VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (44)

Erika Swyler: Das Geheimnis der Schwimmerin

Das Geheimnis der Schwimmerin Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8090-2648-8

Erschienen: 17.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(12)
4 Sterne
(19)
3 Sterne
(10)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(1)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Tolles Buch mit viel Platz für Fantasie!

Von: Nini Datum : 31.03.2017

https://www.facebook.com/BooksworldDieWeltZwischenDenZeilen/

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar angefragt, da mich zuerst vor allem das Cover und dann auch der Klappentext angesprochen und sehr interessiert hat. Auf dem Cover fällt meiner Meinung nach schon auf, dass es um ein Geheimnis geht, da man zwar eine Frau darauf erkennt, jedoch das Gesicht abgeschnitten wurde. Jedoch wird auch das Wort "Schwimmerin" aus dem Titel des Buches gut auf dem Cover wiedergegeben, da die Frau ein mit Wasser gefülltes Glas in den Händen hält und das besagte Wasser in dem Glas einen Strudel bildet. Somit ist meinem empfinden nach das Cover sehr gut und äußerst passend zum Titel gewählt worden.
Erika Swylers Schreibweise finde ich gut, da sie sich sehr flüssig lesen lässt und viele erzählende Elemente benutzt. Durch ihre Schreibweise spielt sich beim lesen dieser Film im Kopf ab. Ich konnte mir genau vorstellen, wie die Protagonisten der Geschichte aussehen, was sie an haben und wo und wie sie leben.
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte abgeholt und auf eine Reise mitgenommen. Von einer Geschichte dieser Art habe ich ehrlich gesagt weder in dieser Form gehört, noch habe ich je eine gelesen die dieser ähnelt, was für mich ebenfalls ein positiver Faktor ist.
Die Protagonisten der Geschichte sind sehr lebendig dargstellt, was ebenfalls Swylers Schreibstil zu verdanken sind. Vor allem Simon ist mir sehr ans Herz gewachsen. Nicht nur, weil er Bücher liebt und schätzt, sondern auch, weil er alles dafür tut das Geheimnis aufzudecken, um womöglich Leben zu retten!
Was das Buch noch umso interessanter macht ist jedoch auch, dass es völlig unerwartete Wendungen hat, wo man wirklich da sitzt und sagt "Nein, das hätte ich nie gedacht!" So ging es mir einige Male, jedoch fand ich genau dies fesselnd!
So jetzt habt ihr die Lobhymne gelesen:) Nun zur klitzekleinen Kritik:
Durch das, dass die Protagonisten alle nicht nur unterschiedlich sind, sondern auch sehr eigenwillig, kam es an der ein oder anderen Stelle kurzzeitig vor, dass ich etwas genervt war. Desweiteren (jaaaa ich weiß, das sage ich oft :D ) hat es sich zwischendurch ab und ab etwas gezogen.

Eine Familiengeschichte mit einem dunklen Geheimnis.

Von: Bücherfarben Datum : 18.02.2017

buecherfarben.blogspot.de/

MEINE MEINUNG ZUM BUCH:

Das Cover ist wahrhaftig einfach mega schön geworden. Mir gefällt es, dass die Frau auf dem Cover ein schwarzes Bild an hat und davor das Einmachglas mit dem Wasserstudel hält. Es spiegelt das Schicksal der Familie Watson in gewisser Weise und davon bin ich begeistert, denn Wasser ist für die hinterbliebenen der Familie Watson ein Thema welches sie tunlichst vermeiden, da die Watson-Frauen seit 250 Jahren den Tod dort finden.

Nicht alleine das Cover hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht sondern auch der Klappentext. Als ich diesen gelesen habe, war ich sofort neugierig auf den Inhalt des Buches und ich muss sagen, der Klappentext hält was er verspricht. Ein Familien "Geheimnis" welches sehr düster ist und mich ein wenig schockiert hatte.

Der Schreibstil von Erika Swyler war auf den ersten Seiten teilweise gewöhnungsbedürftigund teilweise so locker und flüssig, dass es eine sehr schöne Mischung war die mir sehr gefallen hat.

Die Charaktere waren, in meinen Augen, auf ihre Art und Weiße sehr eigensinnig und haben die Geschichte wunderbar ergänzt. Am meisten hat mir Simon Watson, da er sehr fürsorglich und sehr bedacht rüber gekommen ist. In meinen Augen war auch er der einzige Charakter, der sich im Verlauf der Handlung am meisten weiterentwickelt hat und sich so in mein Herz geschlichen.

An sich war die Handlung und die Story echt sehr spannend aufgebaut und haben mir auch Spaß bereitet beim lesen, dennoch waren viele unnötige Dinge im Buch beschrieben während der Handlung, die ich lieber rausgelassen hätte, da sie an sich für den Verlauf nicht interessant waren für das Buch und das fand ich so schade, da das Potential echt sehr groß war.

MEIN FAZIT ZUM BUCH:

Ich muss gestehen, dass mich das Buch nicht ganz eingenommen hat und das lag einfach daran, dass viele unnötige Informationen in den Kapiteln hängen, die für den Verlauf, in meinen Augen, sehr unnötig sind und so vermasselte es mir den Lesespaß. Dazu muss ich auch sagen, dass es an sich kein schlechtes Buch ist, sondern nicht meinen Geschmack getroffen hat. Deshalb vergebe ich 3 von 5 guten Diamanten.

Das Geheimnis des Wassers und der Wahrsager

Von: Gisela Simak aus Landshut Datum : 05.01.2017

https://lese-himmel.blogspot.de/2016/12/meine-meinung-zu-das-geheimnis-der.html

Zum Inhalt

Die Familiengeschichte von Simon Watson hat mich fasziniert. Ein Haus, welches dabei ist über den Abhang zu stürzen, wenn nicht bald etwas unternommen wird. Der Sund leistet ganze Arbeit.
Simon ist Bibliothekar. Er erhält ein uraltes Buch mit Tagebucheinträgen und Zeichnungen. Simon merkt schon nach wenigen Seiten, dass dieses Buch etwas mit seiner eigenen Familiengeschichte zu tun hat. In der Vergangenheit fanden Frauen den Tod im Atlantik. Immer am 24. Juli. Seine eigene Mutter ertrank auch an einem 24. Juli.
Simons Schwester Enola kommt kurz vor dem 24. Juli zu Besuch. Simon hat Angst um seine Schwester.

Meine Meinung

Simon ist in dieser Geschichte der Haupt-Protagonist. Das Familiendrama wird aus seiner Sicht erzählt. Er ist vom Schicksal stark gebeutelt. Er verliert seinen Job als Bibliothekar. Das uralte Buch zieht ihn in seinen Bann. Das Leben von Zirkusleuten ist mehr als spannend. Tarot-Karten und seltsame Schausteller geben ihm einige Rätsel auf.
Der Wechsel vom 18. Jahrhundert in unsere Zeit gelingt der Autorin mühelos. Simon entdeckt, dass es auch im 18. Jahrhundert Schwimmerinnen gab. Seine Mutter hatte ihm beigebracht, wie man die Luft anhält, um lange Zeit unter Wasser bleiben zu können.

Den Schreibstil fand ich außergewöhnlich. Er kommt ohne blumige Formulierungen aus. Jeder Satz bringt die Dinge genau auf den Punkt.
Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, auf einem Stein an der Küste Long Islands zu sitzen, und die verschiedenen Menschen zu beobachten. Einmal im 18. Jahrhundert bei den Zirkusleuten und dann wieder in unserer Zeit. Den Frauen aus der Vergangenheit haftet etwas Geheimnisvolles an.

Simon liest die Tagebucheinträge und auch die Gegenwart beginnt sich zu verändern. Dieses Gefühl hatte ich sehr stark.
Seine Schwester legt Tarot-Karten. Das Wahrsagen und die geheimnisvollen Menschen verleihen der Story Okkultes.

Den Menschen in diesem Buch haftet Traurigkeit an. Keiner scheint glücklich zu sein.

Fazit

Das Setting schafft eine Atmosphäre, die einem den Geschmack von Meersalz auf die Lippen zaubert. Man sieht zahllose Krebse am Strand.
Die Ereignisse des 18. Jahrhundert sind sehr stark mit der Gegenwart verwoben.
Bibliothekare, die eine Leidenschaft für uralte Bücher haben.
Ein altes Buch, welches wirklich Leiden schafft.
Familiengeheimnisse, wie ich sie so noch nie gelesen habe.
Protagonisten die ohne Weichzeichner daherkommen.
Ein Haus, das auf Wanderschaft gehen möchte und die Bewohner nicht mehr dulden mag.

Besonders die Frauen scheinen eine tragende Rolle bei den Tragödien zu haben.
Aber, wer behauptet eigentlich, dass nur Frauen den Ruf des Wassers erhalten?
Gute Schwimmerinnen, die ertrinken. Das Warum hat mich durch die Seiten rasen lassen.
Besonders eine Schaustellerin im 18. Jahrhundert hat hat die Wege mit Unglück gepflastert .....

Eine Empfehlung von mir an Alle, die sich auf eine Geschichte einlassen wollen, deren Schreibstil dem Einheitsbrei ein Schnippchen schlägt.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ganz ehrlich .. ich überlege noch .....

Ich gratuliere Erika Swyler zu ihrem Debüt. Danke für diese tolle Familiengeschichte.

Schönes und stimmungsvolles Buch

Von: Happy Booktime Datum : 29.12.2016

happybooktime.blogspot.de/

[Rezension] Das Geheimnis der Schwimmerin von Erika Swyler

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Limes Verlag
Erscheinungstermin: 17. Oktober 2016
ISBN-10: 3809026484



Klappentext
Um einen Fluch zu bannen, musst du seine Quelle finden
Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …

Autor
Erika Swyler besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte.

Cover
Dies Cover ist zweifellos eines der schönsten Cover meines Regals. Mit den Farbkontrasten zwischen Türkis- und Brauntönen trifft dies absolut meinen Geschmack. Auch das Motiv, die Frau, welche das Glas mit Wasser in ihren Händen hält, macht einen atmosphärischen Eindruck, der mich sehr anspricht.

Meinung
Auf zwei Ebenen erzählt Erika Swyler die Geschichte um das Geheimnis der Schwimmerin. Hierbei spielt der eine Handlungsstrang um 1800 herum, der andere verläuft in der Gegenwart. Im gegenseitigem Wechsel wird sowohl Amos´als auch Simon´s Leben beleuchtet und es ist wohl kein Geheimnis, das beide Handlungsfäden ab einem gewissen Zeitpunkt ineinander laufen.

Der ausgesetzte Amos findet Anhang bei einer Schaustellergruppe, dessen Oberhaupt Hermelius Peabody ihn sehr ins Herz schließt. Amos arbeitet im Wanderzirkus mit, zunächst nackt als „junger Wilder“, der in einem Käfig präsentiert wird, in dem er sich dort benimmt wie ein Tier, mit voranschreitendem Alter lernt er die Kunst des Tarotkartenlegens.

Im gegenwärtigen Handlungsstrang begleitet der Leser Simon Watson, dessen Mutter sich ertränkte, was zur Folge hatte, das auch der Vater starb.
Simon findet im Haus seines verstorbenen Vaters ein Päckchen eines Mr. Chruchwarry, der ihm ein Buch, mit den Aufzeichnungen von Hermelius Peabody schickt. Grund dafür ist die Erwähnung von Simons Großmutter in dem Buch. Hiervon angestoßen fängt Simon an Nachforschungen anzustellen, die ihn dem Geheimnis der Schwimmerin näher kommen lassen.

Auch wenn ich es mir sehr gewünscht habe, da mich Klappentext und Aufmachung des Buches sehr angesprochen haben, wurde ich mit der Geschichte als auch mit den Charakteren nicht richtig warm. Es gibt viele gute Ansätze, die mich immer wieder hoffen ließen, dieses Buch würde noch den Dreher kriegen, aber leider sind diese Ansätze dann nicht so ausgearbeitet gewesen, wie ich es mir erhofft habe.
Sprachlich kann man Swyler auch nichts negatives nachsagen. Sie schafft es die Kluft zwischen den Jahrhunderten gut zu schließen, besonders die Geschehnisse um 1800 wirken sehr gut recherchiert und authentisch, sie zeigt sich sprachlich sehr gewannt und es macht Freude sie zu lesen. Jedoch hinkt der Vergleich mit Jodi Picoult ein wenig, da Swyler nicht, oder besser noch nicht an die Tiefe und Atmosphäre von Picoult heranreicht.
Gespannt bin ich tatsächlich auf ihr zweites Werk und ihre Weiterentwickelung.

Fazit
Das Geheimnis der Schwimmerin ist ein interessantes Erstlingswerk, das meiner Meinung nach ein wenig unter dem Vergleich mit Jodi Picoult zu leiden hat. An Picoult reicht Swyler noch nicht heran aber ich blicke zuversichtlich auf kommende Bücher.

Wirklich gut

Von: Charlene Datum : 29.12.2016

mylittlebookpalace.weebly.com

Meine Meinung: In diesem Buch spielen sich zwei Geschichten ab: Einmal die Geschichte von Simon Watson den einsamenen Bibliothekar, dessen ganze Familie nicht mehr lebt außer seine kleine Schwester, die allerdings seit sechs Jahren nicht mehr zu hause war. Er bekommt ein seltsames altes Buch zugeschickt und erfährt mehr über die Familiengeschichte und dem Fluch der auf ihr lastet. Den jede Frau aus dieser Familie ist eine zu gute Schwimmerin und ertrinkt sehr jung an einem 24. Juli. Und aufeinmal kommt seine Schwester Enola zum Besuch und verhält sich sehr seltsam. Ihm ist klar das, , dies etwas mit diesem uralten Fluch zu tun hat.

Die andere Geschichte handelt sich um einen kleinen Jungen der von seiner Familie im Wald ausgesetzt wurde, weil er nicht sprechen konnte und die Familie nicht noch ein hungriges Maul stopfen wollte. Und so verbringt er als Wilder ein paar Jahre unentdeckt im Wald. Bis er von dem Zirkusdirektor Peabody entdeckt wird und er als wilder in einem Käfig den Besuchern des Zoos präsentiert wird. Ab dem Zeitpunkt wird er von allen Amos genannt, Amos der Wilde. Doch irgendwann will die Wahrsagerin ihn als Lehrling und sein Leben verändert sich komplett. Er lernt die Kunst des Wahrsagens und das auch ohne Stimme. Bis ein wunderschönes junges Mädchen in den Zoo aufgenommen wird, welches bis zu zehn Minuten unter Wasser bleiben kann ohne einmal Atem zu holen. Amis ist sofort fasziniert von dieser jungen Frau, doch sie hat irgendein Geheimnis und hat sie etwas mit dem verschwinden der Wahrsagerin zu tun, die der Meerjungfrau schon immer misstraut hat?

Mir hat vorallem die Geschichte richtig gut gefallen, den am Anfang wusste ich nicht wirklich warum man nicht einfach zwei Bücher aus diesem Buch macht, dich nach einer Weile hat man den Zusammenhang zwischen den Personen und Geschichten gefunden und ab dieser Stelle fand ich es wirklich gut. Mir hat die Geschichte vom n Amos dem jungen Wilden mehr gepackt als die von Simon, den es war einfach spannender das Leben im Zoo mitzuerleben und die ganzen Leute und Geschichten dort. Weil Simon die ganze Zeit in dem Buch geblättert hat und man etwas über sein langweiliges Leben erfährt.
Doch am Schluss mochte auch ich die Geschichte von Simon dem einsamen Bibliothekar, da es dort dann endlich spannend wurde.
Zwar konnte ich mich mit keinem der Charaktere identifizieren, aber ich habe sie verstanden. Und wusste meistens auch warum er nun so gehandelt hatte.
Ich konnte das Buch sehr schnell lesen, da der Schreibstil sehr flüssig war und meistens auch eine spannende Geschichte dahintersteckte. An ein paar stellen war es dann doch ein bisschen langweilig, aber das legte sich meistens nach einer Weile. Außerdem liebe ich solche alten Mhyten und Flüche, was es für mich nocheinmal Interessierter gemacht hat. Alles im allen hat es mir sehr gut gefallen, aber es hatte ein paar Schwachstellen, also gebe ich 4 von 5 Sternen.

Eine besondere Atmosphäre

Von: Luiline Datum : 29.11.2016

luiline.blogspot.de

Natürlich hat mich sofort das schöne Cover angesprochen, aber auch der Inhalt hat sich super spannend und mysteriös angehört.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir den Bibliothekar Simon der das Geheimnis rund um die Frauen in seiner Familie lösen möchte und in der Vergangenheit befinden wir uns im 18. Jahrhundert und erfahren etwas über einen reisenden Zirkus. Die beiden Geschichten haben erst augenscheinlich nicht viel gemeinsam, aber die Autorin spinnt nach und nach die beiden Handlungsstränge zusammen.
Die Zeitstränge wechseln sich immer kapitelweise ab.

Der Einstieg war nicht ganz so einfach, denn der Schreibstil der Autorin ist recht gewöhnungsbedürftig. Es hat ein paar Kapitel gedauert, aber dann konnte ich die Geschichte sehr flüssig lesen. Besonders beim Vergangenheitsteil sind die Namen der Protagonisten etwas ungewöhnlich und es hat etwas gedauert bis alles verständlich geworden ist.

Die Autorin bringt einen Spannungsbogen in die Geschichte herein, der sich zum Ende des Buches zuspitzt. Dadurch wollte ich oft einfach weiterlesen und konnte das Buch nicht zur Seite legen.
Trotzdem ist es nicht durchweg spannend, sondern die Spannung wird eher unterschwellig vermittelt. Generell ist das Buch eher ruhig und langsam, aber es lebt von der besonderen und leicht düsteren Atmosphäre.

Die Protagonisten hat die Autorin sehr schön und prägnant porträtiert und besonders die Figuren in der Vergangenheit sind sehr interessant und besonders.

Zum Ende hin als es zur "Auflösung" kommt haben mir persönlich ein paar Aspekte gefehlt, auch wenn ich finde, dass die Geschichte ein rundes und gutes Ende hat. Es wird teilweise sehr schwammig und undurchschaubar erzählt, was aber wieder zum Stil des Buches passt.
Trotzdem konnte mich das Buch überzeugen.

Fazit:
Ein besonderes Buch, was bestimmt nicht jeden Geschmack trifft. Wer aber auf Familiengeheimnisse und Geschichten auf zwei Zeitebenen spielt, der sollte sich dieses Buch auf jeden Fall mal ansehen.

Eine dunkele aber poetische Geschichte für entspannte Lesestunden

Von: Bellezza-Ribelle Datum : 15.11.2016

bellezza-ribelle.blogspot.de

Zur Geschichte:
Die Küste Long Islands, wo Simon Watson alleine in dem Haus seiner verstorbenen Eltern lebt, ist nicht unbedingt das was man als gemütlich bezeichnet. Die Häuser sind heruntergekommen und die salzige Meeresluft zehrt an allen Ecken. Als Simon eines Tages ein Päckchen erhält in dem ein altes Buch liegt, beginnt seine Reise in die Vergangenheit seiner Familie, welche ein schreckliches Schicksal enthüllt: Alle Frauen seiner Familie ertrinken an einem bestimmten Datum: dem 24. Juli. Das Datum nähert sich und als plötzlich seine Schwester Enola vor seiner Haustür steht, beginnt ein Kampf gegen die Zeit.

Meine Meinung:
Das Buch, welches durch ein wunderschönes Cover bezaubert, ist in zwei Handlungsstänge unterteilt. Auf der einen Seite die gegenwärtige Geschichte Simons, auf der Anderen die Aufzeichnungen aus einem Zirkus, welcher vor Jahrzehnten durch die Gegend reiste. Diese beiden Handlungsstränge wechseln sich jeweils nach einem Kapitel ab, was mich etwas gestört hat, da man quasi am Ende eines jeden Kapitels einen kleinen Cliffhanger hatte.
Vor Allem die Geschichte des Zirkus hat nach und nach ihre Geheimnisse aufgedeckt, was zu unheimlich viele interessante Informationen über die Familie Simons, aber auch über die Abläufe in einem Wanderzirkus beigetragen hat.

Simon ist ein ruhiger, melancholischer Protagonist, der selbst als Bibliothekar arbeitet. Als ihm das Buch zugeschickt wird, ahnt er zunächst nichts schlimmes, doch im Laufe der Geschichte wird er zunehmen gestresster, ängstlicher und unruhiger. Obwohl er manchmal etwas seltsam ist, ist er ein sehr liebevoller Mensch, dem seine Familie am wichtigsten ist.
Simons Gegenstück, Amos, ist deutlich unruhiger als Simon. Er ist stumm und hat als Wilder Junge im Zirkus begonnen. Nach und nach lernen wir Amos trotz seiner Stummheit kennen und erfahren einiges aus seinem Leben. Ich hab bisher kein Buch gelesen, in dem der Protagonist stumm war. Trotzdem hat es mich keineswegs gestört, da die Autorin es geschafft hat ihm einen eigensinnigen Charakter zu verleihen.

Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich ausschweifend. Sie beschreibt viel und dreht sich manchmal im Kreis, jedoch hat sie einen so angenehmen Erzählstil, dass man einfach des Lesens wegen weiterlesen möchte und nicht nur wegen der Geschichte. Das Buch liest sich flüssig und wenn man sich erst einmal an die düstere Atmosphäre gewöhnt hat, kann man das Buch garnicht mehr aus der Hand legen.

Fazit:
Erika Swyler hat in ihrem Debütroman "Das Geheimnis der Schwimmerin" eine dunkele aber poetische Geschichte verfasst. Die Charaktere, der Schreibstil und die generelle Atmosphäre der Geschichte haben zu einem schönen Leseerlebnis und entspannten Lesestunden geführt.

Eine Geschichte, die Potential hat

Von: paper.and.poetry Datum : 14.11.2016

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

Wenn die Tage wieder länger werden, lese ich gerne mal richtig dicke, die Zeit um einen herum vergessen lassende Schmöker. „Das Geheimnis der Schwimmerin“ von Erika Swyler versprach solch einer zu sein. Warum mich der Roman letztlich doch nicht ganz überzeugen konnte, könnt ihr hier nachlesen.

In „Das Geheimnis der Schwimmerin“ geht es um Simon Watson, Bibliothekar, der ganz alleine in einem alten, sich dem Zerfall nahenden, Haus an der Küste Long Islands lebt. Seine Eltern sind bereits verstorben, die Mutter hat Selbstmord begangen, der Vater starb aus Kummer darüber und Simons einzige Schwester, Enola, reist mit einem Wanderzirkus durchs Land. Auch in der Liebe scheint es nicht so recht klappen zu wollen, denn das er mit Alice, Arbeitskollegin und Tochter des ehemals besten Freundes seiner Eltern, Frank, zusammen ist, sollte besser niemand erfahren. Als er dann noch die Kündigung erhält, ist das bloß noch eine Zugabe nach der Zugabe. Gut, dass er sich mit dem alten, mysteriösen (Tage-)Buch ablenken kann, welches ihm ein kauziger Buchhändler hat zukommen lassen. In diesem besagten Buch stößt Simon auf merkwürdige Zusammenhänge seiner Vergangenheit und Familie betreffend. Eine besondere Gabe, unnatürlich lange unter Wasser atmen zu können, scheint in der Familie zu liegen. Und nicht nur das. Scheinbar sterben alle Frauen aus Simons Familie exakt am 24. Juli. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Simon um seine Schwester sorgt, die ihm nach langer Zeit mal wieder einen Besuch abstattet und alles andere als gesund wirkt. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Und wird Simon Enola und das marode Haus, das einzige Erbstück seiner Eltern, retten können?

Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen. In der Gegenwart berichtet Simon aus seiner eigenen Perspektive von seinem Leben und den Schwierigkeiten darin und von einem alten Tagebuch, was mehr über seine Vergangenheit und seine Familie zu wissen scheint, als irgendjemand sonst. In der Vergangenheit berichtet ein allwissender Erzähler von all den Figuren, die in eben jenem Buch vorkommen: Peabody, Amos, Evangeline, Madame Ryschkowa und all den anderen Schaustellern. Was genau sie nun mit Simon selbst, Enola, Alice, Frank und dem Buchhändler, dem Simon das Tagebuch zu verdanken hat, zu tun haben, findet sich im Verlauf der Geschichte. Jedoch ist eigentlich relativ schnell klar, worum es geht. Die Spannung wird insofern noch aufrecht erhalten, dass man sich als Leser fragt, ob es Simon schafft, Enola zu retten. Eine wirkliche Überraschung ist nicht mehr zu erwarten.

Was ein wenig verwirrend ist und was mir persönlich weniger gut gefallen hat, ist die Darstellung der unterschiedlichen Probleme, mit denen Simon zu kämpfen hat. Er hat das marode Haus, um das er sich kümmern muss, für das er aber kein Geld hat, weil er seinen Job verloren hat. Er möchte mit Alice zusammen sein, kann es aber nicht, weil er sich erhofft von ihrem Vater das Geld für die Instandsetzung des Hauses zu bekommen. Er muss sich um Enola kümmern, die krank zu sein scheint, weil dieser spezielle Tag naht. Und dann hat er auch noch dieses merkwürdige Buch, das mehr Fragen als Antworten aufwirft. Wenn ich das jetzt hier so aufliste, klingt alles ganz schlüssig und verständlich, aber im Verlauf der Handlung wird mal von dem Problem berichtet, dann wieder von dem und irgendwie scheint Simon unfähig sich darum wirklich ernsthaft zu kümmern. Daher wird mir Simon als Hauptfigur nicht wirklich sympathisch und seine Handlungen finde ich teilweise überhaupt nicht nachvollziehbar. Generell bleibt vieles in der Gegenwartshandlung ungeklärt und auch wenn sich herausstellt, dass das Buch fantastische Elemente enthält, so werden diese auch nicht (jedenfalls mir nicht) vollends nachvollziehbar dargelegt. Sprachlich ist der Teil in Ordnung, man hat aber immer mal das Gefühl, dass die Autorin ihren Stil noch nicht ganz gefunden hat. Mal fällt ihre Wortwahl eher konservativ aus, dann wieder humorvoll modern. Im Kontrast dazu steht die Handlung in der Vergangenheit, die sowohl sprachlich als auch erzählerisch geglückt ist. Wäre die Geschichte nur in dieser Perspektive erzählt worden, hätte ich es großartig gefunden. Da ist (für mich) alles soweit schlüssig und verständlich und es macht Spaß, diese Abschnitte zu lesen sowie die Figuren zu begleiten. Wäre die Erzählung in der Vergangenheit weiter ausgebaut worden, dann wäre auch das Mysteriöse glaubwürdiger. So aber leider nicht. Ich verstehe schon, warum die Autorin zwei Erzählstränge gewählt hat, das macht ja auch Sinn, aber dann hätte das sowohl sprachlich als auch inhaltlich besser harmonisieren müssen. So holpert es einfach ein wenig. Meiner Meinung nach wirft die Erzählung letzten Endes doch zu viele Fragen auf, nicht im Hinblick darauf, was passiert, sondern wie es soweit kommen konnte.

Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch zum Teil gerne gelesen habe, zum Teil aber auch nicht. Vielleicht waren meine Erwartungen auch etwas zu hoch, ich weiß es nicht. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass Erika Swyler Potential hat, wenn sie denn in einer erzählerischen Linie bleibt – oder es so hinbekommt, dass beide Erzählstränge im Einklang miteinander sind.


Spannung steigt nicht

Von: buecherecke Datum : 01.11.2016

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor...


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich hauptsächlich aufgrund des Covers angesprochen, wenn ich ehrlich bin. Es ist, wie ich finde, sehr ansprechend gestaltet und lädt zum Aufklappen des Buches ein. Von der Geschichte her hat es mich nicht vollständig überzeugt, da sie mir nicht wirklich außergewöhnlich erschien und auch nicht sonderlich überraschend war. Dafür gefiel mir der Schreibstil super und es gab einige Stellen an denen ich schmunzeln musste, da die Wortwahl so passend ausfiel. Es wird abwechselnd vom Geschehen in der Gegenwart und dem in der Vergangenheit erzählt, das Simon von einem alten Buch, dass irgendwie mit seiner Familie zusammenhängt, erzählt bekommt. Die Kapitel der Vergangenheit werden aus der Erzählperspektive erzählt und sind logischerweise in der Vergangenheit geschrieben, die der Gegenwart in der Ich-Perspektive und der Gegenwart. Diese Tatsachen sorgen dafür, dass der Leser nicht mit den Zeiten und den einzelnen Charakteren durcheinanderkommt. Von den Charakteren mochte ich Doyle und Peabody, die Restlichen waren zwar in Ordnung, mir jedoch nicht besonders sympathisch. Ich möchte noch anmerken, dass das Ende nicht wirklich überraschend war und das macht für mich ein gutes Buch aus. Aus diesen Gründen war ich von dem Buch nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte.


Mein Fazit:

Das Geheimnis der Schwimmerin ist ein Roman mit einem interessanten Schreibstil, der mich von den Charakteren und der her nicht überzeugen konnte. 



Ein großes Danke an den Limes Verlag zur Bereitstellung dieses Buches!



Das Geheimnis der Schwimmerin bekommt von mir 3/4 Sterne!


Eine mysteriöse Familiengeschichte

Von: Cori Leseratten-Buchgeflüster Datum : 29.10.2016

leseratten-buchgefluester.blogspot.de

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …

Eine überaus geheimnisvolle Geschichte erwartet euch hier, mich hat sie sofort in den Bann gezogen !
Das Buch fängt zunächst langsam an und hat seinen eigenen Erzählstil, in den man zugegebener Maßen ersteinmal rein kommen muss. Doch ist man erstmal drin, so packt einen das Mysterium.
Wir haben hier immer abwechselnde Kapitel, die aus der Sicht von Simon und 250 Jahre zuvor aus der Sicht eines Jungen, Amos, in einem Wanderzirkus erzählt werden. Beide Geschichten müssen etwas gemeinsam haben, und beide Geschichten sind für sich selber spannend und faszinierend. Und gegen Ende spitzt sich das Ganze zu und es werden immer mehr Geheimnisse gelüftet - auch an stellen an denen man sie nicht erwartet hätte... wieviel im Leben doch zusammen hängen kann...
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich hoffe die Autorin wird auch noch weitere solche Bücher herausbringen.

Eine Leseempfehlung von mir.
Für Leute die leise und mysteriöse Romane mit ihrer ganz eigenen Spannung mögen.

Das Geheimnis der Schwimmerin

Von: fraeulein_lovingbooks Datum : 26.10.2016

https://fraeuleinlovingbooks.wordpress.com/

Inhalt

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Limes Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken.

Wir erleben kapitelweise die Geschichte von Simon (Gegenwart), der ein besonders Buch zugeschickt bekommt und immer tiefer in seine eigene Familiengeschichte abtaucht, und Amos (1798), der durch einen Zufall zu einen Schausteller-Gruppe kommt und dort aufwächst.

Simons Familie ist zerbrochen, seit die Mutter Selbstmord begangen hat. Der Vater ist an seiner Trauer „gestorben“ und die Schwester ist geflüchtet und in die Fußstapfen von der Mutter getreten. Sie wurde allerdings keine Schwimmerin, sondern eine Wahrsagerin.
Simon liebt seine Stelle in der Bücherei und fällt aus allen Wolken, als er gekündigt wird. Aber es scheint nicht so schlimm zu sein, den er steckt seine ganze Energie in die Erforschung seiner Lebensgeschichte, in der sich jede Frau der Familie am 24. eines bestimmten Monats umgebracht bzw. das Leben verloren hat.
Zu Beginn fand ich es wirklich sehr interessant, wie intensiv er sich bemüht und eine Information nach der anderen ausgräbt und wie ein Puzzle zusammensetzt.
Aber je tiefer er eintaucht, umso weniger Interesse hat er an der Gegenwart (siehe das marode Haus) und seiner Umgebung – was auch seine Schlafbeziehung, die Tochter des Nachbarns, betrifft. Aber auch der Nachbar scheint ein kleines Geheimnis zu haben. Eines, das keiner erwartet hätte. Und zwei komplette Familien zerstört.
Ich wurde mit ihm nicht warm, weil er mir zu sehr auf seine Vergangenheit und die Rettung seiner Schwester fokusiert.

Amos ist ein kleiner Junge, der nicht spricht – was sich im Laufe seines Lebens auch nicht ändert. Mit seiner zukünftigen Partnerin kommuniziert er nur über die Tarotkarten und über die Augen. Für mich wäre das nichts, aber für die Personen um Amos scheint es nicht so zu sein. Er bringt dem Schaustellerchef Peabody gutes Geld ein – über die Art und Weise kann man sich streiten. Ich fand seine Vorstellung als „Junger Wilder“ widerlich und abstoßend und ich setzte große Hoffnungen in seine Ausbildung bei der „Wahrsagerin“. Zum Glück wurde diese teilweise erfüllt…bis Evangeline auftauchte. Amos ist sofort von ihr besessen und verändert sich vollkommen. Er ist ihr hörig und blind gegen alle Bedenken von seinen Freunden und Bekannten. Was ihm leider auch zum Verhängnis wird…

Der Schreibstil ist nicht schlecht, aber auch nicht das Highlight des Buches – leider ist er nur durchschnittlich, dafür aber flüssig und gut lesbar. Aber der Erzählstil hat der Geschichte das Genick gebrochen. Zu Beginn habe ich noch große Hoffnungen reingesetzt, aber ab Mitte des Buches wurde es langweilig und langatmig erzählt, was sich leider bis zum Ende hin zog. Aber es war wirklich spannend zu erleben, wie die Geschichten zusammenhängen.

Ich liebe Bücher, deren Geschichten über zwei Zeitebenen gehen und zu Beginn war es auch hier so. Ich fand Simon und seine Recherche interessant und das Schaustellerleben um Amos war spannend zu erleben. Doch gegen Mitte des Buches bauten beide Handlungsstränge ab, Simons Art und Weise hatte ich irgendwann satt. Das Einzige, was er möchte, ist seine Schwester zu retten. Koste was es wolle.
Amos, sein Meister, seine Ausbilderin und seine (tödliche) Frau waren anfangs auch sehr sympathisch, aber auch hier kam nach und nach Unverständnis über die Handlungen der Charaktere bei mir auf.
Wirklich schade, denn das Buch hatte deutlich mehr Potenzial als als 3,5 Sterne gehabt, besonders mit diesem traumhaft schönen Cover.

Leider nur eine bedingte Lese- und Kaufmepfehlung.

Schönstes Zitat

gab es leider nicht

������, 5 Sterne

zwei poetische Erzählungen

Von: Klopstock Datum : 19.10.2016

www.klopstockblog.blogspot.de

Bücher wie Ali Shaws „der Mann der den Regen träumt“ entführen in eine poetische Märchenlandschaft. Ich mag solche Bücher einfach, auch wenn ich dadurch in meinen Tagträumereien nur noch bestärkt werde. Als ich das wunderschöne Cover von Erika Swylers „das Geheimnis der Schwimmerin“ sah, dachte ich sofort, dass mir dieses Buch eine märchenhafte Geschichte erzählen wird, die man sonst nur in Gedichten findet. Nach vorsichtigem Anpirschen hatte mich auch die Inhaltszusammenfassung überzeugt.
Inhalt
Die Küste Long Islands ist kein sehr gemütlicher Ort. Die Häuser hängen schief auf ihren Fundamenten, der Sturm nagt an den Mauern. In einem dieser Gebäude wohnt Simon Watson, der am Anfang der Erzählung ein Buch auf seiner Türschwelle findet, dass genauso heruntergekommen anmutet wie sein Zuhause. Die Seiten berichten ihm von der Geschichte seiner Familie. Durch die Seiten des Buches eröffnet sich Simon eine wundervolle Liebesgeschichte begleitet vom tragischen Tod einer Schwimmerin, die wie alle Frauen Simons Familie seit 250 Jahren am 24. Juli zu ertrinken scheinen. Auch für Simon rückt dieses Datum näher, als ihm seine Schwester Enola besuchen kommt. Die Geschichte der Watson Frauen scheint sich zu wiederholen, denn auch sie verhält sich sonderlich.
Leseeindruck der ersten Zeilen des Buches
„Vorn auf dem Hochufer hockt das Haus und ist in Gefahr. Der Sturm letzte Nacht hat Land weggerissen und das Wasser aufgewühlt, der Strand liegt voller Flaschen, Seetang und Panzer von Pfeilschwanzkrebsen.“
Aus meiner Sicht
Meine Erwartungen haben sich voll und ganz bestätigt. Hätte sich die Autorin kurz fassen wollen, hätte dieses Buch eine hübsche Geschichte für eine besonders poetische Ballade liefern können. Ich bin trotzdem froh, dass sie sich eher der epischen Form des Erzählens zugeneigt gefühlt hat.
Die Geschichte in der Vergangenheit war für mich das Beste am ganzen Buch. Sie war abwechslungsreich, interessant und die Atmosphäre der Zeit war wunderbar gewählt und auch treffend umgesetzt. Die historische Sicht war weder aufgesetzt noch anderweitig unstimmig. Diese Erzählperspektive hat auch so wunderbar zum melancholisch poetischen Schreibstil der Autorin gepasst, die den ganzen Erzählstrang merklich die Härte und das Vorwärtsstreben nahm. Das soll aber nichts Schlechtes sein- man hält einfach ein ins sich geschlossenes, ruhiges Werk in Händen.
Aber leider kann nicht alles perfekt sein. Dort, wo mich die historische Erzählung begeistert hat, habe ich Simons Leben in der Gegenwart als eher zäh empfunden. Seine Untersuchungen waren auf eine Art „langweilig“, dass ich immer dachte: da muss noch was Spannendes kommen! Ganz sicher! Leider waren meine Erwartungen dem Ende gegenüber dann wohl doch zu hoch, obwohl mir das Stück Eigeninterpretation, die die Autorin ihren Lesern lässt, gefallen hat. Dies scheinen wohl die Schattenseiten des an manchen Stellen fast lyrischen Blicks auf die Handlung zu sein. Die daraus resultierende gedeckte Stimmung nimmt manchmal für meinen Geschmack einfach zu viel Fahrt.
Die getragene Atmosphäre ist trotz einiger Längen alles im allem doch eher der Geschichte zuträglich, die für Swylers Stil passend gewählt ist. Die Verbindung aus Gegenwart und Zukunft schnürt die Handlung fest zusammen und liefert einen Rahmen, an dem man sich während des Lesens orientieren kann.

Was passierte am 24. Juli?

Von: Jessi Datum : 18.10.2016

in-buechern-leben.blogspot.de/

Schreibstil

Das Buch ist mir bereits vor einem Monat wegen des unendlich schönen Covers aufgefallen und da ich in diesem Jahr meine Liebe zu solchen Geschichten, die sich von der Vergangenheit in die Gegenwart erstrecken, entdeckt habe, musste ich "Das Geheimnis der Schwimmerin" unbedingt lesen.



Zu Beginn muss ich anmerken, dass dieses Buch ein Debüt ist, aber Erika Swlyer schreibt mit einer solchen Leichtigkeit und mit solch einem Gefühl, dass sie mich direkt an Lucinda Riley erinnert hat. Zwar gibt es in diesem Buch einige Längen, aber Erika Swlyer hat ein großes Talent, eine melancholische Stimmung zu erzeugen und den Leser tief in das Geschehen zu ziehen.



Charaktere

- Simon Watson -

Seiner Geschichte verfolgen wir in der Gegenwart. Er bekommt von einem sonderbaren und ihm unbekannten Buchhändler ein altes und teilweise zerstörtes Buch zugeschickt. Angeblich würden sich im Inneren Hinweise zu seiner Familie finden lassen.



Simon ist ein recht melancholischer Mensch. Das liegt bei ihm wohl einfach in der Familie. Er bewohnt das Haus seiner verstorbenen Eltern, kommt aber alleine kaum über die Runde. Als er dann auch noch seinen Job verliert und seine Schwester urplötzlich anreist, verliert er sich in der Geschichten der alten Wandergruppe.

- Amos -

Amos empfand ich als interessantesten Charakter in diesem Buch. Als stummer und verstoßender Junge kommt er zu der Wandertruppe rund um Hermelius Peabody und sein Leben bekommt dort einen Sinn. Er ist plötzlich Teil der Show und entwickelt sich, als Teils dieser neuen Familie, zu einem jungen Mann.



Amos Geschichte hat mich berührt und nachdenklich gestimmt. Obwohl er nicht reden kann, haucht die Autorin ihm so viel Leben ein, dass man ihn als Leser einfach mögen muss, auch wenn er alles andere als perfekt ist!

Meine Meinung

"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mich von der ersten Seite an magisch in den Bann gezogen. Zwar ist das gesamte Buch sehr ruhig gehalten und es kommen auch einige Längen auf, aber ich habe mich dennoch nie gelangweilt. Besonders die Geschichte aus der Vergangenheit hat mich begeistern können, denn die Autorin hat diese Zeit wirklich gut getroffen.


Die Gruppe von Schaulustigen empfand ich als Highlight des Buches. Wir lernen Amos als Kind kennen und kommen mit ihm zusammen zu der Truppe und müssen lernen, wie man sich am besten zur Schau stellt. Dieses Geschäft ist bitter, aber umso intensiver ist der Zusammenhalt dieser Menschen, die von Stadt zu Stadt reisen und zu einer Familie zusammenwachsen.



Ich muss gestehen, dass ich den Erzählstrang der Vergangenheit um einiges interessanter fand, als den der Gegenwart. Simon ist zwar ein interessanter Charakter, aber seine Nachforschungen waren, wenn ich jetzt das Ende betrachte, doch recht eintönig. Ich kann zwar verstehen, warum er das alles rausfinden möchte und auch die Entdeckungen auf die er stößt, konnten bei mir Spannung erzeugen, aber dennoch fehlte mir hier der gewisse Biss, die Geschichte auch geradlinig zu Ende zu bringen.


Erika Swyler hat in "Das Geheimnis der Schwimmerin" einen sehr poetischen Schreibstil, der sehr blumig ist und deswegen wohl nicht jeden Leser in den Bann ziehen wird. Ich mag eine gewisse Theatralik in Bücher und ich finde, dass dieser Stil zu diesem recht ruhigen Buch perfekt passt.


"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat es beinahe geschafft, einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern zu schaffen. Leider muss ich aber hier noch erwähnen, dass ich das Ende zu schwach für die Intensität des Vergangenheitsstranges empfand. Es wurden nicht alle Fäden zusammengeführt und besonders die Frage nach dem 24. Juli muss der Leser am Ende selbst beantworten.

Fazit

Ich denke, wir werden noch viel von Erika Swyler hören. "Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mir trotz des Endes gut gefallen. Ihr Schreibstil hat mich teilweise mehr begeistert, als es der Aufbau der Geschichte tun konnte.

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum : 02.08.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Interessante Verklammerung von Gegenwart und Vergangenheit.

Von: Tanja Bemerl aus Waldmünchen Datum : 27.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Gustav Fuss

Sehr interessant, schön zu Lesen. Aber es erfordert trotzdem Aufmerksamkeit. Trotz der tragischen Geschichte um Simon gibt es ein Happy End.

Von: Britta Mai aus Wunstorf Datum : 25.07.2016

Buchhandlung: Wortspiel

Die Geschichte nahm langsam Fahrt auf, wurde zum Ende hin aber fesselnd. Besonders die wunderschöne Sprache der Autorin hat mir sehr gut gefallen.

Von: Maria Lauke aus Zinnowitz Datum : 25.07.2016

Buchhandlung: Strandbuchhandlung Zinnowitz

Dieses Buch entwickelt einen Sog, der den Leser immer wieder in seinen Bann zieht. Eine Geschichte voller Magie - fast schon ein Märchen.

Von: Corinna Preiß aus Gernsbach Datum : 25.07.2016

Buchhandlung: BSK Bücherstube

Ein wunderbarer Schmöker aus dem Jahrmarktsmillieu. Etwas besonderes war die Verbindung zum Meer.

Von: Christine Hieber aus Aalen Datum : 25.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Herwig

Super, endlich mal wieder eine ganz neue Geschichte, und super erzählt!

Von: Nicole Pienkoß aus Potsdam Datum : 14.07.2016

Buchhandlung: Bornstedts kleine Bücherstube

Ein spannender Familienroman, der mit dem Meerjungfrauen-Mythos spielt und den Leser gleichzeitig in die zauberhafte Zirkuswelt entführt. Der alte Fluch, geboren aus Wut und Verzeweiflung. Eine intensive Atmosphäre zieht in die Geschichte hinein und man fiebert der Auflösung entgegen.

Von: Melanie Schweiger aus Neutraubling Datum : 11.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Bücherwurm GmbH

Atmosphärisch und fesselnd bis zum Schluss: Ausgezeichnet ineinander verwobene Erzählstränge eröffnen Einblicke in fremde Welten. Absolut Lesenswert! Werde ich gerne Empfehlen :)

Gelungen

Von: Katrin Vennemann aus Hövelhof Datum : 04.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Bücherturm, Delbrück

History, Fiction und Fantasy sind in Erika Swylers Roman gut "zusammengestrickt"! Besonders der historische Teil mit seinen Spannungsbögen hat mir sehr gut gefallen!
Gelungen!

Von: aus Eschweiler Datum : 01.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Oelrich & Drescher GbR

Ich bin eingetaucht in dieses Buch, habe meine fast vergessenen Tarotkarten rausgekramt und war süchtig bis zur letzten Seite.

Von: Heidrun Rönnau aus Bremerhaven Datum : 23.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Memminger GmbH

Eine ganz bezaubernde Familiengeschichte

Von: Sabrina Hafermalz aus Norden Datum : 23.06.2016

Buchhandlung: LeseZeichen-Buchhandlung GmbH

Spannend, geheimnisvoll und mystisch - "Das Geheimnis der Schwimmerin" ist beste Unterhaltung auf hohem Niveau!

Von: Christina Höck aus Erftstadt Datum : 09.06.2016

Buchhandlung: Köhl. Die Buchhandlung KG

Es ist ein tolles Buch. Es fasziniert und zieht den Leser sofort in seinen Bann. Durch die beiden Sichtweisen ist man mitten im Geschehen.

Von: aus Ammersbek Datum : 02.06.2016

Buchhandlung: Bücherschnecke

Oscarverdächtiger Filmstoff! Einen Film, den selbst ich mir anschauen würde. Die Magie der Geschichte nimmt einen sofort gefangen und begleitet und trägt bis zum Schluss! Tolle Familiengeschichte!

Von: Eva-Luise Schriever aus Unna Datum : 25.05.2016

Buchhandlung: Buchhandlung G. Hornung

Manchmal hat man Glück! Dienstags kommt das Buch an und Mittwoch ist der freie Tag - um 15:25 Uhr ist es leider ausgelesen, aber es hat sich SO gelohnt! Wunderbar! Danke, Leute.

Von: Christiane Ziegler aus Stuttgart Datum : 25.05.2016

Buchhandlung: HSG Handels- und Service GmbH

Dicht, atmosphärisch, bewegend!

Von: aus Hilpoltstein Datum : 11.05.2016

Buchhandlung: Buch und Büro Ute Schmid

Ungewöhnliche Geschichte - sprachgewaltig erzählt!