Wie man die Zeit anhält

Ungekürzte Lesung mit Christoph Maria Herbst
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Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, Paris der zwanziger Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch jetzt bittet ihn die alleinerziehende Mutter und Kollegin um Hilfe. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

Gelesen von Christoph Maria Herbst.

(Laufzeit: 9h 31)


Übersetzt von Sophie Zeitz
Originalverlag: dtv
Hörbuch Download, Laufzeit: 9h 32 min
ISBN: 978-3-8445-2929-6
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zeit heilt alle Wunden?

Von: Klene

10.02.2019

Christoph Maria Herbst hat das Buch sehr angenehm gelesen und den verschiedenen Figuren Leben eingehaucht. Mir war Tom sehr sympathisch auch wenn ihn lange Zeit durch die Geschichte hinweg eine Melancholie umströmt, die es anstrengend macht sich dauerhaft auf die Geschichte zu fokussieren. Zusätzlich springt man mit Tom immer vom Jetzt zurück in die Vergangenheit, die nicht ganz chronologisch abläuft, sondern in Episoden, die gerade zu einem ganz bestimmten Gefühl passen. Aber das passiert einem ja selbst auch im echten Leben: irgendetwas triggert eine Erinnerung und dann schwelgt man darin oder verliert sich im damaligen Gefühl. Bei Tom ist es sehr viel Trauer und Verzweiflung, irgendwie Hoffnungslosigkeit. In kleinen Happen im Auto zur Arbeit und zurück war es genau richtig, mal einen Gedanken davon aufzunehmen und ihn zu reflektieren. Zeitweise ist alles sehr philosophisch und ein bisschen arg überzogen, aber im Grunde genommen fokussiert sich alles darauf wie man sein Leben denn leben will. Was würde sich ändern wenn wir ewig leben könnten? Was ist im Hier und Jetzt wirklich wichtig? Und was kann man tun damit auch unsere Zukunft von uns profitiert? Wichtige Fragen in unserer Zeit, in der immer alles schneller wird... Fazit Ich habe dem Buch gerne zugehört und würde es weiterempfehlen, aber es ist keine leichte Kost. Ein Hörbuch, dass man wirklich hören muss und nicht nur als Hintergrundgeräusch oder zum Abschalten spielen sollte. Denn auch die historischen Fakten sind total interessant und zum Nachdenken regt es alle mal an.

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Wie man die Zeit anhält

Von: dragonfly_books

21.12.2018

von Matt Haig Der Inhalt Tom Hazard ist alt, älter als die Menschen in seinem Umfeld. Geboren wurde er im 16ten Jahrhundert und seitdem wandelt er auf der Erde. Dabei sieht er aus wie 40. Er hat die Hexenverbrennungen miterlebt, die Pest überlebt und Tschaikowski live gesehen. Doch wenn man so alt ist wie Tom, dann muss man sich an Regeln halten um nicht aufzufallen und die erste Regel lautet: Du darfst nicht Lieben. Eigentlich eine offensichtliche Sache, doch wie schwer das ist, wenn man der richtigen Person begegnet kann man vorher nie wissen. Meine Meinung Tom ist in seinem neuen Leben, das er zu Beginn des Buches anfängt, Geschichtslehrer. Als jemand, der all die Dinge, die in der Vergangenheit liegen, selbst erlebt hat, dachte ich eigentlich, dass er mega der coole Lehrer wäre. Ist er aber nicht, ich fürchte er ist unfassbar langweilig, denn er erzählt einfach nur stumpf was in der Historie geschehen ist. Als Schüler hätte ich mich zu Tode gelangweilt. Als Leser, bekommt man dennoch einen Einblick in Toms Vergangenheit, da er immer wieder von Kopfschmerz begleitete Flashbacks hat. So erfährt man wie Tom all die Jahre gelebt und auch gelitten hat, wer er ist. Das ist eigentlich ziemlich gut und auch das Umfeld der Schule ist gut gewählt, so ist es wenigstens sinnig. Allerdings stört mich trotzdem diese Sache, dass er den Schülern einfach nur einen Monolog hält und nebenbei einen inneren Monolog führt. Das ist irgendwie ein bisschen schade. Am Anfang des Buches, wusste ich auch noch nicht so recht, was ich von Tom halten soll. Irgendwie war mir seine Persönlichkeit nicht so ganz schlüssig. Er selbst wurde nicht genau erläutert. Ich hatte mehr so das Gefühl, dass er nur vor sich hin vegetiert hat, anstatt zu leben. Sein Leben als Lehrer ist dabei irgendwie totale Nebensache in dem Buch, zumindest den Großteil des Buches. Es geht viel eher um Toms Vergangenheit. Wie ist Tom aufgewachsen? Wer waren seine Eltern, wie ist er durch all die Jahre gekommen? Was ist ihm passiert? Wen hat er getroffen? Diese Fragen werden beantwortet. Dabei ist das Buch wirklich gut zu hören und man kann der Geschichte recht gut folgen. Schön ist, dass das Buch wirklich gut recherchiert ist. Toms einziges Problem ist, das er sich manchmal einfach verquatscht. Wenn man so lange lebt wie er, dann kann ich mir vorstellen, dass es schwierig ist, all das selbst erlebte aus einer anderen Sichtweise zu erzählen. Das Buch wird zum Ende hin noch besser: Der Moment wenn Tom seinen Freund Omar endlich wieder sieht, verändert alles. Ich will weiter auch nichts verraten, da das Buch ab da wirklich gut wird. Auf jeden Fall freue ich mich, das doch noch etwas in der aktuellen Zeit passiert, dass Auswirkungen auf Toms Leben hat. Es ist wirklich schön zu sehen, dass er doch noch begreift, dass das Leben sich lohnt.

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Vita

Matt Haig

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits mehrere Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem SPIEGEL-Bestseller ›Ich und die Menschen‹. Außerdem sind in Deutschland erschienen: ›Die Menschen von A bis Z‹ und ›Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben‹, ›Ein Junge namens Weihnacht‹, ›Das Mädchen, das Weihnachten rettete‹.

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Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst hat alle wichtigen Fernsehpreise gewonnen, darunter mehrfach mit seiner Rolle als Stromberg den Deutschen Comedypreis. In zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. in Der WiXXer, Die Kleinen und die Bösen, Er ist wieder da) verkörperte er markante Haupt- und Nebenfiguren. Auch als Synchron- und Hörbuchsprecher (z. B. in Willkommen bei den Sch’tis, Der Vorname oder Timur Vermes‘ Bestseller Er ist wieder da) feierte er Erfolge. Für den Hörverlag hat er neben vielen anderen Titel auch Matt Haigs Ich und die Menschen gelesen.

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