Leserstimmen zu
The Cage - Gejagt

Megan Shepherd

The Cage-Serie (2)

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Paperback
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Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten Band der Trilogie. Dementsprechend sind Spoiler die sich auf den ersten Band beziehen nicht ausgeschlossen. Die Grundidee der Story gefiel mir in Band 1 eigentlich ganz gut. Ausschließen, dass das Leben auf der Erde irgendwann nicht mehr möglich ist, kann man es nicht. Vielleicht leben wir irgendwann wirklich nicht mehr auf der Erde sondern woanders. Mich konnte dieser Band leider nicht so überzeugen und fesseln wie der erste. Vielleicht lag es an den Charakteren oder dem neuen Setting. Die Charaktere machen eine Veränderung durch. Was durch die Situation nicht ungewöhnlich ist. Aber manche, vor allem die Protagonistin Cora, nerven mich einfach nur. Zudem fand ich, dass es sich fast nur um die Personen handelte und es nicht wirklich vorwärts ging. Dennoch gibt es viel Action und Neuerungen innerhalb der Gruppe bzw. Der Situation der Gefangenen und der Kindred. Der Schreibstil und die kurzen Kapitel mit den Perspektivenwechsel, lassen das Buch relativ zügig lesen. Fazit Eine solide Fortsetzung, aber für mich nicht komplett Überzeugend 3 von 5 Büchern

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Buchinfo Sie sind dem Käfig entkommen, aber lang noch nicht frei Cora und ihre Gefährten dachten eigentlich, sie hätten das Schlimmste überstanden. Doch sie haben ihren einstigen Käfig nur gegen einen Safaripark eingetauscht. Inmitten von Raubtieren müssen sie sich nun in einer gefährlichen Wildnis behaupten. Immer beobachtet von den geheimnisvollen Kindred. Und auch dem Pärchen Nok und Rolf geht es nicht besser: In einer Art von gigantischem Puppenhaus werden sie Tag und Nacht von ihren Entführern überwacht. Während Leon, der einzige, dem die Flucht gelungen ist, verzweifelt nach Verbündeten sucht, muss Cora sich entscheiden: Kann sie ihrem unwirklich schönen Wächter Cassian, der sie verraten hat, noch einmal trauen? (Quelle: Verlag) Anfang Sechs Schritte lang, sechs Schritte breit. Cora musste ihre Zelle schon hundert Mal durchschritten haben. Es gab keine Uhr. Keine Fenster. Sie hatte nicht den blassesten Schimmer, ob sie seit drei oder dreizehn Tagen eingesperrt war – nicht, dass die Zeit auf der Raumstation auf dieselbe Weise wie auf der Erde verstreichen würde. Meine Meinung Ich liebe Trilogien! Ich habe das Gefühl, dass das genau die richtige Länge für eine Geschichte ist, die mehr als ein Buch umfasst. Natürlich könnte man nun auch sagen, dass wenn man einfach etwas streichen würde, man Dilogien draus machen könnte. Könnte man. Muss man aber nicht. Das Problem an Trilogien ist aber oft, dass Band 1 der absolute Kracher ist, der zweite dann schwächelt und der dritte Teil nochmal ordentlich ausholt. Mir hat der erste Teil ja wahnsinnig gut gefallen. Und tatsächlich fand ich diesen hier jetzt etwas schwächer. Aber das war so verschwindend gering, dass es kaum ins Gewicht fällt. Nach Cassians Betrug hatte sie sich eingeredet, dass jegliche Anziehungskraft verschwunden war. Und dennoch, mochte es nun Wut oder Liebe sein, war es immer nur Cassian, um den ihre Gedanken kreisten. (Seite 96) Der zweite Teil schließt direkt an das Ende vom ersten an. Es ist also gut, wenn man das Wissen des Vorgängers noch parat hat. Sollte man nicht mehr alles wissen, ist es aber auch nicht so dramatisch, da auf wichtige Dinge immer nochmal eingegangen wird. Aber zumindest grob sollte man (noch) wissen wer wie mit wem verbandelt war oder eben nicht. Das erleichtert es einfach. Wie eben beschrieben, schwächelt der zweite Band der Trilogien oft. Aber warum ist das so und hier nun nicht? Häufig wird im mittleren Buch viel aus dem Vorgänger nochmal aufgerollt, wiederholt und erneut durchgekaut. Oder man wird mit unnötigen Informationen zugepflastert, die nichts für die Geschichte tun. Long story short: Es fehlt an Inhalt. Diesem Buch fehlt es aber an (fast) nichts. Es knüpft nahtlos an den kleinen Cliffhanger an, wiederholt sehr kurz die wichtigsten Dinge, die man noch wissen müsste, aber vielleicht vergessen haben könnte und beinhaltet eine eigene Geschichte, die nicht krampfhaft konstruiert wurde, um Seiten zu füllen. Noch dazu ist diese ebenfalls ziemlich spannend, das Buch dadurch wieder ein kleiner Pageturner und auch dieses Ende besitzt einen Cliffhanger. Was mehr als fies ist, da der dritte Teil (wenn ich richtig informiert bin) erst am 08.09.2019 (!!!) auf deutsch erscheint. Ich war schon versucht ihn mir auf englisch zu bestellen - aber zwei so und eins so wollte ich dann auch nicht. Also heißt es warten. "Lass nicht zu, dass meine Fehler dich von etwas so Wichtigem abhalten. Ich glaube an dich - an die gesamte Menschheit. [...]" (Seite 103) Wie auch in Teil 1 wechseln die Kapitel wieder zwischen den Sichten der Charaktere hin und her. War mir bei "Entführt" noch Cora am sympathischsten, muss ich sagen, dass ich nun Leon wirklich ins Herz geschlossen habe. Es ist nicht so, dass ich Cora nicht mehr mögen würde, aber es gibt die ein oder andere Stelle, an der mir ihre Handlungen und Entscheidungen nicht so gefallen. Auch macht sie leider keine 'Wandlung' durch. Sie ist weiterhin verantwortungsbewusst und kümmert sich um das Wohlergehen der anderen, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie sich als Protagonist irgendwie weiterentwickelt. Wahrscheinlich ist mir Leon deswegen auch positiver aufgefallen. Er entwickelt sich nämlich. Bloß weil dir jemand sagt, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, bedeutet das nicht, dass dem so ist. Manchmal musst du selbst einen dritten Weg finden. (Seite 267) Ich hatte gehofft, dass ich in diesem Teil etwas mehr von Cassian zu lesen bekomme und man auch etwas mehr über ihn erfährt. Doch dem ist leider nicht so - zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem ich es mir gewünscht hätte. Fazit Auch der zweite Teil weiß absolut zu überzeugen und trumpft nicht nur mit einem anderen Setting, sondern einer fast schon selbstständigen und spannenden Geschichte auf. Ein kleiner Kritikpunkt ist aber, dass sich nur ein Charakter weiterentwickelt und alle anderen mehr oder weniger bleiben wie sie sind. Das ist nicht zwingend schlimm, jedoch hätte ich mehr von ihnen erwartet, wenn sie in solch eine Situation geraten. Die enthaltenen Wendungen geben nochmal richtig Schwung - wer eben noch dein Freund war, hat dich morgen bereits verraten. Wem sollst du noch trauen, wenn alle gegen dich zu sein scheinen?

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Innerhalb einer Trilogie hat es der zweite Band immer am schwersten, das ist allgemein bekannt. Er muss den undankbarsten Job erledigen, indem er den Auftakt, in welchem die neue Welt eingeführt wird und die Handlung an Fahrt aufnimmt, und das große Finale, in dem die Zustände nochmals zugespitzt werden und sich die Handlung ihrem Höhepunkt nähert, bevor sie endet, verbinden muss. Ob „The Cage – Gejagt“ dennoch lesenswert ist, erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Worum geht's? Cora und ihre Gefährten dachten eigentlich, sie hätten das Schlimmste überstanden. Doch sie haben ihren einstigen Käfig nur gegen einen Safaripark eingetauscht. Inmitten von Raubtieren müssen sie sich nun in einer gefährlichen Wildnis behaupten. Immer beobachtet von den geheimnisvollen Kindred. Und auch dem Pärchen Nok und Rolf geht es nicht besser: In einer Art von gigantischem Puppenhaus werden sie Tag und Nacht von ihren Entführern überwacht. Während Leon, der einzige, dem die Flucht gelungen ist, verzweifelt nach Verbündeten sucht, muss Cora sich entscheiden: Kann sie ihrem unwirklich schönen Wächter Cassian, der sie verraten hat, noch einmal trauen? „Die Definition von stur ist zu wissen, was das Richtige ist, es aber trotzdem nicht zu tun, nur um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. […]“ Dieses aus dem vorliegenden Buch stammende Zitat beschreibt ziemlich genau die große Schwäche der Protagonistin Cora, aus deren Perspektive der überwiegende Teil erzählt wird. Mit ihr hatte ich an zahlreichen Stellen ernsthafte Probleme. Ich konnte nur den Kopf schütteln, weil sie in den unpassendsten Stellen dermaßen dämliche und nicht durchdachte Entscheidungen trifft und nicht einmal einsieht, wenn andere Figuren auf die Unüberlegtheit ihrerseits hinweisen, sondern auf ihrer Meinung beharren muss. Cora war mir von vorne bis hinten nicht sympathisch, auch weil sie sehr eingebildet rüberkommt, da sie meint, sie wäre allen überlegen, obwohl offensichtlich ist, dass dies nicht richtig ist. Dass ich mit diesem Kritikpunkt die Rezension begonnen habe, hat einen Sinn, denn nun habe ich beinahe ausschließlich Positives zu dem Buch zu berichten. Um auf die Anfangsfrage zurückzugreifen, kann ich bereits zu Beginn aussagen, dass „The Cage – Gejagt“ seine Rolle als „Lückenfüller“ ausgezeichnet erfüllt, und das liegt an verschiedenen Punkten. Das Buch macht sofort von der ersten Seite an eine Sache völlig richtig: Es führt die Handlung nicht nur weiter, sondern spannt einen eigenen Spannungsbogen, welcher innerhalb der über vierhundert Seiten abgeschlossen wird. Die Autorin verliert dabei die gesamte Grundhandlung jedoch nicht aus den Augen, sondern erzählt diese geschickt weiter. Das Buch hat also innerhalb der kompletten Geschichte eine eigene, die es spannend zu erzählen weiß. Durch den packenden Schreibstil fühlte man sich sofort wieder ins Geschehen integriert. Die Autorin wiederholt geschickt wichtige Handlungsstücke aus dem ersten Band, die für den Fortschritt im zweiten wichtig sind, dass man augenblicklich in der Welt versinkt und das Buch nicht mehr loslassen möchte. Das Szenario ist nach wie vor ziemlich spannend und teilweise sogar erschreckend. Es führt den Leser so weit, sich moralische Fragen über den Wert des Menschen gegenüber anderen Spezies zu stellen. Die Autorin schildert gelungen die Umstände des Ausgangsproblems, sodass man mit den bereits bekannten Figuren, die allesamt – außer der Protagonistin – sympathisch erscheinen, mitfiebern kann. Es gibt einige unvorhergesehene Wendungen, die das Buch zusätzlich abwechslungsreich und spannend machen. Die Autorin schafft es geschickt, den Leser so mit Informationen zu füttern, dass man gar nicht mehr aufhören kann, das Buch zu lesen, sondern es innerhalb weniger Stunden beenden möchte. Das Ende ist jedoch, und das ist ein zweiter, kleiner Kritikpunkt, sehr seltsam gesetzt. Man hätte an einer bestimmten Stelle das Buch gelungen enden können, um den Leser mit Erwartungshaltung dem dritten Band entgegen fiebern zu lassen, aber nein, man muss unbedingt einen neuen Handlungsstrang hinzufügen, der sich merkwürdig abgehackt und „gepfuscht“ anfühlt, und als Leser wird man an einer komplett irrelevanten Stelle aus dem Geschehen entlassen. Es wirkte tatsächlich so, als hätte die Autorin innerhalb eines Satzes keine Lust mehr gehabt, diesen Band weiterzuführen, und hätte es letztendlich auch gelassen – seltsam! Dennoch bin ich gespannt, wie der dritte Band ausfällt und ob er die spannende Handlung gelungen abschließen kann. Wie gut ist es? „The Cage – Gejagt“ hat mir fast besser gefallen als sein Vorgänger, ein äußerst gelungener Folgeband einer vielversprechenden Science-Fiction-Reihe! Einige Kritikpunkte verhindern eine ganz hohe Wertung, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um ein absolutes Lesehighlight handelt.

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Meinung: Ich hätte niemals gedacht, dass ein zweiter Band besser sein könnte als der Erste! Mit „The Cage - Gejagt“ habe ich eine der wenigen Ausnahmen von der Regel gefunden. Die Protagonisten Cora, Nok, Mali, Leon, Rolf und Lucky wurden aus ihrem Gehege entlassen. Mehr oder weniger. Nach der missglückten Flucht von Cora, Mali, Lucky und Leon wurden sie getrennt voneinander auf einem der Kindred-Palenten untergebracht - wo sie sich das erste Mal in der „Jagd-Menagerie“ wieder sahen. Die Lage ist prekär, soll Cora doch unter dem Kommando von Cassian eine Prüfung ablegen, auf die sie eigentlich gar keine Lust hat und die die Menschheit zur fünften intelligenten Spezies erheben soll. Denn Cora besitzt im Ansatz telepathische Fähigkeiten. So, wie ihre Entführer, die außerirdische Spezies der Kindred. Von einem Gefängnis ins nächste überführt, suchen die Freunde verzweifelt nach einem Weg, um zur Erde zurückzukehren. Dabei kreuzen sie den Pfad von Mord und Totschlag, Verzweifelung, Hoffnung, Lügen, Leid, Entwicklung und Liebe. Wem können sie noch vertrauen? Den Mosca, der heuchlerischen Bande von Schwarzhändlern? Dem ersten Aufpasser der Jagd-Menagerie Dane, der mit zwielichtigen Kindred Handel treibt? Oder doch dem Kommandanten der Kindred, Cassian, der Cora verraten und gebrochen hat? All das findet ihr in „Gejagt“ heraus. Wahnsinnig aufregend, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hätte nie gedacht, dass mich Scifi auch irgendwann mal interessieren könnte. Doch The Cage hat mich eines Besseren belehrt, denn der Scifi Anteil ist wirklich minimal. Alles andere ist dysoptisch und fantastisch aufgebaut. Gefangen in der Raumstation auf einem Planeten fern des üblichen Universums werden die normalen Möglichkeiten zu Unmöglichem verwischt. Sprengfallen in Entsorgungsschächten, Würfel, die Telekinese verstärken, Raumschiffe, die ewige Rotationszyklen brauchen, um von Punkt A nach B zu gelangen. Waffen, die nur per Gedankenkraft gesteuert werden, maskierte und demaskiere Kindred, bei denen man nicht weiß, auf welcher Seite sie stehen. Cora ist eine Kämpfernatur. Lucky, die moralische Instanz. Rolf, das Genie. Nok, die Intrigantin. Mali, die Kindred-Influencerin. Und Leon, der starke Löwe ohne Skrupel. Das Zusammenspiel der Protagonisten ist atemberaubend und fesselnd. Ich freue mich schon tierisch auf Band 3, der leider erst im Herbst 2018 erscheint. 🌺 Fazit: 🌺 Mit „Gejagt“ ist der Autorin eine Fortsetzung gelungen, die unendlich viele neue Wege aufweist. Neue Planeten, neue Verfahren, neue Richtungen, die die Protagonisten einschlagen können. Die Erweiterung des Bewusstseins der Menschen, wer ist Freund, wer Feind - und der Nervenkitzel jederzeit entdeckt werden zu können - machen „Gejagt“ zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Und vergebe volle 5 von 5 Sterne.

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Spannende Fortsetzung

Von: Jutta aus Herne

04.11.2017

Nachdem Band 1 dieser Dystopie-Reihe schon sehr spannend war und auch mal ein bisschen was anderes als die bisherigen Dystopien, musste ich natürlich auch Band 2 lesen. Stand in Band 1 noch das Verhältnis der Gruppe als Gesamtheit zueinander im Vordergrund, geht Band 2 stärker auf die einzelnen Figuren ein. Ein großer Teil der Handlung befasst sich mit dem Thema : Wem kann man vertrauen ? Was zerstört Vertrauen ? Und was kann man wieder hinkriegen ? Die Hauptperson Cora hat sich im Vergleich zu Band 1 doch deutlich verändert. Bedingt durch den Verrat ist sie arg verunsichert und zweifelt. Und nicht immer ist alles wie es auf den ersten Blick erscheint. Andere sind bei genauerer Betrachtung deutlich netter, als es den Anschein hat. Das Buch war sehr temporeich und an keiner Stelle langweilig. Ein Mittelband einer Trilogie, die die Geschichte fortführt, etwas vertieft un den Weg ebnet für Band 3. Ich bin schon sehr gespannt auf das Finale im nächsten Band.

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Inhalt Nachdem es der Gruppe um Cora gelungen ist aus dem "Gehege" zu fliehen, werden sie recht schnell von den Kindred abgefangen und auf deren Station in verschiedene "Menagerien" verschleppt, wo sie in Simulationen verschiedener Umgebungen der Erde (z.B. einer Bar) wie Schauspieler verschiedene Aufgaben bewältigen müssen - Tag für Tag aufs neue. Leon gelingt es, innerhalb der Station unentdeckt zu bleiben und nach und nach seine Freunde zu lokalisieren. Sie schmieden einen Plan, um von der Raumstation verschwinden und einen Weg zurück zur Erde zurückfinden können - denn: So hoch wie ihnen angegeben wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, das es den Planeten nicht mehr gibt, anscheinend gar nicht. Die Kindred scheinen die Jugendlichen absichtlich angelogen zu haben - aber warum, wenn sie doch die Menschheit eigentlich vor ihrer Vernichtung bewahren dürfen? Und auf welcher Seite steht eigentlich Cassian, ihr Hüter, für den Cora seltsame Gefühle zu entwickeln beginnt? Cora wird, kurz bevor sie daran sind, wirklich aufzugeben, vor eine Alternative gestellt: Anscheinend kann sie bei einem Test teilnehmen, der allen intelligenten Rassen beweisen soll, dass die Menschheit es wert ist, unter ihnen aufgenommen zu werden. Doch sie traut dem Frieden nicht..... Beurteilung Wir wechseln im zweiten Band "Gejagt" den Schauplatz - wie oben schon beschrieben, wurde das "Gehege", das für die sechsköpfige Gruppe entworfen wurde, aufgegeben, und alle befinden sich nun auf der Station der Kindred. Die wenigen Beschreibungen, die wir von der Technik und der Örtlichkeit bekommen, sind leider nicht sehr genau, so dass man sich, bis auf wenige Ausnahmen, leider kein allzu genaues Bild machen kann. Trotzdem ist es sehr spannend, faszinierend fand ich vor allem den Ideenreichtum, den die Autorin beim Entwurf der verschiedenen Menagerien entworfen hat. So etwas habe ich wirklich noch nie gelesen - tolle Idee, die zwar eigentlich sehr makaber und menschenunwürdig ist (hoffentlich müssen wir so etwas nie erleben), aber total spannend zu lesen. Die Handlung hat sich für mein Gefühl sehr viel rasanter entwickelt als im ersten Band, und dadurch, das die Jugendlichen getrennt wurden und in verschiedenen Ausgangssituationen weitermachen, wird das ganze auch noch ein Stück komplexer, da die verschiedenen Handlungsstränge parallel laufen und erst nach und nach wieder verknüpft werden. Vom Schreibstil und Erzählfluss her bleibt sich die Autorin treu, man fliegt sehr leicht hindurch und es ist sehr ausgewogen zwischen "zu oberflächlich" und "zu verschachtelt" - sagen wir mal, leicht verdaulich :-) Und auf jeden Fall eben auch auf jüngeres Lesepublikum zugeschnitten. Wir bleiben auch hier von Romantik verschont (dieser Hinweis für alle Anti-Liebesgeschichten-Gesinnten) - eine angenehme Abwechslung innerhalb des Genre, auch wenn auch hier einige nicht ganz keusche Szenen nicht ausbleiben, aber die sind wirklich sehr rar gestreut. Die Protagonisten sind weitgehend die gleichen, bis auf wenige Nebencharaktere, die noch dazukommen, aber keine allzu großen Rollen spielen, also treffen wir hier hauptsächlich auf Bekannte aus dem ersten Band, so dass wir niemand mehr neu vorstellen müssen. Fazit: Das Niveau aus Band 1 konnte gehalten und sogar gesteigert werden - auch "Gejagt" bekommt daher von mir 5 von 5 Rezisternchen.

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Nachdem ich Band 1 verschlungen hatte und von der außergewöhnlichen Geschichte total begeistert war, musste ich den zweiten Band einfach lesen. Als ich das Buch dann endlich in den Händen hielt hatte ich auch noch sehr gute Erinnerungen an die Story und konnte ohne Probleme in die durchaus skurrile Welt der Kindred eintauchen. Das Buch hat wieder einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich in einem sehr zügigen Tempo durch die Geschichte getragen hat. Auch in diesem Band gefällt mir das von der Autorin geschaffene Setting sehr gut. In Band 1 sind eine Gruppe von sechs Jugendlichen, Cora, Mali, Lucky, Nok, Leon und Rolf, aus einer künstlich für sie hergestellten Welt unter einer Kuppel geflohen. Diese Kuppel wurde von den Kindred, einer hochintelligenten Spezies überwacht. Leider gelang den Freunden die Flucht nicht so richtig, denn einzig Leon konnte Abstand zu den Kindred gewinnen. Die anderen wurden wieder eingefangen und nun in einem Safaripark sowie in einem riesigen Puppenhaus weiter beobachtet. Die Autorin beschreibt hier sehr anschaulich die einzelnen Schauplätze des Geschehens, sowie die Atmosphäre, sodass man ein gutes Gefühl für die Situationen bekommt und man noch näher am Geschehen beteiligt ist. Natürlich denken alle weiterhin an Flucht, auch wenn sich dies als schwieriges Unterfangen darstellen sollte. Denn dazu müsste Cora, Cassian, einem hohen Kindredoffizier erneut vertrauen, obwohl ihre Flucht nur durch seinen Verrat misslang. Das Motiv des Vertrauens steht in diesem Band ganz klar im Vordergrund. Kann Cassian Coras Vertrauen wiedererlangen, nachdem er sie so hintergangen hat? Und was ist mit Leon, der schon immer ein unberechenbarer Charakter war? Würde er sie im Stich lassen oder hilft er bei der Flucht? All diese Fragen stehen im Fokus dieses Bandes. Zudem geht es, im Gegensatz zum ersten Band, wo noch die Gruppeninteraktion im Vordergrund stand, nun in Band 2 verstärkt um die einzelnen Charaktere der Gruppe. Cora, Mali und Lucky sind von Nok und Rolf, sowie von Leon auf ihrer Flucht getrennt worden und versuchen nun den Weg wieder zueinander zu finden um ihre Flucht fortzusetzen. Die Kapitel sind dabei immer abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Figuren geschrieben, sodass man einen guten Eindruck von allen Charakteren bekommt und ihre Persönlichkeit auch ein bisschen näher kennenlernt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand dabei trotzdem nach wie vor Cora, die Protagonistin. Ich mochte sie in Band 1 eigentlich sehr gerne, denn sie war mir sympathisch und zeigte sich kämpferisch. In diesem Band merkt man aber nun, wie sehr sie der Verrat von Cassian eigentlich mitgenommen hat. Und das geht leider, wie ich finde, sehr auf Kosten ihres Charakters. Sie wirkte viel unsicherer und leichtsinniger und handelte alles andere als besonnen und durchdacht. Dagegen mochte ich Figuren wie zum Beispiel Leon, der eigentlich alles andere als ein Sympathieträger ist, plötzlich sehr gerne. Denn er zeigt im Laufe der Geschichte wie er eigentlich auch sein kann und was hinter seiner harten Schale so alles verborgen ist. Mit dem Verlauf der Geschichte bin ich, dafür dass es ein zweiter Band einer Trilogie ist, eigentlich ganz zufrieden. Es gab immer mal wieder spannende Momente und Handlungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Was ich allerdings schade fand, dass das Erzähltempo an einigen Stellen einfach völlig rausgenommen wurde und einige Kapitel, besonders im mittleren Teil der Geschichte, sehr langatmig waren und sich wie Kaugummi zogen. Wenigstens hatte das Ende noch einmal einen Spannungshöhepunkt, der mir sehr gut gefiel. Mein persönliches Fazit: Eine gelungene Fortsetzung einer Jugenddystopie, die eine originelle Storyidee verfolgt. An sich war die Geschichte, trotz einiger langatmigen Kapitel spannend, und ich bin jetzt gespannt auf Band 3, weil ich wissen will, wie diese Geschichte zu Ende geht. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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The Cage

Von: Jasmin

27.08.2017

Als sie die Hand vom Fenster nahm, blieb ein feuchter Abdruck ihrer Finger auf dem Glas zurück, bevor auch dieser verschwand. Fünf graue Flecken gegen die Dunkelheit. Fünf Sterne gegen einen dunklen Himmel. Fünf Noten, die der Beginn eines Lieds sein könnten. Aber nicht so dumm, dachte sie entschlossen, zu glauben, wir wären weniger wert als sie. Ich war so wahnsinnig gespannt, auf dieses Buch, da mir der Auftakt der Reihe schon so wahnsinnig gut gefallen hatte! Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als ich es vom Verlag gestellt bekommen habe – vielen Dank dafür! Die Thematik und der Aufbau der Geschichte treffen genau meinen Geschmack. Jedoch passiert hier, was meistens mit Fortsetzungen in diesem Genre passiert. Es kann mich leider nicht mehr ganz so fesseln und begeistern, wie der erste Band. Woran es liegt? Das Setting ändert sich. Nach dem typischen Schema (gar nicht negativ gemeint), wird man im ersten Band in die neue Welt/Gesellschaft eingeführt. Alles ist neu und Überraschungen erwarten einen an jeder Ecke. Im zweiten Band hingegen wird meistens kein großes Augenmerk mehr auf die Welt gelegt, sondern auf die Probleme, die sich den Protagonisten stellen müssen. Was natürlich überhaupt nicht verkehrt ist, aber manchmal läuft man dann halt in die Gefahr, dass es nicht mehr ganz so sehr begeistern kann. Jetzt war es aber keinesfalls so, dass die Geschichte keine Spannung aufgebaut hätte, sie wurde nur einfach ein bisschen verschoben und konnte so – meinen persönlichen Geschmack – nicht mehr ganz treffen. Die Charaktere haben zum Teil einen großen Wandel durchgemacht, wie man es auch erwartet. Allerdings gefiel mir die Richtung, die Cora eingeschlagen hat nicht ganz so gut. Immer noch hin und hergerissen zwischen Leon und dem Kindred Cassian, weiß sie eigentlich selbst nicht genau, was sie möchte. Ich weiß, ein Klischee, mit dem man mittlerweile leben können sollte, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie keinen von beiden überhaupt wirklich möchte, sondern…ja keine Ahnung. Ihr langweilig ist? Sie nur versucht, das Beste für sich herauszuschlagen? Vielleicht einerseits nachvollziehbar, andererseits ein Charakterzug, der bei mir nicht auf große Zustimmung trifft. „Du musst nichts erklären.“ Seine Stimme klang nicht aufgebracht. „Es liegt an diesem Ort. Es liegt daran, so weit von zu Hause weg zu sein und niemanden mehr außer uns zu haben.“ Überraschenderweise sympathisiere ich mittlerweile am meisten mit Leon, obwohl er am Anfang einer der Charaktere war, die sich überhaupt nicht fügen konnten und am egoistischsten gehandelt haben. Zum einen hat aber auch er sich geändert – außerdem weiß ich bei ihm, woran ich bin. Der flüssige Schreibstil und die eher kurzgehaltenen Kapitel haben aber für ein schnelles Lesetempo gesorgt und die Aufteilung, aus verschiedenen Sichten der Charaktere, die Geschichte zu erleben für Abwechslung. Es gibt neue Herausforderungen und viele Rätsel, an dessen Lösung man immer näher herangeführt wird, auch wenn immer noch viele Fragen offen bleiben. Vor allem der pragmatische Umgang der Kindred – keine emotionalen Entscheidungen und ein strukturiertes Vorgehen fand ich sehr interessant. „Die Logik?“, wisperte Lucky. „Nein. Wir sind keine Kindred. Wir geben nicht auf, wenn uns etwas am Herzen liegt. Unser Platz ist dort. Es ist unsere Sache.“ FAZIT Eine solide Fortsetzung, die mich zwar nicht unbedingt enttäuscht hat, aber in meinen Augen auch nicht mit dem ersten Band mithalten konnte. Man erfährt mehr über die Kindred und auch den anderen „Rassen“, die neben den Menschen noch Leben und kann sich ein besseres Gesamtbild verschaffen. Ich bin wirklich gespannt, in was für eine Richtung sich das Finale wenden wird, und welche Entscheidungen die Protagonisten letztendlich treffen werden.

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