Leserstimmen zu
Macht - Die Getreuen und die Gefallenen 1

John Gwynne

Die Getreuen und die Gefallenen (1)

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Ich sah "Macht" und wusste:"Das Buch will ich lesen!" Eigentlich müsste ich es besser wissen - aus Erfahrung, aus klarem Menschenverstand - scheinbar ist das aber nicht so. Je höher die Erwartungen, je tiefer falle ich. Das ist nicht immer so, aber ein Buch muss schon viel leisten, wenn von Anfang an Forderungen an die Geschichte gestellt werden. Wenn diese dann nicht erfüllt werden ... oh, oh. Der Einstieg in den ersten Band der "Die Getreuen und die Gefallenen" Tetralogie war eigentlich ganz okay. Die Figuren sind sehr sympathisch, ich bekomme einen Einblick in ihre Gefühlswelt, ihre Sichtweise, begleite sie hautnah bei dem was sie erleben. Dann kommen mehr und mehr Charaktere hinzu - auch hier die meisten sympathisch - und das Verwirrspiel beginnt. Gefühlt heißen die Männer alle gleich. Entweder irgendwas mit K, mit V oder mit M. Protagonisten sowie Nebenfiguren. Ich habe das Gefühl die Orientierung zu verlieren. Trotz einer Auflistung der handelnden Personen im Anhang. Der rote Faden ist auch eher verschlungen, hat hier und da einen Knoten und beides zusammen ist schon etwas mühselig. Obwohl ich so nah an den Protagonisten dran bin, habe ich das Gefühl sie nur oberflächlich zu kennen. Die lässige Schreibe, die mir obwohl sie mich wenig fesselt, ermöglicht, dass ich schnell durch das Buch fliege, ist sicherlich mit verantwortlich für die Tatsache, dass ich keinen tiefgründigen Zugang zu den Figuren bekomme. Einzig der junge Corban erreicht mich, aber ich begegne ihm leider viel zu selten, denn immer dann, wenn ich ihn begleite, wechselt der Erzähler schon wieder zu einer anderen Figur. Mit diesen an wichtigen Punkten endenden Kapiteln schafft manch ein(e) Autor(in) Spannung, John Gwynne aber leider nicht, weil es so viele angefangene Informationen sind, die gefühlt nicht zu Ende gedacht werden. Was mich sehr gestört hat war, dass Sätze oft wiederholt wurden. Nicht immer in der gleichen Konstellation, aber schon so, dass ein Wiedererkennungswert da war. Ich möchte "Macht" aber nicht gänzlich schlecht reden. Es gibt wirklich einige sehr nette Figuren, eine "Auflösung", die nicht schwarz-weiß ist (sehr positiv) und einige spannende Handlungen. Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Vielleicht ist es aber trotzdem was für dich?!

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Inhalt: Wo sich die Verfemten Lande erstrecken, färbte Blut die Welt einst rot. Wo heute uralte Ruinen stehen, bezwangen Menschen Giganten. Wo einzig das Heulen der Woelven erklingt, brannte vor tausenden Jahren die Welt. Doch zu lange haben sich die Menschen in Sicherheit gewähnt. Nun weinen die Gigantensteine Blut, und in den Verfemten Landen regt sich erneut, was für immer verbannt sein sollte. Ein uralter Feind hat längst eine Allianz geschmiedet und wartet darauf, dass seine Stunde kommt. Und nur einer vermag es, ihn aufzuhalten, wenn die Schwarze Sonne die Welt betritt … (Quelle: Verlag) Verlag: Blanvalet //Seitenzahl: 832 Seiten //Erschienen am: 19.06.2017 //Preis:€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] Rezension: Was habe ich erwartet als ich den Klappentext las? Einen fantastischen, neuen Epos mit einer großen Welt und vielen Details. Was habe ich bekommen? Genau das, was ich erwartet habe!.. und das kommt bei mir wirklich selten vor! Die Ideen in diesem Roman mögen nicht neu sein, aber sie sind spannend verarbeitet. Von Anfang an lernen wir mehrere Sichtweiße kennen, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch ziehen. Die zweiten Stärksten sind die von Corban , zum anderen von Nathair. Beide haben große Pläne für ihr Leben und das Land, indem die Geschichte spielt. Die Geschwindigkeit, die bei der Charakterentwicklung vorgelegt wird ist wirklich überraschend. Normalerweise läuft alles ruhig ab, doch in diesem Buch kommt alles Schlag auf Schlag. Was für eine Abwechslung! Ich war begeistert! Der Schreibstil ist sicher und bildgewaltig, was allerdings manchmal zu unendlichen Weiten führt. Gerade am Anfang des Buches musste ich mich überwinden um weiterzulesen. Zum Glück habe ich durchgehalten, denn ab dem zweiten dritten beginnt die Handlung endlich in Fahrt zu kommen. Die Namen sind sehr fantasievoll und zwangen mich dazu, mir einen Spickzettel zu machen, aber das ist natürlich kein negativer Punkt. Über 800 Seiten zu lesen dabei keine Kleinigkeit zu vergessen ist eine Kunst, die ich noch nie wirklich beherrscht habe. Das Cover reiht sich in meine Jahresfavoriten ein. Es strotzt förmlich vor Fantasy und schreit dem Leser geradezu entgegen, was ihn hier erwartet. Ein weiterer Punkt, der mich bei der Gestaltung interessiert hat ist die Karte, die wir im Inneren finden. Manchem Bücher besitzen so etwas nicht-schade, aber wahr. Dieses Buch bekommt solide 4 von 5 Sternen. Warum? Es ist der erste Band einer Reihe, die sich noch steigern kann. Trotz meiner guten Bewertung und der klaren Kaufempfehlung werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen. Mir hat das erste Buch gut gefallen- damit werde ich es aber auf sich beruhen lassen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit dem zweiten Band.

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Gelungener Auftakt

Von: Isa

16.09.2017

Schon der Klappentext klang für mich nach einer epischen, detaillierten Story – und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor hat hier ein außerordentlich riesiges und komplexes Gebilde aus einer tollen, faszinierenden Welt und sehr vielen unterschiedlichen Charakteren geschaffen. Jedes Kapitel handelt von einem anderen Charakter, und man wird immer wieder zwischen den Charakteren und den verschiedenen Orten hin und her geschickt. Das gefällt mir generell sehr gut. Anfangs hatte ich bei diesem Buch allerdings ein paar Schwierigkeiten zu folgen, was vermutlich der komplexibilität geschuldet ist. Nach und nach habe ich mich aber immer besser zurecht gefunden und begann die Geschichte sehr zu genießen. Vor allem die Kapitel Rund um Corban und seiner Schwester haben mir sehr gefallen. Die Welt, und vor allem der Umgang zwischen den Herrschern und dem „normalen“ Volk, haben mir ebenfalls extrem gut gefallen. Die „höher gestellten“ scheinen hier endlich mal wesentlich näher am Volk zu sein, als in anderen Geschichten – was ich als sehr positiv empfand. Schnell hatten sich meine Lieblingscharaktere herauskristallisiert.Wer High Fantasy Romane kennt, weiß dass es nicht immer Actionreich zugeht, sondern auch sehr viel erklärt und detailliert / ausschweifend beschrieben wird. Das muss man natürlich mögen und einigen ist das evtl. etwas zu langwierig. Gerade in diesem Buch gibt es deutliche Längen, die auch für meinen Geschmack gerne etwas kürzer hätten sein können. Auch wenn das Rad nicht neu erfunden wird und noch Luft nach oben ist, hatte ich sehr viel Spaß daran mal wieder einen richtigen High Fantasy Schmöker vor der Nase zu haben. Daher eine Empfehlung von mir, wenn man High Fantasy mag. Ich bin gespannt wie es in den nächsten Bänden weitergeht.

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Nach Game of Thrones traute ich mich endlich wieder an ein High-Fantasy Buch für Erwachsene heran, ein wenig abgeschreckt durch die überwältigende Länge. Ein Hereinfall war es ganz gewiss nicht, sondern der Auftakt zu etwas Großem. Ein uralter Krieg, eine fortwährende Rivalität. Eine dunkle Prophezeiung, die zwischen zwei Propheten unterscheidet, einerseits auf der lichten Götterseite, andererseits auf der dunklen. Und die schwarze Sonne, die alles entscheiden wird. Vor langer Zeit wurden die Verfemten Lande von einem beinahe alles vernichtenden Krieg beherrscht und nun, nach Jahren des Friedens, lediglich von kleineren Konflikten geprägt, steht ein noch gewaltigerer bevor, in welchem jeder beginnt seine Rolle zu finden oder auserwählt zu werden. Schon zeitig wurde man in die faszinierende und atemberaubende Atmosphäre des High-Fantasy gezogen. Anfangs fühlte ich mich an Game of Thrones erinnert, unter anderem durch die bestimmten Charakterzüge der Bücher dieses Genres, doch bald erkennt man, dass man sich in einer ganz anderen Welt wiederfindet. Doch leider standen der Reise durch diese, die sich wie ein langer Prolog anfühlte, viele Hindernisse im Weg. Zu allererst waren es die vielen absolut typischen Charaktere, nicht nur bezüglich ihres Verhaltens, sondern auch ihrer Hintergrundgeschichten. Es dauerte recht lange, bis ich sie mir merken oder gar erst unterscheiden konnte, denn trugen viele verwirrend ähnliche Namen oder glichen sich die Charaktereigenschaften als auch das Aussehen, sofern eines erwähnt wurde und sie sie nicht gesichtslos blieben, zu sehr. Große, muskulöse Krieger oder als solche heranwachsende, einst von anderen tyrannisiert und deshalb mit einem guten Wesenszug ausgestattet. Nur wenige erweckten Interesse in mir, weshalb das Lesen der Kapitel einiger Personen immer zäher wurde. Am meisten mochte ich Corban, ein Junge, der über das Buch hinweg zu einem Krieger heranreift. Man kennt einen Menschen wie ihn aus anderen Büchern, aber dennoch sind seine Kapitel die für mich am fesselndsten gewesen, da beispielsweise Veradis, welcher Sohn eines Barons ist und in die Kriegerhorde des Thronfolgers des Hauptkönigs aufgenommen wird, sehr charakterlos und flach erschien. Andere Handlungsträger waren hingegen recht überflüssig oder blieben stets auf einer gewissen Distanz, wie zum Beispiel Corbans Schwester, die vielmehr eine Beobachterin war als dass man etwas von ihr erfahren hätte. Ein weiterer wichtiger und äußert störender Aspekt war der allseits anwesende Schutzengel über den Köpfen der Handelnden. Die Welt und somit auch die Geschichte verlor an Glaubwürdigkeit und wurde zunehmend realitätsfern, aufgrund dessen, dass die Hauptfiguren immer mit ihrem Leben aus einer Schlacht entkamen. Andere unwichtige Personen, die nicht mehr für die folgende Geschichte für große Bedeutung sein würden oder dessen Tod Wendungen im Geschehen hervorbringen könnten, scheiden hingegen aus dem Diesseits. Unter anderem dadurch war es leicht zu sagen, wer eine tragende Rolle spielen wird und vielleicht sogar welche. An sich führten diese Punkte und das über allem schwebende Gefühl, lediglich eine Einleitung zu lesen, dazu, dass der Geschichte oder einzelnen bedeutenden Handlungen grundsätzlich die Spannung fehlte. Es lag ebenfalls an der Reihe zufälliger Ereignisse und Begegnungen, immer zu rechten Zeit. Auch wenn man nicht genau sagen konnte, was passieren würde, waren Handlungswendungen nicht sonderlich überraschend, vor allem zum Ende hin, zumal schlussendlich die Aufteilung der Erzählung auf unterschiedliche Figuren dazu resultierte, dass man als Leser zu viel von den Geschehnissen wusste noch vor den Charakteren, die es eigentlich betraf. Schließlich war ein weiteres Problem das Fehlen von Informationen über das Universum in dem Buch. Beschreibungen waren ungenügend vorhanden, sodass ich mich eher auf einer Karte als direkt in der Landschaft befand. Hierzu führte ebenfalls das sich oft unnötig Wiederholende im Schreibstil und die übernatürlichen Vorkommnisse, die größtenteils wie ein Fremdkörper auf mich wirkten und nicht recht mit der Welt harmonieren wollten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch durchaus anregend auf den folgenden Band gewesen ist, in der Hoffnung, mehr über die Welt und die sich nahenden magischen Elemente zu erfahren, der Fortgang so mancher Charaktere. Es haben mich viele Punkte gestört, aber gleichzeitig fand ich Gefallen am ersten Teil des Buches, in welchem man herrliche Menschen kennenlernte, die aus der Masse der Gleichheit herausstachen. Wie gesagt, ist dieser Band mehr eine Einführung und man muss erst einmal mit ihm warm werden. Ich habe viele gute Dinge über den zweiten Teil gehört, der mehr Tiefe, einerseits in der Welt, andererseits bezüglich der Handlungsträger, mit sich bringen soll und führen mich diese dazu, der Reihe mit großem Potential weiterhin eine Chance zu geben.

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Toller Auftakt

Von: EvaMaria

03.09.2017

Das Buch ist der Auftakt zu der Reihe des Autors, die den Titel „Die Getreuen und die Gefallenen“ trägt. Meines Erachtens ist die Geschichte hier definitiv lohnenswert, denn ich fand diese sehr spannend und interessant. Man lernt schon zu Beginn sehr viele unterschiedliche Charaktere kennen, aus deren Sicht auch abwechslungsweise die Kapitel erzählt werden. Diese Variante des Erzählens mag ich eigentlich ganz gerne, denn so wird die ganze Sache sehr unterhaltsam, denn man bekommt viele Eindrücke präsentiert. Sowohl über die jeweiligen Personen als auch über die neuen Ortschaften, was ich bei einem Auftaktroman sehr praktisch finde. Der Fantasyaspekt kommt erst im Laufe der Handlung immer mehr in den Vordergrund, so hatte ich gerade am Anfang das Gefühl, dass ich hier in einem ganzen mittelalterlichen Roman gelandet bin. Das Buch hier könnte man als Kennenlernen bezeichnen, denn im Prinzip werden uns ja hier die Personen und deren Aktivitäten mehr oder weniger vorgestellt, denn ich denke so richtig interessant wird es erst in den den Folgegeschichten dieser Reihe. Ich fand dieses Buch allerdings dennoch sehr ansprechend, denn mir hat es hat sehr gut gefallen, wie der Autor alles erzählt und beschrieben hat. Der Schreibstil des Autor hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es toll, wie er das Buch aufgebaut hat. Die Auswahl der Namen fand ich gut, denn ich hatte eigentlich kein Problem mit diese zu merken, dennoch musste ich schon aufpassen, dass ich nichts vergesse, denn bei über 800 Seiten gib es natürlich eine große Menge an Informationen. Gerade auf den letzten 200 Seiten ging es ordentlich zur Sache und ich wollte hier wirklich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere haben mir mehr oder weniger sehr gut gefallen. Manche fand ich besser und interessanter, wiederum andere nicht so. Zum Beispiel Veradis hat mich von Anfang an definitiv begeistert. Das Cover finde ich sehr ansprechend. Mir gefällt der Stil und die Wahl der Farben. Fazit: 4 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

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Meine Meinung Durch das wirklich schönes Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Da der Inhalt auf dem Buch nicht wirklich viel verrät, habe ich mich einfach mal in das Abenteuer gestürzt und wurde sehr positiv überrascht. Man lernt anfangs viele verschiedene Personen kennen, welche alle eine wichtige Rolle spielen und eigentlich quer über die Verfemten Lande verteilt sind. Sie erhalten abwechselnd Kapitel, welche auch mit ihren Namen entsprechen gekennzeichnet sind. Dadurch erhält man einen großen Einblick in die Welt und lernt gleich mehrere Länder und Könige kennen. Die Welt gefällt mir sehr gut. Sie wird nicht nur von Menschen sondern auch Giganten bevölkert. Es gibt eine Art von Magie und sehr viele seltsame Wesen. Sturm eine Woelven ist zu einem meiner absoluten Lieblinge geworden, während des Lesens. Außerdem scheint es auch noch Götter zu geben oder zumindest gegeben zu haben. Scheinbar läuft alle auf einen Götterkrieg hinaus, welcher immer wieder erwähnt wird. Zuerst einmal lernt man allerdings die Charaktere kennen und ihren Aufstieg bzw ihre Entwicklung. Der Hauptcharakter ist wohl Corben, welcher am Anfang des Buches noch ein Junge ohne jegliche Kampferfahrung ist und noch sehr kindlich dazu. Allerdings ist er mir schnell ans Herz gewachsen mit seiner Art und er entwickelt sich erstaunlich. Außerdem scheint noch mehr dahinter zu stecken bzw ihn zu erwarten. Er ist einfach ein unheimlich toller Charakter mit dem man gerne mitfiebert. Aber auch alle anderen Charaktere sind sehr interessant. Vor allem Veradis mochte ich von Anfang an und seine starke Loyalität. Auch die Nebencharaktere sind alle wirklich interessant und viele wachsen einem ans Herz. Bei manchen wüsste ich gar nicht genau ob sie nun Haupt -oder Nebencharakter sind. Weil alle sehr gut ausgearbeitet sind und man hat nicht das Gefühl, dass sie nur unbekannte blasse Personen am Rande des Geschehens sind. Dadurch hat das Buch auch eine wirklich große Anzahl von Personen. Allerdings stört mich sowas nicht und ich finde es bei großen Fantasyreihen gut. So tat mir auch der ein oder andere Tot wirklich weh… Auch kann man die Parteien nicht einfach von Anfang an in Gut und Böse teilen. Ich hatte zwar recht schnell eine Vermutung, was nicht so gut läuft. Aber die Lage ist verzwickt, um nicht zuviel zu verraten. Allgemein habe ich das Gefühl man kann nicht wirklich viel von der Handlung insgesamt verraten, diese sollte man beim lesen erleben. Auch hat mir der ganze Stil gefallen. Man erlebt mit Corban seine Ausbildung und viele aufregende und schöne Sachen. Aber auch viele dramatische und spannende und traurige. Auch sind Kämpfe und Schlachten sehr gut geschrieben und liefen buchstäblich, wie ein Film vor mir ab. Außerdem sind sie auch nie zu lang. Bei Fantasybüchern nerven mich oft zu lange und ausufernde Schlachten, vor allem wenn man das Gefühl hat, dass es sich mit der Zeit wiederholt. Insgesamt hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen und auch das Tempo, in dem die Geschichte erzählt wird. Die Aufmachung gefällt mir auch sehr. Das schon angesprochene Cover spricht mich total an. Das ganze ist als Broschur erschienen mit einer Karte der Verfemten Lande auf der Innenseite. Fazit Ein toller Auftakt zu einer Fantasyreihe. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht diesen zu lesen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile, welche recht zügig nacheinander erscheinen sollen. Band 2 „Bosheit“ soll am 18.09.2017 erscheinen und ich kann es kaum erwarten. Ich kann eigentlich nichts an den Buch bemängeln und empfehle es jedem der gerne Fantasy liest. Zwar erfindet „Macht“ nichts wirklich neues in dem Genre aber ich fand den Auftakt mehr als gelungen. Vielleicht eine neue Lieblingsreihe? Mal sehe wie es weiter geht.

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Die Verfemten Lande waren einst das Reich der Giganten. Nach dem Krieg mit den Menschen sind kaum noch Giganten übrig und die Welt hat sich verändert. Einzig ihre zahlreiche Bauwerke zeugen noch von ihrem Dasein. Doch als alte Legenden und Mythen wieder erwachen, werden mit ihnen auch die Giganten zahlreicher und mutiger. Steine weinen Blut und eine alte Prophezeiung verkündet die Rückkehr der Götter. Der junge Corban wartet derweil sehnsüchtig darauf, der Schmiede seines Vaters zu entkommen und endlich zum Krieger ausgebildet zu werden. Macht ist das Fantasy-Debüt des Schriftstellers John Gwynne und der erste Band der Tetralogie Die Getreuen und Gefallenen. Gleich von Beginn an etabliert der Autor mehrere Erzählperspektiven, von denen vor allem zwei Handlungsstränge am stärksten verfolgt werden: zum einen das Aufwachsen von Corban und zum anderen der Aufstieg des adligen Veradis. Gerade die Entwicklung von Corban ist gerade im Fantasy-Genre sehr klassisch. Er wächst als Sohn eines Schmiedes auf, träumt aber vor allem davon, ein großer Krieger zu werden und Heldentaten zu vollbringen. Dazu ist er sehr neugierig und findet im Laufe der Handlung einige außergewöhnliche Freunde. Veradis dagegen ist bereits am Hof eines Königs, wo er schnell zum engsten Vertrauten des Prinzen Nathair wird. Nathair selbst verfolgt große Pläne. John Gwynne erfindet mit seinem Debüt das Fantasy-Genre natürlich nicht neu, trotzdem bietet er gute und spannende Unterhaltung. Leser, die mit dem Genre vertraut sind, werden nur wenig Neues entdecken: alte Prophezeiungen, Kriege zwischen den Göttern, die Suche nach Auserwählten, die für die eine oder andere Seite in den Kampf ziehen – insgesamt also nichts Überraschendes. Gwynne gelingt es aber, das Tempo ziemlich hoch zu halten. Corban macht eine neue Erfahrung und Entdeckung nach der anderen und Nathair reist schnell von einem Ort zum anderem im Auftrag seines Prinzen. Da bleibt nur wenig Platz für lange Erklärungen und Beschreibungen. Daneben gibt es natürlich auch allerhand Intrigen, leider ist der Plot-Twist dennoch sehr vorhersehbar. Neben Corban und Nathair werden weitere Kapitel aus der Sicht von anderen Figuren geschildert. Dabei ist Corbans Schwester Cywen die einzige weibliche Figur, aus deren Perspektive erzählt wird. Generell sind Frauen eher unterrepräsentiert in Macht und spielen mit wenigen Ausnahmen auch keine große Rolle. Insgesamt schafft es Gwynne gut, die Entwicklung seiner Figuren darzustellen. Zwischendurch werden auch einige Kampf-Szenen geschildert, die für ausreichend Abwechslung und Spannung sorgen. Ebenso positiv ist, dass Gwynne genau zu wissen scheint, was er erzählen will. Die Geschichte wirkt keineswegs überladen und es werden nicht ständig neue Charaktere oder Handlungen eingeführt, deren Sinn unklar bleibt und die dann im Sande verlaufen, ohne großen Einfluss auf das große Ganze zu haben. Sprachlich kommt der Roman dazu auch solide daher, ohne negativ oder positiv aufzufallen. Der einzige Aspekt, der mich deutlich gestört hat ist, dass sich alle Charaktere gegenseitig duzen. Gerade auf Versammlungen von Königen, die gerade über das Schicksal der Welt verhandeln, hat das ständige „du“ auf mich einen unfreiwillig komischen Eindruck gemacht. Die Verwendung des „sie“ hätte der Stimmung und Atmosphäre deutlich besser getan. Mit Macht gelingt John Gwynne mehr als nur ein solider Debütroman. Er bedient sich bekannter Handlungsmuster und verbindet diese auf spannende Weise, um seine Geschichte zu erzählen. Damit schafft er keinen originellen Fantasy-Roman, aber dennoch einen, der interessante Charaktere und eine spannende Handlung bietet.

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Kurzinhalt: Einst besiegten die Menschen die Giganten in einem großen Krieg. Viele Schauplätze erinnern noch an die alten Zeiten. Doch die Zeiten des Friedens scheinen vorbei. Erste Anzeichen – die alten Gigantensteine bluten – künden eine neue dunkle Zeit an. Und erste Allianzen des Bösen sind schon geschmiedet und der Plan steht, die Welt zu erobern. Und nur wenige können sich dem in den Weg stellen. Meinung: Mit über 800 Seiten liegt hier ein sehr dicker Auftakt in dieses Fantasy-Epos vor. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, bin aber immer besser rein gekommen. Am Ende, die letzten 250-300 Seiten mussten dann immer schneller gelesen werden. Gwynne legt hier auf den ersten Blick eine sehr mittelalterliche Fantasywelt hin. Ähnlich, wie auch bei „der Weg des Inquistors“, kommen die Fantasy Eigenschaften eher nach und nach im Hintergrund dazu. Dabei merkt man schon, dass der Band in einer Zeit entstanden ist, in der Das Lied von Eis und Feuer herauskam. Generell habe ich mich oft an einige bekannte Fantasy Autoren erinnert gefühlt. Aber, das tut diesem Buch keinen Abbruch, denn Gwynne baut darauf seine eigene Geschichte und Welt auf. Dabei gelingt es ihm gut, einzelne Charaktere herauszuarbeiten und zwar auf der großen königlichen Ebene, aber eben auch Ebenen tiefer, bei jugendlichen Freunden und Soldaten. Überhaupt besteht die Welt aus sehr vielen Königshäusern, von denen im Laufe der 800 Seiten auch viele Ihre Rolle spielen und es geht hin und her. Auch hier findet man viele Intrigen und nicht nur offene Kämpfe. Gerade am Anfang ist das Erzähltempo sehr langsam und viele Charaktere werden vorgestellt und entwickeln sich spürbar weiter. Generell kritisieren kann ich für mich nur, dass mir die wirkliche Größe der Königreiche nicht so klar geworden ist. Man erfährt immer nur von der Größe der Kriegergruppen, aber Städte sind so im Detail quasi nicht beschrieben. Und tatsächlich zieht am Ende das Tempo spürbar an und man kann sich vor Ereignissen, schön herausgearbeiteten Wendungen und Action kaum retten. Sicherlich hätte dem Buch da am Anfang ein wirkliches Ausrufezeichen gut getan. Der ganze Plot wird im Grunde hier nur eingeleitet. Oft habe ich den Werdegang vorher erahnt, aber wie oben schon geschrieben, im letzten Drittel zeigt Gwynne, dass er ein sehr guter Autor ist und weiß auch zu überraschen. Die Kapitel hier sind klassisch im Martin Style nach Charakteren benannt. Da hatte ich es bei Eis und Feuer schon immer, dass es Kapitel (Bran) gab die ich am liebsten übersprungen hätte. Hier fand ich alle Handlungsstränge durchaus interessant. Ich kann Macht – die Getreuen und die Gefallenen jedem Fantasyfan empfehlen der keinen ganz schnellen Einstieg braucht um ein Buch zu mögen. Ich bin sehr gespannt wie die Macht Saga weitergeht und welche Überraschungen Gwynne im zweiten Teil herbeizaubert. Denn bis auf die bloße Richtung, sind die einzelnen Handlungsstränge wirklich komplett offen gehalten. Ein großes Lob noch an den Verlag: Die Bücher 2-4 sollen bis zum Frühjahr 2018 veröffentlicht werden.

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