Leserstimmen zu
All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven

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Zusammenfassung Finch ist ein Freak, das sagen zumindest alle seine Schulkameraden. Als er eines Tages auf dem Glockenturm steht und überlegt warum es besser wäre da runter zu springen, bemerkt er, das seine Mitschülerin Violet Markey neben ihm steht und über das selbe nachzudenken scheint. Violet ist eigentlich eine beliebte Schülerin und hat viele Freunde, warum sollte sie also versuchen sich das Leben zu nehmen? Genau das ist die Frage die Finch beschäftigt und er bringt sie dazu vom Abgrund wegzutreten. Von unten wo sich schon eine Menge Schüler versammelt haben, sieht es aber so aus als würde Violet Finch retten und so wird es dann auch erzählt. Wieder ein Grund mehr Finch als Freak zu betiteln. Doch Finch interessiert sich nicht um das geschwätz, vielmehr möchte er mehr über Violet herausbekommen. Als sie dann ein Projekt in der Schule aufbekommen in dem man zu zweit etwas erarbeiten soll, meldet sich Finch um mit Violet zusammen in ein Team zu kommen. Trotz anfänglichen Auseinandersetzungen erleben sie nachher viele tolle Dinge und erkennen Sachen an sich die neu sind. Finch versucht Violet das Leben von seinen schönen Seiten zu zeigen und gibt ihr Kraft das Leben wieder zu lieben, während es für ihn schlimmer wird.... Bewertung Es ist schön übersichtlich geschrieben und durch die wechselnden Sichten der Kapitel von Finch zu Violet bekommt man gut mit wie die beiden fühlen. Während die Kapitel von Violet zu anfang sehr schwach sind merkt man zum Ende hin immer mehr wie sie an Kraft gewinnen was bei Finch anders herum verläuft. Dieses Buch hat Tiefen Grund. Anfangs könnte man denken es geht um die normalen Teenager Sorgen, da halten es manche ja schon bei Kleinigkeiten für nötig sich zu ritzen, da es im Jugendalter weit verbreitet ist und ein Schrei nach Aufmerksamkeit und des Gefühls sich unverstanden zu fühlen. Aber diese Geschichte geht viel tiefer. Sie ist teilweise sehr düster geschrieben, aber es gibt auch Stellen bei denen sich das Blatt wendet, zumindest für eine Person. Es ist mitreißend und man kommt sehr ins Grübeln. Hierbei geht es um Mobbing, Verzweifelung, psychische Erkrankungen, Verlust, Freundschaft, Liebe, Familiärer Halt also wie man sieht ist die Geschichte sehr Facettenreich und beschreibt das echte Leben. Sie treibt an manche Dinge zu hinterfragen und lässt einen darüber Nachdenken, ob man vielleicht in manchen Situationen anders Reagieren sollte. Wirklich tiefgründig und traurig. Den Nachruf der Autorin finde ich auch sehr klasse, da man da erfährt warum sie diese Geschichte geschrieben hat und was sie persönlich damit verbindet.

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Zum Inhalt Finch ist ein Junge, der Angst hat nicht wach bleiben zu können. Auf dem Glockenturm muss er wach bleiben oder er stürzt in den Abgrund. Auf dem Turm fühlt er sich lebendig. Als er sich wieder mal auf dem Glockenturm befindet, bemerkt er das Mädchen Violet. Violet gerät auf dem Turm in Panik. Finch rettet ihr Leben und eine große Liebe nimmt ihren Anfang. Meine Meinung Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Um das ernsthafte Thema wusste ich. Dennoch war mir die Geschichte einen Touch zu düster. Finch geriet in der Schule oft in schlimme Situationen, die er selber nicht herbei geführt hatte. Die Ignoranz von manchen Lehrern fand ich besonders schlimm. Ich würde von Lehrern schon erwarten, für Gerechtigkeit zu sorgen. Finchs Eltern waren geschieden. Er lebte mit seinen beiden Schwestern bei der Mutter. Die Mutter war mir total suspekt. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie ihre Kinder nur am Rande wahrgenommen hatte. Finchs Vater und seine neue, kleine Familie blieben etwas blass in der Geschichte. Dort konnte Finch sich nie wohlfühlen. Er hatte keinen guten Draht zu seinem Vater, was ich sehr gut verstehen konnte. Violet verlor ihre ältere Schwester bei einem Autounfall. Sie fühlte sich schuldig. Trotz ihrer depressiven Verstimmung war sie froh, dass Finch ihr auf dem Glockenturm geholfen hatte. Die Eltern von Violet zeigten sich immer sehr verständnisvoll; jedoch kam es mir vor, als wenn die Familie sich in einem Vakuum befinden würde. Jeder hatte seine Gefühle für sich behalten. Gut gefielen mir die Ausflüge, die Finch und Violet gemeinsam unternahmen. Sie arbeiteten an einem Schulprojekt, dessen Aufgabe es war Indiana zu erkunden. Fazit Eine Geschichte die mit ziemlich viel Zitaten von berühmten Autoren gespikt wurde. Normalerweise mag ich schöne Zitate sehr gerne. In diesem Buch waren sie mir zuviel. Ich liebe wunderschöne Sätze, die aus den Federn der Autoren stammen. Hier wurde sich, für meinen Geschmack, zuviel von anderen Autoren bedient. Die ersten zwei Drittel des Buches konnten mich nicht überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig. Von Finch und Violet konnte ich mir ein genaues Bild machen. Die letzten hundert Seiten konnten mich dann doch noch überzeugen. Eine Schülerin hatte mich total überraschen können. Von ihr kam etwas ans Tageslicht, dass ich nie im Leben erwartet hätte. Die zarte Liebe von Finch und Violet fand ich sehr berührend. Das soziale Umfeld von Finch kam mir mehr als verheerend vor. Eine Geschichte über selbstmordgefährdete Jugendliche, die sehr deutlich das gefühllose Verhalten von Mitmenschen zeigte. Ob mir das Ende gefallen hatte? NEIN!!! Die Heuchelei von sämtlichen Menschen wurde mir entschieden zuviel. Ich hatte von "All die verdammten Tage" wahrscheinlich zu große Erwartungen. Es gibt sehr viele Leser, die dieses Buch lieben. So viele Leser können nicht irren. Es liegt an meinem Geschmack, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte. Danke Jennifer Niven Ich vergebe 3 1/2 Sterne

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All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven Limes Verlag e-book Kindle 400 Seiten 11,99€ Inhalt: Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden… Meine Meinung: Als ich den Klappentext las, dachte ich zunächst... hartes Thema... Suizidabsichten! allerdings überrascht das Buch in seiner Handlung dann doch. Der Leser lernt Finch und Violet kennen - zwei Jugendliche, die verschiedene Leben führen und doch soviel gemeinsam haben. Finch sitzt selbst immer wieder auf einem Turm und hat Suizidgedanken.... doch als er Violet trifft,versucht er ihr das Leben wieder positiv darzustellen. Er gibt sich unheimlich Mühe und ist sehr einfühlsam. Beide sind sehr unterschiedlich: Finch - unbeliebt, keine Freunde, schwierige Familie Violet - reich, beliebt, wohlhabende Familie Seit dem Tod ihrer Schwester hat Violet sich verändert. Beide arbeiten in einem Schulprojekt zusammen und lernen gemeinsam die schönen Seiten des Lebens kennen. Es sind Rückblenden enthalten, die sich mit Mobbing, Gewalt, Angst, Depression, Verlust und anderen Situationen im Leben der beiden Protagonisten auseinander setzen. Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Ich wollte wissen, warum so junge Menschen ihr Leben schon so satt haben können. Man möchte beim Lesen am liebsten helfen und den beiden einen Schubs geben, damit sie wieder auf die Sonnenseite blicken können. Der Leser fühlt sich den Protagonisten nah, versteht ihre Emotionen und Gedanken und ist irgendwie in der Geschichte. Der lockere Schreibstil und die fesselnden Dialoge und Gedankengänge lassen den Leser durch das Buch fliegen! Besonders das Ende rührt den Leser und ist sehr bewegend. Einige stellen fand ich etwas absurd, deshalb 1 Stern Abzug. Trotzdem ein klasse Buch!!! Fazit: Jugendbuch mit Tiefgang 4 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3

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Theodore und Violet sind zwei Jugendliche, die von außen betrachtet sehr unterschiedlich sind. Theodore ist seit der Mittelstufe der Außenseiter, kann seine Freunde an zwei Fingern abzählen und hat keine sonderlich intakte Familie. Violet hingegen ist beliebt, gehört zu den Cheerleadern und damit zu der angesagten Clique der Schule und hat eine liebevolle Beziehung zu ihren Eltern. Aber eines haben die beiden gemeinsam: Sie möchten sich beide das Leben nehmen. Tatsache ist, dass ich von einer Krankheit befallen war, aber nicht von einer, die so einfach zu erklären ist wie Grippe. Meiner Erfahrung nach haben die Leute mehr Mitgefühl, wenn sie sehen können, wie man leidet, und zum hunderttausendsten Mal wünschte ich mir, ich hätte Masern oder Mumps oder irgendeine andere, problemlos zu begreifende Krankheit, nur um es mir leichter zu machen. Mir und allen anderen. Alles wäre besser als die Wahrheit. Seite 17 Zum ersten Mal treffen die beiden sich auf dem Glockenturm der Schule, als beide hinunterspringen wollen. Theodore rettet Violet, aber er lässt es so aussehen, als hätte die beliebte Cheerleaderin den Außenseiter gerettet. Er möchte sich das Leben nehmen, weil er depressiv ist. Theodore nennt seine depressiven Episoden den Schlaf, weil er nichts tun kann in dieser Zeit und hinterher meist keine Erinnerung mehr daran hat. Violet möchte sich das Leben nehmen, weil sie mit ihrer Schwester zusammen einen Autounfall hatte, den ihre Schwester nicht überlebte. Sie fühlt sich schuldig, aber auch allein gelassen. Nach der Rettungsaktion bemüht sich Theodore um Violets Freundschaft, denn er spürt, dass diese ihn brauchen könnte. Er ist aufdringlich und schafft es, bei einem Geografie-Projekt ihr Partner zu werden. Die beiden sollen gemeinsam besondere Orte in ihrer Heimat aufsuchen und ihre Besuche dokumentieren. Ich bin nicht perfekt. Ich habe Geheimnisse. Ich bin ein einziges Chaos. Das betrifft nicht nur die Ordnung in meinem Zimmer, sondern mein ganzes Ich. Niemand mag das Chaos. Alle mögen die lächelnde Violet. Seite 45 Die Geschichte von Violet und Theodore hat mich wirklich berühren können. Die Art und Weise, wie est Theodore Violet hilft und sich ihr aufdrängt, weil er weiß, dass sie ihn braucht, und wie später sich die Rollen vertauschen, hat mir sehr gut gefallen. Sowohl Theodore als auch Violet lagen mir am Herzen und ich konnte ihr Denken und Handeln gut nachvollziehen; nicht zuletzt durch die Tatsache, dass Jennifer Niven die Geschichte abwechselnd aus beiden Sichten geschrieben hat. Die Autorin hat es geschafft, feinfühlig und dennoch mitreißend eine Geschichte von Trauer, Depressionen, Familie und Freundschaft zu schreiben, die mir unter die Haut ging. Obwohl ich ab einem gewissen Punkt wusste, worauf das Ende hinauslaufen wird, hat die Handlung mich immer wieder gepackt und zu Tränen gerührt.

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Zusammenfassung Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden… Cover Das Buch ist mir gleich durch sein sehr schöne gestaltenes blaues Cover aufgefallen. Zu sehen sind die Silhouetten der Protagonisten. Violet, die im Mond sitzt und in die Richtung zu Finch schaut, der über eine Treppe zu ihr hoch kommt. Kathas Meinung Diese Geschichte beginnt mit einen heiklen Thema. Finch, der Freak wie ihn manche Schüler nennen, sitzt oben am Glockenturm der Schule und überlegt sich, wie es denn wäre, wenn er jetzt von oben springen würde. Ob er es wirklich tun wollte oder will, erfährt der Leser nicht wirklich, er erfährt nur, dass Finch oben am Glockenturm sitzt um sich lebendig zu fühlen. Und auf einmal kommt die beliebte Violet dazu, die letztes Jahr ihre ältere Schwester bei einem Autounfall bei dem sie auch anwesend war, verloren hat und seitdem nicht wirklich mit ihrem Leben klar kommt. Was sie am Glockenturm machen möchte, scheint gleich klar zu sein, sie überlegt nicht zu springen, sie will springen um ihrem Leben ein Ende setzen. Finch wird auf sie aufmerksam und versucht sie am springen zu hintern, was ihm auch sehr gut gelingt. Für alle Mitschüler die das von unten beobachten, sieht es so aus, als ob Violet Finch am springen gehindert hat, was natürlich genau umgekehrt ist, aber keiner der beiden revidiert die Aussage. Ab da bekommt Finch Violet nicht mehr aus dem Kopf, denn er möchte sie aus ihrer Trauer rausholen und sie glücklich sehen. Durch das gemeinsames Schulprojekt, in dem sie besondere Orte ihres Heimatstaats besuchen, lernen sich beide immer näher kennen und für beide beginnt eine ganz besondere Reise. Mir fällt es wirklich nicht leicht, dieses Buch zu bewerten, denn eigentlich ist es eine sehr ernste aber auch zugleich traumhaft schöne Geschichte die abwechselnd aus der Ich-Perspektive beider Hauptprotagonisten erzählt wird. Bemerkenswert dabei sind die Anmerkungen unterhalb der jeweiligen Kapitelüberschriften, die bei Violet die Tage bis zum Schulabschluss benennen, bei Finch aber die Tage die er bei wachem Verstand bleibt. Am Anfang bin ich nicht so wirklich in die Geschichte reingekommen, was sich aber nach einer Weile doch von Seite zu Seite gebessert hat. Die Entwicklung gegen Ende der Geschichte lässt mich aber doch irgendwie zwiegespalten zurück, denn mit so einem Ende hätte ich auf keinen Fall gerechnet. Besonders an dem Buch finde ich die Anmerkung der Autorin ganz am Ende. Hier wird dem Leser klar, dass es sich hier um eine autobiographische Geschichte der Autorin handelt. Zitate „Nur weil sie tot sind, müssen sie nicht tot sein. Und wir auch nicht.“ (S. 374) „Denn es geht nicht um das, was man mitnimmt, sondern um das, was man zurücklässt.“ (S. 389) Da mich das Buch im Endeffekt doch zum Nachdenken gebracht und gefesselt hat, vergebe ich 4 Sterne.

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Inhalt: Theodore Finch will sterben. Sein Leben ist von einer unsäglichen Leere durchzogen. Nachts findet er kaum Schlaf. Er steht hinter der Brüstung des Schulturms, als er plötzlich auf ein Mädchen neben sich aufmerksam wird. Violet heißt das Mädchen, dem er nun das Leben retten und mit dem er unbedingt das Schulprojekt bestreiten möchte, bei dem es darum geht besondere Orte in der Umgebung zu erkunden und etwas von diesen Orten mitzunehmen; viel wichtiger jedoch etwas von sich dort zulassen. Die beiden Jugendlichen kommen sich näher. Finch lernt zu begreifen, was es heißt wirklich „wach“ zu sein. Und Violet?! - Sie bricht aus ihrem behüteten Leben aus, welches gezeichnet von dem Tod ihrer Schwester, sehr eingeschränkt ist. Wichtigste Charaktere: Theodore Finch ist ein ganz besonderer Mensch. Er sammelt Wortfetzen, die er auf kleine Klebezettel notiert und an einer Wand in seinem Schrank aufhebt. Überhaupt ist sein Kleiderschrank seine kleine Höhle, in der er es sich gemütlich gemacht hat. Seine Familie ist zerrüttet. Der Vater hat ihn und die Mutter geschlagen, bevor er sich eine neue Familie gesucht hat, mit der er nun ein scheinbar perfektes Leben führt. Die Mutter ist mit der Situation als Alleinerzieherin maßlos überfordert. In der Schule wird Theodore nur als der „Freak“ abgetan, weil er Dinge macht, die seltsam sind, wie zum Beispiel eine Trauerfeier für die zu sezierenden Frösche aus dem Biologieunterricht abzuhalten. Violet ist in der Schule beliebt. Vor einiger Zeit ist ihre Schwester bei einem Autounfall gestorben. Violet leidet sehr unter diesem Vorfall. Weder traut sie sich ein Auto zu besteigen noch im Leben Vertrauen zu fassen. Bei der kleinsten Herausforderung des Lebens versteckt sie sich. Violets Umfeld reagiert mit Rücksichtnahme und Verständnis. Nicht jedoch Finch. Finch provoziert, treibt das Leben an und zieht Violet einfach mit sich. Schreibstil: Mit Violet und Finch schafft Jennifer Niven zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Theodore kommt aus sich heraus. Er will gesehen werden, er fordert etwas vom Leben, was es ihm so einfach nicht gibt. Er macht verrückte Sachen; provoziert. So wirft er einen Tisch im Klassenzimmer gegen die Wand, weil ihn die Wut übermannt hat, er steigt auf den Schulturm, um sich für den Hauch eines Moments lebendig zu fühlen. Doch sein Umfeld zuckt nur mit den Schultern. Der Junge ist halt verrückt. Violet hingegen versteckt sich hinter ihren Gefühlen. Die Eltern geben ihr Bestes, um dem Mädchen gerecht zu werden. Wenn sie sagt, dass ihr etwas zu viel wird, dann wird sie von dieser Aufgabe befreit. Als Violet mit Finch auf dem Schulturm steht, ist es das Mädchen, um das sich die Leute Sorgen machen und die plötzlich im Mittelpunkt steht. Die Autorin führt die beiden vom Lebensumfeld zwar ungleichen, vom Charakter aber gar nicht so unterschiedlichen Menschen zusammen. Finch, der etwas vom Leben erwartet, treibt Violet an. Er holt sie aus ihrem „Schneckenhaus“. Zusammen erleben die beiden Jugendlichen ihre Gegend neu, sie schaffen sich kleine Abenteuer und merken irgendwann, was der jeweils andere für ihr eigenes Leben bedeutet. Die Liebesgeschichte, wirkt glaubhaft, weil sie tragisch-gut gemacht ist. Zwei Menschen, die sich gefunden haben. Der Schreibstil der Autorin wirkt durchaus flüssig. Jedoch spielt sich ein Großteil des Buches mit den Erlebnissen und kleinen schönen Momenten der Protagonisten ab. Ihr gelingt ein intensiv emotionales, dabei sehr einfaches Bild ihrer Protagonisten. Als Leser versucht man vielleicht zu begreifen, was Theodore bewegt, warum er fühlt, was er eben fühlt. Die Autorin verzichtet darauf, die emotionale Ausnahmesituation ihres Protagonisten explizit zu erklären. Es gelingt ihr vielmehr und das ist eine Kunst - Leben und Tat emotional nachvollziehbar zu machen. Erst zum Ende hin wird eine ziemlich direkte Botschaft ausgesprochen. Man begreift als Leser, was Theodore und Violet füreinander waren. Ein Nachwort der Autorin sorgt dafür, den Kontext der Geschichte noch ein wenig näher zu bringen. Gerade dieses Nachwort bewegt zum Abschluss noch einmal sehr. Fazit: Die Geschichte von Violet und Finch zeigt auf, was es bedeuten kann, wenn man im Leben auf einen Menschen trifft, der einen bestimmten Schalter bei einem umlegen kann, der einem etwas gibt, wozu andere nicht in der Lage sind. Der Anfang des Buches wirkt dadurch, dass er sich auf die Erlebnisse der beiden Jugendlichen bezieht und die Thematik sachte angeht, zwar schön, aber nicht zu genüge fesselnd. Das Ende des Buches entfesselt dann sehr starke Gefühle beim Leser. Man begreift, was die Geschichte den Protagonisten bedeutet hat. Das Nachwort der Autorin spricht mit eigenen Erfahrungen an. Es rüttelt einen wach und weckt das Verständnis für Menschen, die sich anders fühlen. Buchzitate: Er spielt Gitarre – in fünf oder sechs verschiedenen Bands -, und letztes Jahr hat er eine CD aufgenommen. Aber er ist irgendwie … extrem. Da war zum Beispiel dieser Tag, als er von Kopf bis Fuß rot angemalt in die Schule kam. Den einen sagte er, er protestiere damit gegen Rassismus, den anderen, gegen den Verzehr von Fleisch. Seit ich mit dem Schreiben aufgehört habe, lese ich noch mehr als früher. Die Worte anderer Menschen, nicht meine eigenen. Meine Worte sind fort. Ich sage nichts, weil auch ich früher Worte liebte. Ich liebte sie und konnte mit ihnen jonglieren. Weil das so war, hatte ich das Gefühl, die besten von ihnen beschützen zu müssen. „Es war doch bloß ein Lächeln.“ - „Für dich vielleicht.“ Alle Leute tippen dich hin und wieder sanft an, aber nie fest genug, weil sie die arme Violet bloß nicht aufregen wollen. Du musst gestoßen werden, nicht angetippt.

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Inhalt: Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden… Verlag Amazon Meine Meinung: Am Anfang des Buches war ich total zwiegespälten, aber nachdem ich die Rezension von Ninni Schockibooks geschaut habe, war ich hin und weg und wollte es unbedingt lesen. Der Einstieg war recht leicht und ich bin schnell in die Geschichte gekommen. Leider nimmt es dann ziemlich ab und wird langweilig. Es sind fast nur Finchs Gedanken, die wir zu lesen bekommen und mir fehlt persönlich etwas die Action und die Dialoge. Ab der Hälfte ungefähr wurde es dann besser. Das Ende war realistisch, wenn auch etwas traurig. Die Liebesgeschichte war mir teilweise etwas zu seicht und zu sehr im Hintergrund. Ich persönlich brauche einfach LIEBE. Die Themen, die im Buch vorkommen, sind sehr Ernst und wichtig und sehr gut von der Autorin ausgeschmückt. Die Charaktere waren unterschiedlicher denn je. Finch war so ein elendiges Hin und Her und ich wusste bis zum Schluss nicht, ob ich ihn mochte oder nicht. Schade. Er konnte mich nicht so erreichen. Violet war sehr zurückhaltend und zu ihr konnte ich noch weniger eine Beziehung aufbauen. Schade. Der Schreibstil war okay, konnte mich emotional nicht so packen und mich nicht komplett einnehmen. Das Cover dagegen find ich wunderbar schön. Es passt total zur Geschichte und zieht mich total an. Fazit: Tolle, ernste Themen, die die Autorin da anspricht. Leider teilweise etwas langatmig umgesetzt.

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Worum geht es? Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden… (via Randomhouse) ________________________________ Wie hat es mir gefallen? 2016 scheint das Jahr der guten Bücher zu sein, denn All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven ging definitiv nicht nur unter die Haut sondern schoss pfeilartig in mein Herz! Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Violet und Finch erzählt, beginnend mit eben Letzterem, der auf dem Sims eines Glockenturms steht und darüber philosophiert, ob jetzt der Moment gekommen ist, um sich in die Tiefe zu stürzen. Bis Violet neben ihm auftaucht, die ganz und gar nicht den Eindruck erweckt, als wäre ihre Zeit schon gekommen. Violet und Finch sind rein oberflächlich zwei magnetische Pole, die sich normalerweise so dermaßen abstoßen würden. Doch nicht seit diesem, gewiss sehr intimen Moment, auf dem Glockenturm. Während Violet zu Beginn und vor allem nach dieser Begegnung noch sehr verhalten ist, zieht Finch auf eine sehr sympathische Art und Weise alle Register, um um die Gunst Violets zu werben - seine Anmeldung auf dem größten sozialen Netzwerk ist nur eins vieler Opfer, die er erbringt, um mit ihr Kontakt zu halten. Für mich war dies übrigens einer der wichtigsten Schlüsselszenen, denn damit beginnt eigentlich erst die zuckersüße Poesie der beiden. Was oberflächlich so rein gar nicht zusammen passt, fügt sich hinter dem Schleier dann doch recht gut zusammen. Beide Figuren haben einen Sinn für das kleinste Detail, vor allem in der Literatur. Nebst Virginia Wolf finden noch viele viele andere passende Buchzitate ihren Weg auf die Buchseiten - für waschechte Literaturliebhaber ist das mit Sicherheit schön zu lesen. Für mich war es das jedenfalls, ich mag dieses sinnhafte Recyclen von Worten! Aber auch wissenstechnisch wird nicht gegeizt: die Themen, die in All die verdammt perfekten Tage angesprochen werden, sind überaus gut recherchiert und zusammen getragen worden. Großes Lob! Dennoch: das Buch wäre bestimmt nicht so toll zu lesen gewesen, wären die Charakter nicht so, wie sie eben sind - durch die Bank weg sympathisch! Vor allem Finch hat es mir mit seiner nerdigentrotteligengarnichtmalsodummen Art ganz schön angetan. Und auch Violet war nicht so, wie so viele andere weibliche Charaktere, die mich in Büchern einfach tierisch nerven. Ich mochte sie und ihr Wesen von Beginn an. Zweifelhaft fand ich teilweise die Dialoge zwischen Finch/Violet und den Eltern. An einigen Stellen wirkten die Unterhaltungen schon arg gestelzt. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung, die hier vielleicht nicht ganz so sauber war. Nichtsdestotrotz tut es dem Gesamteindruck des Stils aber keinen Abbruch, denn die Schreibe ist jugendlich, leicht und locker, trotz der zum Ende hin inhaltlichen Schwere. Das Buch punktet vor allem durch Klarheit, wie ich finde. Kein Wischiwaschi, ich konnte ab der ersten Seite Satz für Satz gut folgen. Gespannt war ich hingegen auf den Höhepunkt der Geschichte, denn was All die verdammt perfekten Tage von all den anderen Jugendbüchern der Gegenwartsliteratur unterscheidet ist, dass es ohne den depressiven Anteil auskommt. In den lesenden Köpfen kommt es definitiv zum Knall, dennoch hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass die Geschichte aussichtslos ist - ein großer Pluspunkt. Und trotzdem: Heulsuse bleibt Heulsuse und so haben mich die letzten zehn Seiten dann doch ein kleines Tränchen verdrücken lassen, aber ein hoffnungsvolles. All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven ist definitiv eines der lesenswertesten Bücher im Jahr 2016. Die Geschichte um Violet und Finch punktet in vielerlei Hinsicht, und ich denke, dass Fans des Autors John Green hier in jedem Fall sehr viel geboten bekommen. Inhaltlich ziehe ich parallelen zu Tanz auf Glas von Ka Hancock, was sich wiederum mehr in Richtung ernster, gut recherchierter Belletristik bewegt. Laut einer netten Leserin soll es auch Ähnlichkeiten zu Rainbow Rowell's Eleanor & Park geben. Wenn ihr also etwas ähnliches sucht, dann seit ihr bei Jennifer Niven sicherlich äußerst gut aufgehoben! Fünf von fünf Sternen!

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