Leserstimmen zu
Incarceron

Catherine Fisher

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Die Idee zu Incarceron ist genial: Die Menschen haben ein riesiges, sich entwickelndes Gefängnis erschaffen, um alle Straftäter für immer wegzusperren ohne Angst haben zu müssen, dass jemand entkommen kann. Die Handlung wird abwechselnd aus zwei Perspektiven wiedergegeben: Da ist zum einen Finn, der Häftling, der Visionen einer anderen Wirklichkeit hat und aus dem Gefängnis fliehen will und Claudia, die Tochter des Hüters von Incarceron, die ohne ihr Zutun in politische Intrigen verstrickt wurde. Die beiden können sich nur aus ihren jeweiligen Situationen befreien, wenn sie zusammenarbeiten. Leider konnte mich das Buch in der Umsetzung nicht überzeugen, weshalb ich es nach mehreren Anläufen auf der Hälfte abgebrochen habe. Die Charaktere wurden für mich nicht greifbar und man baute als Leser, meiner Meinung nach, keine wirkliche Verbindung zu ihnen auf, sodass mir ihr Schicksal und damit die Handlung eher egal war. Zudem war der Schreibstil bisweilen hölzern und es fehlte stellenweise an ausführlichen Beschreibungen z.B. der Umgebung. Des Weiteren hatte ich mit dem Roman zwei strukturelle Probleme, die mich letztendlich dazu bewogen haben das Buch abzubrechen: Zum einen sind die Wechsel zwischen den Handlungssträngen von Claudia und Finn teilweise an unglücklichen Stellen, die den Lesefluss abreißen lassen, was noch von den teilweise langen Epigraphen zu Beginn eines jeden Kapitels verstärkt wurde. Diese Einschübe sind dann auch das andere Problem, welches ich mit dem Buch hatte. Sie wirken von der Handlung losgelöst und werden als 'Informationsabladestelle' genutzt, die dem Leser Hintergrundwissen über die Welt vermitteln sollen. Mich hat das leider ziemlich schnell nur noch genervt. Mein Fazit: Die Idee ist super, aber meiner Meinung nach hapert es an der Umsetzung.

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Incarceron ist ein Fantasyerlebnis das man so leicht nicht vergisst und das sich einfach tief einbrennt. Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Dilogie. Worum es sich bei Incarceron handelt erfährt man ziemlich schnell und doch dauert es, bis man alles erkannt hat und selbst dann, wird man immer wieder mit neuem überrascht. Anfangs hatte ich etwas Probleme ins Buch reinzukommen, da es eine ziemlich komplexe Geschichte ist. Man muss die Atmosphäre und das Geschehen erstmal auf sich wirken lassen. Hierbei hat man das Gefühl, man betrete zwei völlig unabhängige Welten. Auf der einen Seite lernt man Finn kennen. Finn ist sehr ausdrucksstark und hat mich vor allem mit seinen Ängsten und seiner Verzweiflung in den Bann gezogen und berührt. Er hat eine Präsenz die sehr gewaltig ist. Finn lebt in Incarceron, aber er ist anders als alle anderen. Er ist Besonders und ich hatte das Gefühl, er ist sehr wichtig für diese Welt. Finns einziges Bestreben, er möchte diese Welt verlassen und das Außerhalb kennenlernen. Das ist sein Antrieb und er gibt nicht auf, egal was geschieht. Dabei wird er mit vielen Hürden und Gefahren konfrontiert, die es wirklich in sich haben. Die ihn zu brechen versuchen, aber ihm gleichzeitig auch mehr Stärke verleihen. Doch sein Weg ist steinig und dabei muss er auch immer wieder entscheiden, wem er vertrauen kann und wem nicht. Zu Incarceron sei eins gesagt. Es ist ein Gefängnis. Aber anders als man es sich vorstellt. Man ist eingesperrt, aber nicht so wie man denkt. Es ist das ganze Sein, das von einem Gefängnis umgeben ist. Ein Gefängnis das lebt, das spricht und das seine eigenen Regeln hat. Ich finde die Idee dazu richtig genial und war total fasziniert von diesem unglaublichen Setting. Alles wirkt lebendig und mit Seele. Man hat das Gefühl, man spüre diese Welt und seine Bewohner. Ich hab so gehofft und gebangt, das es einen Ausweg aus diesem Ort gibt. Denn es gibt Legenden und Hintergründe die immer wieder Hoffnungen geben. Aber gleichzeitig fällt man auch immer wieder in ein großes Loch. Die Verzweiflung und die Ängste reißen einen zu Boden und stürzen uns in einen Abgrund. Dann haben wir noch Claudia, eine weitere wichtige Person. Sie lebt Außerhalb und stößt auf Incarceron und Finn. Sie versucht ihn zu retten, aber wird es ihr gelingen. Claudia selbst hat auch eine tragende Geschichte, die völlig in den Bann zieht. Auf ihrer Art lebt sie auch in einem Gefängnis. Denn sie soll verheiratet werden und damit ist viel verbunden. Dinge die sie nicht will, die sie verabscheut und ihre Verzweiflung und Wut fördern. Die ganze Geschichte ist unheimlich komplex und schwer zu begreifen, man muss immer wieder innehalten um es zu verinnerlichen. Man muss verstehen. Die Welten und seine Bewohner fühlen. Das ganze was sich hier abspielt ist vor allem durch die Hintergründe und die Legenden sehr interessant. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen die mich ziemlich sprachlos gemacht und entsetzt haben. Man wird von einer Richtung in die nächste katapultiert und lernt die Welten immer wieder neu kennen. Es ist eine Reise voller Gefahren, neuen Eindrücken und vielen Emotionen. Emotionen die zerbrechen und leiden lassen. Die Spannung ist dabei jedes mal auf hohem Level, man kommt quasi keine Minute zum ausruhen. Es ist explosiv, tiefgründig und unheimlich facettenreich. Besonders das Ende des ersten Bandes ist nochmal richtig explosiv und emotional. Und ich bin nun wahnsinnig gespannt wie es weitergeht. Hierbei erfahren wir die Perspektiven zum größten Teil von Finn und Claudia, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft. Aber auch die Nebencharaktere sind sehr audrucksstark und authentisch. Sie sind lebendig und nehmen völlig für sich ein. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet. Die Beschreibungen sind sehr malerisch und intensiv, sie fördern ein Kopfkino das es wirklich in sich hat. Das Buch ist in 5 Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Der Schreibstil der Autorin ist intensiv und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten. Das Cover und der Titel sind perfekt auf das Geschehen abgestimmt. Fazit: Incarceron ist ein unglaublich intensives und facettenreiches Fantasyerlebnis, das völlig gewaltig und faszinierend ist. Das Setting ist einfach sehr interessant und die Grundidee einfach völlig genial. Incarceron ist der Auftakt einer Dilogie und hat defintiv Suchtpotenzial, denn ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Hochspannend, dramatisch und sehr emotional. Eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Erste Sätze Man hatte Finn zu Boden geworfen und an die steinernen Platten des Transitweges gekettet. Seine Arme waren weit ausgebreitet und von Metallgliedern niedergedrückt; wegen des immensen Gewichts konnte er seine Handgelenke kaum vom Boden heben. Klappentext Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis, dessen Inneres aus Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten besteht. Niemand kann von hier entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen. Unzählige Gegner warten auf sie. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt… Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet fast ausschließlich aus der Sicht von Claudia und Finn. Claudia ist eine junge Dame, die die zukünftige Königin werden soll. Ihre Hochzeit ist bereits seit langer Zeit arrangiert, auch wenn sich ihr Verlobter geändert ist. Sie ist klug, stark und eigensinnig. Claudia wurde als Herrscherin erzogen und ist sich ihrer Macht und Stärke bewusst, aber hat auch Angst vor ihrem Vater und das Leben, was ihr bevorsteht. Gleichzeitig ist sie aber auch wissbegierig und will den Geheimnissen Incarcerons auf die Spur kommen. Finn lebt in Inrcarceron. Er ist ein Zellgeborene. Incarceron hat ihn erschaffen und seitdem lebt er dort, aber er erinnert sich an außerhalb und gilt als Sternenseher. Finn ist klug, mutig und nicht gierig genug für das Leben dort. Er ist auf der Suche nach seinem Platz im Leben und lässt sich von verschiedenen Personen beeinflussen. So macht er sich auf der Suche nach dem Weg nach draußen. Ich konnte mich gut in beide Charaktere gut hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar. Beide Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches weiter und wachsen über sich hinaus. Die Geschichte an sich ist spannend, dramatisch, emotional und auch actionreich. Sie zeigt, wie unterschiedlich das Leben sein kann. Mit Incarceron und der Welt, die die Autorin geschaffen hat, sind ihr interessante Ideen und deren Umsetzung gelungen. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig zu lesen. Bewertung Ein gelungener Auftakt einer Reihe, der in einer faszinierenden Zukunft spielt und mich komplett überzeugen konnte, daher gibt es von mir 5 von 5 Würmchen

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Das Buch beginnt bereits spannend und trotz mancher ruhigerer Phasen wird die Spannung das ganze Buch über aufrecht gehalten. Nicht nur die Figuren werden immer wieder von Neuerungen überrascht, sondern auch der Leser, der stets auf dem gleichen Wissensstand ist wie einzelne Figuren. Durch den Wechsel zwischen den Perspektiven und zwischen Gefängnis und Außerhalb ergibt sich ein vielschichtiges Bild von der dargestellten Welt, in die der Leser immer mehr eintauchen kann. Zwar erscheint die Grundfrage schon zu Beginn gelöst, doch durch geschickt eingebaute plötzliche Wendungen wird man immer wieder auf neue Wege geführt, sodass man sich bald nicht mehr sicher sein kann, was man glauben kann. Glücklicherweise werden die Fragen zum Ende des Buches mehr und mehr aufgelöst. Stellenweise erschien mir das Buch aufgrund der teilweise recht langen Gespräche jedoch etwas zu gedehnt, wodurch die Spannung ein wenig genommen wurde. Die Sprache ist abwechslungsreich. Obwohl in diesem Buch Incarceron als eigenständige, unbekannte Welt dargestellt wird, werden dem Leser keine seitenlangen Beschreibungen aufgezwungen. Vielmehr ziehen sich die Beschreibungen von Incarceron und Außerhalb durch das gesamte Buch und man erhält immer wieder neue Hinweise darauf, wie es dort aussieht. Die Gespräche waren manchmal eher umgangssprachlich formuliert und wirkten dadurch realer. "[...] Vielleicht kümmern wir uns zu sehr um die Frage Wo sind wir? und nicht genug um die Frage Wer sind wir?" Seite 464 Die Figuren wirken dynamisch und verändern sich während der Handlung - manche mehr, manche weniger. Dadurch erscheinen sie lebendig und sympathischer. Allerdings hätten sie ein bisschen mehr Tiefe verdient. An einigen Stellen wirkten sie nur skizzenhaft und hätten als Personen besser gestaltet werden können. Man kann gut mit den Figuren mitfiebern und erlebt durch unterschiedliche Blickwinkel verschiedene Sichtweisen auf die Handlung, die dem Leser ein facettenreiches Bild ermöglichen. Allerdings haben mir so manches Mal die Gedankengänge ein wenig gefehlt. Es war zwar zu erkennen, dass sich die Autorin darum bemühte, die Gedankengänge darzustellen, doch manchmal wirkten sie nicht vollkommen schlüssig und nachvollziehbar. Insbesondere Claudia erschien mir einige Male sehr übereilt und in ihren Handlungen zu unlogisch. Das Cover gefällt mir sehr gut. Besonders der Schlüssel besitzt viele Details, die ihn wirklichkeitsgetreuer wirken lassen. Sehr gut haben mir zudem die Zitate von Schriften gefallen, die von bekannten Persönlichkeiten Incarcerons bzw. von Außerhalb stammen und jedes Kapitel treffend einleiten. Fazit Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und bekommt in jedem Fall eine Empfehlung. Trotz dieser neuen Ideen, die die Autorin einbringt, hat mir das gewisse Etwas gefehlt, das ein Buch braucht, um die höchste Wertung zu bekommen.

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Incarceron. Fliehen heißt sterben ist der Auftakt einer YA-Dilogie, die mich schon nach einem ersten Blick auf das deutsche Cover sehr interessiert hat. Statt des obligatorischen Mädchens entdeckt man nämlich einen geheimnisvollen - und als Motiv sehr passend gewählten - Schlüssel. In Realität macht das Cover noch viel mehr Lust auf die Geschichte und so war es auch nicht verwunderlich, dass ich innerhalb von ein paar Seiten eingetaucht war. Ich will es gleich zu Beginn festhalten: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es mich an vielen Stellen absolut überzeugt hat. Es gab nur eine Sache, die nicht perfekt war und die lässt sich hoffentlich mit dem zweiten Band aufklären. Aber dazu weiter unten mehr. Der Einstieg ist fulminant und ich war sofort gefesselt. Incarceron ist ein ganz besonderes Gefängnis. Es wurde vor vielen Jahren erbaut, um Verbrecher wegzusperren und hat ein Eigenleben entwickelt. Dieses Gefängnis lebt und spielt mit den Menschen, die in ihm leben müssen. Ein solches Setting war mir völlig neu, zumal man auch sofort in die kalte, gruselige Atmosphäre Incarcerons hineingezogen wird. Man begleitet den jungen Finn, wie er einen Ausweg aus diesem Gefängnis sucht. Die Autorin beschreibt Incarceron dabei so eindringlich, dass es einem teilweise kalt den Rücken hinunter läuft. Doch auch die Welt außerhalb ist richtig gut durchdacht und nur auf den ersten Blick zivilisiert. Denn Claudia wird gezwungen einen Mann zu heiraten, den sie weder mag noch schätzt und auch hier gibt es so manchen Aha-Effekt. Finn, der Junge im Gefängnis, und Claudia, das Mädchen von Außerhalb, treffen erst spät aufeinander. Anhand des Klappentextes hatte ich eine Liebesgeschichte erwartet, die mehr im Vordergrund steht. Tatsächlich geht es aber nicht in erster Linie darum, dass zwei Liebende vereint werden, sondern eher darum, dass Claudia nicht den ihr verhassten Prinzen heiraten muss und Finn einen Weg hinaus aus dem Gefängnis findet. Geschadet hat es der Geschichte aber nicht. Ich fand die Handlungen viel authentischer und überzeugender, als ich es bei einer vordergründigen Liebesgeschichte (und dem dazugehörenden Schmalz) empfunden hätte. Beide Charaktere hatten nachvollziehbare Gründe für ihre Taten und es war erfrischend, dass sie nicht "nur aus Liebe" handelten. Finn und Claudia sind auch die beiden Charaktere, die man begleiten darf. In regelmäßigen Abständen wechselt die Perspektive, so dass man einen guten Einblick in die verschiedenen Welten erhält. Das Buch selbst ist in fünf Teile gesplittet und hat recht kurze Kapitel. Zu Beginn erfolgt der Perspektivenwechsel noch kapitelweise, aber je weiter die Handlung fortschreitet - und je näher sich Claudia und Finn kommen - desto häufiger wird zwischen den beiden Welten gewechselt. Incarceron. Fliehen heißt sterben verbindet mehrere Genre, ohne das es holperig wirkt. Im Gegenteil: Die Autorin hat sehr kunstvoll die verschiedenen Genre miteinander verwoben, wodurch ich unglaublich gerne weiter gelesen habe. Ich fand das Setting überaus spannend, weil mir gleich 1000 Fragen stellten. Oberflächlich betrachtet ist die Handlung in eine Fantasy-Welt eingebettet. Es wird aber schnell klar, dass sie sich in einer Zukunft befinden muss, in dem es Gegenstände wie "Hautglätter" gibt (die sofort alle Falten eliminieren). Gleichzeitig hat man als Leser aber auch den Eindruck, dass man sich in einem historischen Setting befindet, denn Kleidung und Lebensstil sind sehr geprägt von den vergangenen Jahrhunderten. Gerade zu Beginn war das manchmal verwirrend, weil man sich beständig fragt, zu welcher Zeit diese Geschichte eigentlich spielt und wie es dazu kommt, dass fortschrittliche Gegenstände in einer Welt zu finden sind, die etwa im 18. Jahrhundert anzusiedeln ist.. Nicht zuletzt kann man Incarceron. Fliehen heißt sterben auch der Science-Fiction zuordnen und sogar Freunde von Dystopien werden ihren Spaß haben. Dystopisch ist die Handlung übrigens erst auf den zweiten Blick, denn es muss eine völlig veränderte Gesellschaft zugrunde liegen, um ein lebendes Gefängnis zu erstellen. Verändert heißt in diesem Fall absolut negativ weiterentwickelt, denn von unserer Gegenwart ist in Incarceron nichts mehr zu spüren. Und hier kommen wir auch gleich zum einzigen Kritikpunkt: Die Idee war mir ab und an zu wenig erklärt. Ich habe die Hoffnung, dass es im zweiten Band mehr grundlegende Informationen über das Gefängnis Incarceron und auch darüber, was außerhalb geschehen ist, gibt. So atmosphärisch die beiden Welten waren, so wenig weiß ich nach dem Lesen über sie. Die Autorin berichtet immer nur am Rande und auch nur häppchenweise, was eigentlich vorher geschehen sein muss, dass ein lebendiges Gefängnis gebraucht wird. Was ist in unserer Welt passiert, dass jemand dies für notwendig hielt? Wieso war es notwendig, die Menschen dazu zu zwingen, in einer historischen Welt zu leben, obwohl sie eigentlich viel fortschrittlicher sein könnten? Ich bin sehr gespannt, wie Catherine Fisher dies im zweiten Band erklären wird. Bewertung Incarceron. Fliehen heißt sterben ist ein interessante Genremix aus Fantasy, Science-Fiction und Dystopie. Vor allem die Zeichnung der Charaktere und des Settings überzeugt auf ganzer Linie. Nach einem packenden Beginn wird man sofort in den Bann der Handlung gezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Dennoch gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt: Zu wenige Informationen über das Gefängnis und die äußere Welt. Ich hoffe, dass meine Fragen im zweiten Teil beantwortet werden.

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"Incarceron - Fliehen heißt sterben" war mir durch das tolle Cover und den spannenden Titel aufgefallen. Die Autorin Catherine Fisher hat mit Incarceron eine faszinierende, einzigartige Welt erschaffen. Das Buch gliedert sich in zwei Erzählstränge. Auf der einen Seite steht Finn, ein Gefangener von Incarceron. Auf der anderen Seite steht Claudia. Sie lebt "Außerhalb", in der normalen Welt und bekleidet einen hohen Rang. Zuerst lernt der Leser Finn kennen. Er ist ein unheimlich sympathischer Protagonist. Finn scheint ein Kind Incarcerons zu sein, denn er kann sich an kein Leben vor Incarceron erinnern. Doch genau dieser Umstand macht ihn stutzig. Denn immer wieder sieht er während seiner Anfälle Dinge, die es nicht in Incarceron gibt. Aus diesem Grund wird er für einen Sternenseher gehalten. Doch Finn glaubt nicht an hellseherische Fähigkeiten. Er hält seine Visionen für Erinnerungen an die Welt außerhalb von Incarceron. Eines Tages fällt Finn ein seltsamer Gegenstand in die Hände. Etwas, woran er sich erinnern kann - ein Schlüssel. Nun setzt Finn alles daran, aus Incarceron zu fliehen. Denn er hofft, dass der Schlüssel hat die Macht hat, Incarceron zu öffnen. Eine abenteuerliche Reise durch das Gefängnis beginnt. Claudia lebt im Gegensatz zu Finn außerhalb von Incarceron. Ihr ist es bestimmt, bald den Prinzen zu heiraten. Doch es gibt etwas, das Claudia keine Ruhe lässt - das Arbeitszimmer ihres Vaters, dem Hüter von Incarceron. Durch eine waghalsige Aktion gelingt es Claudia, dem Geheimnis von Incarceron auf die Spur zu kommen. Sie schafft es, Kontakt zu Finn aufzubauen. Finns Berichte aus Incarceron erschüttern Claudia zutiefst. In Claudias Welt gilt Incarceron als das Paradis, die pefekte Welt, in der für alles gesorgt wird. Die Wahrheit sieht leider anders aus. Schon lange ist das Experiment Incarceron außer Kontrolle geraten. Die perfekte Welt hat sich in eine Hölle verwandelt und quält die Gefangenen Tag für Tag. Ab diesem Zeitpunkt setzt Claudia alles daran, die Türe zu Incarceron zu finden, um Finn und die anderen Gefangenen zu befreien. Obwohl ihr Ziel Claudia ehrt, konnte ich mit ihr nicht richtig warm werden. Sie wirkte mir oft zu kühl und zu unnahbar. Auch ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und manchal schon zu riskant. Insgesamt fand ich die Geschichte aus Finns Sicht einfach spannender, da ich mehr von Incarceron erfahren wollte. Claudias Part hätte für mein Empfinden etwas kürzer sein können. Die Idee eines lebenden Gefängnisses ist sehr faszinierend, denn Incarceron ist intelligent und hat seine Augen überall. Die Welt von Incarceron, die Catherine Fisher erschaffen hat, ist wahnsinnig komplex. Durch den bildhaften Sprachstil hat man das Gefängnis direkt vor Augen. Gerade die Beschreibungen von Incarceron machen den Reiz beim Lesen aus. Dieses Buch hat für mich alleine wegen seiner einzigartigen Welt Potenzial zum Verfilmen. Fazit: Incarceron überzeugt mit einer komplexen Welt, die wahnsinnig bildhaft beschrieben wird und den Leser sofort in ihren Bann zieht.

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Schon allein das Cover zieht den Leser in seinen Bann. Ein wunderschön gestaltetes Bild, mit einem Schlüssel und vielen markanten Details und ansprechenden Farben. Was ist eigentlich Incarceron? Incarceron ist ein rießiges Gefängnis, das vor langer Zeit erschaffen wurde, in dem sich rießige Dörfer und Seen befinden, die komplett aus Metall erbaut wurden. Die Idee war es, Incarceron zu erbauen um Verbrecher und arme Menschen dort anzusiedeln oder besser gesagt einzusperren. Die Geschichte ist im Prinzip in zwei verschiedene Teile unterteilt. Zum Einen spielt die Geschichte in Incarceron und es geht um den Hauptcharakter Finn, der dort lebt, aber nicht überzeugt ist, dass er dort geboren wurde. Ihn plagen Träume und Visionen, durch die sich der Verdacht erhärtet, dass er eigentlich aus der Außenwelt kommt. Durch sein Tattoo an seinem Handgelenk, einen gekrönten Vogel, ist er sich sicher, dass er anders ist, als die anderen Bewohner von Incarceron. Er muss einen Weg nach draussen finden. Maestra, eine durch einen Überfall gefangen genommene, ist die einzige, die sein Symbol am Handgelenk erkennt und ihm ein weiteres Puzzleteil geben kann. Zusammen mit seinem Eidbruder Keiro findet er immer mehr Sachen heraus und zusammen mit noch einigen anderen scheint es bald gar nicht mehr so aussichtslos, das Gefängnis zu verlassen ... Auf der anderen Seite spielt die Geschichte in der Außenwelt. Hier lernt der Leser Claudia kennen. Sie ist die Töchter eines einflussreichen Hüters des Landes. Sie wächst in einer schöneren Welt auf und ist schon vor vielen Jahren dem Thronfolger versprochen worden. Ihre Welt ist ganz anders als Incarceron. Auf Weisung des Königs wurde die Welt dem Mittelalter angepasst, trotzdem gibt es Computer, die alles steuern, aber jeglicher weiterer technologischer Fortschritt ist verboten. Trotzdem ist Claudia nicht überzeugt von dieser Welt und ist der Meinung, dass es noch irgendetwas anderes gibt und ihr vieles verheimlicht wird. Als sie der Wahrheit ein bisschen näher kommt, verbinden sich die beiden Teile der Geschichte und ein Zusammenhang zwischen Finn und Claudia entsteht. Die Geschichte ist wunderbar. Die Idee und die Charaktere sind toll und detailliert beschrieben. Man kann sich alles genau vorstellen. Die unterschiedlichen Welten, wie sie erbaut sind und wie der Alltag abläuft. Die Autorin erschafft mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil eine spannende und packende Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Obwohl das Buch nicht mit einem Cilffhanger endet, bleiben einige offene Fragen für den Leser unbeantwortet ... somit kommt dieser nicht an dem zweiten Teil "Sapphique - Fliehen heißt leben" vorbei.

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Schon allein das Cover zieht den Leser in seinen Bann. Ein wunderschön gestaltetes Bild, mit einem Schlüssel und vielen markanten Details und ansprechenden Farben. Was ist eigentlich Incarceron? Incarceron ist ein rießiges Gefängnis, das vor langer Zeit erschaffen wurde, in dem sich rießige Dörfer und Seen befinden, die komplett aus Metall erbaut wurden. Die Idee war es, Incarceron zu erbauen um Verbrecher und arme Menschen dort anzusiedeln oder besser gesagt einzusperren. Die Geschichte ist im Prinzip in zwei verschiedene Teile unterteilt. Zum Einen spielt die Geschichte in Incarceron und es geht um den Hauptcharakter Finn, der dort lebt, aber nicht überzeugt ist, dass er dort geboren wurde. Ihn plagen Träume und Visionen, durch die sich der Verdacht erhärtet, dass er eigentlich aus der Außenwelt kommt. Durch sein Tattoo an seinem Handgelenk, einen gekrönten Vogel, ist er sich sicher, dass er anders ist, als die anderen Bewohner von Incarceron. Er muss einen Weg nach draussen finden. Maestra, eine durch einen Überfall gefangen genommene, ist die einzige, die sein Symbol am Handgelenk erkennt und ihm ein weiteres Puzzleteil geben kann. Zusammen mit seinem Eidbruder Keiro findet er immer mehr Sachen heraus und zusammen mit noch einigen anderen scheint es bald gar nicht mehr so aussichtslos, das Gefängnis zu verlassen ... Auf der anderen Seite spielt die Geschichte in der Außenwelt. Hier lernt der Leser Claudia kennen. Sie ist die Töchter eines einflussreichen Hüters des Landes. Sie wächst in einer schöneren Welt auf und ist schon vor vielen Jahren dem Thronfolger versprochen worden. Ihre Welt ist ganz anders als Incarceron. Auf Weisung des Königs wurde die Welt dem Mittelalter angepasst, trotzdem gibt es Computer, die alles steuern, aber jeglicher weiterer technologischer Fortschritt ist verboten. Trotzdem ist Claudia nicht überzeugt von dieser Welt und ist der Meinung, dass es noch irgendetwas anderes gibt und ihr vieles verheimlicht wird. Als sie der Wahrheit ein bisschen näher kommt, verbinden sich die beiden Teile der Geschichte und ein Zusammenhang zwischen Finn und Claudia entsteht. Die Geschichte ist wunderbar. Die Idee und die Charaktere sind toll und detailliert beschrieben. Man kann sich alles genau vorstellen. Die unterschiedlichen Welten, wie sie erbaut sind und wie der Alltag abläuft. Die Autorin erschafft mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil eine spannende und packende Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Obwohl das Buch nicht mit einem Cilffhanger endet, bleiben einige offene Fragen für den Leser unbeantwortet ... somit kommt dieser nicht an dem zweiten Teil "Sapphique - Fliehen heißt leben" vorbei.

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