Leserstimmen zu
Metro 2035

Dmitry Glukhovsky

Metro-Romane (3)

(7)
(8)
(2)
(3)
(1)
€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Das erste Buch erschien im Jahr 2012 und ich konnte es kaum noch abwarten, die traurige Geschichte weiter zu lesen. Die Ersten beiden Bände habe ich nur so verschlungen, doch konnte mich auch das dritte Band so begeistern? Das Cover ähnelt den beiden Ersten, was ich schon einmal ganz toll fand. Zum Anfang gibt es noch einmal einen kleinen Überblick über den, was passiert ist. Durch die Vertrautheit der Ersten beiden Bände habe ich gut in das Geschehen hineinlesen können. In diesem Band, wird vieles von den ersten beiden Büchern wieder aufgerissen, sodass man beide vorher gelesen haben sollte. Artjom und Homer, treffen Aufeinader und Reisen zusammen durch die Katakomben der Metro. Was ich zum Anfang etwas schade fand, beide trampeln bis zur Seite 300-350 nur so herum, aber ohne wirklich ein Ziel zu haben. Zumindest hatte ich das Gefühl. So gab es zwar Stellen, bei denen etwas passiert und man nicht mehr aufhören konnte zu lesen, aber so richtig geht es erst nach der Hälfte des Buches los. Im Gegensatz zu den anderen beiden Büchern fand ich dies etwas fad. Die Gefahren von Metro 2033 u. 2034 sind allgegenwärtig. Hierbei sind es Gefahren in den Tunneln durch allerlei Mutanten und andere mysteriöse Gegebenheiten, teilweise Mutanten die unbesiegbar galte. Doch im Metro 2035 gibt es sie plötzlich nicht mehr. Doch wo sind diese hin? Während des Lesens ist mir dies gar nicht so aufgefallen, erste jetzt, hier am Tisch und des schreiben, erinnert man sich so langsam auch an solchen Details. Nun, 2012 ist auch schon etwas her und vielleicht hätte ich beide Bände vorher einfach noch einmal lesen sollen. Nach den zwei Jahren haben sich die Charaktere sehr verändert. Artjom war bislang immer der Held des Buches. Doch so taff, wie er zum Anfang war, ist er nicht mehr. Die Figuren, wie zum Beispiel Homer oder Melnik, haben teilweise komplett andere Charaktere gehabt. Das soll nicht heißen, dass es schlecht war, aber ungewöhnlich. Am Ende fand ich das Buch dennoch gut gemacht, auch wenn mir die Bücher zufuhr besser gefallen haben.

Lesen Sie weiter

Der dritte Band der Reihe Metro. Ich habe schon den ersten Band gelesen und möchte euch nun den dritten Band 2035 vorstellen. 2 Jahre nach dem Atomkrieg lebt ganz Moskau in der Metro unter der verseuchten Stadt. Doch auch dort ist es nicht sicher. Niemand glaubt an eine Rückkehr an die Oberfläche außer Artjom. Er glaubt daran, dass es noch Leben an der Oberfläche gibt. 🌸Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Denn er ist einfach und direkt. 🌸Die Story ist sehr spannend und gut umgesetzt. 🌸Es ist mir sehr leicht gefallen mich in die Personen und Situationen hineinzuversetzen. . 🌸Das Buch und auch die ganze Reihe kann ich sehr empfehlen.

Lesen Sie weiter

Metro 2035 geht auf? Metro 2035 ist der dritte Band der Metro-Reihe. Aber auch diesen kann man gut ohne die anderen Bände lesen, da es sich wieder um einen in sich abgeschlossenen Teil handelt. Klar ist es interessant was vor der Geschichte in Metro 2035 passiert ist. Nötig ist dieses Wissen aber nicht. Gern könnt ihr euch die Rezension zu Metro 2034 einmal von mir durchlesen. Metro 2034 war total düster und niederschmetternd und mit 2035 geht es auch so weiter. Der neugierige Hauptcharakter Artjom, die Hauptperson in diesem Teil, macht sich auf dem Weg aus den Tunneln. Alle anderen bleiben dort unten und haben Angst davor was außerhalb dieser Mauern und vor allem an der Oberfläche zu finden ist. Vielleicht viele Tote? Vielleicht noch schrecklichere Wesen als unten in den U-Bahn Tunneln? Artjom ist in jedem Fall ein wirklich mutiger Mann und auf seiner Reise an die Oberfläche bekommt man viele Gedankengänge von ihm mit. Diese berühren oder erschrecken auf ihre eigene Art und Weise. Düsterer Schreibstil 2.0 Ich kann es gar nicht anders bestätigen als, dass man sogar noch eine Schippe an Düsterheit (ist das überhaupt ein Wort?) und bedrückendem Schreibstil oben drauf machen kann. Diesmal war es sogar etwas schwieriger in das Buch reinzukommen, da man die Verzweiflung und Sorge aus dem Teil 2034 mitgenommen hat und wenn man merkt was an der Oberfläche los ist, dann trau ich mich gar nicht mehr weiter darüber nachzudenken. Alles in allem ist es ein Buch der Extraklasse. Dmitry Glukhovsky haut damit ein Buch raus, dass mich wirklich schon fast deprimiert hinterlässt, aber auch unterhaltend. Ich frage mich wie er das mit dem düsteren und beklemmenden Schreibstil hinbekommt. Man will eigentlich aufhören zu lesen, da es so erschreckend ist und gleichzeitig muss man weiterlesen, da es einfach so unglaublich ist, dass man wissen will ob es noch schlimmer geht.

Lesen Sie weiter

Aufmachung: Das Rot ist schon recht aggressiv, aber es passt definitiv zum Inhalt. Haha. Zum Rest der Reihe passt es allerdings nicht so gut, und schön finde ich es auch nicht. Die Titel der Reihe sind auch nicht besonders einfallsreich ("Metro 2033", "Metro 2034", "Metro 2035"), aber gut. Die Kapitel sind alle lang. Meine Meinung: Vorweg: Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen, aber das hat sich nicht auf das Verständnis ausgewirkt, ich kam dennoch sehr gut mit, da vieles (oder sogar so gut wie alles) Wichtige am Anfang erklärt wird. Allerdings kann das natürlich der Grund dafür sein, dass mir das Buch so gar nicht gefallen hat, vielleicht würde ich anders urteilen, wenn ich die Charaktere schon länger kennen würde (was ich zwar nicht glaube, der Fairness halber soll dies aber erwähnt werden). Mir hat das Buch nicht nur gar nicht gefallen, ich würde sogar so weit gehen und sagen, "Metro 2035" ist das schlechteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Normalerweise bin ich mit solchen Behauptungen vorsichtig, aber hier muss das so gesagt werden. Wie erwähnt, wird zu Beginn das meiste aus den Vorgängerbänden geklärt, sodass man als Leser auch dann gut mitkommt, wenn man "Metro 2033" und "Metro 2034" (sehr einfallsreiche Titel übrigens) nicht gelesen hat. Gleichzeitig lernt man den Protagonisten kennen, mit dem ich allerdings gar nicht warm werden konnte. Einzig die vorangegangenen Beziehungen und deren Entwicklung lernt man nicht sofort kennen, aber im Laufe der Handlung kann man sich das alles zusammenreimen; die ersten beiden Teile sind meiner Meinung nach also nicht existenziell für das Verständnis. Was das Buch nun so schrecklich macht ist Folgendes: Der Roman fasst stolze 700 Seiten, von denen ich knapp 350, plus minus ein paar, gelesen habe. Denn, und ich schäme mich nicht, das zu sagen, nach 300 Seiten habe ich angefangen, Seiten zu überspringen. Nach diesen paar hundert Seiten passiert nämlich rein GAR NICHTS, es herrscht absolute und gähnende Langeweile und 700 Seiten hätte ich das definitiv nicht ausgehalten. Ich hatte nämlich nicht die Hoffnung, dass es auf den nächsten 400 noch besser wird, sonst hätte ich nie angefangen zu überspringen. Bis jetzt war es bei mir immer so, dass ich, so schlecht das Buch auch war, immer bis zum Ende durchgehalten habe, um dem Buch noch den letzten Hauch einer Chance zu geben, besser zu werden. Aber hier hatte ich nicht die Energie dazu, und das will schon was heißen, wenn man bedenkt, dass ich noch nie Seiten übersprungen habe. Wirklich niemals, bis zu diesem Buch. Ich habe also nach etwa 300 Seiten einige Seiten übersprungen, erst nur so drei bis fünf, dann zehn, und irgendwann hab ich dann nur noch das Ende gelesen. Und was soll ich sagen? Das, was dort steht, war mir spätestens nach 100 Seiten schon klar. Ich habe also nichts verpasst. Generell ist das Buch (das, was ich davon gelesen habe) total vorhersehbar und L A N G W E I L I G; der Protagonist ist unsympathisch und nervig, ich konnte mich gar nicht in ihn hineinversetzen oder seine Handlungen nachvollziehen. Fazit: Ich war froh, als ich das Buch auf die Seite gelegt hab, "Metro 2035" ist eine reine Tortur. Ich weiß nicht, wie die ersten beiden Teile sind, aber ich will es auch nicht wissen. Wer die Reihe gern hat, meinetwegen, ich finde das Buch blöd. -23/5 Lesehasen.

Lesen Sie weiter

Vorab muss ich gestehen das ich die vorherigen Bände dieser Serie nicht kenne. Nachdem mir versichert wurde das ich diese nicht zwingend benötige um das Buch, ohne grosse Wissenslücken, problemlos zu verstehen. Dies Stimmt. Es ist nicht schwer der Geschichte zu folgen. Das Buch fängt schleppend an und braucht sehr lang um in fahrt zu kommen. Das Ende wird dafür sehr kurz und knapp gehalten. Es wirkte auf mich als ob der Autor Dmitry Glukhovsky keine Zeit mehr hatte die Geschichte ausführlich zu beenden. Etwas gehetzt. Alles wirkt wie eine lange Reise ohne Ankunft. Es wird versucht, Spannung aufzubauen, diese aber schafft die Steigung nicht. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Hier dominiert die Wörtliche Rede. Es ist an einigen Stellen schwer auf anhieb zu erkennen wer gerade spricht. Dmitry Glukhovsky hat auf diese Art und Weise versucht dem Leser ein modernes, aktives Gespräch zu bieten. Mich haben diese "Pausepunkte" ehr gestört. Ganze Sätze bieten mir einen angenehmeren Lesefluss. Zitat: Warte, Schenja..... Wohin hast du mich...(S420) Dmitry Glukhovsky hat es leider nicht geschafft mich mit dem Buch "Metro 2035" zu fesseln. Die Charaktere waren sehr oberflächlich. Was aber an der Tatsache liegen mag, das ich die vorherigen Bände nicht kenne. Fazit: Mir war der Einstieg in die Geschichte zu langatmig. So das ich sehr lange brauchte um mich zum weiterlesen aufzuraffen. Erwartet habe ich einen mitreissenden, spannenden Dystopieroman. Wer dies erwartet wird enttäuscht. Dieses Buch bringt keine Emotionen rüber, es liest sich wie ein gemütlicher Spaziergang.

Lesen Sie weiter

Metro 2035

Von: Nicca

11.12.2016

Ich kenne die Metro-Reihe ausnahmsweise nicht durch die Bücher, sondern aufgrund des PC Spiels. Ich habe es vor langer Zeit mal gespielt und erst danach erfahren, dass das ganze auf Büchern basiert und es sogar mehrere gibt. Ich war ganz begeistert und wollte sie unbedingt lesen, da mir das Spiel auch schon so gut gefallen hat. Das Cover von "Metro 2035" gefällt mir sehr gut. Es ist sehr schlicht, aber durch die rote Farbe auch sehr ausdrucksstark und das passt meiner Meinung nach perfekt zur Thematik. Das Buch ist sehr dick und man sollte sich ausreichend Zeit dafür nehmen. Zwar finde ich den Schreibstil sehr gut und die Erzählweise gefällt mir, aber wenn man nicht gerade Ferien oder Urlaub hat, braucht man einfach mehr Zeit - es sind schließlich 784 Seiten, die auf den Leser warten. Ich möchte nicht zu viel von der Story verraten, da ich damit nur den Spaß am Buch rauben würde. Ich finde das Preis-/Leistungsverhältnis bei diesem Buch einfach super, man bekommt für wenig Geld eine wunderbare, spannende und unterhaltsame Lektüre - probiert es selbst aus, das Buch ist nämlich wirklich toll! Fazit Ein sehr faszinierendes Buch!

Lesen Sie weiter

Für den dritten und neuesten Teil von Glukhovskys "Metro"-Reihe habe ich sehr lange gebraucht. Erst wollte ich alle anderen angelesenen Bücher durchhaben, damit ich mich voll und ganz auf "Metro 3035" konzentrieren konnte. Denn für mich ist "Metro" nicht einfach nur eine unterhaltsame Reihe, sondern ein Werk, das mich vor allem dadurch begeistert, dass ich mir genau so unsere Zukunft vorstelle. Als ich dann endlich dazu kam, mich auf Glukhovsky zu stürzen, habe ich auch dann wieder sehr lange gebraucht. Das liegt nicht daran, dass das Buch schlecht ist, eher im Gegenteil. Je länger ich darin las, desto mehr wurde 2035 zu meinem Lieblingsband. Jedoch eigentlich sich "Metro 2035" nicht dafür, einfach mal da einen Satz und dort eine Seite zu lesen. Ich wollte mir Zeit nehmen dafür, mich hineinsinken lassen in diese düstere, enge Welt. Das gelingt auch sofort, dafür sorgt Glukhovsky schon, aber wenn ich schon las, dann wollte ich es auch geniessen. Also musste ich mir diese Zeiten rausnehmen und dafür hatte ich nur selten Gelegenheit. Auch ist "Metro 2035" kein Buch, das man einfach so nebenbei mal runterliest. Zumindest nicht für mich, schon gar nicht dieser Band. Denn hier zeigt sich nun, welche Monster wirklich in der Metro lauern. Keine Schatten oder Monster, es sind die Menschen, die grausam sind. Glukhovsky schafft ein glaubhaftes Abbild unserer Gesellschaft und eh man sich's versieht, hat er uns den Spiegel vorgehalten. Darin sind russische Sci-Fi-Autoren schon immer gut gewesen und nun führt Glukhovsky diese Tradition fort: Kritik halten an aktuellen gesellschaftlichen Standards. Aber es spielt ja alles in der Zukunft, das ist ganz weit weg und nur Fantasie. Mag man denken. Denkt man etwas weiter stellt man fest, dass es keine Metro braucht, damit ein paar wenige privilegiert sind und sich alles zusammenreimen um sich diese Privilegien zu bestätigen. Für Fans dieses Universums gibt es ausserdem ein paar saftige Überraschungen und neue Ansichten. Zumindest mich erwischte es ein paar Mal ziemlich kalt. Somit ist "Metro 2035" kein Aufwärmen des ersten Bandes, was leider schon viel zu oft vorgekommen ist, sondern eine legitime und überzeugende Fortsetzung. Hier kommen auch die ersten beiden Bände zusammen, Artjom trifft auf Homer, so viel darf man meiner Meinung nach schon verraten ohne zu spoilern. Überhaupt - Artjom. Er ist grossartig. Ein grossartiger Held. Beziehungsweise eben kein Held. Er will ja auch keiner sein. Artjom gehört nicht zu jenen Helden, die mit irgendwelchen Begabungen geboren werden, auserwählt sind oder sich ihrer Sache von Anfang an sicher sind. Meiner Meinung nach ist er der menschlichste Bücherheld, den ich je getroffen habe. Und ich habe schon viele Bücher gelesen. Aber Artjom ist anders. Er zieht zwar sein Ding durch, wie viele andere auch. Aber er zweifelt, verzweifelt, macht riesige Fehler, unter denen auch andere zu leiden haben. Er steht zwar immer wieder auf, aber oft dauert das eine Weile. Sind andere Protagonisten, die darauf getrimmt sind, menschlich zu wirken, dank ihrer Freunde oder ihrer Überzeugung schon lange wieder unterwegs, muss Artjom sich erst selbst langsam und verletzt wieder aus der Scheisse ziehen. Schweinescheisse sogar. Deshalb mag ich Artjom. Er kriecht durch die Metro, die ihn mehr und mehr einengt, möchte eine Revolution anfangen, doch ob er es schaffen kann? Hier will ich nicht allzu viel verraten, denn das wäre dann wohl zu viel gespoilert, aber was die Figurenkonstellationen betrifft, passiert hier im Verlauf der Geschichte einiges. Vieles davon völlig unerwartet. Natürlich möchte Homer aus Artjom einen Helden machen. Das will Artjom aber nicht. Hätte Glukhovsky Artjom gefragt, ob er ein Buch über ihn schreiben darf, hätte er wahrscheinlich ebenfalls abgelehnt. Aber Glukhovsky hat nicht gefragt und hier haben wir nun das absolute Gegenteil eines strahlenden Helden. Hier haben wir einen, der sich sträubt, verstrahlt ist und es den Leuten um sich herum oft nicht einfach macht. In einer Rezension habe ich gelesen, dass die Geschichte wirr ist. Ja, an einigen Stellen ist sie das. Und genau das fand ich grossartig. Glukhovsky arbeitet hier sehr stark an seiner Sprache. In gefährlichen, rasanten Stellen wechselt die Sprache vom Präteritum ins Präsens. Keine ruhige Erzählung mehr, sondern jetzt muss man handeln, reagieren. JETZT. Auch seine Ausdrücke wechseln immer wieder, als wolle der Autor einfach mal ausprobieren und ich finde, das darf er auch. Das muss er sogar. Etwa in der Mitte hat Artjom ein ziemliches Blackout. Er weiss nicht mehr, was passiert ist. Wissen wir als Leser das? Nein. Wir müssen zusammen mit Artjom herausfinden, was während dieser Zeit passiert ist. Glukhovsky macht es uns da nicht einfach, indem er alles runterpalavert, was passiert ist. Auch der Leser hat etwas zu tun. In der Metro gibt es keine Silberteller, zumindest nicht in der Metro, in der Artjom lebt. Wieso sollte dann der Leser alles auf dem Silbertablett bekommen? Die Gespräche sind oft in direkter Rede gehalten, sodass man rasch den Faden verliert, wer nun was sagt. Hier kann ich zusammen, dass es etwas verwirrend werden kann. Genau deshalb nahm ich mir Zeit für "Metro 2035" - um aufmerksam zu sein, aufzupassen, was vor sich geht und mich auch mal meiner Verwirrtheit hinzugeben. Schlussendlich wird nämlich alles aufgeklärt. "Metro 2035" ist ein grandioses Werk, eigensinnig und starrköpfig wie sein Protagonist. Ein Meisterwerk der Sci-Fi-Literatur und eine Abwechslung in einer Literaturgattung, in der es ansonsten eher glitzert und Happy Ends gibt. Dieses Buch sucht Seinesgleichen und ich hoffe, dass der nächste Teil ebenso überzeugend und faszinierend ist.

Lesen Sie weiter

Von den 200 Überlebenden seiner Metrostation WDNCh ist Artjom der einzige, der nach wie vor nicht aufgegeben hat, daran zu glauben, dass es irgendwo auf der Welt noch andere lebende Menschen geben muss. Täglich zieht er los und begibt sich auf eines der Hochhäuser, natürlich zu Fuß, denn die Fahrstühle funktionieren nicht mehr, und sendet seine Radiosignale aus. Seine Bemühungen werden allerdings nicht gerne gesehen. Im Gegenteil, Suchoj, sein Stiefvater versucht ihn von seinen Ausflügen abzuhalten, ohne Erfolg. Auch seine große Liebe Anja hat sich von ihm abgewandt und zeigt ihren Hass ihm gegenüber, sie glaubt sogar, dass er trotz Dekontaminierung restliche Strahlen auf sie alle samt der Tiere und Pflanzen übertragen kann. So ist Artjom auch alles andere als erfreut, als plötzlich Homer, von der Sewastopolkaja Station, in der WDNCh auftaucht und ihm eröffnet, dass er ein Geschichtsbuch für die Nachfahren schreiben möchte und Artjom ihm dafür seine Geschichte erzählen soll. Da dies auf Empfehlung von Melnik, Anjas Vaters geschieht, ist Artjom aufgebracht über Homers Ansinnen. Artjom zieht es hinaus, zu viele Konflikte häufen sich in der Metrostation, er möchte erforschen, ob ein Leben an der Oberfläche nicht doch wieder möglich sein könnte, nach all den Jahren, so begibt er sich erneut auf eine Reise. Mit dem dritten und leider letzten Band seiner Reihe ist dem Autoren Dmitry Glukhovsky erneut ein episches Meisterwerk gelungen. In moderner und frischer Sprache erzählt der Autor Artjoms Geschichte weiter. Der Schreibstil Dmitry Glukhovskys ist ausgewogen und in flüssigem Tempo. Das Lesen ist somit angenehm und unterhaltend. Dies war mein erster dystopischer Roman und er hat mich gleich zutiefst begeistert. In einem Interview hat der Autor gesagt, Leser finden dann zu Dystopien, wenn sie mit der politischen Lage ihres Landes oder der Welt nicht mehr zufrieden sind und ich denke, darin liegt ein Kern der Wahrheit. Nur zu gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Als Leser kommen Dystopie-Fans sowie Neulinge wie mich in Frage, auch ist es nicht zwingend erforderlich, die ersten beide Teile gelesen zu haben, ich selbst werde dies jedoch schnellst möglichst nachholen.

Lesen Sie weiter