Leserstimmen zu
Piniensommer

Stefanie Gerstenberger

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In „Piniensommer“ lernen wir Stella und Nico gehen. Sie sind jung, verliebt und verlobt. Ihre Geschichte beginnt für uns im Jahr 1966. Ein Zeitalter in dem Korruption und die Mafia noch alltäglich sind und Frauen nicht wirklich etwas zu sagen haben und als „Gefallene“ gelten, sobald sie vor der einem Mann beiwohnen oder gar ein Kind kriegen. Mitten in diesem Zeitalter gilt selbst Stella als unehrenhaft, obwohl ihr schlimmes widerverfahren ist, aber Nico liebt sie von Herzen und ihm ist alles andere egal. Sie sind verlobt und glücklich und ein klein wenig „unehrenhaft“ für ihr Zeitalter ;-) Stella´s Familie ist froh über diese Verlobung und Nico´s Mutter akzeptiert sie einigermaßen. Auch wenn Stella von adeligem Blut ist, hat ihre Familie kein Geld und auch Nico lebt mit seiner Mutter bescheiden, aber alles soll sich ändern. Stella und Nico wollen Architektur studieren, heiraten, zusammen leben und die Familien vereinen. Das Studium ist insbesondere für Stelle enorm wichtig, da sie unbedingt Architektin werden will. Nico hingegen will lieber den ganzen Tag im Meer tauchen, aber Stella und ihrer Zukunft zu liebe will auch er studieren gehen. Beide schaffen es auf die Uni und ihr Leben als Studenten beginnt. Während Stella sich jedoch voll auf das Studium konzentrieren will, lässt sich Nico nur allzu gern ablenken. Er möchte in der korrupten Politik etwas ändern, die Welt bewegen und tauchen gehen. Nico liebt es ohne Sauerstoff tauchen zu gehen und die Stille des Meeres zu hören, doch genau das wird Nico eines Tages zum Verhängnis und Stella.... Stella muss ihren Lebensplan überdenken..... Ich habe das Buch „Piniensommer“ durch das Bloggerportal lesen können (Vielen Dank!) und muss gestehen, dass ich bis zum letzten drittel echt Schwierigkeiten hatte in das Buch rein zukommen. Am Anfang war für mich alles sehr verworren und mir war auch gar nicht bewusst, dass das Buch im Jahr 1966 startet. Im Nachhinein habe ich gesehen, dass es bereits einen vorherigen Teil gab, der mit Stella und Nico zu tun hat, vielleicht hätte dieser mir beim Einstieg geholfen!? Nachdem ich mich in Stella´s Familienverhältnisse aber rein gefunden hatte, hatte mich das Buch irgendwie immer noch nicht abgeholt.... Die Geschichte hat für mich irgendwie nicht an Fahrt aufgenommen und ich habe mich gefragt, wohin es noch führen mag. Als Stella einen weiteren Schicksalsschlag in ihrem jungen Leben verkraften muss tat sie mir unglaublich leid, aber eine bestimmte Wendung war dann doch sehr abzusehen... Dennoch, ab dem letzten Drittel hatte mich das Buch dann doch irgendwie gefangen. Ich fand Stella´s Entwicklung sehr interessant und auch, wie sich in einer Welt, in der Frauen eigentlich nichts zu sagen haben behauptet und die Familie wieder aufbaut! Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass sie wieder glücklich wird und am Ende hat die Autorin mich doch kurz schockiert, weil ich plötzlich dachte das vorhersehbare und erhoffte Ende tritt doch nicht ein :-D Ihr merkt, was dieses Buch angeht bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Am Ende fand ich es noch gut und das letzte Drittel hat das Buch gerettet. Aber zu 100 % konnte es mich leider nicht abholen.

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Was so locker und schnulzig, mit ein wenig Drama im Klappentext klingt, ist echt harter Tobak. Die Liebesgeschichte ist zunächst süß, unschuldig und die Zukunft scheint beiden offen. Manchmal scheinen Nicola und Stella noch kindlich naiv, was man mit 18 Jahren natürlich auch sein darf. Aber was ich, auch wegen dem Cover, als harmlose Herzschmerz-Geschichte einsortiert habe, geht mir ganz schön an die Nieren. Schnell entwickelt es sich zu einem Roman, der vom Loslassen erzählt. Es geht um Trauer, um Trauerarbeit und den Weg, den jeder für sich selbst finden muss. Vor allem die sizilianische Kultur wird einem nähergebracht. Ich habe so sehr mit den trauernden Menschen mitgelitten, dass ich das Buch immer mal wieder zur Seite legen musste. Es erinnerte mich zu sehr an mich und meine Situation. Stefanie Gerstenberger ist ein gefühlvolles Buch gelungen, was durchweg spannend ist und zeigt, wie wichtig die Liebe über den Tod hinaus ist. Ich mag gar nicht so viel schreiben, denn ich will einfach nicht spoilern. Jeder, der traurige Geschichten mag, der macht mit Piniensommer nichts falsch. 4 Eseslöhrchen von mir.

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Meine Meinung Stella und Nicola sind jung und genießen die gemeinsame Zeit miteinander. Beide studieren Architektur in Palermo. Beide wollen die Welt verändern. Doch während Nicola neben dem Studium auch seine Freizeit genießt, arbeitet Stella hart und in jeder freien Minute an ihrem Studium. Oft macht sie ihm Vorwürfe, dass er nicht genug für sein Studium macht und dann würde sie ihm am liebsten auch noch das Apnoetauchen verbieten. Stella ist außer sich vor Sorge, wenn Nico in die Tiefen des Meeres abtaucht. Doch ihre Liebe ist größer als alles andere auf der Welt und niemals würde Stella es übers Herz bringen, ihn wegen des Tauchens zu verlassen. Kurze Zeit vor der Hochzeit der beiden jungen Menschen schlägt das Schicksal zu und das Leben zwingt Stella dazu die schwersten Entscheidungen ihres Lebens zu treffen. Inmitten der ganzen Unruhen durch die Mafia versuchen Stella und ihre Freunde eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen. Doch wofür lohnt es sich wirklich zu kämpfen? Stella hatte nie ein leichtes Leben. Als junges Mädchen von der Familie verstoßen, flüchtet sie sich in Arbeit und Ehrgeiz. Sie studiert Architektur und bewahrt schließlich ihr Elternhaus vor dem absoluten Verfall. Mit ihrem verlobten Nicola scheint ihr Glück perfekt. Doch auch dieses Mal meint es das Leben nicht gut mit ihr. Die Liebesgeschichte wird durch den Tod von Nicola abrupt beendet. Das geschieht bereits im ersten Drittel des Buches und ist leider schon mit wenig Tiefgang beschrieben. Der Unfall hat mich weder schockiert noch emotional mitgenommen. Für mich waren hier einfach noch nicht genug Emotionen und Bindungen zu den Protagonisten aufgebaut. Die letzten beiden Drittel des Buches befassen sich ausschließlich mit Stellas Trauer um Nicola. Es geht gar nicht mal um Trauerbewältigung, denn Stella entwickelt sich erst auf den letzten 40 Seiten so wirklich weiter. Für mich ist die ganze Geschichte einfach viel zu langatmig und mit zu wenig Emotionen gestaltet. Oft wollte ich Stella einfach nur an den Schultern packen und schütteln. Immer wenn sie einen kleinen Schritt nach vorn gemacht hat, ist sie im nächsten Moment um zwei Schritte zurückgefallen. Sie hatte keine Bezugsperson, die sie aufgefangen hat oder gar versucht hat, sie aus ihrem Tief herauszuholen. Es fand kein Kampf statt, Stella hat das Leben einfach aufgegeben. Der Schreibstil ist hier recht einfach gehalten, doch die Personen und Umgebungen blieben für mich eher unscheinbar und oberflächlich. Das Buch versprach eine Geschichte um Liebe und den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Korruption. Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt und mich an einigen Stellen sogar gelangweilt. Vielen Dank an das Team vom bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Zitat Stella ballte die Fäuste. Außerdem hatte sie ja noch ihren Nicola. Nicola würde sie retten. (Seite 42) Fazit Ein Buch, dessen Potenzial nicht ausgereitzt wurde. Als leichte, sommerliche Liebesgeschichte angepriesen, ist das Buch eher schwerfällig und düster. deshalb von mir nur eine verhaltene Leseempfehlung.

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Piniensommer (Band 2) Diane Jordan Eine sizilianische Liebe voller Sehnsucht und Schmerz, darum geht es in meiner neusten Sommerlektüre. Das gefällt mir ;-), so etwas lese ich gerne. Der Taschenbuch-Roman “Piniensommer“ von Stephanie Gerstenberger scheint wie für mich geschrieben zu sein. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Harmonische Farben, die Bretter eines alten Holztisches, Pinienzapfen, dazwischen frisch geerntete Apfelsinen. Ich bilde mir ein den aromatischen Duft des Holzes, der Pinienkerne und der Orangen zu schnuppern und lege mit dem Liebesroman freudig los. Die Seiten lese ich entspannt und freue mich über die für mich authentisch erscheinende Geschichte. Die Protagonisten sind liebevoll ausgewählt und beschrieben. Ich lebe, liebe und leide wie bei den meisten guten Büchern mit. Lasse mich von den Familienbanden auf Sizilien fesseln und bin von der Autorin wieder einmal angenehm überrascht. Der Sprachstil wird der Thematik gerecht. Der Schreibstil ist flüssig und macht Lust auf mehr. Die Geschichte hat es allerdings in sich. Ich habe selten so etwas Trauriges gelesen. Das geht unter die Haut, soviel sei verraten. Die Mentalität der Menschen in einzelnen Ländern ist eben auch sehr unterschiedlich. Deutsche Ernsthaftigkeit, Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit, auf der anderen Leseseite Sprache, Lebensumstände, Kultur und Religion. Da frage ich mich beim Lesen natürlich, was ist Klischee und was ist Wirklichkeit. Und wie würden sich „Deutsche“ in so einem Fall verhalten. Grins ;-) aber auf so einer „Insel hat natürlich auch „jeder, jeden im Auge“ ähnlich wie bei uns auf dem Lande. Allein das ist ja schon ein großer Unterschied zwischen Stadt- und Landbewohnern. Und so lasse ich mich treiben, husche gedanklich über die Insel, genieße das sommerliche Wetter, das feine Buch. Merke mal wieder, das Freud und Leid wie Geschwister Hand in Hand gehen und freue mich über die gelungene Fortsetzung des Buchs. Emotional komme ich voll auf meine Kosten, werde aber auch ein wenig melancholisch und würde den beiden Liebenden ein weniger dramatisches und tragisches (Liebes)-leben wünschen. Und so wie der Widerstand gegen die Mafia wächst, so wächst auch die Moral untereinander, jedenfalls kommt es mir so vor, da ich immer ans Gute im Menschen glaube. Aber lest bitte selber: Die große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Bevölkerung empfand ich jedenfalls als sehr wohltuend! Inhalt: Stella und Nicola fühlen sich seit Kindertagen zueinander hingezogen. Obwohl ihre Familien alles daransetzten, ihre Liebe zu zerstören, ist diese über die Jahre nur noch stärker geworden. Während Stella unbedingt Architektin werden möchte, ist Nicola leidenschaftlicher Apnoetaucher. Tag für Tag steigt er in die gefährlichen Meerestiefen vor der sizilianischen Küste hinab und genießt die Musik der Stille. Die beiden Liebenden träumen von einem selbstbestimmten Leben. Doch dann schlägt das Schicksal völlig unerwartet zu ... Die Autorin: Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, lebte und arbeitete u. a. auf Elba und Sizilien. Schon ihr erster Roman «Das Limonenhaus» wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein Bestseller. Die Autorin wurde mit dem DELIA-Literaturpreis ausgezeichnet und lebt mit ihrer Familie in Köln. Weitere Bücher: Das Sternenboot (Band 1), Das Limonenhaus, Oleanderregen, Orangenmond Fazit: 5***** “Piniensommer“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und kostet 9,99 Euro.

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Meine Zusammenfassung:
 Stella und Nicola sind bis über beide Ohren ineinander verliebt und genießen jede freie Minute miteinander. Jedoch alles eher heimlich, als in der Öffentlichkeit. Denn Nicolas Mutter ist gegen die Bindung der jungen Verliebten. Trotzdem haben sich die beiden verlobt. Jedoch ist es in der damaligen Zeit nur sehr ungern gesehen, wenn Frauen sich zu leidenschaftlichen Gesten hinreißen lassen, selbst, wenn man verheiratet ist. So kommt es, dass Lolò, ihr Cousin, ständig als Aufpasser mit den beiden unterwegs ist. Jedoch nimmt dieser diese Aufgabe nicht allzu ernst, denn Nico bezahlt Lolò dafür, dass dieser sich die Zeit anderweitig vertreibt, wenn er und Stella mit dem Boot rausfahren um alleine zu sein. Nicolas Liebe gilt nicht nur Stella, sondern auch dem Apnoetauchen, ganz zum Leide seiner Mutter und auch Stellas. Seine Mutter Flora macht sich immer wieder große Sorgen, wenn er in die tiefen des Meeres abtaucht, so hat sie doch schon den Mann verloren und will nicht ihren Sohn auch noch verlieren. Auch Stella ist alles andere als erfreut, wenn Nicola wieder tauchen geht. Doch dieser ist guter Dinge so ist er doch ständig in Übung. Zumindest, wenn der Winter vorbei ist. Niemand kann ihn davon abhalten, er passt doch schließlich immer auf. Egal wo er und Stella sind, sie träumen ständig davon, wie sie ihre Zukunft miteinander verbringen werden, wenn sie doch endlich verheiratet sind. Sie beginnen beide gemeinsam ein Architekturstudium in Palermo wo sie tagtäglich gemeinsam hinfahren. Auch in Palermo erleben sie hautnah mit, wie die Mafia sich in die Angelegenheiten der Bürger mischt und sich alles unter den Nagel reißt. Nicola möchte sich dies nicht länger gefallen lassen und gründet einen illegalen Radiosender, um auf die Probleme hinzuweisen, vor denen jeder die Augen verschließt. Stella heißt auch das nicht gut, jedoch lässt er sich auch davon nicht abbringen, selbst dann nicht, als er kurz davor steht, entdeckt zu werden. Von allen Seiten droht den jungen Verliebten Gefahr und auch das Geld in Stellas Familie ist mehr als knapp. So sind sie zwar von hohem Adel, doch Geld haben sie keines. Dies ändert sich jedoch, als sie und ihr Vater in Kontakt mit dem Baron treten und Geschäfte mit ihm machen. Was jedoch hat der arrogante Sohn des Barons, Carlos, nur für seltsame Manieren und hält sich für was besseres? Stella versucht ihre Abneigung zu verbergen so scheint es, dass ihr Vater einen neuen Freund in dem Baron gefunden hat und möglicherweise auch, eine gesicherte Geldquelle. Ein Teil der Sorgen ist vergessen, doch dauert es nicht lange, bis ein grauenhaftes Schicksal sie und Nicola ereilt, welches sich niemand hätten erträumen können … Meine Meinung:
 Piniensommer ist eine herzzereißende und zugleich liebevolle Geschichte, über ein einzigartiges junges Paar, das ein grauenvolles Schicksal ereilt. Es gibt diese ungezwungenen Momente in denen die Welt perfekt zu sein scheint und nichts und niemand daran etwas ändern kann. Aber 1965 ist in Sizilien auch eine ganz andere Herrschaft zugange; die Mafia. Die sorgen dafür, dass jeder ohne Geld auch ohne Geld bleibt. Nicht einmal Friedhofsplätze gibt es, alle sind den Reichen vorbehalten. Trotz dieser schwierigen Zeiten haben Stella und Nicola etwas, was mit Geld nicht zu kaufen ist. Träume und ihre Liebe. Dies gibt ihnen Hoffnung und somit eine meist sorgenfreie Zeit. Die Geschichte dieses jungen, besonderen Paares, was mit vielerlei alltäglicher Sorgen aber auch hausgemachten Problemen zu kämpfen hat, ist wirklich beschwingend und inspirierend. Auch die Familien der beiden, sind jeder für sich auf ihre Art und Weise, ganz besonders. So hat Stella doch eine ziemlich unglückliche Kindheit hinter sich und nur durch ihre Tante den Weg zum Familienglück wiedergefunden. Und Nicola, der seinen Vater verlor als er noch so klein war, nur mit seiner Mutter aufwuchs, die immer noch um den Verlust ihres Mannes trauert und die junge Liebe zwischen ihm und Stella kaum duldet. Teilweise hat sich alles etwas in die Länge gezogen und wurde immer mal wieder sehr langweilig. Aber insgesamt und vor allem dann zum Schluss hat Piniensommer mir sehr gut gefallen. Im Laufe der Geschichte habe ich vielerlei Emotionen mit den einzelnen Charakteren durchschritten und musste aufpassen, dass wenn ich unterwegs war, mir nicht so manche Träne über die Wange läuft. Mein Fazit:
 Schicksalsschläge die einen emotional mitreißen und darüber nachdenken lassen, was man hat, und wie man das Beste aus eben diesem macht. 4 von 5 Sternen.

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Piniensommer ist der neue Roman von Stefanie Gerstenberger. Dieser konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Zum Inhalt: Stella und Nicola sind schon Ewigkeiten unzertrennlich und wollen unbedingt heiraten. Das ist in Italien in den 60er Jahren jedoch nicht so einfach, denn dort untersteht man der Familie und die Mafia spielt eine sehr große Rolle. Und dann schlägt auch noch das Schicksal erbarmungslos zu. Für mich war dieses Buch sehr schwierig zu lesen. Diese ganzen Familienzusammenhänge waren anfangs schwer zu verstehen und auch manche Beziehungen waren für mich einfach nur konfus und nicht klar dargestellt. Ich habe zum Beispiel überhaupt nicht verstanden wie es zu der Verarmung von Stellas Familie gekommen ist. Ich fand das Buch zeitweise sehr schleppend und es war mir durch diese ganze Trauer doch zu düster. Ich war mehrfach versucht das Buch abzubrechen, zum Schluss war ich jedoch ganz froh es nicht getan zu haben, denn die Geschichte an sich war dann doch ganz nett.

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„Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger. Erschienen am 22.05.2017 im Diana Verlag. Das Buch wurde mir vom Diana Verlag als Rezensionsexemplar zugesandt, worüber ich sehr dankbar bin. Ich bin, seitdem ich es beendet habe, so geflasht, das ich es kaum in Worte fassen kann. Vielen Dank für so ein tolles Erlebnis. Bereits erschienen sind: „Das Sternenboot“ (Band 1) Worum geht es: Sizilien in den 60’er Jahren. Stella und Nicola kennen sich seit Jahren, lieben sich und tun vieles, damit sie zusammen sein können, was zu der Zeit nicht gerade einfach ist. Das Architektur-Studium fangen sie gemeinsam an und planen ihre Zukunft. Nicola war neben dem Studium ein leidenschaftlicher Apnoetaucher, der den Nervenkitzel liebte und immer neue Rekorde erzielen wollte. Allerdings erwacht auch eine neue Leidenschaft in ihm, als er die alte Radiostation seines Vaters findet. Damit möchte er die Menschen erreichen und über die wahren Umstände der politischen Machenschaften aufklären. Daher lässt uns die Autorin nicht nur an der Geschichte der beiden Liebenden teilhaben, sondern erzählt uns auch etwas über die politische Situation der damaligen Zeit, ohne jedoch zu viel Politik mit hineinfließen zu lassen. Für mich ist es das erste Buch der Autorin und ich war sehr gespannt, was mich erwartet und was ich bekomme. Was ich bekommen habe: Ein unbeschreiblich gutes Buch!! Die Autorin schreibt mit so viel Gefühl, Wärme und Enthusiasmus, das es mir sehr schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Ich konnte beim Lesen richtig fühlen, wie nah ihr diese Geschichte geht, wie viel sie ihr bedeutet, wie groß das Verlangen ist, die Geschichte mit uns zu teilen und uns genauso zu begeistern. Ich brauche wohl nicht noch zu erwähnen, dass der Schreibstil daher sehr angenehm zu lesen ist. Es war mehr als das. Und nicht nur, das durch den Schreibstil so viel Gefühl entsteht, nein, es ist so wunderbar geschrieben, dass man das Gefühl hat, man ist als stiller Beobachter mitten drin, so bildlich ist es. Stefanie Gerstenberger schafft es, immer wieder die richtige Stimmung zu erzeugen. Egal ob es gerade romantisch, traurig, geheimnisvoll oder unendlich traurig sein soll, sie schafft es wie aus Zauberhand. Auch wenn ich Band 1 noch nicht gelesen habe, muss ich sagen, dass die Darstellung der einzelnen Charaktere hier gut gelungen ist. Ich konnte mich gut in Stellas Lage versetzen, mit ihr fühlen, lieben und leiden. Habe mit ihr gelacht, geliebt und geweint, mich mit ihr gefreut oder mich mit ihr zusammen geärgert. Aber auch Nicola und den Rest habe ich schnell in mein Herz schließen können. Einer meiner Lieblingscharaktere war Assunta. Sie ist so herzallerliebst und kümmert sich so aufopferungsvoll um Stella und die Familie. Wer hätte da nicht auch gerne eine Assunta in der Familie? Als das Buch bei mir eintraf und ich gesehen habe, dass es noch einen ersten Band gibt, den ich nicht gelesen habe, hatte ich etwas Angst, ob das Buch überhaupt „lesbar“ ist, ohne den ersten Teil zu kennen. Dazu kann ich nur eins sagen: ja, er ist es. Definitiv. Also könnt ihr ohne schlechtes Gewissen das Buch lesen, ohne vorher Band 1 gelesen zu haben. Ich war bis jetzt noch nie im Süden von Italien, aber durch das Buch hatte ich dann doch ein wenig Urlaub in Sizilien. Ich war mit dabei, als Stella und Nico mit dem Boot unterwegs waren oder am Strand lagen. Auch Palermo habe ich zusammen mit Stella besucht und es hat mir eine große Freude bereitet. Es war einfach eine wundervolle Reise. Mein Fazit: Ein wunderschönes, gefühlvolles und hervorragendes Leseerlebnis, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Lest dieses Buch, lasst euch nach Italien entführen und geht mit Stella und Nico auf eine ganz besondere Reise. Zu dem bin ich von der Autorin und dem Buch so begeistert, das ich unbedingt ihre anderen Bücher auch noch lesen werde. Band 1 – Das Sternenboot – liegt schon hier bereit.

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„PINIENSOMMER" ist ein Roman der sanften Töne. Seine Handlung, die auf wahren Begebenheiten fußt, liegt in der jüngeren Vergangenheit vor etwa fünfzig Jahren. Es geht um die Liebe, jedoch nicht nur. Die Liebesgeschichte drängt sich einem nicht auf. Aber sie ist stets präsent, weil sie die Grundlage allen Geschehens in diesem Roman bildet. In einer Familiengeschichte, die das Leben dreier Generationen beschreibt, muss es einfach auch um die Liebe gehen. Es sind die 1960 er Jahre auf Sizilien. Nicola und Stella verbindet eine tiefe Liebe. Nicolas Mutter hält nichts von seiner Verlobten Stella. Sie verhält sich kratzbürstig, zumal Stella zum „verarmten Adel" gehört, weil deren Familie wegen der Machtverhältnisse in der Region an Grund und Boden verloren hatte. Doch die beiden lassen sich davon nicht beeindrucken, sie wollen studieren und heiraten. Sie haben wie alle jungen Menschen Lust auf das Leben und die Zukunft. Und sie finden Mut zu Protesten gegen die bestehenden Machtverhältnisse, die von der Mafia, Aberglauben und Tradition geprägt sind. Wird ihnen das Leben dadurch schon schwer gemacht, ist ihnen auch das Glück nicht immer hold und es gilt, schwere Steine aus dem Weg zu räumen. Stefanie Gerstenberger hat einen beinahe historischen Roman geschaffen, der die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse in einer Region und einer Zeit beschreibt, die fast schon wieder in Vergessenheit geraten sind. Sie kennt die Gegend in aller Vielfältigkeit und Detailliertheit, denn das fiktive Geschehen macht einen überaus authentischen Eindruck. Man fühlt sich in einen Landstrich versetzt, der einem aus Mafia-Filmen der 1970er Jahre bekannt war. Ich habe es genossen, die Menschen in diesen Romanen, ihre Lebensverhältnisse und Schicksale kennenzulernen. Diese Authentizität muss aber keinen verwundern, denn wie mir die Schriftstellerin verriet, hatte sie schon ein paar Sommer in Italien zugebracht und gearbeitet (unter anderem auf Elba), als ihr 1996 die Idee kam, einen Sprachkurs zu absolvieren. »Das erschien mir ganz nützlich, um mein bisheriges Straßenitalienisch grammatikalisch etwas aufzurüsten«, sagt sie. »Meine Wahl fiel auf Sizilien, das ich bis dahin noch nicht kannte. Mit Maria, der Besitzerin der Sprachschule, verstand ich mich sofort wunderbar und blieb für die nächsten Monate gleich dort. Ich war fasziniert von der Schönheit der Natur, zugleich aber abgestoßen von der brutalen Hässlichkeit, mit der der Mensch die Insel seit jeher erfolgreich verschandelt. Ich traf auf Leichtigkeit und Lebenslust, gepaart mit uraltem Aberglaube und der Tradition, zu schweigen und wegzuschauen.« Erst viel später kam sie darauf, diesen Zwiespalt in Geschichten zu packen. So entstand ihr erster Roman, "DAS LIMONENHAUS", der auf Begebenheiten beruht, die ihr die Inhaberin der Sprachschule erzählt hat. »Auch beim OLEANDERREGEN, dem STERNENBOOT und dem PINIENSOMMER war sie eine unendliche Quelle und machte mich mit Leuten bekannt, die dann zu meinen Hauptfiguren wurden«, erzählt mir die Autorin mit leuchtenden Augen. Da mich besonders die Konstellation von Region und Zeit des Romans interessierte, gab mir Stefanie Gerstenberger zur Entstehung von Figuren und Handlung bereitwillig Auskunft: »Da es sich um wahre Geschichten von realen Menschen handelt, musste ich über Handlungsort und Handlungszeit nicht nachdenken. Ich stellte mir wohl aber die Frage: Was übernehme ich, was lasse ich weg, was dichte ich dazu? Einiges musste ich abmildern und ändern, weil das Leseerlebnis sonst trauriger geworden wäre. Außerdem habe ich der Dramaturgie wegen einige Figuren erfunden. Das wahre Leben ist manchmal mitleidslos, es strotzt vor Zufällen und entbehrt jeder Logik. Das möchte man seinen LeserInnen nicht zumuten! Die Figur der Stella mit ihrem Optimismus und ihrer Kraft beim Anpacken hatte mich beim Lesen am meisten fasziniert. Deshalb frage ich: »Wird es eine Fortsetzung um die Architektin Stella geben?« »Nein. Ich finde, die Geschichte ist zur Genüge auserzählt. Zwei Teile waren sowieso nicht geplant. Doch als ich dem Diana-Verlag nach hundert geschriebenen Seiten mitteilte, dass die Fülle der Begebenheiten niemals in vierhundert Seiten passen werden, ohne sie zu verstümmeln., ließen sie mich (Dankeschön!) zwei Teile daraus machen!« Es entstand „DAS STERNENBOOT" und „PINIENSOMMER". »Und ich bedanke mich für die informativen Antworten auf meine Fragen«, beschließe ich unser Gespräch. Allen, die in der Literatur nach etwas Besonderem suchen, sei dieser Roman bestens empfohlen. P.S.: Hinweis meinerseits an den Verlag. Titel und Cover mögen zwar zur Reihe der Gerstenberger-Romane passen, werden der Geschichte im Roman aber nicht gerecht.

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