selten fiel mir die Beantwortung dieser Frage so leicht wie bei diesem Buch, und die Antwort lautet: Himmel, ja!!! Ich habe lange nichts so Erstaunliches mehr gelesen.

Es ist nicht nur die herrlich absurde Grundidee, dass diese Herde wolliger Möchtegern-Detektive fröhlich blökend losziehen, um ihrem Schäfer Gerechtigkeit zu verschaffen - die Geschichte setzt mit jedem Kapitel immer mal wieder einen drauf. Dabei fand ich unglaublich gut gelungen und glaubhaft, wie Leonie Swann ihren Lesern die Gefühlswelt, die Ansichten, sogar die Mythen und Aberglauben ihrer Schafe nahebringt. Denn natürlich sehen Schafe die Welt nicht so wie wir Menschen! Das ist oft zum Schreien komisch, hat aber auch Momente, die nachdenklich machen oder bestürzen, wenn zum Beispiel ein Schaf zum ersten Mal im Leben begreift, dass ein Metzger Schafe tötet, damit Menschen sie essen können...

Die Autorin stellt Vorstellungen, die Menschen über Tiere haben, manchmal auch auf den Kopf:

Zitat:
»Menschen haben keine Seele. Keine Seele, kein Geist. So einfach ist das.« »Wie kannst du so etwas sagen«, protestierte Moppel. »Wir wissen doch gar nicht, ob Menschen auch eine Seele haben. Es ist vielleicht nicht wahrscheinlich, aber möglich ist es.«

Ich habe die gesamte Herde schon nach kurzer Zeit fest ins Herz geschlossen, mit all ihren Stärken und Schwächen. Jedes Schaf ist ein liebenswertes Unikat, und ich war fast ein bisschen traurig, dass ich keine Miss Maple und keinen Mopple in meinem Garten grasen habe...

Der Schreibstil hat mich ebenfalls voll überzeugt, denn er beherrscht viele Facetten. Nur weil es ein witziges Buch ist, heißt das nicht, dass es nicht manchmal auch ein dramatisches, trauriges oder philosophisches Buch sein kann, und Leonie Swann variiert Tonfall und Atmosphäre entsprechend.

Zitat:
»Wollt ihr denn gar nicht wissen, woran er gestorben ist?«
Sir Ritchfield sah sie erstaunt an. »Er ist an dem Spaten gestorben. Du hättest das auch nicht überlebt, so ein schweres Eisending mitten durch den Leib. Kein Wunder, dass er tot ist.« Ritchfield schauderte ein bisschen. »Und woher der Spaten?«
»Jemand hat ihn hineingesteckt.« Für Sir Ritchfield war die Sache damit erledigt (...).

Besonders der Humor war genau mein Geschmack: oft trocken, oft zum laut Losprusten, manchmal böse, aber in meinen Augen nie platt. Aber ich vermute, dass der Humor der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist! Wer mit dem Humor nicht warm wird, für den ist das Buch wahrscheinlich nichts, aber das lässt sich ja durch Lesen der Leseprobe schnell feststellen.

Der eigentliche Kriminalfall ist auf absonderliche Weise spannend. Denn die Schafe haben wirklich keine Ahnung, wie Menschen denken, und ziehen deswegen oft die völlig falschen Schlüsse! Dennoch kann sich der Leser so nach und nach zusammenreimen, was passiert ist, und dennoch kommen die Schafe mit ihren Ermittlungen immer irgendwie weiter. Das muss eine Autorin auch erstmal schaf(f)en: auf tausend falschen Wegen zum Ziel.

Fazit:
Ein Haufen Schafe zieht los, den Mord an ihrem Schäfer aufzuklären, und sie entdecken dabei Erstaunliches über die Menschen, die offensichtlich noch dümmer und merkwürdiger sind, als sie immer schon gewusst haben. Das Buch hat mich wunderbar unterhalten, ich habe oft gelacht - und dennoch hat es mich auch manchmal gerührt und zum Nachdenken angeregt.

Das Buch stand lange Zeit ungelesen in meinem Regal - und das würden die Schafe von Glennkill sicher als weiteren Beweis für die Dummheit der Menschen sehen.

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