VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (103)

Jodi Picoult: Kleine große Schritte

Kleine große Schritte Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 20,00 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 27,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10237-4

Erschienen:  02.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(70)
4 Sterne
(18)
3 Sterne
(13)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Ein Buch das unter die Haut geht

Von: Bambee Datum : 07.05.2018

https://bambeesworld.wordpress.com

Dies ist mein erstes Buch von Jodi Picoult und der Schreibstil gefiel mir beim ersten lesen sehr gut.
Das Buch liest sich sehr flüssig und man verschlingt die Seiten.
In dem Buch erlebt ihr ein Achterbahn fahrt der Gefühle.
Die erzählende Geschichte geht mitten ins Herz und lässt euch des öfteren das Herz schneller schlagen.
In dem Buch wird das Thema Rassismus in der heutigen Zeit offen gelegt und uns gezeigt wie tief der Hass geht.
Es ist sehr traurig denn wir alle sind aus Fleisch und Blut, egal welche Hautfarbe, Religion, … .
Grade in der heutigen Zeit kann ich den Hass nicht mehr verstehen.
Hat man nicht daraus gelernt ?

Die Geschichte ist bewegend und absolut empfehlenswert zu lesen !

Herausragend

Von: angi.dreambook Datum : 01.05.2018

https://angi-dreambook.blogspot.co.at/

Das war mein erster Roman von Jodi Picoult und ich war von Anfang bis Ende durchgehend beeindruckt und gefesselt von der Geschichte!
Zu Anfang hatte Angst, dass diese ernste Thematik über Rassismus mich zu sehr aufwühlen und ich das ganze zu emotional betrachten könnte. Man spürte zum Auftakt der Story, dass ein Sturm heranziehen und das Leben der fleißigen Ruth Jefferson, einer afroamerikanischen Hebamme, komplett auf den Kopf stellen würde. Man wusste zwar durch die Inhaltsangabe worauf man sich einlässt und das dieses Werk von Rassismus und der Ungerechtigkeit die Ruth widerfährt in Kraft treten würde, dennoch bangt man vom ersten Satz an, dass am Ende für alle Beteiligten die Geschichte gut ausgeht.
Ich konnte es gar nicht erwarten bis zum Ende zu kommen und habe das Buch regelrecht verschlungen!
Ich habe mit Ruth mitgefiebert und dafür gebetet, dass Kennedy, ihre Anwältin, alles regeln würde. Es war schwer vorstellbar von einer so engagierten Frau wie Ruth zu glauben, dass sie einen unschuldigen Säugling mit Absicht schaden würde. Egal wie rassistisch seine Eltern auch sein mögen. Für mich war es von vornherein klar, dass ich auf der Seite von Ruth stehen würde, umso mehr erschütterten mich die Kapitel zu Turk Bauer, dem Vater des toten Babys. Seine Geschichte und die seiner Frau zu lesen, lässt einen teilweise nur mit dem Kopf schütteln und man versucht zu verstehen, wie viele Probleme so ein Mensch in sich tragen muss, um diesen Frust und diese aufgestaute Wut an anderen Unschuldigen auszulassen.
Dieses Buch ist kein Buch, das man einfach nebenher liest. Um diese Thematik richtig zu verinnerlichen, ist es wichtig sich dafür Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was man da eigentlich gerade gelesen hat.
Ich habe schon länger kein so gutes Buch gelesen und bin teilweise einfach nur sprachlos, wie viel Mühe und wie viele Gedanken sich die Autorin zu diesem Buch gemacht hat. Dafür verdient sie meinen größten Respekt und Anerkennung!

Fazit

Man findet die weiblichen Protagonisten auf Anhieb sympathisch und auch wenn man mit den Fachbegriffen im Bezug auf die Arbeit der Hebammen und anderen ärztlichen Begriffen, nicht sofort begreift, stört es den Lesefluss nicht im geringsten.
Ich würde jedem dieses Werk ans Herz legen, der auf eine ergreifende Geschichte hofft.
Ich für meinen Teil, werde auf jeden Fall weitere Bücher von Jodi Picoult lesen.

Interessanter Roman

Von: Evas_Bücherwelt Datum : 26.04.2018

https://www.instagram.com/eva.books0310/

Ein interessantes und schwieriges Buch zugleich.

Ein Buch das einem die Augen öffnet

Von: Fantasticbookwords Datum : 30.03.2018

fantasticbookwords.wordpress.com

Eigene Meinung
Jodi Picoult schreibt meistens Bücher, die einem noch nach Jahren in Erinnerung bleiben, so auch bei ,,Kleine große Schritte". Ich habe lange gebraucht, bis ich mich diesem Rezensionsexemplar gewidmet habe, denn ich wollte in diesem Buch völlig versinken.

Ihr müsst Wissen, dass ihr das Buch nicht nebenbei lesen, oder mit 5 anderen Büchern lesen könnt. Diese Geschichte ist herzzerreißend, schockierend und barmherzig zugleich. Ihr werdet ein großes Gefühlschaos in euch haben, dass noch lange nach dem Buch anhalten wird. Jodi Picoult hat es geschafft den Rassismus in der heutigen Zeit, uns ein bisschen näher zu bringen und es schockiert mich, wie dieses Thema immer noch so aktuell sein kann. Jodi Picoult ist meine unumstrittene Lieblingsautorin und das bewies sie mit ,,Kleine große Schritte", noch ein bisschen mehr.

Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

Ich Danke dem Bloggerportal und dem C. Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kleine große Schritte - Jodi Picoult

Von: Mimiszeilenliebe Datum : 24.03.2018

https://mimiszeilenliebe.blogspot.de/

Dieses Buch ist das ersten Buch welches ich von Jodi Picoult gelesen habe.
Das Cover des Buches ist meiner Meinung nach ein Traum. Es sieht sehr schön aus mit den Blumen und hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt.
Auch das Thema dieses Buches hat mir sehr zugesagt, denn ich finde das in dem Buch eine sehr wichtige Angelegenheit thematisiert wird.
Und in diesem Zuge möchte ich mich auch gegen Rassismus aussprechen.
Jeder hier auf dieser Welt ist gleich und jeder Mensch auf dieser Welt sollte das Recht auf ein freies und unbeschwertes Leben haben.
Denn nicht die Hautfarbe sagt über uns etwas aus, wir sind alle gleich und ich finde es erschreckend, dass auch heute noch Menschen wegen Ihrer Hautfarbe oder Nationalität diskriminiert werden.
Da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt wollte ich unbedingt dieses Buch lesen und das Jodi Picoult dieses Thema in einem Buch aufgegriffen hat bewundere ich sehr.
Dennoch muss ich sagen, dass ich anfangs leider überhaupt nicht in die Geschichte eintauchen konnte.
Die abwechselnden Sichtweisen der Pflichtverteidigerin und des Vaters des verstorbenen Babys fand ich dennoch gut und das hat mir sehr gefallen. Ich mag es generell sehr eine Geschichte aus zwei Perspektiven zu lesen, deshalb hat mir diese Schreibweise in dem Buch auch sehr gefallen.
Den Gerichtsprozess fand ich im Allgemeinen gut geschrieben, dennoch haben sich manche Parts gezogen und es ist schwer geworden zu folgen.
Trotzdem regte dieses Buch mich sehr zum Nachdenken an und das fand ich sehr gut.
An den Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen.
Manchmal wechselt sie sehr schnell zwischen Gedanken an die Vergangenheit und der Gegenwart, zumindest am Anfang, und das war ein wenig verwirrend.
Dennoch finde ich es toll wie sie die Charaktere beschreibt und man bekommt ein genaues Bild von den Personen.
Das Buch lässt einen Mitfiebern und man möchte unbedingt wissen wie Das Gericht letztendlich über diesen Fall bestimmen wird.

Im großen und ganzen fand ich das Buch echt okay.
Der Schreibstil war okay, dennoch finde ich es sehr toll das Jodi Picoult sich dieses wichtige thema angenommen hat.
Ich fand manche stellen haben sich sehr gezogen. Aber im Endeffekt war ich die ganze zeit über sehr gespannt wie die Geschichte endet und ich musste immer weiter lesen um herauszufinden was passiert.
Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.

Ein fesselnder Roman, der einen auch nach dem Lesen nicht loslässt

Von: Chrissi66 Datum : 24.03.2018

chrissisbuntelesecouch.wordpress.com

Ich habe von Jodi Picoult bereits „Bis ans Ende der Geschichte“ und „Die Spuren meiner Mutter“ gelesen und war da schon von ihrem Erzählstil und den gewählten Themen sehr begeistert.
Beschreibung des Buches:
„Kleine große Schritte“ ist im C. Bertelsmann-Verlag 2017 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 588 Seiten. Das Cover ist in Altrosa gehalten, es zeigt Zweige mit blühenden Blumen.
Kurze Zusammenfassung:
Ruth Jefferson ist seit über 20 Jahren mit Leib und Seele Säuglingsschwester und hilft, Babys auf die Welt zu bringen. Eines Tages wird ihr die Pflege eines Babys aufgrund ihrer Abstammung (Afroamerikanerin) von dessen Eltern verwehrt. Als das Kind im Säuglingszimmer einen Atemstillstand bekommt und Ruth ganz alleine mit der Verantwortung ist, gerät sie in ein Dilemma. Darf sie das Kind überhaupt anfassen und sich somit der Anweisung ihrer Chefin widersetzen – es stirbt und Ruth wird angeklagt. Was folgt ist ein Prozess … wie werden sich die Geschworenen entscheiden?
Mein Leseeindruck:
Dieses Buch fesselt. Es ist kein leichter Roman, den Jodi Picoult hier geschaffen hat. Sie brauchte mehrere Ansätze, bis sie dieses Buch fertig hatte. Ihre Recherchen dauerten Jahre. Im Anhang findet man darüber einiges in ihrem Nachwort und die Liste der Bücher, die sie als Grundlage für diesen Roman nutzte ist lang. Ein Artikel über den Tod eines Säuglings in einem Krankenhaus bewog sie, dann doch diesen Roman zu entwickeln und zu schreiben.
Jodi Picoult erzählt die Geschichte um Ruth, ihre Familie und die Familie des verstorbenen Säuglings aus drei verschiedenen Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von Ruth, von ihrer Pflichtverteidigerin und Anwältin Kennedy und aus der Sicht von Turk, dem Vater des Kindes. Damit gelingt es ihr, mich als Leser immer in die jeweilige Gedankenwelt der Protagonisten hineinzuversetzen.
Aufgeteilt ist das Buch in drei Stadien (wie bei einer Geburt), „vorzeitige Wehen“, „Presswehen“ und „Nachgeburt“. Genau so fühlt man sich, während man den Roman liest. Man durchläuft die verschiedensten Phasen und wartet, dass sich eine „glückliche“ Lösung findet…
Es geht in diesem Roman nicht nur um die Frage von Tötung oder unterlassener Hilfeleistung, von Wut, Hass oder Rache sondern auch um das Thema Diskriminierung und Rassismus. Ich war ständig im Zwiespalt darüber, ob man das Baby hätte retten können, wenn bestimmte Zwänge in Gedanken, aber auch in der Konditionierung von Menschen anders gelaufen wären.
Die Geschichte macht betroffen, man muss sie intensiv lesen und kann dabei nicht in Gedanken abschweifen. Es fesselt einen, weil man die unterschiedlichen Beweggründe der Beteiligten erkennen möchte und versucht, sich ein eigeneabschließendes Urteil zu bilden – was mir letztendlich nicht gelungen ist.
Ich mag die Romane von John Grisham, die meistens von Anwälten und Gerichtsverfahren handeln. Auch dieser Roman von Jodi Picoult tendiert in diese Richtung, aber er ist viel intensiver, zeigt die verschiedenen Ansichten und Gedanken der beteiligten Menschen, er geht unter die Haut.

Fazit:
Dieser Roman ist kein Lesestoff zum „Abschalten“. Hier wird man hineingezogen, leidet mit, könnte heulen und aufschreien über manche Ungerechtigkeit, die man verspürt.
Trotzdem hat er mir sehr gut gefallen, ganz besonders aufschlussreich fand ich das Nachwort der Autorin, ihre Beweggründe, ihre Recherchen und den Hinweis, dass sie mehrere Anläufe brauchte, um diese Geschichte zu schreiben und zu veröffentlichen.

Ein wichtiges Thema

Von: Verrückt nach Büchern Datum : 22.03.2018

https://verrueckt-nach-buechern.blogspot.de/

Ruth Jefferson arbeitet schon seit Jahren als Säuglingsschwester. Sie hat viel Erfahrung in diesem Beruf und sie tut immer ihr bestes, damit es ihren kleinen Patienten und den Eltern gut geht. Mit viel Freude macht sie ihren Job. Dann trifft sie auf Turk Bauer und seine Frau Brit, die beiden wollen nicht, dass ihr Kind von einer Afroamerikanerin angefast wird und die Klinikleitung wird informiert. Kurze Zeit später klebt ein Zettel auf der Akte des Kindes. Keine Behandlung durch afroamerikanisches Personal. Nach der Beschneidung des kleinen Kindes ist Ruth mit ihm alleine in einem Zimmer, als das Baby einen Atemstillstand erleidet. Ruth weiß nicht, wie sie handeln soll. Trotz der Bemühungen des Klinikpersonals verstirbt das Baby und die Eltern finden in der schwarzen Hebamme einen Sündenbock und sie sorgen nicht nur dafür, dass Ruth nicht mehr arbeiten darf, sie zeigen sie auch bei der Polizei an.

Jodi Picoult spricht in diesem Buch ein ernstes Thema an, den die Bauers sind offene Rassisten und Ruth sitzt nur aufgrund ihrer Hautfarbe vor Gericht.

Das Buch startet sehr spannend und interessant. Es ist schrecklich in die Gedankenwelt der Bauers einzutreten. Ich habe mich bei einigen Gedanken richtig erschrocken, denn es gibt ja leider wirklich Menschen die genauso denken, wie Turk Bauer.
Die Kapitel werden nicht nur aus der Sicht von Ruth und Turk erzählt, sondern auch von der Rechtsanwältin und Brit. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.

Der Prozess nimmt einen ziemlich großen Raum in dem Buch ein und ab da fand ich das Buch nicht mehr ganz so spannend. Es zieht sich alles wahnsinnig in die Länge und ich musste mehr als einmal zwingen das Buch wieder in die Hand zu nehmen.

Picoult gibt sich Mühe auch den unterschwelligen Rassismus, dem alltäglichen herauszuarbeiten, dennoch habe ich das Gefühl, dass sie über viele Sachen einfach hinweg geschrieben hat. Turk ist relativ klischeehaft und das gefiel mir nicht so gut.
Das Ende des Buches passte überhaupt nicht zu dem, was ich erwartet hatte. Es war komplet merkwürdig und sehr unbefriedigend.

Das Nachwort der Autorin ist sehr lesenswert.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen, wenn man schon so ein Thema wählt, dann bitte in allen Facetten und ohne Klischees.

Ich habe das Buch von Bloggerportal bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Kleine große Schritte

Von: Buchkonfetti Datum : 19.03.2018

https://www.buchkonfetti.com/

Der Roman Kleine große Schritte von Jodi Picoult ist 2017 Im C. Bertelsmann Verlag erschienen. Die englischsprachige Ausgabe small great things erschien erstmalig 2016.

Lange habe ich nichts mehr von Jodi Picoult gelesen - umso gespannter war ich auf das Buch, das mit einer heftigen, wichtigen und schwierigen Thematik wartet. Doch worum geht es?

Im Kern ist der Roman eine Auseinandersetzung mit Rassismus heutzutage in den USA. Die farbige Krankenschwester und Hebamme Ruth Jefferson wird des Mordes am Neugeborenen Davis Bauer angeklagt. Davis ist das Kind zweier Rechtsextremisten, die die Behandlung „durch afroamerikanisches Personal“ untersagen. Ruth steht während einer Notsituation im krassen Konflikt mit sich selbst, ob sie den Anweisungen ihrer Vorgesetzten Folge leisten oder sich ganz an ihren abgelegten Eid als Krankenschwester halten soll. Es kommt zu einem nervenaufreibendem Gerichtsprozess, der die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht.

Abwechselnd erzählt Jodi Picoult die Geschichte aus der Sicht Ruths, ihrer Pflichtverteidigerin Kennedy und dem Vater des verstorbenen Babys Turk. Sie taucht ein in den passiven Rassismus, in Ansichten und die unmenschlichen Weltanschauungen der White Power Bewegung, hebt heraus wie schwer ein „normales“ privilegiertes Leben für Farbige in den USA ist und appelliert an die soziale Gerechtigkeit und Gleichheit. Alles wird durchzogen mit der Frage, ob Rassismus Thema im Gericht sein darf oder sogar sein muss?

Ich finde trotz dieser unglaublich wichtigen Thematik schwer in das Buch rein. Und doch baut sich eine Spannung auf und ich will wissen, wie die Geschichte zu Ende geht. Ich werde Teil eines Gerichtsprozesses und einer höchstaktuellen Rassismus Debatte. Das Ende hätte der Roman meiner Meinung nach nicht gebraucht - aber lest selbst.
Was mich hingegen sehr beeindruckt hat, ist das unglaublich ehrliche und selbstreflektierende Nachwort Jodi Picoults.

Zusammenfassend finde ich es unglaublich mutig und wichtig, dass sich Picoult dieses schweren Themas angenommen hat - ein Thema, das eigentlich nicht schwer sein sollte, da Rassismus heutzutage einfach nicht mehr existieren dürfte. So ist es aber leider nicht. Zu oft wird Rassismus offen ausgelebt oder schlummert ganz untergründig in den Menschen.

Sie schafft es einen spannenden Gerichtsprozess zu beschreiben und doch sind mir manche Darstellungen zu klischeehaft - auch wenn ich natürlich nicht ihre Nachforschungen betrieben habe. Das Buch lässt einen mit gemischten Gefühlen zurück. Auch wenn ich mich diesem Buch nicht voll hingeben konnte, so lässt es mich trotzdem nach der letzten Seite nicht los und ich erahne das Jodi Picoult dann doch etwas ganz entscheidendes geschafft hat: ich denke über dieses Thema nach!

Schwieriges Buch

Von: kleine_welle Datum : 07.03.2018

www.lese-welle.de/

Ruth ist Hebamme und das seit zwanzig Jahren. Sie hat schon einiges erlebt und kennt sich in ihrem Beruf sehr gut aus. Doch dann wird sie einer Patientin zugeteilt, deren Mann verlangt, dass Ruth ihren gemeinsamen Sohn nicht anfassen soll. Der Grund: Ruth ist schwarz.

Das Cover wirkt sehr nett und ich frage mich, ob es zu einem Thema über Rassismus passend ist.
Der Schreibstil von Jodi Picoult ist wirklich wundervoll. Man kann den Text sehr fließend lesen und ihre Art ist ruhig und einfach nur gut zu lesen.
Und genau das war mir manchmal etwas zu viel.
Denn leider weiß ich nicht so genau, was ich von dem Buch halten soll. Wie gesagt, vom Schreibstil her gibt es nichts auszusetzen, aber wegen dem Inhalt bin ich nie ganz so in die Geschichte hineingekommen und konnte mich dem Buch nicht ganz hingeben.
Zunächst beginnt man mit Ruths Sichtweise und hier fing das schon ein bisschen an. Jodi Picoult ist weiß und ich habe mich so häufig gefragt, inwieweit eine weiße Frau, die noch nie miterlebt hat wie sich Afroamerikaner fühlen, inwieweit diese sich in Ruth hineinversetzen konnte.
Dazu kommt, das mir Ruths Charakter manchmal etwas zu viel gewesen. Klar scheint sie sehr angepasst und möchte bloß nicht auffallen, aber dadurch wirkte sie auf mich zu unterwürfig und nimmt die Opferrolle nur zu gerne an. Warum ist sie nicht wütend?
Dann wechseln wir zwischendrin zu der Sichtweise von Turk. Turk ist der rassistische Vater von dem Baby, das dann letztendlich stirbt. Und genau da ist der Knackpunkt. Diesen Verlust schreibt Jodi Picoult sehr emotional und man kann sich schon in die Eltern hineinversetzen. Wenn z.B. Turk versucht die Wiederbelebung fortzuführen und sein Kind nicht aufgeben möchte. Und da könnte man fast seinen Hintergrund vergessen. Aber möchte man das als Leser? Ich fand das sehr schwierig und deshalb fiel es mir zunehmend schwer mit der Geschichte zu verschmelzen.
Kennedy hingegen finde ich als Charakter sehr gelungen. Sie ist die weiße Anwältin und diese Rolle habe ich der Autorin am besten abgenommen. Hier hatte ich manchmal beim Lesen das Gefühl, dass sie sich auf sicheren Terrain bewegt.
Die Fakten zum Prozess der dann folgt sind wirklich sehr interessant und man bekommt einen guten Einblick in das amerikanische Rechtssystem.
Ich möchte hier nichts gegen die Idee des Buches sagen, denn diese ist durchaus sehr gut und wie oben schon erwähnt schreibt Jodi Picoult einfach gewohnt wundervoll, aber manchmal konnte ich ihr die Verhaltensweisen der Charaktere nicht so abnehmen. Ich weiß auch nicht genau warum. Es war einfach sehr schwierig für mich das Buch zu lesen.
Obwohl ich sagen muss, dass sie mich nach dem Ende schon sehr nachdenklich zurückgelassen hat und das ist auf jeden Fall wieder ein Pluspunkt. Denn sie schafft es, alles was man denkt und wie man sich verhält in Frage zu stellen und zu überdenken. Ein sehr intensives und gelungenes Ende.
Das Nachwort von ihr fällt dann auch etwas länger aus und ist durchaus aufschlussreich. Hier erfährt man nochmal etwas über ihre Recherchen und vielleicht hätte ich mir dieses zuerst durchlesen sollen, denn danach konnte ich doch einiges besser nachvollziehen. Wer weiß, ob ich das Buch mit anderen Augen gelesen hätte.

Mein Fazit: Für mich war das Buch schwierig zu lesen, denn mit einem Charakter wollte ich mich nicht so recht identifizieren und der andere Charakter kam mir manchmal etwas zu inszeniert vor. Ich konnte mich die meiste Zeit nicht richtig auf das Buch einlassen, obwohl das Ende einen doch extrem nachdenklich stimmt. Wer Jodi Picoults Schreibstil mag kommt hier wieder voll auf seine Kosten, aber wenn man etwas über Rassismus lesen möchte, sollte man vielleicht doch lieber zu einem anderen Buch greifen.

Sehr überzeugend

Von: Sabine Krass Datum : 01.03.2018

tausendléxi.de/

Inhalt :

Ruth ist seit 20 Jahren Säuglingsschwester und Hebamme in einem Krankenhaus in Conneticut. Bei einem Routineeingriff stirbt ein Neugeborenes. Man gibt der dunkelhäutigen Ruth die Schuld. Der weiße Kindesvater hatte Ruth verboten sein Kind zu berühren. Rassismus wird in diesem Buch offen und ohne Glacehandschuhe thematisiert. Jedoch werden hier beide Ansichten und Glaubensgrundlagen von Ruth und von ihrem späteren Prozessgegner, dem weißen Turk, dargelegt. Jodi Picoult hat es mit ihren Worten ermöglicht , beide Meinungen zu respektieren und auf die wahre Gerechtigkeit hoffen zu dürfen. Die Seiten lesen sich allesamt sehr flüssig, was natürlich dem poetischen Stil der Autorin geschuldet ist. Dieser Roman passt prima in die Kategorie > Pageturner <und hat mit mir einen neuen Fan gefunden.

Ein tolles Buch über Rassismus und dem Kampf dagegen!

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 27.02.2018

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Ich bin durch Zufall auf die Autorin gekommen, da wir im englisch Unterricht "Beim Leben meiner Schwester" einen Auszug gelesen haben und ich mir das schon gefallen hatte. Dann hab ich das Buch entdeckt und hatte vorher "The hate u give" gelesen, auch ein Buch über Rassismus. Daher war ich im Thema und dachte ich mach mit diesem weiter und es hat mich echt begeistert. Diese Geschichte ist so toll aufgebaut und hat unterschwellig so viele tolle Lehren und vermittelt so viel. Zudem ich das ganz toll finde, dass wirklich alle Perspektiven beleuchtet werden. Von der Rassistischen bis zur Anwältin und auch dem Opfer Ruth. Alle lernen etwas aus dieser dunklen Situation.

Und ich finde Ruth schon in dem Punkt klasse, weil sie nicht aufgibt. Andere hätten resigniert, aber sie macht weiter, kämpft und nimmt sogar einen Job bei McDonalds an, weil sie zu stolz ist, Sozialhilfe anzunehmen.

Das Buch hat mich echt beeindruckt und dadurch das der Schreibstil auch einfach und flüssig zu lesen ist, die Geschichte toll war, die Charaktere interessant, wird das nicht mein Letzter Picoult sein.

Großartig!

Von: Influenza Bookosa Datum : 22.02.2018

influenza-bookosa.de/kleine-grosse-schritte-jodi-picoult/

Mein erstes Buch von Jodi Picoult ist mir noch lange nach dem Beenden im Gedächtnis geblieben. Die Art der Auseinandersetzung mit der ernsten Thematik aus Bis ans Ende der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen. Hinzu kommt der wunderbar leicht zu lesende und fesselnde Schreibstil. Ähnlich erging es mir nun mit ihrem neuen Buch.

Auch hier wählt die Autorin bewusst eine Thematik, mit der sie sich selbst und ihre Leser herausfordert: Rassismus. Leider nach wie vor brandaktuell. Die erfahrene Hebamme Ruth trifft auf das Ehepaar Bauer. Ruth ist Afroamerikanerin, die Bauers sind Nazis. Insbesondere in den USA ist der Konflikt zwischen schwarz und weiß nie ganz abgeklungen. Nach all den Jahren der Aufklärung gibt es noch immer Vereinigungen wie den Ku-Klux-Klan, dem auch das Ehepaar Bauer indirekt angehört.

Als sie der Pflegeleitung zu verstehen geben, dass sie eine Betreuung durch eine dunkelhäutige Hebamme ablehnen ist der Grundstein für eine spannende Geschichte gelegt. Die Situation spitzt sich zu, als es zu einem Notfall kommt und Ruth eingreifen muss, obwohl es ihr vorher untersagt wurde. Oder muss sie das gar nicht?

Jodi Picoult beleuchtet diese intensive Geschichte aus allen Blickwinkeln und stellt so ihre Komplexität hervorragend dar. Was ist richtig und was falsch? Ist die Hebamme Schuld oder nicht? Gibt es überhaupt eindeutige Antworten auf solche Fragen? Einzig an der Übersetzung habe ich mich an mancher Stelle gestört. Wäre es doch korrekt Ruth als Hebamme und nicht als Säuglingsschwester zu betiteln. Der Geschichte hat die mittelmäßige Übersetzung allerdings nichts von ihrer Qualität genommen.

Ein schwieriges Thema

Von: My book world Datum : 17.02.2018

https://www.instagram.com/my_book_world._/

Ruth arbeitet im Krankenhaus, doch eines Tages stirbt ein neugeborene Baby. Der Schuldige ist auch schnell gefunden. Ruth, denn sie hat, obwohl es verboten war, das Baby berührt. Es war ihr verboten weil sie dunkelhäutig ist. Ein Verfahren wird gegen Ruth eingeleitet und der Rassismus zeigt sich in seiner vollen Stärke.
��In diesem Buch zeigt Jodi Picoult, dass der Rassismus immer noch vorhanden ist. Der Autor versucht den Lesern Denkanstöße zu geben und ihnen zu zeigen wie sich die Person fühlt, wenn sie nur wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft ausgegrenzt wird.
��Das Buch ist ursprünglich in Englisch geschrieben, deshalb wurde es ins Deutsche übersetzt. Das wurde keineswegs schlecht gemacht aber an manchen Stellen war es doch etwas holprig.
��Ein gutes Buch mit einem schwierigen Thema, das sicher sehr lehrreich sein kann.

Nachwort unbedingt zuerst lesen

Von: Nelly Datum : 17.02.2018

nellysleseecke.de

Jodi Picoult ist bekannt dafür, dass sie immer wieder heiße Eisen anpackt. Ob es Amokläufe an Schule in Neunzehn Minuten war oder das „Züchten“ eines genidentischen Kindes, um ein anderes Kind zu retten in Beim Leben meiner Schwester war, immer sind es schwierige und viel diskutierte Themen. Und auch in ihrem neusten Roman macht sie es sich alles andere als einfach. Dabei weist dieses Buch einen großen Fehler auf. Nämlich dass das Nachwort eben hinten steht.

Klappentext

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Meine Meinung

Ruth ist in den Vierzigern, allein erziehende Mutter und arbeitet als Kinderkrankenschwester und Hebamme. Ihren Beruf erledigt sie mit Freude und seit Jahren immer sorgfältig und zufriedenstellend. Auch an dem Morgen, an dem Turk Bauer und dessen Frau Brit in ihr Leben tritt, will sie eigentlich nur ihrem Job nachgehen und deren neugeborenen Sohn untersuchen. Doch Turk Bauer ist rechtsextrem und sieht in der schwarzhäutigen Hebamme eine Beleidigung. Er wendet sich an Ruths Vorgesetzte und bewirkt, dass Ruth sich nicht mehr um den kleinen Davis kümmern, geschweige denn ihn anfassen darf. Doch als Ruth mit dem Baby alleine ist, erleidet der Säugling einen Atemstillstand. Ruth ist hin und her gerissen. Soll sie helfen oder sich an die Anweisung halten, das Kind nicht anzufassen?

Dem Baby ist schließlich nicht mehr zu helfen und für die Familie Bauer ist ein Sündenbock schnell gefunden. Deren Hass geht soweit, dass sie der Hebamme nicht nur die Lizenz entziehen lassen, sondern sie auch bei der Polizei anzeigen. In dem darauf folgenden Prozess stellt sich immer wieder die Frage: wurde die Mutter lediglich aufgrund ihrer Hautfarbe vor Gericht gezerrt?

In diesem erklärt Picoult ihre Motivation für diese Geschichte. Denn dort erklärt sie, dass sie dieses Buch vor allem für ihre eigene Gemeinschaft, die Weißen, geschrieben hat. Dies führte allerdings während des Lesens bei mir immer wieder dazu, dass ich das Gefühl hatte, dass wichtige Dinge einfach unausgesprochen blieben. Hinzu kam, dass einen das Gefühl beschleicht, dass Ruth selbst sehr viel mehr Potenzial in Bezug auf ein so wichtiges Thema gehabt hätte. Vielleicht hätte dies einfach an den Anfang des Buches gehört, um dem Leser begreiflich zu machen, welche Intention hier verfolgt wird. So ärgert man sich halt während der Lektüre das ein oder andere Mal, während das total unnötig gewesen wäre.

Die Geschichte an sich ist allerdings spannend. Ruth verliert ein Baby, welches unter ihrer Obhut steht und das nur, weil sie aufgrund ihrer Hautfarbe von der Behandlung ausgeschlossen wurde. Ihr Gegenspieler, Turk Bauer, ist ein Rechtsextremist der ganz besonderen Sorte. Denn nicht nur er lebt für seine Überzeugungen. Auch seine Frau und sein Schwiegervater sehen die Welt ganz genau wie er. Für mich als Leser war es erschreckend in diese Gedankenwelt einzutauchen und verstärkt wurde dieses Gefühl auch dadurch, dass die handelnden Charaktere alle aus der Ich-Sicht erzählen. Man ist mittendrin, statt nur dabei.

Zur Wort kommt neben Turk auch dessen Frau Brit, Ruth und die Rechtsanwältin. Damit wird die ganze Geschichte von allen Seiten beleuchtet. Wie schon gesagt kam Ruths Sichtweise da an einigen Stellen einfach sehr kurz, was aber eben Picoults Motivation geschuldet ist. Auch die Kehrtwende in der Sichtweise ihrer Anwältin Kennedy vollzieht sich sehr versteckt und scheint plötzlich einfach da zu sein.

In einigen Rezensionen habe ich die Kritik gelesen, dass sich das Hauptaugenmerk in dem Prozess gegen Ruth findet. Das empfand ich ehrlich gesagt gar nicht so. Natürlich schwebt er als ein großes Problem über den Köpfen aller Beteiligten. Doch der eigentliche Prozess hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas mehr Raum einnehmen dürfen. Zumal das amerikanische Gerichtssystem sich in großen Teilen von unserem unterscheidet und hier gerne noch die ein oder andere Erklärung hätte kommen dürfen.

Trotz aller dieser Kritikpunkte wird mir die Geschichte trotzdem positiv in Erinnerung bleiben. Durch den ständigen Perspektivenwechsel erhält man Einblick in jede ganz eigene Geschichte. Man lernt den jeweiligen Charakter nicht nur in der aktuellen Krisensituation kennen, sondern erfährt auch viel aus deren Vergangenheit. Damit erhält das ganze Buch einen angenehmen Tiefgang.

Mein Fazit

Jodi Picoult schafft es einmal mehr, ein wichtiges Thema, das nicht totgeschwiegen werden darf, in eine spannende und unterhaltsame Geschichte zu verarbeiten. Wer sich an dieses Buch ranwagt, sollte das Nachwort allerdings zuerst lesen. Denn nur dann hat man Picoults Beweggründe auch vor Augen Andernfalls ärgert man sich eventuell über das ein oder andere Detail. Mit dem Blick auf dem Umstand, dass dieses Buch gerade für Weiße geschrieben wurde, bekommt man dann aber ein spannendes und bewegendes Buch.

Leider nicht überzeugend genug...

Von: librovore Datum : 16.02.2018

https://www.librovore.de

Klappentext
„Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist…“


Meinung
Dieses Buch wurde fast ausschließlich in den Himmel gelobt und hat unglaublich viele positive Kritiken bekommen. Und eben durch dieses positive Feedback von allen Seiten habe ich mir ein deutlich spannenderes, aufwühlenderes, emotionaleres Leseerlebnis erhofft…

„Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult ist das zweite Buch der Autorin, welches ich gelesen habe (vom ersten Buch „Die Spuren meiner Mutter“ war ich sehr begeistert!) In beiden Werken hat sie einen einfachen, flüssigen, aber durchaus gelungenen Schreibstil.
Der Roman wird aus drei Blickwinkeln geschildert: Ruth, die angeklagte Krankenschwester. Kennedy, die Anwältin von Ruth. Und Turk, der Vater des verstorbenen Säuglings. Turk war der mit Abstand unsympathischste Charakter im Roman, aber leider auch der authentischste. Ruth ist zwar eine sympathische Frau, ihre Geschichte ging mir zu Herzen, aber sie wirkte dennoch sehr oft abweisend, gefühlskalt auf mich - als hätte sie mit der ganzen Sache irgendwie nichts zu tun.
Kennedy ist eine sympathische Anwältin, die sich mit dem Thema alltäglicher Rassismus erst 100% entgegenstellt, als sie sich mit Ruth anfreundet und sie Kennedy spüren lässt, was Rassismus wirklich heißt.

Was mir bei Jodi Picoult’s neuestem Werk sehr missfallen hat, waren die vielen, vielen Längen, die den Roman so unglaublich langatmig gemacht haben. Ich war kurz davor, das Buch abzubrechen, bin aber standhaft geblieben. Im Mittelteil von „Kleine große Schritte“ ist es mir am schwersten gefallen, durchzuhalten. Ich bin das Gefühl nicht losgeworden, dass im Roman absolut gar nichts passiert, obwohl die Handlung voran ging.

Das Thema (alltäglicher) Rassismus ist aktueller denn je! Leider hat es die Autorin nicht geschafft, auch ein brandaktuelles Buch über dieses wichtige Thema zu schreiben. Die Washington Post (hier der Link: https://www.washingtonpost.com/entertainment/books/small-great-things-is-the-most-important-novel-jodi-picoult-has-ever-written/2016/10/12/f18e0fdc-7eb4-11e6-8d13-d7c704ef9fd9_story.html?utm_term=.260118310fc5) hat geschrieben, dass es das wichtigste Buch ist, welches Jodi Picoult geschrieben hat. Ja, das wichtigste Buch in jedem Fall, aber sicherlich nicht das beste - schon gar nicht über Rassismus.


Fazit
„Kleine große Schritte“ ist ein eher mittelmäßiges, durchschnittliches Buch über Rassismus. Es fehlen herausstechende Figuren, überraschende Wendungen und ein großartiges, vielleicht auch mutigeres Ende. Mir fehlten Emotionen und Gefühle, dafür hätte ich mir weniger Drama gewünscht. „Kleine große Schritte bekommt von mir zweieinhalb von fünf Sternen.



Weitere Informationen
Originaltitel: Small Great Things
Verlag: C. Bertelsmann, Verlagsgruppe Random House - https://www.randomhouse.de/Buch/Kleine-grosse-Schritte/Jodi-Picoult/C.-Bertelsmann/e461164.rhd
ISBN: 978-3-570-10237-4
Preis: 20,00€
592 Seiten
deutsche Erstausgabe: 02. Oktober 2017

sehr emotional

Von: mylittlebookworld Datum : 13.02.2018

https://mybookworldsite.blogspot.de

Meine Meinung:
Erst einmal möchte ich mich sehr beim Bloggerportal und Verlag bedanken, dieses tolle, ernste Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen zu haben.

Ich wusste, dass Jodi Picoult´s Bücher oft ernste Themen aufgreifen und bin durch stöbern auf dieses Aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, da Themen wie diese mir oft sehr nahe gehen und ich mit sehr viel Interesse lese.

Die Kapitel waren sehr abwechslungsreich und ich habe viel über Ruths Leben, aber auch viel über Turks Leben erfahren. Turk ist ein Rechtsextremer der krassesten Sorte und durch ihn konnte man sehr viel über die Rechtenszene lernen. Picoult hat versucht die Welt aus seiner Sicht zu sehen, was sehr spannend, aber auch schwer, zu lesen war. Wenn einem Themen wie diese nahegehen wird man, wie auch ich, einige Zeit brauchen um es durch zu bekommen. Immer wieder wurde ich während des lesens einfach nur sauer, weil mir Ruth leidtat oder ich Turk und seine Frau einfach nur schrecklich fand.

Sehr interessant waren außerdem die Kapitel aus der Sicht der weißen Verteidigerin Kennedy, die sich Ruths Fall unbedingt annehmen wollte.


Fazit:
Dieses Buch hat viele verschiedene Eindrücke bei mir hinterlassen und mich oft sprachlos gemacht. Die Recherchearbeit seitens Picoult sind wahnsinnig gut und ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen. Allerdings hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Ich hatte extrem Hohe Erwartungen die zwar erfüllt wurden, aber Luft nach oben gelassen haben. Ich gebe "Kleine große Schritte" dewegen 4,5/5 Sterne

Bewegender und realistischer Roman, der schon jetzt einer meiner Jahreshighlights ist!

Von: jasminsbooks Datum : 12.02.2018

https://www.instagram.com/jasminsbooks/

Titel: Kleine große Schritte
Autorin: Jodi Picoult
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenanzahl: 589 Seiten

Vielen lieben Dank an den C. Bertelsmann Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. ♥

Inhalt/Klappentext:

Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist.

Mein Fazit:

Wow, was für ein bewegender und fesselnder Roman. Schon jetzt im Februar kann ich von mir behaupten, dass dieses Buch einer meiner absoluten Jahreshighlights 2018 sein wird. "Kleine große Schritte" ist mein erstes Buch von Jodi Picoult gewesen und ich bin einfach begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist so fesselnd und trotz allem sehr flüssig zu lesen, dass ich auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihr lesen möchte. Darüber hinaus schreibt sie sehr gefühlvoll und detailreich, sodass man sich alles bildlich vorstellen kann.

Das Buch ist in verschiedene Perspektiven unterteilt, was das Ganze meiner Meinung nach noch interessanter macht, um sich in die verschiedenen Situationen hineinzuversetzen. Die Handlung wird aus den Perspektiven von der Krankenschwester Ruth, Turk, dem Vater des Babys und Kennedy (Anwältin von Ruth) erzählt.

Mit dem Thema Rassismus in unserer heutigen Zeit, hat Jodi Picoult ein wirklich sehr realistisches Buch geschrieben. Genau solche Situationen können heutzutage leider immer noch vor der eigenen Haustür vorkommen. Gerade durch diese realitätsnahe Handlung, war dieses Buch für mich umso spannender zu lesen. Auch fand ich es gut, dass dem Leser dadurch noch einmal mehr die Augen geöffnet werden. Man sollte Menschen nicht immer gleich wegen ihres Aussehens, Herkunft, Beruf oder vielleicht auch einer Krankheit verurteilen.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich dieses Buch wirklich nachdenklich zurück gelassen hat und mich auf jeden Fall noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Ich kann dieses Buch wirklich von ganzem Herzen empfehlen. Ich glaube, ich bin vorher noch nie so schnell mit einem fast 600 Seiten dicken Buch fertig geworden, wie mit diesem hier. Wenn man einmal damit angefangen hat, ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit es aus der Hand zu legen. Wenn ich könnten, würde es noch mehr Sterne bekommen, aber so heißt es natürlich klar und deutlich 5 von 5 Sterne!

Ein wichtiges Thema, aber nicht immer gut umgesetzt

Von: -Leselust Bücherblog- Datum : 07.02.2018

leselustbuecher.blogspot.de

Kurzmeinung:
Obwohl ich sonst ein großer Picoult Fan bin, kann ich mich dieses Mal der Begeisterung nicht 100%ig anschließen. Zwar ist das Thema sehr wichtig und die Intention sehr gut, die Umsetzung allerdings fand ich nicht so gelungen.

Meine Meinung:
"Kleine große Schritte" behandelt ein sehr wichtiges Thema –Rassismus– und ich bin froh, dass es geschrieben wurde und viel gelesen wird. Dennoch bin ich nicht so richtig warm mit der Geschichte geworden und ich habe einige Kritikpunkte.
Zum einen würde ich mir gerade zu diesem Thema lieber mehr "own voice" Bücher wünschen. Obwohl Picoult im Nachwort ganz gut beschreibt, dass sie sich der Problematik bewusst ist und was ihre Gründe waren, dieses Buch dennoch zu schreiben:

"Ich schreibe für meine eigene Gemeinschaft –Weiße–, die kein Problem haben, einen Neonazi als Rassisten auszumachen –den eigenen Rassismus aber nicht erkennen." S. 583

Außerdem ist die Übersetzung an mancher Stelle nicht gut gelungen. Zum Beispiel wird in dem Buch sehr oft das Wort "Farbige" verwendet, welches eine Fremdbezeichnung aus der Kolonialzeit ist. Also wird ein rassistisches Wort in einem Anti-Rassismus-Roman verwendet. Da muss man sich schon echt wundern, wie dass dem Verlag passieren konnte. Ich hoffe, dass wird in zukünftigen Ausgaben noch geändert.

Aber auch die gesamte Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Für mich wirkten viele Szenen sehr konstruiert und man konnte genau erkennen, warum diese Handlung gerade nötig ist, um uns einen bestimmtem Aspekt von Rassismus zu erklären. Dadurch wirkte der Roman für mich aber oft unauthentisch und die Personen kamen mir nicht sehr nahe. Da war für mich zu viel erhobener Zeigefinger dabei.
Manchmal fiel es mir aber auch schwer, die Geschichte zu akzeptieren, weil manche Situationen für mich so unvorstellbar waren, dass ich sofort eine gewisse Reaktanz gespürt habe. Ein bisschen "Kann das wirklich so sein, oder ist das nicht etwas übertrieben?" Und genau deswegen finde ich dieses Buch eben trotz meiner Kritikpunkte so wichtig. Denn es hat mich dazu gezwungen, mir immer wieder bewusst zu machen, dass es zwar nicht meine Lebensrealität ist, aber die von vielen anderen Menschen auf der Welt. Und dass auch Ignoranz schon ein Privileg ist.

Fazit:
Insgesamt ist es ein Buch, das man gut lesen kann und gerade für Picoult Zielgruppe (privilegierte, weiße Leser_innen) bestimmt sehr viel Lehrreiches und Denkanstöße enthält. Ich hatte mir aber mehr von dem Roman erhofft und war daher und wegen der angesprochenen Kritikpunkte etwas enttäuscht.

Fun Fact:
Zu dem Buch gibt es auch ein kleines Prequel, "Das Mädchen mit den roten Schuhen", das nur als eBook erschienen ist. Darin wird die Kindheit der Protagonistin Ruth beschrieben wird. Ich finde es eine gute Idee und eine sinnvolle Ergänzung zu der Geschichte.

Ein echtes Highlight

Von: Corinna Pehla Datum : 05.02.2018

kapitelleserin.blogspot.de/

Ruth ist Hebamme aus Leidenschaft. Seit 20 Jahren bringt sie die Kinder auf die Welt, hat wundervolle Momente, aber auch Schicksalsschläge miterleben dürfen.
Und auch dieser Tag startet ganz normal. Es geht um die Nachsorge eines frisch geborenen Jungen. Der Haken: Die Eltern des Jungen verweigern Ruth die Versorgung, weil diese eine dunkle Hautfarbe hat.
Die Vorgesetzten winken diesen Wunsch der Eltern durch, doch als der Junge kurz darauf verstirbt, steht Ruth bei den Eltern als Mörderin da. Eine Hetzjagd beginnt.



Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir als Buchflüsterin der Seite Buecher.de zur Verfügung gestellt wurde. Ich möchte mich auf diesem Wege dafür bedanken.

Jodi Picoult hat mich vor ca. zwei Jahren schon mit ihrem Buch „19 Minuten“ überzeugen können und nachdem ich den Klappentext von „Kleine große Schritte“ gelesen habe wusste ich, dass es sich hier ebenfalls um ein Buch mit einer schweren Thematik handelt.

Das Thema Rassismus ist etwas, was uns ja nicht nur mit dem Finger in Richtung USA zeigen lässt, sondern auch bei uns vor der Haustür stattfindet.
Da dieses Buch allerdings in den Vereinigten Staaten spielt, gehe ich einfach mal auf die dortige Situation ein.

Schon durch andere Bücher (u.a. Der Klang der Zeit – Richard Powers) und durch diverse Filme, hatte ich den Hauch einer Ahnung, wie tief diese Feindlichkeit zum Teil bei „Weißen“ und „Schwarzen“ Menschen sitzt. Auch das Vorwort der Autorin zeigte mir, dass es deutlich tiefer geht, als aus der Ferne zu erahnen ist.
Für mich war dieses Buch sehr erschütternd in manchen Teilen und auch so, dass ich diese bestimmten Blickwinkel mit meinen eigenen verglich. Doch beginnen wir ganz vorne.

Ruth ist Krankenschwester und sehr schnell steht nicht mehr ihre Kompetenz, sondern ihre Hautfarbe im Vordergrund. Wir erleben ihren Arbeitstag, ihre Herabstufung und auch den Tod des Babys ein paar Tage später.
Ich war erschüttert, wie es dann weitergeht. Allerdings begleiten wir sie aus ihrem Blickwinkel und wissen, wie genau sie ist, wie ihr Leben verläuft und wie sie reagiert.

Dann gibt es noch Turk, den Vater des Kindes. Sein Schmerz ist absolut präsent, aber auch sein Hass, seine Verachtung und seine Geschichte. Man erlebt wie er zu diesen Ansichten kam und wie extrem sie sind.

Und zum Schluss dürfen wir auch den Blickwinkel von Kennedy erleben. Die Pflichtverteidigerin, die sich als ganz normale Frau ohne Vorurteile sieht und mit dem Fall von Ruth durch Zufall in Kontakt kommt.

Sie alle sind dieses Buch. Ihre Blickwinkel wurden von Jodi Picoult so gut beleuchtet, dass man versteht, sich fürchtet, erschüttert ist und mitkämpft.
Zu keinem Zeitpunkt war klar, wie die Geschichte ausgehen wird und nie wusste ich, ob es eine Chance für Gerechtigkeit und Menschlichkeit gibt.

Was ich allerdings merkte war, dass es zwei verschiedene Bevorzugungen von Menschen gibt und nicht jede Person gleich behandelt wird.
Für mich selber gibt es hier etwas, was ich dadurch aus der Geschichte mitnehme. Aus meiner Sicht bin ich nämlich sehr tolerant und offen, was Menschen angeht. Aber aus dem Blickwinkel von Ruth betrachtet gehe ich nun durch die Welt und versuche an mir zu arbeiten, wenn mir eigene Defizite auffallen. Denn nach dieser Geschichte finde ich, dass auch eine vorhandene Toleranz durchaus noch ausbaufähiger in ihren Kleinigkeiten und Abstufungen sein kann, die vielleicht nicht auf den ersten Blick selber zu erkennen sind.

Ich verspreche hier allerdings, dass dieses Buch so schnell nicht loslassen wird. Es unterhält wunderbar und bringt einen Nachklang mit sich, der besser und wichtiger nicht sein könnte.

Mein Fazit:
Ein sehr bewegendes Buch und erschütternd, wie schnell sich das Leben ändern kann. Für mich ist „Große kleine Schritte“ ein Buch, welches ganz sicher ein Highlight ist und ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Kleine große Schritte

Von: Laura Datum : 04.02.2018

https://buecherhipster.wixsite.com/buecherhipster

Ein Buch zum Nachdenken. Meine Meinung wird ausführlich auf meinem Blog beschrieben.

Ein wichtiges Thema, sehr gut behandelt

Von: Sabs Bookparadise Datum : 31.01.2018

sabsbookparadise.blogspot.ch/

Jodi Picoult hat wieder ein Thema aufgegriffen, das die Geister scheiden wird, was allgegenwärtig ist und ein immer grösser werdendes Problem wird: Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit.
In 'Kleine grosse Schritten' wird das Thema durch die Geschichte der Hebamme Ruth geschildert. Sie liebt ihre Arbeit, ist seit über 20 Jahre in ihrem Beruf. Dann treten eines Tages Eltern eines frischgeborenen Jungen in ihr Leben. Sie darf den Jungen nicht mehr anfassen, aufgrund ihrer afroamerikanischen Wurzeln. Dann gerät die Hebamme in ein moralisches Dilemma, der Junge stirb. Die Eltern geben ihr die Schuld daran und die folgenden Monate zeigen deutlich auf, dass die Rassenunterschiede noch lange nicht überwunden sind.

Mir hat die Geschichte um Ruht unheimlich gut gefallen. Ich konnte mich in sie hineinversetzen, aber auch in ihre Anwältin. Manche Aussagen und Ereignisse haben mich sehr zum Nachdenken gebracht. Ich sehe mich als Nicht-Rassisten, bin sehr tolerant. Und doch habe ich mich selbst reflektiert und muss sagen: Bin ich vielleicht zum teil passiv rassistisch ohne es zu wissen? Immerhin stellen wir 'weissen' uns oft nicht die Fragen, die sich ein Afroamerikaner vielleicht jeden Tag stellt. Das fand ich sehr erschreckend. Wir nehmen viele Dinge für selbstverständlich hin, dabei sind sie das gar nicht - wir gehen einfach davon aus.

An Ruths Beispiel kann man sehen, wie viel durch Rassismus zu Bruch gehen kann, welche Wellen er schlagen kann. Dabei sind wir Menschen alle gleich? Oder nicht? Wir können nichts für unsere Herkunft. Niemand sucht sich aus, wie er geboren wird. Wir werden quasi auf die Welt gezwungen und müssen in dieser klar kommen.

Und was passiert, wenn nicht alles so ist, wie es scheint. Wenn genau der Hass, der einen immer weiter treibt, am Ende auf einen selbst zurückschlägt? Auch mit dieser Frage beschäftigt sich Jodi Picoult in diesem Buch. Mir haben die Wendungen, vor allem gegen Ende des Buches, wirklich gut gefallen.

Die Charaktere waren für mich sehr glaubhaft, was ich bei diesem Thema unheimlich wichtig finde. Ich mochte alle Charaktere, selbst die unsympatischen. Sie waren authentisch und genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

Generell fand ich es sehr faszinieren, dass die Autorin als Weisse ein Buch über eine Afroamerikanerin schreibt, die durch Rassismus eines Verbrechens beschuldigt wird. Dies auch noch glaubhaft dem Leser zu vermitteln, stelle ich mir alles andere als einfach. Vielleicht haben mir daher die Emotionen gefehlt - der einzige Punkt, der mich an dem Buch gestört hat. Ich konnte mich zwar in die Charaktere eindenken, aber ich konnte nicht fühlen, was sie fühlen. Das fand ich sehr schade, es hätte dem Ganzen das I-Tüpfelchen aufgesetzt.

Das Cover gefällt mir unheimlich gut, auch wenn rosa sonst nicht wirklich meine Farbe ist.

Fazit

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Ein bedeutsames Buch

Von: geschichtenträumerin Datum : 21.01.2018

geschichtentraeumerinnen.blogspot.de/?m=1

Dank des wunderbaren Verlags bzw. des Bloggerportals durfte ich „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult lesen und habe damit diese wunderbare Autorin für mich entdeckt. Dieser Roman, der sich mit den Themen Rassismus, Vorurteile und moralisches Dilemma auseinandersetzt, ist am 02.10.2017 im C. Bertelsmann-Verlag erschienen.

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist…

Als erstes habe ich diesen Roman als Empfehlung bei einer anderen Bloggerin, thatweirdbookgirl, gesehen und wurde sofort von diesem für mich eher ungewöhnlichen Buch angezogen. Daher war meine Freude über die Bestätigung dieses Rezensionsexemplars dementsprechend sehr hoch.
Zuvor habe ich noch kein Buch der Autorin Jodi Picoult gelesen und auch noch nichts Großes von ihr gehört. Nun kann ich allerdings sagen, dass ich mich ab jetzt zu ihren „Fans“ zähle und unbedingt auch ihre weiteren Bücher lesen möchte.
Fangen wir doch ganz von vorne an: Abgesehen von diesem wunder, wunderschönen Cover hat mich der Inhalt auf Anhieb angesprochen. Es kommt selten vor, dass ein Autor das Thema Rassismus in seinem Buch verarbeitet, und es kommt noch seltener vor, dass es auf diese besondere Art und Weise geschieht. Die Verarbeitung der Vorurteile Afroamerikanern wie Ruth gegenüber als Geschichte einer Säuglingsschwester, die aufgrund ihrer Mitmenschen und ihrer Rasse in ein moralisches Dilemma gerät, ist rundum gelungen. Auf der einen Seite dient der Roman dem Leser dazu, sich die Augen öffnen zu lassen. Wie der Klappentext verrät, wird Ruth vor dem Gericht angeklagt. Infolge des Prozesses erfährt der Leser nicht nur aus ihrer Sicht, sondern auch aus der Sicht der „weißen“ Pflichtverteidigerin Kennedy und des Neonazis Turk, wie sehr Rassismus heutzutage immer noch eine Rolle spielt. Das Buch ist unfassbar informativ, hält dem Leser klar vor Augen, dass auch er selbst mit seinem Verhalten zur Diskriminierung beiträgt, verpackt diese wichtige Nachricht aber in eine äußerst emotionale, packende, rührende und vor allem spannende Geschichte.
Den Schreibstil von Jodi Picoult würde ich persönlich als sehr angenehm beschreiben, da sie sich in ihrer Wortwahl sowie bezüglich des Inhalts viel Zeit nimmt, dass sich die verschiedenen Charaktere richtig entfalten können und gleichzeitig ein nachwirkender Eindruck der Botschaft vermittelt wird. Aus meiner Sicht schwingt in dem Schreibstil der Autorin immer eine gewisse Ernsthaftigkeit und
„Gewähltheit“ (es wirkt, als hätte sie wirklich lange an ihren Ausdrücken gefeilt, um tatsächlich das Richtige mit ihren Worten zu erreichen) mit, welche sehr zur Geschichte zu passen scheint.
Manche würden das Fortschreiten von Ruths Geschichte als zäh und zu langsam bezeichnen. Ich bin allerdings der Meinung, dass diese langsamen Schritte in Richtung Ende bei diesem wichtigen Thema genau richtig gewählt sind, da die Autorin so nebenbei Informationen zu Vorurteilen, Alltagsrassismus, Beweggründen von Rassisten etc. miteinfließen lassen konnte und den Charakteren so die nötige Tiefe verliehen hat.
Wie bereits erwähnt wird das Buch abwechselnd aus Ruths Sicht, der der Pflichtverteidigerin Kennedy und der des Rassisten Turk erzählt, wodurch die Gedanken, Emotionen und Beweggründe dieser Charaktere besonders klar ersichtlich für den Leser sind. Durch das langsame Fortschreiten gelingt es der Autorin ebenfalls, fast allen auftauchenden Charakteren ihr eigenes Leben einzuhauchen. Da der Roman von Ruths Leben erzählt, möchte ich diese Hauptperson noch einmal gesondert ansprechen: Bei Ruth handelt es sich in so vielerlei Hinsicht um einen Menschen, für den ich im echten Leben sehr viel Respekt aufbringen würde. Trotz der immensen Steine, die die Menschen ihr aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes in den Weg legen, gibt sie nie auf, kämpft weiter für sich, ihren Beruf und ihren Sohn, den sie als alleinerziehende Mutter aufgezogen hat. Als Leser dieses Buchs kann man sicherlich an der Darstellung ihrer Persönlichkeit sehr wachsen, in dem man sich eine Scheibe ihrer bewundernswerten Eigenschaften abschneidet oder sich seine eigenen Fehler vor Augen führt.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult noch immer nicht loslässt, obwohl ich es bereits beendet habe. Die in dem Buch erzählte Geschichte muss meiner Meinung nach von so vielen Leuten wie möglich gehört werden, weshalb ich euch den Roman wirklich sehr ans Herz lege.
Vielen Dank an den C. Bertelsmann-Verlag und die Verlagsgruppe Random House bzw. die Betreiber des Bloggerportals für dieses Rezensionsexemplar!

Rassendiskriminierung - aktuell wie eh und je

Von: World of books and dreams Datum : 21.01.2018

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Ruth Jefferson ist seit zwanzig Jahren als einzige afroamerikanische Hebamme in einer kleinen Klinik tätig. Stets war sie pflichtbewusst und immer auf ihre Patienten bedacht. Doch dann kommt in der Klinik der kleine Davis zur Welt, dessen Eltern Brittany und Turk zur White Power Bewegung gehören. Turk untersagt Ruth ihren Sohn auf irgendeine Art und Weise zu behandeln, was sogar mit einem Post it Zettel in Davis' Akte vermerkt wird. Als Davis nach einem Routineeingriff auf der Säuglingsstation überwacht werden soll, ist ausgerechnet Ruth diejenige, die mit ihm allein gelassen wird. Doch der Routineeingriff ergibt Komplikatonen und Davis verstirbt. Ruth wird beschuldigt, das Baby getötet zu haben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Dabei wird sehr schnell klar, dass auch in unserer heutigen Gesellschaft Rassismus leider noch zu alltäglich ist.
Meine Meinung:
Würde ich nur von der Optik dieses Buches ausgehen, hätte ich so gar nicht mit dem Inhalt gerechnet, doch schon der Klappentext verrät, dass sich Jodi Picoult wieder einem Thema gewidmet hat, vor dem wir nur allzu gerne unsere Augen verschließen.
Mittlerweile habe ich mehrere Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier konnte mich doch gleich von Beginn an fesseln. Jodi Picoults Schreibstil ist sehr einnehmend, auf ihre eigene Weise und unverkennbar, beschreibt sie das Geschehen und lässt den Leser tief in der Geschichte versinken.
Ich fühlte mich, vor allem im ersten Drittel, sehr tief in die Geschichte gezogen, denn ich konnte deutlich spüren, dass sich Picoult mit vielen Thema auseinander gesetzt hat. So beschreibt sie zunächst Ruth Tätigkeit und ich bekam einen guten Einblick auf Ruth Umgang mit den Patienten. Umso mehr ging es mir zu Herzen, als sie von der Behandlung des kleinen Davis abgezogen wird und ich konnte richtig gut nachempfinden, wie sich Ruth dabei gefühlt haben muss. Doch nicht nur mit diesem Moment zeigte Picoult mir, dass es immer noch eine Menge Vorurteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe gibt. Sei es in der Unterhaltung mit Ruth's Vorgesetzter Marie, die mit einem kleinen Kommentar, den sie unbedarft von sich gibt, ihre Vorurteile Preis gibt oder mit weiteren Szenen, die die Autorin immer wieder mit einbaut. All das ließ mich hier während des Lesens mit gemischten Gefühlen zurück. Ich war mit Ruth gemeinsam wütend, konnte teilweise nur den Kopf schütteln und vor allem spürte ich ganz viel Verbundenheit mit Ruth, denn immer wieder kreiste die Frage durch meinen Kopf: wie würdest du dich in dieser Situation fühlen?
Inhaltlich habe ich anhand des Nachwortes herausgefunden, dass Picoult sich zu Recherchezwecken auch mit ehemaligen Mitgliedern der White Power Bewegung unterhalten hat. Dadurch konnte sie dem Leser sehr glaubhaft den Part von Davis Vater Turk darstellen. Inwieweit diese Szene heute in den USA agiert, kann ich nicht nachvollziehen, doch das, was die Autorin beschreibt, hat mir zeitweise eine Gänsehaut bereitet.
Die gesamte Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt, doch Jodie Picoult wechselt hier die Perspektiven zwischen Ruth, der beschuldigten Krankenschwester, Turk, dem Kindsvater und Kennedy, der Anwältin. Alle drei sind auf den ersten Blick doch recht stereotyisch, doch genau dies regt auch immer wieder dazu an, innezuhalten und nachzudenken. Dadurch, dass Jodi Picoult die selben Szenen dann durch unterschiedliche Personen wiedergibt, erfährt man auch, wie ein und das selbe Ereignis von verschiedenen Charakteren auf unterschiedliche Weise wahrgenommen wird.
Spannend wird es dann vor allem im letzten Teil, als Jodi Picoult die Gerichtsverhandlung mit in die Geschichte einbaut. Hier habe ich die Seiten nur so verschlungen und konnte doch nicht schnell genug lesen.
Durch die Charaktere und deren Verhalten war ich sehr schnell von einer Person eingenommen. Genau das denke ich, war hier auch so gewollt. So habe ich mit Ruth gehofft, gezittert und gebangt und letzten Endes auch gekämpft. Turks Verhalten war hier recht typisch beschrieben, auch sein Denken und wie er sich für manche Handlung rechtfertigt, fand ich ein wenig zu vorhersehbar. Die wohl größte Entwicklung lag hier bei der Anwältin Kennedy, die hier wohl auch den "typischen" Weißen verkörpert, der sich für wenig voreingenommen hält und dem so nach und nach doch die Augen geöffnet werden.
Mein Fazit:
Alles in allem konnte mich Jodi Picoult trotz oder gerade wegen ihrer gewählten Charaktere an die Seiten fesseln, denn auch wenn mich keiner von ihnen großartig mit seinem Verhalten überraschen konnte, war ich doch hier mitten in der Geschichte und konnte mitfühlen, miterleben und nachempfinden. Durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil verflogen die Seiten nur so beim Lesen und ich habe das Buch an nur einem Tag, trotz seiner über 570 Seiten, beendet. Mich konnte die Autorin mit ihrer Geschichte sehr bewegen und abholen und deshalb sag ich nur: Leseempfehlung!

Rassendiskriminierung - aktuell wie eh und je

Von: World of books and dreams Datum : 21.01.2018

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Ruth Jefferson ist seit zwanzig Jahren als einzige afroamerikanische Hebamme in einer kleinen Klinik tätig. Stets war sie pflichtbewusst und immer auf ihre Patienten bedacht. Doch dann kommt in der Klinik der kleine Davis zur Welt, dessen Eltern Brittany und Turk zur White Power Bewegung gehören. Turk untersagt Ruth ihren Sohn auf irgendeine Art und Weise zu behandeln, was sogar mit einem Post it Zettel in Davis' Akte vermerkt wird. Als Davis nach einem Routineeingriff auf der Säuglingsstation überwacht werden soll, ist ausgerechnet Ruth diejenige, die mit ihm allein gelassen wird. Doch der Routineeingriff ergibt Komplikatonen und Davis verstirbt. Ruth wird beschuldigt, das Baby getötet zu haben und es kommt zu einer Gerichtsverhandlung. Dabei wird sehr schnell klar, dass auch in unserer heutigen Gesellschaft Rassismus leider noch zu alltäglich ist.
Meine Meinung:
Würde ich nur von der Optik dieses Buches ausgehen, hätte ich so gar nicht mit dem Inhalt gerechnet, doch schon der Klappentext verrät, dass sich Jodi Picoult wieder einem Thema gewidmet hat, vor dem wir nur allzu gerne unsere Augen verschließen.
Mittlerweile habe ich mehrere Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier konnte mich doch gleich von Beginn an fesseln. Jodi Picoults Schreibstil ist sehr einnehmend, auf ihre eigene Weise und unverkennbar, beschreibt sie das Geschehen und lässt den Leser tief in der Geschichte versinken.
Ich fühlte mich, vor allem im ersten Drittel, sehr tief in die Geschichte gezogen, denn ich konnte deutlich spüren, dass sich Picoult mit vielen Thema auseinander gesetzt hat. So beschreibt sie zunächst Ruth Tätigkeit und ich bekam einen guten Einblick auf Ruth Umgang mit den Patienten. Umso mehr ging es mir zu Herzen, als sie von der Behandlung des kleinen Davis abgezogen wird und ich konnte richtig gut nachempfinden, wie sich Ruth dabei gefühlt haben muss. Doch nicht nur mit diesem Moment zeigte Picoult mir, dass es immer noch eine Menge Vorurteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe gibt. Sei es in der Unterhaltung mit Ruth's Vorgesetzter Marie, die mit einem kleinen Kommentar, den sie unbedarft von sich gibt, ihre Vorurteile Preis gibt oder mit weiteren Szenen, die die Autorin immer wieder mit einbaut. All das ließ mich hier während des Lesens mit gemischten Gefühlen zurück. Ich war mit Ruth gemeinsam wütend, konnte teilweise nur den Kopf schütteln und vor allem spürte ich ganz viel Verbundenheit mit Ruth, denn immer wieder kreiste die Frage durch meinen Kopf: wie würdest du dich in dieser Situation fühlen?
Inhaltlich habe ich anhand des Nachwortes herausgefunden, dass Picoult sich zu Recherchezwecken auch mit ehemaligen Mitgliedern der White Power Bewegung unterhalten hat. Dadurch konnte sie dem Leser sehr glaubhaft den Part von Davis Vater Turk darstellen. Inwieweit diese Szene heute in den USA agiert, kann ich nicht nachvollziehen, doch das, was die Autorin beschreibt, hat mir zeitweise eine Gänsehaut bereitet.
Die gesamte Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt, doch Jodie Picoult wechselt hier die Perspektiven zwischen Ruth, der beschuldigten Krankenschwester, Turk, dem Kindsvater und Kennedy, der Anwältin. Alle drei sind auf den ersten Blick doch recht stereotyisch, doch genau dies regt auch immer wieder dazu an, innezuhalten und nachzudenken. Dadurch, dass Jodi Picoult die selben Szenen dann durch unterschiedliche Personen wiedergibt, erfährt man auch, wie ein und das selbe Ereignis von verschiedenen Charakteren auf unterschiedliche Weise wahrgenommen wird.
Spannend wird es dann vor allem im letzten Teil, als Jodi Picoult die Gerichtsverhandlung mit in die Geschichte einbaut. Hier habe ich die Seiten nur so verschlungen und konnte doch nicht schnell genug lesen.
Durch die Charaktere und deren Verhalten war ich sehr schnell von einer Person eingenommen. Genau das denke ich, war hier auch so gewollt. So habe ich mit Ruth gehofft, gezittert und gebangt und letzten Endes auch gekämpft. Turks Verhalten war hier recht typisch beschrieben, auch sein Denken und wie er sich für manche Handlung rechtfertigt, fand ich ein wenig zu vorhersehbar. Die wohl größte Entwicklung lag hier bei der Anwältin Kennedy, die hier wohl auch den "typischen" Weißen verkörpert, der sich für wenig voreingenommen hält und dem so nach und nach doch die Augen geöffnet werden.
Mein Fazit:
Alles in allem konnte mich Jodi Picoult trotz oder gerade wegen ihrer gewählten Charaktere an die Seiten fesseln, denn auch wenn mich keiner von ihnen großartig mit seinem Verhalten überraschen konnte, war ich doch hier mitten in der Geschichte und konnte mitfühlen, miterleben und nachempfinden. Durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil verflogen die Seiten nur so beim Lesen und ich habe das Buch an nur einem Tag, trotz seiner über 570 Seiten, beendet. Mich konnte die Autorin mit ihrer Geschichte sehr bewegen und abholen und deshalb sag ich nur: Leseempfehlung!

Ein wichtiges Buch über Rassismus in der heutigen Welt

Von: sinaunknown Datum : 21.01.2018

https://sinaunknown.blogspot.ch/

Nach "Die Spuren meiner Mutter" war "Kleine grosse Schritte" der zweite Roman von Jodi Picoult, den ich las und obwohl mich bereits "Die Spuren meiner Mutter" überzeugen konnte, ist meine Achtung für Jodi Picoult im Laufe dieses Buches noch einmal um hundert Prozent gestiegen. In dieser Geschichte, die den immer noch existierenden Rassismus thematisiert, ist so viel Material, welches zum Nachdenken anregt, eingepackt, dass es mir schwer fällt, meine Gedanken in Worte zu fassen.

Zum einen ist es Picoult gelungen, unheimlich starke Charakteren zum Leben zu erwecken. Die Protagonistin Ruth Jefferson ist eine Frau, die stets für ihre Träume kämpfen musste und obwohl sie immer alles richtig gemacht hat, nun verhaftet wird. Ihre Anwältin Kennedy ist Pflichtverteidigerin, weil sie auf der Welt für mehr Gerechtigkeit sorgen will, merkt aber im Laufe des Buches, dass auch sie selbst nicht einfach nur perfekt ist und an sich arbeiten muss - das Tolle an ihr ist aber, dass sie sich ihren eigenen Fehlern stellt, diese erkennt und daran arbeitet, anstatt sie zu ignorieren oder zu verleugnen. Auch die übrigen Charakter, unter anderem natürlich Turk Bauer, der Vater des verstorbenen Kindes, und Edison, Ruth`s Sohn, der in einer Welt aufwachsen muss, die etwas gegen ihn zu haben scheint, sind unheimlich detailliert beschrieben und man kann sich wirklich ein sehr klares Bild von ihren Gedankenvorgängen machen, was ich extrem schätzte.

Toll finde ich auch, dass die Autorin ein typisches "Gut und Böse" vermieden hat. Natürlich liegt es auf der Hand, dass die Handlungen von Turk Bauer schrecklich sind, jedoch bekommt man auch einen genauen Einblick in seine Entwicklung und erfährt so, wieso er zu der Person geworden ist, die er heute ist. Dadurch verschwimmen die Linien zwischen Gut und Böse etwas und es zeigt auch, dass aus den meisten "normalen" Leuten sehr wahrscheinlich jemand völlig anderes werden kann, wenn nur genug Schlimmes in ihrem Leben passiert.

Ich bewundere Jodi Picoult sehr dafür, wie sie in diesem Buch Themen angesprochen hat, die nicht nur heikel sondern auch höchst unangenehm sind. Es ist auf jeden Fall keine leichte Unterhaltung, die man einfach so an sich abperlen lassen kann und ich mochte ihre Herangehensweise sehr.

Der einzige Makel, den die Geschichte für mich ein Stück weit hat, ist das Ende. Ohne zu viel preis zu geben, kann ich sagen, dass das Ganze auf mich etwas sehr Unrealistisch wirkte, wobei es mich gleichzeitig auch sehr glücklich und zufrieden zurückliess. Um zu verstehen, was ich meine, müsst ihr das Buch einfach selber mal lesen.

"Kleine grosse Schritte" ist für mich eindeutig eine fünf Sterne Geschichte.

Eine bewegende Geschichte

Von: zauberblume Datum : 17.01.2018

https://www.lovelybooks.de/mitglied/zauberblume/

"Kleine große Schritte" aus der Feder der Bestsellerautorin Jodi Picoult ist für mich das erste Buch - und bestimmt nicht das letzte Buch - das ich von dieser außergewöhnlichen Autorin gelesen habe. Sie hat sich ja mit einem Thema beschäftigt, das auch in der heutigen Zeit noch eine große Rolle spielt.

Wir lernen eine ganz besondere Protagonistin kennen, und zwar Ruth Jefferson. Sie gehört zu den besten und erfahrensten Säuglingsschwestern des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut. Eines Tages passiert jedoch etwas ganz außergewöhliches. Eines Tages wird ihr von der Klinikleitung untersagt, sich um ein Neugeborenes zu kümmern. Die Eltern des Babys gehören einer rechtsradikalen Vereinigung an und wollen nicht, dass sich eine Schwarze um ihr Kind kümmert. Dann kommt es zu einer brisanten Situationen. Als Ruth einmal allein in der Säuglingsstation ist, bekommt das Neugeborene Atemnot. Wie soll sie sich verhalten? Doch Ruth folgt ihrem Gewissen. Doch der Junge stirbt. Und dann wird Ruth von dem Vater verklagt, denn Ruth soll Schuld am Tod seines Kindes sein.

Ich habe dieses Buch mit einem weinenden Auge zur Seite gelegt, so berührt hat mich diese ganze Geschichte. Die Autorin hat einen ganz besonderen Schreibstil, der den Leser sofort in die atemberaubende und spannende Geschichte eintauchen lässt. Die wird abwechselnd aus der Sicht von Ruth, dem Pflichtverteidiger und Turk - für mich ein absoluter Unsympath, mit ihm will man nichts zu tun haben - erzählt.
Die Charaktere werden auch so bildlich beschrieben, dass ich jeden einzelnen vor meinem inneren Auge habe. Ruth ist für mich ein warmherziger Mensch, dem das Wohlergehen der anderen am Herzen liegt. Und dann kommt sie so in die Mühlen der Justiz. Einfach unglaublich. Ab und an hatte ich beim Lesen richtiges Gänsehautfeeling. Man kann das Gelesene oft gar nicht glauben. Und beim Lesen stellen sich einem viele Fragen, auf die man oft keine Antwort findet. Einfach ein geniales und gefühlvolles buch

Für mich ist diese Lektüre ein Lesehighlight. Die Autorin setzt sich ja mit dem Thema Rassismus auseinander und lässt den Leser nachdenklich zurück. Für mich eine ganz besondere Geschichte. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

Wichtig, aber zäh!

Von: CuddlyBooknerd Datum : 16.01.2018

https://cuddlybooknerd.blogspot.de/

Biografische Angaben:
Name: Kleine Große Schritte
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 592 Seiten
Preis: 20,00€
Genre: Roman
Reihe?: Nein

„Der Grund weshalb wir nicht über Rasse sprechen, ist der, dass wir keine gemeinsame Sprache sprechen.“ (Ruth, S. 336)

Inhalt:
Ruth ist Säuglingsschwester im Mercy-West Haven Hospitals. Normalerweise würde sie sagen, sie mache ihren Job gut. Doch eines Tages soll sich um das Kind von Turk und Brittany Bauer kümmern. Die beiden haben aber ein Problem mit ihr auf Grund Ruths Hautfarbe. Die Eltern des Kindes gehören einer rassistisch motivierten Gruppe an. Sie hassen andere Menschen, die nicht weißhäutig sind. Also beschweren sie sich bei Ruths Vorgesetzten, sodass Ruth sich nicht mehr um das Baby kümmern darf.
Kurze Zeit später ist sie die einzig verfügbare Kraft, die auf das Baby nach der Beschneidung aufpassen kann. Zu diesem Zeitpunkt geschieht das Dilemma: Das Baby gerät in Atemnot. Ruth weiß nicht was sie tun soll. Soll sie sich den Anweisungen widersetzen und dem Baby helfen? Oder soll sie sich beugen und nichts tun? Nach kurzen Zögern hilft sie dem Kind, aber es ist schon zu spät. Es stirbt und Ruth wird dafür verklagt. Der Vater, dass sie zur Rechenschaft gezogen wird.

Meine Meinung:
Ich finde das Cover schön, aber es hat auch nichts mit dem Inhalt zu tun. Das finde ich wirklich Schade, weil ich so ein Cover nicht passend finde und es demnach nicht stimmig ist. Schlichtheit passt zwar zur Grundstimmung des Buches, ich finde es aber besser, wenn das Cover die Thematik des Buches besser aufgegriffen hätte.
Der Schreibstil von Jodi Picoult ist wirklich zäh. Zuerst dachte ich, sie würde es spannend machen, doch schon bald stellte ich fest, dass mir zu viele Informationen geliefert werden. Es werden Ereignisse beschrieben, die nicht viel zum Plot beitragen und daher unnötig sind. Das hat mir wirklich die Laune verdorben. So habe ich mich immer wieder selbst ermutigen müssen weiter zu lesen. Dies ändert sich auf den letzten hundert Seiten. Dort konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn alles entwickelte sich endlich und man musste weiterlesen. Im Allgemeinen finde ich ihren Schreibstil aber weniger fesselnd.
Die Geschichte entwickelt sich auch eher langsam. Man bekommt immer mehr einen Eindruck von Rassismus und Vorurteilen, aber ich finde man muss auch bei Äußerungen von Adisa nachdenken, ob es nicht schon an Rassismus gegenüber Weißen grenzt. Das Buch öffnet Augen, ganz klar. Es zeigt Privilegien auf und hinterlässt einen nachwirkenden Eindruck. Vorurteile werden immer mehr aufgeklärt über das Problem.
Die Charaktere sind wirklich tiefgehend. Es gibt nur wenige, bei denen ich sagen kann, dass sie flach blieben. Es müssen aber auch nicht alle Charaktere explizit herausgearbeitet sein.
Ruth ist eine bewundernswerte starke Frau. Trotz der Katastrophe in ihrem Leben, versucht sie das Beste daraus zu machen, für ihren Sohn. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, die sich gegenüber ihren Teenager-Jungen durchsetzen muss. Natürlich ist dies nicht einfach, aber sie gibt ihr Bestes und das ist das Wichtigste. Trotz der Rückschläge lässt sie sich nicht herunterkriegen und sucht nach Möglichkeiten für sich selbst sorgen zu können. Ich habe Respekt vor ihr und konnte wirklich mitfühlen.
Turk finde ich sehr interessant. Das Buch ist auch aus seiner Sichtweise geschrieben und deswegen enthält man einen sehr guten und tiefen Einblick in seine Vergangenheit. Man versteht, wieso er rassistisch denkt und was seine Beweggründe sind. Genau das finde ich auch wichtig. Einen angeborenen Rassismus gibt es nicht, weswegen ich die Aufarbeitung von Turk als sehr gelungen empfinde. Denn wir lernen mit ihm eine Ursache kennen, wie Menschen in eine rassistische Bewegung mithineingezogen werden. Dennoch waren mir ein paar Rückblicke zu viel des Guten. Sie haben einfach nichts zum Verlauf des Buches beigetragen und waren meiner Meinung nach unnötig. Seine Entwicklung im Laufe des Buches ist sehr interessant und wirklich angenehm zuzuschauen. Am Ende musste ich mit ihm fühlen und freute mich über die paar späteren Plottwists, die ich nicht kommen sah.
Seine Frau Brittany dagegen blieb etwas oberflächlich dagegen. Wir bekamen keinen so tiefen Einblick in sie, aber dennoch konnte man mit ihr fühlen. Man merkt, wie sie im Buch leidet und welchen Schmerz sie fühlen könnte. Auch ihre Beweggründe sind genannt.
Als letztes ist da noch Kennedy. Ich verstehe nicht ganz, warum Picoult sich entschieden hat, auch Kapitel aus ihrer Sichtweise zu schreiben, aber so ist es nun. Bei den Szenen mit Kennedy lernt man eher Alltagsrassismus kennen, den sie aber durch Ruth erst bemerkt. Ihre Bemühungen als Ruths Anwältin sind aber spannend zu verfolgen. Denn auch Kennedy entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und muss immer mehr auf Ruth zukommen. Es gibt Dinge, die Kennedy im Prozess nicht aussprechen will, Ruth aber schon. Der Konflikt ist sehr spannend.

Fazit:
Ein gutes und wichtiges Buch, bei dem man aber zu viele Informationen teilweise erhält. Der Schreibstil ist nicht ganz spannend. Der Inhalt dagegen ist aber sehr wichtig! Eine kleine Empfehlung meinerseits.

Meine Bewertung:
4 / 5 Sternen


fesselnder Roman über aktiven und passiven Rassismus

Von: huckleberryfriendz Datum : 16.01.2018

https://huckleberryfriendz.wordpress.com/2018/01/16/fesselnder-roman-ueber-aktiven-und-passiven-rassismus/

Jodi Picoult hat basierend auf einem Fall, von dem sie in der Zeitung las, die Geschichte der 44 jährigen Ruth Jefferson erdacht, einer verwitweten, alleineziehenden afroamerikanischen Hebamme und Säuglingsschwester, die seit über 20 Jahren hervorragende Arbeit in einem Krankenhaus leistet.
Als ein rechtsradikales Ehepaar ihr untersagt, ihrem neugeborenen Sohn Davis zu behandeln und auch nur zu berühren, erhält sie von den Vorgestzten eine dementsprechende Dienstanweisung. In einer problematischen Situation steht sie vor einer schwierigen Situation, denn sie muß sich entscheiden, sich dieser Dienstanweisung zu widersetzen als dieser Junge, nach einem Eingriff und der kurzen alleinigen Überwachung durch sie, aufhört zu atmen. Egal, wie sie sich entscheidet, es wird für sie negative Konsequenzen haben. So wird sie nach erfolgloser Reanimation durch das gesamte Notfallteam von Davis Eltern angezeigt und vom Krankenhaus, ihrem Arbeitgeber, als schwarzes Bauernopfer hingehängt.
Der Roman wird kapitelweise aus der Sicht der verschiedenen Betroffenen erzählt; sowohl Ruth als auch der Kindsvater Turk kommen zu Wort, berichten über ihr Leben, ihre Kämpfe, ihren Werdegang. Man liest über Ruths lebenslange Versuche einfach nicht aufzufallen, dazuzugehören, immer alles bestmöglich und gewissenhaft zu erledigen, genauso wie von Turk, wie sich sein Hass entwickelt hat, wie rekrutiert und im Untergrund gearbeitet wird und wie beide, samt ihrer Familien, die Trägödie erleben und samt Rechtsbeistand vor Gericht agieren.
Der Erzählstrang Ruths Pflichtverteidigerin Kennedy zeigt ihre Ermittlungen, die Taktik im Prozeß und ihre eigene veränderte Wahrnehmung von Rassismus, die keinesfalls immer aktiv stattfinden muß, auf. Die Beschreibungen der ehemaligen Skinheads, die ihre Bewegung verlassen haben, über ihre Erfahrungen und Hassverbrechen und die eigene Wahl und Möglichkeit, diesen Hass in Liebe zu verwandeln, berichten, machen Mut und zeigen eine mögliche Wendung auf.

Insgesamt war dieser Roman von Jodi Picoult wieder sehr spannend erzählt, das Thema äußerst vielschichtig betrachtet; man merkt ständig, wie intensiv sie vorab recherchiert und wie einfühlsam sie sich mit dem Thema auseinandergestzt hat.
Gerade die Beschreibungen der passiven, meist unbedachten oder ignorierenden Aspekte, des selber meist gar nicht wahrgenommenen Rassismus fand ich äußerst interessant; so stimmen die vielen Details beim Lesen doch sehr nachdenklich und wirken nach.

Rassismus in kleinen und in großen Dosen

Von: miss_mandrake Datum : 14.01.2018

www.live-breath-words.de

Inhalt

Ruth Jefferson arbeitet seid 20 Jahren leidenschaftlich und mit voller Hingabe als Hebamme im Mercy-West Haven Hospital. Sie hilft Kindern auf die Welt zu kommen, kümmert sich um die Neugeborenen und assistiert bei OP’s.
Dass sie schwarz ist war bisher nie ein Problem. Bis zu dem Tag, als ein Elternpaar Ruth untersagt, ihr weißes Baby anzufassen. Sie ist schockiert, wütend und fassungslos, doch auch die Stationsleitung gibt ihr die Anweisung, sich ab sofort von dem kleinen David fernzuhalten. Sogar in die Patientenakte wird vermerkt, dass bei diesem Säugling keine Betreuung durch afroamerikanisches Personal gestattet ist. In einer ihrer Schichten wird Ruth jedoch von einer Kollegin gebeten die Aufsicht für den Kleinen zu übernehmen, da sie im OP dringend verlangt wird. Ausgerechnet in dieser kurzen Zeit kommt es zu einem Atemstillstand bei David. Ruth ist hin und hergerissen. Kann und will sie verantworten, das Baby durch unterlassene Hilfeleistung sterben zu lassen, oder soll sie ihren Job riskieren und ihn behandeln?
Trotz aller Maßnahmen stirbt der kleine David und die bisher unbescholtene Ruth wird wegen Mordes angeklagt.


Meine Meinung

Jodi Picoult lässt den Leser die Geschichte aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ruth, ihre Anwältin Kennedy und Turk, der Vater des Jungen, schildern teils emotional, teils beklemmend wirkend ihre Sichtweise der Ereignisse.
Wie von der Autorin gewohnt sind die Protagonisten durchweg glaubwürdig, der Schauplatz sehr lebendig und der Schreibstil wundervoll flüssig.
Gerade der leider sehr ernste Hintergrund der Story rüttelt einen wach und gegen Ende fragt man sich tatsächlich: Handelen viele Menschen unbewusst tatsächlich immer noch so rassistisch? Man wird als Leser feststellen, dass es oft die kleinen, alltäglichen Diskrimierungen sind, die doch so viel ausmachen: Wie viele Bilderbücher gibt es mit farbigen Kindern? Wo sind die Werbespots mit farbigen Frauen?
Ausgrenzung und Rassismus begegnet uns eigentlich jeden Tag auf unterschiedlichste Weise und genau darauf geht Jodi Picoult ein.
Ein durchweg glaubwürdiges Buch bis hin zum absoluten Höhepunkt: Kennedys Abschlussplädoyer. Eine denkwürdige Rede vor den Geschworenen, die dazu aufruft Privilegien zu hinterfragen und die eigene Wahrnehmung gegen die alltäglichen Ungerechtigkeiten zu schärfen.


Fazit

Ein bewegender und wichtiger Roman, der noch lange nachklingt. Ein sensibles Thema, dass die Autorin mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt hat.

Kleine große Schritte

Von: Paper_Stories Datum : 11.01.2018

https://paperstories2017.blogspot.de/?m=1

Titel : Kleine große Schritte
Autorin : Jodi Picoult
Preis : 20,00€
Seiten : 577
Verlag : C. Bertelsmann Verlag



Dieses schöne Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Es hat mir großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und nun zu rezensieren.

Menschen müssen zu hassen lernen, und wenn sie zu hassen lernen könne,dann kann ihnen auch gelehrt werden zu lieben. - Nelson Mandela

Jodi Picoult - bewegend wie nie


Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Cover und Schreibstil

Was mir besonders ins Auge gesprungen ist an diesem Buch ist das unglaublich schöne Cover. Ich finde den Farbton einfach perfekt ausgewählt genauso wie die Gestaltung des Covers und das obwohl ich überhaupt keine Rosatöne mag. Ebenso hat mich der Titel des Buches angesprochen. Ich habe deshalb für mich beschlossen, dass es sich allein wegen des schönen Titels lohnen würde, dieses Buch zu lesen. Kommen wir nun zum Schreibstil. Das Buch ist etwas anders aufgeteilt als andere Bücher. Es gibt drei große Blöcke (Erstes Stadium, zweites Stadium und drittes Stadium), die immer im Zusammenhang zu Zitaten stehen, was mir besonders gut gefallen hat, da die Zitate gut zur Geschichte passten. Das Buch ist aus drei verschiedenen Sichten geschrieben. Hauptsächlich aus der Sicht der Hauptprotagonistin Ruth Jefferson, einer Säuglingskrankenschwester. Je weiter man das Buch liest, desto häufiger treten zwei weitere Protagonisten auf, die eine entschiedene Rolle spielen und deswegen auch die Dinge aus ihrer Sicht beschreiben. Einmal Turk Bauer, der einer rechtsradikalen Vereinigung angehört und Kennedy McQuarrie, einer Pflichtverteidigerin. Insgesamt hatte ich besonders ab dem ersten Viertel Probleme das Buch weiterzulesen, weshalb ich es auch unterbrochen habe, da ich einfach nicht mit der Sichtweise von Turk Bauer klar kam. Aber ich habe mich letztendlich doch hingesetzt und festgestellt, dass wenn sich mit dem Buch auseinander setzt, das Buch nicht mehr weglegen will. Insgesamt würde ich den Schreibstil als gelungen bezeichnen.

Charaktere

Ich persönlich finde es sehr schwer die drei komplett unterschiedlichen Charaktere zu beurteilen. Ich versuche trotzdem mein Bestes. Da sich das Buch hauptsächlich um Ruth dreht, fange ich mit ihr an. Ruth ist eine dunkelhäutige Säuglingskrankenschwester, die ihren Mann bei einem Militäreinsatz verloren hat und somit allein für die Erziehung ihres 17- jährigen Sohnes Edison verantwortlich ist. Sie gibt sich sehr große Mühe ihrem Sohn ein gutes Leben zu ermöglichen. Ich bewundere ihre Stärke und ihren Mut. Durch ihre Sicht erkennt man ganz deutlich den alltäglichen Rassismus, sowohl den bewussten als auch den unbewussten, von Menschen die sich niemals als Rassisten bezeichnen würden. Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie einen Protagonisten mehr abgewägt als Turk Bauer. Seine komplette Einstellung und Denkweise machten mich so aggressiv und es gelang mir kein einziges Mal seine Sichtweise zu verstehen oder ansatzweise nachzuvollziehen. Etwas leichter fiel mir die Sichtweise von Kennedy zu verstehen, die als Anwältin für Ruth arbeitet. Aber man sieht auch hier das Kennedy häufig nur an sich und ihren Job denkt, weswegen ich sie an manchen Stellen nicht mochte.


Mein Leseeindruck

Wow. Es ist ein absolutes Highlight gewesen, dieses Buch lesen zu dürfen. Es ist einfach eine so bewegende, emotionale und vor allem aktuelle Geschichte. Das Buch beginnt mit der Ausgangssituation im Krankenhaus. Wobei sich die Perspektive zwischen Ruth und Turk wechselt. Diese Szenen haben sich wie im Flug gelesen. Aber irgendwann wurde mir die rassistische Einstellung und Sichtweise zu viel und ich habe das Buch unterbrochen. Nach paar Monaten habe ich mich wieder dem Buch gewidmet und es dann auch beendet. Das Ende hat mir gut gefallen und insgesamt war ich mit dem Buch sehr zufrieden.


Fazit

Zwar endet diese Geschichte mit einem Happy End, aber was sich dadurch trotzdem nicht geändert hat, ist der Rassismus in dieser Welt.

Berührend

Von: Sturmhoehe88 Datum : 09.01.2018

https://sturmhoehesbuecherparadies.jimdo.com/

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3788.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 593 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (2. Oktober 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B06ZZ9CBLM
Preis TB: 10,00€
Preis GB: 20,00€
Preis Kindle: 14,99€
Inhaltsangabe zu „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult
Jodi Picoult - bewegend wie nie

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Meine Meinung
Bisher kannte ich die Autorin Jodi Picoult und ebenso deren Bücher nicht, jedoch hat sie mich mit diesem Roman sehr begeistert und berührt. Allein durch die Geschichte über diesen Charakter, und was Ruth sich alles gefallen lassen muss, hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht.
Ich verstehe nicht weshalb man Menschen gegenüber so respektlos, verletzend sein muss, sie sind doch wie jeder andere auch Menschen aus Fleisch und Blut. Da spielt es doch keine Rolle ob nun hell oder dunkelhäutig. Die Persönlichkeit hängt nicht vom Äußerem ab, sondern von der Person im Allgemeinen, und in dieser Geschichte wird doch recht deutlich das Ruth obwohl es ihr untersagt wurde, ihrer Pflicht nachgehen und helfen möchte. Das ihr danach solch Spießrutenlauf bevorsteht wünscht man wirklich keinem.
Jodi Picoult hat mich wirklich berührt, hat aufgezeigt wie verletzend, wie Rassistisch und Respektlos Menschen mit ihren Mitmenschen umgehen, und wie die betroffenen darunter leiden.
Da fehlen mir echt die Worte...
Von mir bekommt dieser Roman eine klare Kauf und Leseempfehlung.
5/5 Sterne

Wieder ein toller Roman von Jodi Picoult

Von: Bookpoint Datum : 08.01.2018

www.book-point.eu/

Als ich das neue Buch von Jodi Picoult Kleine große Schritte im Bloggerportal entdeckte, wusste ich sofort, dass dieses Buch wieder ganz nach meinem Geschmack sein würde. Nicht nur weil Jodi Picoult einen unverwechselbaren Schreibstil hat, sondern vor allem, weil sie Dinge wagt anzusprechen, die oftmals totgeschwiegen werden.

In ihrem neuen Roman thematisiert sie den heutigen Rassismus in unserer modernen aufgeklärten Welt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Ruth (Hebamme und Angeklagte), Turk (Vater des toten Babys) und Kennedy (Anwältin von Ruth) geschildert. Dies macht die Geschichte doppelt so interessant und abwechslungsreich. Besonders toll fand ich auch die Aufteilung des Buches, die die Autorin vorgenommen hat. So heißt die letzte Unterteilung, die in manchen Büchern auch als „Epilog“ benannt wird: Drittes Stadium – Nachgeburt.

“Aber ich weinte nicht wegen Davis Bauer, auch nicht wegen meiner Unehrlichkeit. Ich weinte, weil Kennedy die ganze Zeit über recht gehabt hatte – es kam nicht darauf an, ob die Krankenschwester, die sich um Davis Bauer kümmerte, schwarz, weiß oder violett war. Es kam nicht drauf an, ob ich versucht habe dieses Baby wiederzubeleben oder nicht. Nichts davon hätte etwas geändert.” (S. 413)

Ruth ist meines Erachtens eine ganz bemerkenswerte Persönlichkeit. Sie hat einen starken Charakter und verliert – trotz allem, was ihr passiert – nie ihren Stolz und ihre Fähigkeit, das Gute in der Welt zu sehen. Sie lebt für ihren Beruf und für ihren Sohn Edison, dem sie ein weitestgehend sorgenfreies Leben ermöglichen möchte. Sie lehrt ihm, dass alle Menschen auf der Welt – unabhängig von ihrer Rasse und ihrer Hautfarbe – gleich sind. Diese Ansicht ist doch sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, was ihr widerfährt.

Manche Szenarien waren meiner Meinung nach etwas „überspitzt“ dargestellt. So ist mir zum Beispiel die Szene im Gedächtnis geblieben, als Violett, die Tochter von Kennedy, das Kostüm der Prinzessin aus „Küss den Frosch“ haben möchte und ihre Omi davon überhaupt nicht begeistert ist.

Dieser Roman von Jodi Picoult hat mir wieder besonders gut gefallen, da er zeigt, dass alles auf der Welt vergänglich ist und dass sich ein Menschenleben von heute auf morgen verändern kann, wenn man in nur einem einzigen Augenblick die falsche Entscheidung trifft.

Kleine große schritte (in die richtige richtung)

Von: coffemeetsbooks Datum : 07.01.2018

https://coffemeetsbooks.wordpress.com/

*ausführliche Rezension ist auf meinem Blog zu finden
FAZIT
Ich für meinen teil, als weiße Österreichische junge Frau, sehe den Rassismus in diesem Buch sehr gut dargestellt. Das spricht natürlich nur für mich, ich habe viele negative Kommentare gelesen. Ich kann es nur aus meiner Sicht sehen, in dem Punkt hab ich viel mit Kennedy gemeinsam, und auch ich konnte vieles aus der Geschichte mitnehmen.
Ich mochte den Aufbau der Geschichte, Picoult´s Schreibstil fand ich als äußerst beruhigend und angenehm und damit wird dieses Buch mit Sicherheit nicht das letzte sein, dass ich von ihr lesen werde.
Das Ende fand ich allerdings ziemlich enttäuschend. Es war sehr abrupt und erschien ein bisschen lieblos, so als wolle die Autorin schnellst möglich ihr Buch beenden.

Rezension Kleine große Schritte

Von: Emija Datum : 07.01.2018

https://miasbuchblog.blogspot.de/

Rezension Kleine große Schritte
Titel: Kleine große Schritte
Originaltitel: Small Great Things
Autor: Jodi Picoult
Übersetzer: Elfride Peschel
Verlag: C. Bertelsmann
Seiten: 584
Erstveröffentlichung:
11.10.2016 (Eng)
2.10.2017 (De)
Preis:
20,00€ (De, HC)
Bewertung: (3/5) ������

über die Autorin: Sie ist in New York geboren, lebt heute in New Hampshire. Viele ihrer Romane schafften es auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. Dieses Buch empfindet sie als das wichtigste ihrer Bücher, da es sie verändert hat.
Das Buch "Kleine große Schritte" wird derzeit verfilmt.

Inhalt:
Kurz nach seiner Geburt stirbt der kleine Davis Bauer nach einem Routine-Eingriff. Ruth, einer schwarzen Hebamme auf der Entbindungsstation, die zusammen mit anderen das Kind wiederbeleben wollte, jedoch gescheitert ist, wird vom Vater des Babys angeklagt. Wegen dem Mord an seinem Sohn. Denn er ist Rassist und wollte nicht, dass Ruth seinen Sohn berührt.
Damit beginnt ein Kampf vor Gericht, bei dem niemand ansprechen will, worum es dem Vater und im ganzem Prozess geht: um Rasse. Und, dass Ruth nur wegen ihrer Rasse vor dem Gericht steht.

Lieblingszitat:
" Und zwar, weil es beim Rassismus nicht nur um Hass geht. [...] Weil es beim Rassismus nämlich auch darum geht, wer Macht hat... und wer Zugang dazu." (Seite 544)

Meinung:
Story: Der Anfang ist lang und es dauert lang, bis die wirkliche Handlung losgeht. Aber auch, als die Handlung dann anfängt, dauert es noch ziemlich lang, bis Spannung aufkommt.
Die Nebenhandlungen sind wichtig und sprechen Aspekte von Rassismus an, jedoch hätte ich mir einen größeren Fokus auf die Haupthandlung gewünscht.
All die Geschichten sind auf Dauer ermüdend, da es wirkt, als würde man im Buch gar nicht vorrankommen. Sie waren nicht genug mit der Haupthandlung verbunden.

Charaktere: Es gibt drei Hauptpersonen, die alle bestimmte Teile des Rassismus ausmachen.
Ruth, die schwarze Hebamme, ist eine starke Frau, die jedoch weder in die Welt der Schwarzen noch in die der Weißen wirklich gehört. Sie ist die unterdrückte, die sich freikämpfen will.
Kennedy ist eine Frau, die ihren Rassismus erst erkennt, als sie sich tief mit dem Thema beschäftigt, denn er ist tief in ihr verborgen. Sie ist das Bild für den passiven Rassismus, den sie langsam überwindet und ihn bekämpfen will.
Und Turk ist der Mensch, den wir uns unter einem Rassisten vorstellen. Der schnell gehasst werden kann, von dem man sich aber auch ganz leicht distanziert.
Auch die anderen Charaktere haben ihre Rollen, sind aber auch als Menschen erkennbar und bedienen nicht nur die Rollen.

Schreibstil/Lesefluss: Teilweise ist das Buch träge, durch all die Nebenhandlungen. Jedoch ist das Buch auch da interessant geschrieben, nur die Themen werden ermüdend.
Die Berufe werden sehr detalliert beschrieben, was mich etwas gestört hat. Denn wie lang die Pommes bei McDonalds ausbacken ist...nicht das interessanteste und auch nicht wichtig.
Auch wenn das Buch ohne Frage wundervoll geschrieben ist, hätte man die Geschichte besser auf den Punkt bringen können.

Umgebung/Welt:
Ruth passt in keine Welt, weder die der Schwarzen, in die ihre Schwester wundervoll hineinpasst, noch in die von Kennedy, der Weißen. Diese beiden Welten treffen im Gerichtssaal auf die der Rechtsextremen. Doch auch in anderer Umgebun treten diese Welten aufeinander. Ob im Krankenhaus, auf der Straße oder Zuhause. So zeigt das Buch die immer noch vorhandenen Unterschiede auf, die wir in unserem Verhalten zeigen, und regt so zum Nachdenken an.

Fazit:
Jodi Picoult bringt in diesem Buch den Rassismus in passiver und aktiver Form und die Folgen für die Opfer dessen zur Sprache. Se will aufrütteln und das schafft sie auch mit interessanten Schauplätzen und echten Charakteren.
Jedoch hat das Buch erst am Ende Spannung aufgebauut und es war ziemlich lang.

Ein sehr kritisches und wichtiges Thema, welches sehr gut dargebracht wird

Von: Mylittlebookpalace Datum : 06.01.2018

mylittlebookpalace.weebly.com

Handlung:Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Orte: Allein schon die Orte wurden sehr intensiv und wirklich gut beschreiben, weshalb ich mich sofort in die Welt von Ruth Jefferson versetzen konnte und mir haben die Orte sehr gut gefallen, da sie immer ein bestimmtes Gefühl in mir hervorgerufen haben: das Krankenhaus war ein stressiges und lebendiges Gefühl, ihr Haus war meistens eher beruhigend und das Gerichtsgebäude meistens ein Art Abscheu.

Personen: Ich mochte Ruth sehr sehr sehr gerne. Sie ist so eine starke Frau, die so viel durchmachen muss, aber trotzdem nicht aufgibt und niemals aufgeben wird. Sie hatte ihre eigene spannende Geschichte und ihr Charakter war sehr authentisch. Es sind sehr viele Personen aufgetaucht, denen entweder Hass, Respekt, Liebe oder Fürsorge entgegengebracht habe. Es gab gefühlt jede Art von Charakter, welche das Buch sehr facettenreich gestaltet hat.

Gestaltung: Das Cover hat mich sofort angesprochen, es ist schön schlicht und ich mag die Farbe auch sehr gerne. Die Kapitelgestaltung ist auch eher schlicht und einfach gehalten, doch das mochte ich sehr gerne und mir hat die Gestaltung sehr gut gefallen.

Schreibstil: An den Schreibstil musste ich mich ehrlich gesagt zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe um mich daran zu gewöhnen, aber nach dieser Weile habe ich angefangen den Schreibstil wirklich zu mögen, es gab viele intensive und tolle Dialoge, die die Geschichte lebendiger gemacht haben und mich am Ende dann doch überzeugt haben.

Geschichte: Ich mochte die Handlung so so gerne und obwohl es ein sehr ernstes und schwieriges Thema ist mochte ich die Umsetzung davon auch sehr gerne. Es war einfach sehr sehr intensiv. Es war an manchen Stellen etwas langweilig, aber trotzdem musste ich einfach wissen, wie es weiter geht.

Fazit: Ich mochte dieses Buch sehr sehr sehr gerne und würde es wieder und wieder lesen. Es behandelt so ein schwieriges und intensives Thema, doch die Autorin hat es super gut wiedergegeben und sie spricht diese Probleme auch offen in diesem Buch an, weshalb ich auch definitiv 5 von 5 Sternen gebe. Hier auch nochmal ein großes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Ein unglaubliches Buch!

Von: Farbspielblog Datum : 05.01.2018

https://farbspielblog.wordpress.com


Dieses Buch ist ein besonderes Buch. Die Thematik ist immer aktuell, denn ich glaube Rassismus wird nicht so schnell verschwinden wie ich es gern hätte… Auch wenn wir schon einen Schritt in die richtige Richtung machen, fehlt doch noch eine ganze Menge.

Es ist mitreißend und emotional. Ich bin froh mich auf das Buch und Thema eingelassen zu haben, denn ich habe viel dazugelernt und dafür danke ich Picoult!

Ich kann es euch nur ans Herz legen es zu lesen. Ich habe nur einen Kritikpunkt, wie oben bereits erwähnt fand ich die Kapitel einfach zu lang. Ansonsten ein rundum gelungenes Buch!!


Meine Ausführliche Rezension findet ihr auf meinem Blog:
https://farbspielblog.wordpress.com/2018/01/05/rezension-kleine-grosse-schritte-von-jodi-picoult/