Leserstimmen zu
Steelheart

Brandon Sanderson

Die Rächer (1)

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Taschenbuch
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Selbst der Stärkste Gegner ist Verwundbar "Nichts ist mehr, wie es einmal war: Die Welt wird beherrscht von den Epics. Menschen mit Superkräften, die sich über jedes Gesetz stellen. In Chicago hat ein besonders mächtiger Epic namens Steelheart seine Herrschaft errichtet und verbreitet Furcht und Schrecken. Er glaubt sich unbesiegbar - doch er hat nicht mit David gerechnet. Denn für den Achtzehnjährigen zählt nur eins: Rache an Steelheart für den Tod seines Vaters und Freiheit für Chicago! Ein Plan, der ihm alles abverlangen wird.." Warum hat mir nicht schon viel früher jemand Brandon Sanderson empfohlen ? Warum ist mir dieser begnadete Autor so lange entgangen ? Diese Fragen stelle ich mir seit ich Steelheart beendet habe und verfluche mich insgeheim dafür, dass mir seine Werke so lange entgangen sind. Denn Herr Sanderson schreibt nicht nur wahnsinnig intelligent und hat einen außergewöhnlichen Humor - nein, er begeistert mich mit einer Neuen Idee, einer spannenden Welt und erschafft auch Charaktere, die das Potenzial zu All Time Favoriten haben. Eine Story in der die eigentlichen Superhelden die Bösen sind und die tatsächlichen Helden über keine besonderen Kräfte verfügen - habe ich zwar nicht gesucht, aber jetzt weiß ich inzwischen, dass ich sie definitiv gebraucht habe. Der Autor konnte mich schon nach wenigen Seiten komplett für sich gewinnen und daran trägt nicht wenig der Protagonist David schuld. David ist klug, in meinen Augen unglaublich witzig und das ohne es sein zu wollen - er ist nicht aufdringlich, nicht wirklich intensiv und doch schafft er vielleicht genau deshalb mehr Eindruck zu hinterlassen, als all die Protagonisten, die nahe zu perfekt sind. David ist ein ganz normaler Mensch - der junge von Nebenan und hat quasi im Sturm mein Herz erobert mit seiner ganz besonderes Art. Und obwohl es mir meist recht schwer fällt mich in männliche Protagonisten hineinzuversetzen - hatte ich bei ihm keine Sekunde ein Problem damit. Das liegt daran, dass Brandon Sanderson seinen Charakteren - ja, nicht nur David - denn er konnte mich mit allen guten , sowie böse Figuren begeistern - wirklich Leben einhaucht. Er haucht einfach der ganzen Welt Leben ein - ich wusste manchmal nicht mehr was Fiktion und was Realität ist - er schafft es die Grenzen zu vermischen und schafft somit ein ganz besonderes Leseerlebnis. Dieses Buch zu lesen hat sich so normal angefühlt - ziemlich schnell hatte ich einfach das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Die Welt wird immer größer und komplexer - man jagt quasi während des gesamten Buches Antworten nach und die Antworten, die Auflösungen sind wahnsinnig intelligent und teilweise komplett überraschend. Spannung ist von Anfang bis Ende vorhanden, aber auch hier nicht zu aufdringlich, nicht zu gewollt - sondern der Autor findet in jeder Situation das richtige Tempo. Über eine Welt zu lesen, in der durch Schrecken und Angst die Menschen beherrscht werden. In einer Welt in der Menschen sich selber aufgeben - keine Hoffnung mehr haben und ihre Stimmen nicht mehr erheben. In der die Technik die Mächtigen noch mehr unterstützt - war erschrecken und beängstigend - aber auch genial und beeindruckend, weil der Autor mit seiner ganz eigene Art auf Probleme hinweist und zeitgleich Hoffnung gibt und den Lesern ganz unaufdringlich wichtige Botschaften mit auf den Weg gibt - den Lesern zum nachdenken anregt. Aufzeigt wie es sein kann, wie es sein sollte und wie es nicht sein muss. Er lässt einfach die Grenzen verschwinden und lässt seine Leser völlig versinken - in seinen, ihren und den Gedanken der Charaktere. Ich erwähnte hoffentlich bereits wie wahnsinnig Intelligent der Autor in meinen Augen ist? " Man darf vor dem , was geschehen könnte, nicht so große Angst haben, dass man nicht mehr handeln kann" Steelheart erzählt eine Geschichte über eine brutale Welt in der es trotz allem Hoffnung gibt. Eine Geschichte mit normalen und trotzdem außergewöhnlichen Charakteren. Brandon Sanderson hat eine Welt erschaffen, die mich komplett für sich eingenommen hat - in der ich völlig aufgehend konnte. Der Autor gibt einem das Gefühl, dass er nicht mutwillig irgendwas versucht - er ist nicht aufdringlich und hinterlässt trotzdem bleibenden Eindruck mit seinem angenehmen Schreibstil, seiner wahnsinnigen Intelligenz, seinem besonderen Humor, seinem Blick für die kleinen Details und die Begabung immer das richtige Tempo vorzugeben. Brandon Sanderson hat einen neuen Fan gewonnen - zwar ziemlich spät, aber ich werde alles nachholen - versprochen! https://bookaholic-solittletime.blogspot.de/

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Zusammenfassung: Zehn Jahre sind vergangen, seit Steelheart Davids Vater getötet hat. Zehn Jahre, in denen sich Steelheart Chicagos bemächtigt und es unbarmherzig mit Stahl überzogen hat. Wer Steelheart ist? Einer der mächtigsten Epics in ganz Nordamerika. Ein Mensch mit Superkräften, wie es seit gut zehn Jahren immer wieder welche gibt. Doch sie sind allesamt böse und grausam. Und genau deshalb will David auch den Rächern beitreten. Den Rächern, die die Epics töten und so nach und nach ausrotten wollen. Und wenn die Rächer ihn erst aufgenommen haben, dann will David Steelheart töten ... Fazit: Wow. Einfach nur - wow. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll zu diesem wahnsinnig tollen Buch, zu dieser unglaublichen Bücherwelt, zu diesen fantastischen Protagonisten. Einfach alles an diesem Buch war einfach nur der Hammer. Und allein die Idee von so etwas wie Anti-X-Men ohne gleich mächtigen Gegenpart ... einfach der Oberhammer. Hier hat mir wirklich alles gefallen. Von der ersten Seite an war ich wie gefesselt an dieses Buch, konnte einfach nicht zu lesen aufhören. Dieses Buch ist hart, totspannend, rasant und einfach nur toll. So toll, dass ich den weiteren Verlauf dieser Trilogie kaum noch abwarten kann!

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Ich frage mich wirklich, weshalb ich so lange für dieses Buch brauchte. Es war von Anfang an nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Eher zeigte sich schon früh, dass es anders sein würde. Die Welt, in der David lebt, befindet sich in einer durchaus möglichen Zukunft, wobei es eine Art Superhelden gibt. Zumindest würde man sie auf den ersten Blick für solche halten. Ein Mann, der Superman ähnlich ist, die Fackel der Fantastic Four, doch auch manche der X-Men erkennt man wieder. Alle zusammen sind wirklich atemberaubend. Wären sie nicht größtenteils böse. Die Geschichte beginnt nämlich mit einem Ereignis aus der Vergangenheit der Hauptperson David, bei welchem Steelheart - ein überaus mächtiger Epic, der in meinem Kopf immer Superman war - seinen Vater und weitere Menschen kaltblutig ermordet. Aus diesem Grund, schwört David Rache zu nehmen. Zu der Zeit jenes Ereignisses, zehn Jahre vor der eigentlichen Handlung, begann die grausame Herrschaft Steelhearts über Davids Heimatstadt, welche nun gänzlich aus Stahl besteht. Nicht nur Steelheart zeigte, wie furchtbar Epics sind. Mir hat wahrlich von Beginn an die Idee gefallen, denn wird hier schließlich gezeigt, dass derartige und große, machverleihende Fähigkeiten - Erschaffen von Illusionen oder Finsternis, Erzeugen von Energie etc. - einen Menschen durchweg verändern können. Außerdem natürlich folgend, dass das typische Bild eines Superhelden nicht gleich eine gute Person bedeutet. Ich fand es auch überaus interessant, wie all die Kräfte gestaltet waren, wie facettenreich, und die dazugehörigen Schwächen. Diese geben der ganzen geschaffenen Welt eine unglaubliche Größe und Tiefe. Die Handlungen und Ereignisse waren wundervoll durchdacht und immer wieder geschah Unvorhersehbares, wobei ich mir die eine große Wendung schon sehr zeitig erdacht hatte (und es in diesem Punkt wie jede Geschichte typisch war, leider, aber man kann hinweg sehen). Dennoch fesselte mich vor allem der Schluss, denn bei David konnte man nie wissen, ob er seinen Gedanken folgte oder nicht. Dies ist ein wirklich guter Aspekt des Buches gewesen, denn bringt einem David die Geschichte sehr nah. Teils wirkt es als spreche er zu dem Leser, denn sind seine Gedanken äußerst aktiv. Damit meine ich, dass man nicht nur Beschreibungen zu der Umgebung und Handlung liest, sondern wie er selbst intensiv überlegt, vor allem über seine Metaphern nachdenkt und dabei immer wieder auf kleine amüsante Ungereimtheiten stößt. Diese können manchmal durchaus nerven, aber größtenteils musste ich über die Vergleiche sehr schmunzeln, ebenso über manche anderen Gespräche. Der Schreibstil war einfach wundervoll, nimmt man auch noch spezifische Ausdrücke der Zukunft hinzu, denn schließlich wird man schon in zehn Jahren nicht mehr die Flüche und Redewendungen benutzen wie heute. So gab es "slontze" (Schlonz) für Idiot gewissermaßen oder "sparks" für etwas wie Ausflüche, beispielsweise Gott oder Oh Mann. Und dann erst die Charaktere. Sie waren so anders auf ihre ganz eigene Art und Weise, auch aufgrund dessen, dass sie sich der Situation entsprechend veränderten. So wird nicht immer ein Witz gerissen, der die Stimmung oder Spannung zunichtemacht. Anfangs und manchmal über das Buch hinweg, empfand ich David zwar als recht nervig und hätte ihn gern einmal geschüttelt, doch fügte sich alles schön gut zusammen. An manchen Stellen zog sich für mich das Buch vielleicht ein bisschen, aber war es wirklich schön zu lesen und nun bin ich auf den Fortgang der Geschichte gespannt, bei dem ich anfangs Zweifel hatte, bezüglich der Dinge, die denn noch geschehen könnten. Das Ende ändert wirklich sehr vieles.

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Stealheart von Brandon Sandersen Heyne Verlag 448 Seiten TB 9,99 € Inhalt: Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen … Meine Meinung: Nachdem der Stern Calamityam Himmel auftauchte ist nichts mehr wie es war.... Es gibt Epics, gute und böse....und die Menschen müssen sich ihren Mächten fügen.... Darunter auch David, dessen Vater von einem Epic getötet wurde als er ein Kind war. Seit dem sammelt er alle Informationen, die er über die Epics finden kann. Er schließt sich zufällig den Rächern an, die gegen die Epics kämpfen und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Neben den Kämpfen beschreibt der Autor die Gesellschaft, deren Umbruch und einzelne kleine Nebenhandlungen sehr gut. Der Leser taucht völlig in die Welt der Epics ein und kann sich kaum vom Buch lösen. David, die Hauptfigur wird sehr detailliert und unheimlich authentisch beschrieben. Er wächst dem Leser ans Herz und seine Beweggründe für jeweilige Handlungen lassen sich gut nachvollziehen. Mir war David sehr sympathisch. Die Wendungen und Handlungen sind unheimlich actionreich und typisch dystopisch. Eine wunderbar spannende Dysopie, die nicht nur durch Action sondern als gesamte Story überzeugt. Firefight, Band 2 Zum Inhalt werden keine detaillierten Informationen folgen, um eventuelle Erstleser nicht zu spoilern!!!!! HC 17,99 € Heyne fliegt 464 Seiten Im zweiten Band rund um die Welt der Epics und David lernt der Leser die Rächer besser kennen und auch diese werden ihm zunehmend sympatisch. Außerdem wird der Leser mehr in die Geschichte der Epics eingeführt und lernt auch diese authentisch kennen, Auch der zweite Band ist unheimlich spannend und rasant. Der Leser fliegt nur so durch die Seiten und erlebt mit David und seinen Freunden viele Abenteuer. Für mich sind diese zwei ersten Bände wunderbar. Ich lese normalerweise weniger Dystopien, doch diese konnte mich wirklich überzeugen und hat mich in ihren Bann gezogen!!!! 4,5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <

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Superhelden kämpfen für das Gute. Sie bieten dem Bösen die Stirn und sorgen für Frieden und Gerechtigkeit. So sollte es eigentlich sein, doch mit Ankunft der Helden beginnt auf der ganzen Welt das Chaos und Tyrannei. Einer der Mächtigsten unter den sogenannten Epics, Menschen mit besonderen Fähigkeiten, ist Steelheart. Unverwundbar, unbesiegbar. Er kann ganze Städte in Schutt und Asche legen und wenn er wütend ist auch diese in massiven Stahl verwandeln. Alles leblose und auch Tote verwandelt er. Letztlich gibt es keinen, der gegen ihn ankommt und so reist er die gesamte Macht über Chicago an sich und verkündet, dass sie ihm gehöre. Hilflos sind die Einwohner Steelheart untergeben und leben in Angst und Schrecken. Nicht jeder gibt sich mit diesem Terrorregime zufrieden, einer von ihnen ist der achtzehnjährige David, welcher als achtjähriges Kind miterleben musste wie der zuvor geglaubte strahlende Held Steelheart seinen Vater tötete. Dabei entdeckte er, dass der unbesiegbare Held doch nicht so unbesiegbar war, wie es zunächst erschien. Sein Vater konnte Steelheart verletzten. Zehn Jahre lang sammelt David Informationen über die Epics zusammen. Ihre Schwächen, ihre Stärken. Sein Wunsch ist es, sich der geheimen Organisation der Rächer anzuschließen um Steelheart und seinen Schergen ein für alle mal das Handwerk zu legen und Chicago aus dem Joch der Unterdrückung zu befreien. Doch um gegen eben diesen übermenschlichen Gegner antreten zu können muss erst einmal ein Plan her. Steelheart war ein wirklich spannendes Buch. Es beginnt schon aufregend und man wird mit der Ankunft der Epics konfrontiert. Übermenschliche Wesen, die selbst einmal Menschen waren und mit der Ankunft eines nicht näher definierbaren Kometen genannt Calamity verschiedenen Fähigkeiten entwickelten. Zum Leidwesen der anderen Menschen. Denn ganz anders als man es von Superhelden gewöhnt ist, setzen sie ihre Kräfte nicht für das Gute ein, sondern zu ihrem persönlichen Vorteil und Vergnügen. Besonders erwähnenswert sind hier die Settings, zwar spielt die Geschichte in Chicago, doch diese Stadt wie wir sie kennen existiert so nicht mehr, denn durch Steelhearts Fähigkeit alles leblose in Stahl zu verwandeln, besteht die Stadt komplett aus diesem Material. Zudem herrschen auch hier verschiedene Schichten der Gesellschaft. Zur untersten gehört der Protagonist David, der trotz seiner gerade einmal 18 Jahren viel erlebt hat und nur von einem einzigen Gedanken angetrieben wird: Rache an Steelheart. Durchaus verständlich. Doch auch ein schwieriges Unterfangen. Ich zumindest konnte seine Beweggründe verstehen und die Tatsache, dass er sich einer Unterorganisation anschließen möchte um diesen Plan zu verwirklichen. Eines Tages trifft er auf die Rächer und wird von heute auf morgen ein Teil dieser Rebellengruppe. Trotz seines Leichtsinnes und dem Geschick nicht nur sich selbst mehr als einmal in brenzlige Situationen zu manövrieren, gelingt es im mit seinem Geschick und Intelligenz ein Mitglied dieser Gruppe zu werden. Anfangs machte mit Davids Ungeschicktheit etwas sorgen, doch das hat sich mit voranschreiten der Storyline gelegt und ich konnte es nicht erwarten was als nächstes passierte, zumal man nicht wirklich sicher sein kann, was David als nächstes aus dem Hut zaubert und auch sein Improvisationstalent zu wünschen übrig ließ. Auch die handelnden Nebencharakter sind besonders erwähnenswert. Geschickt ausgearbeitet beschert Brandon Sanderson Figuren, die einzeln interessant zu betrachten sind, aber auch im Team perfekt und jeder auf seine ganz eigene Art zusammenpassen. Humorvoll, gewieft, geheimnisvoll und interessant, ja so kann man diese Rebellengruppierung nennen. Durchaus von der ersten bis zur letzten Seite spannend erzählt. Verschiedene Charakter die aufeinander Treffen und Science Fiction- Fantasy die sehr gut erzählt wurde und welche durchaus auch seine Höhen und Tiefen besitzt. Sandersons Schreibstil macht es dem Leser zudem auch einfach, der Geschichte zu folgen und ohne großartigen ausschweifende Beschreibungen eine Handlung zu erzählen, der man mit Spannung und Eifer folgen möchte. Action und Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, ergeben ein geniales Buch, dass nicht nur für Fans solcher Lektüren geeignet ist.

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Die Story: Ein geheimnisvoller Stern macht normale Menschen über Nacht zu Superhelden, genannt Epics, die durchdrehen und die Herrschaft an sich reißen. Einziger Gegner auf Seiten der Menschen: die Untergrundtruppe Die Rächer! Auf den Punkt gebracht: Sanderson punktet bei mir mit diesem Trilogie-Auftakt zu hundert Prozent. Der zweite Band Firefight ist ein Muss! In mehr Worten: Der erste Satz: „Ich habe Steelheart bluten sehen.“ Beginnt Ich-Erzähler David Charleston die Geschichte um die Epics und die mutigen Menschen, die sich ihnen in den Weg stellen. David ist neunzehn Jahre alt und hat es sich seit seinem achten Lebensjahr zur Aufgabe gemacht, alles über Epics und ihre Schwächen herauszufinden. Steelheart, einer der mächtigsten Epics, hat Davids Vater kaltblütig ermordet und seitdem vergeht kein Tag, an dem David nicht davon träumt, sich dafür zu rächen. David könnte man glattweg als Nerd bezeichnen und tatsächlich passiert ihm das im Verlauf der Geschichte nicht selten, denn er ist ein ziemlicher Waffenfreak, sozialen Situationen nicht immer gewachsen und „leicht“ obsessiv, wenn es um Epics geht. Doch letztere Eigenschaft gekoppelt mit seiner immensen Beharrlichkeit, verhelfen ihm auch dazu ein Teil der sagenumwobenen Die Rächer zu werden, den einzigen Menschen, die sich gegen die Epics zur Wehr setzen. Die Rächer sind ein zusammengewürfelter Haufen aus einzigartigen Persönlichkeiten: dem sanften Kanadier Abraham, dem skurrilen Schotten (oder war er doch Ire, er scheint sich selbst nicht sicher zu sein!) Cody, der kalkulierenden Tia, der kampferprobten Megan und ihrem mysteriösen Anführer: John Phaedrus, genannt Prof. „Aber selbst ein neunzig Jahre alter blinder Priester hätte bei dieser Frau innegehalten und gestarrt. Blöde Methapher, dachte ich. Daran muss ich noch arbeiten. Mit Methapern habe ich immer Schwierigkeiten.“ S. 34 Sanderson schafft es, David Schwächen und Macken zu geben (er kann einfach keine Metaphern bilden, wie man oben sieht - ehrlich, ich hatte manchmal vor Lachen Tränen in den Augen), ihn zugleich aber als sehr durchsetzungsfähig zu zeichnen, wenn es um sein großes Ziel geht: Steelheart zu töten. Die Rächer und David versuchen sich diesem schier unüberwindbaren Epic in den Weg zu stellen, auch wenn dieser seit Jahren unangefochten über die Stadt Newcago herrscht und alles in Stahl verwandeln kann. Was eine ziemlich coole Gabe ist, wenn man sich ein heruntergekommenes, fast gänzlich aus Stahl bestehendes Chicago vorstellt, bekommt die Story dadurch eine noch bedrückendere Atmosphäre. Doch nicht nur Steelhearts Fähigkeiten sind gut durchdacht und fantasievoll, auch einige der anderen Epics haben interessante Kräfte und ungeahnte Schwächen. Auf beiden Seiten gleicht kein Charakter dem anderen und alle sind so individuell, dass man sie schnell unterscheiden und auch ins Herz schließen kann - wenn man denn möchte. Sanderson verzichtet dabei auf plumpe Schwarz-Weiß-Darstellungen von Gut und Böse, denn jeder Mensch und (vielleicht) auch Epic hat beide Seiten. Fazit: Steelheart ist ein Lesevergnügen, das mal anders daherkommt, als so manches 08-15-Jugendbuch. Ein authentischer Protagonist, der Ecken, Kanten und seine ganz eigenen Vorstellungen hat, keine aufdringliche Liebesgeschichte (von einem Liebesdreieck will ich gar nicht erst anfangen!) und rasante Action machen das Buch zu einem richtigen Lesehighlight.

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Amerika in der Zukunft: Die Welt wird von Menschen mit Superkräften, den sogenannten "Epics", unterdrückt. Niemand weiß, woher diese Kräfte kamen oder welchen Sinn sie haben. Sicher ist jedoch, dass die Menschen in ständiger Angst leben müssen, da die Epics allesamt böse sind und sich jedes Recht herausnehmen können, da sie mächtiger sind als alle anderen. Mord steht an der Tagesordnung. Davids Vater wurde vor vielen Jahren von dem Epic Steelheart, dem neuen, selbsternannten Herrscher Chicagos, getötet, und ist nun auf Rache aus. Er würde alles tun, um Steelheart zu Fall zu bringen und schließt sich deswegen einer Widerstandsgruppe aus dem Untergrund an. Werden sie es gemeinsam schaffen, Chicago von seinem Unterdrücker zu befreien? Das Buch ist ein Science Fiction-Roman, allerdings hatte ich eher das Gefühl, eine Dystopie zu lesen. Das einzige SF-Element ist Calamity, ein rotes Etwas am Himmel. Seitdem Calamity aufgetaucht ist, gibt es die Epics. Mir kam es vor, als würde ich einen verdrehten Superhelden-Comic in Roman-Form lesen. Die Superhelden sind hier nämlich die Bösen. Leider wurde nicht erklärt, warum sie böse sind. Das Thema wurde gegen Ende aber leicht angeschnitten, darum denke ich, dass es in den Folgebänden eine größere Rolle spielen wird. Die Welt, in der Steelheart spielt, ist sehr malerisch beschrieben. Ich hatte sofort eine in Nacht gehüllte, von Stahl umgebene Großstadt im absoluten Chaos im Kopf, in der sich zwielichtige Gestalten in versteckten Straßen herumtreiben. Dadurch entstand eine Art Film im Kopf und sowas macht das Leseerlebnis noch etwas schöner. Die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen. David, der Protagonist, war mir das ganze Buch über unsympathisch und es wurde von Seite zu Seite schlimmer. Er ist 18, wirkt aber wie 14. Er ist arrogant, überheblich und bringt mit seinen Taten die Menschen in seinem Umfeld in Gefahr. Wird er kritisiert, ist er eingeschnappt, und er benimmt sich oft wie ein kleines Kind, das bei den Großen mitspielen möchte. Auch die Art, wie er mit Megan, einem Mädchen aus der Widerstandsgruppe umgeht, hat mir nicht gefallen. Nur weil sie kein Interesse an ihm zeigt, soll sie gleich kalt und zickig sein. Typisch Mädchen halt, aha. Mir kam es vor, als wäre sie für ihn nur ein Objekt, das er für sich haben will. Zuneigung ist etwas anderes. Ich wurde hier an manchen Stellen wirklich wütend, da mir seine Einstellung ihr gegenüber (oder Mädchen generell) wirklich gegen den Strich ging. Und auch die anderen Charaktere strotzen vor Klischees und bleiben recht farblos. Megan, die unnahbare Schönheit. Tia, die Frau für alles. Der geheimnisvolle Professor, der den Widerstand anführt und so weiter. Manche Charaktere wurden gegen Ende interessant, aber das hat für dieses Buch leider nicht gereicht. Dementsprechend wenig hat es mich getroffen, wenn einem der Charaktere etwas passiert ist. Die Geschichte selbst ist sehr spannend und schreitet schnell voran. Es gibt viel Action, Langeweile kommt keine auf. Das Buch steuert auf einen großen Show-Down am Ende zu, mir persönlich war die "Vorbereitungsphase" jedoch zu lang. Hier hätte man etwas kürzen können, da einiges letztendlich nicht zum Finale beigetragen hat und meiner Ansicht nach Lückenfüller waren. Das Ende war für mich persönlich Beste am Buch, da hier nochmal einige unvorhergesehene Wendungen kamen, die mich sehr überrascht haben. Eine Kleinigkeit, die ich noch bemängeln möchte, ist die Übersetzung. Es wurden Begriffe aus dem Englischen übernommen ("sparks"), andere Begriffe wurden eingedeutscht ("Schlonz"), da hat mir die Einheitlichkeit gefehlt und ich war jedes Mal wieder irritiert, wenn ich darauf gestoßen bin. Alles in allem ist "Steelheart" ein kurzweiliges Buch mit viel Action (Waffen-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten), dem leider die tollen Charaktere fehlen, weswegen es mich auf der Gefühls-Ebene ziemlich kalt gelassen hat.

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