Leserstimmen zu
Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton

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~ Und dass die einzige Gerechtigkeit in der Willkür besteht, mit der das Unglück verteilt wird. ~ Warum es geht: Birchwood Manor 1862: Edward Radcliff will den Sommer zusammen mit seinen Künstlerfreunden und seiner Muse Lily Millington verbringen. Doch was zu einem unvergesslichen Sommer hätte werden sollen, endet in einer Tragödie - eine Frau verschwindet, eine andere stirbt... Sommer 2017: Die Archivarin Elodie Winslow, entdeckt Zeichnungen eines Haus am Fluss und ein Foto einer atemberaubenden schönen Frau. Wer ist sie? Warum kommt ihr dieses Haus nur so vertraut vor. Meine Meinung: Ich brauchte zwei Anläufe für dieses Buch, brauchte einfach die richtige Stimmung dafür. Und jetzt wo ich es beendet habe, könnte meine Stimmung nicht anders sein. Ich bin wütend, enttäuscht und tieftraurig über das Schicksal von Birdie Bell. Bin erleichtert über die Wahrheit, die schon die ganze Zeit in mir wütete, weil ich wusste wie schrecklich sie sein wird und so hilflos weil ich nichts darin ändern kann. Ist es nicht verrückt, wie eine Geschichte einen mitreißen kann und so aufwühlen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und Zeitspannen erzählt. In jeder neuen Zeit bekommt man ein Gespür für die Charaktere, fühlt mit ihnen und begreift langsam die Zusammenhänge, alles steht in Verbindung mit Birchwood Manor. Birdie bleibt meine absolute Lieblingsfigur, ihre Kapitel waren die Schönsten und gleichzeitig hat sich eine leichte Melancholie um mein Herz geschlossen. Bei Lucy empfinde ich eine Hassliebe, ich wünschte sie hätte sich Edward anvertraut. Ada ist auch noch eine Herzensperson. Die Kapitel von Leonarnd haben sich etwas gezogen und das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Mein Fazit: Es ist definitiv kein Buch für zwischendurch und das Ende ist leider für mich zu offen, ich hatte nachdem ganzen Drama doch auf ein Happy End gehofft. Daher gebe ich diesen außergewöhnlichen Buch 4,5 von 5 Sternen!!!

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Als Elodie eine antike Aktentasche durchsucht und auf eine Sepia-Fotografie stößt, entwickelt sich daraus auf drei Zeitebenen die umfassende Geschichte eines alten Landhauses. Die Autorin erzählt dabei sehr detailliert und umfangreich, setzt so ihre Leser und Hörer über alle beteiligten Figuren und Geschehnisse intensiv ins Bild. Durch die Vielzahl an Protagonisten und die verschiedenen Ären bin ich dabei jedoch häufig sehr ins Schlingern geraten, denn die ganz verschiedenen Hauptfiguren aller Zeitebenen – ebenso der mysteriöse, mystische Hauch, der alles umweht – werden einzig und allein von einer Sprecherin vertont. Dabei liest sie leider alle Handlungsstränge gleichermaßen emotional, fast schon lasziv, was vielleicht zu einer jungen Frau passt, aber nicht zu einem Schulkind. Zudem ist ihr Stil zwar von einer sehr blumig-emotionalen Art geprägt, leider auch durch eine häufig stockende Sprechweise, die mich lange Zeit nicht in die Geschichte finden ließ. Auch wurde ein Wechsel der Ebenen in keiner Weise kenntlich gemacht, beispielsweise durch eine längere Sprechpause zwischen den Kapiteln, sodass ich vor allem in der ersten Hälfte häufig etwas hilflos durch das Geschehen geschlingert bin, bis ich herausgefunden habe, in welcher Zeit wir uns nun befinden. Als ich später sicherer in der Zuordnung der Charaktere und Stimmungen war, fiel es mir deutlich leichter, mich zurechtzufinden. Möglicherweise lagen meine Orientierungsschwierigkeiten auch am Wegfall bedeutender Szenen, denn bei dem Hörbuch handelt es sich um eine gekürzte Version der Romanvorlage. Ich habe jedoch nicht nur Kritikpunkte, es gibt auch einiges, das sich positiv hervorzuheben lohnt. Der Erzählstil ist so einladend und einnehmend, dass die Stimmung einen schnell einfängt und einspinnt. Die Figuren sind wie schon erwähnt intensiv und ausschweifend gestaltet, und entwickeln sich nach und nach zu alten Bekannten, mit denen man mitfühlt, hofft und bangt. Das Landhaus, das neben der Figur „Die Tochter des Uhrmachers“ den Dreh- und Angelpunkt des Romans ausmacht, präsentiert zu jeder Zeit einen gewissen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte. Wie ein einziges Gebäude über verschiedene Generationen hinweg so verschiedene Aufgaben haben kann und so viele Bedeutungen für verschiedene Menschen, ist schon irgendwie verrückt. So wurde dieses Anwesen für mich die heimliche Hauptfigur. Es ist zwar aus Stein gebaut, aber mit so vielen Erinnerungen gekittet, dass es fast lebendig schien, und ich mir unweigerlich die Frage stellte, was es wohl in Zukunft noch alles erleben würde. Ganz zauberhaft sind einige Weisheiten, die die Autorin immer wieder in ihre Erzählung einbaut. Hätte ich das Buch gelesen anstatt es zu hören, hätte ich mir ganz sicher viele dieser Zitate markiert. Ausnahmsweise möchte ich bei einer Hörbuch-Vorstellung den ursprünglichen Roman empfehlen, denn hier wurde die Umsetzung in das Audioformat, wie mir auch von einigen anderen Buchclub-Mitgliedern bestätigt wurde, in dem wir „Die Tochter des Uhrmachers“ besprochen haben, der Buchvorlage in den bereits erwähnten Punkten nicht gerecht. Aber auch wenn wir uns einig sind, ist es natürlich dennoch Geschmackssache und repräsentiert keine allgemeingültige Meinung. Inhalt Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus an der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt, und Radcliffes Leben ist ruiniert. Hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses mit zwei Giebeln an einem Fluss. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wer ist die faszinierende Frau auf dem Foto? Wird sie ihr Geheimnis jemals preisgeben? Autorin Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 34 Sprachen und 42 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. Alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England. Sprecherin Esther Schweins wurde mit der Comedy-Serie „RTL Samstag Nacht“ berühmt und beliebt. Danach spielte sie Hauptrollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2002 ist sie als Moderatorin für die Magazine „Foyer” und „Theaterlandschaften” des ZDFtheaterkanals und 3sat tätig und führte Regie bei dem Theaterstück „Caveman“ (mit Kristian Bader). Als Synchronsprecherin lieh sie Prinzessin Fiona in den Kino-Welterfolgen „Shrek 1-4“ ihre Stimme. Ihr Talent für witzige Rollen zeigt sie auch als Hörbuchsprecherin: Mit viel Sinn für Ironie und unnachahmlich lasziv liest sie „Das geheime Tagebuch der Carla Bruni“ von Silke Burmester. Quelle: Random House Audio

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ZUSAMMENFASSUNG: 1862 geschieht eine Tragödie, die nie ganz aufgeklärt wird. Die Tochters des Uhrmachers findet daher keine Ruhe - bis die Archivarin Elodie auftaucht und sich auf die Suche nach dem Geheimnis macht. . REZENSION: Bei Kate Morton gehe ich immer mit hohen Erwartungen an ihre Bücher heran. Auch wenn sie dieses Mal nicht übertroffen wurden, wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wie immer angenehm zu lesen und nimmt den Leser mit in längst vergangene Zeiten und die Leben unterschiedlicher Personen. Dass eine Perspektive dieses Mal von einem Geist erzählt wird, ist neu. Eine interessante Idee, die mich aber nicht vollkommen überzeugt hat. Die Handlung ist wie immer vielschichtig und gleicht einem Puzzle, das sich erst ganz am Ende zusammensetzt. Auch hier bleibt nur zu sagen: Gut konstruiert, aber die Handlungsstränge fügen sich nicht ganz so nahtlos zusammen, wie man es von einer Kate Morton gewohnt ist. Gerade für Elodie einen etwas runderen Abschluss gewünscht, da sie zuvor doch stark im Mittelpunkt stand. Außerdem blieben hinsichtlich ihrer Ermittlungen noch einige Fragen offen. Trotzdem macht es Spaß, einer so wortgewandten Autorin zu folgen und auch wenn "Die Tochter des Uhrmachers" nicht ihr bester Roman ist, ist es immer noch ein sehr gutes Buch, das mir schöne Lesestunden beschert hat und in guter Erinnerung bleibt.

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Schön aber unschlüssig

Von: Annika aus Forbach

07.08.2020

Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich mag solche verworrenen und mysteriösen Geschichten sehr. Wie alle anderen schon geschrieben haben hätte es noch mehr Seiten und abgeschlossene Details gebraucht aber das fand ich weniger schlimm. Am unerklärlichsten fand ich dass Lucy die als klug und intelligent dargestellt wurde die Wahrheit vergessen oder verdrängt hat und es dafür keinen Grund zu geben scheint was das Ende so unsagbar traurig und sinnlos macht in meinen Augen. Das hätte man anders lösen können ohne dass die Grundhandlung verändert hätte werden müssen, eleganter und mit weniger Bauchweh im Nachgang. Ansonsten genial schön

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REZISION . Hey meine lieben Bücherwürmer . Ich habe für euch die Rezension zum Roman die Tochter des Uhrmachers von @katemortonauthor welches mir freundlicher Weise vom @bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. . Klappentext . Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? . Mein Fazit . Das Cover finde ich sehr gelungen mit den ganzen kleinen Details gefällt es mir optisch wirklich gut. . Leider kommen wir jetzt dann auch schon zum Manko des Buches.... Die Story... . Es gibt leider viel zu viele Geschichten die erzählt werden in dem Roman, so daß man irgendwann etwas den Überblick verliert. . Die Haupt Protagonisten sind für meinen Geschmack gut beschrieben..... Allerdings gehen leider die Neben Figuren in der ganzen Handlung etwas unter so das ich mich an einzelne gar nicht mehr wirklich erinnern kann 🙈 . Der schreibstil von Kate Morton ist gewohnt flüssig zu lesen und ich mag es wie sie in ihren Büchern konstant die Spannung hält . Auch das Ende hat mir gut gefallen vor allem war es recht unerwartet . Alles in allem ist es ein sehr solider Roman mit einem guten Spannungsbogen.... Aber leider eine der schwächeren Morton Storys . 3,5/5 🕰️🕰️🕰️

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Ein verwunschenes Haus, ein Familienmärchen, Geister der Vergangenheit und viele Schicksale und Begegnungen, die über viele Ecken ineinandergreifen. Als die junge Archivarin Elodie aus London ein fast 150 Jahre altes Foto und eine Zeichnung eines alten Hauses entdeckt, beginnt sie, einer unglaublichen Geschichte auf die Spur zu kommen. Warum kommt ihr dieses Haus nur so bekannt vor? Und wer ist die wunderschöne Frau? Der „gehobene“ Schreibstil ist wirklich fantastisch zu lesen. Der Autorin ist ein Spagat zwischen unterschiedlichen Zeitzonen gelungen, in denen zwischen 1862 und 2017 die unterschiedlichsten Schicksale erzählt werden - und dennoch greifen alle ineinander. Alles beginnt und endet mit Birchwood Manor. Das Buch liefert alles: Liebe, Verrat, Märchen, Feen und Geister, dunkle Geheimnisse und das traurige Ende von „Lily“, der Frau auf dem Foto. Sie wird als Tochter eines Uhrmachers geboren, wächst als Taschendiebin auf, ist das Model eines Künstlers und scheint beinahe ihr Glück gefunden zu haben. Aber eben nur beinahe. Und dann ist da noch das Rätsel um den Verbleib des Radcliffe Blue! 💎 Absolute Leseempfehlung! Das wird nicht mein einziges Buch dieser Autorin bleiben!

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In dem Roman Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton geht es um in der Hauptsache (zumindest für mich) zwei Frauen: Elodie Winslow und Albertine „Birdie“ Bell. Die Geschichte springt in verschiedenen Zeiten und so ist es nicht so leicht die Geschichte von vorne zu erzählen, deshalb versuche ich es mal chronologisch: Der Roman behandelt zuerst die Kindheit von Albertine Bell, die von ihrem Vater, dem Uhrmacher, Birdie genannt wird und in der Mitte des 19. Jahrhunderts geboren wurde. Ihr Vater wollte, nach dem Tod der Mutter, nach Amerika reisen, um dort sein Glück zu machen. Seine Tochter gab er in die Obhut einer Frau, die sich um verwaiste Kinder kümmert und diese für sich stehlen lässt; er möchte sie nachholen, sobald er in Amerika Fuß gefasst hat. Nach kurzer Zeit bei dieser Frau stirbt Lily Millington, eine Freundin von Albertine. Fortan nimmt Albertine den Namen von Lily an: Lily wartet bis kurz vor ihrem 18. Geburtstag darauf, dass ihr Vater sich endlich meldet, was er aber nicht tut. In der Zwischenzeit verdient sie Geld, indem sie reiche Damen in öffentlichen Verkehrsmitteln bestiehlt oder sich verläuft, um sich von reichen Männern helfen zu lassen und sie dabei zu bestehlen. Eines Abends lernt sie bei einer der Aktionen den jungen Maler Edward Redcliff kennen. Edward ist hingerissen von der schönen Fremden und so möchte er sie malen. Nach dem ersten Bild will er noch ein zweites von ihr malen, und er entlohnt sie beziehungsweise ihre angebliche Familie dafür. Lily und Edward verlieben sich ineinander, obwohl er noch mit einer anderen Frau verlobt ist. Als Edward mit Lily, ein paar Freunden, seiner etwa 10 Jahre jüngeren Schwester Lucy und einer weiteren Schwester nach Birchwood Manor, seinem Landhaus, aufbricht, erwartet die Künstler eigentlich ein schöner Sommer. Kurz zuvor hatte Edward seine Verlobung gelöst, doch plötzlich steht seine Ex-Verlobte in Birchwood Manor und will die Trennung nicht einsehen. Lily zieht sich zurück und sucht nach Lucy, die zuvor ins Haus gelaufen war. Als plötzlich Martin, Lilys angeblicher Bruder und der leibliche Sohn ihrer Ziehmutter, in der Villa steht und ihr sagt, dass sie ihren Betrug schneller über die Bühne bringen soll und anfängt auszurasten, schlägt Lucy den Eindringling nieder. Sie versteckt Lily in einem alten Priesterversteck und versteckt sich selbst. Nach dem Tod von Edward bittet er seine jüngere Schwester Lucy im Testament in dem Haus ein Mädcheninternat einzurichten. Lucy war schon immer sehr wissbegierig und so wird sie für viele junge Mädchen ein Vorbild sein und diese beeinflussen. Lucy richtet sich in dem Haus ein und lernt dort beispielsweise ein junges Mädchen kennen. Dieses Mädchen wird später Archäologin und lernt den kleinen Pip (?) kennen. Pip ist der Großonkel von Lauren, die eine Tochter bekommt: Elodie Winslow. Pip hat in seiner Zeit in Birchwood Manor eine unsichtbare Freundin: einen rothaarigen Geist. Diese Freundin erzählt ihm offenbar eine Geschichte, die er dann an seine Nichte weitergibt. Die diese Geschichte dann wiederum an ihre Tochter, Elodie, weitergibt. Elodie arbeitet in einem Archiv, in dem sie einen Skizzenblock findet. Der Skizzenblock zeigt ein altes Haus, das sie an die alte Geschichte ihrer Mutter erinnert. Da ihre Mutter seit 25 Jahren tot ist, muss sie nun selbst recherchieren. Während ihrer Hochzeitsvorbereitungen findet sie parallel noch einiges über Birchwood Manor heraus. Aus Neugier fährt sie zur Villa und lernt dort Jack kennen. Der sucht dort nach einem wertvollen Diamanten für eine Auftraggeberin aus Australien. Jack und Elodie kommen ins Gespräch und merken, dass sie beide sich eigentlich gar nicht so unsympathisch finden… Ich habe das Hörbuch zu Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton. Deshalb möchte ich auch auf diese Formatform eingehen. Zuerst einmal zu der Handlung selbst: Die Erzählerin ist – zumindest teilweise – der Geist von Birdie. Sie erzählt von den letzten etwa 150 Jahren, in denen sie in Birchwood Manor herumspukt und dort auf ganz verschiedene Menschen trifft. Sie erzählt die Geschichte des Hauses, deren Teil sie geworden ist und dreht somit die normale Wahrnehmung um. Normalerweise denken wir Menschen ja, dass ein Haus oder ein Ort für kurze (oder längere Zeit) eine Rolle in unserem Leben spielt, aber eigentlich ist es ja so, dass wir eine kurze Stippvisite in den Leben dieser Orte machen, weil das Haus oder der Ort vor uns dort war und auch noch nach uns dort sein wird (zumindest im Normalfall). Birdie springt in ihrer Erzählung immer wieder in den Zeiten und so wird die Geschichte sehr schnell ziemlich komplex, was natürlich auch noch durch das Medium verstärkt wird. So kommt es teilweise auch zu Fehlern, die es nicht leichter machen, zuzuhören und der Geschichte zu folgen. An einem Teil ist mir das besonders aufgefallen: Mitten in der Szene wechselt der Name plötzlich von Lennart zu Jack und wieder zurück. Das hat mich ziemlich irritiert und ich weiß nicht wie der Fehler in die Geschichte gekommen ist, da es sich ja auch um eine Kürzung handelt beim Hörbuch. Schade fand ich auch, dass für mich noch einige Dinge ungesagt blieben: Ich hätte gerne, auch weil man am Anfang so viel über Elodie erfährt, noch erfahren, ob sie ihren Verlobten heiratet oder sich von ihm trennt, weil sie erkennt, dass sie ihn nicht liebt und er sie genauso wenig liebt. Aber das blieb offen, was natürlich auch seinen Reiz haben kann, aber irgendwie ist die Geschichte auf nichts zugelaufen. In den letzten etwa 20 Kapiteln des Hörbuchs hatte ich es schon befürchtet, aber die Geschichte hätte ein Ende gebrauchen können oder zumindest einige Fragen, die noch geklärt werden. Die Charaktere haben wir eigentlich alle ganz gut gefallen. Vor allem Birdie ist ziemlich sympathisch, weil man wirklich mit der Frau mitfiebert, einfach weil man sie so gut kennenlernt. Man erfährt ja nicht nur von ihren ersten 17 Lebensjahren, sondern darüber hinaus auch noch von den darauf folgenden etwa 140 Jahren. Auch hier handelt sie ja und erzählt ihre Geschichte, was sie noch sympathischer macht. Elodie ist auch ziemlich sympathisch. Man lernt sie am Anfang relativ gut kennen, sodass ich es besonders schade fand, dass sie später keine so große Rolle mehr spielte. Kommen wir nun zu den Hörbuchspezifika: Das Hörbuch selbst ist von Esther Schweins eingesprochen. Ich mochte ihre Stimme unglaublich gerne, weil sie so ruhig klingt. Sie hat einfach eine total angenehme Stimme und machte das stimmlich auch ziemlich gut. Außerdem hat sie und vor allem ihre Stimme total gut zu der Figur gepasst; zumindest für mich. Ich würde wirklich gerne wieder ein Hörbuch von Esther Schweins hören. Ich muss auch sagen, dass ich gar nicht direkt gemerkt habe, wo die Handlung gekürzt wurde, aber vielleicht wären einige meiner oben genannten Kritikpunkte weniger schlimm, wenn ich das Buch gelesen hätte? Vielleicht wurden einige Sachen, die mich am Ende noch interessiert hätte, einfach weggekürzt? Dazu kann ich leider nichts sagen, aber ich fand am Hörbuch selbst hat man es wirklich nicht gehört. Darüber hinaus mochte ich auch die Form: Es handelt sich um zwei MP3-CDs, die in einem Umschlag stecken, dessen Cover der Printversion gleicht. Das Cover sah sehr hübsch aus und so hat mir auch das CD-Cover gut gefallen. Ich hätte mir hier noch eine kurze Nennung der Namen der Hauptfiguren gewünscht, weil es für mich unglaublich schwierig war herauszufinden, wie genau eine Figur geschrieben wird. Insgesamt mochte ich das Hörbuch Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton unglaublich gerne und vor allem Esther Schweins Stimme konnte mich von diesem tollen Hörbuch überzeugen.

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Inhalt: Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Meine Meinung Im Mittelpunkt des Romans steht ein Haus: Birchwood Manor – hier in diesem Haus spielt der Roman, dessen Geschichte mehr als 150 Jahre umfasst. 1862 entdeckt der junge und talentierte Maler Edward Radcliffe das Haus an der Flussbiegung und verbringt gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden einen Sommer in Birchwood Manor, der tragisch endet – doch was geschah damals wirklich? 2017 findet die junge und engagierte Archivarin Elodie Winslow eine Kiste, in der sich eine Aktentasche mit einer Fotografie und einem Skizzenbuch befindet. Auf dem Foto glaubt Elodie im Hintergrund das Haus zu erkennen, welches in den Gute-Nacht-Geschichten ihres Vaters vorkam…… Neugierig geworden, beginnt sie zu recherchieren und findet spannende Verbindungen zwischen dem Haus und ihrer toten Mutter. Nun ist ihre Neugierde geweckt und stößt auf die unglaubliche Geschichte des Hauses. Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen und besonders die Charaktere aus der Vergangenheit sind sehr ausführlich und liebevoll gestaltet. Ich hatte sofort ein Bild von Birdie und Edward vor mir. Leider bleibt Elodie, die Hauptperson aus der Gegenwart, etwas blass, von ihr hätte ich gerne noch mehr erfahren. Anders als ihre vorherigen Romane ist „die Tochter des Uhrmachers“ ein eher ruhiges Buch, welches mich aber trotzdem fasziniert hat. Besonders den mystischen Teil der Geschichte fand ich spannend. Leider blieben einige Fragen zum Schluss offen, hier hätte ich mich über eine Aufklärung sehr gefreut. Fazit Wieder ein sprachlich wunderschöner Roman von Kate Morton, der genauso liebevoll und detailverliebt recherchiert ist, wie ihre vorherigen Bücher. Dadurch kann man sich sehr gut in die Geschichte hineinfinden. Ich habe es als eher ruhiges Buch empfunden, da ich aber die Muse zum lesen hatte, hat es mir gut gefallen.

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