Leserstimmen zu
Athen

Christian Meier

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Wer nicht nur mit Spezialisten-Details über die griechische Hochkultur genervt, sondern die griechische Antike in ihren Zusammenhang verstehen will, ist bei Christian Meier bestens aufgehoben. Die Spannung zwischen der Treue des Historikers zum anhand von Quellen verlässlich Wissbaren einerseits und echtem, nachvollziehenden Verstehen der Vorgänge rund um die Herausbilung der Besonderheit der attischen Demokratie andererseits wird von Meier auf eine Weise gehalten, die selbst ganz einmalig ist. Dass der Autor seinen Gegenstand ganz offen bewundert, führt daher in diesem Ausnahmefall nicht dazu, dass der Gegenstand verzerrt dargestellt wird, sondern vielmehr zu einem ausgesprochen tiefgehendem Verständnis. Getreu dem Motto des Buches: "Pour comprendre il faut aimer". Gerade für die grundsätzlichen Fragen, die sich angesichts der heutigen, allgemeinen Krise der Demokratie in der Modernen Gesellschaft stellen, lohnt sich ein Blick auf Meiers Nachvollzüge der Herausbildung demokratischerer Strukturen in der Antike. Natürlich nicht, um sie blind nachzuahmen. Wohl aber als Inspirationsquelle und als relevanter Vergleich, die uns helfen können, uns ein Stück weit Abstand von unseren eigenen Selbstverständlichkeiten zu gewinnen und neue Handlungsspielräume zur Bewältigung unserer eigenen, gegenwärtigen Probleme zu gewinnen.

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ein postulierter Neubeginn!

Von: Rudolf Steinmetz aus München

30.05.2016

Leider fehlt diesem brillanten Buch der Blick über den Zaun, nämlich die Berücksichtigung der Donauzivilisation, die der Linguist Harald Haarmann entdeckt hat. Zudem wünschte sich ein stärkeres Augenmerk auf den Atlantis-Bericht Platons, wohl einer der wichtigsten Quellen der Weisen Griechenlands.

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