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Leserstimmen (46)

Andreas Gruber: Racheherbst (Walter Pulaski) (2)

Racheherbst Reinhören

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€ 25,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2042-2

Erschienen: 14.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Extrem spannend

Von: Andreas Holzmann Datum : 12.05.2017

Racheherbst ist höchst spannend.
Das Buch, respektive Hörbuch, fesselt mich immer wieder.
Man steigt sofort in die Handlung ein, es gibt kaum eine Atempause.
Wenige Autoren schaffen es, mit wenigen Worten den Leser bis zur letzten Zeile zu fesseln - Andreas Gruber gelingt das anscheinend spielend.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!

Racheherbst

Von: Nik75 Datum : 18.07.2016

nik75.blogspot.co.at/

Nach „Rachesommer“ gibt es jetzt den zweiten Roman mit dem Polizeiermittler Walter Pulaski und der Anwältin Evelyn Meyers.
Pulaski wird zu einem Leichenfund gerufen. Es handelt sich um eine junge Frau namens Natalie. Ihr wurden alle Knochen gebrochen und das Blut abgezapft. Pulaski weiß genau, dass das kein normaler Mord ist und als dann noch Natalies Mutter Mikaela auftaucht, beginnt er zu ermitteln. Schon die ersten Seiten sind spannend und mich hat das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Ich mochte Pulaskis Art und Weise wie er an den Fall rangeht und mit Mikaela ist er ein unschlagbares Team. Zwar hat er die Frau gelegentlich verflucht, weil sie ihm ständig ins Handwerk pfuscht, aber er will ihr trotzdem helfen, den Tod ihrer Tochter aufzuklären. Evelyn Meyers ist auch eine sympathische Frau, die einen Arzt verteidigen soll, der angeblich einen ähnlichen Mord begangen haben soll.
Bald sind sie alle drinnen, in einem Geflecht aus Lügen und Intrigen.
Andreas Gruber hat es wieder geschafft seinen Thriller so spannend zu schreiben, dass ich ihn kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Fälle sind so spannend und so grausam, dass man gelegentlich den Atem anhalten musste. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich selber wissen wollte wer der Mörder ist, der ja sehr geschickt vorgegangen ist um über Jahre seine Morde an verschiedenen Orten zu verschleiern. Schön langsam setzen sich aber die Puzzleteile zusammen und man bekommt ein Bild darüber wer der Mörder sein könnte.
Ganz zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse noch einmal, dass man wirklich den Atem anhalten muss um die Spannung zu ertragen.
Wie ich es von den anderen Thrillern von Andreas Gruber schon kenne ist auch dieser extrem spannend, emotional und bewegend geschrieben. Seiner Ermittler sind einzigartig. Wenn man am Anfang auch manchmal glaubt, dass der Thriller verwirrend ist laufen am Ende doch alle Handlungsstränge zusammen. Wenn jemand einen wirklich spannenden Thriller lesen möchte, dann sollte er diesen lesen.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Weiterempfehlung!

Seitenumblättergarantie

Von: Buecherfetischistin.de Datum : 30.06.2016

www.buecherfetischistin.de

Ich wusste gar nicht, dass es Tätowierungen gibt, die man bei Tageslicht nicht sieht, im Dunkeln jedoch leuchten. Das Rezept dazu gibt es hier (im Buch): Menschenblut, Antigerinnungshemmer, Phospor und Tätowierfarbe…alles gemischt, abrakadabra und ab zum Tätowierer deines Vertrauens. Das dafür jedoch einige Menschen sterben müssen, ist dann nicht mehr so originell.

Nach langem war das mal wieder ein Buch mit einem Ermittler, Walter Pulaski, alleinerziehend in Leipzig, Asthmatiker und kennt sich mit Skype aus. Sympathisch. Passend dazu Anwältin Evelyn Meyers, Strafverteidigerin in Wien und Katzenmutti. Der eine jagt, die andere verteidigt.

In diesem Buch wird deutlich, dass Ärzte nicht immer die „Götter in Weiß“ sind. Ihr Wissen, gewisse Knöpfchen zu drücken, in diesem Fall Wirbel zu brechen, um eine Lähmung halsabwärts auszulösen, setzt hier ein Doc gekonnt ein.

Fesselnd. Seitenumblättergarantie. Spannend. Sprache die nur so flutscht. Fans von Andreas Winkelmann, Martin Krist und Co. werden auch Gruber mögen. Klare Leseempfehlung!

P.S. Phospor in Tätowierfarbe ist in Deutschland übrigens verboten zudem auch giftig bzw. gesundheitsgefährdend.
Teil 1 heißt Rachesommer (wurde von mir noch nicht gelesen).

Ein richtiger Pageturner

Von: Catlovebooks Datum : 11.05.2016

catlovebooks.blogspot.de/

ZUM INHALT:


Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...







MEINE MEINUNG:



Ich habe schon den Vorgängerband gelesen und fand ihn richtig gut und deswegen freute ich mich sehr auf diesen Thriller und war gespannt wo mich diesmal die Geschichte hinführt und natürlich findet man hier auch wieder Charaktere aus dem ersten Band wieder, vorallem Walter Pulaski und Evelyn Meyers.



Zu diesem Buch kann man inhaltlich nichts sagen, ich denke dies geht bei Thriller sehr schlecht, denn man möchte niemanden etwas vorweg nehmen, deswegen nur meine ganz persönliche Meinung.



Oh mein Gott, was für ein Buch, es ist wieder eine Story, die dem Leser den Atem raubt, ein reiner Nervenkitzel.

Ich bin sofort in die Geschichte reingekommen und ich habe die Seiten nur so inhaliert, weil es so ein Pageturner ist. Ein Thriller mit einer rasanten Handlung, die in drei Handlungssträngen verlaufen, was aber kein Problem ist, alle sind für sich allein echt spannend und auch schon mal verwirrend und irgendwann findet dann alles zusammen.



Ich mochte wieder total den Schreibstil des Autoren und wie es sein Buch aufbaut, wie alles zusammenhängt, wie er den Leser verwirrt und überrrascht und das macht einfach so viel Spaß seine Bücher zu lesen.



Es gibt nicht viele Thrillerautoren, die mich so für ihre Bücher einnehmen, wo ich das Buch in einem Rutsch durchlese und das Buch hat ziemlich viele Seiten und dennoch kam mir das nicht viel vor und ich denke das spricht für die Geschichte, für die Umsetzung und vorallem für die Spannung.







5/5 Sterne

In Kürze: Racheherbst

Von: vivie Datum : 18.04.2016

www.buchstuetze.wordpress.com

Die Fortsetzung von Rachesommer. Spielt etwa drei Jahre später mit den gleichen Ermittlern, lässt sich ohne Probleme aber auch zuerst, bzw. einzeln lesen.

Sehr toller Krimi! Es geht um einen Serienmörder, der quer durch Europa tötet. Ermittler Pulaski aus Leipzig hat die Mutter eines der Opfer an seiner Seite – eine sehr hartnäckige (=anstrengende) Frau, Anwältin Evelyn Meyers Ermittelt wieder aus Wien.

Packend und überraschend! Nicht mein letzter Gruberthriller!

Von: *》gяєу《* Datum : 17.04.2016

www.mohini-and-grey.blogspot.de

Rezension:


Inhalt:


Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...


Cover:

Andreas Gruber legt, meiner Meinung nach, Wert darauf, das seine Cover mit wenigen und einfachen Elementen ins Auge stechen. Das in schwarz gehaltene Cover mit der weiß-silbernen Schrift, fällt sofort auf. Wenn man es in den Händen hält, merkt man das es kleine Besonderheiten hat. Die Schrift und die Regenspuren, sind nicht nur eingestanzt, sondern auch rauer als der Rest gestaltet. Es gehört für mich defintiv zu den Covern, die nicht nur gut aussehen, sondern auch durchs Anfassen überzeugen und begeistern.


Zum Buch:

Nicht nur aussen ist es toll gestaltet, sondern auch innen entdecken wir als Leser einige Dinge. Schlägt man das Buch auf, springt einem erst einmal die kurze Personenbeschreibung auf dem Klappentext des Covers auf, was mir gut gefallen hat, da ich die Protagonisten aus dem ersten Teil ja nicht kannte. Ausserdem entdecken wir auf der Umschlagsinnenseite des Covers einen kurzen Textausschnitt, der noch vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte Neugierde und Spannung aufkommen lässt. Den Schreibstil würde ich als fesselnd beschreiben und sehr detailliert. Die Schauplätze und die Morde sind genauso beschrieben, wie der Schreibstil es verspricht, dennoch ohne ins zu medizinische oder barbarische abzutriften. Man bekommt genug Hintergrundinformationen, das einem die Geschichte leicht verständlich macht.


Protagonisten:

Aufgrund der kurzen Beschreibung der Hauptcharaktere, lässt sich ohne zu viel zu verraten, nicht viel sagen. Walter Pulaski legt sehr gerne und oft einen Zynismus an den Tag, der einen als Leserin zum amüsierten schmunzeln bringt. Man darf das nicht mit dem Sarkasmus verwechseln, den er in manch unpassenden Sitationen an den Tag legt. Er hat seine Meinung und verlässt sich auf sein Bauchgefühl und setzt sich für Menschen die seine Hilfe brauchen ein.

Evelyn widerrum ist eine sehr ehrgeizige und skeptische Frau, als Anwälltin braucht sie davon auch eine gute Portion. Durch ihre selbstbewusste Art, die sie sich mit harter Arbeit und dem richtigen Gespür verdient hat, wirkt sie dennoch nicht rechthaberisch. Mir hat gefallen das sie ihre Prinzipien nicht ausser Acht lässt und sich für diese auch einsetzt.


In dieser Geschichte trifft man auf viele verschiedene Sichtweisen und das gibt einen weitere Randinformationen, die für den Verlauf der Geschichte von Bedeutung sind und macht es dem Leser leicht, in die Gedanken- und Gefühlswelt der Betroffenen einzutauchen.



Meine Meinung:

Schon beim Prolog habe ich gemerkt, das der Autor die Ängste vieler Menschen aufgreift. Er spricht in seinem Buch ein bestimmtes Risiko gleich zu Beginn an, was es für mich noch interessanter machte, wie die Geschichte ist. Viele Wendungen, überraschende Situationen und spannende Erkenntnisse, das alles bietet die Geschichte. Man fiebert mit und versucht hinter das Geheimnis zu kommen. Eine wirklich komplexe Geschichte, mit rätselhaftem Handlungsstrang, der sich so nach und nach immer mehr aufbaut und mitreissender wird. Es herrscht eine gespannte Grundstimmung, in der man auf die nächsten Vorkommnisse wartet und das zieht sich konstant über das ganze Buch hinweg. Natürlich ist es kein Schreibstil, der aussergewöhnlich ist oder der in dem Genre einzigartig ist, dennoch hat Andreas Gruber es geschafft, das es sich für den Leser doch nach etwas anderem anfühlt beim Lesen. Man kann nur nicht ganz erfassen was es konkret ist, was es schlussendlich doch zu etwas besonderem macht. Für mich ist der Autor empfehlenswert und als Thrillerfan sollte man sich definitv dieses Buch nicht entgehen lassen!

Toller Thriller, der mich gefesselt hat ...

Von: Susy Bookdibluempf Datum : 09.04.2016

www.bookdibluempf.blogspot.de

Dies ist der erste Thriller, den ich von Andreas Gruber gelesen habe. Habe aber von viele Seiten gehört und gelesen, dass bereits sein erstes Buch aus der Reihe mit dem Ermittler Walter Pulaski ein toller Thriller sei.

Ich finde, es war kein Problem bei dem zweiten Band einzusteigen. Es werden die Charaktere, und besonders die Ermittler trotzdem sehr detailliert und genau beschrieben. Vorne im Einband sind der Ermittler, Walter Pulaski und die Strafverteidigerin Evelyn Meyers, sehr witzig und detailliert beschrieben.

"Er hasst Sesselpupser (...) hat eine Tierschutzzeitschrift abonniert (...) sie hat zwei Haustiere: Bonny und Clyde (...) und ihr Bauchgefühl warnt sie vor Lügnern und Betrügern (...)"

Beide Charaktere sind interessant und sympathisch und ich glaube jeder Leser kann sich in die beiden hineinversetzen. Beide sind mit ihren Fällen beschäftigt, und der Autor führt die Hauptstränge erst gegen Ende des Buches zusammen, was aber die Spannung sehr hoch hält.

Der Schreibstil ist klar, intensiv und der Autor schafft es eine Spannung aufzubauen, die selten abfällt. Besonders gegen Ende des Buches kann der Leser das Buch kaum aus den Händen legen.

Der Autor baute verschiedene Orte Europas in das Buch mit ein, was für den Leser eine sehr bildhafte und unterschiedliche spannende Reise darstellte.

Toller Thriller, der mich gefesselt hat ...

Von: Susy Bookdibluempf Datum : 09.04.2016

www.bookdibluempf.de

Dies ist der erste Thriller, den ich von Andreas Gruber gelesen habe. Habe aber von viele Seiten gehört und gelesen, dass bereits sein erstes Buch aus der Reihe mit dem Ermittler Walter Pulaski ein toller Thriller sei.

Ich finde, es war kein Problem bei dem zweiten Band einzusteigen. Es werden die Charaktere, und besonders die Ermittler trotzdem sehr detailliert und genau beschrieben. Vorne im Einband sind der Ermittler, Walter Pulaski und die Strafverteidigerin Evelyn Meyers, sehr witzig und detailliert beschrieben.

"Er hasst Sesselpupser (...) hat eine Tierschutzzeitschrift abonniert (...) sie hat zwei Haustiere: Bonny und Clyde (...) und ihr Bauchgefühl warnt sie vor Lügnern und Betrügern (...)"

Beide Charaktere sind interessant und sympathisch und ich glaube jeder Leser kann sich in die beiden hineinversetzen. Beide sind mit ihren Fällen beschäftigt, und der Autor führt die Hauptstränge erst gegen Ende des Buches zusammen, was aber die Spannung sehr hoch hält.

Der Schreibstil ist klar, intensiv und der Autor schafft es eine Spannung aufzubauen, die selten abfällt. Besonders gegen Ende des Buches kann der Leser das Buch kaum aus den Händen legen.

Der Autor baute verschiedene Orte Europas in das Buch mit ein, was für den Leser eine sehr bildhafte und unterschiedliche spannende Reise darstellte.

Nach Rachesommer und Racheherbst, und das absolut spannend

Von: Roland's Bücherblog Datum : 11.03.2016

roland-buecherblog.blogspot.de/

Dies ist der zweite Band aus der Walter Pulaski Reihe, der mittlerweile wegen seiner Asthmaerkrankung Ermittler beim Kriminaldauerdienst in Leipzig ist. Auch gibt es ein Wiedersehen mit Evelyn Meyers, der Wiener Anwältin die ebenfalls schon aus "Rachesommer" bekannt ist. In "Racheherbst" lässt Andreas Gruber allerdings die beiden lange Zeit getrennt an ihren Fällen arbeiten, erst spät im letzten Drittel des Buches führt er die Handlungsstränge zusammen. Dabei bekommen beide es jeweils mit bizarren Mordfällen zu tun, den Opfern werden das Rückgrat und die Knochen gebrochen, sowie sind sie ausgeblutet. Pulaski muss immer mehr auf eigene Faust ermitteln, angetrieben auch durch die Mutter des Leipziger Mordopfers. Diese hat sich vorgenommen, ihre ebenfalls vermisste zweite Tochter ausfindig zu machen. So gerät Pulaski immer mehr auch auf Abwege, die ihn aber auf die Spur diverser gleichartiger Morde in verschiedenen Städten bringt. Evelyn Meyers dagegen übernimmt die Verteidigung eines plastischen Chirurgen in Wien, der in Verdacht steht für den einen Mord in Wien. Auch dieser Opfer hat die gleichen tödlichen Verletzungen. Der Leser erkennt zwar zwischen den Kapiteln den Zusammenhang, wird dann aber doch teilweise wieder vom Autor irritiert bzgl. des Täters. Ist es vielleicht doch einer der Kollegen des Wiener Arztes oder wer von denen könnte diese bizarren Skorpion-Tätowierungen auf der Haut tragen. Man meint, die Lösung liegt auf der Hand, aber Andreas Gruber legt immer wieder geschickt falsche Fährten, bietet mehrere Verdächtige und so erfährt der Leser nur häppchenweise weitere Informationen. Dabei wird ein ständiger Spannungsbogen aufgebaut, der es mir nur schwer machte das Buch mal aus der Hand zu legen. Die Handlungsstränge laufen dann in Wien zusammen, wo sich die Ereignisse überschlagen. Erst muss man mit Evelyn über den Tod ihres Freundes trauern, dann gerät Mikaela nochmal in die Fänge ihres gewalttätigen Mannes und letztendlich gipfelt alles im Showndown im Haus des Täters. Das Finale war dann echt mit Spannung nicht zu überbieten, ich flog nur so über die Seiten. Für mich bisher absolut der beste Thriller den ich im neuen Jahr 2016 jetzt gelesen habe und bestätigt, dass Andreas Gruber nicht umsonst zu meinen Lieblingsautoren zählt. Ich hoffe auf einen weiteren Fall, vielleicht dann "Rachewinter".

Wieder einmal ein genialer Thriller von Andreas Gruber

Von: Anjas Bücherblog Datum : 21.02.2016

anjas-buecherblog.blogspot.de

Inhalt
In Leipzig wird die Leiche einer jungen Prostituierten angespült. Nachdem seine Kollegen den Fall nicht mit vollem Eifer zu verfolgen scheinen, nimmt Walter Pukaski die Ermittlungen selbst in die Hand und wird dabei von der Mutter des Opfers unterstützt.
Zeitgleich nimmt Evelyn Meyers ihren ersten eigenen Fall in Wien an und gerät prompt durch ihre Ermittlungen in Lebensgefahr.



Eigene Meinung
Nachdem mir schon die vorherigen Bücher von Andreas Gruber gefallen haben, war es gar keine Frage, dass ich auch „Racheherbst“ lesen musste. Ich mag seine Art Dinge in Szene zu setzen und den Leser immer wieder zu verwirren.
Schon der Einstieg in die Geschichte ist sehr leicht und man ist quasi direkt im Geschehen.
Erzählt wird das Ganze in drei Handlungssträngen, einmal aus der Sicht des altbekannten Walter Pulaski in Leipzig, der Anwältin Evelyn Meyers in Wien und der letzte Strang gibt immer wieder kurze Einblicke in brutale Szenen von Mord und Vergewaltigungen, wobei Gruber die Grausamkeiten hier gut eindämmt.
Die Spannung ist von Anfang an da, steigert sich aber dauerhaft und mündet schließlich in ein grandioses Finale. Gerade durch die ständigen Sichtwechsel wird das Ganze noch etwas spannender, da Gruber den Leser auf die Folter spannt, was denn nun bei Pulaski passiert, wenn er auf Meyers schwenkt. Auch geschickt eingesetzte Details lassen den Leser immer wieder aufhorchen und/oder an diversen Vermutungen zweifeln.
Die beiden Hauptprotagonisten sind so verschieden und beide auf ihre ganz eigene Art wunderbar. Pulaski ist ein sehr hartnäckiger Ermittler und durch seine zynische Art hat er mich immer wieder zum grinsen gebracht.
Auch Meyers zeichnet sich durch ihren Charakter deutlich aus, allerdings ist dieser um einiges offener als der von Pulaski.
Gruber schafft es meisterhaft den beiden die nötige Tiefe zu geben und lässt die zwei beinahe real erscheinen. Aber auch alle anderen Charaktere haben ein eigenes Gesicht, mit ganz eigenen Eigenschaften und einer eigenen Geschichte, die der Autor fantastisch rüberbringt.
Die Taten selber sind ziemlich grausam und passen eindeutig zum Genre, allerdings verschont er den Leser mit großen Details, sodass es zwar blutig ist, aber man nicht zu tief hineingeht.
Wie der Name des Buches schon sagt, spielt das Ganze im Herbst, wodurch die düstere, neblige Atmosphäre noch mehr unterstrichen wird. Auch das dunkle, schlichte Cover trägt seinen Teil hierzu bei.
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist ein ganz besonderer. Er schreibt so leicht und flüssig, dabei aber gleichzeitig detailreich und spannend. Ab und an muss man zwar kleinere Logikfehler verzeihen, aber mir persönlich hat das beim Lesevergnügen keinen Abbruch getan.



Fazit
Wieder einmal ein genialer Thriller von Andreas Gruber, diesmal rund um den Ermittler Walter Pulaski. „Rachesommer“ muss man nicht unbedingt gelesen haben, für die Entwicklung der Protagonisten finde ich es aber wichtig, da man sonst manches vielleicht nicht verstehen könnte.



Empfehlung
Thrillerfans kommen hier ganz auf ihre Kosten. Auch wer spannende Thriller mag, aber blutige Details lieber ausspart, der sollte zu „Rachesommer“ und „Racheherbst“ greifen. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass es ein Thriller ist und auch schlimm zugerichtete Leichen drin vorkommen.

Thriller mit spannendem Finale

Von: lenisvea Datum : 29.01.2016

lenisvea.blogspot.de

Zum Inhalt:

Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...


Meine Meinung:

Ich habe vor kurzem mein erstes Buch von Andreas Gruber gelesen und zwar Todesurteil, daher wollte ich jetzt schnell ein weiteres Buch von ihm lesen.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich habe auch schnell in die Geschichte rein gefunden. Ich muss aber sagen, dass ich verhältnismäßig lange für das Buch gebraucht habe, fand es an einigen Stellen etwas langatmig.

Sehr gut fand ich den Charakter der Mutter des Opfers, Mikaela, die auf eigene Faust den Mörder ihrer Tochter finden möchte. Sie hat auch eine Entwicklung innerhalb des Buches gemacht. Allerdings pfuscht sie dem Ermittler Pulaski auch immer wieder ins Handwerk.

Zum Schluss hin wurde es sehr spannend, diese kam meiner Meinung nach aber erst sehr spät auf, ich hätte mir insgesamt etwas mehr davon gewünscht.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, der Ermittler Marten S. Snijder aus Todesfrist und Todesurteil hat mir aber irgendwie besser gefallen. Ich kann das Buch aber auf jeden Fall allen Thrillerfans empfehlen. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.


GRANDIOS!

Von: nicoleliest Datum : 24.01.2016

www.nicoleliest.com

Cover

Das ist wohl das einzige, das ich ein bisschen kritisieren muss. Ich finde das Cover einfach nicht zum Vorgänger passend. Ich weiß, dass das nicht so wichtig ist, aber dennoch hätte ich mir ein farblich passenderes zu "Rachesommer" vorgestellt.

Inhalt
Wenn man 506 Seiten lang nicht weiß, wann man eine Pause einlegen soll, weil man einfach zu neugierig ist, dann läuft da eindeutig was richtig. Schon von Anfang an hat mich die Geschichte gepackt und mitgerissen, es gab weder Längen, noch uninteressante Stellen, noch sonst etwas zu bemängeln. Die Handlung gewinnt schnell an Fahrt - vor allem der sympathische Ermittler Pulaski und die mutige und eigenwillige Mikaela sorgen in all der Anspannung für zusätzliche Unterhaltung. Die Seiten verfliegen und mit ihnen steigt die Neugier ins unermessliche. Eines ist hier fix: Spannung gibts vom Anfang bis zum Schluss - und wenn man denkt da geht nicht mehr, schafft es Andreas Gruber den Leser vom Gegenteil zu überzeugen! Denn das Ende sorgt nochmal für Herzinfarktalarm - schockierende Tatsachen, böswillige Überraschungen und das rasante Tempo machen das Ende zum Highlight.


Schreibstil
Realistisch, detailreich und blutrünstig - ja, so würde ich Andreas Gruber Schreibstil wohl am besten beschreiben. Der Autor versteht es für Kurzatmigkeit zu sorgen - der Spannungsbogen hält von Anfang an und und bringt so den Leser nahe an seine Grenzen. An den richtigen Stellen gibt er der Handlung Tempo, nimmt dieses aber wieder gekonnt zurück, ohne für Langeweile zu sorgen. Mit seinen zwei Handlungssträngen sorgt Gruber zusätzlich für Dramatik - bis zum Ende ist nicht wirklich klar, wie die Handlungen tatsächlich zusammenpassen, auch wenn man so seine Vermutungen hat. Doch eines ist klar, Gruber schafft es immer wieder zu überraschen.


Protagonist
Ja, das war wohl Liebe auf den ersten Blick. Oder besser gesagt, auf die erste Zeile. Jeder der meine Rezensionen verfolgt weiß, wie sehr ich besondere, eigenartige Protagonisten schätze und Walter Pulaski gehört definitiv zu meinen Favoriten. Vor ihm sind nur noch Hercule Poirot, der Brenner und ja, dann folgt Pulaski. Er war mir sofort sympathisch, ich mag seine Eigenbrödlerart und ich finde ihn einfach wahnsinnig Liebenswürdig. Auch der Charaker der Evelyn Meyers hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt einfach tolle Charaktere.


ALLES IN ALLEM...
....ist "Racheherbst" einer der besten Thriller, die ich jemals gelesen habe. Spannung ohne Ende, Verwirrungen, kalte Grausamkeit - Andreas Gruber weiß, was ein guter Thriller braucht.
Für jeden Thriller-Fan ein MUSS!

Thriller voller Überraschungen

Von: Gela Datum : 10.01.2016

gelas-home-of-books.blogspot.de/

Die Leiche einer jungen Prostituierten wird unter einer Leipziger Brücke gefunden. Trotz ihrer grausamen Folterung scheint das LKA kein großes Interesse an der Aufklärung des Falles zu haben. Ganz anders sieht dies der im Krimaldauerdienst beschäftigte Walter Pulaski, als er die Mutter der Toten kennenlernt. Gemeinsam begeben sie sich auf private Ermittlungstour um einem offensichtlichen Serienmörder das Handwerk zu legen. Die Spur führt sie von Tschechien über Deutschland nach Österreich, wo Anwältin Evelyn Meyers als Strafverteidigerin einen selbstgefälligen Arzt wegen eines Frauenmordes vertreten soll.

Andreas Gruber hat mit "Racheherbst" den zweiten Fall für Walter Pulaski und Evelyn Meyers entworfen. Im Klappentext werden die beiden Ermittler kurz vorgestellt, so dass man gleich ein Bild vor Augen hat. Sein Schreibstil fesselt von der ersten Seite und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders die lebendige Beschreibung der agierenden Personen macht den Reiz der Geschichte aus.

Mikaela, die resolute Mutter der Leipziger Toten macht es Pulaski nicht leicht. Immer ist sie einen Schritt voraus und begibt sich dabei ständig in Lebensgefahr. Man fühlt ihre Angst und Verzweiflung um die verschwundene zweite Tochter. Sie hat nur ein Ziel, die Tochter zu retten und den Mord an Nathalie aufzuklären ohne Rücksicht auf eigene Konsequenzen.

Zwei Handlungsstränge, die sich mit der gleichen Mordserie auf unterschiedlichen Wegen nähern, steigern die Spannung bis zum dramatischen Finale. Der skrupellose Mörder mit unheimlich phosphorisierenden Skorpiontätowierungen ist faszinierend und geradezu überheblich in seiner Art. Als Leser meint man, ihn enttarnt zu haben, nur um am Ende völlig überrascht die letzten Seiten zu lesen.

Dieser Thriller fesselt, begeistert und steckt voller Überraschungen. Lediglich das allzu dramatische Ende war mir etwas zu actionreich und überladen geschildert, schmälert das Gesamterlebnis aber in keiner Weise.

Fazit: Unbedingt lesen!

Ein rasanter Thriller, toll gemacht

Von: Tipperin Datum : 05.01.2016

www.dietipperin.wordpress.com

Im Buch Racheherbst, der zweite Teil um die Ermittler Walter Pulaski und Evelyn Meyers, geht es um einen gerissenen und wahnsinnigen Killer. Die Story beginnt in Leipzig bei Pulaski, der die übel zugerichtete Leiche einer 19jährigen Prostituierten aus einem Gewässer fischt. Die weiteren Ermittlungen sind eigentlich gar nicht sein Arbeitsbereich, aber als die wild entschlossene Mutter des Opfers auftaucht, gerät sein geruhsames Leben aus den Fugen. Die jüngere Schwester der Toten wird vermisst und die Mutter der beiden Mädchen will auf eigene Faust ermitteln. Die zuständigen Ermittler hingegen scheinen sich in den Fall nicht besonders reinzuhängen, denn eine tote Prostituierte und Drogenabhängige scheint nicht sehr dringlich. Die Mutter der beiden hat eine sehr direkte und gefährliche Art der Ermittlung und ist selbst auf der Flucht, während Pulaski eher bedacht die Schadensbegrenzung betreibt. Da die Hinweise in mehrere Länder deuten, begeben sich die beiden auf eine internationale Spurensuche.

Zeitgleich bekommt Evelyn Meyers in Wien einen ganz merkwürdigen Fall auf den Tisch. Ihr neuer Klient, Arzt, ist Verdächtiger in einem Mordfall und gerät durch seine kleinen Lügen immer weiter ins Schlamassel. Evelyns Lebensgefährte, Privatdetektiv, scheint noch dazu gegen den Mandanten zu ermitteln und die beiden geraten in einen Interessenskonflikt.

Teil 1 und Teil 2
Ich habe Teil 1 (Rachesommer) nicht gelesen und hatte bei dem Lesen von diesem Buch, es ist Teil 2 und nun bereits Racheherbst, keine Probleme. Evelyn Meyers und Walter Pulaski haben auch schon in Teil 1 zusammengearbeitet und ein paar private Entwicklungen hat es wohl gegeben, aber ich habe in meiner Unwissenheit nichts vermisst. Racheherbst hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich Teil 1 wohl doch noch lesen werde. Und auch einen eventuell folgenden Teil 3, ich tippe mal stark drauf das dieser Teil Rachewinter heißen wird, würde ich auch sehr gern lesen.

Stil, Machart, Meinung
Besonders gelungen finde ich schon die Steckbriefe von Meyers und Pulaski ganz am Anfang. Die Steckbriefe verraten ein paar wichtige Fakten und auch ein paar unwichtige, die dennoch ein passendes Bild der beiden Hauptpersonen zeichnen. So richtig gepackt hatte mich das Buch dann auch gleich am Anfang. Denn bereits der Prolog, in dem ein gruseliger Mord geschieht und Fragen aufgeworfen werden, ist spannend. Teil 1 beginnt dann 1 Jahr später, als Walter Pulaski zu einem Tatort gerufen wird. Gepackt war ich ja schon, aber die zynische Art des Ermittlers ist sehr gut beschrieben und macht einfach Spaß. Als dann noch der Handlungsstrang in Wien mit Evelyn Meyers beginnt, ist man auch schon mittendrin im Geschehen und muss unbedingt herausfinden, was da los ist.

Wie schon gesagt, ich mag die Art von Pulaski. Andreas Gruber versteht es, Dialoge lebendig zu machen. Besonders die Gedanken, die manchmal doch auch sehr vom Gesagten abweichen, sind toll. Dass der eher ruhige und bedachte Pulaski dann auf einmal mit der direkten und unerschrockenen Frauenpower einer besorgten Mutter auf Mörderjagd konfrontiert wird, macht die besondere Chemie der Szenen aus. Evelyn Meyers in Wien ist jedoch eher auf sich allein gestellt und muss entscheiden, welche der ihr präsentierten Fakten und Aussagen stimmen und was das genau bedeutet. Es ist eine ganz andere Dynamik in den Kapiteln mit ihr als Hauptperson, und sie ist genau so gut. Natürlich werden sich irgendwann im Verlauf der Geschichte die Wege der Hauptpersonen kreuzen, aber ich möchte ja nicht zu viel verraten.

Andreas Gruber nimmt den Leser mit auf eine Ermittlungsreise, in der viele Perspektiven und Hinweise auftauchen, die sich am Ende sehr gut zusammenfügen. Der Leser weiß mal mehr, mal weniger, mal genau so viel und hat immer offene Fragen und eigene Vorahnungen. Man kann sich berieseln lassen und der teilweise auch rasanten Jagd nach dem Killer folgen, gleichzeitig ist man selbst aktiv dabei und hat seine eigenen Vermutungen. Es wird zu keiner Zeit langweilig, man ist mittendrin (so mittendrin, wie man es mit einem Buch in der Hand sein kann..) und der Plot ist gut ausgearbeitet. Alles macht am Ende Sinn und fügt sich gut zusammen.

Die Balance der Erzählung ist nach meinem Geschmack zu jedem Zeitpunkt sehr ausgeglichen und macht das Leseerlebnis perfekt. Wir haben in Leipzig, Wien und noch ein paar anderen Städten interessante aber auch nicht zu lange Beschreibungen der Umgebung, jedoch hat man auch ein kurzes Sightseeing. Die Eigenarten der jeweiligen Städte/Länder kommen kurz zur Geltung, nehmen der Geschichte jedoch nie die Spannung. Ich bin kein Fan von langen und langweiligen Beschreibungen und bin sehr zufrieden mit dem Erzählstil des Autors. Er beschreibt alles ohne lange Ausschweifungen so gut, dass man mich alles gut vorstellen kann. Und genau so soll es sein.

Fazit
Irgendwie hat mich meine Rezension jetzt gerade auch ein wenig überrascht. Ich wollte vor dem Schreiben eigentlich 4 Sterne für das Buch geben, nun werden es aber doch 5. Denn ich habe absolut nix zu meckern und die gute Erzählweise und die Ausgewogenheit in Sachen Information für den Leser, Beschreibungen und Wettlauf gegen die Zeit sind einfach gelungen. Der Plot ist super, alles fügt sich zusammen und man wird nicht mit unlogischen Dingen oder unbeantworteten Fragen zurückgelassen. Auch der am Ende oft so plump auftauchende „Kommissar Zufall“ als zusätzlicher Ermittler ist absolut nicht übertrieben sondern das Ende ist einfach gut gelöst und alle Personen kommen unterschiedlich und individuell zu einem Ergebnis.. (mehr darf ich nicht verraten)
Ich jedenfalls habe Andreas Gruber zwar das erste- aber sicherlich nicht das letzte Mal gelesen und kann ihn nur weiterempfehlen und weitere Bücher auf meine Wunschliste setzen. Chapeau!

Konnte mich leider nicht so fesseln wie gehofft

Von: Franzy Datum : 26.12.2015

franzyliestundlebt.blogspot.de/

Inhalt
Direkt zu Beginn befindet sich der Leser in einem spannungsgeladenen Prolog.

Die junge Clara hat den älteren Arzt Johannes auf einem Single-Portal im Internet kennengelernt und sitzt nun in einer Bar mit ihm. Da sie ihn mag und es beiden zu laut ist, stimmt sie zu, mit zu ihm nach Hause zu kommen. Doch schnell wird Clara bewusst, dass sie bereits Gast in diesem Haus war. Während sie noch überlegt wie sie es Johannes am besten erklären soll, muss sie feststellen, dass sie bereits in seiner Wohnung gewesen ist. Allerdings mit einem anderen Mann - Hans.

Schnell stellt sich raus, dass irgendein merkwürdiges Spiel läuft, als sie in einer Schublade Bilder entdeckt, die bei Hans an der Wand hingen. Als sie Johannes zur Rede stellt greift dieser zum Golfschläger und schlägt Clara bewusstlos. Als sie wieder erwacht liegt sie auf einer Plastikplane und kann sich nicht bewegen. Claras Wirbelsäule ist gebrochen - sie ist ab dem Hals abwärts gelähmt.

Ein Jahr später hat Kommissar Pulaski gerade seine Teenager-Tochter zum Flughafen gebracht, als sein Handy klingelt und er von einer Toten in der Elster erfährt. Schnell zeigt sich, dass dieser Tod weder Selbstmord noch Unfall war.

Auf einem Schrottplatz in Wien finden drei Kinder eine mumifizierte Leiche in einem Autowrack. Die Anwältin Evelyn Meyers übernimmt die Verteidigung des Angeklagten.

Meinung
Der Prolog war so unglaublich gut, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Die Spannung und die Brutalität darin fesselten mich sofort, ließen dann aber leider komplett nach und alles weitere plätscherte so vor sich hin.

Erst nach fast 300 Seiten wurde es wieder spannend - zu spät und zu wenig für mich.

Der Leser erfährt viel über die Arbeit einer Anwältin in Österreich und über die offiziellen und inoffiziellen Methoden eines deutschen Kommissars...für mich persönlich alles recht öde.
Ich hatte mir wirklich viel von dem Buch versprochen, da ich so viele positive Meinungen darüber gehört und gelesen hatte, doch mich ließ es leider kalt. Schade!

Fazit
Leider kein Buch, dass mich schocken und fesseln konnte, aber ein recht solider Thriller für alle, die nicht so "abgebrüht" sind wie ich ;-)

Auf der Spur eines Mörders ...

Von: Angelika O. Datum : 25.12.2015

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

Wenn ein Sachse ermittelt, dann aber gründlich. In “Racheherbst” schickt Andreas Gruber seinen einfühlsamen Ermittler Walter Pulaski auf Mörderjagd. Zeitgleich stellt Evelyn Meyers, erfolgreiche Anwältin in Wien, Nachforschungen über ihren neuen Klienten und dessen Umfeld an.

Nachdem Natalies Mutter Mikaela ihre Tochter identifiziert hat, stellt sich Pulaski ein neues Problem. Mama Mikaela sucht auf eigenes Faust den Mörder ihrer Tochter. Außerdem ist sie davon überzeugt, dass dieser ihre andere Tochter entführt hat. Da der Fall von LKA als Mord an einer Prostituierten ad acta gelegt wurde, ermittelt Pulaski in eigener Sache zusammen mit Mikaela. Von Leipzig führt die Spur über Prag nach Passau und weiter nach Wien. Keiner der Beiden weiß, auf welch gefährliches Individuum sie bald treffen werden ….

Zur selben Zeit wird in Wien eine mumifizierte Leiche gefunden. Die Polizei hat schon einen Verdächtigen. Dieser bittet Evelyn Meyers sein Mandat zu übernehmen. Der gut situierte Dr. Konstantin kann die junge Anwältin von sich und seiner Geschichte überzeugen. Außerdem mag es Evelyn überhaupt nicht, wenn ihr von anderen gesagt wird, was sie tun oder lassen soll. Auch wenn Vertrauen und Wahrheit für sie oberste Priorität bei einem Mandat hat, übernimmt sie die Verteidigung stellt aber auch Erkundigungen über den Arzt an….

Andreas Gruber ist wieder einmal eine gute Mischung aus Krimi und Thriller gelungen. Sein Ermittler Polaski ist ein sympathischer Zeitgenosse, der gerne tief gräbt, wenn ein Fall für ihn nicht eindeutig ist. So auch bei Natalie. Zusammen mit der energischen Mikaela begibt er sich in die Sümpfe der Drogenszene Leipzigs. Das bedrückende dieses sozialen Umfelds und der beteiligten Personen ist unfassbar spürbar dargestellt. Polaski selber macht ab und an gegenüber Mikaela einen etwas naiven Eindruck, weil er sie immer wieder aus einer brenzligen Situation holt. Doch ergibt sich daraus allmählich ein gutes Ganzes. Auch Evelyn und ihre Ermittlungen kann man sehr gut folgen. Eine unterschwellige Spannung ist durch beide Handlungsstränge spürbar. Es wird nie langweilig, driftet auch nie in Absurditäten oder nicht nachvollziehbare Situationen ab. Rückblicke vom Mörder bringen Abwechslung und zusätzlich kribbeln in das Geschehen.

Auch wenn man als Leser sich ziemlich rasch des Täters sicher ist, schafft es Andreas Gruber doch Zweifel aufkommen zu lassen. Nicht immer ist man sich seiner Meinung sicher. Die Charaktere sind gut durchdacht und Abwechslungsreich. Man bekommt einen düsteren Einblick in die Seele des Täters und bedrückende Einsicht in das Drogenmilieu. Erhält aber auch schön bildlich dargestellte Schauplätze aus verschiedenen europäischen Städten.

“Racheherbst” ist der Folgeroman von “Rachesommer”. Man muss den erste Roman nicht unbedingt kennen, die beteiligten Hauptpersonen lernt man auch in Buch Nr. 2 ganz gut kennen. Man erfährt einiges über ihr Privatleben, Hauptaugenmerk ist aber der Mordfall und die Ermittlungen in diesem. Die zwei Handlungsstränge bewegen sich immer mehr auf sich zu um schließlich in einem gut durchdachten Showdown zu enden.

Andreas Gruber ist mir persönlich durch seinen genialen Ermittler Marten S. Sneijder bekannt. Diese Reihe besteht bisher aus zwei Bänden, und ich fand sie genial. Der dritte Roman der Serie erscheint im Sommer 2016.

Das Cover ist einfach gehalten mit einer leicht erhabenen Oberfläche. Wie der Titel “Rachherbst” erahnen lässt, spielt die Erzählung in dieser Jahreszeit. Die Tage sind deutlich kürzer und Nebel und Regen sorgen für zusätzliche Kälte in der Handlung.

Mein Fazit:

Eine gut durchdachte Mischung aus Krimi und Thriller, durchzogen mit unterschwelliger Spannung und abwechslungsreichen Typen. Der Handlung ist gut zu folgen und sorgt für ein befriedigendes Leseerlebnis.

Rezension "Racheherbst"

Von: Seelenlesezeichen Datum : 21.12.2015

seelenlesezeichen.blogspot.de

Inhalt


Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden …



Meine Meinung

Racheherbst ist das 3. Buch, welches ich von Andreas Gruber finde. Die anderen 2 welche ich gelesen habe, waren wirklich sehr gut und schon nach dem ersten war mir klar, dass ich noch weitere Bücher von ihm lesen werde.

Schon gleich im Prolog bekommt man den Anfang vom Mord eines Opfers mit und ist schon gleich Mitten im Geschehen drin. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichten geschrieben, auch aus der des Mörders, wodurch man auch immer wieder einen Einblick in sein Handeln bekommt und auch etwas mehr von ihm erfährt.

Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und zieht sich bis zum Ende des Buches, wo sie dann aber noch einmal ansteigt. Wie bei anderen Thrillern, welche ich gelesen habe, waren die letzten 150 bis 200 Seiten, als man immer mehr wusste und dem Täter dann immer näher war, die spannendsten.



Fazit

Racheherbst war genauso gut, wie die anderen 2 Bücher, welche ich von Andreas Gruber gelesen habe.


5/5 Punkte.

Racheherbst

Von: Kaisu Datum : 11.12.2015

life4books.blogspot.de

Der Sommer ist vorbei. Stattdessen hat der Herbst die Vorherrschaft übernommen. Die Tage werden immer kürzer. Die letzten Sonnenstrahlen auf ein Minimum reduziert. Entsprechend sinkt die Temperatur erheblich. Man muss sich dick einpacken. Die erste Winterkleidung aus dem Schrank holen. Doch noch fällt kein Schnee. Stattdessen fällt das Laub herab. Zusammen mit dem Regen bilden sie einen Dauerstrom aus bunten feuchten Farben. Mittendrin liegt etwas, was so gar nicht in das harmonische Bild passen will. Es ist blass, ausgeblichen, eisig kalt und so seltsam verformt. Es ist der Beginn einer langen Jagd, quer durch Europa.
An dessen Spitze ich der Ermittler Walter Pulaski durch einen Berg an Fragen und Ungereimtheiten kämpft. Stets begleitet von Mikaela, einer Frau, die ihre Tochter verloren hat und das gleiche Ziel vor Augen hat. Die Suche nach dem Täter.

Dabei ist die ganze Sache nicht ungefährlich. Walter wird rasch gesagt, dass der Fall erledigt ist. Dass es keine Hinweise auf einen Serienkiller gibt. Es war ein Unfall mit einer Prostituierten. Fertig. Doch Walter Pulaski gibt sich mit so einer Antwort natürlich nicht zufrieden. Hinzukommt, dass er jemanden gefunden hat, der ebenfalls nicht an eine so einfache Lösung glaubt: Mikaela. Die Frau begleitet ihn eher ungewollt. Eigentlich möchte er niemanden an seiner Seite haben. Als er jedoch mitbekommt, was Mikaela bereits auf dem Kerbholz hat und sie mittlerweile per Haftbefehl gesucht wird, beschließt er ihr zu helfen. So geht das ungleiche Duo jedem noch so vagen Hinweis nach. Selbst wenn sie dafür das Land verlassen müssen. Irgendwann werden sie dafür belohnt und kommen einem wichtigen Detail auf die Spur.

Parallel dazu bekommt die Anwältin Evelyn Meyers in Wien Besuch von einem Mann, der ihre Dienste braucht. Natürlich freut sich die junge Frau über diese Anfrage. Wie oft bekommt man von einem gutaussehenden Arzt einen Auftrag auf dem Silbertablett serviert? Allerdings spitzt ihr komplettes Umfeld direkt die Ohren, als sie davon erfahren. Man rät ihr ab, diesen Fall anzunehmen. Dieser Mann ist nicht das, was er vorgibt zu sein. Damit könnte sie sich die Finger verbrennen. Aber Evelyn will sich eine eigene Meinung bilden und kommt zu dem Schluss, dass sie diesen Mann vor Gericht vertreten wird. Nur wegen ein paar Vermutungen und einer angeblichen Vergewaltigung, ist ihr baldiger Mandant noch lange nicht schuldig. Sie merkt zu spät, dass sie sich mit dieser Eingebung mächtig in die Nesseln setzt.

Wie man schon merkt, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die beiden wieder einmal über den Weg laufen werden. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg und jeder hat sein eigenes Hühnchen zu rupfen. Man lernt dabei ihre alten und auch neue Charakterzüge kennen. Vor allem Evelyn mit ihrem Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Anerkennung ist mir hier positiv aufgefallen. Sie möchte eine starke Frau sein und nicht mehr von ihrem alten Chef wie ein Schüler behandelt werden. Walter hingegen ging mit mit seiner naiven Art zeitweise sehr auf die Nerven. Er wirkte hier nicht wie ein erfahrener Ermittler, sondern wie ein blutiger Anfänger. Da hilft es auch nicht, wenn er seine Fehler stets selbst erkannte - die Erkenntnis kam immer etwas zu spät daher. Somit fiel es mir zunächst auch schwer mit diesem Part der Geschichte klar zukommen. Er wollte mich einfach nicht in seinen Bann ziehen.

Später kam ein Wendepunkt und alles lies sich flott zu Ende lesen. Vor allem, da die Hinweise sich vermehrten, der Täter immer mehr seinen schwedischen Gardinen näher kam und Walter endlich mal wieder seine alte liebevolle Art raushängen lies, die ihn so liebenswert in dem Buch macht. Selbst Evelyn, die nicht die roten Fahnen sah, die man als Leser von Anfang an bemerkte, und sich immer tiefer in böse Ereignisse verstrickte, marschierte stets mit erhobenem Haupt durch die Handlung.
Die Aufklärung an sich ist nicht überraschend, weiß man doch ziemlich schnell wer der Täter ist und was ihn antreibt. Nur ein paar winzige Details schwammen die ganze Zeit im Trüben nebenher. Klarten sich dann aber alle logisch auf.

Alles in allem lies sich dieses Buch von Andreas Gruber gut weglesen. Ich hatte ein paar schöne gemütliche Lesestunden mit dem Buch. Dennoch hat es mich nicht vom Hocker gehauen. Die Idee war perfekt, das Drama kommt nicht zu kurz, aber irgendwie wollte der Funke zur Dauerbegeisterung nicht herüberspringen. Vielleicht lag es an meinem zähen Einstieg mit Walter, vielleicht daran, dass man den Killer so schnell durchschaut hat, vielleicht an der zu klaren Linie, vielleicht erinnerte mich eins der morbiden Hobbys des Killers zu sehr an ein anderes Buch, ich weiß es nicht. Es ist wohl eine Kombination aus allem.
Dennoch breche ich die Reihe natürlich nicht ab, sondern freue mich auf den "Rachefrühling".

Realistische Spannung

Von: hessen liest Datum : 19.11.2015

In Leipzig wird eine ausgeblutete Frauenleiche im Wasser gefunden, die Finger zusammengeklebt und etliche Knochen gebrochen. Da die junge Tote eine Prostituierte war wird von Seiten des LKA nicht viel unternommen, dafür setzt sich Walter Pulaski, Kriminalauerdienstler privat umso mehr ein um den Fall aufzuklären. Zusammen mit der Mutter der Toten macht er sich auf die Suche nach dem Täter.
Nach und nach tauchen noch weitere Tote in anderen Städten auf, die auf die gleiche Art und Weise ums Leben gekommen sind.
In einem zweiten Handlungsstrang soll die Anwältin Evelyn Meiers einen Arzt vertreten der des Mordes angeklagt wurde.
Nachdem mich mein erster Roman von Andreas Gruber nicht überzeugen konnte, hat mich dieses Buch gleich gepackt. Eine reale Handlung und gut charakterisierte Personen haben mich überzeugt und die Handlung war so spannend das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ständig ist etwas passiert und es wurde nie langweilig, kam aber auch nicht überzogen oder unrealistisch daher.
Sehr gut gefallen hat mir auch das es immer wieder Informationen zum Privatleben Pulaskis gab, der Krimi aber immer im Vordergrund geblieben ist.
Nach dieser spannenden Story werde ich auf jeden Fall sein nächstes Buch lesen.

Pulaski und Meyers ermitteln wieder

Von: Monika Stutzke Datum : 16.11.2015

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Eine Frauenleiche wird in Leipzig im Wasser gefunden. Schlimm zugerichtet, nahezu jeder Knochen wurde ihr gebrochen und sie wurde ausgeblutet. Walter Pulaski, angestellt beim Kriminaldauerdienst und demzufolge als erster am Fundort, nimmt alles auf und gibt es an seine Kollegen im LKA weiter.
Natalie, die Tote, war eine junge Prostituierte. Der Stellenwert nach Wichtigkeit der Aufklärung lag im LKA bei Prostituierten nicht besonders hoch, was Pulaski auf eigene Faust ermitteln lässt.
Bedrängt und gefordert wird er dabei von Mikaela, der Mutter von Natalie. Sie hatte sich gerade auf unfeine Art von ihrem despotischem Mann getrennt und ist nun auf der Flucht vor ihm. Sie will wissen, wer Natalie umgebracht hat und was wo ihre zweite Tochter Dana abgeblieben ist.
Sie heftet sich an Pulaskis Fersen und bremst ihn selbst aus, indem sie ihn austrickst. Dabei bringt sie sich zunehmend in Gefahr.

Evelyn Meyers, Strafverteidigerin in Wien, hat inzwischen ihre eigene Kanzlei. Sie will den Fall eines Arztes übernehmen, der unter Mordverdacht steht. Ihr Lebensgefährte Patrick, der neben seiner eigenen Detekteiaufgaben auch für sie Recherchen und Nachforschungen betreibt, warnt sie vor dem Arzt und rät ihr, den Fall nicht zu übernehmen. Da er andererseits ein Mandat der Eltern der Toten angenommen hat, kann er ihr nicht helfen, um nicht in Interessenkonflikt zu geraten. Sie übernimmt den Fall und bringt sich im Lauf der eigenen Ermittlungen selbst in Gefahr...

Drei Jahre sind ins Land gegangen, seit wir als Leser an den Ermittlungsarbeiten von Walter Pulaski und Evelyn Meyers teilhaben konnten.
Pulaski ist zwischenzeitlich zum Nichtraucher geworden, seine Tochter befindet sich in Edinburgh zu einem Sprachkurs.
Evelyn Meyers hat die Kanzlei verlassen und ihre eigene aufgebaut, die recht gut läuft. Sie lebt mit Patrick zusammen, der eine Detektei hat und auch für sie Nachforschungen betreibt.

Als Pulaski sich darauf einlässt, gemeinsam mit Mikaela, der Mutter der Toten, nach dem Mörder zu suchen, konnte er noch nicht ahnen, auf was er sich einlässt. Mikaela ist zu allem entschlossen und trickst selbst Pulaski das ein oder andere mal aus. Er weiß nicht, ob er sie erwürgen oder bewundern soll. Er hat eine Schwäche für sie, erinnert sie ihn doch an seine verstorbene Frau.
Die gemeinsame Suche führt sie durch mehrere Städte, über Prag nach Wien, wo sie auf die Anwältin Meyers treffen.
Ihre beiden Fälle scheinen zum gleichen Ziel zu führen.

Endlich ist Pulaski wieder da. Ein Mann, den man einfach mögen muss. Er arbeitet aus gesundheitlichen Gründen bei Kriminaldauerdienst, kann es aber noch immer nicht lassen, auf eigene Faust zu ermitteln.
Als er mit dem Fall Natalie konfrontiert wird, sieht er rot, als er feststellen muss, dass die Kollegen beim LKA seine Vermutungen und Hinweise nicht ernst nehmen und nur, weil sie eine Prostituierte war, den Fall auch schnell zu den Akten legen wollen. Er hat seine eigenen Methoden, die nicht immer ganz legal sind, um ans Ziel zu kommen. Pulaski hat sich in den Fall verbissen und das kann für den Mörder nicht gut sein.

Andreas Gruber ist es gelungen, mich in sein Buch hineinzuziehen und nicht mehr loszulassen.
Die Thematik der Phosphortätowierungen war für mich total neu und faszinierend zugleich. Was der Autor aus dem Thema gemacht hat, ist beängstigend und für mich menschlich nicht nachvollziehbar.
Der Spannungsbogen wurde bereits zu Beginn schon hoch angesetzt und schaffte es mühelos, weiter zu steigen. Selbst wenn man möchte, man kann das Buch nicht aus der Hand legen und man staunt selbst, wie schnell man die 500 Seiten gelesen hat. Als Leser wurde ich förmlich festgehalten und ins Buch inhaliert.

Die Protagonisten Pulaski, Meyers und auch Mikaela sind sympathisch, geradlinig und zielorientiert. Sie lassen ein einmal anvisiertes Ziel nicht aus den Augen, selbst wenn sie sich damit in Gefahr bringen.

Ich weiß nicht so recht, ob man Andreas Gruber fürchten oder bewundern soll. Seine grausamen und absonderlichen Ideen, die er in seinen Büchern umsetzt, sind entweder genial ausgedacht oder einem kranken Hirn entsprungen.
Da ich ihn kürzlich bei einer Lesung kennenlernen durfte, tendiere ich in Richtung genialer Autor.
Mein Urteil über ihn und seine Bücher hat sich mit diesem Buch weiter manifestiert, ich bleibe weiterhin Fan und bin schon gespannt, womit er mich das nächste Mal in Angst und Schrecken versetzen will.

Ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle.

Guter Thriller mit etwas zu viel Action

Von: Mandy Matz Datum : 15.11.2015

https://buchblogumdieecke.wordpress.com/

Bereits bei einer der letzten Buchmessen hat mir eine Bloggerfreundin die Thriller von Andreas Gruber empfohlen. Im Herbst entwickele ich immer einen gewissen Blutdurst äh Appetit auf Thriller, sodass mir Racheherbst sehr gelegen kam. Da es der 2. Thriller um Walter Pulaski und Evelyn Meyers, ist, legte ich mir außerdem den Vorgänger, Rachesommer, zu. Beide Bücher haben mich nicht enttäuscht.

(Achtung: Ganz ohne Spoiler werde ich nicht hinkommen. Diese beziehen sich allerdings auf die Geschichte der Ermittler, nicht auf die Handlung.)

In Leipzig wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Außer Pulaski interessiert sich niemand für den Tod einer drogensüchtigen Prostituierten, also ermittelt dieser auf eigene Faust – gemeinsam mit der Mutter des Opfers. Sie kommen einer Serie auf die Spur, die bis nach Wien führt.
Hier hat unterdessen Evelyn Meyers einen Fall übernommen, ohne zu ahnen, worauf sie sich einlässt.

Der zynische und brummelige Walther Pulaski ist sicher niemand, den man sofort ins Herz schließt, doch er ist engagiert und pfeift schon mal auf alle Regeln und Anweisungen, um einer Spur nachzugehen. An seiner Seite ist Mikaela, die Mutter des Opfers, die, ähnlich wie Pulaski, schwere Zeiten hinter sich hat. Angetrieben von Rachegedanken und der Hoffnung, ihre zweite Tochter, die ebenfalls verschwunden ist, zu finden, heftet sie sich dem Täter an die Fersen und erregt damit Pulaskis Bewunderung. Auch sie hält sich nicht gern an Regeln und Vorschriften, weswegen die beiden Dickköpfe immer mal wieder aneinanderstoßen. Bei allem Verständnis für Mikaelas Situation schwankte ich zwischen Verzweiflung und Erheiterung ob ihrer Alleingänge. Sie ist schon ziemlich taff.

Auch wenn beide ein tolles (Ermittlungs-)Paar sind, ging es mir ein bisschen auf den Nerv, dass Pulaski in Mikaela ständig seine verstorbene Frau zu erkennen schien. Das hatte er bereits in Rachesommer bei einer involvierten Frau ständig getan, irgendwann wirkt es unglaubhaft und aufgesetzt.

Alles in allem finde ich alle (Haupt-)Figuren menschlich und authentisch umgesetzt. Nach dem Tod seiner Frau kümmert sich Pulaski neben seiner Arbeit um seine Tochter im Teenageralter. Manchmal scheint es, als würde sie sich mehr um ihn sorgen, das ist recht anrührend. Evelyn hat in den vergangenen 3 Jahren eine eigene Kanzlei eröffnet, sie ist Strafverteidigerin. Auch den Rat Pulaskis bezüglich ihres Liebeslebens hat sie beherzigt (was mich sehr gefreut hat). Ihren neuesten Fall nimmt sie trotz eigener Bedenken ab – vor allem aus Trotz gegenüber dem ermittelnden Staatsanwalt und ihrem Partner. Das ist sicher unvernünftig und an manchen Stellen kann ich ihr Handeln trotz eigener Bedenken nicht nachvollziehen, den Trotz hingegen kann ich sehr gut verstehen.

Wie schon in Rachesommer ist der Fall, mit dem es Pulaski und Evelyn zu tun bekommen, sicher nicht alltäglich, aber größtenteils realistisch und glaubhaft geschildert. Manche Ermittler stolpern ja von einem Aufsehen erregenden Fall zum nächsten, das war hier glücklicherweise nicht so. Zwischen den beiden Fällen lag eine recht lange Zeitspanne von 3 Jahren. Sowohl bei Rachesommer als auch bei Racheherbst erfolgt die Ermittlung von 2 Seiten, irgendwann treffen die Erzählstränge aufeinander. Die Schilderung fand ich größtenteils sehr gelungen, nur der Showdown war mir – ähnlich wie bei Rachesommer – zu actionreich. Auch einige Geschehnisse während der Ermittlung waren mir zu dramatisch.

Relativ schnell ist klar, unter welchen Personen der Täter zu finden ist, das Verwirrspiel um die endgültige Identität zieht sich dennoch ziemlich lange hin. Bis fast zum Schluss war ich mir nicht sicher – das ist nicht nur für Evelyn ein gewisser Psychoterror.

Einen großen Pluspunkt erhalten beide Romane natürlich für ihren Schauplatz Leipzig. Dass ich zumindest Teile der Gegend kannte, hat den Thrill tatsächlich an manchen Stellen noch erhört.

Insgesamt haben mich beide Thriller sehr gut unterhalten und ich vergebe 4 Sonnen ☼☼☼☼

Spannung auf hohem Niveau

Von: Mel Bücherwurm Datum : 07.11.2015

melbuecherwurm.blogspot.de/

Es war einfach mal wieder an der Zeit sich einem Thriller zu widmen und da "Racheherbst" schon vom Titel her in die dunkle Jahreszeit zu passen schien, freute ich mich umso mehr aufs Lesen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Spannung beginnt gleich auf der ersten Buchseite und zieht sich wie ein roter Faden durch den Thriller hindurch. Ein Thriller, der seine Spannung halten kann ist selten und gefiel mir daher unglaublich gut. Es werden einige Storys parallel miteinander verstrickt, um am Ende ineinanderfließen zu können.

Als Leserin war ich lange Zeit völlig ahnungslos, was der Serienmörder für ein Motiv haben könnte. Es ist blutig, absolut widerlich und definitiv krank. 100 Seiten vor Ende offenbart er sich uns und zeigt definitiv eine echte Psychose auf, dessen Weg einige Leichen zierten. Wer ist dieser Mann, der kaltblütig Frauen ermordet und dabei auf das Geburtsdatum achtet?

Interessant hierbei ist Mikaela, eine Tschechin, die sich zur Aufgabe macht den Mörder ihrer Tochter Natalie zu finden. Ihr Leben steht an einem Schneidepunkt und endlich entwickelt sie genügend Stärke, um sich von ihrem gewalttätigen Freund Timo zu trennen. Sie trifft auf Walter Puslaski und gemeinsam machen sie sich auf die Reise über Prag und Passau bis nach Wien. Mikaela scheint Puslaski immer einen Schritt voraus und benutzt einiges an Tricks um ihr Ziel zu erreichen. Sie erscheint mir als starke Frau, geläutert vom Leben, sodass sie in meinen Augen wirklich brilliert. Die Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch gezeichnet und es gefiel mir sehr sie auf ihrer Reise und Suche zu begleiten. Es ist traurig, es ist erfrischend und hochgradig spannend. Mikaela entwickelt geradezu Löwenkräfte, um dem Mörder ihrer Tochter zu finden. Sie ist schlau und verfügt auch über genügend Geld, um dem Mörder immer näher zu kommen. Es scheint ihr völlig egal zu sein, das sie sich selbst in große Gefahr bringt oder eben auch einiges an Straftaten begeht. Letztendlich ist sie es, die Puslaski retten kann und nicht umgekehrt.

"Racheherbst" hat mich einige Stunden sehr fesseln können, um mich dann am Ende über den doch recht guten Ausgang der Story völlig fasziniert vom Geschehen zurückzulassen. Von mir eine absolute Leseempfehlung für einen Thriller, der auf 512 Seiten echte Hochspannung bieten konnte.

Durch und durch gelungener Thriller!

Von: Caboo_Stories Datum : 06.11.2015

caboostories.blogspot.com

Zum Inhalt

Racheherbst ist der zweite Teil der Reihe zu Walter Pulaski und Evelyn Meyers.

Ein Teil der Geschichte spielt in Leipzig, wo die verstümmelte Leiche einer jungen Frau in einer Schiffsschraube eines Bootes gefunden wird. Auch ist die Schwester der Toten, Dana, spurlos verschwunden.
Da die Leipziger Polizei den Mord nicht ernst genug nimmt und sich mit der Bearbeitung des Falls zuviel Zeit lässt, fängt die Mutter der beiden Schwestern an selbst nach dem Mörder und ihrer zweiten Tochter zu suchen. Dabei begibt sie sich ständig in neue Gefahren, obwohl sie die Untersützung des Kriminalbeamten Walter Pulaski erhält. Die Spuren des Täters führen die beiden quer durch Europa, bis nach Wien....
In Wien spielt sich zeitgleich der zweite Teil der Geschichte ab.
Die Anwältin Evelyn Meyers wird in ihrer Kanzlei von einem Schönheitschirurgen aufgesucht, der unter dringendem Mordverdacht steht. Er soll die junge Clara getötet haben, nachdem er sie in einem Internetportal kennengelernt hat. In seiner Vergangenheit wurde er bereits der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung bezichtigt. Obwohl Evelyn ihre Prinzipien gegenüber Vergewaltigern hat, und obwohl ihr Lebensgefährte Patrick, der als Detektiv arbeitet, sie warnt, siegt ihre Neugier und Evelyn nimmt den Fall an. Dadurch bringt sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitmenschen in große Gefahr...

Bewertung

Dass die Geschichte an zwei verschiedenen Orten spielt, die Geschehnisse aber zeitgleich passieren, steigert die Spannung enorm. Diese Art des Aufbaus des Buches von Andreas Gruber gefällt mir sehr gut.
Weil man einfach wissen will, wie sich die einzelnen Teile zusammen setzen und wie genau die Ereignisse zusammen hängen, muss man immer weiter lesen.
Sein Schreibstil ist flüssig und auf den Punkt gebracht. Es wird nichts in die Länge gezogen, somit wird es auch nicht langweilig und die Spannung wird gehalten. Ganz im Gegenteil.
Zum Ende hin hat er es geschafft, die Spannung zu steigern und es noch dramatischer zu machen.
An manchen Stellen, wo man meint, endlich hinter die Wahrheit gekommen zu sein und man glaubt zu wissen wer der Täter ist, wird man dann aber doch wieder verunsichert und überrascht.
Es ist ein durch und durch gelungener und spannender Thriller, der mir beim Lesen wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.
Walter Pulaski, mit seinem Charakter und seiner ganz eigenen Art die Dinge anzugehen, gefällt mir auch ausgesprochen gut. Ich würde mich sehr freuen, noch weitere Fälle des Kriminalbeamten lesen zu können und ich hoffe, dass Andreas Gruber nicht beschlossen hat, die Reihe um Walter Pulaski hier enden zu lassen.

Ich bewerte Racheherbst von Andreas Gruber mit 4 von 5 Sternen.

Ein Thriller mit viel Spannung, Action und Herz!

Von: Angi Datum : 30.10.2015

blog.beastybabe.de

Die Geschichte:
Im zweiten Teil der Reihe dürfen wir den Ex-LKA-Beamten Walter Pulaski wieder auf seinen berühmten Abwegen begleiten. Seine sprichwörtliche Spürnase führt ihn auf Fährten, die seine Polizeikollegen einfach nicht sehen wollen.
Als in Leipzig die Leiche einer jungen Frau auftaucht, lernt Walter kurz darauf deren Mutter Mikaela kennen. Eine verhängnisvolle Begegnung, denn sie erinnert ihn irgendwie an seine verstorbene Frau. Doch das ist nicht alles: Mikaela hat sich in den Kopf gesetzt, den Mörder ihrer Tochter auf eigene Faust zu finden, denn die Polizei interessiert sich nicht besonders für den Fall. Walter kann nicht anders: er muss ihr einfach helfen – und bringt sich damit mal wieder in echte Gefahr!

Meine Meinung:
Walter Pulaski, seine Tochter und die Anwältin Evelyn Meyers mochte ich schon im ersten Teil der Reihe sehr gerne. Umso mehr habe ich mich jetzt über ein “Wiedersehen” mit ihnen gefreut. Aber auch Mikaela fand ich schnell sympathisch und hoffe sehr, dass sie auch in der Fortsetzung einen festen Platz haben wird.

Wie immer hat es Andreas Gruber geschafft, mich schon nach wenigen Seiten total in den Bann zu ziehen. Die Story ist fesselnd, spannend und bestens durchdacht. Für geübte Krimi- und Thrillerleser ist zwar der Täter recht bald erkennbar, trotzdem gibt es praktisch bis zur letzten Seite noch genug Gründe, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.
Die Morde sind ziemlich brutal und das Motiv könnte man fast als kreativ bezeichnen. Für zartbesaitete Leser würde ich diesen Thriller nicht unbedingt empfehlen, denn es geht schon recht blutig zur Sache.
Einen Todesfall fand ich besonders schade, aber ich verrate natürlich hier nicht zu viel.

Walter Pulaski ist wirklich ein toller Kerl. Er ist zwar anderen Menschen gegenüber oft etwas mürrisch oder zynisch, aber genau diese Stellen brachten mich sehr zum Schmunzeln. Als alleinerziehender Vater einer Teenagertochter hat er es nicht immer leicht, doch mir gefällt total, wie die beiden miteinander umgehen. Auch kleine Details, wie die abonnierte Tierschutzzeitung oder seine vegetarische Lebensweise machen ihn einfach nur sympathisch und man sieht auch, dass dem Autor an solchen Dingen gelegen ist.
Auch die übrigen Charaktere haben so ihre Eigenheiten und wirken mit all ihren Ecken und Kanten sehr lebensnah und glaubwürdig. Die selbe liebevolle Sorgfalt wendet Andreas Gruber auch bei der Beschreibung seiner Schauplätze an: man kann sich alles bestens vorstellen und an manchen Stellen kommt sogar ein bisschen Urlaubssehnsucht auf.

Das Ende hat mir bestens gefallen, es war stimmig und rundete die Story super ab. Besonders toll fand ich die Aussicht auf ein Wiedersehen mit Mikaela, denn – trotz all meiner Abneigung gegen Kitsch – sie wäre eine tolle Partnerin für Walter! :) Ich warte schon jetzt hoffnungsvoll auf die Fortsetzung!

Fazit:
Ein weiterer spannender Thriller aus der Feder von Andreas Gruber, den ich nur empfehlen kann! Tolle Charaktere und eine gut durchdachte, fesselnde Story: ein Buch mit viel Action, bei dem aber auch die menschliche Seite nicht zu kurz kommt!

Super spannend!

Von: Sonja LovinBooks (Wagener) Datum : 24.10.2015

lovinbooks4ever.blogspot.de

Momentan bin ich voll auf dem Thrillertrip und Racheherbst hörte sich nach einem Buch an, das genau nach meinem Geschmack sein könnte. Und so war es auch...
Andreas Gruber hat einen fantastischen Schreibstil. Er hat mich gleich auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Die Spannung war von Anfang an da und liess auch zu keiner Zeit nach.

Walter Pulaski ıst ein super Protagonist und ich mochte seinen trockenen Humor total gerne. Er ist so herrlich direkt und ich habe stellenweise echt lachen müssen. Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt wie Sonntags abends auf der Couch bei einem guten 'Tatort'. İch habe mıtgefiebert, mitgeraetselt und das Ende war echt der Kracher. Die Story war schon echt ziemlich abgedreht, aber total spannend. Dr. Konstatntın ıst eın total Lackaffe und ıch fanf ıhn dırekt komsıch und total unsympathısch. Das Evelyn das Mandat übernommen hat konnte ıch nicht nachvollzıehen. Aber er war teılweıse eınfach total charmant und hatte sıe ırgendwıe genau dâhin bekommen, wo er sıe haben wollte. Das ganze Buch über habe ich mıch gefragt, ob er schuldıg ıst oder nıcht und zum Ende war ıch dann doch ırgendwıe überrascht..

Mir hat gut gefallen, dass sich die beiden Hauptprotagonisten Evelyn und Walter dann zum Schluss getroffen haben und sich ihre Geschichten verknüpften. Dadurch war das Buch eine wunderbare runde Sache.





Racheherbst ist eine spannende Jagd nach einem Mörder quer durch Europa. Dıe Protagonisten überzeugen durch Glaubwürdıgkeıt, Witz und Charme.
Ich würde jederzeit wıeder einen Thriller von Andreas Gruber lesen.
Ganz klare Weıterempfehlung!

Spannender zweiter Fall für Pulaski und Meyers

Von: Karin Wenz-Langhans Datum : 21.10.2015

In Leipzig wird unter einer Brücke die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Mutter der Toten ist entschlossen, auf eigene Faust nach dem Mörder zu suchen, wobei sie von Kommissar Walter Pulaski unterstützt wird. Dabei stoßen sie auf eine blutige Spur, die sich quer durch Europa zieht.
Gleichzeitig übernimmt die Anwältin Evelyn Meyers in Wien die Verteidigung eines Arztes, dem der Mord an einer jungen Frau vorgeworfen wird – gegen den Rat ihres Lebensgefährten, der als Privatdetektiv seit längerer Zeit ihren neuen Mandanten beschattet.

Drei Jahre sind seit den Ereignissen aus „Rachesommer“ vergangen, bei denen sich der zynische Leipziger Kommissar Walter Pulaski und die Wiener Anwältin – und Spürnase – Evelyn Meyers zum ersten Mal begegnet sind. Mir hat der erste Teil schon sehr gut gefallen, aber der zweite Teil ist für meinen Geschmack sogar noch einen Tick besser. In jedem Fall war es wieder sehr spannend, so dass ich das Buch am liebsten nicht mehr aus den Händen gelegt hätte.

Dadurch, dass der Leser die Handlung jeweils aus der Sicht von Pulaski und Meyers erfährt, hat er den beiden etwas voraus und ahnt Zusammenhänge, die sie erst noch aufdecken müssen. Was aber der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan hat. Zudem sind Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich teilweise schockiert haben. Das Ende des Buches ist hochdramatisch und sehr spannend.

Walter Pulaski erschien mir noch etwas zynischer als vor drei Jahren. Sehr gut hat mir sein Verhältnis zu seiner Tochter gefallen, die in diesem Buch etwas mehr Raum einnimmt. Aber immer noch kann er nicht von seinen Alleingängen lassen, wenn er der Meinung ist, dass die Kollegen vom LKA nicht in die Pötte kommen. Wobei er mit seinem Alleingang diesmal nicht alleine ist, sondern von Mikaela, der Mutter des Leipziger Opfers, unterstützt wird bzw. diese sogar die treibende Kraft ist.

Mikaela Suková will unter allen Umständen den Mörder ihrer Tochter Natalie finden. Damit bringt sie Pulaski nicht nur einmal beinahe zum Verzweifeln und sich selbst in brandgefährliche Situationen. Aber nicht nur Rache treibt sie an, sondern auch die Sorge um ihre zweite Tochter, die seit Natalies Tod verschwunden ist.

Für Evelyn Meyers, die sich vor drei Jahren selbständig gemacht hat, läuft es beruflich und privat ziemlich gut. Jedoch entwickelt sich ihr neuestes Mandat nicht so, wie sie sich das vorstellt und nimmt eine Wendung, die ihr gar nicht gefällt.

Nachdem mich auch der zweite Teil überzeugen konnte, hoffe ich sehr auf ein Wiedersehen mit Pulaski und Meyers in einem dritten Band.

Andreas Gruber - Racheherbst

Von: lesemaniac Datum : 16.10.2015

lesemaniac.blogspot.com

Kurzbeschreibung:
Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden...

Zum Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Meinung:
In Leipzig wird unter einer Brücke die Leiche einer jungen Frau aufgefunden, die komplett ausgeblutet ist und der sämtliche Knochen gebrochen wurden. Es handelt sich um Natalie Suková, eine junge Prostituierte und Drogenabhängige. Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst wird als Erster an den Tatort gerufen, lernt schnell die Mutter der Toten, Mikaela Suková, kennen und erfährt, dass ihre jüngste Tochter, die 16-jährige Dana, ebenfalls vermisst wird. Auf eigene Faust beginnt das ungleiche Duo zu ermitteln.

Währenddessen vertritt die Wiener Rechtsanwältin Evelyn Meyers den charmanten Dr. Robert Konstantin, der als Hauptverdächtiger im Mordfall Carla Slavik gilt, einer jungen Frau, die ebenfalls kaltblütig umgebracht wurde. Evelyn ist felsenfest von Konstantins Unschuld überzeugt, da er ein wasserfestes Alibi aufweisen kann. Schnell wird klar, dass beide Morde in Leipzig und Wien auf das Konto desselben Täters gehen und es noch weitere Opfer gibt...

Racheherbst ist nach Rachesommer der 2. Fall für Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst in Leipzig. Da Andreas Gruber zu meinen Lieblingsautoren zählt, war Racheherbst eine Pflichtlektüre und konnte mich wieder begeistern.

Walter Pulaski bleibt sich auch hier wieder treu. Bereits in Rachesommer hatte ich den asthmakranken Ermittler, der manchmal etwas schroff und launig daherkommt, aber das Herz auf dem rechten Fleck trägt, in mein Herz geschlossen. Manchmal hat mich aber seine Gutgläubigkeit in Bezug auf Mikaela Suková etwas genervt und ob seines Berufs irritiert.

Auch Evelyn Meyers war mir in diesem Fall sympathisch. Sie nimmt ihren Beruf sehr ernst, ist ehrgeizig und will allem auf den Grund gehen. Man leidet automatisch mit ihr mit, als sie einen privaten Schicksalsschlag erleiden muss, den sie nur schwer verkraftet.

Mikaela Suková, die Mutter von Natalie und Dana, ist eine bemerkenswerte Frau, die eine massive Wandlung in der fortschreitenden Geschichte durchmacht, auch wenn sie mir in einigen Situationen zu kopflos und unüberlegt handelt, was man allerdings der Lage, in der sie sich befindet, zuschreiben kann.

Dank Andreas Grubers schnörkellosem Schreibstil und dem von Beginn bis Ende hoch gehaltenen Spannungsbogen fliegt man regelrecht durch die Seiten, was durch kurz gehaltene Kapitel noch gefördert wird. Für eher zartbesaitete Leser sind die Morde wahrscheinlich nichts, doch als Thrillerleserin fühlte ich mich sehr gut unterhalten, auch wenn das Motiv und die Motivation des Täters für meinen Geschmack ein ganz klein wenig zu kurz kam.

Fazit:
Racheherbst kann durchaus mit seinem Vorgänger Rachesommer mithalten. Eine durchweg spannende Handlung, die mit einigen Verwirrspielen aufwartet und authentischen Charakteren, die mitfiebern lassen. Wieder ein ganz toller Gruber-Thriller!

Andreas Gruber - Racheherbst

Von: Kerstin Junglen aus Flörsheim/Main Datum : 16.10.2015

lesemaniac.blogspot.com

Meinung:
In Leipzig wird unter einer Brücke die Leiche einer jungen Frau aufgefunden, die komplett ausgeblutet ist und der sämtliche Knochen gebrochen wurden. Es handelt sich um Natalie Suková, eine junge Prostituierte und Drogenabhängige. Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst wird als Erster an den Tatort gerufen, lernt schnell die Mutter der Toten, Mikaela Suková, kennen und erfährt, dass ihre jüngste Tochter, die 16-jährige Dana, ebenfalls vermisst wird. Auf eigene Faust beginnt das ungleiche Duo zu ermitteln.

Währenddessen vertritt die Wiener Rechtsanwältin Evelyn Meyers den charmanten Dr. Robert Konstantin, der als Hauptverdächtiger im Mordfall Carla Slavik gilt, einer jungen Frau, die ebenfalls kaltblütig umgebracht wurde. Evelyn ist felsenfest von Konstantins Unschuld überzeugt, da er ein wasserfestes Alibi aufweisen kann. Schnell wird klar, dass beide Morde in Leipzig und Wien auf das Konto desselben Täters gehen und es noch weitere Opfer gibt...

Racheherbst ist nach Rachesommer der 2. Fall für Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst in Leipzig. Da Andreas Gruber zu meinen Lieblingsautoren zählt, war Racheherbst eine Pflichtlektüre und konnte mich wieder begeistern.

Walter Pulaski bleibt sich auch hier wieder treu. Bereits in Rachesommer hatte ich den asthmakranken Ermittler, der manchmal etwas schroff und launig daherkommt, aber das Herz auf dem rechten Fleck trägt, in mein Herz geschlossen. Manchmal hat mich aber seine Gutgläubigkeit in Bezug auf Mikaela Suková etwas genervt und ob seines Berufs irritiert.

Auch Evelyn Meyers war mir in diesem Fall sympathisch. Sie nimmt ihren Beruf sehr ernst, ist ehrgeizig und will allem auf den Grund gehen. Man leidet automatisch mit ihr mit, als sie einen privaten Schicksalsschlag erleiden muss, den sie nur schwer verkraftet.

Mikaela Suková, die Mutter von Natalie und Dana, ist eine bemerkenswerte Frau, die eine massive Wandlung in der fortschreitenden Geschichte durchmacht, auch wenn sie mir in einigen Situationen zu kopflos und unüberlegt handelt, was man allerdings der Lage, in der sie sich befindet, zuschreiben kann.

Dank Andreas Grubers schnörkellosem Schreibstil und dem von Beginn bis Ende hoch gehaltenen Spannungsbogen fliegt man regelrecht durch die Seiten, was durch kurz gehaltene Kapitel noch gefördert wird. Für eher zartbesaitete Leser sind die Morde wahrscheinlich nichts, doch als Thrillerleserin fühlte ich mich sehr gut unterhalten, auch wenn das Motiv und die Motivation des Täters für meinen Geschmack ein ganz klein wenig zu kurz kam.

Fazit:
Racheherbst kann durchaus mit seinem Vorgänger Rachesommer mithalten. Eine durchweg spannende Handlung, die mit einigen Verwirrspielen aufwartet und authentischen Charakteren, die mitfiebern lassen. Wieder ein ganz toller Gruber-Thriller!

Hochspannung für trübe Herbsttage

Von: Bloggerhochzwei Datum : 14.10.2015

www.bloggerhochzwei.de

Nach Rachesommer hat sich Andreas Gruber mit seinem neuesten Werk „Racheherbst“ mal wieder selbst übertroffen. Es ist der zweite Teil mit dem eigenwilligen Ermittler Walter Pulaski und der Anwältin Evelyn Meyer.

Die gefundene Leiche in Leipzig ist jung, blond, ausgeblutet, ihre Knochen sind nahezu alle gebrochen und Finger und Zehen wurden zusammengeklebt. Während es für die Leipziger Kripo ein normaler Mord an einer Prostituierten mit osteuropäischem Migrationshintergrund ist, ist sich Pulaski sicher, dass hier etwas nicht stimmt. Als Pulaski dann auch noch die Mutter der Leiche kennenlernt, Mikaela, und sie ihm mitteilt, dass auch ihre Tochter Dana verschwunden ist, weiß er, dass hier etwas nicht so ist wie es scheint. Da seine Kollegen aber dem Fall keine allzu große Bedeutung schenken, ermittelt er mit Mikaela im Schlepptau auf eigene Faust. Die Jagd nach einem Psychopathen, welcher im Zeichen des Skorpions mordet, beginnt.

Zur gleichen Zeit wird in Wien eine weitere Leiche gefunden. Die Anwältin Evelyn Meyers vertritt den Mordverdächtigen, obwohl ihr von allen Seiten abgeraten wird. Allerdings macht dies für Evelyn den Fall nur noch interessanter, zumal auch ihr Freund als Privatdetektiv in der gleichen Sache ermittelt.

Andreas Gruber versteht es in „Racheherbst“ mit großem Geschick, die beiden Fälle zusammen zu führen. Auch wird der Leser fast bis zum Schluss immer mal wieder auf eine falsche Fährte geschickt. Wer jedoch aufmerksam liest, dem fallen die kleinen Hinweise auf, so dass man auch selbst auf den Täter kommen kann. Die Schreibweise ist wie immer locker und leicht, angereichert mit vielen Dialogen, so dass man im Schnelldurchlauf durch das Buch kommt.

Pulaski hat mir mit seinen eigenen Art sehr gut gefallen. Wenn es sein muss, dann rennt er mit dem Kopf durch die Wand. Auch die Gespräche mit seiner Tochter, haben den Thriller sehr aufgelockert.
Mikaela hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Eine mutige Frau die ohne Angst um ihr Ziel kämpft, ihr andere Tochter zu finden. Auch kleine Strafttaten und die daraus resultierenden Konsequenzen halten sie nicht ab ihren Weg zu gehen.
Sehr sympathisch war auch Evelyn, die sich anfangs noch täuschen ließ, später jedoch der bitteren Wahrheit ins Gesicht schauen muss.

Das Cover ist im übrigen auch sehr gelungen. Schön düster in schwarz/grau gehalten mit erhabener, rauer Schrift. Was ich bisher noch nie gesehen hatte ich aber super genial finde sind die Steckbriefe auf der Innenseite der Klappe. Eine tolle Idee!

Fazit

Ein rasanter, spannender Thriller, wie man es von Gruber gewohnt ist. Genau richtig für düstere und kalte Tage. Eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfreunde.

Der Skorpion

Von: Belles Leseinsel Datum : 13.10.2015

bellexrsleseinsel.blogspot.de

In Leipzig wird die Leiche einer jungen Frau angespült. Kommissar Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst ist als Erster am Tatort und nimmt den Fall auf. Schnell ist die Identität der Toten geklärt und Pulaski weiß, dass der Mord an der Prostituierten von seinen Kollegen nicht als Priorität Nummer 1 gehandhabt wird. Deswegen ermittelt Pulaski auf eigene Faust, bald an seiner Seite die Mutter von Nathalie, die den Tod ihrer Tochter rächen und gleichzeitig ihre jüngere Tochter Dana finden will. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Zur selben Zeit nimmt die Rechtsanwältin Evelyn Meyers in Wien einen brisanten Fall an. Es geht dabei um einen brutalen Frauenmord und alle Indizien deuten auf ihren Mandant als Täter hin.

Nach einem anfangs etwas rätselhaften Prolog steigt Andreas Gruber sehr zügig in seinen zweiten Band um das Ermittlerduo Walter Pulaski und Evelyn Meyers ein und beginnt den Thriller gleich mit der Auffindung von Nathalies Leiche in der Elbe. Da Pulaski der Mord keine Ruhe lässt, ermittelt der zynische Kommissar mal wieder auf eigene Faust und lernt dabei auch die sehr eigenwillige, starrköpfige Mikaela kennen, die Mutter von Nathalie. Ihre beiden Töchter sind vor einiger Zeit zusammen von Berlin nach Leipzig gezogen und Mikaela befürchtet nun, dass auch Dana in Lebensgefahr schwebt. Ohne Skrupel oder gar Angst um sich selbst verfolgt die resolute Berlinerin noch die kleinste Spur und bringt Pulaski damit fast an den Rand der Verzweiflung. Nicht nur einmal muss der Kommissar Mikaela aus einer Gefahrensituation retten, in den sich die besorgte Mutter kopflos gestürzt hat.

Währenddessen nimmt Evelyn Meyers in Wien einen Fall an, vor dem ihr jeder abrät und auch ihre Intuition sagt ihr eher, die Finger von dem Fall zu lassen. Allerdings überwiegt bei Evelyn die Neugier, zumal ihr Lebensgefährte Patrick als Privatdetektiv im Umfeld ihres Mandanten ermittelt.

Anfangs gestaltet sich die Geschichte recht verwirrend, zumal man nicht ahnt, wie die beiden Fälle in Wien und Leipzig in Zusammenhang stehen sollen, doch dies verrät Andreas Gruber dann recht zügig. Was einem jedoch auch nicht in der Frage Motiv und Täter weiterhilft, der in einigen Sequenzen im Verlauf der Story auch selbst in Erscheinung tritt. Geschickt lässt der Autor einige Hinweise einfließen, führt seine Leser aber auch immer wieder auf falsche Fährten und präsentiert im Verlauf den einen oder anderen Verdächtigen.

Durch die wendungsreiche Geschichte, die ziemlich unvorhersehbar bleibt und durchweg spannend und temporeich erzählt wird, ist bis zum Schluss beste Thrillerunterhaltung garantiert. Ein Plus sind bei dem Roman auch wieder die ausgefeilten Charaktere, die Ecken und Kanten haben, oftmals sehr undurchsichtig bleiben und durchweg authentisch agieren.

Fazit: Auch im zweiten Band um die Ermittler Pulaski und Meyer ist wieder eine wendungsreiche, spannende Story garantiert.

Spannung - nicht nur für trübe Herbstabende

Von: Karthause Datum : 13.10.2015

https://karthause.wordpress.com/

Walter Pulanski vom Leipziger Kriminaldauerdienst und Evelyn Meyers, Anwältin aus Wien, sind beide schon in „Rachesommer“, dem ersten Teil der Rache-Reihe, gemeinsam in Aktion getreten. In diesem Fall hält sie ein Serienmörder in Atem, der seine Opfer im Rotlichtmilieu sucht und diese auf subtile Art tötet, indem er sie ausbluten lässt. Aber nicht nur die Suche nach dem Täter, auch die Frage, weshalb die Opfer auf diese ungewöhnliche Weise getötet werden, steht im Raum.

Erzählt wird der Thriller in zwei Handlungssträngen, abwechselnd zwischen dem Leipziger Kriminalisten und der Wiener Anwältin und eine ganze Zeit bleibt es unklar, was beide Fälle miteinander zu tun haben. „Racheherbst“ zog mich von Beginn an in seinen Bann. Seine Leser mit einer spannenden Handlung zu fesseln, versteht Andreas Gruber meisterlich. Falsche Fährten, unverhoffte Wendungen, persönliches Involviertsein der Ermittler steigern die Spannung stetig und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl meine anfängliche Vermutung, wer hinter den Taten stecken könnte, sich am Ende nach X Zweifeln an meiner Spekulation bestätigte, war doch das Warum eine Überraschung.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Die Ermittler sind Menschen mit Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten. Der Thriller ist logisch aufgebaut und bleibt vom Maß der Gewaltdarstellung in dem Rahmen, den ich bei diesem Genre zu akzeptieren bereit bin.

Racheherbst

Von: angeltearz Datum : 07.10.2015

angeltearz-liest.blogspot.de/

Ich weiß irgendwie gerade gar nicht, wie ich anfangen soll. So ein tolles Buch!

Gleich die ersten Seiten fingen spannend an, ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Ich hatte die ganze Zeit ein Verdacht, wer der Mörder sein kann. Ein Verdacht, der sich letztendlich auch bestätigte. Eigentlich für mich ein negativer Punkt, den ich bei Krimis und Thriller gar nicht leiden kann. Aber hier stört es mich überhaupt nicht.
Der Autor schafft es mich immer wieder zweifeln zu lassen, ob ich mit meinem Verdacht überhaupt richtig liege.

Nach und nach werden immer mehr Fakten aufgedeckt und man erfährt immer mehr über den Mörder. Der Mörder ist in diesem Buch der Mittelpunkt, alles dreht sich um ihn. Es gibt Nebengeschichten, die aber zweitrangig erscheinen und auch nur mal eben erwähnt werden. Man wird nicht von der eigentlichen Story abgelengt und es wirkt nicht gekünstelt.

Ich bin eigentlich hart im Nehmen, wenn es um Gewalt in Büchern geht. Das gehört bei einem Thriller nunmal dazu. Aber ich finde, hier war es dann teils doch etwas zuviel des Guten.

Trotzdem geht es um die Spannung und damit hat das Buch alle Sterne verdient, die ich vergeben kann.

Ich finde es toll, wenn das Buchcover fühlbare Elemente hat. Ich streichel das Buch dann immer wieder gerne.
Ausserdem finde ich es dem Genre gerecht gestaltet.

Fazit: Spannend, fesselnd und definitiv nichts für schwache Nerven! Ein Thriller, der mich auf jeden Fall voll überzeugt hat.

spannender und genialer 2. Band der Reihe um Walter Pulaski

Von: Magische Momente Datum : 04.10.2015

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Hierbei handelt es sich um den zweiten Fall für den Ermittler Walter Pulaski.
Der erste Band "Rachesommer" liegt schon einige Zeit zurück.
Daher kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern.
Aber ich denk, daß ist auch nicht allzu wichtig.
Walter Pulaski hat mich auch hier wieder mit seinem ganz persönlichem Charme bezaubert.
Es gab auch wieder die ein oder andere Szenen die mir ein Schmunzeln entlockt haben.
Das hat das ganze ungemein aufgelockert.
Hier ermittelt er im Fall einer grausam verstümmelten Leiche.
Doch er merkt schnell, daß dieser Fall keine hohe Priorität genießt. Was vielleicht mit daran liegt, daß die Tote Prostituierte war.
Doch er fängt selbst an zu recherchieren.
Mit an seiner seiner Seite, Natalies Mutter, Mikaela.
Diese ist ziemlich eigensinnig und starrköpfig und lässt Pulaski so manches graues Haar wachsen.
Ich mochte sie persönlich sehr gern, sie hat einige Ecken und Kanten an sich, die sie einfach unheimlich menschlich machen.
Aber was ich vor allem an ihr mag, sie stellt sich allen Widrigkeiten und kämpft mit Verbissenheit und Stärke an, gegen alles was sich ihr in den Weg stellt.
Denn auch Mikaela hat eine leidtragende Vergangenheit zu erdulden.
Der Fall ansich schritt schnell voran und zudem wurde es immer brenzliger.
Es bleibt nicht bei einer Leiche.
Doch noch immer tappen sie im Dunkeln.
Wer ist der Täter und was hat er eigentlich im Sinn?
Wir als Leser sind natürlich etwas schlauer,denn wir erfahren auch die Perspektive des Täters. Auch wenn dabei der Täter immer im Dunkeln liegt. Zu keinem Zeitpunkt weiß man, um wen es sich handelt.
Zeitgleich ermittelt die Anwältin Evelyn Meyers im Fall eines Frauenmordes, wo sie als Strafverteidigerin tätig wird.
Auch bei ihr geht es hoch her.
Die Lage spitzt sich immer dramatischer zu.
Hierbei schafft es der Autor, ein geniales Verwirrspiel zu stricken, bei dem ein tödliches Katz- und Mausspiel entspringt.
Man ist unheimlich in diesen Handlung gefangen, daß man nichts anderes mehr wahr nimmt.
Dabei geht es auch sehr an die eigene Substanz. Man ist unsäglich zwischen Verzweiflung, Grauen und unheimlicher Wut gefangen.
Man würde am liebsten eingreifen und fühlt sich durch die Untätigkeit, einfach nur machtlos.
Die ganze Zeit über ist die Spannung richtig gehend elektrisierend.
Man kommt hierbei eigentlich kaum zum Luft holen.
Doch die Fäden spinnen sich immer mehr zusammen, aber noch immer hat man kein klares Bild vor Augen.
Bis sich alles auf einmal entlädt.
Der Showdown ist dann nochmal sehr explosiv und emotional gestaltet. Dabei spürt man jede Szene mit jeder Faser des Herzens.
Die Auflösung hatte mich dann doch etwas überrascht, damit hätte ich nie gerechnet.
Der Abschluss hat mir recht gut gefallen und ich hoffe jetzt einfach mal, der Autor lässt uns nicht so lange bis zum nächsten Band warten.
Dieser Thriller erzählt vor allem von Wahnsinn und Abgründigkeit, aber auch von Leidenschaft und Einsamkeit.
Die Charaktere sind authentisch und sehr real gestaltet, man konnte sie förmlich spüren. Sie bekommen mit der Zeit immer mehr ein Gesicht und eine Seele.
Die zentralen Personen machen auch eine ziemliche Entwicklung durch, die sehr gut spürbar ist.
Die Handlung ist gut durchstrukturiert und besticht vor allem durch einige Wendungen, am Ende findet alles seinen Platz.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Was den beiden eine besondere Tiefe verleiht. Man lernt die beiden im Laufe des Geschehen immer besser kennen und schließt sie unweigerlich ins Herz.
Dennoch muss ich sagen, gibt es teilweise recht brutale Szenen, die nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet sind.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Durch den Sog, den dieses Buch auslöst, ist man jedoch in einem Rutsch durch. Das Buch ist auch nochmal in sechs Teile gegliedert.
Dabei springen wir auch hin und wieder in der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, was jedoch immer sehr gut gekennzeichnet ist.
Besonders schön fand ich auch die beiden Steckbriefe am Anfang des Buches.
Der Schreibstil des Autors ist wunderbar fließend und stark einnehmend, aber auch ziemlich mitreißend und bildgewaltig.
Das Cover und auch der Titel sind gut gewählt.

Fazit:
Ein spannender zweiter Band mit Walter Pulaski, das uns sämtliche Abgründe kennenlernen lässt und die Emotionen frei entfesselt.
Der Autor versteht es ein geniales Verwirrspiel zu starten und so die Spannung immens zu steigern.
Mich konnte er wieder auf ganzer Linie überzeugen.
Unbedingt lesen.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

Racheherbst - Andreas Gruber

Von: Kathalovesbooks Datum : 03.10.2015

https://kathalovesbooks.wordpress.com/

Der Thriller "Racheherbst" wurde von Andreas Gruber geschrieben, erschien im Oktober 2015 im Goldmann Verlag, umfasst 505 Seiten und kostet in der Taschenbuchausgabe 9,99 EUR.

Zum Inhalt:

Wir begleiten den zynischen Ermittler Walter Pulaski und die Anwältin Evelyn Meyers, nachdem die beiden bereits in "Rachesommer" gemeinsam ermittelt haben, wieder einmal auf der Jagt quer durch mehrere Länder nach einem brutalen Psychokiller.

In Leipzig wird die Leiche einer jungen Frau an der Schiffsschraube eines Bootes gefunden. Für die zuständige Behörde ist schnell klar, dass es sich hier um eine Prostituierte handelt und somit schiebt man der Lösung des Falles keine hohe Priorität zu. Der hinzugerufene Pulaski beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, denn er wittert mehr hinter diesem Leichenfund. Begleitet wird er währenddessen von Mikaela, der Mutter des jungen Opfers, die um jeden Preis selbst den Mörder ihrer Tochter finden und ihren Tod rächen will. Nach und nach zieht es das ungleiche Duo nach Wien, dort fügen sich nach und nach eine Puzzleteile zusammen - parallel dazu nimmt die Anwältin Evelyn Meyers ein neues Mandat auf, sie ahnt nicht, wie schnell sie wieder auf Pulaski treffen und wie sehr ihr eigenes Leben in Gefahr sein wird.

Meine Meinung:

Nach "Herzgrab" war dies mein zweites Buch des Autors. Die vorherige Geschichte "Rachesommer" habe ich noch nicht gelesen, jedoch finde ich es vollkommen in Ordnung den zweiten Fall der beiden Ermittler nun vor dem ersten gelesen zu haben - ich habe nicht wirklich das Gefühl gehabt, dass ich mich selbst bezüglich dem ersten Werk gespoilert habe.

Dieses Buch ist einfach nur rasant, komplex und in einem irrsinnig tollen Schreibstil verfasst. Innerhalb weniger Stunden habe ich dieses Buch beenden können und die Spannung hielt sich tatsächlich bis zur letzten Seite. Wie in vielen Thrillern oder Romanen allgemein, sind die einzelnen Kapitel immer mal wieder aus den unterschiedlichen Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt - der Leser kann aber schon recht schnell. zweitweise sogar vor den Protagonisten einige Zusammenhänge feststellen. Ich selbst habe mich immer mal wieder dabei erwischt zu überlegen wie alles nun zusammenhängt und nahezu selbst zu "ermitteln" :)

Dieses Buch hat mich so sehr in seinen Bann gezogen - ich kann es nur jedem Leser empfehlen, der Thriller liebt. Mit diesem Werk hat sich Andreas Gruber in die Reihe meiner Lieblingsautoren wie z.B. Sebastian Fitzek eingereiht und es wird garantiert nicht lange dauern, bis das nächste Buch von Gruber in meine Leselotte wandert.

Ich danke dem Bloggerportal sowie dem Goldmann Verlag sehr für die Bereitstsellung dieses Rezensionsexemplares.

Pageturner in gewohnter Gruber-Qualität

Von: Devona Datum : 03.10.2015

www.buchimpressionen.de

Jaja, der Gruber, der kann das schon mit dem Thriller-Schreiben. Dummerweise hat er mit dem freakigen Ermittler Maarten S. Sneijder die Messlatte für sich selber soooooo hoch gelegt…aber Spaß beiseite, ich versuche mal, diesen Umstand außen vor zu lassen. Maarten S. Sneijder kann nur außerhalb jeglicher Konkurrenz laufen. ��

Bemerkenswert ist zunächst die Qualität dieser Taschenbuchausgabe von „Racheherbst“, die zum Einen optisch sehr ansprechend ist, zum Anderen nach einmaligem Lesen das Buch wie komplett neu aussehen läßt. Da habe ich schon andere Sachen erlebt: ich lese extrem vorsichtig, trotzdem sehen manche Buchrücken von Taschenbüchern nach dem ersten Lesen bereits furchtbar aus.

Gruber schreibt rasant- aber nicht zu rasant, er liebt weit verzweigte Handlungen- die aber nicht wirr sind. Mir persönlich gefällt seine Art, zwei zunächst völlig unabhängig voneinander aufgezogene Handlungsstränge aufeinander zulaufen zu lassen und schlussendlich sauber zu verbinden. Das beherrscht er wirklich gut. Auch der „EU-Gedanke“ hat was: meist spielen seine Thriller in einem Teil Deutschlands und in Wien.

Der Klappentext macht neugierig, nach Lesebeginn ist man sofort mitten im Geschehen und nach nicht allzu vielen Seiten kennt man auch den Täter, es ist also ein typisches „howcatchem“ Werk – das nur nebenbei für Leser, die diese Art Buch nicht mögen. Wer Gruber kennt, weiß, dass Spannung garantiert ist. Ich habe das Buch an einem Tag mit nur kurzen Unterbrechungen ausgelesen.

In verschiedenen Blogs habe ich gelesen, man solle den Vorgänger von „Racheherbst“ („Rachesommer“) lesen, um besser mit Walter Pulaski und Evelyn Meyers zurecht zu kommen. Hm. Kann man vielleicht, muss man nicht, ich hatte nicht den Eindruck, dass mir da irgendwas entgangen wäre. Walter Pulaski ist ein stinknormaler Polizei-Beamter, welcher der Familie zuliebe auf eine große Karriere bei der Kripo verzichtet hat und nun im KDD (Kriminaldauerdienst) tätig ist, der evtl. Mordfälle als erster am Tatort aufnimmt, alles weitere veranlasst und dann an die Kripo übergibt. Eigentlich hat er mit dem weiteren Verlauf der Fälle dann nicht mehr viel zu tun. Wenn da nicht Mikaela wäre…die Mutter der ermordeten Natalie.

Evelyn Meyers ist eine aufstrebende Anwältin am Karrierebeginn. Und da können schon mal böse Fehler bei der Einschätzung von Klienten passieren…da Meyers aber nicht dumm ist, weiß sie spätestens nach der persönlichen und tragischen Involvierung ihres Freundes in den Fall, was die Glocke geschlagen hat.

So weit paßt alles ganz gut, jetzt kommt aber das große ABER. Mit der Figur Mikaela konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Mikaela ist eine in Deutschland lebende tschechische Mutter, deren Töchter weggelaufen sind, weil sie nach dem Tod des Vaters die zweite Ehe ihrer Mutter mit einem deutschen (etwas windigem und vom Dienst suspendierten) Kripobeamten nicht mehr ertragen konnten, da er Mikaela schlägt. Genau ein Jahr nach dem Weggang wird die Leiche der älteren Tochter – Natalie, mittlerweile drogenabhängig und als Prostituierte tätig- gefunden. Mikaela will im Alleingang die jüngere Tochter und vor Allem den Mörder von Natalie finden. Zunächst mehr oder weniger unfreiwillig wird Pulaski durch sie in die Sache hinein gezogen, will sie von ihrem Rachetrip abbringen. Als das nicht gelingt und er realisiert, dass der Tod von Natalie kein Unfall war, schließt er sich Mikaela an, nicht zuletzt auch deshalb, um die völlig unreflektiert agierende Frau vorm völligen Eskalieren zu bewahren.

Das gelingt ihm allerdings überhaupt nicht, denn obwohl die Beiden immer wieder Absprachen über ihr geinsames Vorgehen treffen, zeigt Mikaela nur unsympathische Charakterzüge: sie belügt ,betrügt und bestiehlt ihn. Ist es zunächst nur die Ermittlungsakte, steht Pulaski später im Ausland ohne Auto da, sie klaut ihm kurzerhand die Autoschlüssel aus der Jacke, die er in einem Restaurant über dem Stuhl hängen läßt, als er zur Toilette geht. Och neeeee, bitte. Trotz der ersten negativen Erfahrungen vertraut er ihr immer wieder komplett, was für einen im Umgang mit Menschen erfahrenen Beamten wie Pulaski unglaubwürdig ist, der dürfte schon ein wenig abgebrühter sein. Ebenso unglaubwürdig ist Mikaelas Express-Mutation vom verprügelten Hausputtelchen zur hasstriefenden Rache-Amazone, ermordetes Kind hin oder her. Hier hat Gruber keine Balance hinbekommen.

Ausgefeilt und äußerst bizarr ist im Gegenzug dazu der Täter bzw. dessen Handeln dargestellt, hier dürften Thriller-Fans auf ihre Kosten kommen. Die Kapitel mit den wechselnden Schauplätzen, sind nie zu kurz oder zu lang, die Spannung bleibt so auf einem hohen Level. Den Umstand, dass Pulaski (trotz geklauten Autos) minutiös zum Showdown in Wien aufschlägt, werte ich als dem Plot geschuldet, irgendwie muss man ein Buch ja auch flüssig zum Ende bringen. Insgesamt ist „Racheherbst“ ein Pageturner in gewohnter Gruber-Qualität, der nicht viele Wünsche offen läßt. 4 Sterne, weil Mikaela so gar nicht ging, aber ansonsten Daumen hoch!

Und nun wieder einen Maarten S. Sneijder :-), der sich mit Sabine Nemez kabbelt…

Der zweite Fall für Walter Pulaski…

Von: nicigirl85 Datum : 30.09.2015

nicigirl85.blogspot.de/

Nachdem mir „Todesurteil“ von Andreas Gruber schon gut gefiel, wollte ich nur zu gern einen weiteren Thriller von ihm lesen. Erst als ich das Buch in den Händen hielt, merkte ich, dass es sich nicht um einen Maarten S. Sneijder Fall handelt, sondern nach „Rachesommer“ um den zweiten Teil mit Walter Pulaski, was der Unterhaltung aber keinen Abbruch tat. Zudem liebe ich die Stadt Leipzig, also warum nicht diese Stadt mal als Setting probieren. Und ich denke man kann diesen Fall auch gut ohne Vorkenntnis von „Rachesommer“ lesen.

Im Buch hat Walter Pulaski einen eher nichtssagenden Fall zu bearbeiten, nämlich den Mord an einer Prostituierten. Ungewöhnlich ist nur die Art der Tötung, die mehr geplant als zufällig erscheint. Walter wird stutzig und beginnt trotz der angeblichen Nichtigkeit des Falls weiter auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf einen Serientäter der besonderen Art. Wird Walter ihn dingfest machen können?

Auch hier weiß der Autor sofort wieder mit seinem ganz besonderen Schreibstil zu fesseln. Er schildert die Ereignisse offen, ohne etwas zu beschönigen und man muss als Leser schon hart im Nehmen sein, denn wir erfahren was den Opfern passiert ist. Für mich war das definitiv keine Lektüre für die Nacht. Zudem kann man sich die Umgebung unheimlich gut vorstellen.

Die dargestellten Charaktere haben jeweils ihren ganz eigenen Charme. Walter besticht durch seine bissige, teils freche Art, was mir manches Mal sogar imponiert hat. Man muss ihn einfach mögen, weil er so normal und schnörkellos ist. In Evelyn Meyers konnte ich mich gut hineinversetzen. Die Einblicke in den Alltag einer Anwältin fand ich spannend und man kann sich seine Klienten nun mal nicht aussuchen.

Die Ereignisse werden durch einen allwissenden Erzähler vermittelt und als Leser begleiten wir mal Walter in Leipzig, mal Evelyn in Wien und auch dem Täter schauen wir über die Schulter. Gerade dieser Wechsel sorgte für zusätzliche Spannung.

Der Autor hat zahlreiche Wendungen eingebaut, mit denen man als Leser partout nicht rechnet.

Fazit: Ein Buch, das unheimlich spannend und unterhaltsam ist. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ideal um auf dem Sofa zu klönen und sich herrliche Schauer über die Haut jagen zu lassen…