Leserstimmen zu
Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton

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Es ist mein zweites (Hör)Buch der Autorin Kate Morton und war gespannt auf die neue Geschichte. Zumal ich auf der Lit.Love im November 2018 die Autorin auch noch persönlich habe treffen dürfen. Vom Grundsatz her ist das Buch sprachlich sehr schön geschrieben und wird in der Hörbuch-Version auch wieder von Esther Schweins gelesen. Sie hat auch „Das Seehaus“ von Kate Morton, was damals mein erstes Buch von ihr war, gelesen und hat mir damals schon als Sprecherin gut gefallen. Mit ihrer Stimme gelingt es ihr in meinen Augen sehr gut, die Geschichte zu „transportieren“ und in Szene zu setzen. Allerdings konnte mich das Buch an sich nicht so begeistern. In meinen Augen gibt es zu viele Handlungsstränge, welche am Ende nicht zu meiner Zufriedenheit so verknüpft werden, dass es rund wird und sich gut auflöst. Viele Handlungsstränge enden im Nirgendwo, werden nicht zu Ende gebracht und viele Fragen bleiben einfach offen. Der Abschluss der Geschichte ist nicht wirklich vorhanden, ich habe mich gefühlt als ob ich sprichwörtlich im Regen stehen gelassen werde. Durch die häufigen Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen und dazu noch den verschiedenen Zeitebenen war ich bei Zeiten verwirrt. Dazu kam dann noch der Frust, dass sobald mich ein Erzählstrang begeistern oder fesseln konnte, dieser wieder unterbrochen wurde (also ein Wechsel des Handlungsstrangs erfolgte). Dadurch wurde ich rausgerissen und fand nicht wirklich wieder rein. Schade. Denn das geht bei mir sehr zu Lasten der Leselust, der Spannung und die Motivation, das Buch weiterzulesen, lässt nach. Außerdem waren es mir zu viele Personen, die sich in der Geschichte tummelten und die „Geisterstimme“. Ich hatte zwischendurch mal ein paar Tage nicht hören können und hatte Mühe, dann wieder in die Geschichte reinzukommen. Mir haben dann die Zusammenhänge zwischen den Personen gefehlt und ich konnte mich nicht mehr an alles, was geschehen war, erinnern. Das ist für mich eigentlich ein Zeichen, dass es die Geschichte nicht schafft, mich vollkommen in ihren Bann zu ziehen. Denn normalerweise ist es für mich nicht schlimm, wenn ich mal ein paar Tage nicht zum Lesen oder Hören komme. Wenn die Geschichte mich packt, komme ich in der Regel problemlos wieder rein. Das einzige was mich hier ein kleines bisschen begeistern konnte war das Cover. Das passt sehr gut zur Geschichte, sowohl vom Motiv her als auch von der farblichen Gestaltung. Ich habe oft gehört, dass das das schwächste Buch von der Autorin sein soll. Ich kann das, bei zwei gelesenen Büchern bisher von ihr, nicht wirklich beurteilen. Aber ich weiss, dass mich das Buch nicht begeistern kann und so kann ich gerade mal 2 ½ von 5 Punkten, aufgerundet auf 3, vergeben.

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Wir schreiben das Jahr 1862 und in einem wunderschönen alten Haus am Ufer der Themse in England verbringt eine Freundesgruppe den Sommer. Sie sind alle Künstler oder deren Musen und werden geeint von dem talentierten Edward Radcliffe. Erfüllt voller Liebe zu seinem Haus und berauscht von seinem Erfolg möchte Edward sein Meisterwerk erschaffen. Doch alles kommt anders und der Sommer endet in einer Tragödie, nach der eine Frau verschwindet und eine andere stirbt. Elodie Winslow lebt über hundertfünfzig Jahre später ebenfalls in London und arbeitet als Archivarin. Überraschend taucht in den Untiefen des Archivs eine Kiste mit unbekanntem Inhalt auf und begibt sich auf den Weg zu Elodie. Sie ist Feuer und Flamme, als sie die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung darin findet. Sofort hat Elodie das Gefühl, dass ihr das Haus bekannt vorkommt und sie bekommt die Frau nicht mehr aus ihren Gedanken. Welches Geheimnis steckt dahinter und wo besteht die Verbindung zu Elodie? Meine Meinung Auf den neuen Roman von Kate Morton musste ich ganze zwei Jahre warten, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Nachdem mir ihr letzter Roman Das Seehaus nicht so gut gefallen hat, sprüht die neue Geschichte nur so vor spannendem Sog. Ich konnte mich gar nicht mehr von Die Tochter des Uhrmachers losreißen, bis ich nicht endlich die Wahrheit entdeckt hatte. Dieses Mal handelt es sich nämlich nicht nur um einen Liebesroman, der parallel aus zwei verschiedenen Perspektiven in der Gegenwart und Vergangenheit erzählt wird, sondern auch um einen Krimi. Der sechste Roman der Autorin überrascht neben den neuen kriminalistischem Element eines ungeklärten Mordes in der Vergangenheit auch mit mystischen Elementen. Anfangs war ich deswegen etwas verwirrt, aber das ganze fügt sich zu einem atemberaubenden Ganzen zusammen, das den Leser packt und verzaubert. Dazu kommt eine romantisch tragische Liebesgeschichte über die einzige wahre Liebe, die mich sehr berührt hat. Eine weitere Neuerung ist das Buchcover mit seinem neuen frischen Design aus Blättern, Blumen, Tieren und Uhrenteilen. Bei den früheren Romanen waren meist ein Haus oder der Teil eines Gartens abgebildet. Dieses Mal spielt die Geschichte nicht nur auf zwei verschiedenen Ebenen, sondern es gibt auch noch weitere Abschnitte, die zu anderen Zeitpunkten in der Vergangenheit spielen. Dadurch existieren viele Charaktere, was zwar einerseits die Spannung der Geschichte steigert und permanent hält, aber ihre Vielfalt ließ mich an manchen Kapitelanfängen fragen, wer nun erzählt. Die Charaktere sind alle authentisch mit weitgefächerten Lebensgeschichten gestaltet, jedoch konnte ich nicht zu jeder Person eine Verbindung aufbauen. Dadurch berührten einige Teile der Handlung mich weniger. Deswegen habe ich mich auch öfter gefragt, warum manche Personen so handeln, wie sie handeln. Die Geschichte um Elodie hat mich sehr fasziniert, hat aber in der Handlung eine etwas untergeordnete Rolle gespielt. Denn die Aufdeckung des Mordes und des Verschwindens der Frauen steht im Vordergrund der Geschichte, was ihr zu ihrem spannenden Sog führt, der mich immer wieder zum Weiterlesen gebracht hat. Die Auflösung hat mich sehr überrascht, aber auch schockiert. Fazit Die Tochter des Uhrmachers von Kate Morton ist ein unglaublich schöner Liebesroman über die wahre und einzige Liebe, der ebenfalls eine packende Krimigeschichte über einen ungeklärten Mord und mythischen Elementen bieten kann. Viele verschiedene Perspektiven von unterschiedlichen Charakteren machen die Handlung etwas unübersichtlich, aber verleihen dem Werk seinen spannenden Sog. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu Lesen, bis ich erfahren hatte was damals passiert ist. Hierbei handelt es sich endlich wieder um einen tollen und empfehlenswerten Roman von Kate Morton.

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Ein Vorwort Wenn ich erfahre, dass Kate Morton ein neues Buch herausbringt, dann bin ich ein paar Tage später in der Buchhandlung meines Vertrauens und kaufe es. Dabei ist es mir auch egal, dass die Hardcover, die zunächst erscheinen, einen stolzen Preis haben. Denn seit "Die fernen Stunden" konnte mich Mrs. Morton (fast) immer vollständig in ihren Bann ziehen und mit ihren Geschichten verzaubern. So stand nun die Tochter des Uhrmachers auf dem Plan. Die Handlung Elodie stößt bei einem Archivjob auf einen Brief und ein Bild, die ihr keine Ruhe mehr lassen. Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf Birchwood Manor. Einst das Haus des Künstlers Edward Radcliffe birgt es zahlreiche Erinnerungen und Geheimnisse. Meine Meinung Kate Morton ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Buch, denn bisher konnten mich (fast) alle Bücher von ihr sofort in den Bann ziehen und verzaubern. Am Anfang kam ich diesmal etwas schwieriger in die Geschichte rein, eben gerade weil ich erwartete, sofort verzaubert zu werden. Nachdem ich es jedoch noch einmal ein paar Tage liegen ließ und dann mit einer erwartungsvollen Spannung, aber nicht mehr mit hohen Anforderungen einen neuen Versuch startete, stellte sich auch bereits nach ein paar Seiten das altbekannte Gefühl ein. Morton schafft es sofort sympathische Charaktere zu erschaffen, mit denen man mitfühlt. Hier sind es zunächst Elodie und Birdie, die damit die beiden Protagonisten bilden. Dabei ist es diesmal schwierig von Protagonisten zu sprechen, denn eigentlich steht Birchwood Manor selbst im Mittelpunkt. Es geht um die verschiedenen Bewohner von einer Tragödie im Jahre 1883 bis in die heutige Zeit. Dabei hat jeder seine ganz eigene Geschichte zu erzählen und doch zieht sich ein Geheimnis wie ein roter Faden durch das Buch. Dabei wird jede Geschichte mit gleichviel Respekt geschrieben und kein Aspekt scheint unwichtig und doch kann man das große Finale mit der Aufklärung des großen Rätselns kaum erwarten. Hier wird man auch nicht enttäuscht, denn Morton verbindet alle einzelnen Handlungsstränge miteinander. Leider ist mir der Ausgang der Geschichte um Elodie dann doch etwas zu kurz gehalten und zu viel Raum für ein eigenes Ende gelassen. Das Fazit Eine wundervolle Geschichte über ein Anwesen, dass die Jahre überdauert im typischen Morton-Stil. Hier nach Schwachstellen zu suchen ist wirklich ein Meckern auf ganz hohem Niveau, denn auch wenn das Ende etwas zu kurz gekommen wirkt, ist es dennoch rund.

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Es beginnt recht romantisch-verspielt. Die junge Archivarin Elodie findet in einer lange vergessenen Schachtel eine Ledertasche. Als sie die Taschen entnimmt, seufzt diese auf, endlich kann sie ihr Geheimnis preis geben. Denn als Elodie darin die Zeichnung eines Hauses findet, erkennt sie dies sofort wieder. Und so beginnt eine geheimnisvolle Geschichte voller Rätsel, voller trauriger Ereignisse und verhängnisvoller Mißgeschicke. Die Geschichte ist sehr poetisch, verträumt und romantisch geschrieben. Die Worte fliegen dem Leser entgegen, umschmeicheln ihn und ziehen ihn in den Bann der Ereignisse. Es gibt auch einige mystische Elemente, die mich anfangs ein wenig verwirrt haben, aber im Verlauf der Geschichte sehr gut in die tragende Schreibweise passen. Allerdings ist die Geschichte auch ein wenig schwierig, weil immer wieder in der Zeit „gesprungen“ wird. Der Leser erlebt verschiedene Rückblicke und oftmals hat es mich verwirrt und ich wußte nicht mehr so genau, wo und wann denn gerade JETZT ist. In der Mitte des Buches war ich schon drauf und dran, dieses Hörbuch abzubrechen. Ich konnte der Story nicht mehr folgen, kam immer wieder raus. Denn im Prinzip passiert recht wenig. Im Grunde geht es um die Geschichte eines Hauses. Dessen Bewohner, dessen Schicksale, eher angerissen, dessen Gefühle, Träume, Wünsche, Hoffnungen und Enttäuschungen. Doch die wundervolle Stimme und die verträumte Schreibweise haben mich dann doch immer wieder angezogen. Und so habe ich das Buch doch bis zum Ende gehört. Und am Ende, da wird der Leser für seine Ausdauer „belohnt“. Denn all die losen Fäden, all die verwirrenden Enden, finden plötzlich auf wundersame Weise zusammen. Traurig und melancholisch. Ein sehr poetisches, verträumtes Buch, das den Leser zwar in eine geheimnisvolle Geschichte abtauchen lässt, aber auch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordert. Für Liebhaber prosaischer Worte und blumiger Beschreibungen, für Träumer und Fans schmerzlicher Liebesgeschichten…

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Eine Geschichte die einen auf eine Reise durch Zeit und Raum nimmt. Wir erleben die Geschichte rund um Birchwood Manor aus der Sicht von vielen Bewohnern aus verschiedenen Zeiten. Und, auch wenn die Tochter des Uhrmachers eine der wichtigsten Personen im Buch ist, so finde ich diesen Titel nicht unbedingt passend. Ich fand es spannend immer von einer Person und ihrer Zeit zur nächsten zu springen. Währenddessen war ich sowohl in der neuen Geschichte gefangen, habe aber zugleich überlegt wie es bei der anderen Person weiter ging. Bis jetzt habe ich noch nie etwas von Kate Morton gelesen, aber mittlerweile schon viele neue Romane von ihr auf meine Wunschliste. Selten habe ich so eine tolle Geschichtenerzählerin erlebt wie Sie es ist. Denn obwohl wir durch so viele Geschichten reisen, erfahren wir den wahren Grund für den Vorfall von 1862 erst ganz zum Schluss…

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Inhalt: 1862 lädt der Maler Edward Radcliffe seine Freunde dazu ein, den Sommer mit ihm in seinem Landhaus an der Themse zu verbringen. Doch was in einer entspannten und kreativen Atmosphäre beginnt, endet in einer Tragödie: Eine Frau wird erschossen, eine andere verschwindet spurlos und der junge Maler ist nie wieder der, der er vorher war … . Einhundertfünfzig Jahre später erwacht die Geschichte rund um das seltsame Haus erneut, als die Archivarin Elodie Winslow die Sepiafotografie einer jungen Frau und die Zeichnung genau jenen Hauses findet. Was hat die Frau auf dem Bild wohl mit dem Haus zu tun und was steckt hinter ihrer Geschichte. Elodie macht sich auf die Suche und deckt schließlich ein Geheimnis auf, das all die Jahre tief vergraben war … . Meine Meinung: Bücher von Kate Morton sind inzwischen ein absolutes Must-Have für mich, umso mehr freute ich mich auf ihr neuestes Werk. Das Buch beginnt aus der Perspektive einer Person, von der man nicht sofort weiß, wer sie ist. Sie erzählt von ihrem Sommer in Birchwood Manor gemeinsam mit Edward und macht damit richtig neugierig auf die Ereignisse. Ich war sehr gespannt, was damals wohl passiert war. Danach springen wir ins Jahr 2017 und erfahren von Elodie, die eine Aktentasche mit einem Skizzenbuch und einer Fotografie findet. Das Haus, das in das Skizzenbuch gezeichnet wurde, kommt ihr sofort bekannt vor und sie möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt. Doch anstatt von da an zwischen diesen beiden Zeitebenen hin- und herzuspringen, flechtet die Autorin in diesem Buch noch mehr Perspektiven und Zeiträume mit ein, denn während der 150 Jahre, gab es viele Besucher in Birchwood Manor und jeder hatte in dem Haus seine eigenen Erlebnisse, seine eigene Geschichte, die die Vergangenheit schließlich mit der Gegenwart verbindet. Ich liebe an den Büchern von Kate Morton gerade diese Verbindung zwischen den Zeiten, aber in diesem Werk waren es doch etwas viele Personen und viele Erlebnisse und oftmals dauerte es sehr lange, bis man die Zusammenhänge erkennen konnte. Dadurch entstanden meiner Meinung nach ein paar Längen und andere Zeitspuren, wie z.B. die von Elodie kamen mir persönlich etwas zu kurz. Das fand ich richtig schade. Auch den Hintergrund einer der Charaktere fand ich etwas seltsam (genauer möchte ich aus Spoilergründen nicht darauf eingehen). Zwar passt er zur Geschichte und nur dadurch wird sie wirklich rund, weil ansonsten ein paar Informationen fehlen würden, aber ich konnte mich trotz allem nicht recht damit anfreunden, vielleicht, weil mir da etwas der Glaube daran fehlt. Trotz diesen Kritikpunkten hatte auch dieses Buch wieder diesen besonderen Zauber, den ich so liebe. Es macht einfach wahnsinnig Spaß, sich gemeinsam mit den Protagonisten auf die Suche nach Antworten zu machen, die Puzzleteile nach und nach zusammenzusetzen und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. In dieser Geschichte liegt dieses Mal auch eine richtige Tragik, die mich sehr traurig gestimmt hat, aber auch etwas Schönes an sich hatte. Ich habe jedenfalls richtig mitgefühlt mit den Charakteren und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich endlich erfahren wollte, wie sich am Ende wirklich alles zugetragen hatte. Dabei liebe ich den Schreibstil von Kate Morton. Sie beschreibt die Landschaften immer mit so viel Liebe und Leidenschaft und so genau, dass man sie sich wirklich vorstellen kann. Birchwood Manor wurde vor meinem Auge richtig lebendig und ich wünschte mir, es selbst besuchen und die Räume betreten zu können. Am Ende wurde zwar das große Ganze ersichtlich, es wurden jedoch nicht alle meine Fragen vollständig geklärt, was vielleicht daran lag, dass es einfach zu viele Handlungsstränge gab und so nicht auf jedes Detail eingegangen werden konnte. Dennoch schlug ich das Buch mit einem guten Gefühl zu und konnte die Geschichte auf mich wirklich lassen. Denn irgendwie hat dieses Buch mich noch länger beschäftigt, was sicher an dem ungewöhnlichen Ausgang lag. Fazit: „Die Tochter des Uhrmachers“ ist nicht mein liebstes Buch von Kate Morton, was vielleicht daran liegt, dass es zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge gibt, die in meinen Augen ein paar Längen erzeugt haben. Trotzdem konnte ich den üblichen Zauber spüren, den die Geschichten dieser Autorin immer versprühen und auch die Tragik, die es in diesem Werk gab, gefiel mir sehr gut und hat mich sehr bewegt, was mich am Ende doch noch überzeugen konnte. Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Als ich gesehen habe, dass Kate Morton, die Autorin eines meiner absoluten Jahreshighlights aus dem Vorjahr, ein neues Buch geschrieben hat, das noch dazu auch noch ein so wunderschönes Cover hat, war mir sofort klar, dass ich es lesen muss. Und sie hat mit wahrlich nicht enttäuscht. Angefangen bei den Charakteren und deren komplexen Geschichten und Beziehungen zueinander kann ich sagen, dass ich voll und ganz überzeugt wurde. Zwar fand ich es etwas schade, dass Elodie, die in der jetzigen Zeit die Geschichte rund um Edward Radcliffe und Birchwood Manor entdeckt, im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund rückt, dafür sind mir andere Charaktere aber umso mehr ans Herz gewachsen. Und obwohl im Endeffekt so viele verschiedene Personen auftauchen hat es die Autorin geschafft, jeder seinen ganz eigenen Caharktere und seine ganz eigene Geschichte zu geben. Die Geschichte spielt in insgesamt (ich meine) ca 6 Zeitebeben, von denen manche auch nur in einzelnen Kapiteln auftauchen, sodass man das, was Birchwood Manor verbirgt selbst nach und nach entdecken kann. Zwar war ich das ein oder andere Mal aufgrund der doch recht häufigen Zeitsprünge verwirrt und musste in meinem Kopf alle Informationen, die ich bis dato mitgenommen hatte, revue passieren lassen, aber das macht mir beim Lesen solch einer Geschichte auch viel Spaß. Denn trotz wechselnder Jahreszahl und Protagonisten hatte ich dieses Wohlfühl-Gefühl während des Lesens und habe mich ein bisschen in die Beschreibungen von Birchwood Manor und dem Leben der Künstler etc verliebt. Die Auflösung am Ende war für mich, bis auf eine kleine Unklarheit, sehr plausibel und logisch und überhaupt nicht abgedreht. So konnte ich als Leser selber nach und nach auf die richtige Fährte kommen, und wurde am Ende weder vollkommen überrascht und verwirrt zurückgelassen, noch wusste ich schon nach den ersten 100 Seiten wie das Buch ausgehen wird. Alles in allem war „Die Tochter des Uhrmachers“ wieder ein Highlight Buch für mich, über das ich viel grübeln konnte und das mir gleichzeitig sehr schöne Lesestunden gebracht hat. Wer spannende Geschichten, die über mehrere Zeitebenen spielen, gern liest, macht bei Kate Mortons neustem Roman auf jeden Fall nichts falsch.

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Der geheime Ort

Von: Baroness

15.01.2019

„Vorsicht Spoiler!“ Eines Tages entdeckt Edward Radcliffe eine junge Frau, die er nicht nur malt, sondern auch liebt. Obwohl er verlobt ist, will er mit ihr sein Leben verbringen. Nicht allen gefällt seine Anschauung, auch seine Verlobte gibt nicht auf. Mit seinen Künstlerfreunden will er die Sommermonate 1862 in Birchwood Manor verbringen. Was anfangs mit einem fabelhaften Künstlerleben beginnt, endet zum Schluss in Gewalt und Verlust. 2017 - Elodie arbeitet als Archivarin. Dort entdeckt sie eine Aktentasche mit unergründlichem Inhalt. Sie ist fasziniert davon und versucht mehr über den Sachverhalt herauszufinden. Sie ahnt jedoch nicht, dass das Geheimnis auch sie berührt. Das ist nur das Schematischste aus der Geschichte, es gibt immerhin über 600 Seiten zum Lesen. Meine Meinung: Das Geschehen ist breit gefächert, denn es betrifft einige Zeitabschnitte. Hinzu kommen reichlich Protagonisten. Umfangreich ist ebenso die Atmosphäre, der entsprechende Lebensbereich und die Umgebung. Egal, in welchem Zeitabschnitt das Geschehen stattfindet, alles ist sinnvoll dargestellt. Die Protagonisten sind ebenso überzeugend. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte offenbaren und verbinden. Die Geschichte fängt langsam an, steigert sich aber immer mehr. Das Geschehen fesselt den Leser, wenn man einmal die Verbindung hergestellt hat. Die Geschichte ist ergreifend, eigentlich könnte man sie auch als traurig bezeichnen. Durch einen Fehlgriff werden Leben zerstört und Träume bleiben unerfüllt. Gut gemeint, aber total daneben gegangen. Der Titel passt zum Geschehen, ebenso das Cover. Am Anfang war ich nicht überzeugt von der Geschichte. Es dauerte, bis ich die Zusammenhänge hergestellt hatte. Aber dann wurde ich neugierig und wollte mehr wissen. Zum Schluss konnte ich sagen – die Geschichte hat eine authentische und glaubhafte Wirkung ausgeübt, wenn man gern rätselhafte Dinge liest. Die Begebenheit ist trügerisch und man könnte sagen – unreal. Fazit: Das Geschehen ist sehr vielfältig, es fesselt den Leser immer mehr. Die verschiedenen Zeitabschnitte überzeugen mit ansprechenden Protagonisten und Lebensbereiche. Die sozialen Verhältnisse sind plausibel dargestellt. Empfindungen und Gefühle gibt es in dieser Schicksalstragödie jede Menge. Es ist zwar ein Frauenroman mit historischen Konstellationen, aber ebenso könnte man das Buch unter mystisch einordnen.

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