Leserstimme zu
Orbs

Ein solider Auftakt

Von: Donatha Czichy
02.10.2018

Warum wollte ich es lesen? Da ich Bücher aus den Genres Science-Fiction und Thriller eher weniger lese, bin ich auf Orbs durch eine Freundin gekommen. Und da ich mal wieder Lust auf so eine Story hatte, habe ich es auch sofort auf meine Liste gesetzt und gelesen. Wie war es? Cover: Die leuchtend blaue Kugel im Vordergrund und die düstere Stadt im Hintergrund spiegeln den Klappentext perfekt wieder. Man sieht die aufbrechende Kugel und möchte wissen was sie verbirgt. Die Story: Dr. Sophie Winston ist seit den letzten Katastrophen bemüht die Reise zum Mars voranschreiten zu lassen. Denn sie selbst möchte nur zu gern den roten Planeten erforschen. Doch alles kommt ganz anders als geplant. Winston und ihr Team sollen ein neues Biosphären-Habitat testen, das den Mars bewohnbar machen soll. Dabei treten unvorhergesehene Komplikationen auf, weshalb das Projekt abgebrochen werden muss. Sie öffnen die Tür und können ihren Augen nicht trauen: Kein Wasser, keine Menschen… Doch schwebende blaue Kugeln erwecken ihre Aufmerksam. Was befindet sich nur in den Kugeln? Schreibstil: Der Schreibstil von Nicholas Sansbury Smith ist mir gleich zu Beginn als sehr angenehm aufgefallen. Zudem haben mir die interessanten wissenschaftlichen Erklärungen geholfen mich besser in die Geschichte hineinzuversetzen. Meine Meinung: Orbs begann wirklich sehr vielversprechend und auch die Thematik finde ich unglaublich interessant. Leider hat es dann aber sehr nachgelassen und meine anfängliche Begeisterung war verflogen. Dr. Sophie Winston ist eine starke und wissbegierige junge Frau, deren größter Traum es ist den Mars zu erforschen. Jedoch muss sie für diesen Wunsch so einige Opfer bringen und auch die Zeit wird immer knapper. Des Weiteren lernen wir im Laufe der Geschichte ihr Team und einige andere Charaktere kennen. Die Anzahl und die Informationen bleiben aber übersichtlich. Die wissenschaftlichen Thematiken finde ich äußerst spannend: Wie wird sich die Erde verändern? Welche Katastrophen werden uns erwarten? Gibt es Leben im Weltraum? Da diese doch komplexen Themen verständlich erklärt wurde, habe ich auch viel Spaß beim lesen gehabt. Auch die Wendungen und Spannungsbögen waren recht gut, aber nicht durchgehend mitreißend. Nach der Hälfe des Buches konnte mich der weitere Verlauf der Geschichte nicht sonderlich packen. Der Anfang begann rasant, abenteuerlich und es machte Lust auf mehr. Jedoch plätscherte die Handlung dann nur noch so vor sich hin. Mir fehlte der gewisse Nervenkitzel an bestimmten Stellen. Die blauen Kugeln haben schon mein Interesse geweckt nachdem ich das Cover gesehen habe. Aber auch die Entdeckungen, die Dr. Sophie Winston machte, konnten mich nicht wirklich vom Hocker hauen. Ich hatte bei Orbs mit etwas innovativem und außergewöhnlichem gerechnet. Die Umsetzung hat mich jedoch ziemlich enttäuscht. Abschließend: Insgesamt ist Orbs ein solider Auftakt, der spannend beginnt, aber dann immer weiter abbaut. Die weiteren Bände werde ich wohl eher nicht lesen. Meine Lieblingsstelle: “Lass das Volk glauben, dass es regiert, und es wird sich regieren lassen.” (S. 67)