Leserstimmen zu
Red Rising

Pierce Brown

Red-Rising-Reihe (1)

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Von allen Seiten habe ich gehört wie toll doch Red Rising von Pierce Brown sein soll. Aber Sci-Fi? Ich muss sagen ich lese so gut wie nichts aus diesem Genre, nicht weil ich mich weigere oder sonst was, nein. Ich hab bisher einfach nichts so wirklich interessant gefunden und dann wurde mir dieses Buch von allen Seiten empfohlen. Ich bin mehrere Monate drum herum getanzt weil ich einfach nicht einschätzen konnte wie ich es finde und wisst ihr was? Es ist so toll wie alle sagen und ratet mal wer gerade in der Universität sitzt und vorhin schnell zur Buchhandlung gelaufen ist um sich den zweiten Teil zu kaufen. Fangen wir mit dem Weltenaufbau in der Story an. Die Geschichte spielt im Weltraum und es gibt verschiedene Planeten die mittlerweile zivilisiert wurden, die Roten zu denen unser Protagonist Darrow gehört sind Minenarbeiter die einen bestimmten Stoff befördern sollen um den Planeten Mars lebenstauglich zu machen, allerdings kommt da schon früh auf dass das System sie betrügt und der Mars schon längst erschlossen ist. Durch den Verlust seiner Frau und durch andere Begebenheiten die ich euch jetzt nicht näher verraten möchte beschließt Darrow es den Goldenen, die schon seit langer Zeit ohne das die Roten davon wussten in Luxus leben, heimzuzahlen und sie von innen zu zerstören indem er sich in das Institut einschleust. Zunächst hatte ich mir was ganz anderes vorgestellt, wie bereits erwähnt bin ich ja nicht wirklich in dem Bereich Sci-Fi bewandert. Besonders was Pierce Brown mit dem Institut gemacht hat, hat mir wunderbar gefallen und alles was ich mir vorstellen konnte gesprengt. Ich muss sagen dass mir das Prinzip mit den Kastensysteme nach dem Hype um „Die Tribute von Panem“ ein wenig zu viel wurde. Nicht unbedingt das mit den Kasten an sich, aber das es die in Luxus lebende Kaste gibt die die anderen Kasten nach Strich und Faden verarscht und ausnutzt. Aber Pierce Brown hat das alles auf exzellente Art und Weise gelöst und geschafft dass man den inneren Konflikt den Darrow verspürt nachvollziehen kann und Sympathien entwickelt. Es gibt einige Charaktere die mir wirklich ans Herz gewachsen sind, darunter Darrows Heuler die für mich einfach ein absolutes Highlight waren genau wie ihr Anführer Sevro. Von Anfang bis Ende fiebert man mit und kann ganz genau nachvollziehen wie der Protagonist sich in den gewissen Situationen fühlt und warum er wie handelt. Der Schreibstil von Pierce Brown ist verständlich und der Geschichte angepasst. Manchmal vergisst man wie alt Darrow ist, dadurch wie er spricht zum Beispiel, jedoch darf man auch nicht vergessen in was für Verhältnissen die Leute leben und wie sie aufgewachsen sind. Fazit: Eine absolute Herzensempfehlung. Ein Buch das mich mal wieder richtig fesseln konnte und mich nachdenken lies. Ausserdem ein Buch das einem die Charaktere so nah bringt das man mit fühlt. Das Buch hat seinen Hype auf jeden Fall verdient.

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Mitreißend

Von: Sallys Books

29.04.2018

Meine Meinung Viele haben dieses Buch bereits gelesen und nun habe ich es auch endlich getan. Ich frage mich: warum habe ich dieses Buch nicht früher gelesen? Ich kann kaum glauben, das dieser Schatz schon länger in meinem Bücherregal auf mich gewartet hat und ungelesen da lag. Kommen wir aber erst einmal zum Cover. Ich persönlich finde es sehr ansprechend, da es neugierig auf die Geschichte macht. Die Flammenden Flügel könnten von einem Phönix stammen, erinnern mich aber auch an die Tribute von Panem. Meiner Meinung nach ist das Cover sehr gelungen. Der Protagonist Darrow wuchs sehr ärmlich als roter auf. Er arbeitet in unterirdischen Bergbauwerken und lebt dort auch mit seiner Familie. Von der Bevölkerung auf dem Mars weiß er nichts und ist deswegen umso erstaunter, als er erfährt, wie die Welt nun wirklich läuft. Oben auf der Oberfläche wird in saus und braus gelebt, doch er uns seine "Menschenklasse" ahnt nicht einmal etwas davon. Ich konnte seine Gefühle und Gedanken während des Buches sehr gut nachvollziehen. Er ist ein starker Charakter und hält einiges aus. Er hat den Plan die goldenen zu vernichten und ihnen alles zu nehmen. Nur deswegen nimmt er alles in kauf und wird zu einen von ihnen. Mich hat Darrow wirklich begeistert, er ist so entschlossen, alles für seine Familie zu tun und diese in ein besseres Leben zu führen. Für mich war er der perfekte Protagonist. Der Schreibstil war sehr mitreißend und auch einnehmend. Als ich zu lesen Anfing, flogen die Seiten nur so dahin und ich hatte großen Spaß, die Geschichte zu verfolgen. Ich konnte die Entwicklung der Charaktere sehr gut nachvollziehen, sie werden von reichen Gören zu wilden Bestien, und das innerhalb weniger Zeit. Ich denke, wenn man so leben muss, ist dies wohl das einzige um das überleben zu sichern. Jeder Charakter in diesem Buch hatte etwas einzigartiges an sich und ich mochte viele davon sehr gerne. Ich hoffe auch sehr das man ein paar davon im zweiten Band wieder sehen wird. Autor Nach dem Collegeabschluss hätte Pierce Brown eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen. Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe fehlte, versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Seine Red-Rising-Trilogie wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A. Einzelbewertungen Cover 5/5 Protagonisten 5/5 Schreibstil 5/5 Spannung 5/5 Ende 5/5 Fazit Das Buch gehört zu meinen Highlights in diesem Jahr und es wird bestimmt nicht lange dauern, bis ich mir den zweiten und dritten Band zulegen werde.

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Erste Sätze Ich hätte in Frieden leben können. Aber meine Feinde brachten mit den Krieg. Klappentext Wenn du Gerechtigkeit willst, musst du dafür kämpfen! Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden… Meine Meinung Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht von Darrow. Darrow ist ein Roter und ein sehr begabter Höhlentaucher, der in der Tiefe des Mars arbeitet. Es ist ein gefährlicher Job, der Talent und Geschick fordert, ohne dass man zu übermütig wird, denn das kann schnell den Tod bedeuten. Er ist klug, mutig, fokussiert und intuitiv und verliebt in seine Frau Eo. Im Laufe der Geschichte gerät er an seine Grenzen, entwickelt sich weiter und wächst über sich hinaus. Ich konnte mich wirklich gut in ihn hineinversetzen und fand seine Gedanken und Handlungen nachvollziehbar. Die Geschichte spielt in einer fiktiven Zukunft auf dem Planeten Mars, wo den Roten erzählt wird, dass sie die Pioniere wären, um den Mars für die Menschen bewohnbar zu machen, doch in Wahrheit ist alles anders und die Goldenen, die so etwas wie der Adel sind, genetisch vollkommen, leben bereits hier. Es ist eine typische Dystopie mit dem Thema Unterdrücker, Rebellion, Klassenunterschiede und Lügen, aber durch die Thematik Mars und den Ideen des Autors schafft er etwas ganz Eigenes, was mich gut unterhalten und überzeugen konnte. Man lernt mit Darrow nach und nach die Welt besser kennen, aber es bleiben dennoch noch einige Dinge offen. Das Buch konnte mich fesseln und mitreißen, auch wenn es einige Abschnitte gibt, die ein wenig in die Länge gezogen werden, was aber den Unterhaltungswert nicht mindert. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen. Bewertung Ein gelungener Auftakt mit interessanter Kulisse und Setting, welche ab und an ein paar Längen hat, aber mich ansonsten überzeugen konnte, daher gibt es von mir 4,5 von 5 Würmchen

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" In einer Welt , die dich belügt, musst du selbst zum Lügner werden. Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Riten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden- um sie dann vernichtend zu schlagen .." Im Scifi Genre fühle ich mich nicht Zuhause. Aber dieses Buch gibt mir das Gefühl, dass ich genau dort hingehört - dort sein muss. Eine brutale, grausame Welt voller Macht und Intrigen- und ich war Mitten drin und möchte nie mehr abgeholt werden! GANZ GROßES KINO. Ein Spektakel. Ein Genuss. Schweißnasse Hände. Herzrasen. Abhängigkeit. - ich kann euch gar nicht in Worte fassen wie phantastisch ich dieses Buch fand. Angefangen von Charaktern, die sich selbst zu schreiben scheinen, über eine Welt, eine Gesellschaft die erstaunlich und beängstigend ist. Der Autor hat hier nichts komplett Neues entdeckt, aber es zu etwas ganz großem wachsen lassen. Über die anfänglichen Schwierigkeiten, durch zu viele Informationen und Unverständnis, kann ich nur noch lachen, denn ich kann gar nicht genug bekommen. Der Schreibstil des Autors ist so authentisch und dramatisch, dass mir die Spannung ins Blut überging. "Nur noch ein Kapitel" "wirklich nur noch eins" - unmöglich. Der Protagonistin Darrow und ich sind zusammen an unsre Grenzen gegangen. " Wie weit darfst man wie sein Feind werden, seine Spiele spielen, um sie zu vernichten? Wie weit darf ich mich von mir selber entfernen? " Darrow ist so facettenreich und egal wie beängstigend es vielleicht klingen mag, auch in den Minuten voller Hass absolut symphatisch - weil ich jede seiner schwachen, starken, hoffnungslosen und bedrückenden Momente verstehen konnte. Dramatik, Spannung, Action - Scifi, die selbst ich genossen habe gepaart mit einem großartigen Dystopie Feeling machen dieses Buch für mich zu mehr als einem Highlight. Überraschende Wendungen und komplexe Charakter runden für mich dieses Buch perfekt ab! Ich hab das Gefühl süchtig zu sein und Angst davor die Reihe zu beenden- was soll ich danach bloß lesen.. Alle Panem fans sollten einen zweiten Blick riskieren und alle anderen auch ! "Die Menschheit war schon immer versklavt, sagt man. Die Freiheit macht uns zu Sklaven der Lust und Gier. Nimm ihnen die Freiheit weg und gib ihnen etwas anderes.."

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Red Rising Band 1... Nun ja es ist anders. Ein Sci-Fi Roman, welcher mit unverblümter und etwas derber Sprache daher kommt, hat eigentlich einen Pluspunkt bei mir gesammelt. Eigentlich. Erstmal zum Inhalt. Darrow ist Rot, deshalb lebt er sozusagen unter der Oberfläche. Er arbeitet dort, um den Mars für das zukünftige Leben dort vorzubereiten. Jedenfalls glauben das die Roten. Erst nach dem Darrow die Liebe seines Lebens hat sterben sehen, erkennt er, dass er und die ganzen anderen Roten eigentlich die ganze Zeit über belogen wurde. Den es gibt bereits Leben auf der Oberfläche des Mars: die Goldenen. Soweit so gut oder? Wäre da nicht die Sprache. Eigentlich finde ich es sogar gut, wenn Charaktere unverblümt reden. Nur irgendwie ging es mir nach einiger Zeit etwas auf den Keks. Zum einen, weil sich Darrow teilweise wie mein kleiner pubertierender Bruder verhalten hat und zum anderen hat sich die ganze, gut durchdachte Story wie Kaugummi gezogen. Oh und bevor ich es vergesse. Ich bin an manchen Stellen nicht mitgekommen. Auf einmal war da ein Zeitsprung. Mein Fazit zu diesem Buch: Spannende Story, die teilweise zu zäh, (für mich) unübersichtlich stellenweise und langatmig war. Aber dennoch war sie gut durchdacht und auch die Charaktere hatten ihre Ecken. Auch wenn ich nicht zu 100% sondern eher zu 60% überzeugt war (was eher daran liegt, das Sci-Fi nicht unbedingt meins ist), werde ich den zweiten Teil definitiv lesen!

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Mit Red Rising möchte ich euch mein Jahreshighlight 2015 vorstellen. Vorneweg: Dieses Buch ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Es ist mitreißend, brutal, blutig, tiefgründig und absolut packend. Perfekte, moralisch korrekte Helden sucht man hier vergebens. Der Protagonist Darrow ist stur, vom Hass auf seine Peiniger erfüllt und er macht im Laufe der Handlung so einige Fehler, die schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Um sein Ziel zu erreichen kann er schon mal rücksichtslos und egoistisch, fast schon grausam werden. Doch trotzdem versteht man ihn und ich persönlich hab ihn ins Herz geschlossen. Immer mit der Frage im Kopf wie weit man einen Menschen treiben kann. Doch fangen wir von vorne an, denn schon das Setting lässt Red Rising aus der Masse an Dystopien hervorstechen: Die Menschen haben der Erde Lebewohl gesagt und Mond, Mars und weitere Planeten/Monde besiedelt. Das Buch selbst spielt auf dem Mars, unter dessen Erde die Roten in den Mienen schuften, fest in dem Glauben Pioniere zu sein, die den Mars für die kommende Menschheit bewohnbar machen. Was sie nicht wissen: Der Mars ist schon längst von der Oberschicht besiedelt und an der Oberfläche gleicht er mittlerweile fast schon der Erde. Die sogenannten Goldenen, die absolute Oberklasse, haben sich ein Paradies erschaffen, während die Roten unter ihnen sich wortwörtlich zu Tode arbeiten. Im ersten Teil des Buches lernt man diese Welt unter der Erde kennen. Der Leser bekommt gleich die volle Grausamkeit, unter denen die Roten leben müssen, zu spüren. Darrow ist einer der Roten und eigentlich stolz auf seine Arbeit. Er ist mit seinem Leben, trotz der harten Arbeit eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden, wäre da nicht seine Frau Eo. Eo ist Darrows ganze Welt, er liebt sie über alles, doch Eo will mehr als das Leben unter der Erde, mehr als die Knechtschaft unter den Goldenen und versucht immer wieder aus Darrow ein Rebell zu machen. Mit ihrer letzten folgenschweren Handlung gelingt ihr das auch und Darrows Leidensweg bez. sein Rachekampf beginnt. Wenn man nun gedacht hat der erste Teil des Buches wäre hart, dann muss man im zweiten Teil schnell feststellen, dass er im Grunde ein Zuckerschlecken war. Denn sobald Darrow in die Welt der Goldenen eintritt, nimmt die Handlung stark an Fahrt auf, sie wird kälter, grausamer, blutiger. Zugleich gewinnt sie aber auch an Komplexität. Darrow ist besessen von seiner Rache. Sie ist das Einzige was ihn antreibt. Moral verschwimmt in diesem Buch. Pierce Brown erschafft einen Weltenentwurf, in dem es kein schwarz und weiß gibt, sondern nur Grautöne. Die vermeintlichen Helden zeigen ebenso Züge von Grausamkeit, wie die Feinde und Antagonisten auf einmal Mitgefühl, Ehre und Freundschaft aufweisen. Dieses Spiel mit den Grundwerten, das Verschwimmen von gut und böse ist es, was den Roman so unglaublich packend macht. Hinzu kommen noch eine gute Hand voll Strategie innerhalb der Handlung. Ich kann verstehen, dass manche Leser, diese als recht langatmig und langweilig empfinden, ich fand sie aber sehr bereichernd, da es dadurch nicht nur ein sinnloses Gemetzel wurde. Es wirkte realistischer, als wenn alle sofort aufeinander losgehen würden um sich den Kopf einzuschlagen. Auf die Handlung selbst möchte ich jetzt nicht weiter angehen, denn die Überraschungsmomente sind gut gesetzt und ich möchte sie euch nicht verderben. Einen weiteren Punkt, der mich begeistert hat, möchte ich aber noch anmerken bevor ich zum Schreibstil komme: die Sache mit der Rebellion. Zu jeder Dystopie gehört eine Rebellion und auch wenn bei Red Rising weitere Elemente des Sci-fi und in meinen Augen auch Fantasy mitschwingen, hat auch Red Rising eine Rebellion vorzuweisen. Das tolle daran ist die Art und weise, wie diese Rebellion plant vorzugehen: Sie hat einen Plan entwickelt, der sich über mehrere Jahre hinzieht. Das finde ich klasse, denn seien wir doch mal ehrlich: ein grausames elitäres Regime, das seit Jahrhunderten an der Macht ist, stürzt man nicht mal eben mal in ein paar Monate. In vielen Dystopien ist die Rebellion schon in ihrer Endphase der Vorbereitung und man bekommt als Leser quasi nur den Höhepunkt, den Abschluss mit. Bei Red Rising steigen wir in einer früheren Phase ein und das hat mir sehr gut gefallen. Als letzten Punkt möchte ich noch etwas zum Schreibstil sagen. Ich hab schon bei mehreren Rezensionen gelesen, dass manche nicht so gut damit klar kamen. Der Stil ist kurz, prägnant, mit weniger Dialogen. Er ist rau beschönigt nichts und passt damit für mich hervorragend zum Buch. Ich hatte keinerlei Probleme, nicht mal zum Start hin. Fazit: Dieses Buch lässt einen nicht mehr los. Sicherlich ist es, dank der Brutalität und des Schreibstiles nicht jedermans Geschmack, aber wer Lust hat auf ein Buch fernab des Mainstreams voller Spannung, Antihelden und einer komplexen Welt, für die ist Red Rising ein Muss.

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Im Roman Red Rising von Pierce Brown, erschienen im Heyne Verlag, befinden wir uns auf dem roten Planeten Mars. Der junge Protagonist Darrow ist der Klasse der Roten zugeordnet und sorgt dafür, dass der Mars eines Tages bewohnbar wird. Als Mienenarbeiter ist er ein elementar wichtiger Aspekt im Terraforming Prozess, um die Marsoberfläche für spätere Generationen bewohnbar zu machen. Dieses Bild wird den sogenannten Roten, welche ihr kurzes Leben als Mienenarbeiter unter der Marsoberfläche in unbenkbar unwürdigen und brutalen Bedinungen verbringen, seit frühester Kindheit vermittelt. Doch Darrows Frau Eo träumt von mehr. Sie will nicht nur als Schlachtfieh bis zum Tod für die Marserschließung schuften, sondern sich von dieser Unterdrückung befreien und nach deutlich mehr streben. Dieser Freiheitsgedanke führt letztendlich aber zu einem Märtyrertod von Eo, in Folge dessen Darrow komplett aus der Bahn beworfen wird. Wenig später wird sein bisheriges Leben auf brutale Art und Weise erneut erschüttert, denn er entdeckt die Wahrheit hinter der Unterdrückung auf dem Mars. Die Geschichte, die den Roten erzählt wird, ist erlogen. Der Mars ist erschlossen und das bereits seit Jahrhunderten. Mithilfe einer Widerstandsgruppe nimmt Darrow den Kampf auf sich, erduldet unsägliche Qualen und schleust sich in die Akademie der Führungsriege des Mars ein. Ein intrigantes Spiel voller Gefahren beginnt und Darrow wird vor Herausforderungen gestellt, die weit über das Können eines Roten hinauszugehen scheinen. Red Rising von Pierce Brown hat es faustdick hinter den Ohren. Ich bin absolut beeindruckt, was für eine grandiose und unterhaltsame Geschichte uns der Autor dieses Trilogieauftakts präsentiert. Das Wordbuilding ist gigantisch und atemberaubend und gewinnt sukzessive von der ersten Seite an Komplexität. Das Setting dieser Geschichte ist für meinen Geschmack wirklich innovativ. Zwar ist die Handlung in einem SciFi-lastigen Szenario verankert und spielt viele hundert Jahre in der Zukunft und auf dem Mars und doch hat es der Autor geschafft, ein paar mittelalterliche Aspekte in diese Geschichte hineinzuweben. So geht es u.a. im Verlauf von Red Rising darum, Bündnisse zu schmieden, Schlachten zu schlagen, zu intrigieren oder die Burgen des Gegners im Rahmen einer sehr verzweigten Prüfung zu erobern und das in einer steten Überwachung durch die Prüfer. Darrow, welcher aus der niedersten Klasse von allen existierenden Klassen kommt, wird in die bedeutendste Klasse, die der Goldenen, eingeschleust und muss sich fortan großen Herausforderungen stellen. Das gelingt ihm dabei erstaunlich gut und mehr als nur ein Mal wächst er einerseits über sich hinaus während er andererseits des Öfteren mit Verrat und schwierigen Herausforderungen umzugehen hat. Dabei durchlebt er eine enorme Entwicklung, wird zum großen Anführer und Strategen und verliert dennoch niemals sein Ziel und seine Herkunft aus den Augen, weshalb mir Darrow wahnsinnig gut als Protagonist gefallen hat. Die Geschichte ist von Anfang an wahnsinnig spannend und trotz zahlreicher Begriffe und unzähligen Details, die erst einmal für etwas Verwirrung sorgen können, kommt die kontinuierliche Entwicklung der Handlung nicht zu kurz. Die Story wird sukzessive komplexer, die zahlreichen Protagonisten und Charaktere werden vielschichtiger und vieles, was man anfänglich vermutet hat, wird mehr als einmal komplett über den Haufen geworfen. Red Rising besticht mit einer Vielzahl an gekonnt platzierten Wendungen, einer überaus toll durchdachten Geschichte in einem außergewöhnlichen Setting und toppt das Ganze dann noch mit einem sehr amüsanten Erzählstil sowie sympathischen Charakteren, mit welchen man einfach mitfühlen muss, ob man will oder nicht. Abschließend muss ich das wirklich gelungene Hörbuch noch lobend hervorheben. Der grandiose Sprecher Marco Sven Reinbold sorgt dafür, dass der ohnehin schon stimmige Gesamteindruck noch ein wenig verfeinert wird, wodurch ich an Red Rising wahrlich nichts auszusetzen habe. Bei diesem Sci-Fi Abenteuer stimmt einfach absolut alles, von Anfang an! Fazit zu Das Red Rising von Pierce Brown Ein genialer Weltentwurf mit einer Vielzahl an Plot-Twists und großartigen Protagonisten. Ein wahnsinnig gelungener Auftakt in eine der vielleicht besten SciFi-Romanreihen seit Jahren!

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Ich war während des Lesens einfach gefesselt von Pierce Browns Art, die Welt in der Darrow lebt, zu beschreiben. Durch seinen Schreibstil verlief das Lesen oft sehr flüssig. Es wurde erst holprig, als mehrere Charaktere ins Spiel kamen. Ich hatte am Anfang so meine Probleme die ganzen Namen zuzuordnen und habe eine Weile gebraucht, bis ich wirklich durchgeblickt habe. Das macht der Geschichte aber keinen Abbruch. Meine Befürchtung war zuerst, dass ich mich durch den männlichen Protagonisten nicht wirklich in die Geschichte hineinfühlen kann oder das Leseerlebnis dadurch anders ist. Dies kann ich aber nicht bestätigen, zwar ist der Schreibstil dadurch eher rauer und vielleicht auch brutaler, aber trotzdem fesselnd. Ich war sehr gespannt, wie sich Darrow in dem Buch entwickelt. Ich möchte nicht spoilern, deswegen gehe ich hier nicht ins Detail. Fakt ist aber, dass dies ein gelungener Auftakt einer Trilogie ist. Teilweise musste ich echt lachen, über die Wortwahl des Autoren. Gleichzeitig blieb mir aber auch der Mund offen stehen, weil es Szenen gibt, die doch sehr brutal sind. Ich habe durch dieses Buch Sience-Fiction für mich neu entdeckt. Wer es liebt in andere Welten einzutauchen und schon begeistert von Tribute von Panem war, wird sicherlich seinen Gefallen an der Geschichte von Pierce Brown finden. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil und werde ihn sicherlich 2017 lesen.

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