Leserstimmen zu
Erbe und Schicksal

Jeffrey Archer

Die Clifton-Saga (3)

(15)
(16)
(2)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Erbe und Schicksal

Von: Heidi

24.02.2017

Zum Inhalt : Der Krieg ist zu Ende und wir schreiben das Jahr 1945. Harry Clifton der sich in den Hafendocks hochgearbeitet hat und sein Jugendfreund Giles Barrington der aus einer Schifffahrt-Dynastie kommt haben diese harte Zeit überlebt . Harry hat seine große Liebe in Emma , Giles Schwester gefunden . Nun gilt es zu entscheiden wer das große Erbe übernehmen soll . Nach dem die Entscheidung gefallen ist beginnt Giles eine Karriere in der Politik und Harry widmet sich immer mehr dem Schreiben . Mein Fazit : Intrigen , Geldwäsche , Betrug und Ehrgeiz ,bilden den Boden für diese Saga . Die einzelnen Charaktere zeigen sehr deutlich wo zu Menschen bereit sind wenn sie hartnäckig ein Ziel verfolgen . Dann scheint kein Mittel zu hart zu sein um selbiges zu erreichen . Wie im wahren Leben ist auch hier alles möglich. Die Politik und die Wahl nimmt hier einen großen Teil des Romans ein . Was sehr langatmig beschrieben worden ist . Dies ein bisschen eingekürzt und es wäre nicht so langweilig geworden . Ein Testament sorgt für Überraschungen . Da ich die ersten 2 Teile nicht gehört habe , war ich Zeitweise ein bisschen orientierungslos. Eine kleine Einführung aus den ersten 2 Teilen hätte mir sicher geholfen um mich in der Geschichte besser zu recht zu finden . Zu dem war mir dieser 3. Teil zu langatmig . Hier wäre weniger mehr gewesen . Zum Schluss noch mal ein spannendes Extra zurück zu lassen ist sicher nicht verkehrt . Gestehen muss ich allerdings an diesem Hörbuch hat mir die Stimme von Erich Räuker am besten gefallen . Er hat meiner Meinung nach das bestmögliche aus dem Roman heraus geholt . Daher vergebe ich für dieses Hörbuch 3***

Lesen Sie weiter

Die Clifton-Saga geht in Runde 3 England 1945: Der Zweite Weltkrieg ist beendet. Harry Clifton, der sich aus den Hafendocks Bristols hochgearbeitet hat, und sein treuer Jugendfreund Giles Barrington, Sprößling der Schifffahrt-Dynastie Barrington, haben überlebt. Endlich hat Harry zu seiner großen Liebe gefunden, zu Giles' Schwester Emma Barrington. Doch ein langer Schatten droht auf die jungen Menschen zu fallen. In einer dramatischen Verhandlung obliegt es dem Haus der Lords festzulegen, wer das Vermögen der Barringtons rechtmäßig erben wird: Harry oder Giles. Harry weiß, dass die Entscheidung seine Verbindung mit Emma für immer zerstören könnte. Für die Familien Clifton und Barrington beginnt eine neue Epoche voller Intrigen und Verrat. [ Quelle: Heyne ] Harry Clifton ist erwachsen geworden Lang ersehnt und endlich da - der neue Teil der Clifton-Saga. Nachdem ich den ersten Teil eigentlich noch ohne große Erwartungen gelesen hatte, war ich nach dem Zuschlagen dieses ersten Teils aber voll infiziert. Seitdem fiebere ich ständig dem Erscheinungstermin des neuen Bandes entgegen. Und nun war es im April wieder soweit. Bereits der dritte Teil der für sieben Teile geplanten Reihe beschäftigt sich wieder mit dem Leben von Harry Clifton und seinen Freunden Emma und Giles Barrington. Teil 2, der da heißt Das Vermächtnis des Vaters endete ja mit einem ganz miesen Cliffhanger. Gerichtlich mussten sie klären lassen, ob Harry der rechtmäßige Erbe des Barrington-Imperiums sein soll oder ob dies Giles bleibt. Obwohl vor allem Harry nicht an dem Unternehmen und allem, was dazu gehört, interessiert ist, fiebert auch er dieser Entscheidung entgegen. Sollte nämlich festgestellt werden, dass er von nun an als legitimer Sohn von Hugo Barrington gelten solle, wäre ihm eine Heirat mit Emma, seiner großen Liebe, für immer verwehrt. Denn in diesem Fall würden sie fortan als Bruder und Schwester gelten. Cliffhanger nur stiefmütterlich abgehandelt Nachdem der Leser also fast ein Jahr darauf gewartet hat, um zu erfahren, wie es denn mit den Dreien weitergeht, wird die große Frage nachher nur mal kurz aufgeklärt und dann... weiter im Text. Die ganze Sache wird innerhalb weniger Seiten aufgeklärt und dann springt die Handlung sechs Jahre in die Zukunft. Da hat man einfach so unglaublich deutlich gesehen, dass der gerichtliche Prozess rein aus verkaufstechnischen Gründen nicht noch in Band 2 aufgelöst wurde. Da wollte Herr Archer wohl einfach nur sicherstellen, dass auch sein nächstes Buch wieder reißenden Absatz findet. Soviel kann schon einmal vorweg genommen werden: auch in Erbe und Schicksal bedient er sich wieder dieser Hilfe. Ich persönlich bin da kein großer Fan von. Was die weitere Handlung angeht, muss man wohl ein wenig differenzieren, denn wenn man genau sein will, dann besteht das Buch aus zwei Handlungssträngen. Diese laufen aber nicht parallel, was auch gar nicht geht, da sie zeitlich aufeinanderfolgen. Zunächst begleitet man, wie erwartet, Harry, Emma und Giles. Die beiden erstgenannten können endlich heiraten und gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian eine Familie gründen. Giles dagegen konzentriert sich auch weiterhin auf seine Karriere als Abgeordneter des Unterhauses. Da taucht mit Alex Fisher ein alter Bekannter aus dem Auftaktband wieder auf und versucht, der Barrington-Familie in jeglicher Hinsicht das Leben schwer zu machen. Ein Buch - zwei Geschichten Der Handlungsstrang um Giles und vorallem auch Alex Fisher ist in sich recht abgeschlossen. Etwa zur Hälfte des Buches beginnt eine eigentlich komplett andere Geschichte. Zum großen Teil dreht sie sich nun um Sebastian, den Sohn von Emma und Harry. Er ist inzwischen zu einem jungen Mann heran gewachsen und beginnt, auf eigenen Füßen zu stehen. Doch wo sein Vater pflichtgebewusst und ehrgeizig war, da ist der Sohn eher ein ausgewachsenes Früchtchen. So kommt es, dass er vorzeitig in die Ferien geschickt wird und sich nicht so recht nach Hause traut. Auf die Geschehnisse, die in der ersten Hälfte des Buches erzählt wurden, werden gar nicht oder wenn, dann nur ganz kurz, noch aufgegriffen. Getrennt voneinander betrachtet waren beide Geschichten nicht schlecht, aber von Hocker gerissen haben sie mich auch nicht unbedingt. Gerade in der Erzählung rund um Giles' Versuch, wieder ins Unterhaus gewählt zu werden, empfand ich die Story manchmal etwas zu kompliziert dargestellt für diese Reihe. Die Intrige, die dort gesponnen wurde, war mir ein wenig zu gekünselt und auch die Sache mit dem Verkauf und Ankauf der Aktien... hach ja, man kann es eben auch kompliziert machen. Die zweite Geschichte dagegen war um einiges einfacher gestrickt. Hier ist mir aber sehr stark aufgefallen, dass Band 3 doch sehr stark von Geschehnissen außerhalb der eigentlichen Familie geprägt wird. Das war in den beiden Vorgängern noch etwas anders. Wie Archer sein Erfolgskonzept über den Haufen warf... Besonders gut gefallen hat mir die Reihe zu einem großen Teil wegen Jeffrey Archers Art, seine Geschichte zu erzählen und aufzubauen. Die Perspektive wechselte immer wieder zwischen den wichtigsten Personen, wobei mir persönlich immer am besten gefallen hat, wenn ein und dasselbe Ereignis aus zwei unterschiedlichen Sichtern erzählt wurde. Archer hat das wirklich gut drauf und obwohl man bereits wusste, wo die Geschichte hingeht, war es trotzdem immer wieder spannend. Im aktuellsten Band der Reihe findet man ebenfalls wieder die Wechsel der Erzählperspektiven. Allerdings fehlte mir dieses Mal die zeitliche Überschneidung. Die Geschichte läuft ständig fort, wird dabei eben von unterschiedlichen Charakteren dargestellt. Das fand ich unglaublich schade, denn gerade die bekannte Art der Vorgänger hat den Charme der Reihe so sehr ausgemacht. Auch was die Charaktere angeht, war ich etwas enttäuscht. Seit nun drei Büchern begleitet man Harry, Emma und Giles. Einige wichtige Personen mussten ja bereits ihr Leben lassen und auch bei den gerade genannten merkt man so langsam wie sie immer weiter aus dem Fokus geschoben werden. Vor allem Harrys und Emmas Sohn Sebastian scheint nun die Rolle des Protagonisten einzunehmen. Leider mochte ich ihn rein persönlich nicht so ganz, das mag daher individuell von Leser zu Leser schwanken. Doch irgendwie befürchte ich, dass (vorausgesetzt, dass die Jahre auch weiterhin in dieser Geschwindigkeit vorbeiziehen) Harry, Emma und Giles das Ende der Reihe nicht mehr erleben werden. Gutmenschen und böse Schurken Ob man eine Person in einem Buch mag oder nicht, ist wohl die eine Sache. Aber etwas ganz anderes ist die Gestaltung der Charaktere, wenn sie so eindimensional erfolgt ist, wie hier. Denn was diesen Umstand angeht, hat Jeffrey Archer tief in der "Schwarz-Weiß-Kiste" gegraben. Scheinbar gibt es in seiner Welt nämlich nur absolute Gutmenschen, die im Leben noch keinen schlechten Gedanken hatten und richtig böse Bösewichter. Und die sind dann gleich dermaßen skurpellos, dass es schon kaum noch glaubhaft ist. Dabei wäre das eigentich gar nicht nötig gewesen. Wenn man den Guten ein wenig mehr Ecken und Kanten gegeben hätte, wäre das zum einen sehr viel glaubhafter rüber gekommen und zum anderen hätte es der ganzen Geschichte auch noch ein wenig Pepp verpasst. Und auch nicht durch und durch böse Menschen machen ab und an mal nicht so gute Dinge. Dafür hätte Archer nicht gleich den Teufel höchstselbst auftreten lassen müssen. Zusammenfassend lässt sich sagen... Der dritte Teil der Clifton-Saga hat einen gewaltigen Sturz in den Keller hingelegt. Erbe und Schicksal kann mit seinen beiden Vorgängern kaum bis gar nicht mithalten. Warum Archer von seiner bewährten Methode abgewichen ist, ist mir ein Rätsel. Ein Geniestreich war das auf jeden Fall nicht. Natürlich habe ich mich unglaublich gefreut, die altbekannten Charaktere wieder zu sehen, doch ich hätte mir wirklich gewünscht, der Autor wäre in jeglicher Hinsicht etwas konsequenter gewesen. Nun lässt sich nur hoffen, dass Archer in Band 4 wieder zu seiner alten Größe zurückfindet.

Lesen Sie weiter