Leserstimme zu
Prophet der sechs Provinzen

Der Teil zwischen grandiosem Auftakt und heiß ersehntem Ende

Von: Hirilvorgul
03.12.2018

ACHTUNG SPOILER ZU TEIL 1!! Dies ist ein typischer zweiter Teil. Die Geschichte geht spannend und unterhaltsam weiter, aber am Ende bleibt der Leser mit dieser Unzufriedenheit zurück, noch nicht am Ende angelangt zu sein. Schlimm genug, sich mit dem Tod von Fitz‘ bestem Freund abfinden zu müssen. Aber immer, wenn man als Leser denkt, den Verlust verwunden zu haben, reißt Hobb die Wunde wieder auf (und weckt die verzweifelte Hoffnung, ihm doch noch einmal wieder zu begegnen). Um den Prinzen und die sechs Provinzen zu schützen, muss Fitz sich aus seiner Deckung begeben und seine selbstgewählte Isolation aufgeben, muss Bündnisse eingehen, die ihm nicht behagen und Freundschaften auf’s Spiel setzen. Viele Kränkungen widerfahren ihm und große Missverständnisse machen dem Bastard das Leben schwer. Es gibt diese „Oh Nein, nicht auch das noch!“ Momente und Augenblicke, in denen man als Leser fest daran glaubt, dass alles gut werden wird. Und dann ist plötzlich das Ende erreicht, gerade als Fitz sich so richtig ins Getümmel werfen will… Ich wiederhole mich, denn nun fiebere ich wieder dem nächsten Teil entgegen, um endlich zu erfahren, was das Schicksal für Fitz, Pflichtgetreu, den Narren und all die anderen noch bereit hält. Noch immer kann ich die „Erbe der Weitseher“- Reihe allen Fantasy-Fans wärmstens ans Herz legen. Und auch wenn ich mit dem Cliffhanger mehr als unzufrieden bin, kann ich für Erzählkunst und wunderbare Lesung auch hier wieder nichts anderes als 5 Sterne vergeben. Fazit: Ein typischer Teil zwischen grandiosem Auftakt und heiß ersehntem Ende einer großartigen Fantasy-Saga. Hörgenuss vom Feinsten.