Leserstimmen zu
Doctor Sleep

Stephen King

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Taschenbuch
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Ich habe vor diesem Buch extra den Vorgänger "Shining" noch einmal gelesen. Man sollte die Geschichte aus der Vergangenheit um das Hotel Overlook auch kennen, finde ich, denn in Doctor Sleep nimmt Stephen King immer wieder mal Bezug auf die Handlung. Ich denke nicht, dass man sonst alles ohne diese Details so wirklich verstehen würde. Bei "Shining" hatte ich die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl, ein subtiles Grauen, dass sich durch die ganze Handlung gezogen hat. Hier war das ganz anders und ich würde das Buch eher als Mystery Thriller einordnen, aber was für einer! Spannend von Anfang an, auch wenn es sich erst nach und nach entwickelt - wie man es von dem Autor eben kennt. Aber dafür erwartet einen auch ein intensives und fesselndes Leseerlebnis! Hier geht es ebenfalls um Dan Torrance, den Danny, der damals als Kind die traumatischen Erlebnisse zwar weggesteckt, aber doch nie verarbeitet hat. Sein Leben verläuft in extrem schiefen Bahnen und um die Einflüsse aus der Vergangenheit zu ertragen, flüchtet er beständig vor sich selbst. Während man also den Weg von Dan verfolgt wie er aus der Kindheit herauswächst, lernt man Abra kennen. Sozusagen von Geburt an. Auch sie hat das "Shining", diese hellsichtige Gabe, die ihr Leben allerdings eher beschwert, als erleichtert. Und dann gibt es noch den "Wahren Knoten", eine Gemeinschaft, die sich unscheinbar im Hintergrund hält, aber für ihr Überleben grauenvollen und mörderische Seiten zum Vorschein bringt. Das alles wird wieder einmal perfekt von dem Autor zu einem Gesamtbild verwoben. Man verfolgt die ganze Entwicklung über Jahre hinweg, bis es schließlich in einem nervenaufreibenden Finale endet. Dabei fließen, wie oben erwähnt, auch immer wieder Aspekte aus Dannys Vergangenheit mit ein, das "Shining" als Gabe wird greifbarer und es zeigen sich noch viel mehr Möglichkeiten auf, die sich aus dieser Fähigkeit ergeben. Gerade die Verbindung zwischen Dan und Abra fand ich total faszinierend und auch wenn er in seinem Leben einiges verbockt hat, ist er im Grunde seines Herzens ein anständiger Mensch der alles versucht, um seine Fehler wieder gutzumachen. Die Gemeinschaft, oder die Sekte des "Wahren Knoten" ist ein total interessanter Haufen, vor allem die Anführerin Rose the Hat, ist ein durchtriebenes Geschöpf und treibt ihre Anhänger zu schrecklichen Taten an. Denn dabei geht es um ihr Leben, um ihr Überleben - und ein sehr, sehr langes Leben noch dazu. Aber lasst euch überraschen, wie das alles zusammenhängt, ich möchte nicht zuviel verraten. Die Ideen die King hier wieder aus dem Hut gezaubert hat waren jedenfalls spannend, die Charaktere teils außergewöhnlich aber auch authentisch und haben die Handlung sehr geprägt. Der Autor hat es mal wieder geschafft, einen packenden Sog zu entwickeln, der mich nur so durch die Seiten gejagt hat. Großartig geschrieben und gut durchdacht ist es eine rundum gelungene Fortsetzung zu Shining, aber auch eine ganz eigenständige und andere Art der Inszenierung. © Aleshanee

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Abrakadabra

Von: wal.li

30.07.2017

Was geschah mit Danny Torrance als er die Ereignisse im Overlook-Hotel in Colorado um Haaresbreite überlebt hatte? Er wollte nie werden wie sein Vater. In gewissem Maße trat er doch in dessen Fußstapfen. Sein unstetes Leben bekam erst einen Ruhepol als er das Städtchen Frazier erreichte mit seiner Miniatur-Welt und dem Hospiz, in dem er eine Anstellung fand. Das Shining hat er fast vergessen, nur noch für die Sterbenden setzt er es ein. Sein verborgenes Leben bekommt jedoch erste Risse als Abra Kontakt mit ihm aufnimmt. Ihre Fähigkeiten übersteigen seine schon in ihrer Kindheit und sie scheint immer stärker zu werden und damit gerät sie in große Gefahr. Wie eigentlich häufig beginnt auch dieser Roman Stephen Kings, mit dem er Aufschluss gibt über das weitere Schicksal von Danny Torrance, mit einem eher ruhigen Erzählfluss. Danny, der von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht wird, lernt langsam, sich von ihnen zu befreien. Was wie ein positiver Start ins Leben wirken könnte, endet jedoch zunächst mit der nicht so schmeichelhaft Erkenntnis, dass doch etliches von seinem Vater in ihm steckt, insbesondere dessen Hang zur Alkoholsucht. Nach einem einschneidenden Erlebnis gelingt es Dan, sein Verhalten zu ändern und nach einigen Jahren des Nomadenleben, findet er Halt in seiner Arbeit im Hospiz und schafft es mühsam dem Alkohol abzuschwören. Wenn der Autor allerdings sein Fährten ausgelegt und die Routen auf seinem Plan markiert hat, ist die Spannung kaum noch auszuhalten. Dabei schwankt man bei denen, die Gefahr bedeuten, zwischen angewidert sein und Mitgefühl hin und her, während man zwar ganz auf der Seite der Guten ist, deren Zorn aber doch manchmal zu fürchten beginnt. Stephen King ist ein Meister der vielschichtigen Geschichten, ein genialer Dirigent seiner Figuren, er versteht es zu überraschen, das Fürchten zu leeren und sicher auch einige Albträume auszulösen. Doch meist verschafft er seinen Protagonisten einen Blick auf eine hoffnungsfrohe Zukunft, auch wenn möglicherweise im Augenwinkel etwas lauert. Seinem Danny Torrance ist man schließlich ausgesprochen gerne wieder begegnet und man wünscht ihm noch viele fröhliche Geburtstage.

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Toll!

Von: Lee-Lou

06.05.2016

Danny Torrance, bekannt aus dem Weltbestseller "Shining", schafft es gemeinsam mit seiner Mutter aus dem Overlook Hotel zu fliehen und vor seinem besessenen Vater zu entkommen. Jahre später lassen Danny die Ereignisse, die sich im Hotel abgespielt haben, immer noch nicht los, weshalb er in eine Alkoholsucht stürzt. Als Abra mit dem Shining aufwächst, wird eine Sekte auf sie aufmerksam. Eine Sekte, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Kinder mit dieser Fähigkeit zu finden, um an das Shining zu gelangen. Aus diesem Grund wollen Dan und Abra gegen diese Sekte vorgehen und geraten dadurch in Lebensgefahr. Persönliche Meinung: Die Geschichte beginnt drei Jahre nach der Flucht aus dem Overlook Hotel. Obwohl Danny und seine Mutter weggezogen sind, um noch einmal neu anzufangen, sieht Danny immer noch Geister in Form von nackten Frauen, die ihn suchen. Um sich so einen Geist vorstellen zu können, möchte ich auf eine der bekanntesten Szenen aus Shining hinweisen: Dannys Vater betritt ein Badezimmer und sieht eine nackte Frau in der Badewanne sitzen, die ihn anschaut, aus der Wanne steigt, auf ihn zuläuft und beide beginnen sich zu küssen. Bis Dannys Vater in den Spiegel schaut und sieht, dass die Frau, die er im Arm hält, total zerfallen und eigentlich schon tot ist. Diese Szene kann man sich auch auf Youtube anschauen. Ich möchte sie hier jedoch wegen der "Nacktszene" nicht verlinken. Anschließend gibt es einen großen Zeitsprung und man befindet sich im Jahr 2001. Danny (Dan) ist bereits erwachsen und alkoholsüchtig. Um die Sucht des Protagonisten zu beschreiben, nimmt King sich ganze 300 Seiten Zeit. Ich weiß, dass Stephen King seine eigene Alkoholsucht in diesen 300 Seiten verarbeitet, aber mir persönlich war es dann doch etwas zu viel. Ich bin froh, dass dieser Roman ganze 700 Seiten umfasst, sonst wäre es wohl ein ganz schöner Griff ins Klo gewesen. Hat man diese Hälfte hinter sich, geht es erst richtig los. Es wird ungeheuer spannend! Das typische King-Feeling (Jemand, der King bereits gelesen hat, wird wissen, was ich meine) kommt beim Leser ganz extrem an, was es fast schon unmöglich macht, mit dem Lesen aufzuhören. Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört. Hätte ich das nicht getan, würde ich wahrscheinlich die nächsten zwei bis drei Wochen noch an diesem Buch lesen... wenn nicht sogar länger. :D Wieso ich behaupte, dass man ab einem bestimmten Punkt gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann, liegt daran, dass es mir mit dem Hören genauso ging. Für über 20 Stunden Hördauer habe ich 4 Tage gebraucht. Hätte ich nicht noch zwischendurch schlafen müssen, wäre es wesentllich schneller gegangen. :) Aufgrund der wirklich vielen Seiten und der Neugier auf David Nathan - der für die Vertonung von Stephen King Romanen sehr bekannt ist - habe ich mich für das Hörbuch entschieden. Der Auslöser dafür, dass ich nun auch bei Audible einen Account besitze :D Schon seit einigen Monaten höre ich immer wieder in Verbindung mit Stephen King, dass David Nathan klasse sein soll. "Klasse" ist in meinen Ohren völlig untertrieben! Ich fand ihn GRANDIOS!!! Durch die Art, wie Nathan liest, verleiht er dem Inhalt zusätzliche Spannung!

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Es tauchte eine Gruppe Menschen auf, die sich von dem Shining ernähren. Am liebsten haben sie es von Kindern, da dieses am stärksten und reinsten ist. Sie selbst waren nicht wirklich Menschen. Jeder hatte eine Gabe durch das Shining. Der kleine Danny, der dem Overlook Hotel entkommen war, war nun erwachsen und leider hatte er sich eine Sache von seinem Vater abgeschaut. Er war ein Säufer. Ziellos reiste er durchs Land und konnte nie irgendwo richtig Halt machen. Bis er in eine kleine Stadt in den Bergen kam. Er bekam einen Job und trank nichts mehr. Doch nun setzte sich das Shining wieder durch, alles vor dem er weggelaufen war kam zurück und er konnte sich kaum beherrschen. Er wollte alles wieder mit Alkohol verdrängen. Mit Hilfe seiner neuen Freunde schaffte er den Sprung weg von der Sucht. An dem Tag, an dem er seine Entscheidung, Hilfe anzunehmen, getroffen hatte wurde ein Kleines Mädchen geboren. Abra. Auch sie hatte das Shining, doch es war noch stärker als seines. Und genau auf dieses Kind haben es die unmenschlichen abgesehen. Nur Dan kann sie retten, schafft er es? Ich habe Shining noch nicht gelesen. Muss das jetzt aber so schnell wie möglich nachholen. Denn jetzt möchte ich wissen wie es im Overlook Hotel war. Was hat Danny dort alles erlebt? Was war so schlimm das er seinem Vater nacheiferte? Ich muss es wissen. Ich war so geflasht von dem Buch, so viel hatte ich nicht erwarten. Das Buch geht über Viele Jahre. Angefangen wird Kurz nach dem Hotel. Dann kommt ein riesen Sprung und Dan ist erwachsen und wacht neben einer Frau, in einer herunter gekommenen Wohnung, mit ordentliches Gedächtnislücken auf. Anfangs fand ich Dan furchtbar. Er war mir unsympathisch und absolut nur auf sich konzentriert. Doch mit der Zeit wurde er langsam annehmbar. Bis er mir richtig ans Herz gewachsen war. Ich hatte nur eine Frage, bis ca. zur Hälfte des Buches. Warum heißt das Buch Doctor Sleep? Die Antwort darauf müsst ihr schon selbst lesen. Im großen und ganzen war das Buch sehr spannend. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Es ist nicht gruslig und dennoch typisch King.

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Ein Roman, der auch als Taschenbuchausgabe gleich auf den ersten Blick Eindruck macht. Gut siebenhundert Seiten lang, rund ein Drittel mehr als der Vorgänger. Bei jedem anderen Autor würde man mit einem skeptischen Seufzen durchblättern und sich fragen, ob man diesen Wälzer denn wirklich bis zum Ende durchkaut. King-Fans wissen, dass dieser Umfang nicht gleichbedeutend mit ewiger Langeweile sein muss. Tatsächlich nimmt die Handlung schon recht bald Fahrt auf, auch wenn am Anfang nochmals erklärt wird, was denn genau in "Shining" alles passierte. Aber schon nach zwei Seiten geht es weiter, Dick Halloran und manche andere Figur aus dem Vorgänger tauchen kurz wieder auf, und eigentlich ist man da schon längst mitten in der Geschichte. Ein wenig erinnert die detaillierte fiktive Biografie von Danny Torrance an die von Jamie Morton, den King in dem ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit erschienenen "Revival" im wahrsten Sinne des Wortes elektrisierende Abenteuer erleben ließ. Durch den sich unterscheidenden Grundkonflikt kann aber nicht von einer billigen Kopie des eigenen Schaffens die Rede sein. Auch wenn die Kingschen Romane zunehmend dicker zu werden scheinen, ist der Autor erzählerisch in jedem Moment voll auf der Höhe und zieht den Leser wie so oft in seinen Bann. Dafür braucht es gar nicht allzu viele ausufernde Schockmomente oder brutale Cliffhanger. Auch für die scheinbar banalsten Szenen findet King immer wieder starke Wortwunder, für deren Übertragung man vor dem Übersetzer gleichermaßen den Hut ziehen muss. Worauf die Konflikte hinauslaufen ist schon relativ früh klar, dennoch ist der Weg zum fulminanten Höhepunkt sinnvoll angelegt und tatsächlich so gut wie nie langatmig. Dazu tragen auch die oft knackig kurzen Kapitel bei, die kürzesten sind gerade mal eine halbe Seite lang, machen aber deshalb nicht weniger süchtig. Als "Bonusmaterial" enthält diese Ausgabe noch ein Werkverzeichnis des Autors, das die im selben Verlag erschienenen Bücher vorstellt. Seitenzahl: 720 Format: 12,5 x 19,5 cm, Taschenbuch/kartoniert (auch als gebundene Ausgabe erhältlich) Verlag: Heyne

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Meine Meinung Das zweite nun von mir gelesene Buch von Stephen King hat mich enttäuscht. Ich habe bereits den Vorgänger Shining als Film gesehen und mich dann logischerweise sehr auf die Fortsetzung gefreut. Doch - neben dem tollen Cover und dem Plot - war mir dieser ebenfalls fast 700-seitige Schinken viel zu langatmig. King beschreibt optisch jeden Baum drei Seiten lang und lässt Details mit ins Werk hineinfließen, die für den Leser uninteressant und irrelevant sind. King ist detailverliebt, das wissen wir, aber so extrem hätte ich nicht geglaubt. Ein einziges Kapitel handelt davon, wie Danny gerade mit einem Kater aufwacht. Zudem wurde mir Danny so unsympathisch mit seinen Drogen, dem Alkohol und dem Aussehen, wie ihn King beschreibt. Ich bin - ganz ehrlich - enttäuscht. Wären die vielen unnötigen Details weggelassen worden, und hätte King viel mehr aus Danny gemacht, wäre das Buch zum Einem viel dünner und zum Anderen auch viel interessanter geworden. Ich gebe zu, dass ich abgebrochen habe, und werde es zu einem späteren Zeitpunkt natürlich weiterlesen. Sofern sich meine Meinung ändert, werde ich dementsprechend auch die Rezension ändern. Viele Rechtschreib- und Grammatikfehler waren auch enthalten. Fazit Langatmiger und detailverliebter Roman mit einem Protagonisten, der von süß zu unausstehlich geworden ist. Leider keine Empfehlung.

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Stephen King - Doctor Sleep Verlag: Heyne Verlag Format: Taschenbuch Erscheinungsdatum: 15. Juni 2015 Seiten: 720 Preis: 12,99 Klappentext: Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenarien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten? Meine Meinung zum Buch: Der "kleine" Danny aus "Shining" ist mittlerweile erwachsen und nennt sich Dan. Dan vom Alkohol besessen, aber er geht regelmäßig zum Treffen der Anonymen Alkoholiern. Dan hat mittlerweile durch seine Gabe, das "Shining" , seine Berufung gefunden. Er arbeitet in einem Hospiz. Er hilft den Sterbenden mit seiner Ruhe, seinem Wesen und seiner Geduld beim Übergang in die andere Welt. Aufgrund dessen wir er auch "Doctor Sleep" genannt. Dan erhält auf einer alten Tafel Nachrichten. Zuerst weiß er nichts damit anzufangen, bis er per Gedankenübertragung Kontakt mit der zwölfjährigen Abra hat. Abra hat auch das "Shining" und fühlt sich von einer Gruppe verfolgt die ihr Steam, der Hauch dem sie beim sterben ausstoßen würde,um jeden Preis haben möchte. Dadurch gerät auch Dan in deren Visier. Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Ich mag die Bücher von King sehr gerne, aber ich wurde mit "Doctor Sleep" nicht wirklich warm. Zwischenzeitlich wurde es immer mal wieder spannend. Aber leider hielt sich dies nicht über das ganze Buch hinweg. 3 von 5 Büchern

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Grandioses Buch!

Von: Atelier Maikind

16.11.2015

Endlich! Mein erstes Buch von Stephen King. Ja, ich habe einige Jahre gebraucht um endlich auf diesen grandiosen Schriftsteller aufmerksam zu werden, aber naja, wie sagt man doch so schön: Besser spät als nie. Natürlich habe ich, wie es bei meinem Glück so üblich ist, ausversehen mit einer Fortsetzung angefangen. Denn „Doctor Sleep“ ist die Fortsetzung von „Shining“ und diesen ersten Band habe ich natürlich nicht gelesen. Fast, aber wirklich nur fast, hätte ich das Buch genau aus diesem Grund zurückgeschickt, aber dann habe ich einfach so, auf gut Glück sozusagen, angefangen zu lesen. Ich muss zugeben, dass man das erste Buch theoretisch gar nicht gelesen haben muss, um die Handlung zu verstehen. Denn in den circa ersten 100 Seiten wird so ziemlich alles was man wissen muss nochmal wiederholt. Für diejenigen, die den Vorgänger tatsächlich schon kennen, kann das eventuell echt langweilig sein. Für mich war das natürlich alles andere als langweilig. Doch kommen wir zunächst zu den Charakteren. Im absoluten Mittelpunkt steht natürlich Danny. In „Shining“ noch ein kleiner Junge, doch in „Doctor Sleep“ schon erwachsen. Trotzdem hat er mit einigen Problemen zu kämpfen. Er ist rastlos, trinkt gerne Einen zuviel über den Durst und ist anscheinend auch noch chronisch pleite. Er gibt trotzdem nicht auf, sondern arbeitet sich immer wieder hoch. Natürlich gibt es auch hier einige Rückschläge, gerade an den Anfängen des Buches. Ich habe es wirklich genossen zu sehen, wie Dan sich von Kapitel zu Kapitel weiterentwickelt hat. Er ist an seinen Aufgaben gewachsen und hat nicht so schnell aufgegeben, wie ich es anfangs eigentlich erwartet habe. Stephen Kings Schreibstil hielt für mich viele Überraschungen bereit. Allen voran seine wahnsinnig bildhafte Sprache, die mir das ein oder andere Mal Gänsehaut beschert hat. Trotzdem war dieses Buch nicht unbedingt dem Bereich Horror zuzuordnen. Der Schockfaktor kam zwar nicht zu kurz, aber meiner Meinung nach handelt es sich hierbei eher um einen Thriller. Wobei das wiederum Interpretationssache ist. Außerdem haben mir, neben Stephen Kings grandiosem Schreibstil, auch die Charaktere gefallen. Sie waren tiefgründig und gut ausgearbeitet. Ich habe verzweifelt nach einigen Ungereimtheiten bei Danny gesucht, aber bis zum Ende des Buches nicht eine Einzige gefunden. Das deutsche Cover ist dem englischen Original sehr ähnlich. Dafür bin ich dem Heyne Verlag unendlich dankbar, denn das Cover ist einfach genial. Es sieht mysteriös aus und hat mir auf den ersten Blick Lust aus diesem Buch gemacht. Die Schrift hebt sich vom Hintergrund ab, ohne den dunklen und geheimnisvollen Effekt zu zerstören. Außerdem setzt sich das Thema über die Rückseite und den Buchrücken fort. Fazit: Mein erstes und hoffentlich nicht letztes Buch von Stephen King! Es war weitaus besser als ich es mir erhofft hatte. Volle Sternenzahl für dieses Meisterwerk! ★★★★★

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