Leserstimmen zu
Himmelschlüssel

Kristina Ohlsson

Fredrika Bergman / Stockholm Requiem (4)

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Kristina Ohlsson hat auch diesmal wieder einen spannenden Thriller mit politischen Einschlag geschrieben. Obwohl das Buch bereits vor ein paar Jahren erschienen ist, sind die Themen (leider) aktueller denn je. Man merkt bei diesem Buch sehr stark, dass sich Kristina Ohlsson mit der Materie auskennt. Sie beschreibt so gut die Verstrickungen und die diplomatischen "Tänze", dass man die Spannungen zwischen den Einheiten und Ländern fast spüren kann. Alex Recht wird diesmal emotional stark belastet und auch Fredrika Bergman kommt ins Grübeln, ob ihre Entscheidung richtig wahr. Man erfährt wieder ein paar Stationen aus dem Leben der Hauptcharaktere, jedoch sind sie diesmal nicht so umfangreich, wie bei den Vorgängerbüchern. Trotz der guten Spannung und des sehr guten Schreibstils haben mich die Wiederholungen etwas gestört. Immer wieder werden bestimmte Details wiederholend erwähnt, was mich anfangs irritierte und dann nur noch störte. Jedoch nicht so sehr, dass ich das Buch aus der Hand legen wollte. Die Geschichte ist rund und flüssig erzählt, das Ende war anders als erwartet, aber wahrscheinlich sehr viel realistischer als man es sich wünscht. Aber aus meiner Sicht ist das Buch nicht so gut wie "Sterntaler".

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Mittlerweile hat Fredrika Bergmann nach der Geburt ihres zweiten Kindes eine Anstellung im Justizministerium angenommen, dennoch führt sie ein neuer Fall wieder mit Alex Recht zusammen. Denn alle Behörden müssen zusammenarbeiten, um den Absturz eines Flugzeugs zu verhindern, in der ein perfider Erpresser eine Bombe versteckt hat – genauso wie an verschiedenen Punkte Stockholms... Kristina Ohlsson hat für ihren vierten Band um Fredrika Bergmann einen harten Cut gemacht und nicht nur die Figuren an ganz anderen Stellen ihres Lebens platziert, sondern auch ihre „klassische“ Thriller-Struktur aufgebrochen. Statt einem Mörder auf die Spur zu kommen, muss dieses mal das Verbrechen verhindert werden, und dabei stehen zahlreiche Menschenleben auf dem Spiel. Schnell wird so eine dichte Atmosphäre aufgebaut, die von der ständigen Bedrohung, von dem stetigen Risiko und besonders dem immerwährenden Zeitdruck geprägt ist. Sehr detailliert beschreibt die Autorin dabei die einzelnen Vorgänge, die unterschiedlichen Verknüpfungen der Behörden, das Arbeiten unter Hochdruck. Das ist gut durchdacht, auch wenn die Spannung im Mittelteil nicht ganz gehalten werden kann. Denn hier werden die Theorien immer wieder durchdacht, ohne dass wesentliche neue Informationen eingebaut werden. Das packende Finale entschädigt hierfür aber hierfür, das ist hochdramatisch und mit viel Energie geschildert. Sowohl alte als auch neue Charaktere haben einen festen Platz im Gefüge des Romans und werden von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Dabei kommen individuelle, sehr glaubhafte Züge zu Tage, die die Figuren nicht immer smpathisch, aber gerade deswegen so authentisch wirken lassen. Die verwendete Sprache ist prägnant und treffend, die vielseitige Wortwahl und die variable Satzstellung lassen keine Langeweile aufkommen und intensivieren die Spannung der Handlung. „Himmelsschlüssel“ ist ein lesenswerter Thriller, der mit einem ganz anderen Ansatz spielt als man es von der Autorin gewohnt ist. Sie bringt viele neue Ideen mit ein und schildert die Vorkomnisse lebensnah und gut nachvollziehbar. Auch wenn die Spannung in der Mitte der Handlung etwas einknickt, ist ein gelungener Handlungsbogen gespannt, der jedoch nie die Charaktere aus den Augen verliert.

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Nachdem ich vor einiger Zeit "Papierjunge" von Kristina Ohlsson gelesen habe, stand eigentlich sehr schnell fest, dass ich die anderen Bücher auch lesen muss. Also habe ich jetzt den 4. Teil der Fredrika Bergman Reihe gelesen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Kurz nach dem Start des Fluges 573 nach New York findet eine Stewardess eine Bombendrohung auf der Bordtoilette. Fredrika Bergman hat 24 Stunden Zeit, die Entführer zu identifizieren und 400 Menschen zu retten. Auch ihr ehemaliger Partner Alex Recht ist an den Ermittlungen beteiligt und die Säpo, die unter der Leitung von Eden Lundell steht. Als feststeht, dass der Co-Pilot Erik Recht ist, der Sohn von Alex, werden die Ermittlungen für Fredrika hart und nervenaufreibend. Das Buch beginnt eigentlich recht langsam, man erfährt noch einmal einiges aus der Vergangenheit der Protagonisten und den verschiedenen Behörden, die an den Ermittlungen beteiligt sind. Auf der einen Seite ist dies zwar sehr interessant, doch es hat den Hang ins Langatmige zu driften. Doch die Spannung, die zwar ein wenig in den Hintergrund deswegen gerät, kommt mit dem Drohbrief mit voller Wucht zurück. Ab da gabt es für mich kein halten mehr und ich habe dieses Buch verschlungen. Durch die verschiedenen Perspektiven und immer wieder die Einblicke an Bord des Fluges 573 bekommt man einen schönen Einblick in den Fall und es hebt die Spannung. Auf der Ermittlungsarbeit liegt auch das Hauptaugenmerk in diesem Thriller. Es war spannend zu sehen, wie die Behörden versuchen zusammen zu arbeiten, aber auch was für ein Konkurrenzkampf dort herrscht. Alles nicht ganz so einfach. Es wurden Spuren untersucht, den kleinsten Hinweisen nachgegangen und immer wieder landet man in einer Sackgasse. Nichts ist in irgendeiner weise klar, auch wenn es noch so klar erscheint. Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten rauschen und am Ende konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie die vielen Puzzleteile zusammenpassen. Und Kristina Ohlsson beweist hier ein Händchen. So verwirrend wie es manchmal scheint, sie konnte alles logisch ordnen. Himmelschlüssel von Kristina Ohlsson ist ein gelungener Thriller mit einem Fall, wo es um jede Sekunde geht.

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„Himmelschlüssel“, der vierte Thriller der Schwedin Kristina Ohlsson, erschien in Deutschland 2014 im blanvalet-Verlag. Ich bin ein großer Fan skandinavischer Autoren und war daher recht gespannt auf das Buch. Die Covergestaltung finde ich durchaus ansprechend, wobei ich auf Anhieb keinen Bezug zwischen dem Titelbild und der Story herstellen konnte. Die Übersetzung des Titels ins Deutsche ist für mich sperrig, da ich automatisch mehrmals „Himmelsschlüssel“ gelesen habe, wie es meiner Meinung nach auch orthographisch korrekt heißen müsste. Es wird im Buch zwar kurz auf den Begriff „Himmelschlüssel“ eingegangen, mir erschließt sich die Bedeutung allerdings nach wie vor nicht. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, vielleicht gibt es dort auch erklärende Hinweise. Die Geschichte in diesem Buch ist aber in sich abgeschlossen und lässt sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Nun zum Inhalt – ich verzichte auf das Abtippen des Klappentextes, dieser ist für jedermann ersichtlich. War das Thema des Buches bei der Erstveröffentlichung bereits hochaktuell, ist es heute allgegenwärtig – nationaler und internationaler Terror. Mit den im Buch geschilderten Geschehnissen wurde das Rad jetzt zwar nicht neu erfunden, trotzdem liest sich die Story meist flüssig und abwechslungsreich. Warum ich hier „meist“ schreibe, wird aus dem nächsten Absatz ersichtlich. Beeindruckend finde ich im, dass obwohl die Geschichte fiktional ist, die Autorin im Gegensatz zu den allermeisten ihrer Kollegen einen massiven reellen Background zur Handlung hat. Vor ihrer Autorenkarriere arbeitete sie im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium, bei der Polizei und der OSZE. Dies merkt man auch an ihren Schilderungen, die zwar sehr fundiert sind, mir persönlich aber teilweise zu sehr ausufern. Dadurch hat das Buch leider einige Längen. Es hätte der Dramaturgie nicht geschadet, hier etwas zu straffen. Zu detaillierte Beschreibungen gewisser Situationen waren mir einfach too much und für die Geschichte absolut unerheblich. Die Charaktere finde ich gut herausgearbeitet, man vergibt als Leser schnell seine Sym- und Antipathien. Obwohl ich kein großer Fan davon bin, die persönlichen Lebensumstände der Protagonisten zu sehr in den Vordergrund zu stellen, stören mich hier die einzelnen „Hintergrundstorys“ nicht. Sie bereichern die Handlung in diesem Fall eher. „Himmelschlüssel“ hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und neugierig auf die bisherigen Bücher von Kristina Ohlsson gemacht. Ich empfehle das Buch durchaus weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Der Flug

Von: wal.li

29.07.2016

Fredrika Bergman ist nicht mehr im Team von Alex Recht, das Team existiert nicht mehr. Alex führt eine andere Abteilung und Peder musste aus dem Polizeidienst entlassen werden. Fredrika ist im Ministerium. Eigentlich geht es ihr und ihrer Familie gut, doch manchmal vermisst sie die alte Zeit. Nun soll erstmals jemand, der in Schweden eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat, abgeschoben werden. Und weitere Entscheidungen über das Asylrecht stehen an. Da wird die Stadt mit gleich mehreren Bombendrohungen überzogen, die sich allerdings als falsch herausstellen. Die Ermittler wissen nicht, was ihnen bevorsteht, als sie mit der Untersuchung beginnen. Schon am nächsten Tag wird ein Flugzeug entführt. Das Ziel lautet New York. Fredrikas Leben hat sich weiterentwickelt und sie ist froh, von den Morden weg zu sein. Dennoch genießt sie es mal wieder mit Alex Recht zusammen zu arbeiten. Die Zeit rennt allerdings. Sie haben nur so lange Zeit, die Forderungen zu erfüllen, wie der Flug dauert. Quälend langsam kommen nach und nach kleine Informationsteilchen ans Tageslicht. Ein Gesamtbild ergibt sich aber nicht. Die Ziele des Entführers werden nicht klar. Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Behörden gestaltet sich schwierig. Und über vierhundert Menschen schweben in größter Gefahr. Beim Lesen dieses Romans beginnt man nachvollziehen zu können, wie frustrierend es sein muss, wenn man unter extremen Zeitdruck steht, die Nachforschungen einfach dauern und zunächst auch nichts Greifbares zutage fördern. Die Öde, die Langsamkeit und auch die Hilflosigkeit. Man möchte alles beschleunigen, man möchte die bei einem so internationalen Fall beteiligten Staatsvertreter auf die Füße treten, wenn der Apparat so fürchterlich träge ist. Wenn die Zeit unendlich scheint und doch so schnell verrinnt. Ebenso nervenaufreibend ist der Fall an sich. Große Furcht herrscht vor solch einer terroristischen Tat, man mag es sich gerade vor den heutigen Ereignissen gar nicht ausmalen. Was wäre, wenn ein Bekannter im Flugzeug sitzt, ein Verwandter. Was kann eine solche Tat auslösen. Zum Ende hin immer spannender, ein brisanter Thriller in einer tollen Reihe, die man nicht verpassen sollte.

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Zuerst einmal bedanke ich mich bei den Mitarbeitern vom Bloggerportal, insbesondere demjenigen, der mir das Rezensionsexemplar zugesendet hat. Vielen Dank. Es war mir eine große Freude, dieses Buch zu lesen. Seit ich Tausendschön gelesen habe, bin ich ein riesiger Fan von Kristina Ohlsson. Ihre Thriller sind unheimlich mitreißend, spannend und ansprechend geschrieben und die Fälle nehmen ausnahmslos immer eine Wendung, die ich nicht habe kommen sehen. Unvorhersehbarkeit finde ich bei Krimis sehr wichtig, denn wenn ich nach 50 Seiten schon ahne, was im Buch erst auf Seite 400 klar wird, ist das eben langweilig… Auch mit Himmelschlüssel hat Frau Ohlsson einen Treffer gelandet. Wobei der Beigeschmack doch ein wenig bitter war, wenn man bedenkt, was kürzlich erst passiert ist mit dem Germanwings-Flieger, der über den französischen Alpen abstürzte. Ich kann mir nicht vorstellen, was das für ein Gefühl sein muss, als Pilot aus dem Cockpit ausgesperrt zu sein und zu wissen, dass jemand die Kontrolle über die Maschine hat, der sie abstürzen lassen will. Gerade jene Passagen, die den Fortlauf der Geschichte aus Sicht von Erik Recht erzählen, gingen mir sehr nahe. Aber unabhängig davon erschien mir der Fall unheimlich vielschichtig. Wie alles in Zusammenhang stand, erweckte den Anschein von hochgradig politisch motivierter Natur, doch die Auflösung (oder was man als Auflösung geboten bekam) vermittelte einen komplett anderen Eindruck und mir hat das ganz gut gefallen. Gerade das letzte Kapitel hat beim Leser viel zum Verständnis beigetragen. Es hat nie einen Sinn ergeben, einfach, weil es keinen Sinn ergeben sollte. Ein guter Krimi, der mich innerhalb kürzester Zeit gefesselt hat und der unheimlich spannend zu lesen war.

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