Leserstimme zu
Blauer Montag

fesselnd & spannend von Anfang an

Von: __bibliophilie__
18.09.2018

Frieda Klein, Psychologin, hat einen neuen Patienten, Allan. Allan plagen Panikattacken und seltsame Fantasien. Er träumt von einem eigenen Kind, dieser Wunsch bleibt ihm leider verwehrt und deshalb malt er sich immer mehr Fantasien mit einem kleinen rothaarigen Jungen mit Sommersprossen aus. Die Beschreibung des kleinen Jungen entspricht fast dem Ebenbild von Allan. Als dann der kleine rothaarige Matthew spurlos verschwindet wird Frieda hellhörig und begibt sich selber auf die Suche. Was sie dabei erfährt hätte ich nie für möglich gehalten. Sie lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein und bringt sich selber in grosse Gefahr durch ihre Alleingänge. Das Buch startet mit vielen verschiedenen Geschichten und Personen, die man zuerst noch nicht zuordnen kann. Die Perspektive wechselt manchmal sogar innerhalb eines Kapitels, dies hat es mir Anfangs erschwert in die Geschichte reinzufinden aber dies hat sich schnell gelegt. Erst nach und nach fügt sich wie bei einem Puzzle alles zusammen und ergibt ein einheitliches Bild. Es werden Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Bereits vor rund 20 Jahren ist die 5 jährige Joanna verschwunden und nun der kleine Matthew. Die beiden Fälle weisen erstmal keinen Zusammenhang auf aber trotzdem hat man das Gefühl sie passen irgendwie zusammen. Man erfährt das der entführte Matthew noch lebt und hofft, dass er bis zum Ende durchhält. Ebenfalls kann man enorm mitfühlen wie sich Eltern in so einer Lage wohl fühlen 😕 Diese Verzweiflung und Traurigkeit wurde sehr gut rübergebracht. Auch die Emotionen von Matthew in seinem Versteck waren so beängstigend. Das Buch enthält so viele Wendungen und Täuschungen mit denen ich nie gerechnet hätte 🤩 Manches war für mich ein wenig vorhersehbar aber dennoch ist es ein super Thriller 😊 Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr gut voran beim lesen.