Leserstimmen zu
Das Lied von Eis und Feuer 02

George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer (2)

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Inhalt: König Robert Baratheon liegt im Sterben. Seine Rechte Hand, Eddard Stark, merkt, wie sich um seinen König die Feinde sammeln. Als der Tod des Königs dann verkündet wird, möchte Eddard seinem Freund ein letztes Mal zur Seite stehen und verhindern, dass der falsche Sohn den Thron besteigt. Dieses Unterfangen jedoch weist Eddard als Verräter aus. Die Familie Stark gerät in die Bredouille. Der von Catelyn gefangene Tyrion Lennister soll als Druckmittel fungieren. Doch ist überhaupt jemand am Schicksal des Zwerges interessiert? Aufmachung: Auch in diesem zweiten Teil findet der geneigte Leser im vorderen und hinteren Klappenteil eine Karte von Westeros zur Orientierung. Besonders hilfreich gestaltet sich das umfangreiche Glossar am Ende des Buches. Bei der Anzahl der Charaktere kann man schnell den Überblick verlieren. Schreibstil: Wieder verwendet der Autor einen sehr bildlichen und leicht leserlichen Schreibstil und wieder berichtet er aus den Perspektiven verschiedener Charaktere: Catelyn, Sansa, Bran, Tyrion, Eddard, Jon, Arya und Daenerys. Der Großteil der Handlung beschäftigt sich diesmal mit der Schlacht zwischen den Lennisters und Robb Stark, der hilfreiche Unterstützung von seiner Mutter Catelyn erfährt. Einen direkten Einblick in die Schlacht erhält der Leser an einer Stelle durch die Augen von Tyrion Lennister. Diese Perspektivwahl ist vom Autor gekonnt gesetzt. So ist der Zwerg weder ein ausgebildeter Kämpfer, noch scheint er körperlich im Vorteil gegenüber den geborenen Kämpfern zu sein. Der Vater setzt ihn als Kanonenfutter an die geschwächte Flanke, der Leser zittert mit dem kleinen Helden um sein Leben und um den Ausgang der Schlacht. Gerade der Anfang des zweiten Bandes der Saga gestaltet sich dieses Mal etwas zäh. Vielleicht liegt es am Kriegsgeschehen, vielleicht an der Erwartung wieder in so fesselnde Kapitel geführt zu werden, wie im ersten Band. Aber keine Sorge: Der Autor nimmt noch Fahrt auf. Spätestens zum Ende hin läuft er wieder zu Höchstform auf. Die Kapitel enden wieder mit starken Cliffhangern und überraschenden Wendungen. Als Leser möchte man das Buch hier gar nicht mehr aus der Hand legen. Erwähnenswert ist, dass Martin (wieder einmal) nicht zimperlich mit seinen Charakteren umgeht. Tod, Verwundung und Elend sind keine Tabuthemen für ihn. Für schwache Nerven oder Leser, die an den Charakteren hängen, vielleicht ein schlechtes Omen. Für die, die unerwartete Wendungen und Spannung suchen, bleibt es ein fesselndes Erlebnis, das nach einer Fortsetzung ruft. Sehr schön zu beobachten ist in diesem Teil auch die Charakterentwicklung, die Sansa durchleben muss. War das Mädchen im ersten Band noch das kleine damenhafte und verwöhnte Kind, wird das Schicksal hier dafür sorgen, dass sie innerhalb von wenigen Seiten zu einem völlig neuen Menschen heranreift. Fazit: Der zweite Teil der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe benötigt vielleicht ein wenig Anlauf, um zu gewöhnter Höchstform aufzulaufen. Der Anfang der Handlung setzt sich in erster Linie mit Kriegsvorbereitungen und dem Kriegsgeschehen selbst auseinander. Im Laufe des Geschehens gewinnt das Buch jedoch an gewohnter Spannung. Gewalt gehört wie im Vorband zum Standardprogramm. Angesiedelt in einem fiktiven Mittelalter, wird von Krieg, Politik und Moral erzählt. Jeder kann aus dem Spiel fliegen. Egal ob er gut oder böse ist, stark oder schwach. Für einige Leser sicherlich eine Herausforderung. Wie die meisten Werke seriellen Erzählens funktioniert Band 2 nach dem Prinzip der Eskalation: Die Übeltaten werden immer wilder. Fans der Serie und auch Liebhaber guter Fantasyliteratur werden mit „Das Lied von Eis und Feuer 02 - Das Erbe von Winterfell“ aber wieder voll auf ihre Kosten kommen. Buchzitate: Ein Lord muss lernen, dass Worte manchmal erreichen, was Schwertern nicht gelingt. Das Leben ist kein Lied, mein süßes Kind. Das wirst du zu deinem Bedauern eines Tages noch feststellen müssen.

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In dieser Rezension beziehe ich mich auf den zweiten Teil der Hörbuch-Reihe zu 'Das Lied von Eis und Feuer'. Vielen lieben Dank an den Random House Audio für das Rezensionsexemplar. Den Einstieg fand ich dieses Mal sehr schwer, da es sich ja eigentlich um die Mitte des ersten Bandes handelt. Es beginnt mit einer langwierigen Catelyn-Szene, die ich mehrmals hören musste, bis ich richtig zugehört habe. Der Sprecher Reinhard Kuhnert liefert wieder eine gute Leistung ab, bleibt bei der Aussprache der Namen und findet sich noch besser in die verschiedenen Stimmen ein. Aryas und Tyrions Stimme haben mich nicht mehr so gestört wie beim ersten Teil, wo sie mir noch zu kindisch beziehungsweise zu quäkend vorkamen. Allerdings wurden in diesem Teil öfter Geräusche oder Rabenschreie ausgeschrieben, die auch von Herrn Kuhnert gesprochen wurden. Fünf Mal hintereinander „Traaraaa!“ oder „Korn!“ zu hören war sehr nervig. Das hätte man in der Regie kürzen können, zum Wohle der Zuhörer. Leider ist außerdem bei der Datenmenge auf der CD etwas schief gelaufen. Will man das Hörbuch auf dem CD-Player abspielen, fehlen auf der zweiten CD einige Kapitel; die muss man dann auf dem PC nachholen. Das ist bei dem Preis dieses Hörbuches nicht akzeptabel. Ich finde die Verpackung immer noch schön, allerdings liegen die CDs etwas zu lose in der Hülle. Meine Katzen haben die Hülle schon zwei Mal vom Nachttisch geschmissen und beide Male sind die CDs oben rausgefallen. Auch im Auto gestaltet sich die Aufbewahrung schwierig. Da es inhaltlich nun eher Richtung Krieg geht, was mir nicht so gefällt, und aufgrund des Produktionsfehlers gebe ich vier von fünf Sternen. Meine Videorezension zu diesem Artikel findet man auf meinem Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=97Q1sOT68zs

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INHALT Erster Satz Der Himmel im Osten schimmerte rosig und golden, als die Sonne über dem Grünen Tal von Arryn aufstieg. Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um Robert als Berater und Stellvertreter zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – aber die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann ... [ Inhalt nach BLANVALET ] MEINE MEINUNG Der Verlauf Leider, leider merkt man zu Beginn des Buches, dass der ursprüngliche englische erste Teil in zwei deutsche Bücher aufgeteilt wurde. Zwar fand ich den Einschnitt zwischen den beiden deutschen Büchern ganz gut gewählt, doch irgendwie merkt man schon den abgeschnittenen Handlungsbogen. Da ich "Die Herren von Winterfell" erst vor kurzem gelesen habe, war ich noch recht gut in der Handlung drin. Aufgrund oben angesprochener Splittung ist man auch wieder mitten im Geschehen drin, ohne dass der Leser an das Geschehen herangeführt werden kann. Nachdem im ersten Buch mehr die Charaktere im Vordergrund standen, überschlägt sich die Handlung in "Das Erbe von Winterfell" stellenweise fast. Nachdem König Robert Barratheon von einem Keiler praktisch auseinander gerissen wurde, rückt von Rechts wegen sein nächster Erbe in der Thronfolge nach. Doch nach dem, was Eddard Stark herausgefunden hat, ist die Thronfolge alles andere als klar und ein Krieg mit den unterschiedlichsten Fronten beginnt. Das Buch weist eigentlich über die komplette Länge ein Mindestmaß an Spannung auf, wobei ich der Typ Leser bin, der auf seitenlange Kampf-und Kriegschilderungen gerne verzichtet. Dabei langweile ich mich gern, wobei sich diese Stellen schon noch im Rahmen hielten. Das Ende Also da fällt mir spontan nur ein Wort ein: WOW! Ich wusste zwar durch die Fernsehserie schon, wo das Buch ungefähr enden wird, aber irgendwie hat mich das Ende, obwohl ich es kannte, total mitgerissen. Zwar muss ich ehrlich gestehen, dass mich vor allem Catlyn Stark am Schluss doch schon ein wenig genervt, doch das allerletzte Kapitel, das von Daenerys handelt, war wirklich genial geschrieben. George R.R. Martin weiß auf jeden Fall, wie er seine Leser dazu bekommt, dass diese direkt zum nächsten Buch greifen wollen. Die Charaktere Der Epos vom "Lied von Eis und Feuer" lebt von seiner Vielzahl an Charakteren. Wie schon in meiner Rezi zum ersten Buch gesagt, hab ich mir sehr viel leichter getan, die Charaktere zuzuordnen und mir vorzustellen, da ich die Serie auch kenne. Richtig lieben gelernt hab ich auf jeden Fall Tyrion, da er einfach ein toll ausgestalteter Charakter ist mit unglaublich tollen Eigenschaften. Mit den ironischen und sarkastischen Sprüchen, die George R.R. Martin ihm auf die Lippen gelegt hat, ist er einfach rundherum sympathisch. Aber auch die Charaktere in Königsmund und die jenseits der Meerenge fand ich durchweg spannend, einzig und allein Catlyn Stark mochte ich irgendwie nicht so gerne. Ab alles in allem wurden unglaublich authentische, ausgeklügelte Charaktere geschaffen, die alle ihren Anteil zum Gesamtgeschehen beitragen. Der Schreibstil Auch dieses Mal hat mich George R.R. Martin mit seinem Schreibstil sofort wieder gefangen genommen. Wie schon im ersten Teil schafft es der Autor wieder nur durch Worte, eine komplett neue, komplexe Welt zu erschaffen, wie sich nur wenige vorstellen können. Ich bin immer wieder absolut begeistert, wie jemand aus dem Nichts heraus nicht nur ein paar Charaktere erfinden kann, sondern eine ganze Welt erschafft. Es passt einfach alles zusammen, die Sprache der Charaktere, ihre Eigenschaften, die Handlung. Selbst die von mir gehassten Kriegs- und Schlachtszenen stellt Martin dermaßen plastisch dar, dass ich manchmal das Gefühl hatte, mitten im Gemetzel zu stehen. MEIN FAZIT Auch der zweite Teil der Reihe vom "Lied von Eis und Feuer" hat mir wieder unglaublich gut gefallen. George R.R. Martin hat einen ganz eigenen Fantasy-Epos geschaffen, der es schafft, den Leser direkt nach Westeros zu befördern. Langsam bekommt man als Leser wirklich das Gefühl, die Charaktere zu kennen und die Orte wirklich selbst zu besuchen. Einzig und allein mit Catlyn Stark hatte ich so meine Probleme, aber bei einer solchen Vielzahl von Charaktere darf schon auf mal einer dabei sein, den man nicht so leiden kann. Ein unglaubliches Buch und ich freue mich auf noch mehr Lesezeit mit dieser Reihe. Kurz: Eine rundum gelungene Fortsetzung eines grandiosen Fantasy-Epos

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