Leserstimmen zu
Schwarze Magnolie

Hyeonseo Lee, David John

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Hyeonseo Lee hat es mit Schwarze Magnoliegeschafft sich in mein Herz zuschreiben. Ihr schreibstil und ihre bildhafte Darstellungen aus ihrer Flucht beschreibt sie so toll das man einfach dran bleiben muss. Man will das Buch nicht aus der Hand legen und will sofort alles wissen. Der tiefe Einblick in ihr leben hat mich am Buch gefesselt. Ich kann Schwarze Magnolie nur wärmstens empfehlen. Schwarze Magnolie bekommt von mir 5⭐

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Dramatischer und aufwühlender Zeugenbericht einer Flucht aus dem nordkoreanischen Regime. Innerhalb von 2 Tagen habe ich die Geschichte von Hyonseo Lee "Schwarze Magnolie - Wie ich aus Nordkorea entkam - Ein Bericht aus der Hölle" verschlungen. Lee zeigt in ihrem bewegenden und biografischen Buch, wie sie aus dem nordkoreanischen Paralleluniversum entkommen konnte. In ihrer Kindheit und Jugend kommt ihr das Leben in Nordkorea normal vor. Die eisernen Regeln und der dauernde Gehorsam gehören zu ihrer Welt. Der Mensch ist Eigentum des Staates und hat auch nur ihm zu dienen. Öffentliche Hinrichtungen wegen Regimebeleidigung gehören zur Tagesordnung. Aus jugendlicher Neugier möchte sie jedoch einmal die Freiheit spüren und heimlich über den Fluss in die chinesische Stadt Shenyang schleichen. Gesagt, getan. Doch plötzlich bleibt ihr der Heimweg versperrt und eine lange Odysee beginnt. In China kann sie ihr wahres Gesicht nicht zeigen, denn als "Illegale" droht ihr die Abschiebung zurück nach Nordkorea und Überläufer werden dort mit dem Tod bestraft. Insgesamt 7 mal muss sie in ihrem Leben einen neuen Namen annehmen, um die Spuren zu verwischen. Über abenteuerliche Umwege wird ihr Asyl in Südkorea gewährt. Ihr Glück kann sie aber nur wieder finden wenn sie ihre Familie vereint... Wird ihr auch dieser letzte Schritt gelingen? In journalistischer Manier wird man in die persönliche Hölle, die ein Leben in Nordkorea bedeutet, "eingesaugt". Lee hat ihr Schicksal sehr sachlich, reflektiert, klar und spannend beschrieben und zeigt tiefe Abgründe auf. Man erlebt hautnah was es bedeutet auf der Flucht zu sein. Ein augenöffnendes Buch über ein isoliertes Land, über das wir leider viel zu wenig wissen.

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Ihre Kindheit in Nordkorea ist ‚ganz normal‘ – und doch für unsere Begriffe unvorstellbar: Das Leben der 1980 geborenen Hyeonseo Lee und das ihrer Familie gehören dem Staat. Es gelten strenge Regeln, und wer sie nicht befolgt, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Hyeonseo ist sieben Jahre alt, als sie zum ersten mal eine öffentliche Hinrichtung miterlebt. Um wenigstens einmal den Fesseln des Kim-Regimes zu entkommen und kurz die Freiheit zu spüren, schleicht sich Hyeonseo als siebzehnjährige Teenagerin heimlich über die Grenze nach China – aber dann ist ihr der Heimweg versperrt. Zehn Jahre lang schlägt sie sich in China als Illegale durch, muss sich verstecken, nimmt falsche Identitäten an und lebt in ständiger Angst vor Entdeckung und Auslieferung, bevor sie schließlich nach Südkorea gelangt. Doch als sie sich endlich in Sicherheit glaubt und ein neues Leben beginnen möchte, erhält sie einen Notruf ihrer Familie und beschließt, ihre Mutter und ihren Bruder aus Nordkorea herauszuholen. Bereits beim aufklappen des Buches findet man eine Karte, auf der neben anderen Flüchtlingsrouten auch die der Autorin und ihrer Familie aufgezeichnet sind. Hier werden einem zwar die Entfernungen und Umwege bewusst, die in Kauf genommen werden müssen um als nordkoreanischer Flüchtling über die Botschaften der verschiedenen Länder nach Südkorea zu gelangen, aber wie beschwerlich und lebensgefährlich dies sein kann, erfährt man erst durch die ausführlichen Schilderungen der Autorin, die hier hautnah und sehr spannend geschrieben von ihren Erlebnissen berichtet. Sie beginnt ihren Rückblick bei ihrer Kindheit, die für nordkoreanische Verhältnisse ganz normal verläuft und bei der man als Leser einen Einblick davon bekommt, wie das Leben dort funktioniert und was dabei augenscheinlich falsch läuft. Obwohl das Dasein von Widersprüchlichkeit, Denunziation, Angst, Korruption und Hungern geprägt zu sein scheint, hatte ich beim Lesen nicht den Eindruck, dass die Autorin lediglich Missstände anprangert, sondern sie schafft es vielmehr, Verständnis für die ausweglose Lage der Bevölkerung zu wecken. Auch macht das Geschriebene auf mich einen sehr authentischen und mitreißenden Eindruck, so dass ich mitfieberte und mich inmitten eines fesselnden Romans fühlte. Doch die Gewissheit, dass es sich hierbei um tatsächlich geschehene Ereignisse handelt und die in der Mitte des Buches wie zum Beweis abgedruckten Fotografien, holten mich aus dem Unterhaltungsmodus heraus und führten mir die Bedrohung und das Menschenverachtende in Hyeonseo Lee’s Leben und das des größten Teils nordkoreanischen Bevölkerung vor Augen. Ein ums andere Mal fragte ich mich betroffen und zugegebenermaßen naiv, wie das in unserer heutigen Zeit möglich sein kann und war schockiert von den zahlreichen Schmiergeldern, die geleistet werden mussten, um den Flüchtlingen ein Fortkommen oder gar ein Überleben mit falschen Pässen zu ermöglichen. Dem starken Willen, dem Durchhaltevermögen, dem Einfallsreichtum und nicht zuletzt einer großen Portion Glück ist es zu verdanken, dass Hyeonseo Lee und später auch ihrer Familie die Flucht geglückt ist. Doch auch das Umdenken und die Neuorientierung in Südkorea ist für die Nordkoreaner nicht einfach. Hierzu gewährt die Autorin dem Leser ebenfalls interessante Einblicke und liefert insgesamt viel Stoff zum Nachdenken. Auch nach Beendigung des Buches lässt mich das Thema nicht los und ich finde online noch einiges Lesens- und Sehenswertes. Einzig der deutsche Titel dieses Buches will mir nicht gefallen und scheint willkürlich gewählt. Der Originaltitel „The Girl with seven names“ fühlt sich für mich stimmiger an und lässt erahnen, wie verschlungen und zwielichtig der Fluchtweg der Autorin war. Ansonsten kann ich aber diese spannende, berührende und gefühlvolle Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und ihrem langen beschwerlichen Weg in die Freiheit uneingeschränkt empfehlen. „Schwarze Magnolie“ ist ein Buch, das mich tief beeindruckt hat und für mich ein echtes Lesehighlight ist.

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Das junge Mädchen Hyeonseo wächst in Nordkorea unter dem Kim-Regime auf. Ihr werden kommunistische Werte beigebracht und sie lernt, den „väterlichen Führer“ zu ehren. Sie würde nie auf die Idee kommen, die kommunistische Partei anzuzweifeln. In ihren jungen Jahren erlebt sie schreckliches, Menschen die Hunger leiden und Menschen, die für scheinbar harmlose Dinge Jahre lang ins Arbeitslager gezwungen wurden. So wird eine Familie komplett ins Arbeitslager geschickt, weil ein Familienmitglied sich eine Zigarette mit einem Stück Zeitung gedreht hat und auf dessen Rückseite befand sich ein Abbild von Kim Jong-Il. Die Menschen dort leben in Angst vor der Partei und die ständigen öffentlichen Hinrichtungen machen das Leben nicht leichter. Hyeonseo ist sieben Jahre alt, als sie zum ersten mal Zeugin einer solchen Hinrichtung wird. Mit 17 Jahren will das Mädchen nur kurz über den schmalen Fluss, der an ihrer Heimatstadt vorbeiführt und die Grenze zwischen Nordkorea und China markiert. Der Grenzbereich wird streng bewacht, doch Hyeonseo schafft es. Aus dem geplanten viertägigen Ausflug zu ihrem Onkel in einer grosen Stadt Chinas wird ein Aufenthalt von 11 Jahren in Angst, erwischt zu werden und nach Nordkorea zurück gebracht zu werden. Doch sie kann nicht zurück, da ihr sonst ein Aufenthalt im Arbeitslager droht. Hyeonseo nimmt viele fremde Namen an, entwischt einer aufgezwungenen Heirat und Menschenhändlern doch sie denkt immer nur an das eine: Ihre Mutter und ihren Bruder, die sie in Nordkorea zurück lassen musste. Wird sie sie jemals wieder sehen? Hyeonseo Lee und David John haben einen unglaublich berührenden Erlebnisbericht geschaffen, der einen komplett umhaut. Die Art und Weise wie die Autorin die Lage in Nordkorea schildern, hat mich wirklich noch tagelang über die Menschen dort nachdenken lassen und ich habe mich gewundert, wie so etwas heute, im 21. Jahrhundert, noch geschehen kann. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen, da es am Ende eines jedem Kapitels einen Cliff-Hanger gibt. Das Buch ist meiner Meinung nach eine absolute Leseempfehlung für jeden!! Meine Bewertung: 5/5

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Ich interessiere mich persönlich sehr für Korea und der Inhaltstext hat mich gereizt dieses Buch zu lesen. Es war für mich ein sehr bewegendes, aber auch spannendes Buch. Man kann sich kaum vorstellen, was Hyeonseo Lee erleben musste und wie anstrengend diese Flucht, die über Jahre ging, war. Durch dieses Buch erhält man einen sehr guten Einblick in den Alltags von Nordkorea. Die Autorin beschreibt ihr Leben von Kindheit an, bis sie mit gerade mal 18 Jahren fast spontan den Schritt wagt, nach China zu flüchten, wo die Flucht aber nicht zu Ende war, der Weg bis nach Südkorea war lang und dazu nicht ungefährlich und dann sind da noch ihr jüngerer Bruder und ihre Mutter in Nordkorea, die ebenfalls flüchten müssen. Im Buch sind dazu einige Bilder enthalten und auch eine Karte, die alles veranschaulicht. Ich habe das Buch kaum aus den Händen nehmen können und habe es ist nicht mal zwei Tagen durchgelesen. Ich kann das Buch empfehlen! Ich geben dem Buch 5 von 5 Sternen

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INHALT Hyeonseo ist 17 Jahre alt, als sie beschließt die Grenze zu China zu überqueren. Als sie zu ihrer Familie zurückkehren möchte, ist aus der einen Neugierde blutiger Ernst geworden. Eine Rückreise in ihr Heimatland kommt für sie nicht in Frage. 10 Jahre später findet sie in Südkorea Asyl, doch ein Anruf von ihrer Familie zwingt sie nach Hause zurückzukehren. Und so beschließt die junge Frau dem Land, dem sie einst so verbunden war, einen letzten Besuch abzustatten, bevor sie ihm für immer den Rücken kehrt. MEINUNG Nachdem ich im letzten Jahr bereits Meine Flucht aus Nordkorea von Yeonmi Park gelesen hatte war ich überzeugt davon, nichts könne mich mehr schockieren. Doch damit habe ich weit gefehlt. Ein Jeder macht so seine Erfahrungen und fördern die Schilderungen Hyeonseos eine Menge neuer Grausamkeiten zu Tage. In Nordkorea geboren und aufgewachsen, vermag es Hyeonseo Außenstehenden einen ungefähren Eindruck davon zu vermitteln, mit welch ermüdender Lebensrealität die Einwohner Nordkoreas tagtäglich konfrontiert werden. So ist Hyeonseo sieben Jahre alt, als sie ihre erste Hinrichtung erlebt. Und dennoch glaubt sie im besten Land der Welt zu leben, unter der Herrschaft zweier allmächtiger Führer. Freiheiten kennt Nordkorea nicht und so beschließt Hyeonseo kurz vor ihrer Volljährigkeit das Land für einige Tage zu verlassen, in der Hoffnung als Minderjährige mit ihrem Grenzübertritt ungeschoren davon zu kommen. Eine Volkszählung durchkreuzt ihre Pläne. Über Jahre hinweg schlägt sich die junge Frau alleine durch, ohne Hoffnung darauf ihre Familie jemals lebend wiederzusehen. Als Illegale führt Hyseonseo ein Leben in Armut, doch aufgeben ist keine Option. Ein Bericht der aufwühlt und zugleich begeistert. Mit ihrer Willensstärke hat Hyeonseo sich aus den Fängen eines eisernen Regimes befreit, klagen kam für die junge Frau nie in Frage. Und obwohl einige glückliche Gegebenheiten wohl einen Beitrag zur Wendung ihres Schicksals geleistet haben inspiriert die Biographie der gebürtigen Nordkoreanerin. Der Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei, dass die 400 Seiten des Buches im Handumdrehen verflogen sind. Die Bilder in der Buchmitte vermögen kaum an die Bildhaftigkeit der Erzählung heranzukommen und dennoch runden sie das Buch ab. Eine Biographie, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Tipp! 'Schwarze Magnolie' gibt es seit dem 10. Juli 2017 im Heyne Verlag auch als Taschenbuch.

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Rezension: Schwarze Magnolie - Hyeonseo Lee mit Davod John Rezension: Schwarze Magnolie, Wie ich aus Nordkorea entkam, Ein Bericht aus der Hölle von Hyeonseo Lee und David John (Ohne Spoiler) Ein langer Weg in die Freiheit Ihre kindheit in nordkorea ist "ganz normal" - und unvorstellbar: Das Leben von Hyeonseo Lee und das ihrer Familie gehören dem Staat. Es gelten eiserne Regeln, und wer sie nicht befolgt, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Hyeonseo ist sieben Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine öffentliche hinrichtung miterlebt. Um wenigstens einmal den Fesseln des Kim-Regimes zu entkommen und kurz die Freiheit zu spüren, schleicht sich Hyeonseo als Teenager über die Grenze nach China - aber dann ist ihr der Heimweg versperrt. Zehn Jahre lang schlägt sie sich in China als Illegale duch, bevor sie schließlich nach Südkorea gelangt. Endlich in Sicherheit! Doch als sie einen notruf ihrer Familie enthölt, beschliest sie, ihre Mutter und ihren Bruder aus Nordkurea herauszuholen... Die spannende und berührende Geschichte einer außergewöhnlichen mutigen jungen Frau. Preis: 19,99€ Seiten: 415 Verlag: Heyne Äußeres + Cover: Das Cover hat mich gleich von ersten Moment an total angesprochen. Bei Fantasybüchern finde ich es nicht gut, wenn echte Personen auf dem Cover sind, doch bei diesem Buch, in dem es sich um eine wahre Geschichte, um das Leben der Hyeonseo Lee dreht, finde ich es umso besser, dass ihr Bild auf dem Cover ist. Ebenso finde ich es total klasse, dass hinten und vorne im Buch Karten von Korea und Hyeonseos Flucht sind. In der Mitte des Buches findet man Bilder von ihrer Familie und aus dem Alltag von Nordkorea. Diese finde ich sehr hilfreich, um sich die Personen vorzustellen. Meinung: Ich habe mich für das Buch interessiert, weil ich nichts über Nordkorea wusste. Wir hatten einmal eine Unterrichtsstunde in der Schule, da ging es um Globalisierung und wir sollten Länder schätzen, in denen es unserer Meinung nach einen McDonalds gibt. Ein Schüler sagte "Nordkorea vielleicht" und die Lehrerin hat ihn angeguckt, wie ein Auto. Ich wusste, dass es in Nordkorea bestimmt keine McDonalds gibt, ich wusste, dass es nicht so ein Land wie andere ist, aber das war´s auch mit meinem Wissen darüber. Deshalb habe ich mich für dieses Buch entschieden. Und ich muss sagen, es hat mich gleichzeitig geschockt, verständnisvoll und begeistert. Geschockt, weil ich erstmals etwas über Nordkorea hörte und zwar nicht aus zweiter Hand, sondern von einem Mädchen, das von dort geflohen ist. Verständnisvoll, weil ich verstanden habe, dass es Menschen gibt, für die Nordkorea das Heimatland ist, das sie (obwohl sie wissen, dass es so grausam ist) nicht verlassen wollen. Begeistert, weil Hyeonseo Lee eine so mutige junge Frau ist, die unglaubliches durchgestanden hat. Ich denke, dieses Buch hat meine Sicht auf die Welt und ihre einzelnen Länder noch einmal erweitert. Schreibstil: Was ich echt gut fand, war der Schreibstil des Buches. Es besteht aus drei Teilen (drei Abschnitten von Hyeonseos Leben) und jeder Abschnitt und auch einige Kapitel enden mit einem Cliffhanger. Jedes Mal wurde eine unglaubliche Mege an Spannung erzeugt, dass ich gar nicht aufhören konnte. Fazit: Dieses Buch ist eines der Bücher, das mir sagt: "Es gibt Menschen, den geht es schlechter als dir." Das meine ich jetzt gar nicht im negativen Sinne. Ich bin zu tiefst beeindruckt, von Hyeonseo aber auch von den Menschen in Nordkorea. Viele könnte sich das gar nicht vorstellen, dass sie da bleiben wollen, obwohl sie doch sehen, dass es nicht schön ist. Ich verstehe, dass es das Gefühl der Heimat ist. Ein wahnsinnig starkes Gefühl. Ich würde dem Buch 5/5 Sternen geben.

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Nordkorea, ein Land über das man generell sehr, sehr wenig erfährt. Umso interessanter ist ein detailreicher Bericht einer ehemaligen Einwohnerin des Landes. Für mich war vieles unbegreiflich, die Unterdrückung, die Menschenrechtsverletzungen, das gegenseitige Ausspionieren. Durch Hyeonseo Lees Beschreibungen des Alltags, der Menschen, der Lebensumstände lernt man jedoch zu verstehen, warum die Nordkoreaner so sind wie sie sind, so handeln und so leben wollen und warum bist heute eine Diktatur wie diese fortbestehen kann. Die Biografie ist durchwegs spannend erzählt, Lee und ihr Co-Autor haben eine schöne Sprache für diese mutige und wichtige Geschichte gefunden, die mich unglaublich gefesselt hat. Lee erzählt aus ihrem Leben und dem Leben ihrer Familie. Es ist ein sehr ehrliches Buch, dass auch einen sehr guten Einblick in die Flüchtlingsthematik gibt. Zwar anderer Kontinent, andere Länder, andere Beweggründe. Ängste, Sorgen und Probleme sind jedoch die gleichen, wie es wahrscheinlich die Flüchtlinge heutzutage durchmachen. Auch Hyeonseo Lee lebte lange Zeit als "Illegale". Als könnte man als Mensch irgendwie illegal sein. Es wird Zeit, dass die Menschheit diese Beschreibung für Menschen endgültig aus dem Wortschatz streicht! Es ist nämlich nicht nur ein Bericht aus Nordkorea sondern auch ein Bericht über ihre Flucht aus diesem Land. Lee hatte auch ziemlich viel Glück in ihrem Leben, dass sie jetzt da ist wo sie ist. Umso bedeutender ist es, dass sie sich für die Menschen in Nordkorea einsetzt, die es weniger leicht haben und ihre Geschichte ein Bewusstsein für die Lage in Nordkorea schafft. Ich habe Lee sehr gerne auf ihrer Reise begleitet, ihr kritischer Blick auf vieles konnte mich überzeugen. Fazit Aufwühlend, erschreckend, mutig. Der Bericht aus der Hölle lässt niemanden kalt zurück. Es ist ein spannend erzählter autobiografischer Roman, den ich wirklich jedem empfehle. Es wird nicht nur sehr detailliert über das Leben in Nordkorea erzählt, sondern enthält auch eine wichtige Beschreibung einer Frau, die flüchtet und während ihrer Flucht durch China als illegal betrachtet wird.

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