Leserstimmen zu
Todesurteil

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (2)

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Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Andreas Gruber Todesurteil Thriller ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 12,5 x 18,7 cm ISBN: 978-3-442-48025-8 € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90 * (* empf. VK-Preis) Verlag: Goldmann Zum Inhalt: In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … Meine Meinung: Ich bin durch den Klappentext und das Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Hier handelt es sich ja um den 2. Teil der Maarten S. Snijder Reihe, der 1. Teil hieß "Todesfrist". Hier gibt es zum einen um den Profiler, Maarten S. Snijder, der mit seinen Schülern ungeklärte Mordfälle durch nimmt und zum anderen geht es um Staatsanwältin Melanie Dietz, die in Wien tätig ist und mit dem Fall der wieder aufgetauchten Clara betraut wird, deren bereits verstorbene Mutter einmal ihre beste Freundin war. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Fälle miteinander in irgendeiner Art und Weise verstrickt sind. Der Profiler Maarten S. Snijder ist ein ganz spezieller Charakter, was dieses Buch auf jeden Fall aus macht. Außerdem sind die verschiedenen Ermittlungsstränge auch sehr interessant. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich bin auch ohne Vorkenntnisse gut in das Buch hinein gekommen, lediglich die verschiedenen Handlungs- und Ermittlungsstränge sind mir am Anfang etwas schwer gefallen und haben mich teilweise auch etwas verwirrt zurückgelassen. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es mit 4,5 Sternen bewerten möchte. Es ist auf jeden Fall für alle Thrillerfans eine Kauf- und Leseempfehlung. Ich möchte in nächster Zeit auf jeden Fall auch noch den 1. Teil der Reihe, Todesfrist, nachträglich noch lesen.

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Ein unheimlich tolles Buch und eine wunderbare Fortsetzung zu dem Buch "Todesfrist". Auch wenn man diese beiden Bücher auch durchaus unabhängig voneinander lesen könnte, da beide eine abgeschlossene Handlung haben, die sogar an unterschiedlichen Orten spielt. Dennoch finden sich die Hauptprotagonisten auch in diesem Band wieder, und gerade die machen das Buch zu etwas ganz besonderen! Die Charaktere sind das, was dieses Buch meiner Meinung nach einzigartig machen. Snejider und Nemenz machen dieses Buch auf seine eigene Art und Weise genial, und auch die neu dazukommende Staatsanwältin Dietz stellt einen für mich toll dargestellten Charakter dar. Gruber schafft es, Charaktere zu erschaffen die ein Buch einfach mitreißend und einzigartig gestalten. Dazu noch eine unheimlich spannende Story, ein guter Schreibstil und das Paket ist perfekt! Mehr könnt ihr noch in meiner Rezension erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=X--qirrPU0Y

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Band 2 in der Maarten S. Sneijder Reihe. Ich war gespannt auf den zweiten Teil und wurde nicht enttäuscht. Ich denke aber, dass die Reihe »Sneijder & Nemez« heißen sollte. Im Prolog erleben wir, wie eine weibliche Person durch den Wald rennt. Sie war eine sehr lange Zeit eingesperrt und jetzt ist ihr die Flucht gelungen. Sie weiß nicht, wo sie ist, wohin sie laufen soll. Panik erfasst sie. Sie will nicht zurück in den Keller zu den Schmerzen. Dornen reißen die Haut auf ihren Beinen auf. Endlich eine Lichtung, ein Weg, eine Tafel: »2 KM bis Wien«. Sie läuft weiter, sieht eine Blockhütte, ein Auto. Eine Frau sitzt im Auto, ein Mann will gerade einsteigen. Sie versucht zu rufen, aber die Kräfte verlassen sie. Aber die Frau sieht sie im Scheinwerferlicht und läuft zu ihr hin. Die Person, die geflohen ist, ist ein Kind von höchstens 10 Jahren, sie ist nackt und abgemagert. Auf ihrem Rücken sieht das Ehepaar entsetzliches. Das Mädchen ist vor einem Jahr verschwunden. Sonntag 1. September. Sabine Nemez ist unterwegs nach Wiesbaden. Nach einer Panne ist sie sehr spät dran. Klitschnass und schmutzig, nachdem sie selbst den Reifen gewechselt hat, bringt sie die letzten Kilometer hinter sich. Sie wurde an der Akademie des Bundeskriminalamtes angenommen, überraschenderweise. Eine zweijährige Ausbildung steht ihr bevor. Kaum hat sie die verspätete Anmeldung hinter sich gebracht, erfährt sie, dass ihr ehemaliger Freund Erich Dorfer in seinem Büro beim BKA angeschossen wurde und auf der Intensivstation liegt. Es gibt erhöhte Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Gelände. Wer bereits »Todesfrist« gelesen oder gehört hat, kennt bereits Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Nemez ist eine starke Persönlichkeit. Ihre hervorstechendste Eigenschaft ist wohl ihre Sturheit. Hat sie es sich erstmal in den Kopf gesetzt einer Spur nachzugehen, lässt sie nicht mehr locker. Ein bisschen ist sie auch wie ein Kind. Oft sagt man genau das Gegenteil von dem, was man möchte, damit ein Kind macht, was man will, und Sabine ist als Erwachsene noch immer so. Verbietet man ihr etwas, macht sie es erst recht. Ich verstehe schon, dass sie einen Verbrecher stoppen und ins Gefängnis bringen will, aber sich selbst dabei in Gefahr bringen, nutzt keinem was. Aber ich mag sie, auch wenn sie sich selbst oft im Weg steht mit ihren Alleingängen. Sneijder hat ihr Potenzial erkannt, als er gemeinsam mit ihr den »Struwwelpeter« Fall gelöst hat. Er hat dafür gesorgt, dass sie an der Akademie angenommen wird und für die nächsten zwei Jahre in seinem Kurs sein wird. Maarten S. Sneijder ist der brillante, arrogante, Gras rauchende Fallanalytiker, Entführungsspezialist und forensischer Kripopsychologe. In diesem zweiten Fall war er weniger arrogant und unausstehlich. Auch scheint er eher die Nebenrolle neben Nemez zu spielen. Seine Hauptaufgabe ist sie in die richtige Richtung zu lenken, dabei ist er selbst etwas verblasst, was ich sehr schade finde. Die Geschichte wechselt zwischen Nemez & Sneijder in Wiesbaden, die alten, ungelösten Fällen nachgehen, und Staatsanwältin Melanie Dietz in Wien, die den Fall des Mädchens bekommt, das ihren Entführer entkommen ist. Es ist klar, dass diese beiden Erzählstränge irgendwie zusammenhängen müssen, aber es dauert sehr lange, bis sie zusammengeführt werden. Die Verbrechen, egal ob irgendwo in Deutschland, oder in Österreich sind wirklich blutig und grausam, und Verbrechen an Kindern gehen mir sowieso an die Nieren. Allzu sehr darf man sich manches nicht vorstellen, sonst vergeht einem echt der Appetit! Die alten Fälle, an denen sich Sabine Nemez festbeißt, sind sehr unterschiedlich und reichen bis zu fünf Jahren in die Vergangenheit. Der Fall in Wien handelt um mehrere Mädchen, die entführt und ein Jahr festgehalten werden. Was in diesem Jahr passiert ist abscheulich und was danach mit ihnen passiert, ist so entsetzlich grausam, dass man es sich nicht vorstellen möchte. Es dauert nicht lange, bis Spannung aufkommt und dann ist es schwer, das Buch/Hörbuch wegzulegen. Alles steigert sich zu einem Showdown, sowohl in Wien als auch in Wiesbaden. Die Lösung des Falles ist ziemlich krass, aber doch genauestens durchdacht. Die Geschichte dreht sich und plötzlich gibt es Täter, an die man nie im Leben gedacht hätte. Die eine Figur hatte ich sehr früh in Verdacht irgendwas im Schilde zu führen und behielt auch Recht, ansonsten war der Plot undurchschaubar und die Lösung unerwartet. Nur das Ende war mit manchen Ereignissen etwas zu gekünstelt und leicht übertrieben. Spannend bis zuletzt mit einem dynamischen, interessantem Duo als Ermittlerteam. Grausame Taten, die unter die Haut gehen. Einige grausame Mordfälle, die gelöst werden müssen und Kindesentführungen bzw. Morde in Wien, die irgendwie damit zusammenhängen. Sneijder hat eine zu kleine Rolle gespielt für mich und die Ereignisse in der Auflösung und Showdown des Falles waren ein bisschen zu gekünstelt. Aber im Großen und Ganzen doch ein sehr spannender, kurzweiliger Thriller, den man schwer weglegen kann. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Sneijder & Nemez. Sprecher Das erste Hörbuch dieser Reihe wurde von Doris Wolters gesprochen, die ihren Job wirklich hervorragend gemacht hat. Diesmal wurde das Hörbuch von Achim Buch gesprochen, was für die Figur Maarten S. Sneijder natürlich von Vorteil war. Achim Buch hat den Akzent von Sneijder auch glaubhaft imitiert, nur schade, dass der geniale Ermittler diesmal seltener in Erscheinung tritt. Herr Buch hat auch das wienerisch von manchen Figuren erstklassig gesprochen und dieses Hörbuch genauso zu einem Hörgenuss gemacht wie Frau Wolters den ersten Teil.

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Sabine Nemez kann ihr Glück nicht fassen. Ohne Aufnahmeprüfung wurde sie an die BKA-Akademie in Wiesbaden gerufen, um dort studieren zu können. Mehrmals hatte sie sich beworben, wurde jedoch immer abgelehnt. Sie kommt in die Klasse von Maarten S. Sneijder, der sie ausbilden wird. Es dauert nicht lange, bis sie mitbekommt, dass genau er die Finger dabei im Spiel hat, dass sie dort aufgenommen wurde. Maarten S. Sneijder untersucht mit seinen ausgewählten Studenten noch offene Fälle, wobei er gern Sabine dabei hätte, denn ihr Denken und Begreifen haben ihn im letzten Jahr sehr beeindruckt. So ist es nicht verwunderlich, dass Sabine Zusammenhänge zwischen ein paar der Morde sieht, die nicht ganz offensichtlich sind. Zeitgleich taucht in Wien die elfjährige Clara auf, die seit einem verschwunden war. Sie spricht nicht. Ihr gesamter Rücken wurde tätowiert. Die Motive stammen aus Dantes "Inferno". Weitere Kinderleichen werden gefunden, die Zeit drängt, es ist zu befürchten, dass weitere Kinder in Gefahr sind bzw. schon tot sind... Es geht weiter mit dem Gespann Sabine Nemez und dem grummeligen Profiler Maarten S. Sneijder. Nachdem sie im ersten Teil "Todesfrist" bereits ein unschlagbares Team abgaben, sind sie beide wieder im Einsatz. Dass sie gemeinsam an den ungelösten Fällen arbeiten, hat Sneijder zu verantworten. Er hatte einen Gefallen eingefordert, damit Sabine an der Akademie angenommen wird. Und sogleich stürzt sie sich auch auf die Fälle. Wie gehabt, bleibt sie bei unlösbaren nicht auf der Stelle stehen. Barrieren sind dazu da, eingerissen zu werden. Sie geht die Wege, die sie glaubt, gehen zu müssen. Dass dabei nicht jeder legal ist, ist voraussehbar. Grausige Fälle sind es, mit denen sie es zu tun bekommen. In Berlin wurde eine Familie regelrecht abgeschlachtet, in der Eifel treffen sie auf einen Kannibalen-Mord, in Nürnberg auf einen S&M-Mord und auf ein Zerstückelungsopfer in Sankt Peter-Ording. Sabine ist der Meinung, dass alle irgendwie zusammenhängen, denn die Taten wurden jeweils einem anderen in die Schuhe geschoben. Aber wo ist die Verbindung? Es dauert ein paar Tage, bis die Spur sie nach Wien führt, dort wo gerade Clara nach 1-jähriger Gefangennahme durch einen roten Maskenmann wieder aufgetaucht ist. Und der Albtraum ist noch nicht zu Ende. Der Autor Andreas Gruber hat genau das vorgelegt, was ich von ihm als Fortsetzung erwartet habe, einen spannungsgeladenen Thriller, der den Leser nicht loslässt. Die beiden Hauptprotagonisten und Ermittler Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder könnten unterschiedlicher nicht sein. Sneijder ist noch immer ein brummiger Mensch, der außer sich selbst eigentlich niemanden leiden kann. Und doch lässt er Sabine an sich heran, wie er es bislang nur seinen Freunden gestattet hat. Sabine weiß ihn zu nehmen, nimmt ihn des öfteren zu wörtlich und weiß, dass Sneijder das auch so haben möchte. Die beiden sind arbeitsmäßig ein ausgesprochenes Traumteam. Aber auch Wiener Staatsanwältin Melanie Dietz ist eine durch und durch sympathische Protagonistin. Ihren Hund hat sie als Therapiehund ausbilden lassen und findet so Zugang zu traumatisierten Menschen, so auch zu Clara. Entsetzt muss sie jedoch feststellen, dass Clara die Tochter ihrer ehemaligen Freundin ist, so dass sie bestrebt ist, den Fall noch intensiver zu betreuen und auch abzuschließen. Es ist ein Thriller, wie er sein soll, spannend, undurchsichtig bis zum Schluss und packend. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, will immer weiterlesen, weil man es einfach nicht ertragen kann, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Er beginnt spannend, aber die Spannung ist noch weit ausbaufähig und endet mit einer Auflösung, die ich zumindest so nicht vorhergesehen habe. Wer ist Freund, wer ist Feind? - die Frage stellt sich. Wem kann man trauen und wie gut kennt man die Menschen wirklich, mit denen man sich umgibt? Ein Thriller, der einen nicht loslässt und der auch noch nachklingt. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und empfehle ihn sehr gern weiter.

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Zum Autor: Andreas Gruber ist ein österreichischer, freier Autor, der mittlerweile mehrere Bücher und e-books veröffentlich hat. Neben Thrillern wie diesem hat er auch mehrere Romane veröffentlicht, die bereits sehr erfolgreich verschiedene Preise wie den Phantastik Preis gewonnen haben. Mehr Infos findet ihr auf seiner Website. Zum Cover: Das Cover ist in einem weiß/grau/blau Ton gehalten mit vereinzelten roten "Blutspritzern". Es zeigt ein Werkzeug - welches ich jedoch nicht näher benennen kann, das natürlich direkt den Eindruck einer Tatwaffe verleiht. Dieser Gegenstand ist mit einer rauen Schicht überzogen, die man erfühlen kann und die optisch and Schnee oder Eis erinnert. Der Titel, Name des Autors und das Genre sind in verschiedenen Schriftarten und Größen relativ zentriert über das Cover verteilt. Alles in allem verleiht das Cover den Eindruck, als spiele die Geschichte im tiefsten Winter, was jedoch nicht der Fall ist, wodurch ich das Cover etwas verwirrend finde. Es schaut zwar gut aus und macht sich gut im Regal, setzt sich aber nicht von anderen Covern im Buchladen ab. Zum Buch: Dieses Buch ist der zweite Teil der Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Es geht dabei um verschiedenen Mordfälle, die auf den ersten Blick sehr wenig gemeinsam haben. Zum einen wird ein BKA Ermittler im Büro überfallen und schwer verletzt, zum Anderen nimmt Maarten S. Sneijder mit seinen Studenten verschiedene, ungelöste Fälle in einem Seminar durch. Des Weiteren kommt noch ein Entführungsfall eines Mädchens im benachbarten Österreich hinzu, der wie eine zweite Geschichte von einem anderen Ermittlungsteam vor Ort bearbeitet wird. Im Laufe des Romans werden die einzelnen Situationen immer verzwicktert und Ermittler, die auf eigene Faust und außerhalb der Norm ermitteln, decken Details auf, die bisher unentdeckt geblieben sind. Persönliche Probleme, Neigungen, private Auseinandersetzungen und Co. kommen hinzu und erschweren den jeweiligen Ermittlern ihre Arbeit, zögern sie hinaus oder werfen neue Probleme auf. Fazit: Der zweite Band um den Ermittler Maarten S. Sneijder hat mir wesentlich besser gefallen, als der erste. Sein Humor ist derselbe geblieben, was einer der wenigen Punkte war, die mir im ersten Buch schon wirklich gut gefallen haben. Und auch der zweite Hauptcharakter, Sabine Nemez, macht einen sympathischen Eindruck ist wirkt als weibliche Gegenpol zu Sneijder. Obwohl in dieser Geschichte sehr viele verschiedene Fälle eine lange Zeit parallel verlaufen, erschweren sie wieder das Verständnis der Geschehennisse noch schmälern sie den Lesespaß. Der Autor hat es sehr gut geschafft, einen roten Faden beizubehalten und dem Leser das Gefühl zu vermitteln, dass alle Fälle doch irgendwie miteinander zusammenhängen und es nur eine Frage der Zeit ist, bis dies auch den Ermittlern auffällt. Es macht das Buch im Grunde nur noch interessanter, da man auf den Moment wartet, in dem man selbst sowie die Ermittler erfahren, was wie zusammenhängt. Leider wird gegen Mitte des Buches ein Hauptverdächtiger sehr offensichtlich, was ich ein wenig Schade finde, da ich gerne bis zum Schluss meine privaten Verdachte pflege, ohne wirklich sicher sein zu können, ob ich richtig liege. In diesem einen Fall war es jedoch sehr klar. Abschließend möchte ich noch den Tipp geben unbedingt den ersten Band "Todesfrist" vorab zu lesen, um die Charaktere Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez kennenzulernen und zu verstehen, da vieles der persönlichen Interaktion im zweiten Band auf Ereignissen aus dem ersten Band basiert und man sonst vielleicht das ein oder andere nicht verstehen könnte. Leseempfehlung: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, sodass es sich auch gelohnt hat mich durch den ersten Band zu lesen und dann dem zweiten eine Chance zu geben. Trotz der über 570 Seiten ist das Buch weder zu langsam, zu trocken noch zu ereignislos. Ein wahres Lesevergnügen mit interessanten Charakteren.

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Zuerst muss ich einmal sagen, dass es ein Thriller der Extraklasse ist. Andreas Gruber schreibt so fesselnd, dass man bereits nach den ersten Seiten nicht mehr aufhören kann zu lesen. Er hat einen fesselnden, flüssigen und spannenden Schreibstil. Seine Ermittler im Roman sind mir sehr sympathisch, denn man merkt dass es fähige Leute sind. Der Profiler Maarten S. Sneijder kann zwar ein fruchtbares Ekelpaket sein, aber wenn es um seine Ermittlungen geht ist er Weltklasse. Sabine Nemez ist eine Schülerin an der Akademie des BKA, hat aber schon die Gabe so quer zu denken wie Sneijder, ist von Natur aus neugierig und absolut sympathisch. In Wien klärt die Staatsanwältin Melanie Dietz Morde auf und auch sie ist eine Frau die nie locker lässt und immer am Ball bleibt. Andreas Gruber lässt beide Ermittlungsteams nebeneinander arbeiten. Ein Kapitel spielt in Wiesbaden und das nächste in Wien. Am Ende jedes Kapitels gibt es Cliffhanger, so dass man sofort weiterlesen möchte. Man springt also zwischen Wien und Wiesbaden hin und her. Mich hat das aber nicht gestört, weil man die Ermittler und Protagonisten trotzdem sehr gut kennen gelernt hat. Außerdem wird die Spannung so richtig gut aufgebaut. Ich konnte zumindest den Thriller nicht mehr aus der Hand legen. Die Entwicklungen der Story sind zum Teil sehr unerwartet, was die Spannung dann noch mehr erhöht. Ich habe mit allen Ermittlern mitgefiebert und habe versucht mich in ihre Gedankengänge einzuklinken. Wirklich faszinierend. Ich kann nur sagen, dass es ein Thriller der Extraklasse ist, bei dem man einfach nicht aufhören kann zu lesen, der bis zur letzten Seite spannend ist und der einen nicht mehr los lässt. Wenn jemand mal wieder eine spannende Lektüre lesen möchte dann kann ich alle Bücher von Andreas Gruber empfehlen. Besucht auch seine Lesungen wenn ihr mal Gelegenheit dazu habt, denn die sind echt toll. Von mir gibt es für diesen atemberaubenden Thriller 5 Sterne.

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In Wien wird die zehnjähige Clara gefunden, die bereits seit einem Jahr verschollen war. Auf ihrem Rücken tätowiert ein Motiv aus Dantes "Inferno". Doch wie es scheint ist sie kein Einzelfall. Währenddessen hat Sabine Nemez es endlich geschafft und wurde als Studentin des BKA angenommen. Gemeinsam mit ihren wenigen Mitstudenten und dem Profiler Maarten S. Sneijder werden sogar schon im Unterricht ungelöste Fälle durchgenommen. Sabine stößt dabei auf etwas, dass sie zur der Vermutung bringt, dass völlig unterschiedliche Fällte scheinbar doch einen Zusammenhang haben. Und ein Indiz führt nach Wien. ----- Thriller sind ja so ihre eigene Welt. Manche lieben sie, andere können sie gar nicht ab. Manche wollen viel Blut und Grausamkeit und andere lieber den Psychoschocker. Manche wollen der Polizei bei ihrer Arbeit genauestens auf die Finger schauen andere lieber in den Täter abtauchen. Eine Gratwanderung für Autoren also um wirklich den richtigen Ton zu treffen. Doch bei Andreas Gruber funltioniert das wirklich toll! Sobald man erst einmal angefangen hat kann man nicht mehr aufhören. Vor allem durch interessante Charaktere, die nicht unbedingt jedem typischen Klischee folgen macht sich "Todesurteil" ein gutes Grundgerüst um zu überzeugen. Dazu passt auch noch die Story, die mit ihren zwei diversen Handlungssträngen wirklich überzeugen kann und trotz der Unterschiede zu einem gemeinsamen Ende kommt. Das darf man zwar von Beginn weg vermuten, denn warum würden sonst beide Fälle erläutert werden, allerdings sind die Verstrickungen wirklich gut und vernetzen sich immer mehr! Sehr durchdacht und wirklich toll Ein klein wenig könnte man bemäkeln, dass der Spannungsgrad ziemlich gleichbleibend ist, dafür ist er aber immer vorhanden und flacht auch nicht sonderlich ab. Also nru eine winzige Kritik. Stellenweise ist die Story auch schon recht früh leicht durchsichtig (ohne klar erkennbar zu sein) aber gerade das macht auch den Reiz aus. Weil man von Beginn weg den ein oder anderen Verdacht hegen darf - der sich immer mehr umspinnt. Die Bestätigung (oder eben auch nicht) gibt es aber erst zum Schluss. So wird man auf den Seiten gehalten und muss mitfiebern. "Todesurteil" von Andreas Gruber ist wirklich wieder ein Thriller wie er sein soll! Gute Charaktere, tolle Spannung und Nervenkitzel bis zum Schluss. Was soll ich mehr sagen, als dass mich das Buch bis spät nachts wach gehalten hat weil ich einfach weiterlesen musste!

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Todesurteil

Von: leseratte1310

24.05.2015

Nach mehreren vergeblichen Versuchen hat Sabine Nemez ihren Platz an der Akademie des BKA ergattert. Als eine von fünf Studenten ist sie dem Kurs von Maarten S. Sneijder zugeteilt worden. Sie hatte bereits das zweifelhafte Vergnügen mit ihm zu arbeiten. Als Sneijder mit seinen Studenten ungelöste Fälle bespricht, entdeckt Sabine Zusammenhänge. Die zehnjährige Clara taucht ein Jahr, nachdem sie verschwunden ist, wieder auf. Sie hat ein Tattoo auf ihrem Rücken, das Bilder aus Dantes Inferno zeigt. Ein Fall für die Staatsanwältin Melanie Dietz, die mit der Mutter von Clara befreundet war. Gibt es zwischen diesen beiden Fällen eine Verbindung? Abwechselnd erfahren wir Details aus Wiesbaden und Wien. Während in Wiesbaden Sabine die Ermittlungen vorantreibt, gerade weil Sneijder ihre Erkenntnisse abschmettert, übernimmt in Wien die Staatsanwältin einen Teil der Ermittlungsarbeit. Die beiden sympathischen Frauen sind verbissen, wenn es darum geht, ein Verbrechen aufzuklären. Sabine ist mutig und geht auch eine Menge Risiken ein. Melanie, immer in Begleitung ihres Therapiehundes, bewegt sich gerne am Rande der Legalität, wenn sie einen Verdacht hat. Erst ist der ermittelnde Kommissar Hauser davon wenig begeistert, aber die beiden haben ein gemeinsames Ziel. Maarten S. Sneijder ist sowieso eine sehr spezielle Persönlichkeit. Auf den ersten Blick ist er ein Kotzbrocken, aber wir lernen auch seine anderen Seiten kennen, die er gerne verborgen hält, und dann wirkt er schon sympathischer. Sabine kann mit seiner Art indessen gut umgehen. Sneijder ist auf jeden Fall eine sehr interessante Person, die diesen Thriller zu etwas Besonderem macht. Der Autor vermag es, einen immer wieder in die Irre zu leiten, so dass die Lösung der Fälle lange im Dunkeln bleibt. Doch am Ende fügt sich alles logisch zusammen. Die komplexe Geschichte ist packend und man möchte das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen, obwohl die Beschreibungen der grausamen Verbrechen einen oft erschaudern lassen. Ungewöhnliche Charaktere und viele unverhoffte und dramatische Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte von Anfang bis Ende unterhaltend und sehr spannend ist. Ein sehr überzeugender Thriller.

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