Leserstimmen zu
Herbstblond

Thomas Gottschalk

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Ich bin ganz ehrlich: Obwohl ich Thomas Gottschalk wirklich mag, konnte mich seine Bio nicht komplett überzeugen. Warum? - Das werde ich jetzt versuchen euch zu erklären. Inhaltsverzeichnis Ich liebe es , wenn Autoren ihre Werke selbst lesen. Das verbindet Hörer und Autor stärker, bin ich der Meinung und Thomas Gottschalks sympatische und bekannte Stimme passt wunderbar auf dieses Hörbuch. Dadurch bekamen die doch teilweise sehr trockenen Fakten etwas Lebendiges und kamen nicht ganz so langweilig daher. Sehr schön fand ich die musikalischen Anspielungen. Die meisten Kapitel der Biographie sind mit Liedern betitelt. Wie ihr am Screenshot der Seite sehen könnt, kann man die Songs wunderbar den einzelnen Stationen seines Leben wie auch seiner Biographie zuordnen. Liebevoll erzählt er über seine Kindheit mit den Höhen und Tiefen, von seinen ersten musikalischen Anfängen und dem jugendlichen Größenwahn. Was sehr gut rüber kommt und ich mir fast gedacht habe: Eigentlich gehört seine große Liebe nach wie vor dem Radio. Das ist seine Kindheit, seine Jugend und seine Anfänge. Das hat ihn Groß gemacht und ich denke, das würde er heute noch toll machen. Allerdings ist die große Zeit des Radios leider vorüber. Später behandelt er dann noch seine Fernsehzeit mit diversen Höhen und Tiefen. Und auch sein Familienleben bekommt seinen Platz. Und da kommen wir zu dem Punkt, der mir das hören etwas verleidet hat. Anstatt einer chronologischen Aufteilung, hat er es nach seinen, ich würde es jetzt mal Schaffensphasen, aufgeteilt. So das einige Abschnitte obwohl zeitgleich geschehen, dann mehre Kapitel entfernt sind. Das fand ich schwierig im Verständnis. Ich hätte mir gewünscht, das ganze mehr im Kontext erleben zu dürfen. Wirklich gut gefallen, hat mir seine Reflektion auf das war er geschafft hat und vielleicht auch nicht. Auf seine Ehrlichkeit, was seine "journalistischen" Ambitionen im Job angeht (und nun hat es hoffentlich auch der begriffen) - Gottschalk ist ein Showman - seine Welt ist das Publikum und nicht der journalistische Anspruch. Er möchte unterhalten und so dem Zuschauer ein paar unbeschwerte Stunden vor dem Fernseher schenken und so die Welt vielleicht nicht unbedingt verbessern, aber dem Zuschauer eine Möglichkeit bieten, die Welt für ein paar Stunden draußen lassen zu können. Eine sympatische Einstellung von einem Mann, der sich selbst scheinbar nicht zu Ernst nimmt, aber trotzdem auf dem Boden der Tatsachen lebt. Der gerne Luftschlösser schafft und diese auf irdischen Boden holt und wenn nur für 3 Stunden am Samstag Abend. Fazit: Mit der ungewohnten Aufteilung der Biographie kam ich nur mäßig zurecht und auch das Gefühl kam nicht immer rüber, das hätte ich mir aber bei einer selbst geschriebenen und gesprochenen Bio gewünscht. Man merkte in welchen bereichen sein Herzblut steckte und was halt notgedrungen mit hinein musste. Aber oft genug kam der nie erwachsen gewordene Junge durch, den wir so viele Jahre kennen. Und den wir hoffentlich noch einige Male sehen dürfen.

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