Leserstimme zu
Die Neunte Stadt

Interessanter Science Fiction Roman, aber stellenweise zu langatmig!

Von: 1001_magical_books
21.11.2017

Meine Meinung: Ich wollte seit längerem mal wieder einen richtigen Science Fiction Roman lesen und da kam mir der Roman von J. Patrick Black gerade zum richtigen Zeitpunkt. Vom Klappentext und der Aufmachung des Buches her habe ich mich schon richtig auf das Epos gefreut. Doch eins vorneweg, der Autor hat eine beeindruckende Welt in der Zukunft erschaffen und hat somit meinen vollsten Respekt, denn so viel Fantasie-und Einfallsreichtum, das muss man erst mal nachmachen. Jedoch hat sich der Autor J. Patrick Black zeitweise in seinen Beschreibungen immer mehr verloren, sodass zuweilen dieses Buch sehr zäh zu lesen war. Doch beginnen wir am Anfang: man wird mitten in die Geschichte reingeschleudert und wenn man vorher den Klappentext nicht gelesen hat, weiß man auch nicht warum es geht, denn nichts wird erklärt oder erwähnt und man könnte denken man liest eine Dystopie statt einen Science Fiction Roman , denn es geht eher um die Menschheit, 500 Jahre in der Zukunft mit ihren feindlichen Stammeskämpfen bzw. um ihr überleben in der Wildnis sowie deren Gegensätze zu den in der Stadt lebenden, die archaisch vom Militär regiert werden. Dies hat mich ca.150 Seiten lang ziemlich verwirrt. Kein Wort von Aliens, fremde Welten etc. Als ich dann den roten Faden gefunden hatte, wurde es interessanter, da der Autor die Zusammenhänge der einzelnen Protagonisten miteinander verknüpft hat und die Geschichte an Fahrt gewann und nun auch der Krieg mit den Aliens in den Vordergrund trat. Zudem fand ich die Entwicklung der Charakter mit zunehmenden Seiten immer besser und sympathischer. Zum Ende hin, wird der Erzählstil vom Autor leider wieder zähflüssiger und er versinkt wieder in seinen endlosen Beschreibungen und leider hätte ich mir mehr Details zu den Außerirdischen gewünscht z.b. wie sie aussehen oder warum sie Krieg gegen die Menschheit führen, denn dies verbleibt auch im dunklen. Charaktere: Es geht um Jax,Naomie,Rae,Torro,Vinneas,Kizabel und Imway wobei mir Kizabel und Vinneas am besten gefallen haben, denn sie sind lustig, schlau, ehrlich und auf sie kann man sich in der größten Not verlassen. Der Autor hat sich viele Gedanken um seine Protagonisten gemacht , da sie sehr vielseitig und authentisch sind . Gerade bei so vielen Hauptprotagonisten ist es manchmal schwierig , dass alle eine gleich gute Charakterentwicklung durchmachen und keiner blass zurückbleibt. Schreibstil: Wie gesagt ich fand es langatmig und ich muss auch sagen das ich mit den technischen, magischen und physikalischen Beschreibungen meine Probleme hatte es mir bildlich vorzustellen . Die Kapitel werden aus der Sicht von den 7 Hauptprotagonisten, alle in der Ich- Form erzählt, was ich nicht schlimm oder anstrengend fand. Fazit: Sehr interessanter Science Fiction Roman aber mit seinen Schwächen. Idee, Charaktere super. Aber von der Umsetzung leider langatmig und zeitweise schwierig zu lesen. Zudem hätte ich mir gewünscht das die Aliens mehr Raum in der Geschichte bekommen hätten. Da ich gehört habe das es noch einen 2.Teil geben soll hoffe ich das der Autor diese Sachen noch ändert. Und somit bekommt dieses Buch von mir ⭐️⭐️⭐️/5 magical Stars.