Leserstimme zu
Ihr Scheinheiligen!

Respekt für Ihren Mut

Von: Silvia Bopp aus Bremen
13.04.2019

Wenn man sich in der Welt umschaut, bin ich demütig, in diese Zeit, in dieser Kultur und in dieser Region geboren zu sein. Das ist meine persönliche Auffassung. Dass Frau Sargica sich ebenfalls höchst emotional dazu bekennt und dieses schätzt, rührt mich fast. Dass sich die zugewanderte Bevölkerung - aber auch Viele der deutschen jungen Generation (mangels Interesse an unserer besonderen Historie - dessen nicht im Klaren ist, mag verständlich sein. Aber warum ist Deutschland für Fremde so attraktiv und warum sie dann hier? Sind die Vorstellungen so verfälscht, dass man sich einen Garten Eden vorstellt? Unabhängig davon: Gastfreundschaft ist ein hohes Gut in fast allen Kulturen. Ich habe mich gefragt, wo das Gefühl ein Gast in diesem Lande zu sein, bleibt. Das wird von doch von mir auch erwartet, wenn ich andernorts weile und dass ich mich anpasse, ist eine Selbstverständlichkeit. Der Begriff "Parallelgesellschaft", den es offiziell für die arabischen Clans (auch die Osteuropäischen übrigens) gibt, habe ich schon lange auch auf Eingebürgerte gerade aus islamistischen Ländern gewählt (ohne das je aufgrund des sofortigen Vorwurfs des Fremdenhasses einheimischer und der Menschen mit Migrationshintergrund zu artikulieren). Dabei verstehe ich mich selbst als Europäer deutscher Abstammung (vom Kulturkreis her) und als Weltbürger (wenn ich selbst auf Reisen bin) mit der Lust darauf, Neues, Anderes zu erfahren und zu verstehen. Mit dieser Grundeinstellung habe ich viele wunderbare Erlebnisse und Verbindendes erleben können. Ich bin nur skeptisch, ob die vielen politisch-religiösen Rückfälle auf diesem Planeten - und leider ist die islamische Gesellschaft da weit vorn - eines Tages das Miteinander vollends zerstören. Ich wünsche Ihnen, Frau Sargica, dass Ihr mutiger Beitrag zur Toleranz der Gegensätzlichkeiten beiträgt und Sie sich nicht entmutigen lassen. Und dass Sie mit Ihrer Offenheit in diesem Lande in Sicherheit sind.