Leserstimme zu
Löwenzahnkind

gelungener Auftakt einer neuen Krimi Reihe

Von: Kerstin C.
14.07.2019

Auf dem Cover sieht man ein einsam stehendes Haus mitten im Nichts. Davor sieht man einen See. Der Himmel darüber ist düster und zeugt von drohendem Unheil. Ich finde das Cover passt gut zum Buch. Die Geschichte spielt in der kleinen Gemeinde Gullspång in Schweden. Die Sprecherin Tanja Fornaro gibt für mich dem Thriller die passende Stimme. Auf eine trockene Art und Weise kommt der nordische Humor gut rüber. Löwenzahnkind ist der Auftakt zur Charlie Lager Reihe. Die Ermittlerin Charlie wird bei ihrem ersten Fall mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Auf ihre Kindheit in Gullspång blickt sie nicht gerade mit Freuden zurück. Die Gemeinde ist geprägt von Armut und zu viel Alkoholkonsum. Und dies schon seit Jahren. Lina Bengtsdotter führt ihre drei Erzählstränge zu einem fulminanten Ende zusammen. Im hier und jetzt findet die Ermittlung von Charlie und ihrem Kollegen Anders statt. Immer wieder werden kleine Abschnitte von jenem Tag eingeblendet, an dem Annabelle verschwunden ist. Damit wird die Spannung gut aufgebaut und ich als Hörer kann mit an dem Fall ermitteln. Der dritte Strang spielt zu einer anderen Zeit, in der grausame Sachen geschahen. Für mich kam das Ende überraschend. Mit der Entwicklung hätte ich bis fast zum Schluss nicht gerechnet. Ich mag es, wenn man möglichst lange selbst mit rätseln kann. So habe ich immer wieder überlegt, was genau in jener Nacht passiert ist und wer wohl dafür verantwortlich ist. Die Vergangenheit der Ermittlerin ist erschreckend und spannend zu gleich. Dadurch kann man sie viel besser verstehen. Ich bin gespannt, wie sie in weiteren Fällen agieren wird. Für mich war es ein gelungener Ausflug nach Schweden. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und bleibt rätselhaft bis zum Schluss. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die spannende Romane aus Schweden lieben. Ich bin gespannt auf den zweiten Fall für Charlie Lager.