Wie man die Zeit anhält

Ungekürzte Lesung mit Christoph Maria Herbst
Hörbuch MP3-CD
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Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

Gelesen von Christoph Maria Herbst.

(1 mp3, Laufzeit: 9h 31)


Übersetzt von Sophie Zeitz
Originalverlag: dtv
Hörbuch MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 9h 31 min
ISBN: 978-3-8445-2896-1
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Schön und anschaulich erzählt

Von: Happy Booktime

25.11.2018

Auch wenn mich das Cover nicht packen konnte, der Klappentext konnte es um so mehr. Besonders Geschichten über die Zeit, Zeitreisen, Wahrnehmung über Zeit usw. interessieren mich grade sehr und so packte mich schnell die Leselust. Als Leser wird man durch den Protagonisten Tom durch sein Leben geführt. In der Gegenwart lernt er Camille kennen, ist auf der Suche nach seiner Tochter und da gibt es noch immer die Tatsache, das er über 400 Jahre alt ist und sich regelmäßig alle 8 Jahre neu erfinden muss, damit es den Menschen um ihn herum nicht auffällt, das er äußerlich nicht zu altern scheint. Immer wieder gibt es Rückblicke in sein langes Leben, zu besonders prägnanten Wendepunkten in seinen vielen Identitäten. Man lernt seine Sicht auf die Welt kennen, lernt Bekannte, Gleichgesinnte und Familie von ihm kennen und beginnt durch diese Rückblicke zu verstehen, warum er ist, wie er ist. Besonders prägend finde ich das Verhältnis, das er zu seinem „Mentor“ hat, da es im Laufe des Buches für einige Überraschungen sorgt und auch das Ende der Geschichte mitgestaltet. Erzählerisch ist das Buch wirklich angenehm gestaltet. Nicht reißerisch oder erzwungen wird das Leben von Tom beleuchtet. Mich erinnerte das stark an die Oma oder Opa, der von Früher erzählt. Alles spitzt sich zum Ende zu, wo es sehr überraschende Wendungen gibt, die alles noch einmal in anderes Licht setzen. Auch sprachlich fühlt man sich direkt in ein Gespräch mit Oma/Opa zurück versetzt. Ein wunderbar leichter, doch emotionaler und angenehmer Stil sorgt für Wohlfühlcharakter und macht das Leseerlebnis rund. Leider muss ich sagen, das mir zu „der perfekten Geschichte“ noch ein paar Kapitel gefehlt haben. Ich hätte gerne auch von anderen wichtigen Charakteren erfahren, warum sie so gehandelt haben und was sie dazu brachte sich für diese besondere Richtung zu entscheiden. Wie hat ihr Leben wohl ausgesehen? Grade weil Toms Leben doch so detailliert dargestellt wird und man ihn so verstehen kann fehlt mir dies bei anderen, was -grade im Hinblick auf das Ende- doch einiges zu überschnell erscheinen lässt. Mein Fazit Wie war nun mein Gesamteindruck von „Wie man die Zeit anhält“? Positiv! Ich mochte Erzählstil, den Roten Faden der Geschichte und fand Tom als Protagonist wunderbar. Dies ist eine Geschichte, die ohne viel Effekthascherei auskommt und die zu lesen einfach Freude gemacht hat.

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Mein erster, aber nicht mein letzter Matt Haig!

Von: Blog-a-holic

18.11.2018

Das Leben kann schon schlimme Streiche spielen, insbesondere, was die Zeit anbelangt. Aber - Zeit, was bedeutet das schon? Die Zeit, die wir miteinander verbringen, die wir nutzen oder aber auch einfach verstreichen lassen, ohne sie sinnvoll genutzt zu haben. Doch die Zeit, die wir haben oder nutzen ist tatsächlich für den Geschichtslehrer Tom Hazard ein dehnbarer Begriff. Der 40jährige lehrt nicht nur Geschichte, er hat sie erlebt, denn, obwohl er jung aussieht, ist er tatsächlich über 400 Jahre alt und war bei den meisten wichtigen historischen Ereignissen selbst mit dabei, ist sogar Shakespeare selbst höchstpersönlich über den Weg gestolpert. Gelebte Geschichte, wäre es auch nur so einfach, der heutigen Jugend diese Faszination der Zeit, der Geschichte, dem vergangenen Erlebten, näher zu bringen.  Früher war alles anders. Früher dachte Tom noch, er wäre normal, doch er merkte schnell, das dem nicht so war. So erlebt er als Kind Schreckliches, als seine Mutter sich für ihn opfert und als Hexe gebrandmarkt stirbt. Irgendwann trifft er auf seine große Liebe und die Zeit, die ihnen bleibt, ist eine schöne Zeit. Doch auch diese findet ein jähes Ende.  Die Geschichte des Tom Hazard  - dem Albatros unter den Eintagsfliegen - ist eine Geschichte, die man als Leser bzw. in meinem Fall als Zuhörer nicht so schnell vergisst, denn sie lässt eines ganz sicher zu: einen kurzen, aber intensiven Blick auf die Vergangenheit und die Unendlichkeit der Zeit, die unbegreiflich erscheint.  Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, war es doch für mich der erste Roman von Matt Haig. Insbesondere die Erzählweise hat mich sehr verblüfft. So beginnt man nicht einfach in der Vergangenheit und bekommt den Protagonisten erst einmal vorgestellt, ggfs. auch noch seine Hintergrundgeschichte näher gebracht. Nein, wir stolpern direkt mit Tom Hazard in sein neues Leben als Geschichtslehrer und folgen seinen meist diffusen Gedankengängen zurück in die Vergangenheit, die für ihn wie gestern erlebt erscheint.  Insbesondere diese Zeitsprünge, diese Rückblicke haben mir sehr gut gefallen. War Tom Hazard für mich zunächst ein verschrobener und äußerst sonderbarer Charakter, so habe ich mit der Zeit doch gemerkt, wie sehr er sich geformt hat, woher sein Charakter stammt und wieso er handelt, wie er nun mal handelt. Tom Hazard ist ein Mensch, der viel erlebt hat und das ein oder andere Mal von dieser Welt scheiden wollte, es aber einfach nicht kann und immer, wenn er denkt, es habe keinen Sinn mehr, findet er doch einen Sinn, der ihn nach wie vor am Leben hält - die Liebe.  Ein weiterer Aspekt, den man beim Hörbuchhören beleuchten muss, ist der Sprecher selbst: gelesen wird die Geschichte von Christoph Maria Herbst und ich könnte mir - rückblickend - keinen besseren Sprecher vorstellen. Er hat Tom Hazard für mich zum Leben erwacht und ihm genau den Geist und den Charakter eingehaucht, den ich mir aus der Geschichte vorgestellt habe. Für Hörbuchfans ein absolutes Muss! Die Besetzung ist perfekt! Wie schon gesagt: für mich war es das erste Buch von Tom Haig, es wird aber sicherlich nicht das letzte gewesen sein!

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Vita

Matt Haig

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits mehrere Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem SPIEGEL-Bestseller ›Ich und die Menschen‹. Außerdem sind in Deutschland erschienen: ›Die Menschen von A bis Z‹ und ›Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben‹, ›Ein Junge namens Weihnacht‹, ›Das Mädchen, das Weihnachten rettete‹.

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Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst hat alle wichtigen Fernsehpreise gewonnen, darunter mehrfach mit seiner Rolle als Stromberg den Deutschen Comedypreis. In zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. in Der WiXXer, Die Kleinen und die Bösen, Er ist wieder da) verkörperte er markante Haupt- und Nebenfiguren. Auch als Synchron- und Hörbuchsprecher (z. B. in Willkommen bei den Sch’tis, Der Vorname oder Timur Vermes‘ Bestseller Er ist wieder da) feierte er Erfolge. Für den Hörverlag hat er neben vielen anderen Titel auch Matt Haigs Ich und die Menschen gelesen.

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