Leserstimmen zu
Das Spiel der Götter (8)

Steven Erikson

Das Spiel der Götter (8)

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Auszug aus einer Rezension von www.fantasybuch.de In diesem achten Band verlassen wir Genabackis und das Imperium und begeben uns durch den Nebel auf einen anderen Kontinent, nach Lether. Erzählt wird die Geschichte der Beddict Brüder und der Sengar Brüder. Die Tiste Edur befinden sich in einem Konflikt mit den Letherii um die Vorherrschaft des Landes. Viele Völker und Stämme wurden von den Letherii schon unterworfen und besiegt. Doch die Tiste Edur haben durch den Untergang der anderen Völker viel gelernt. Hannan Mosag, der Kriegshäuptling und Hexenkönig der Edur, vereinigt alle Stämme unter sich. Er beobachtet und analysiert den Feind und lernt seine Taktiken kennen, um im bevorstehenden Krieg gewappnet zu sein. Hannan Mosag schickt die drei Sengar Brüder mit einigen Gefährten hinaus in die Wildnis. Sie sollen ihm ein mächtiges Artefakt besorgen, dass ihn unbesiegbar machen und im bevorstehenden Kampf die Entscheidung bringen wird. Doch das Artefakt erwählt seinen neuen Besitzer selbst. Statt des Hexenkönigs wird Ruhald Sengar, ein junger, hitzköpfiger Krieger, als Träger des Schwerstes berufen. Die Götter haben interveniert und das Schicksal der Tiste Edur nimmt eine neue Wendung. Nicht nur die Tiste Edur wappnen sich gegen die Letherii. Es herrscht Unzufriedenheit in der Hauptstadt des Reiches. Zu viele Völker wurden assimiliert, die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer, Widerstand regt sich. Im Mittelpunkt der Ereignisse in Letheras steht die drei Beddict Brüder. Hull Beddict schlägt sich auf die Seite der Tiste Edur, Brys Beddict, ein junger und naiver Krieger, tritt in die Königsgarde ein. Und Tehol Beddict spielt im Verborgenen ein undurchsichtiges Spiel, um seine Familie zu rächen. Kommentar: Mit diesem Band führt uns Steven Erikson auf völlig neue und abseitige Wege. Es ist eine Geschichte in einer Geschichte, die Trull Sengar seinem Begleiter Onreck versprochen hat. Während der T'lan Immas und der Tiste Edur in Band sieben noch gemeinsam durch Genebackis ziehen, katapultiert uns Trulls Erzählung in seine Heimat, die auf einem fernen Kontinent liegt. Der Leidensweg des jungen Kriegers beginnt mit einem Verrat, der tausende von Jahren in der Vergangenheit liegt. Nach einer gewaltigen Schlacht gegen die K'Chain Che Malle, wurden die Tiste Andii von den Tiste Edur verraten und vernichtet. Da stets die Sieger die Geschichte niederschreiben, erzählen die Tiste Edur ihren Nachkommen eine andere Version der Ereignisse. Niemand bemerkt, dass dieser Verrat sowohl Amonander Rake, den verschollenen Sohn, als auch die Götter auf den Plan ruft. Obwohl die Götter und die Jaghut abseits stehen und nur Zuschauer in diesem Kampf sind, sorgen sie dafür, dass die Erinnerung an den Verrat und die Vernichtung eines stolzen Volkes nicht in Vergessenheit geraten. Die vollständige Rezension lesen Sie hier

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Das Reich Lether ist machthungrig. Es will den gesamten Kontinent beherrschen. Doch ihr neuster Vorstoß stößt auf ernstzunehmende Gegner: Die Tiste Edur haben etwas dagegen, dass ihre Heimat erobert werden soll. "Kinder des Schattens" ist der achte Titel von Steven Eriksons "Das Spiel der Götter"-Reihe. Und zum ersten Mal seit einiger Zeit wechseln wir den Schauplatz des Geschehens. Das Reich Lether ist hungrig. Hungrig auf mehr Land. Es hat schon einen Großteil des Kontinents erobert. Und nur noch ein Gebiet bleibt über. Es ist das Land der Tiste Edur. Ein stolzes Volk, das nach seinen eigenen Gesetzen und Regeln lebt. Und das unter sich eigentlich sehr zerstritten ist. Doch jetzt, mit der Bedrohung der Lether versammeln sie sich unter einem Oberhaupt: Dem Hexerkönig! Nach dem wir die letzten Bände überwiegend uns in der Wüste aufhielten, wechselt Steven Erikson jetzt einfach mal komplett den Handlungsort. Und nicht nur das! Ebenso tauchen auch keine bekannten Völker auf. Geschweige denn, bekannte Gesichter. Alles neu. Ist das überhaupt noch "Das Spiel der Götter", fragt man sich? Ist es immer noch. Das zeigt schon allein der Prolog, in dem der Gefallene Gott einen Auftritt hat. Und auch danach gibt es immer wieder Anspielungen auf die vorherigen Ereignisse. Also keine Sorge "Kinder des Schatten" existiert nicht im luftleeren Raum. Es ist eben nur ein komplett anderer Handlungsort, bei dem man sich zunächst fragt, wie der überhaupt in die Serie hineinpasst. Nur um dann am Ende gebannt die Seiten weiterblättert, weil man einfach wissen will, wie die Geschichte weitergeht. Steven Erikson gelingt dabei das Kunststück, beide Seiten des Konflikts glaubwürdig darzustellen. Denn die Tiste Edur sind zwar die Opfer in diesem Konflikt. Doch sie werden eben nicht als reine Waisenknaben dargestellt Im Gegenteil: Im Prinzip handelt es sich bei ihnen um ein in Ritualen erstarrtes Volk, das nur dank des Hexerkönigs in der Lage ist, sich zu verteidigen. Und die Gegenseite: Klar, das Reich Lether ist eindeutig der Aggressor. Doch dank der Sichtweisen der Familie Beddict aus ihren Reihen wird die harsche Darstellung abgemildert. Denn sie sind Menschen, mit allen Fehlern und Makeln. Interessant ist dabei auch, wie unterschiedlich die Kulturen sind. All das, was man aus den vorherigen Büchern gewohnt ist, existiert hier nicht. Keine Hohen Häuser, kein Vermummter, kein Nichts. Es gibt noch nicht einmal nur andere Bezeichnungen für Dinge wie die Drachenkarten. Das sorgt dafür, dass noch einmal unterstrichen wird, wie unterschiedlich eben diese Völker sind. Sie hatten keinerlei Kontakt mit den anderen bekannten Kulturen der Serie. Sie wirken fremdartig und eben deshalb auch so faszinierend. Und wie gesagt: Spannend ist der Roman alle Mal. Nicht nur wegen dem Konflikt im Vordergrund. Sondern auch wegen den zahlreichen kleinen Handlungsfäden, mit denen er die Haupthandlung anreichert. Anders als bei den vorherigen ersten Bänden dieser Reihe ist dieser Roman einwandfrei. Es ist ein "Klassiker" und ein "Splashhit".

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