Leserstimmen zu
Der Sommer der Sternschnuppen

Mary Simses

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eBook
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Das Buch Taschenbuch: 448 Seiten Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (erschienen am 18. April 2016) Sprache: Deutsch ISBN: 978 – 3734102530 oder 3734102537 Alter: Erwachsene Originaltitel: The rules of love and grammar Kurzmeinung: Manchmal kann einen die Vergangenheit doch noch positiv überraschen. Klappentext: Grace Hammond liebt Ordnung über alles. Als sie ihren Job, ihren Freund und auch noch ihre Wohnung verliert, kehrt sie kurzerhand nach Dorset zurück, in die charmante Kleinstadt an der Küste Connecticuts, in der sie aufwuchs. Hier gibt es den besten Apfelkuchen der Welt, einen weiten Himmel voller Sternschnuppen – und die Ruhe, in der Grace herauszufinden hofft, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Doch schon bald holt sie etwas ein, was sie für immer vergessen wollte. Denn in Dorset erlitt Grace einen Verlust, den sie nie verwunden hat. Und hier verliebte sie sich einst in Peter Brooks. Als Grace nun erfährt, dass er ebenfalls zurück in der Stadt ist, treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Mein Fazit Inhalt: Manchmal trifft einen alles Unglück auf einmal. Vom Freund verlassen, keinen Job mehr und auch noch kurzzeitig ohne Wohnung, sieht das Leben alles andere als rosig aus. Doch wie es der Zufall so will, trifft Grace zuhause bei ihren Eltern auf ihre Jugendliebe und versucht die Vergangenheit etwas aufleben zu lassen. Gleichzeitig trifft sie aber auch noch auf den netten Fahrradverkäufer oder Peters Schauspielkollegen. Alle drei werben um ihr Herz und Grace hat alle Mühe damit zu erkennen, was sie will und mit wem. Sie versucht vorerst allen zu gefallen, weniger sich selbst, bis sie merkt, wer sie wirklich liebt und mit wem sie einen Sprung zurück in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft wagen will. Sprache und Stil: Die Geschichte ist super schön einfühlsam geschrieben und man durchlebt zusammen mit Grace die Höhen bzw Tiefen ihrer Misere. Sowohl im gefühlstechnischen Bereich, als auch was die Jobsuche und die Rechtfertigung vor ihrem Vater anbetrifft. Meine Meinung: Das Buch zeigt schön, wie manche Begegnungen in der Vergangenheit in der Gegenwart eine große Rolle spielen können und wie einfach man manchmal sein Herz verlieren kann. Die Liebesgeschichte ist zwar schön im Hollywoodstil geschrieben, doch man kann sich hierbei auch vorstellen, dass sie uns als Normalmenschen passieren könnte. Bewertung Handlung ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Romantik ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Charaktere ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Schreibstil ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Gesamt ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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Grace steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben: Job Weg, Freund weg und ihre Wohnung kann sie wegen eines Wasserrohrbruchs nicht betreten. Kurzerhand flieht sie zu ihren Eltern aufs Land. Dort trifft sie nicht nur ihren Highschool-Freund Peter wieder, der inzwischen ein bekannter Hollywood-Regisseur ist, sondern muss sich auch mit ihrer Familie auseinandersetzen. Vor Jahren kam ihre Schwester Renny ums Leben und bis heute hat Grace dies nicht verarbeitet. Die Zeit mit ihren Eltern reißt alte Wunden wieder auf und Grace muss versuchen, ihr Lebe neu in den Griff zu kriegen. Grace ist eine sehr liebenswerte Hauptfigur, mit der man von Anfang an mitfühlt, auch wenn einem schnell klar ist, dass sie einiges in ihrem Leben ändern muss, wenn sie glücklich werden will. Die beiden Männer in der Geschichte - ihr alter Freund Peter und eine neue Bekanntschaft, Mitch - bleiben jedoch leider sehr flach und schaffen es nicht, meine Sympathien als Leserin zu gewinnen. Auch die als Gegenfigur zu Grace konstruierte Regan, die schon zu Highschool-Zeiten ihre Feindin war, wirkt zu klischeehaft und nicht vielschichtig genug. So sind Graces Reaktionen auf sie einfach nur überzogen und für den Leser leider schwer nachvollziehbar. Doch Graces liebenswerte Familie und ihre alte Schulfreundin Cluny machen einiges wieder wett, so dass viel Freude beim Lesen bleibt. Ich fand die Lektüre von Mary Simses Roman „Der Sommer der Sternschnuppen“ ganz unterhaltsam, als leichtes Sommerbuch ist es sicher zu empfehlen, man sollte sich von Story und Figuren nur nicht zu viel erwarten.

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Was ich an Romanen wie diesem liebe ist, dass sie scheinbar leichte Lektüre sind und dann doch mit einer Lebensweisheit daher kommen, die zum Nachdenken anregt. So wurde ich am Anfang mit Grace überhaupt nicht warm, sie war mir zu aufgedreht, zu sprunghaft und sie ließ sich zu leicht zur Marionette der Anderen machen. Doch dann geschah für mich der Wendepunkt, es musste etwas in ihrer Vergangenheit passiert sein, dass sie tief geprägt hatte und mich nun vollkommen in das Buch hineinzog. In diesem Fall geht es um Grace Schwester, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, als die beiden noch Teenager waren. Mary Simses beschreibt mit Grace einen Typ Frau, der um jeden Preis allen gefallen will und es allen recht machen will, sich aber eigentlich selber nichts traut. Eine Frau, die versucht mitzuhalten, obwohl es eigentlich nicht nötig wäre und es dennoch tut, nur um dazu zu gehören. Warum kauft Frau sonst ein sündhaft teures Kleid (welches man sich eigentlich nicht leisten kann), nur weil eine ehemalige Klassenkameradin ein ähnliches Kleid gekauft hat (und sie zur selben Party geht), es dazu eigentlich viel zu eng ist? Man muss schon sehr wenig Selbstvertrauen haben, wenn man sein Handeln nur nach anderen Menschen ausrichtet, es selber aber eigentlich nicht verantworten kann. Genauso eine Frau ist Grace, der Tod ihrer Schwester hat sie schwer geprägt, sie gibt sich eine Mitschuld an ihrem Tod. Zudem meint sie, dass ihre Eltern in ihr immer ihre Schwester sehen und nicht sie selbst, was ebenfalls nicht zur Steigerung ihres Selbstwertgefühls beiträgt. Die Zeichnung der Figuren ist insgesamt eher durchwachsen, manche Figuren sind mir einfach etwas fremd geblieben, besonders die Hollywood-Schauspieler hätte ich in diesem Roman nicht gebraucht, er hätte auch so von der Story genug Potential gehabt. Der Schreibstil ist locker, leicht und lässt sich gut lesen, wer einen sprachlich anspruchsvolleren Roman sucht, wird hier leider enttäuscht werden. Auch die Spannung ist meiner Meinung nach nicht durchweg gegeben, es gab Passagen, die mich leider überhaupt nicht fesseln konnten, aber über die ich großzügig hinweg sehe, weil mir der Roman im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Allerdings erschließen sich mir Titel und Cover (welche zueinander passen) in Bezug auf den Roman nicht. Sicherlich erstreckt sich die Zeitspanne über einen Sommer, aber bei den Sternschnuppen bin ich ein klein wenig ratlos (oder ist vielleicht hier das Feuerwerk gemeint *grübel*). Insgesamt ein solider Frauenroman, den ich für ein unterhaltsames Wochenende durchaus empfehlen kann. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Das Cover find ich künstlerisch sehr hübsch gestaltet, vor allem aussergewöhnlich farbig, und wird auf diesem Youtube-Filmchen nett umgesetzt. Leider passt aber weder Cover noch Titel wirklich zum Buch. Auf die Sternschnuppen wartet man fast vergeblich. Auf dem englischen Buchcover ist nicht so bezaubernd, aber viel passender ein altes Velo abgebildet. Auch der englische Titel "The Rules of Love and Grammar" harmoniert perfekt mit dem Inhalt. Und dann machen auch die Kapiteleinleitungen viel Sinn: Jedes Kapitel wird mit einer Überschrift angekündigt - jeweils eine Regel über Grammatik, und dann ein Beispielsatz dazu: "Präpositionen verweisen häufig auf das Verhältnis zwischen zwei Nomen. Es ist nie gut ein Fahrrad in einer feuchten Garage unterzustellen." Eine Spitzenidee! Eigentlich lohnt es sich nur deshalb das Buch zu lesen. Denn die Hauptprotagonistin von Mary Simses zweitem Buch ist von Grammatik voll begeistert. In "Der Sommer der Sternschnuppen" begleiten wir Grace in ihren Heimatort zurück. Nicht nur sie ist gerade in Dorset zu Besuch, sondern auch ihre grosse Schulliebe, Peter Brooks. Der ist mittlerweile ein gefeierter Regisseur und ist mit seinem Filmteam vor Ort. Deswegen herrscht Chaos in der Stadt, aber auch in Grace Leben herrscht grosse Unordnung. Der Umgang damit ist für die Perfektionistin Grace sehr schwierig, macht sie doch eigentlich Adrian Monk alle Konkurrenz; besonders auf alles Schriftliche bezogen. Als Korrekturleserin will sie sich zwar nicht betiteln lassen, aber den Mut, ein Buch zu schreiben fehlt ihr. Das Wiedersehen mit Peter lässt alte Wunden aufgehen. Der Hauptschauplatz des Romans ist nicht, wie man vielleicht denken könnte, das Filmset, sondern sympathischerweise ein Veloladen. Grace findet in der Garage ein altes Velo und bringt es zum Reparieren beim Bike Peddler vorbei. Dort trifft sie auf Mitch und seinen Vater Scooter und bald sind sich die drei, naja, zumindest zwei, handelseinig. Das Velo gehörte Grace verstorbener Schwester Renny; wie und warum Renny gestorben ist, erfährt der Leser erst gegen Schluss. Grace leidet unbewusst immer noch den Folgen und zweifelt an sich selbst - sie traut sich nicht viel zu. So ist wohl auch ihre Reaktion auf ihre ehemalige Schulkollegin Regan zu verstehen. Denn sobald Regan auftaucht, tickt Grace aus. Sie kauft sich zum Beispiel ein viel zu enges, zu kurzes und zu teures Partykleid. Dieses Getue soll wohl witzig rüberkommen, nervte mich in der Menge aber total. Ich erinnerte mich an Mary Simses erstes Buch, da zickte die Protagonistin am Anfang auch ein wenig rum, aber bei weitem nicht so lange und nicht so schlimm wie Grace, wenn sie auf Regan trifft. Meine Hoffnung, dass sich dieses eifersüchtige Überreagieren schnell legt, trat leider nicht ein. Aber zumindest blieb das die einzige nervige Sache im Buch. Durchs Buch führt ein lockerer, humorvoller Schreibstil. Trotzdem empfinde ich die Handlung als sehr oberflächlich. Der Gegensatz Luxus/Glamour (am Filmset) - Bodenständigkeit (Kleinstadtleben/Handwerk) kam zwar an, aber beides blieb trivial. Mir gefiel "Der Sommer der Blaubeeren" besser, weil die Geschichte trotz aller Romantik mehr Inhaltliches zu bieten hatte und tiefgründiger und gefühlsvoller war. Fazit: Der Schauplatz, ein Veloladen, ist aussergewöhnlich und sympathisch, dennoch bleibt mir die Handlung zu schwammig und zu oberflächlich. Wer "Der Sommer der Blaubeeren" gelesen hat weiss, Mary Simses kann es besser. 3.5 Punkte.

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