Leserstimmen zu
Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer

Trudi Canavan

Tyen & Rielle (2)

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Ich muss meine Rezi leider mal wieder mit dem leidigen Thema Kurzbeschreibung des Verlags anfangen. Die ist nämlich so ein übler Spoiler und zudem noch Vorgriff auf Teil 3, dass man sich als Rezensent wirklich fragt, warum man darauf achten soll, nicht zu viel vom Inhalt zu verraten. Aber das laste ich weder Buch noch Autor an. Ich erwähne es nur, weil ich hoffe, dass sich die Verlage da irgendwann auch mal mehr Gedanken drum machen. Nun aber zum Buch: Es ist ein Jahr her, seit ich Teil 1 gelesen habe, aber ich war sofort wieder in der Geschichte drin. Die Autorin schildert das neue Leben der beiden Protagonisten, streut ein paar kleine Erinnerung ein und schon ist der Leser wieder auf dem Laufenden. Und dann entfaltet Trudi Canavan zwar nicht alle der tausend Welten vor dem Augen des Lesers, aber dennoch eine große Zahl. Es ist wunderbar, mit Tyen oder den Fahrenden eine Welt nach der anderen zu entdecken. Manche streift man nur kurz (und hat dennoch ein Bild davon vor Augen), manche darf man ausgiebiger besuchen. Die beiden Hauptfiguren müssen und dürfen sich enorm weiterentwickeln. Vor allem Rielle muss erkennen, dass sie nicht länger in Furcht und Selbstmitleid erstarren darf, sondern ihr Leben selbst in die Hand nehmen muss. Aber auch Tyen erkennt nach und nach, wieviel Kraft wirklich in ihm steckt und welche Möglichkeiten ihm das eröffnet. Die Autorin stellt beiden Helden neue, interessante Gefährten zur Seite und schafft mit dem Raen einen großartigen Gegenspieler. Je weiter die Geschichte fortschreitet, lernt der Leser ihn näher kennen. Was dabei besonders interessant ist, sind die beiden völlig verschiedenen Sichtweisen von Rielle und Tyen auf diesen mächtigsten aller Magier und wie sich die Wahrnehmung langsam ändert. Dem Leser bleibt es selbst überlassen, die Figur zu bewerten. Ist er ein grausamer Herrscher? Oder ist er derjenige, der die Welten zusammenhält und das Chaos verhindert? Diese Frage bleibt auch am Ende dieses Bandes unbeantwortet und so muss der Leser sich wohl oder übel in Geduld üben. Ein paar Wendungen in der Geschichte gingen mir zu glatt und vor allem zu schnell, daher gibt es diesmal „nur“ 4 Sterne. Aber natürlich schmälert das nicht die unbedingte Leseempfehlung für „Die Magie der Tausend Welten“. Es sei auch gesagt, dass dieses Buch nicht das Problem vieler zweiter Teile hat, dass sie zwar die Geschichte weitererzählen, aber irgendwie eingeschoben wirken zwischen tollem Auftakt und dem sehnlich erwarteten Ende. Canavan führt die Geschichte konsequent fort und macht mehr als neugierig auf den letzten Band. Schließlich sind die beiden Protagonisten sich gerade erst flüchtig begegnet und man darf darauf hoffen, dass sie das Ende der Geschichte dann gemeinsam bestreiten dürfen. Fazit: Tausend Welten, ein mächtiger Magier – wie kann er sie beherrschen? Spannende Fortsetzung, die nur noch vom Finale getoppt werden kann.

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