Leserstimmen zu
Auf und davon

David Arnold

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Mary Iris Malone, kurz Mim steigt in einen Bus und fährt zu ihrer kranken Mutter. Sie hat alles satt, besonders ihre Stiefmutter und ihren Dad. Während ihrer Reise, lernt sie sich nicht nur selbst besser kennen sondern trifft auch auf einen familienlosen kleinen Jungen namens Walt, der ihren Lieblingslippenstift klaut und den attraktiven, charmanten Beck, in den sich Mim verliebt. Doch ihre Reise verläuft etwas anders als geplant und plötzlich muss sich Mim entscheiden wohin und was sie tatsächlich möchte. Der Schreibstil von David Arnold ist gewöhnungsbedürftig. Er ist sehr ungewöhnlich, dafür aber auch tiefgehend und berührend. Allerdings muss man es erst den Einstieg in die Geschichte schaffen, um den Stil wirklich zu mögen. Bei mir hat das gute hundert Seiten gedauert, was ich während des Lesens schade fand aber im Nachhinein kann ich doch sagen, das ich ihn schön fand. Er passt auf jeden Fall sehr gut zu der chaotische, einerseits etwas traurige aber auch sehr locker, lustigen Geschichte von Mim. Einfach abhauen ist nicht einfach, doch Mim's Beweggründe konnte ich sehr gut nachvollziehen. Für mich war sie eine sehr facettenreiche Protagonistin die durch ihre Einzigartigkeit besticht. Sie ist auf einem Auge blind, leidet unter Psychosen und hat die unangenehme Eigenart öfters plötzlich Kotzen zu müssen. Während des Buches, muss sie oft erleben wie unberechenbar das Leben ist und es hat mir gut gefallen welche Auswege Mim immer gefunden hat. Ich habe das junge, entschlossene Mädchen sehr schnell ins Herz geschlossen. Hin und wieder kam mir die Handlung zwar etwas unrealistisch vor, da manchmal einfach 'zu viel' passierte. Natürlich kann es sein, dass das Schicksal gerade Lust hatte Mim's Leben schwer zu machen, aber ich hätte mir auch gewünscht der Autor hätte auf das ein oder andere angeschnittene Thema verzichtet. Sehr toll fand ich es dagegen, das Mim zwei so tolle Begleiter gefunden hat. Ich werde auf die beiden nicht näher eingehen, da es mir viel Spaß gemacht hat die beiden kennen zu lernen. Anfangs hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Es war etwas chaotisch und schon in den ersten Kapiteln wurden, meiner Meinung nach, viel zu viele Fragen aufgeworden. Dazu kam noch der Schreibstil. Ich musste mich anfangs beinahe ein bisschen überwinden um weiter zu lesen, da ich weder den Anschluss fand, noch die gewünschte Nähe.Im Mittelteil wurde das dann besser, aber überzeugt hat mich das Buch an dieser Stelle immer noch nicht. Doch dann kam eine überraschende Wendung die mich nicht nur mitries, sondern auch sehr berührte. Die letzten siebzig Seiten haben mich gepackt, geschüttelt und meine Augen geöffnet. Die letzten Momente die ich mit Mary Malone teilen durfte, wurden von meinen Tränen begleitet und ich bin mir sicher dieses Ende wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. ~ FAZIT Nach den kleinen Startschwierigkeiten, konnte ich mit dem Schreibstil immer besser umgehen und fand spät aber doch in die Geschichte. Die Geschichte konnte mich unterhalten, aber nicht überwältigen, bis ... das Ende kam! Es war gewaltig, emotional, berührend und hat mich einige Tränen gekostet. Einen Stern ziehe ich ab, da mich das Buch anfangs etwas enttäuscht hat aber nach diesem umwerfenden Ende kann ich nicht anders als 'Auf und davon' eine gute Bewertung zu geben. Lest dieses Buch und lasst euch berühren!

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Klappentext: Manchmal liegt das Ziel woanders, als du denkst Wer würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den nächsten Bus springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr Vater und seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb ihre Mom aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen endlich aufhören, in ihrem Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie einfach in den Greyhound-Bus und haut ab, zu ihrer Mom. Während draußen die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige unvergessliche Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen Ponchomann und den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren droht ... Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen in ihrem Leben stellen. Meine Meinung: Puuh. Ehrlich gesagt fällt mir diese Rezension wirklich schwer. Ich bin mir auch immer noch unsicher, wie ich das Buch bewerten soll. Die ersten 100 Seiten des Buches waren gut, nicht überragend, aber der Einstieg war gut gewählt. Die nächsten 100 Seiten war grottig. Es war so langweilig, ich habe das Buch dann anschließend auch weggelegt und erst nach ein paar Tagen wieder angefasst. Nach diesen 200 Seiten hat mir das Buch gut gefallen. Es ist um einiges mehr passiert, es konnte mich vorallem sehr berühren und das Ende hat mich emotional super fertig gemacht. Die Charaktere waren so la la. Die Protagonistin Mim war sehr eigenartig, anstrengend und auch irgendwie naiv. Sie konnte mich vorallem nicht berühren, nicht zu mir durchdringen. Viele Leser mögen diese Art der Charaktere ja, aber mir war sie einfach etwas zu strange. Walt, es Junge, der Mim auf ihrem Weg begegnet, war sehr treuherzig und wirklich süß. Nur Beck hat mich wirklich berühren können. Auf der einen Seite war er sehr emotional, auf der anderen Seite aber wirklich erwachsen und hat die richtigen Entscheidungen in den wichtigen Momenten treffen können. Das Cover ist schön! Ich mag die Farben, die Silhouette des Mädchens (Mim) und den Bus finde ich wirklich toll getroffen. Es passt einfach super gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten und hat mich mit all den Umschreibungen manchmal einfach gelangweilt. Fazit: Ein Buch, das mich gelangweilt hat, mir die Tränen in die Augen treiben konnte und mich leider erst zum Schluss emotional packen konnte. Hatte mir leider auch was anderes vorgestellt.

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Aufgrund des farbenfrohen Covers mit der Shilouette und des Titels erwartete ich eine Geschichte voller Lebensfreude und Energie gemischt mit einer melancholischen Stimmung. Dennoch ging ich komplett unvoreingenommen und offen an das Buch heran - und genau das erwies sich als richtig. Mir fiel der Anfang in die Geschichte recht leicht aufgrund der einleitenden Erklärungen der Protagonistin. Bereits auf den ersten Seiten fällt der spezielle Schreibstil und die Besonderheit der Geschichte auf. Als Leser wird man direkt in den Bus nach Cleveland gesetzt und ein unvorhersehbarer Trip beginnt. Die Kapitel sind mit Kilometerangaben versehen, was dem Buch ein wenig den Charakter eines Roadtrips verleiht. In der Ich-Perspektive erzählt die Protagonistin Mim in einem lebhaften Stil die Geschichte. Über Briefe, die Mim auf ihrer Reise schreibt und Erinnerungsfetzen erfährt man nach und nach alles über Mims Vergangenheit. Der Schreibstil des Autors hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Lebhaft, bildlich, witzig und tiefgründig erzählt David Arnold Mims Geschichte. Die kurzen prägnanten Sätze werden von Einwürfen und bildlich beschriebenen Situationen durchbrochen. Das gesamte Buch spielt in einem Zeitraum von nur wenigen Tagen und doch ist die Geschichte voller Abenteuer, Begegnungen und skurriler Momente. Ernste Themen wie Krankheiten und Missbrauch werden einfühlsam und authentisch von David Arnold in die Geschichte eingewoben. Die Protagonistin Mim ist ehrlich, taff, stur und doch liebenswert. Sie hat ihre Kanten und Eigenheiten, unter anderem durch ihre Krankheit. Auch die Nebencharaktere wie die alte Dame Arlene, der Ponchomann und Mims Freunde Walt und der attraktive Beck sind stark gezeichnet mit Eigenheiten. Anhand des Klappentextes und der Aufmachung des Romans hätte ich nie gedacht, dass die Geschichte eine solche Verrücktheit und eine derartige Tiefe besitzt. Aufgrund der immer neuen Ereignisse befindet man sich in einem Lesesog, der nie abbricht. Das Buch lässt sich flüssig lesen und doch regt es zum Nachdenken an und lässt einen öfters schlucken. Mein einziger Kritikpunkt an dem Roman ist der Klappentext, der meiner Meinung nach nicht richtig zu der Geschichte passt, weil es so gewöhnlich nach dem Leben einer rebellischen Jugendlichen klingt. David Arnolds Debütroman ist ein Juwel - authentisch, herzerwärmend und etwas ganz Besonderes! Mein Fazit: Wer einen außergewöhnlichen, definitiv einzigartigen Roman über das Leben lesen möchte, sollte unbedingt "Auf und davon" lesen. Besonders die Tiefe und die Skurilität der Geschichte haben mich komplett überzeugt. Lasst euch ohne Vorstellungen und Erwartungen auf Mim und ihre Welt ein und erlebt ein tiefgehendes, literarisches Abenteuer!

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Inhalt: Mary Iris Malone, kurz Mim will zu ihrer kranken Mutter. Dafür klaut sie das Geld ihrer blöden Stiefmutter und haut einfach ab. Sie setzt sich in einen Greyhound-Bus um die 1500 Kilometer, die zwischen ihr und ihrer Mutter liegen, zurückzulegen. Sie beginnt ihren Roadtrip „nach Hause“. Meine Meinung: Ganz ehrlich? Mir fiel es richtig schwer, das Buch „Auf und davon“ zu bewerten. Es ist so anders, irgendwie richtig gut aber es gibt auch so viele Szenen, die mich gestört haben einfach zu viel des Guten waren. Anfangs habe ich echt lange gebraucht, um überhaupt in die Geschichte zu finden. Mim schreibt während ihres Trip Briefe, die ich sehr verwirrend fand. Darin hält sie ihre Gedanken, Ideen, Gefühle aber auch Erinnerungen fest. Doch anfangs habe ich Mim wohl nicht richtig verstanden, und fand alles merkwürdig. Das ändert sich später aber zum Glück noch. Genauso habe ich das Buch sehr distanziert gelesen, auch das hat sich ab Mitte des Buches zum positiven gewendet. Mim ist ein Charakter, der so anders ist, als man ihn in Büchern sonst findet. Man fragt sich, ob sie wirklich psychisch angeschlagen ist. Denn in ihrer Familie ist sowas bekannt, ihre Tante litt an „Geisteskrankheit“. Mim beschreibt selber, wie es dazu kam, dass sie Tabletten einnehmen muss. Da fand ich das schnelle Handeln des Vaters nicht für sinnvoll. Doch dieser hat zu viel Angst gehabt, dass Mim genauso enden könnte. Vielleicht wirkt daher auch alles wirr für mich als Leser. Ist sie verrückt oder nicht? Das fragt man sich oft. Aber nicht nur an Mim, sondern auch an einige Szenen im Buch. Ihre Mutter hat Mim nur positiv im Gedächtnis und schwärmt von einigen Erinnerungen. Ihre böse Stiefmutter ist daran schuld, dass sie keinen Kontakt mehr haben. Für diese empfindet Mim nur Abneigung. Während ihres Roadtrips lernen wir natürlich einige Leute kennen. Manche sehr liebenswert, andere hingegen schauderhaft. Es gibt gravierende Momente in diesem Buch, die für meinen Geschmack einfach zu schnell abgehandelt werden. Genauso haben wir einige skurrile Abschnitte, die mich nur mit dem Kopfschütteln lassen haben. In so einer komischen Szene lernt Mim unseren liebenswerten Walt kennen. Dass Walt anders ist als alle anderen, merkt man schnell. Er hat mich allerdings am meisten begeistern können. Er ist so voller Freude und Unschuld. Ab da an, ist Mims Reise mit dem Bus vorbei. Sie und Walt gehen gemeinsam ihren Weg, der anfangs nicht leicht verläuft und ebenfalls eine komische Stelle im Buch ist. Doch nachdem die vorbei war, kamen die Emotionen bei mir an. Es kommt noch eine dritte männliche Person dazu und zusammengeht es weiter mit einem alten Pickup. Wir lernen alle drei näher kennen und langsam habe ich angefangen, die Geschichte zu lieben. Plötzlich habe ich die Emotionen voll gespürt und eingesogen. Es gibt einige Rückblenden, die mich verstehen lassen haben und irgendwie verändert Mim sich. Vielleicht ist es das Gefühl der Freundschaft, des nicht allein Seins, was sie verändert. Das hat mir richtig gut gefallen. Ich glaube, man muss das Buch einfach selber lesen, um zu verstehen, was ich meine. Es sollte einem nur im klaren sein, es ist kein typischer 0815 Roadtrip. Es ist etwas ganz spezielles und anderes. Man muss einfach Geduld haben, um das Schöne und besondere in dieser Geschichte zu sehen. Fazit: Dieser ungewöhnliche Roadtrip ist eine Mischung aus skurrilen Szenen, Verrücktheit aber auch viel Tiefsinnigkeit. Ich habe oft ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und einige Szenen wurden zu schnell abgetan. Doch trotzdem konnte mich "Auf und davon" ab der Hälfte irgendwie für sich gewinnen. Ein Roadtrip den man schwer in Worte fassen kann.

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Inhalt aus dem Klappentext: Wer würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den nächsten Bus springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr Vater und seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb ihre Mom aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen endlich aufhören, in ihrem Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie einfach in den Greyhound-Bus und haut ab, zu ihrer Mom. Während draußen die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige unvergessliche Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen Ponchomann und den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren droht ... Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen in ihrem Leben stellen. Meinung: Mim muss weg. Nachdem sie die "Sondermeldung" von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter Kathy erhalten hat, reißt sie aus. Sie stielt Kathys Kaffeekasse und macht sich auf den Weg zu ihrer Mutter. In dem Greyhound-Bus, der sie von Mississippi nach Cleveland bringen soll, trifft sie einige merkwürdige und interessante Personen, die ihren Weg prägen und beeinflussen, vor allem nachdem der Bus einen Unfall baut. Mary Iris Malone, kurz Mim, ist eine manchmal etwas schwer zugängliche Protagonistin. Die 15-jährige hat Einiges zu verarbeiten, darunter die Trennung ihrer Eltern, eine Stiefmutter mit der sie nicht gut klar kommt, die "Sondermeldung" und ihr Gesundheitszustand. Dabei habe ich sie manchmal sehr gemocht, manchmal aber fand ich sie sehr merkwürdig und absolut nicht greifbar. So etwas ist mir in einem Buch bisher noch nie begegnet o.O Gleichzeitig machen diese Eigenarten das Buch aber auch interessant und bauen die Spannung um Mim und ihre Geschichte auf. Auch die Nebendarsteller sind keine Durchschnittspersonen und weisen, jeder für sich, die eine oder andere Merkwürdigkeit auf. Schlau bin ich aber aus den wenigsten geworden. Daher ist es natürlich klar, dass diese Kuriositäten auch das Buch prägen. So liest es sich manchmal wunderbar geradlinig und eingängig, um dann im nächsten Moment komplett verquer und unvorhersehbar einen zu überrumpeln, so dass ich mich oft fühlte wie Alice, die durch das Kaninchenloch ins Wunderland purzelt, nur um dann wieder statt im Wunderland on the Road bei Mim zu sein. Überhaupt zeichnet das Buch einige Parallelen zu diesem Buchklassiker auf, aber ich will nicht zu viel verraten. Der Autor nimmt sich hier einiger sehr ernster Themen an, wie Schizophrenie, Depressionen, Behinderungen und Sucht. Leider hatte ich das Gefühl, dass hier nur an der Oberfläche gekratzt wurde und man noch mehr aus den Themen hätte rausholen können. Erzählt wird die Geschichte aus Mims Sicht in der Ich-Perspektive. Der Schreibstil ist dabei stellenweise etwas mühsam, da Mims teilweise verquere Gedankengänge und Dialoge etwas anstrengend und verwirrend sein können. Immer wieder wird die Story von Briefen bzw. Tagebucheinträgen ergänzt, in denen wir mehr über Mims Vergangenheit lesen können. Die Spannung in diesem Buch hat der Autor sehr gut aufgebaut und auch wenn mich manche Auflösung am Ende nicht ganz so überrascht hat, da ich mit gewissen Verläufen und Auflösungen gerechnet habe, so war es doch das Hauptthema um Mim und ihre Gesundheit, das mich bis zum Ende des Buches am Ball hat halten lassen, da man die Hintergründe und die Auflösung unbedingt erfahren wollte. Fazit: Auf und Davon ist ein etwas anderer Road-Trip, der sich mit einem eher ungewöhnlichen Thema beschäftigt. Die Umsetzung ist altersgerecht, die Protagonisten manchmal etwas anstrengend, aber doch liebenswert. Ein wenig mehr Tiefe bei der Konfliktlösung hätte dem zwar Buch gut getan, trotzdem bietet es spannende, unterhaltsame Lesestunden und ist eine schöne Hommage an Kuriositäten, wie Alice im Wunderland sie auf ihrer Reise begegnet. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

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David Arnold hat mit seinem Debütroman bereits viele Leser begeistern können, so dass “Auf und davon” bereits im Original (“Mosquitoland”) bei mir auf die Wunschliste wanderte – letztendlich ist es nun die deutsche Übersetzung geworden und im Nachhinein bin ich auch sehr froh darüber. Erst trennten sich Mims Eltern, dann heiratete Mims Vater die Kellnerin Kathy und schon bald zogen sie zu dritt weg von Mims Zuhause. Weg von ihrem Zuhause und ihrer Mutter. Seit drei Wochen hat Mim keinen Anruf, keinen Brief mehr von ihrer Mutter erhalten. Als sie eines Tages erfährt, dass ihre Mutter krank und in Cleveland ist, überlegt sie nicht lange und macht sich auf den Weg. Pünktlich zum Labor Day möchte Mim innerhalb der nächsten zwei Tage bei ihrer Mutter sein. Vor ihr liegen 1.524 Kilometer, die sie bekämpfen muss. Als sie aufbricht, weiß sie noch nicht, dass ihr größtes Abenteuer vor ihr liegt. Ich muss gestehen, dass das Lesen von Mims Geschichte nicht immer leicht fiel – David Arnold hat einen ungewöhnlicheren Schreibstil, als man es vielleicht sonst in den üblichen Jugendromanen findet. Aber auch die Protagonistin selbst, Mary Iris Malone oder eben Mim, ist eben alles andere als ein gewöhnlicher Teenager. Ihre Familie ist auseinander gerissen worden, ihr gewohntes Umfeld musste sie tausende Kilometer weit entfernt zurück lassen. Dann sind da noch einige Anzeichen dafür, dass mit ihr, genauer gesagt mit ihrer Psyche irgendetwas nicht stimmt. Das erklärt schließlich auch die vielen Arztbesuche, die sie bereits über sich ergehen lassen musste. Manchmal denkt Mim, sie ist ein wenig verrückt. Und vielleicht stimmt das auch. Klar ist: Mim ist nicht wie jedes beliebige 16-jährige Mädchen. Und seien wir mal ehrlich: manchmal ist ein bisschen Verrückt-Sein und Andersartigkeit auch etwas absolut Tolles. “Dinge werden erst Dinge, wenn man sie ausspricht. Ich bin Mary Iris Malone, und mit mir stimmt etwas nicht.” – Seite 7 Auf ihrer Reise nach Cleveland erlebt Mim so einiges – ihr Abenteuer beginnt in einem Greyhound-Bus, in dem sie auf mehrere interessante Menschen trifft, die zu ihrem zweitägigen Abenteuer beitragen. Zu viel verraten möchte ich nicht, alle Begegnungen und Erlebnisse prägen sie jedoch alle auf die ein oder andere Weise, auch wenn nicht immer unbedingt positiv. Doch manchmal sind es gerade die doofen Ereignisse, die uns im Leben weiter bringen. Auch wenn ich anfangs noch kleine Zweifel an Mim und ihrer Geschichte hatte, wurde sie mir mit jedem weiteren Kapitel immer sympathischer. Ich habe ein absolutes Faible für ungewöhnliche Charaktere und Geschichten – und “Auf und davon” ist sicherlich eine der besonders ungewöhnlichen Geschichten. Und genau diese erzählt Mim nicht nur im ganz normalen Erzählstil, sondern auch mit Hilfe von Rückblicken sowie persönlichen Briefen an Isabel. Dadurch ergibt sich schließlich nach und nach ein beeindruckendes Bild von Mims Leben wie auch von ihrem aktuellen Abenteuer. Bedingt durch ihre “Krankheit” gibt es während der gesamten Handlung ein paar wenige Szenen, die sehr leicht für Verwirrung sorgen können. Wegen dieser bin ich mittlerweile sehr froh darüber, diesen Roman auf deutsch gelesen zu haben, weil ich im Original eventuell etwas missverstanden hätte und es im Gesamten vielleicht falsch gewertet hätte. Wer also auch mit dem Gedanken spielt, es lieber im Original zu lesen – eventuell besser nur, wenn ihr euch in eurem Sprachverständnis ganz sicher seid. Ich war mir während der Lektüre nicht immer sicher wie oder ob mir diese Geschichte gefällt – aber tatsächlich hat mich dieser Roman letztendlich unheimlich beeindruckt. Mims Abenteuer erscheint einem nicht nur außergewöhnlich, sondern auch sehr lebendig, so als ob man direkt neben ihr im Greyhound-Bus sitzen würde. “Auf und davon” ist sicherlich nicht für jeden das Richtige, mich konnte Arnold mit seinem Debüt – vor allem durch den Schreibstil sowie die unvorhersehbare und einzigartige Handlung – jedoch vollkommen überzeugen.

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"Auf und davon" klang für mich nach einem tragisch-traurigen Roadtrip, sodass ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Meine Erwartungen waren riesig und ich muss sagen, dass mich das Buch am Ende doch begeistern konnte, auch wenn ich mich anfangs erst auf die doch sehr skurrile Geschichte einlassen musste, die doch vollkommen anders ist, als ich zunächst angenommen habe. Zuerst einmal muss ich leider zugeben, dass es das Buch am Anfang doch recht schwer bei mir hatte, denn ich hatte zunächst große Probleme, mich mit dem Schreibstil und den Figuren anzufreunden. Der Autor besitzt zwar sehr großes Talent, allerdings schafft er auch oftmals so skurrile Momente, dass ich mich immer mal wieder dabei erwischt habe, wie ich die Augen verdreht habe. Dennoch ist die Geschichte toll und witzig, gleichzeitig aber auch sehr traurig, denn hier werden auch viele tragische Themen angesprochen, wie z.B. Missbrauch, Scheidung der Eltern und die Frage, wer man ist und wer man eventuell sein möchte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Mim, die in ihrem Leben schon einiges durchmachen musste, denn während ihre Eltern geschieden sind und sie bei ihrem Vater und seiner neuen Frau lebt, vermisst sie ihre Mutter sehr, die jedoch viel zu weit von ihr entfernt lebt. Als ihre Mutter krank wird, lässt sie alles stehen und liegen und macht sich zu ihr auf, um ihr nahe zu sein. Dabei erlebt sie den Roadtrip ihres Lebens, der voller verrückter, nachdenklich stimmender und trauriger Momente steckt und den sie niemals vergessen wird. Mim wirkt dabei oftmals etwas anstrengend und gewöhnungsbedürftig, ist aber auch gleichzeitig sehr sympathisch, sodass ich sie zwar nicht ins Herz schließen, sie aber dennoch gut leiden konnte. Dadurch, dass sie in ihren jungen Jahren schon sehr viel durchmachen musste, wirkt sie oftmals durcheinander und sehr melancholisch. Oftmals sind ihre Gedanken und Erzählungen so wirr und unglaubwürdig, dass ich mich oft gefragt habe, was an der Geschichte eigentlich real ist und was nicht, von daher fiel es mir stellenweise sehr schwer, mich auf die anderen Figuren einzulassen. Der Roadtrip wird vom Autor sehr lebendig erzählt. Manchmal wird hierbei zwar deutlich über die Stränge geschlagen und es wird sich an vielen Klischees bedient, wie z.B. die ach so böse Stiefmutter, allerdings hatte die Geschichte dennoch etwas an sich, das mich nicht losgelassen hat, sodass ich immer mehr über Mim, ihre Denkweisen und über Isabel erfahren wollte. Isabel lernt man zwar nicht in dem Sinne kennen, wie man es vielleicht erwartet, allerdings fand ich Mims Briefe an Isabel sehr interessant und konnten mich das ein oder andere Mal zum Nachdenken anregen. Das Cover ist toll und passt perfekt zur Geschichte. Dazu ist Mim hier wirklich gut getroffen und ich finde es toll, dass man ihr Gesicht nicht vollständig sieht. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, allerdings wird hierbei nicht wirklich klar, wie skurril die Geschichte am Ende tatsächlich ist. Insgesamt hat mir "Auf und davon" gut gefallen. Ich muss zwar sagen, dass sie weitaus verrückter und überspitzter ist, als ich zuvor angenommen habe, allerdings kann man mit der Geschichte großen Spaß haben, wenn man sich denn vollkommen darauf einlassen kann. Für Fans von Roadtrips bestens geeignet.

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