Leserstimme zu
Freiheit muss weh tun

Toll!

Von: Blog eines Buchfanatikers
05.05.2017

Die letzten Tage hatte ich die Ehre Hans Söllners Autobiographie „Freiheit muss weh tun“ zu lesen und dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und verändert. Man muss sagen, dass ich ihn vorher nur vom Hören kannte und daher unvoreingenommen an dieses Buch heranging, obwohl ich vielleicht mit 18 Jahren nicht zur anvisierten Zielgruppe gehöre. Und bevor ich genauer auf dieses Buch eingehe, möchte ich Hans Söllner meinen größten Respekt zusprechen. Ich bewundere ihn für seine Standfestigkeit, seinen Mut und sein Durchhaltevermögen. Ich denke, man liebt oder hasst ihn einfach, aber mich konnte er begeistern. Den Inhalt einer Autobiographie zu rezensieren ist, als würde man einen Menschen selbst rezensieren, aber Söllner schreibt hier seine Erlebnisse nieder. Er ist derb, direkt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er sagt was er denkt und meiner Meinung nach ist es verständlich, wenn man mit dieser Art nicht zurecht kommt. Ich kann Kritiker verstehen und doch überzeugte mich seine offene, ehrliche Art. Er klagt unser Rechtssystem an, weist auf die Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit hin und beleidigt den ein oder anderen Staatsanwalt als „dreckiges Arschloch" (sinngemäß). Gerade das konnte mich als angehenden Jurastudenten noch mehr überzeugen, diesen Weg zu gehen, um vielleicht die ein oder andere Brücke über die Kluft zwischen Staat und Bürger, zwischen arm und reich oder eben Recht und Gerechtigkeit zu schlagen. Sein Buch schreibt er auf eine lockere, einfache Art und Weise und bleibt auf einem vergleichsweise niedrigem sprachlichen Niveau, was dieses Biographie noch authentischer gemacht hat. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben! Ich vergebe fünf von fünf möglichen Sternen!