Leserstimme zu
Das rote Adressbuch

Sehr bewegend, es lohnt sich

Von: Lesestrickeule
23.01.2019

An Ihrem zehnten Geburtstag schenkt Doris Vater ihr ein rotes Adressbuch, das sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird. In diesem Adressbuch notiert sie alle Menschen, die ihr begegnen.
Doris ist nun 98 Jahre alt und sie weiß, dass sie bald sterben wird. Deshalb schreibt sie ihr Leben auf für Ihre Nichte, Jenny. Als Jenny diese findet versucht sie noch mehr über das Leben ihrer Tante zu erfahren, bevor es zu spät ist.
Das rote Adressbuch hilft ihr dabei, dort sind alle Menschen notiert , die Doris kannte. Manche haben Spuren hinterlassen , andere waren eher unwichtig.
Die Autorin, Sofia Lundberg, lässt uns an dem langen und aufregendem Leben von Doris Teil haben und ich hatte das Gefühl ich reise mit Doris, ob nach Paris , New York oder England.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Denn es gibt wirklich viele Menschen , die einem begegnen im Laufe der Zeit. Ein Adressbuch als Landkarte des Lebens zu bezeichnen finde ich sehr treffend. Denn Menschen prägen einen und manche vergisst man nie.
Da das Buch etwas traurig anfängt, und ich nicht wirklich bereit war mich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen , habe ich es erst mal bei Seite gelegt. Nach langem Zögern habe ich dann weiter gelesen und Doris Geschichte hat mich fasziniert und sehr gerührt.
Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist sehr fesselnd und sie schafft es die Gefühle sehr authentisch zu beschreiben , so dass man es selbst fühlen und nachvollziehen kann.
Das Thema Sterblichkeit ist sehr wichtig und beschäftigt uns alle, auch wenn viele versuchen dem Thema aus dem Weg zu gehen. Sofia Lundberg geht mit so viel Fingerspitzengefühl an dieses Thema heran, dass man sich mit diesem Thema auseinander setzen will.
Mich hat es eine gewisse Überwindung gekostet, weiter zu lesen , doch ich bin froh, dass ich weiter gelesen habe. Es ist eine sehr rührende Geschichte, die jeden zu Tränen rühren wird.