Leserstimmen zu
Königsschwur

Joe Abercrombie

Die Königs-Romane (1)

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Ich mag nur ein halber Mann sein, aber ich kann einen ganzen Eid schwören. – Aus Königsschwur von Joe Abercrombie Mit Königsschwur liefert Joe Abercrombie uns einen körperlich Behinderten Helden, etwas worauf ich schon lange gewartet habe. Diese perfekten Protas nerven aber auch manchmal^^ Und perfekt ist Yarvi meiner Meinung überhaupt nicht. Er ist völlig überfordert damit König zu sein und trotz seiner guten Taten, tut und denkt er auch manchmal schlecht, sodass meine Sympathie für ihn sich in Grenzen hält – aber sie ist da. Alle Charaktere überzeugten mich und waren authentisch, jedoch bekam man von Yarvis Kameraden nicht so viel mit über deren Denkweisen und Charakterzüge, was ich schade fand. So konnte ich keinen so ganz ins Herz schließen, aber vielleicht kommt das ja noch in Band 2. Man braucht zwei Hände, um gegen jemanden zu kämpfe, aber für den Stich in den Rücken, genügt wohl eine einzige. (Seite 247) Der leichte und nicht gerade detailreiche Schreibstil ist für einen High-Fantasy Roman eher untypisch, da gerade diese doch vor schönen Beschreibungen sonst glänzen und eher schwerere Kost sind. So war mir Joe Abercormbies Erzählweise mal eine willkommende Abwechslung, obwohl ich detailreiches sonst so liebe. Aber zu viel von einem ist ja auch nicht gut. Dieser Stil macht DSC00131Königsschwur zu einer eher leichten Kost, die man in wenigen Tagen verschlingen kann. Die nordisch angehauchte Welt in die uns Joe Abercrombie hier entführt gefällt mir sehr gut und ich denke das ich in Band 2 noch mehr von ihr sehen werde, da sie im ersten Teil eher spärlich beschrieben wurde. Magie oder andere Merkmale der Fantasy fehlen gänzlich, es scheint eher eine Welt wie unsere, nur eben mit anderen Ländern und in einer mittelalterlichen Zeit. Königsschwur hat mir besonders dadurch gefallen, das ich es flüssig lesen konnte und es nirgendwo unnötig in die Länge gezogen wurde. Durch die schnelle Handlung, die sich nicht von irgendwelchen Nebenhandlungen aufhalten lässt, fiebert man gespannt bis zum Ende mit, dass noch die eine oder andere Enthüllung in sich hat – obwohl es Anfangs nicht so scheint. Die überraschenden Wendungen haben mir dafür in der Mitte etwas gefehlt, da es hier alles etwas zu hervorsehbar war. Fazit: Ohne umschweifende Einleitung stürzen wir uns mit Yarvi in ein spannendes Abenteuer und dem Wunsch nach Rache. Eine erlebnisreiche Handlung mit traurigen und überraschenden Momenten erwartet euch mit Königsschwur. Es überzeugt vor allem durch den manchmal echt witzigen und leichten Schreibstil, sowie auch seine Welt.

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Einen Tag lang König, einen Winter als Sklave, ein Leben für die Rache. Dieser Text steht auf dem Buchrücken und hat sofort mein Interesse geweckt, außerdem stehen Empfehlungen von George RR Martin und Patrick Rothfuss auf dem Buch, wenn dies kein gutes Buch verspricht, dann weiß ich auch nicht. Allein diese 3 Sätze haben bei mir eine Erwartungshaltung an den Roman geschürt, da sie so aussagekräftig sind. Leider würde ich dann enttäuscht von diesem "Fantasy-Epos", ich würde es im High Fantasy Bereich Ansiedeln, aber nur weil es in einer ausgedachten Welt spielt. Diese ist zwar sehr anschaulich durch die Karte ( ich liebe Karten) und auch durchweg interessant und gut durchdacht, so weit man dies nun schon sagen kann. Aber wo sind die Fantasy Elemente? In dieser Welt gibt es viele Götter, oder doch nur eine, da sind sich die Gelehrten nicht so sicher. Aber zu Gesicht bekommt man sie nicht. Ich brauch nicht unbedingt einen Drachen, um zu sagen, das ist Fantasy, aber irgendwas Magisches wäre schon schön gewesen. Der Narr schlägt zu. Der Weise lächelt, beobachtet und lernt. Und schlägt dann zu. Seite 113. Yarvi ist die Hauptperson des Buches und für mich nicht gerade ein großer Sympathieträger. Zu erst dachte ich er wäre der Typ Underdog, um sein Erbrecht betrogen, nach Rache lüstern, gelangt er zu wahrer stärke. Er hat sich zwar entwickelt und dies nicht zu knapp, aber irgendwie ist er doch er selbst geblieben. Was ich hier nicht unbedingt positiv fand. [Vorsicht Näheres eingehen auf die Handlung] Er will unbedingt wieder auf den Thron, ja aber warum. Weil er denkt, er wäre ein guter König, ähm nein, weil er sein Volk beschützen möchte, auch wieder nein, denn dieses lässt er bereitwillig ermorden. Außerdem weiß er, wie hart es als Rudersklave ist und trotzdem gibt er den Befehl, die Männer sollen noch härter rudern, anstatt das er ein ordentliches Essen für sie anordnen oder Kleidung. [ Ende] Dieses Verhalten fand ich einfach nicht in Ordnung. Und so verhält sich für mich auch kein wahrer König, wobei diese Welt wohl eh durch Grausamkeit und Sklaverei glänzt. Die Wut des Narren macht ihn zu ihrem Sklaven....Die Wut des Weisen ist sein Werkzeug. Seite 25 Dies war mein erstes Buch von Joe Abercrombie und sein Schreibstil hier konnte mich nicht völlig überzeugen. Oft waren mir seine Beschreibungen zu ausufernd und es gab für meinen Geschmack zu oft Vergleiche. Dafür hat mir die von ihm geschaffene Welt sehr gut gefallen. Doch wirklich packen konnte er mich nicht. Die Rache Gefühle von Yarvi kamen für mich nicht gut genug raus, da habe ich eine alles verzehrende Rache erwartet und nicht immer mal wieder ein paar Sätze. Yarvi konnte mich als Charakter nicht überzeugen, dafür fand ich Nichts ( ja das ist ein Name) sehr interessant, ich hatten dann auch schnell eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Dieser Moment hat mir dann sehr gefallen, aber die Emotionen kamen dann doch wieder nicht richtig bei mir an. Das Buch hätte man meiner Meinung nach auch gut als Einzelband stehen lassen können, auch wenn es schade um den Weltenentwurf gewesen wäre. Band 2 werde ich trotz meiner Kritik lesen, da ich gespannt bin, was noch kommt und ob Yarvi sich nicht doch nicht etwas zum Helden mausert. Fazit: Konnte meiner Erwartungen nicht völlig erfüllen. Interessanter Weltentwurf, bei dem ich etwas die Fantasy Elemente vermisst habe. Hauptcharakter konnte mich nicht überzeugen, sein Handel war mir manchmal zu wider. Trotzdem interessante Storyline, die mir gefallen hat.

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Titel Königsschwur Autor Joe Abercrombie gelesen Juli 2015 Bewertung ♥ ♥ ♥ ♥ Action: ●● Spannung: ●● Humor: ● Charaktere: ●● Anspruch: ● Erotik: Genre High-Fantasy Erscheinungsdatum Februar 2015 Verlag Heyne Verlag Originaltitel Half A King Seitenzahl 365 Preis 14,99 Euro ISBN 978-3-453-31599-0 Verlagslink http://www.randomhouse.de/Paperback/Koenigsschwur-Roman/Joe-Abercrombie/e452612.rhd Klappentext Einen Tag lang König, ein Winter als Sklave, ein Leben für die Rache In den kalten Nordlanden regiert das Gesetz des Stärkeren, und für Prinz Yarvi mit seiner verkrüppelten Hand ist dieses Gesetz ein Fluch. Als sein Vater und sein Bruder ermordet werden, muss er dennoch den Schwarzen Thron besteigen. Er schwört blutige Rache an seinen Feinden - und wird kurz darauf selbst verraten und als Sklave verkauft. Aber der Pfad seiner Rache hat gerade erst begonnen… Das neue Gewaltige Fantasy-Epos von Bestsellerautor Joe Abercrombie "Joe Abercrombies Fantasy ist großartig!" Patrick Rothfuss, Autor von "Der Name des Windes" Inhalt Yarvi ist zwar der jüngere Sohn des Königs von Gettland, aber an der Krone selbst hat er eigentlich kein Interesse. Er möchte die Gelehrtenprüfung ablegen, auf Anspruch, Familie und Titel verzichten und ein Leben als Berater führen. Doch als sein Vater und sein älterer Bruder verraten und getötet werden, hat Yarvi keine Wahl, als den Thron selbst zu besteigen. Er leistet einen Königsschwur, sich an den Mördern seiner Familie zu rächen. Doch er wird selbst verraten, überlebt zwar, wird jedoch als Sklave verkauft. Kann er seinen Schwur trotzdem einlösen und sich den Thron zurückholen, den er zwar nie wollte, der jetzt aber rechtmäßig ihm gehört? Meinung Mir hat "Königsschwur" sehr gut gefallen. Ich mochte die Welt ihren Aufbau. Das klingt zwar sehr banal, aber mir hat gefallen, dass diese Welt kein einzelnes Land oder einen Kontinent zeigt, der von Wasser umgeben ist, sondern dass die weitestgehend geschlossene Bruchsee in der Mitte liegt und sich die Länder, in denen die Handlung spielt, darum herum liegen. Auch das "nordische Feeling" hat mir sehr gut gefallen. Die Welt in "Königsschwur" ist eine raue, kalte und harte Welt, in denen ebenso raue Menschen leben. Sie ist aber sehr schlüssig und funktioniert, ohne seitenlangen Erklärungen zu einzelnen Dingen. Die Charaktere, besonders Yarvi selbst, machen eine deutliche Entwicklung innerhalb der Geschichte durch. Wobei ich ihn zu Beginn eigentlich sympathischer fand, als zum Ende hin. Die Figuren sind eigentlich alle so, dass man sie nicht unbedingt sofort ins Herz schließt und ich habe zu niemandem eine so feste Bindung aufgebaut, dass ich mir wünschen würde, ich würde ihn oder sie im echten Leben treffen (ja, das kommt manchmal vor :D) und viele der Figuren bleiben eher blass. Aber es gibt natürlich sympathischere und unsympathischere Charaktere und sie fügen sich alle sehr gut in die Welt und in die Geschichte. Außerdem fand ich auch sehr schön, dass dieses Buch - obwohl es High-Fantasy ist - mit unter 400 Seiten nicht besonders dick ist. Und es bleiben zwar offene Fragen und Handlungsstränge, die man weiterverfolgen möchte, aber das Buch (der erste Teil einer Trilogie) endet nicht mit einem Cliffhanger und wenn man möchte kann man ihn auch als Einzelband lesen und wird mit dem Ende leben können. Trotzdem freue ich mich natürlich sehr auf die beiden Folgebände ("Königsjäger" erscheint auch schon am 10. August). Insgesamt denke ich, kann ich dieses Buch jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen, aber auch Leser, die sonst nicht allzu oft zu diesem Genre greifen, könnten mit diesem Buch einen Versuch wagen. Die Geschichte spielt zwar in einer anderen Welt, aber es kommen keine übernatürlichen Wesen oder magische Gestalten darin vor. Es herrscht eher ein bisschen Wikingerstimmung. Und zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich bisher die Klingen-Reihe von Joe Abercrombie noch nicht gelesen habe und deshalb keinen Vergleich ziehen kann. Ich habe aber gehört und gelesen, dass viele Leser sehr enttäuscht waren, weil "Königsschwur" eher in den Bereich Jugendfantasy gehört und sich deutlich (in Länge, Anzahl der Charakteren, Aufbau der Welt, etc.)von der Klingen-Reihe unterscheidet. Ich würde die Geschichte auch eher in den Jugendbereich verorten. Trotzdem fand ich den Schreibstil insgesamt unglaublich toll und freue mich schon auf die Fortsetzungen und das Buch erhält 4 Herzen von mir.

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Darum geht es: Der König von Gettland und sein Erbe werden ermordet. Der Verdacht fällt natürlich auf den langjährigen Feind, König Grom-gil-Gorm, aus dem Nachbarland. Doch der König von Gettland hatte noch einen zweiten Sohn: Prinz Yarvi soll nun den Platz auf dem schwarzen Thron einnehmen und Krieg gegen Grom-gil-Gorm führen. Da gibt es nur ein Problem: Yarvi hat eine verkrüppelte Hand und ist im Schwertkampf ziemlich nutzlos. Den Großteil der letzten Jahre hatte er mit der Ausbildung zum Gelehrten verbracht. Die schwere Bürde fällt dennoch an ihn und er leistet den Schwur, seinen Vater und seinen Bruder zu rächen und führt eine Kriegsflotte gegen das feindliche Nachbarland. Dort angekommen muss er allerdings feststellen, dass es einen Verräter gibt, der dafür sorgt, dass Yarvi bei einem tödlichen Gerangel ins Meer stürzt. Nur mit Mühe und Not kann er sich retten. Doch am Ufer wartet bereits der Feind auf ihn, der dafür sorgt, dass Yarvi als Rudersklave verkauft wird. Der Schwur, den Mörder seines Vaters und seines Bruders zur Rechenschaft zu ziehen, ist aber stark genug um Yarvi aufrecht zu halten und er ist fest entschlossen, seinen Schwur zu halten. So fand ich es: Ich ahnte schon, dass ich mich bei Joe Abercrombie auf ein wirklich gutes Fantasy-Buch freuen darf und so war es dann auch. Vor sechs oder sieben Jahren hatte ich mal den ersten Band seiner 'Klingen-Saga' gelesen und war damals schon begeistert gewesen. Ärgerlich, dass ich das nie weiter verfolgt habe und der Autor und seine Bücher unverdienter Weise bei mir in Vergessenheit geraten sind. Als ich jetzt aber von seiner neuen Trilogie gehört habe war klar, dass ich es unbedingt nochmal mit einem Buch von ihm versuchen muss. Und was soll ich sagen? Ich hatte großen Spaß mit seinem neuesten Werk, auch wenn es vielleicht nicht ganz an 'Kriegsklingen' heranreicht. Mir war er vor allem wegen seiner außergwöhnlichen Charaktere in Erinnerung geblieben und die habe ich auch hier zumindest mit dem Hauptprotagonisten wieder bekommen. Prinz Yarvi hat mit seiner verkrüppelten Hand ein körperliches Manko, für das er von seinem Vater dauernd kritisiert wird. Dementsprechend ist ihm alles verhasst, was mit offenem Kampf zu tun hat. Das ist einfach nicht seine Welt. Yarvi hat dafür sein Gehirn geschult und ist ein schlauer Bursche, der völlig zufrieden damit ist, seine Ausbildung zum Gelehrten zu machen und sämtliche Erbansprüche abzugeben. Doch das wird ihm mit dem Tod seines Vaters und seines Bruders zunichte gemacht und er muss über Nacht ein König werden und ein ganzes Land anführen. Natürlich traut ihm das niemand zu, inklusive Yarvi, der sich aufgrund seiner Behinderung selbst als einen 'halben Mann' bezeichnet. Aber er leistet einen Schwur, seine Familie zu rächen und zieht in den Krieg, was allerdings gehörig schief geht, denn jemand aus seinen Reihen verrät ihn und will den Thron für sich selbst. Wer ihn verrät und was genau passiert, müsst ihr allerdings selber lesen, ich möchte nicht spoilern. Yarvi überlebt jedenfalls knapp, auch wenn er fortan als Rudersklave sein Leben bestreiten muss. Obwohl er sich selbst nicht viel zutraut, schafft er es irgendwie stark zu bleiben und findet, dank seines schlauen Köpfchens, für alles einen Weg. Er wächst mit der Zeit und er macht eine harte Entwicklung durch. Einige Entscheidungen oder Gedankengänge haben mir nicht immer gefallen, manchmal ging es mir mit Yarvi dann doch eine Nummer zu weit. Aber auch dafür ist der Autor bekannt. Seine Charaktere sind meistens kontrovers und lassen Raum für Diskussionen und Überlegungen. Das wiederum gefällt mir sehr. So sind auch die meisten Nebencharaktere gestrickt, wenn auch nicht so sehr ausgeprägt wie die Hauptprotagonisten. Im Vergleich zu Yarvi beispielsweise bleiben sie doch ein wenig zu flach. Ich möchte allerdings aufgrund von Spoilergefahr auch über sie nicht mehr sagen. Grundsätzlich hat es mir aber gefallen, wie der Autor seine Charaktere inszeniert hat. Die Geschichte an sich ist schon spannend und bietet viel Potenzial. Allerdings gibt es auch ein paar Passagen, die sich für mich etwas hingezogen haben. Aber durchhalten lohnt sich, denn man wird mit der ein oder anderen Wendung überrascht und kann bei brenzligen Szenen herrlich mit den Protagonisten mitfiebern. Obwohl es auch vorhersehbare Geschehnisse gibt, geschehen aber genauso auch Dinge, die ich nicht vorhersehen konnte. Ich mag es, wie der Autor mit seinem Schreibstil eine düstere Atmosphäre erschafft und gleichzeit aber Humor beweist und auf eine positive Art mit seinen Charakteren spielt. Wenn ich aber wieder den Vergleich zu den älteren Werken ziehe, hat auch diese Rafinesse ein wenig nachgelassen. Man merkt halt schon, dass das Buch ein wenig zu krampfhaft auf eine etwas jüngere Zielgruppe anspielt. Dennoch hatte ich meine Freude daran, denn obwohl es zwar schwächer war als gewohnt, war es immer noch richtig gut. Gut gefällt mir auch, dass dieses Buch ohne seitenlange Schlachten und Kampfszenen auskommt, sondern das Augenmerk auf den Menschen und ihre Geschichte liegt. Über das Ende lässt sich streiten, aber für mich war es durchaus in Ordnung. Mein Fazit: Eine solide Fantasy-Geschichte, die mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat, mit einem Antihelden als Hauptcharakter und einer interessanten Story mit ein wenig Luft nach oben. Aber es kommen ja noch zwei Bände und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Ich würde Fans von High Fantasy auf jeden Fall empfehlen, sich das Buch und den Autor mal näher anzusehen.

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Joe Abercrombie konnte mich ja schon mit seinen -Klingenromanen voll und ganz überzeugen. Aus diesem Grund war ich wirklich sehr gespannt was er seinen Lesern sonst noch so zu bieten hat und wurde nicht enttäuscht. Protagonist Yarvi ,Sohn einer Königsfamilie in einer Welt nachempfunden des Vikingertums, ist offensichtlich nicht dazu geschaffen zukünftig den Thron für sich zu beanspruchen. Da auch seine Familie dies so sieht, ihm nur eine gesunde und eine verkümmerte Hand und er sich deshalb nicht befähigt fühlt Größeres anzustreben, ist er auf dem Weg eine Gelehrtenausbildung abzuschließen. Doch kurz bevor es soweit ist, schlägt das Schicksal zu: sein Vater und älterer Bruder werden ermordet, sodass er in der Erbfolge auf den Thron gesetzt wird. Die Einflüsterungen seines Onkels und der Erwartungshaltung seines Volkes und seiner Mutter erlegen schwört er seine Familie zu rächen, doch nur einen Tag später wird er verraten und gerät in die Fänge von Sklavenhändlern. . . Allein Abercrombies Schreibstil sorgt dafür, dass man weiterlesen möchte, obwohl stellenweise die Handlung nicht wirklich mitreißend ist. Besonders am Anfang kam es mir ein bisschen zäh vor und ich hatte Schwierigkeiten richtig in die Handlung rein zu kommen. Tatsächlich fällt es unglaublich schwer einem Protagonisten zu folgen, der sein Leben auf den Knie verbringt und sich eher schleppend in der Geschichte weiterentwickelt. Nur selten werden versehrte Menschen die Hauptfiguren von Geschichten, besonders in der Fantasy, wo kämpfen und sich behaupten können eine zentrale Rolle spielt, habe ich noch keinen solchen Protagonisten erlebt. Und irgendwie ist es auch schwierig sich in einen solchen hineinzuversetzen. Wer außerdem oft und gerne Krimis oder von Verschwörungen liest, wird ziemlich schnell die Verstrickungen des Geschehens durchschauen. Dies zieht sich hin bis in den Letzten Abschnitten des Buches die Handlung schließlich noch einmal so richtig Fahrt aufnimmt: Yarvis Entwicklung erreicht ihren Höhepunkt und tatsächlich werden noch Dinge aufgedeckt und Verstrickungen aufgelöst, bei denen man als Leser nur mit einem entsetzen „Oha!“-Gefühl zurückbleibt. Dieser Plot-Twist sorgt dafür, dass alle manchmal vielleicht eintönigen Passagen vergessen sind und ich dieses Buch einfach nur unglaublich gut finden konnte! Einen Punkt habe ich aber an dem ich so richtig rum meckern möchte: Das Cover. Normalerweise gehe ich darauf ja nicht so ein, aber hier muss einfach mal etwas dazu gesagt werden, denn es wird in keinster Weise der Geschichte gerecht. Und man bekommt irgendwie das Gefühl, als würde so langsam auf jedem Fantasy-Epos nur noch ein Schwert landen, egal worum es im Buch geht. Besonders stören mich hier wirklich diese Pferde, denn im ganzen Buch wird kein einziges erwähnt. Ich finde einfach, dass man sich bei der Covergestaltung ein kleines bisschen mehr Gedanken machen könnte, denn mittlerweile habe ich hier gut 30 Bücher aus der Heyne-Fantasy-Abteilung, die alle ein Schwert auf dem Cover haben. Natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau, mich stört es aber trotzdem, wenn allem nur so ein Stempel aufgedrückt wird. Das fließt aber nicht in die Bewertung mit ein, denn immerhin gibt es hier sehr sehr gute 4 von 5 Sterne! Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass sich das Buch sehr schnell liest. Besonders toll ist einfach Abercrombies Art Geschichten zu erzählen und eine Welt zu erschaffen, die auch aus unseren Geschichtsbüchern stammen könnte!

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Königsschwur hat mir mal wieder gezeigt, dass man oft selbst ein Buch lesen muss, um sich eine Meinung zu bilden. Das Buch stand seit seiner Ankündigung auf meiner Wunschliste, rutschte von dieser schnell aber wieder runter aufgrund vieler schlechter Rezensionen. Größtenteils handelte es sich hierbei aber um Leser, die sein vorherige Reihe gelesen hatten und wahrscheinlich mit hohen Erwartungen an sein neustes Werk herangetreten sind. Was jedoch immer wieder vergessen wird ist die Tatsache, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Ich bin zwar kein Freund davon den Schreibstil einer Altersgruppe entsprechend anzupassen, bei Joe Abercrombie - ohne seine vorherige Reihe zu kenne - konnte ich aber solche Maßnahmen kaum erkennen. Im Gegenteil, ich war nach anfänglicher Skepsis von dem Buch wirklich positiv überrascht und mir hat es sogar Spaß gemacht zusammen mit Yarvis und seinen Freunden ein richtiges Abenteuer zu erleben. Das Buch beginnt dabei gleich an einen sehr spannenden Punkt und lässt dem Leser kaum Zeit so richtig in Gettland anzukommen. Hier könnte man vielleicht die Kritik üben, dass eine kurze Einwöhnungsphase in die fremde Welt nett gewesen wäre. Aber so wie Yarvis kaum Zeit hat sich auf seine Rolle als König vorzubereiten, so wird mir auch nur wenig Zeit gewährt Gettland und die umliegenden Länder genauer kennen zulernen. Denn schon nach in kürzester Zeit werde ich mit Yarvi verraten, versklavt und landen als Ruderer auf einem Schiff. An dieser Stelle wuchs mir das Buch mit seinen tollen Charakter so richtig ans Herz. Die gesamte Schiffscrew ist zwar nicht die sympatischste Gruppe, dennoch bieten sich hier tolle Dialoge, die mich immer wieder zum schmunzeln brachten. An den Charakteren hab ich nur wenig auszusetzen. Hier und da vielleicht ein wenig mehr Tiefgang und weniger Action, aber das sind so Kleinigkeiten, die dem Buch nichts nehmen. Joe Abercrombie gönnt den Lesern so gut wie gar keine Ruhe und hier liegt sicher die größte Stärke des Buches. Einmal vom Schiff runter, versucht Yarvi zu flüchten und ich lerne, wie hart es ist in diesem Land, dass von einem Hochkönig regiert wird, überhaupt zu überleben. Es bleibt stetig spannend und kaum gibt es Momente, die ich als zu lang empfunden habe. Die Krönung waren aber definitiv die letzten 100 Seiten, die viele Überraschungen bereit hielten und von Yarvi nochmal einiges abverlangten. Glücklich bin ich darüber, dass, obwohl es sich hierbei eigentlich um eine Trilogie handelt, die Teile an sich alle abgeschlossen sind. Yarvi erhält sein persönliches Happy End und auch ich bin glücklich über dieses schöne abgeschlossene Ende. Dennoch war das sicher nicht mein letzter Abstecher in Yarvis Welt. Joe Abercrombie hat mich voll und ganz überzeugt und ich warte schon begierig auf den nächsten Teil. (der im August erscheint).

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Wow!

Von: Ninni SchockiBooks

26.03.2015

Ein grandioses Buch mit düsterer Stimmung und tollen Charakteren. Schaut her:http://youtu.be/r7VdapWPQ0A

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Ich liebe die Erzählungen von Joe Abercrombie....... Es geht nicht über den einmaligen Schreibstil und seine Art zu erzählen. Aber sein neuestes Werk lässt einen klaren Stilbruch in seiner Art zu schreiben erkennen. Es ist sanfter. Ein tolles Jugendbuch, dessen 2 Teil dieses Jahr auch noch erscheint. Und soll ich euch etwas sagen ich freue mich schon darauf.

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