Leserstimmen zu
Die Therapeutin

Camilla Grebe, Åsa Träff

Psychotherapeutin Siri Bergmann ermittelt (1)

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Taschenbuch
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Siri Bergmann war Therapeutin, die ihren Patienten half ihre Ängste zu besiegen. Doch was keiner wusste, sie hatte selbst mit ihren Ängsten und Panikattacken zu kämpfen. Ganz extrem wurde es bei ihr erst nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes. Es gab nur ein Problem, alle wussten dass es kein Unfall war, nur Siri wollte es nicht wahr haben. Sie lebte in einem riesigen Haus am mehr, in dem schönen Land Schweden. Jeden Abend musste ihr eigenes Ritual eingehalten werden, sie ging durch das gesamte Haus und schaltete jedes Licht ein, selbst Tischlampen. Neben ihrem Bett deponierte sie, zusätzlich, eine sehr große Taschenlampe. Doch leider gab es jemanden der ihr schaden wollte und er fing bei ihrer Angst vor der Dunkelheit an. Ein sehr gelungener Auftakt für diese Reihe. Ich war ja im Buch " Der Mann ohne Herz" schon begeistert von dem Autorenduo, doch auch ihr erstes Buch ist der Hammer. Wenn man am Ende einer Reihe angefangen hat, will man unbedingt dann die Hindergründe wissen und mit " Die Therapeutin" sind schon mal die ersten Fragen geklärt. Man lernt die Charaktere neu kennen und von Anfang an. Ich finde diese Reihe so heftig, stellenweise. Es hat so viel dunkles, dass man beim lesen schon schaudert. Ich konnte mich so gut in die Lage von Siri hinein versetzen, das mir der gewisse Mensch selbst Angst eingejagt hat. Die Psychospielchen die er mit Siri getrieben hat waren nicht ganz sauber. Der Schreibstil der Beiden ist der Wahnsinn. Man fliegt regelrecht durch das Buch und man kann es einfach nicht weglegen. Und das muss ein Buch haben, einen Suchtfaktor.

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Die Therapeutin

Von: Poldi

17.01.2016

Siri Bergmann arbeitet als Psychotherapeutin in einer Stockholmer Gemeinschaftspraxis, ist aber gerade selbst mit ihrem Leben überfordert. Nach einer Fehlgeburt und dem Tod ihres Mannes hat sie sich in ihr einsames Häuschen an der Küste zurückgezogen und wird nachts in der Dunkelheit von Schreckensvisionen geplagt. Zunächst redet sie sich ein, dass es an ihrem überspannten Nervenkostüm liegt, doch die Zeichen für eine wirkliche Bedrohung mehren sich... Mit „Die Therapeutin“ haben Camilla Grebe und Asa Träff nicht nur ihren Debutroman vorgelegt, sondern auch gleich eine ganze Reihe um die ermittelnde Psychologin Siri Bergmann begonnen. Dafür haben sie eine sehr starke, real wirkende Protagonistin erdacht, die hier zunächst einmal sehr ausführlich vorgestellt wird. Am Leben fast zerbrochen, immer mehr dem Alkohol zugewandt, sich immer weiter zurückziehend ist sie alles andere als eine strahlende Heldin, sondern ein Mensch mit einem sehr komplexen Gefühlsleben und einer sehr fragilen Art. Das passt sehr gut in den Roman, in den zahlreiche psychologische Komponenten hineinspielen. Anfangs wird eine nur sehr leise bedrohliche Atmosphäre erzeugt, in dem auch der Leser nicht recht weiß, was er von Siri denken soll: Bildet sie sich alles ein, ist die Bedrohung nur ihrer Phantasie entsprungen. Mir gefällt dieser Teil trotz seiner Länge sehr, sehr schnell konnte ich mich in die dichte Stimmung hineinfallen lassen. Später kommen dann handfestere Beweise ans Tageslicht, ein Mord ist dabei noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Immer weiter kommt Siri in Bedrängnis, immer näher kommt der Täter ihr, wobei sich die Spannung immer weiter zu steigern weiß. Unwillkürlich rätselt der Leser mit, und während das Motiv bald klar scheint – und man dieses eigentlich von Anfang an vermuten kann – ist die Identität des Mörders deutlich versteckter, aber sehr stimmig eingebettet. Auch hier ist dem Autorenduo eine sehr glaubhafte und intensive Charakterisierung gelungen, die von reinem Schwarz-Weiß-Denken absieht. Das Herzschlagfinale ist dann auch sehr packend und intensiv erzählt, zumal die Autorinnen auch noch einiges offen lassen, was Siri in den nächsten Büchern beschäftigen wird. Die verwendete Sprache wirkt sehr variabel, der jeweiligen Situation angepasst ist sie mal bildlich, mal recht hart und klar. So wird die vorherrschende Stimmung noch einmal gesteigert, woran auch die gelungene deutsche Übersetzung ihren Teil beiträgt. Camilla Grebe und Asa Träff gestalten ihre vielen Rollen sehr intensiv, sodass man auch von kleineren Nebenrollen bald ein eingängiges Bild bekommt. Sicherlich steht Siri Bergmann dabei sehr häufig im Mittelpunkt, doch sie lässt auch andere Rollen in den Vordergrund treten. „Die Therapeutin“ ist ein schon fast klassisch zu nennender Schweden-Krimi, der einige bekannte Elemente in sich vereint, aber auch neue, eigenständige Seiten zeigen kann. Dazu gehören insbesondere die vielen psychologischen Komponenten, die sich sehr stimmig einfügen und sehr gut zu der sehr zerbrechlichen Protagonistin passt. Der langsame Anfang hätte aber etwas prägnanter ausfallen können.

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