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Wie man die Zeit anhält

Ungekürzte Lesung mit Christoph Maria Herbst

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2929-6

Erschienen:  23.04.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Hörbuch MP3-CD

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Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, Paris der zwanziger Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch jetzt bittet ihn die alleinerziehende Mutter und Kollegin um Hilfe. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

Gelesen von Christoph Maria Herbst.

(Laufzeit: 9h 31)

Matt Haig (Autor)

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits mehrere Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem SPIEGEL-Bestseller ›Ich und die Menschen‹. Außerdem sind in Deutschland erschienen: ›Die Menschen von A bis Z‹ und ›Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben‹, ›Ein Junge namens Weihnacht‹, ›Das Mädchen, das Weihnachten rettete‹.


Christoph Maria Herbst (Sprecher)

Christoph Maria Herbst hat alle wichtigen Fernsehpreise gewonnen, darunter mehrfach mit seiner Rolle als Stromberg den Deutschen Comedypreis. In zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. in Der WiXXer, Die Kleinen und die Bösen, Er ist wieder da) verkörperte er markante Haupt- und Nebenfiguren. Auch als Synchron- und Hörbuchsprecher (z. B. in Willkommen bei den Sch’tis, Der Vorname oder Timur Vermes‘ Bestseller Er ist wieder da) feierte er Erfolge. Für den Hörverlag hat er neben vielen anderen Titel auch Matt Haigs Ich und die Menschen gelesen.

Übersetzt von Sophie Zeitz
Originalverlag: dtv

Hörbuch Download, Laufzeit: 9h 32 min

ISBN: 978-3-8445-2929-6

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen:  23.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch MP3-CD)

eine wundervolle und zugleich unglaublich traurige Geschichte

Von: Caröchen Datum: 05.10.2018

foodmeetsbooks.blogspot.com

Inhalt
Tom altert 15 mal langsamer als normale Menschen. Weil das Fragen aufwirft, lebt er nie lange an einem Ort. Bis er sich plötzlich verliebt und alles kompliziert wird.

Eigene Meinung
Tom hat mir als Charakter unglaublich gut gefallen. Er hat über 400 Jahre seines Lebens hinter sich und in dieser Zeit viele bedeutende Menschen getroffen. Ein eigenes Leben hat er sich jedoch nicht aufgebaut. Er ist ein nachdenklicher und vor allem sehr trauriger Mensch, man schließt ihn sofort ins Herz.

Anfangs hatte ich mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt, diese hier gefällt mir jedoch besser, da es nicht so eine 0815-Liebe-Zeit-Abklatsch-Geschichte ist. Wir erfahren von Toms vielen Leben aus der Vergangenheit und vor allem von den einschneidenden Erlebnissen. Diese werden an den passenden Stellen kapitelweise eingestreut. Tom ist auf der Suche nach jemandem und versucht dabei irgendwie zu überleben.

Das Eintauchen in Toms Leben und somit in die Vergangenheit war sehr interessant und zuweilen auch sehr lustig. Ansonsten ist das Buch sehr melancholisch aber nicht so, dass es sich negativ auf den Leser auswirkt. Im Gegenteil, man hofft jedesmal, dass Tom endlich ankommen wird.

Fazit
Ein wundervolles Buch mit einem tollen Protagonisten, der einen sehr zum Nachdenken bringt.

Eintagsfliegen und Albatrosse

Von: Frau Goethe liest Datum: 30.09.2018

https://fraugoetheliest.wordpress.com

Zeit ist gerade heutzutage ein wertvolles Gut. Wenn gerade etwas Schönes passiert, möchte man diesen Augenblick gerne länger auskosten. Was läge da näher, als die Zeit anzuhalten? Tom Hazard hat diese Probleme nicht. Er ist 1581 in Frankreich geboren und durch die Verfolgung der Hugenotten mit seinen Eltern nach England geflohen. Im Teenageralter stellt er fest, dass er kaum mehr altert. Auch den Dorfbewohnern fällt das auf und seine Mutter muss dafür auf dem Scheiterhaufen brennen. Der traumatisierte Junge verlässt seine Heimat, doch immer wieder hat er das Problem, dass sein Nicht-Altern auffällt.

Matt Haig hat nicht etwa einen historischen Roman mit Fantasyanteilen geschrieben, sondern sich mit dem Gedanken auseinander gesetzt, wie es wäre, wenn man 15 mal langsamer altern würde. Wäre der Gewinn an Lebenszeit wirklich erstrebenswert? Möglicherweise wäre es akzeptabel, wenn man nicht allein mit dieser Veranlagung – wie Tom es statt einer Krankheit nennt – wäre. Uns Normalsterblichen erscheint es verlockend, eine lange Zeit zu leben. Man könnte so viele Dinge erleben und bei den neuesten Errungenschaften der Forschung dabei sein. Auch Tom erlebt eine spannende Epoche nach der anderen. Er kannte Shakespeare persönlich und segelte sogar mit Kapitän Cook auf den Weltmeeren. Das Zeitalter der Entdeckungen war seine Jugend und auch heute, im modernen London, kommt er als 40jähriger gut zurecht. Allerdings hat das langsame Altern seinen Preis. Alle acht Jahre muss er den Wohnort verlassen, damit sein Geheimnis unentdeckt bleibt. Er muss es vermeiden, auf Fotos abgebildet zu werden und vor allem zu niemanden eine Bindung aufbauen. Nach einer so langen Zeit sehnt sich Tom nach einem Menschen, der ihn aus der Einsamkeit holt. Um weitere Dramatik aufzubauen, hat Haig seinem Protagonisten eine Tochter geschenkt, die er aber seit gut 400 Jahren sucht.

Die Geschichte hört sich an wie ein historischer Roman, weil immer mal wieder ein Ereignis aus der Vergangenheit genauer unter die Lupe genommen wird. Da es immer wieder dieselbe Person ist es gleichzeitig irreal. Aber es könnte genau so gut auch wahr sein, dass es Menschen mit eben dieser Veranlagung unter uns gibt. Das Gegenteil, die Progerie, gibt es schließlich auch. Insgesamt fügt sich das Leben von Tom Hazard glaubhaft in die historischen Gegebenheiten ein. Als Geschichtslehrer wünscht man sich einen Zeitzeugen, der den trockenen Stoff so lebendig wiedergeben kann als wäre er selber dabei gewesen. Die Kapitel sind nicht chronologisch geordnet, sondern springen in den Zeiten. Je nachdem, welche Erinnerung benötigt wird, damit der Leser die Umstände zuordnen kann, wird mal aus dem Elisabethanischen Zeitalter berichtet und dann wieder aus dem Paris der 20er Jahre. Die Gesamtheit zeichnet ein farbiges Bild durch die Neuzeit und wird mit philosophischen Gedanken des Autors gespickt.

Das Hörbuch wird von Christoph Maria Herbst gelesen. Wieder kommt sein Talent zum Tragen, jeder Figur eine passende Tonart zu verpassen, die sie auch ohne viel Worte erkennbar macht. Mal schneller in hoher Tonlage, dann mal krächzend schleppend wie ein Greis oder mit fremdländischem Akzent hören wir die Dialoge der Figuren. Die ungekürzte Lesung ist im MP3-Format und hat eine Laufzeit von neuneinhalb Stunden. Tom Hazard erklärt in seinem Vorstellungsgespräch, wir Menschen seien Geschichte. Mit dieser Vertonung sind wir es ganz bestimmt. Mich hat also nicht nur die Story, sondern auch das Gesprochene begeistert.

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