Leserstimme zu
Leas Spuren

"Entartete Kunst" bereicherte die Nazis

Von: lielo99 aus Bad Münstereifel
22.10.2019

Es ist die Liebe zu Frankreich, die in dem Roman von Bettina Storks klar zum Ausdruck kommt. Sie kennt sich aus im Paris der Besatzung durch die Nazis. Das liegt daran, dass sie akribisch recherchierte und das heutige Paris oft besuchte. In dem Buch, wo Leser auf den Spuren Leas schlendern, nimmt Frau Storks ihre Leser an die Hand. Sie erzählt von einer jungen Frau, die durch ein unverhofftes Erbe in die Stadt der Liebe geführt wird. Es ist ein ihr unbekannter Mann, der sie in seinem Testament bedachte. Marie ist eine der Hauptpersonen in dem Roman Leas Spuren. Sie wurde in einem Testament bedacht und soll die Hälfte einer Wohnung in Paris erben. Aber nicht ohne Bedingung. Der Erblasser erwartet, dass sie sich gemeinsam mit seinem Enkel auf die Suche nach einem verschollenen Gemälde begibt. Dieses muss den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Nein, Marie macht sich die Entscheidung nicht leicht und überlegt lange, ob sie das Erbe annimmt. Jedoch siegt ihre Neugier und gemeinsam mit dem Enkel des Verstorbenen, Niclas, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit. Es sind viele Bücher erschienen, die sich mit den Verbrechen der Nazis beschäftigen. Dieses unterscheidet sich dadurch, dass es in Paris spielt und von „entarteter Kunst“ handelt. Das gefiel mir gut. Die Autorin hat einen ansprechenden Sprachstil und ich las Leas Spuren innerhalb weniger Tage durch. Die Geschichte wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert. Etliche Fakten wurden verarbeitet und wieder entstand ein wertvolles Buch: „Gegen das Vergessen.“ Ich empfehle Leas Spuren ausdrücklich und gebe ganz klar fünf Sterne für das wertvolle Stück.