Leserstimmen zu
Das Bild

Stephen King

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Rosie Daniels ist gefangen in der Hölle und ihr Ehemann Norman der Foltermeister. Alles Schlimme, das man sich vorstellen kann, hat er ihr angetan und vierzehn Jahre lang hat Rosie diese Folter ertragen. Bis ein Tropfen Blut – kaum größer als eine Münze – Rosie aus dem Alptraum reißt, aus dem sie nicht erwachen konnte. Hals über Kopf flüchtet sie vor Norman, sucht Hilfe in einem Frauenhaus und fängt, langsam und verängstigt, ein neues Leben an. Als sie in einer Pfandleihe den letzten Gegenstand, der sie an ihr altes Leben erinnert, versetzen will, entdeckt sie das Gemälde einer blonden Frau, die mit dem Rücken zum Betrachter den Blick über ein Tal und einen verfallenen Tempel gleiten lässt. Rosie fühlt sich mit dem Bild verbunden; vollkommen irrational folgt sie einer Eingebung und tauscht ihren alten Verlobungsring gegen das Bild. Das Gemälde zieht sie immer weiter in seinen Bann und auch, wenn es nicht möglich ist, glaubt Rosie immer neue Dinge darauf zu entdecken. Dinge, die vorher nicht dagewesen sind. Während Rosie sich ein neues Leben aufbaut, brodelt Normans Wut auf seine Ehefrau immer weiter. Doch auch, wenn Rosie kaum Spuren hinterlassen hat, ist ihr Norman dicht auf den Fersen, denn als Polizist weiß er, wie man Menschen findet. Und wenn er Rosie gefunden hat, wird er mit ihr Reden: aus der Nähe. Das Bild gehört – so ging es mir bereits beim ersten Lesen und nun, beim Re-Read gut fünfzehn Jahre später, ist es nicht anders – meiner Meinung nach zu den besten und erschütterndsten Romanen, die King geschrieben hat und ist, leider, sehr unterschätzt. Norman Daniels ist einer der schlimmsten Bösewichte, die man sich vorstellen kann: er ist nicht nur grausam und clever, er ist ein absolutes Monster, der Teufel in Menschengestalt und das, was er Rosie (und Menschen, die ihm im Weg stehen) antut, ist unvorstellbar und brachte mich – und eigentlich bin ich hart im nehmen – fast an meine Grenzen. Man wünscht ihm den Tod, und gleichzeitig Rosie, dass sie ihm endgültig und für immer entkommen kann. Ein tolles und erschreckendes Buch und absolut empfehlenswert.

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