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Sieben Minuten nach Mitternacht Roman

Ungekürzte Lesung mit Maria Furtwängler

Kundenrezensionen (14)

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€ 6,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-0779-9

Erschienen: 16.08.2011
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Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor bange den Alptraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diese Nacht klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise - und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt.

(Laufzeit: 4h 40)

Silberner Leserpreis für die besten Bücher 2011 bei lovelybooks.de

"Maria Furtwängler bringt kindliche Furcht und das nächtliche Raunen der Baumgeister zum Klingen."

Westdeutsche Allgemeine (01.12.2011)

Patrick Ness (Autor)

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.

Für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012.

In »Sieben Minuten nach Mitternacht« schreibt Patrick Ness eine Idee seiner mit der Carnegie Medal ausgezeichneten Schriftstellerkollegin Siobhan Dowd weiter. Ihr früher, tragischer Krebstod verhinderte die Umsetzung ihrer Idee in eine eigene Geschichte.


Siobhan Dowd (Autorin)

Siobhan Dowd, in London geboren, stammte aus County Waterford, Irland, und verbrachte dort einen großen Teil ihrer Kindheit. Nach der Schulzeit in London studierte sie in Oxford und begann dort als Redakteurin für PEN International und als freischaffende Autorin zu arbeiten. Bereits ihr Debutroman kam auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, für ihr drittes Jugendbuch wurde sie mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Nach schwerer Krankheit erlag Siobhan Dowd 2007 ihrem Krebsleiden.


Maria Furtwängler (Sprecherin)

Maria Furtwängler ist seit über drei Jahren als Kommissarin Charlotte Lindholm im "Tatort" des NDR zu sehen und sorgt mit ihren Fällen regelmäßig für Zuschauerrekorde. Neben der Schauspielerei ist die studierte Medizinerin Schirmherrin der Hilfsorganisation "Ärzte für die Dritte Welt". Für ihr Engagement wurde sie 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

"Maria Furtwängler bringt kindliche Furcht und das nächtliche Raunen der Baumgeister zum Klingen."

Westdeutsche Allgemeine (01.12.2011)

"Es geht um Gefühle und Wahrheiten, Tod und Lebenslust. Und der Hörer geht mit."

Bild am Sonntag (04.09.2011)

Übersetzt von Bettina Abarbanell
Originaltitel: © 2011 by Patrick Ness, © 2011 by Goldmann Verlag, (P) Der Hörverlag 2011
Originalverlag: Goldmann Verlag

Hörbuch Download, Laufzeit: 280 Minuten

ISBN: 978-3-8445-0779-9

€ 6,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 16.08.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Tell me the truth!

Von: M. Datum: 24.04.2017

modetrend.myblog.de/

SIEBEN MINUTEN
NACH
MITTERNACHT

Tell me the truth!

Diese Trauer, immer diese verfluchte Trauer. Wer schon einmal in seinem Leben einen Menschen, mit dem er jahrelang in Liebe zusammenlebte, gehen lassen musste, der weiß, wie vernichtend Trauer sein kann. Und ganz genau darum geht es in „Sieben Minuten nach Mitternacht“.

Und das Buch ist heftig, sehr, sehr heftig, nix für schwache Nerven und nix für zart Besaitete, nix für Leute, die lieber in einer heilen Welt leben. Aber die Welt ist eben sehr oft für viele Menschen nicht heil.

Für Conor war sie das. Auch, wenn er in der Schule noch nie der Beliebteste war. Wenn er nachhause kam, dann war die Welt in Ordnung. Denn dort war seine Mutter, mit der er sich beneidenswert gut verstand. Die beiden gucken abends zusammen alte Filme, die Mutter malte mit ihm. Als Freigeist erklärt die Mutter ihrem kleinen Sohn die Welt nicht, sondern lässt sie ihn selbst entdecken.

Als sie schwer erkrankt, sagt sie ihm auch nicht wirklich die Wahrheit, sondern schenkt ihm täglich Hoffnung. „Das wird schon wieder!“, „Die Ärzte probieren nun ein neues Medikament mit mir aus!“, „Diese Behandlung hat zwar nicht den gewünschten Erfolg gebracht, aber die nächste wird ihn bringen!“, „Alles wird gut, Conor!“, so tröstet die junge Mutter ihren Sohn. Aber über dessen Gemüt haben sich bereits dunkle Wolken gelegt. Er ahnt Schlimmstes, will das aber nicht wahrhaben. Schließlich redet die Mutter doch positiv. Und auch die Oma meint, dass nun endlich ein offenes Gespräch fällig wäre. Aber die Mutter weigert sich. „Es wird schon alles gut werden…!“

Wird es nicht! Das wird in dem Buch ziemlich schnell klar. Und Conor quält sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung durch Tag und Nacht. Und dann, plötzlich, sieben Minuten nach Mitternacht, erscheint ein Monster in seinem Zimmer. Es ist groß und kräftig und zerstörerisch und zeigt Conor, was er alles mit seiner Gedankenkraft schaffen kann. Das Monster will Conor nix tun und es ist auch nicht wirklich böse. Es will Conor jeden Tag eine Geschichte erzählen. Aber Conor hat überhaupt keine Lust auf doofe Geschichten, wo doch seine Mutter dem tödlichen Abgrund immer näher kommt. Er will glauben, dass die Mutter wieder gesund wird.

„Was glaubst du wirklich, Conor?“, fragt das Monster ihn. „Was empfindest du wirklich in den Tiefen deines Unterbewusstseins, Conor?“, will das Monster wissen. „Dass alles gut wird natürlich!“, antwortet der Junge. „Und das ist das, was du wirklich fühlst? Tell me the truth!, erzähl‘ mir die Wahrheit, Conor!“

Und immer, wenn das Leben ganz besonders schwer ist und zwar wirklich, wirklich schwer, wenn das Leben einer Hölle gleicht und wir nicht verstehen, warum es so hässlich zu uns ist, warum es sich so fad anfühlt, warum es so weh tut, dann drücken wir uns vor der Wahrheit. Und zwar vor der wirklichen Wahrheit.

Das Monster erzählt Conor Geschichten. Geschichten von Gut und Böse, Geschichten von Wahrheit und Lüge, Geschichten von Entstehung und Zerstörung, von Leben und Tod. Ist immer alles klar? Ist immer offensichtlich, wer der Gute und wer der Böse ist? Können wir uns der Wahrheit stellen? Ertragen wir die Wahrheit? Was ist Wahrheit? Trauen wir uns, genau hinzusehen? Oder wollen wir nur, dass alles gut wird?

Und auch die Mutter ermutigt ihren Sohn auf ihre bewundernswert freidenkende Art: „Wenn du wütend bist, Conor, dann sei wütend. Und wenn du später einmal wütend darüber bist, dass du mal wütend warst, dann, Conor, Sohn, dann sollst du wissen, dass ich dich verstehe, immer verstehe, denn dein Herz schlägt wie meins.“

Irgendwann erkennt Conor, dass er seine Mutter verlieren wird. Bei den täglichen Gängen ins Krankenhaus ist es offensichtlich. Die junge Mutter wird immer schwächer und kränker. Die Oma nimmt Conor zu sich. Er muss sich darauf einstellen, dass er bei der Oma leben wird. Beide mögen sich nicht besonders. „Aber wir müssen lernen, miteinander auszukommen, Conor!“, sagt sie. Sie trauert um ihr Kind, das Kind um die Mutter. Mutterliebe in ihrer reinsten Form, Mutterliebe in ihrer traurigsten Form. Mutterliebe, die alles schaffen will. Tragik pur. Leben eben.

„Dies, Conor!“, sagt eines Nachts das Monster, „ist dein Alptraum! Aber du wirst ihn überleben. Glaub‘ mir! Das ist schlimm, Conor, aber es wird noch viel schlimmer. Aber du wirst es schaffen, Conor. Sicher! Und jetzt sag‘ mir die Wahrheit! Was fühlst du?“

Und Conor spricht es aus, spricht es endlich aus, sagt es, sagt das Unfassbare, sagt das tief Traurige, sagt das, was er nie sagen wollte, aber das, was die erschütternde Wahrheit ist. „Aber du musst dich der Wahrheit stellen, Conor …!“ Und der Junge macht das. Und vor ihm tut sich ein Abgrund auf, ein fürchterlicher Abgrund. Aber das „Monster“ weiß es besser: „Nun kennst du die Wahrheit, Conor, aber, glaub‘ mir, du schaffst das. Es wird noch schlimmer, aber du schaffst das…!“

Und welche Wahrheit Coner umtreibt, welche Wahrheit das wunderbare, helfende Monster meint, das beschreibt „Sieben Minuten nach Mitternacht“. Selten so eine berührende Geschichte gelesen. Und das „Monster“, das gönnen wir Conor so sehr. Denn wenn es jemand brauchen kann, dann dieser kleine Junge …

Das, was Conor durchmacht, eine „Geschichte“, wie sie vermutlich täglich passiert, diese hin- und herwandernde Story zwischen traurigster Realität und rettender Fantasy, ist kaum zu ertragen … Die Worte sind gewaltig, die Situationen kaum auszuhalten, die Fantasy entpuppt sich als Retter, ein Monster, das die furchtbare Realität erträglicher macht, Geschichten, die zum Nachdenken anregen, eine Philosophie, die das Leben schreibt und die Trauer ausspuckt … Und wir ertragen sie doch, die Realität … Sicher, ganz, ganz sicher … Wir müssen uns ihr nur stellen, der Wahrheit, nicht dem, was wir hoffen, was wir glauben, sondern dem, was wirklich geschieht. Und dann werden wir ihn überleben, den Alptraum …

c) M. / 24.4.2017
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SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT

Von: Reni N. Datum: 08.01.2017

https://renisbooks.wordpress.com

Jede Nacht wird Conor O’Malley von einem Alptraum heimgesucht, jede Nacht der Gleiche, jedes Mal wacht er schreiend auf. Er ist dreizehn, als der Traum beginnt, dreizehn, als seine Mutter an Krebs erkrankt. Als er eines Nachts wieder schreiend aufwacht, steht ein Monster vor ihm, doch nicht das aus seinem Alptraum. Es ist gekommen, um Conor drei Geschichten zu erzählen, die Vierte aber will er von Conor hören und diese handelt von der Wahrheit hinter Conors Alptraum.

Aufmerksam auf dieses Buch bin ich durch den anstehenden Film geworden, der leider von Februar auf Mai verschoben wurde. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin und Warten nicht gerade meine Stärke ist, musste also die Romanvorlage her. Der Autor dieses ungewöhnlichen Kinderbuches ist Patrick Ness, die Idee stammte von der an Krebs verstorbenen Siobhan Dowd. Illustriert wurde es von Jim Kay, der Harry Potter Fans kein Unbekannter ist, illustriert er doch derzeit die Harry Potter Bücher.
Mit diesem Buch erzählt Patrick Ness die berührende Geschichte eines Jungen, der durch die Angst um seine Mutter wie gelähmt ist. Er fühlt sich allein gelassen von der Großmutter, die ihn nicht mag und dem Vater, der mit seiner neuen Familie auf der anderen Seite des Ozeans lebt. In der Schule wird er wie ein rohes Ei behandelt, tut er doch allen Leid, wegen dem Schicksal seiner Mutter. Unbewusst ruft er ein Monster, welches ihm mit seinen Geschichten hilft, seine Angst und Trauer zu verarbeiten und seinem Alptraum gegenüber zu treten. Was es dabei mit dem Titel auf sich hat, verrate ich nicht, denn neben dem Offensichtlichen erfahren wir Leser erst ganz zum Schluss, was er wirklich bedeutet.
Ehrlich und doch einfühlsam würde ich Ness Schreibstil beschreiben. Der Leser kann sich in Conor hineinversetzen, leidet mit ihm, wütet und weint (Achtung: Taschentücher zum Ende hin bereit halten!!). Detailliert und doch abstrakt unterstreichen dabei Jim Kays schaurig schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen die Geschichte und kreieren die perfekte Atmosphäre. Ein weiteres Highlight sind die Geschichten des Monsters, die nicht so sind, wie sie im ersten Moment scheinen und doch damit realistischer wirken, als jedes Märchen.

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