Leserstimmen zu
Geschenkt

Daniel Glattauer

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„Geschenkt“ ist nicht das erste Buch, welches ich von dem Autoren lese. „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ waren fantastische Bücher. So sehr die Story auch spannend klingen mag, hat mich „Geschenkt“ leider sehr enttäuscht und die Seiten zogen sich nur quälend langsam dahin. Der Plot wurde sehr langweilig erzählt, ohne Tiefe und Gefühle. Der Roman spielt in der österrreichischen Hauptstadt Wien und obwohl die Charaktere vielseitig zu sein scheinen, kommt es leider nicht bei mir an. Die Hauptfigur Gerold Plassek, Journalist, geschieden, Vater und Trinker ist sehr oberflächlich gehalten. Er lebt in den Tag hinein, hier und da wird eingesponnen, dass er in der Stammkneipe was trinkt, aber eine Bindung zu dem Charakter konnte ich nicht aufbauen. Es gab keine Spannungskurve und die Handlung plätscherte einfach vor sich her, was sie zäh und Träge gemacht hat. An den Erfolg von „Gut gegen Nordwind“ konnte der Autor leider nicht anknüpfen. Die Kapitel sind recht kurz geschrieben und ich habe mich beim Lesen gefragt, wann endliche in wenig Spannung eintritt. Nach noch nicht mal hundert Seiten habe ich es jedoch aufgegeben und das Buch zur Seite gelegt. Leider ein reinfall.

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Von: GÜLSEREN YARAR

21.12.2017

sehr schön zu lesen

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Worum geht es? Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung, und auch sonst war sein Leben bislang frei von Höhepunkten. Manuel, 14, dessen Mutter Alice für ein halbes Jahr im Ausland arbeitet, sitzt bei ihm im Büro, beobachtet ihn beim Nichtstun und ahnt nicht, dass Gerold sein Vater ist. Gerold selbst weiß es erst seit kurzem – und er hat sich von diesem Schock kaum erholt, als noch mehr Bewegung in sein Leben kommt: Nach einer von ihm verfassten Zeitungsnotiz über ein überfülltes Obdachlosenheim trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Der Anfang einer geheimnisvollen Spendenserie, die Gerold offensichtlich mit seinem Schreiben beeinflussen kann. Langsam beginnt Gerold sich mit dem Leben zu versöhnen ... Meine Meinung Daniel Glattauer überascht mich immer wieder. Ich habe schon einige Bücher von ihm gelesen und war von jedem Buch total begeistert. Sein Erzählstil ist in jedem Buch völlig anders und man könnte meinen, die Bücher sind sogar von unterschiedlichen Autoren. Eine typische Handschrift von Daniel Glattauer (außer der für außerordentlich gute Unterhaltung) kann ich nicht festmachen und so bin ich jedes Mal aufs Neue von seinen Büchern überrascht. Wie gerne erinnere ich mich an Gut gegen Nordwind und Alle Sieben Wellen. Für mich eine der schönsten Liebesgeschichten, welche ich je in meinem Leben gelesen habe. Wer mehr zu diesen Büchern erfahren möchte, der kann gerne einmal in einem ältern Artikel von mir Stöbern: Best of Liebesromane Auch dieses Mal hat mich die Erzählkunst von Daniel Glattauer sofort gefangen genommen. Mir hat der feine Humor außerordentlich gut gefallen un das Buch hat mich sehr häufig zum Schmunzeln gebracht. Der Protagonist Gerold ist eigentlich ein absoluter Verlierer, dem ich unter normalen Umständen nicht sonderlich viel Beachtung geschenkt hätte. Aber er wird so facettenreich und humorvoll beschrieben, dass er mir sofort ans Herz gewachsen ist und ich immer weiter lesen musste. Gerold schliddert beruflich völlig unverhofft in ein mediales Spektakel und auch in seinem Privatleben lauern aufregende Begebenheiten, denen er sich stellen muss. Hauptsächlich dreht sich die Handlung um die anonymen Spenden, die Gerold anscheinend mit seine Artikeln beeinflussen kann. Dazu gesellt sich Manuel, sein unehelicher Sohn, der nicht ahnt, dass Gerold sein Vater ist. Die Situationen, die er mit seinem Sohn Manuel erlebt sind mitunter rührend bis hin zu schreiend komisch. Natürlich darf die Liebe auch nicht außen vor bleiben, die mit Rebecca der hübschen Zahnärztin in sein Leben tritt. Aber auch bei der Kennenlerngeschichte besticht das Buch durch feinen, geistreichen Humor. Das Buch ist jedoch nicht durchgehend lustig, sondern hat einen ernsthaften Kern. Die zentrale Botschaft des Buches wird nicht mit erhobenen Zeigefinger transportiert, sondern mit viel Feingefühl. Wahrscheinlich deshalb lässt es den Leser nachdenklich aber auch überaus gut unterhalten zurück. Fazit Ein packendes Buch, welches man so schnell nicht wieder aus der Hand legt. Geistreich, humorvoll und anregend. Alles Liebe, Eva

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Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist, als ich das Buch aufgeschlagen habe, war, dass Gerold alles andere als ein typischer Protagonist ist. Er ist schon etwas älter, geschieden, arbeitet bei einer verpönten Zeitung und zeigt nicht wirklich Interesse daran, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Wer auf der Suche nach einem Helden ist, der ist definitv bei Gerold falsch am Platz. Aber trotz seiner nicht gerade hervorstechenden Eigenschaften ist er mir während des Lesens durchaus ans Herz gewachsen. Denn als Gerold davon erfährt, dass er einen Sohn hat, mit dem er die nächsten Monate verbringen soll und immer wieder Geldspenden bei Bedürftigen eintreffen, die alle etwas mit ihm zu tun haben, verändert sich Gerold nach und nach. Es ist wunderschön mitanzusehen, wie er von Seite zu Seite an sich arbeitet, vielleicht den ein oder anderen Rückstoß erlebt, aber trotzdem sein Leben langsam aber doch versucht wieder auf die richtige Bahn zu rücken. Die Kennenlernphase mit Manuel hat überhaupt nichts klischeehaftes an sich und bekommt durch Glattaueres Schreibstil noch die richtige Prise Humor. Prinzipiell habe ich Manuel als sehr interessanten und sympathischen Charakter empfunden. Dann ist da natürlich noch die geheime Spendenserie, die den Leser gespannt über die Seiten fliegen lässt. Dabei fragt man sich immer mehr, wer denn der mysteriöse Spender sein könnte und was das alles mit Gerold zu tun hat. Auch die Reportagen, die Gerold im Laufe des Buches verfasst, waren super interessant gestaltet und ich hatte eigentlich nie Langeweile. Natürlich muss man auch noch erwähnen, dass sich nach und nach eine kleine Liebesgeschichte entwickelt, die jedoch nicht so sehr zu den Hauptthemen zu zählen ist. Denn auch ohne diese könnte man in „Geschenkt“ alles finden, was das Leserherz begehrt. Bemerkung am Rande: Wieder einmal muss ich kurz anmerken, dass ich es wunderbar finde, dass „Geschenkt“ in Wien spielt. Es werden immer wieder Bezüge auf die Stadt genommen und Glattauer schafft es mit Bravur den Leser den „Wiener Charme“ spüren zu lassen. Fazit: „Geschenkt“ ist ein wunderbares, kurzweiliges Buch, das mit viel Charme und Humor geschrieben ist. Ich würde es allen empfehlen, die sich für ein paar Stunden mit Gerold auf die spannende Suche nach dem mysteriösen Spender und einem Zugang zu seinem Sohn machen wollen.

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Daniel Glattauer habe ich durch seine E-Mail-Romane kennen gelernt. Mit Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen hatte er bei mir direkt ins Schwarze getroffen. Als ich dann den Klappentext von Geschenkt gelesen habe, bin ich direkt neugierig gewesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Ein Vater, der sein Leben bereits aufgegeben hatte, bekommt durch seinen neu entdeckten Sohn wieder Antrieb und nimmt volle Fahrt auf. Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, ist Autor und Journalist. Bei der Tageszeitung Der Standard hatte er eine Kolumne, durch welche er bekannt wurde. Neben den bereits erwähnten Titel hat er noch weitere Werke verfasst, darunter Darum, Ewig Dein, Die Wunderübung und Theo. Einige seiner Werke sind auch in andere Sprachen übersetzt und als Hörspiele oder Theaterstücke adaptiert worden. Geschenkt ist eine Vater-Sohn Geschichte. Der Hauptprotagonist Gerold Plassek ist Journalist einer Gratiszeitung und hat sein Leben nicht mehr im Griff. Sein Tagesablauf wird vom Alkohol bestimmt. Noch ist er nicht ganz abgestürzt, denn er kommt seiner ungeliebten Arbeit weiterhin nach. Eines Tages erfährt er, dass er neben seiner Tochter Florentina, die bei ihrer Mutter samt neuem Ehegatten lebt, auch noch einen Sohn aus einer alten gescheiterten Beziehung hat. Da dessen Mutter beruflich für einige Zeit im Ausland ist, fällt es Gerold zu, die Nachtmittagsbetreuung des 14-jährigen zu übernehmen. Als nach einer von ihm geschriebenen Kurzmitteilung in der Gratiszeitung bei einem Obdachlosenheim eine anonyme Spende eingeht, verändert sich Gerolds Leben drastisch. Auf einmal ist er erfolgreich und sein Sohn, der nicht weiß, dass Gerold sein Vater ist, beginnt zu ihm auf zu sehen. Die beiden beginnen, gemeinsam für neue Berichte zu Recherchieren und erarbeiten sich auch zusammen die Berichte, welche inzwischen in einer renommierteren Zeitung erscheinen. Sie lernen sich näher kennen und Gerold beginnt langsam, etwas an seinem Leben zu ändern. So bringt jeder weitere Bericht, den Gerold mit seinem Sohn Manuel schreibt, ihn wieder ein Stück mehr zurück in ein lebenswertes Leben. Zunächst will Gerold nur seinem Sohn gefallen, doch nach und nach findet er wieder Spaß an seiner Arbeit und sein Ehrgeiz entbrennt von Neuem. Glattauer gelingt es, die Person des Gerold Plassek gekonnt in Szene zu setzen. Seine innere Gefühlswelt und die vielen Konflikte, die er immer wieder mit sich aus macht, werden nachvollziehbar. Der Konsum des Alkohols machte Gerold schlapp und antriebslos, sodass er sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich gehen ließ. Gerold ist kein Mensch, der Karriere machen will oder große Ziele im Leben hat. Er braucht stets Anreize, um tätig zu werden. Sei es durch seine Kinder Florentina und Manuel oder seiner neuen Liebe Rebecca. Er will gebraucht werden, weil er nur dann einen Sinn in seiner Existenz und seinem Leben sieht. Obwohl ein Mensch, der sich so gehen lässt wie Gerold, eigentlich abstoßend sein müsste, empfindet man als Leser eine gewisse Sympathie. Man fühlt mit ihm und erlebt, wie vielschichtig sein Inneres doch ist. „es verursachte einen Schmerz, der länger anhalten sollte als mein Kater.“ (Seite 88) Natürlich bringt der Roman auch noch eine gewisse Spannung mit sich. Denn als Leser möchte man schon erfahren, wer der ominöse Wohltäter ist, der immer wieder große Summen Geld spendet und immer sind Gerolds Sozialberichte der Auslöser. Die Presse wird dabei auch kritisiert, denn aus einer zunächst guten Sache wird schnell Skandalhascherei, weil natürlich von Schwarzgeld und kriminellen Machenschaften die Rede ist. Gleichzeitig stellt Glattauer auch die Frage, ob es überhaupt wichtig ist, zu erfahren, wer der Wohltäter ist. So sagte Gerolds Mutter folgende wirklich bedenkenswerte Sätze: „Ich will aber auch nicht wissen, wer der Spender oder die Spenderin ist. […] Weil es doch viel schöner für uns alle ist [wenn der Spender im verborgenen bleibt] […] Dann kann es jeder sein. (Seite 205) Erwähnenswert ist auch der Sprachstil in Glattauers Werk. Während man die Geschichte flüssig lesen kann, transportiert der Text aber auch das journalistische Können des Gerold Plassek durch seine Art zu sprechen. Obwohl er sich eigentlich nichts zutraut, so hat er immer die passenden Worte parat, wenn er einmal in Bedrängnis gerät. So stellt er sich zwar auch verbal oft in einem schlechten Licht dar, jedoch versucht er dadurch wohl einfach nur, sich selbst nicht zu hoch zu setzen. „Irgendwie machte ich mir ernsthafte Sorgen über mich, weil ich plötzlich mittags offenbar keine drei Biere mehr vertrug.“ (Seite 275) Geschenkt ist erfrischend tiefgängig. Mit Selbstironie und Sarkasmus versehen, steht Gerold Plassek zwar im Mittelpunkt der Erzählung, jedoch geht es hier nicht nur um Alkoholismus, sondern auch um Dinge des täglichen Lebens, die uns alle betreffen. So wird der Leser auch zum Nachdenken angeregt.

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Nach all den Krimis und Thrillern, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, brauchte ich ein wenig Abwechslung und habe mich für „Geschenkt“ von Daniel Glattauer entschieden. Was soll ich sagen? Es war eine sehr, sehr gute Entscheidung. Das Lesen dieses Buches war ein wahres Erlebnis. Handlung In Wien würde man Gerold Plassek als typischen „Obezarer“ bezeichnen. Ein Mensch, der ehrgeizlos sein berufliches als auch privates Leben irgendwie meistert. Er ist mit seinen unwichtigen Job als Journalist bei einem Wiener Schmierblatt, das kaum Leser aufweisen kann, zufrieden. Doch sein Leben änderte sich, als er für die Zeitung soziale Projekte vorstellt, deren finanzielle Mittel begrenzt sind. Ein anonymer Spender, schickt daraufhin Kuverts mit EUR 10.000,-- und eine Kopie des jeweiligen Zeitungsartikels an die Organisationen. Auch lernt er seinen Sohn Manuel kennen, von dem er vierzehn Jahre lang nichts gewusst hatte. Beide Ereignisse wirken sich auf das Leben von Gerold Plassek positiv aus. Meinung Natürlich handelt es sich bei diesem Roman um einen „Feel Good“ Roman. Dass es ein Happy End geben wird, war von Anfang an klar und das ist auch gut so. Die Art und Weise wie Daniel Glattauer seine Geschichten erzählt ist für mich als Leser beeindruckend. Der Schreibstil schaut auf den ersten Blick einfach aus, aber da steckt einfach vielmehr dahinter. Die ausgefeilten Wortspiele, die Darstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Selbstironie und der Sarkasmus, mit denen er Gerold Plassek ausgestattet hat, haben mich von Seite eins an gefesselt, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Daniel Glattauer hat es geschafft, dass mir ein motivationsloser Alkoholiker extrem sympathisch war. Die Herzlichkeit und das sanfte Wesen von Gerold Plassek wurden so liebevoll niedergeschrieben, dass die offensichtlichen Schwächen des Hauptprotagonisten zwar nicht in den Hintergrund gedrängt wurden, aber letztendlich von mir als nicht negativ empfunden wurden. Es war einfach schön zu lesen, wie Gerold im Laufe des Buches aufgeblüht ist und die Zuneigung von seinem Sohn Manuel erfahren hat. Gut gefallen hat mir auch wie Daniel Glattauer die Zeitungswelt auf die Schaufel genommen hat. Die Hascherei nach Skandalberichten und wie sich die konkurrierenden Tageszeitungen gegeneinander ausspielen, war sehr amüsant zu lesen. Da er selbst jahrelang als Journalist tätig war, verfügt er mit Sicherheit über genügend Background. Als Vorbild für diese Erzählung hat Daniel Glattauer „Das Wunder von Braunschweig“ mit einer ähnlichen anonymen Spendenflut aus dem Jahr 2011 herangezogen und daraus eine hervorragende Vater-Sohn Geschichte mit viel Wiener „Schmäh“ gemacht. Fazit Unbedingt Lesen. Das Buch hat mir soviel Spaß gemacht. Normalerweise bin ich nicht der Typ der sich vorstellen kann ein Buch nochmals zu lesen – bei diesem Buch kann ich es aber. Mir sind die Charaktere derart ans Herz gewachsen, dass ich ein wenig traurig war, dass das Buch zu Ende war. Lieber Herr Glattauer falls Sie zufällig meine Rezension lesen sollten, ich plädiere für eine Fortsetzung.

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