Leserstimmen zu
Komm, wir machen Yoga!

Sonja Zernick-Förster

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“Komm, wir machen Yoga!” von Sonja Zernick-Förster aus dem Südwest Verlag überrascht mit einer völlig neuen Methode des Yogas: Partnerübungen für Eltern und ihre Kinder. So wird Yoga zur Quality-Time für die ganze Familie. Viele Bilder, bunte, warme Farben, kindgerechte Illustrationen nehme ich beim ersten Durchblättern wahr. Die mitwirkenden Eltern und ihre Kinder scheinen viel Freude beim Ausführen der Übungen zu haben und mit Eifer dabei zu sein. Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin ihren Weg zu diesem ganz eigenen Yogastil und stellt auch dar, wie sich dieser von anderen Richtungen des Yoga unterscheidet. Hier hebt sie auch hervor, dass es nicht darum geht die Haltungen möglichst korrekt oder gar perfektionistisch auszuführen, sondern darum gemeinsam Zeit zu verbringen. Auch am Beispiel ihrer eigenen Kinder beschreibt sie, wie Kinder vom gemeinsamen Üben profitieren können – wenn beispielsweise Kinder über 8 Jahre die körperliche Nähe zu den Eltern genießen, diese aber im Alltag nur selten einfordern würden. Nach vorbereitenden Hinweisen zu den benötigten Materialien, Räumlichkeiten und Rahmenbedingungen folgen die 8 themenbezogenen Einheiten. Diese sind zum einen durch Fotos der Haltungen und durch Illustrationen begleitet. Die kindgerechten Bilder und Zeichnungen entführen die kleinen Yogis in die, von der Autorin geschaffene Zauberwelt. Die Themen wie Zauberwelt, Zauberschloss, Drachenjagd und Hexenkessel sprechen Jüngere wie Ältere und auch Jungen und Mädchen gleichermaßen an. Bei den einzelnen Haltungen wird auf Sanskritbezeichnungen verzichtet und eine einfache, für Kinder verständliche Sprache verwendet. Es wird die Ausführung der Übung und die Wirkung erklärt. Bei den Übungen sind meine persönlichen Highlights ganz klar das “Wurzelgewirr”, die “Spinne” oder die “Zauberpunschmassage”. Es handelt sich also nicht unbedingt um klassische Asanas aus dem Hatha Yoga, sondern kindgerechte Adaptionen. Die Übungen forcieren das gegenseitige Berühren, Halten, Unterstützen und somit das “sich, auf den anderen einlassen und vertrauen” können. In Teil Zwei des Buches werden Übungen für den Alltag vorgestellt. Diese sind nicht nur ganz praktisch gedacht – wenn das Kind schon länger an den Hausaufgaben am Schreibtisch sitzt, sondern auch gegen das eine oder andere kleine Wehwehchen. Ich kann mir gut vorstellen, die einzelnen Übungen als Rituale, zum Beispiel vor dem Zubettgehen, in den Familienalltag einzuflechten. Die Autorin ist nicht nur selbst Yogalehrerin sondern auch Erzieherin und Initiatorin eines besonderen und einmaligen Projekts in Deutschland: Ein Kindergarten mit dem Schwerpunkt Yoga. In ihrer eigenen Yogaschule in Hannover und ihrer mobilen Yogaschule für Kindergärten und Schulen unterrichtet sie Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Das Partneryoga für Eltern und Kinder steht auch im Mittelpunkt, bei den von ihr durchgeführten Yogaferien für Familien. Für mich ist die Besonderheit des Buches ganz klar, dass es sich hierbei um kein “normales” Kinderyogabuch handelt, sondern das ausschließlich Partnerübungen vorgestellt werden. Dieser Fokus auf das gemeinsame Yoga üben ist das Wertvolle, das dieses Buch vermitteln will. Als Pädagogin finde ich es ebenfalls vorstellbar, die Übungen nicht nur zuhause mit den Kindern durchzuführen sondern auch in den Schulalltag einzubauen. Das größere Format des Buches liegt gut in der Hand und auch Kinder finden sich im Buch gut zurecht. Die beiliegende Audio-CD ist praktisch, wenn man für die Entspannungsübungen nicht blättern und vorlesen will, sondern sich einfach anleiten lassen möchte. Die Kommentare von Yogaschülern der Autorin verleihen dem Buch Lebendigkeit: Die Art des Unterrichtens von Sonja Zernick-Förster wird so gut vorstellbar und man bekommt Lust, sich für die nächsten Yogaferien anzumelden.

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