Leserstimme zu
Die Weisheit alter Hunde

Einfach nur lesenswert!

Von: Christine Holst aus Sievershütten
30.11.2018

Alternde Hunde, das ist wahrlich keine leichte Kost. Zeigt das Thema doch auch die Endlichkeit auf. Das Abschiednehmen des geliebten Sozialpartners. Auf diese Einblicke mit all ihren Höhen und Tiefen war ich gefasst. Ist doch meine Hündin ebenso alt wie Shira und schreibt jeden Tag ähnliche Geschichten. Nichtsdestotrotz hat mich dieses Buch ganz besonders in den Bann gezogen und an manchen Stellen die Tränen kullern lassen. Die Autorin beschreibt auf eine sehr einfühlsame Weise, was wir von den Hunden, den grauen Schnauzen insbesondere, fürs Leben lernen können. Dabei gewährt sie sehr persönliche Einblicke in ihre eigene Lebensgeschichte. Eine Offenheit, die mich sehr berührt hat und beim Lesen immer wieder innehalten lies. Kommen doch unweigerlich eigene Geschichten hervor. So ist es wohl nie zu spät auch noch im nach hinein zu reflektieren, auch zu verzeihen, sei es sich selbst und loszulassen. Aus dem Herzen spricht Elli Radinger mir ganz besonders beim Thema Vertrauen. „Und es macht glücklicher, denn wenn wir unseren Mitmenschen zunächst einmal gute Absichten unterstellen, begegnen wir ihnen ohne Argwohn. Und wir werden dafür belohnt. Jedenfalls meistens. Vertrauen ist ein Gefühl, das sich bewusster Kontrolle entzieht. Hunde verstehen, was unter der Oberfläche vorgeht. Sie verlassen sich auf ihr Bauchgefühl.“ Danke dafür! Last but not least, wurde ich auch in diesem Buch mit mir teils unbekannten wissenschaftlichen Studien, die kontinuierlich einfließen, überrascht. Zum Beispiel dem Williams-Beuren-Syndrom mit Blick auf die „soziale Ader der Hunde“. So wird kaum etwas ausgelassen – auch der Humor hat seinen Platz in diesem Buch. Für mich ist „Die Weisheit alter Hunde“ ein wunderbarer Mentor für das Zusammenleben mit dem Hund und das Leben an sich.