Leserstimmen zu
Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun

T. S. Orgel

Die Blausteinkriege (1)

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Mit dem ersten Band der „Blausteinkriege“ – „Das Erbe von Berun“ verlässt das Autorengespann T.S. Orgel die tolkienschen Figurengefilde, in denen sie mit ihren letzten drei Büchern über die Orks und die Zwerge unterwegs waren. Das Duo bricht auf in eine neue Welt und die ist so facettenreich wie spannend. Das Kaiserreich Berun ist ein Land, das im politischen Niedergang begriffen ist. Es gibt reichlich Intrigen und Ränke, mit denen die Feinde des neuen Kaisers versuchen, an die Macht zu kommen. Es geht um Macht, es geht um Religion und es geht um Magie und den wertvollen Rohstoff Blaustein, der das magische Talent mancher Menschen fördert. Das Setting, das T.S. Orgel entwirft, ist nicht neu in der Fantasy, aber hier ungemein vielschichtig und wird all jene begeistern, die die epische Fantasy lieben. Schnell ist man in der Geschichte und gebannt von den sich überschlagenden Ereignissen in den verschiedenen Handlungssträngen. Die Story fesselt aufgrund ihrer Komplexität, aber auch aufgrund ihrer guten Figuren. T.S. Orgel hat spannende Charaktere gezeichnet, die alle ihre Abgründe, Fehler, ihre Ecken und Kanten haben. Das macht sie interessant und sorgt dafür, dass man ihnen folgen will. „Das Erbe von Berun“ wird so zum echten Pageturner, bei dem man sich nach der letzten Seite schon auf die nächsten Bände freut.

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Magie ist ein gefährliches Spiel … Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist. Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen … (Klappentext) Was uns die Brüder Tom und Stephan Orgel (T.S. Orgel) hier vorlegen, ist ein Fantasy Roman vom Allerfeinsten. Magie, Intrigen, Heere und verhinderte Helden – dieser Roman hat all das und noch so viel mehr! In der Hauptsache wird die Geschichte von Sara, Marten und dem „Puppenspieler“ erzählt. Angenehm auffallend ist dabei, dass alle drei Charaktere sehr fein ausgearbeitet sind. Aber … es sind keine klassischen Helden und besonders zu Beginn sind sie den „Guten“ nicht unbedingt zuzuordnen. Alle drei und da insbesondere der letzte Charakter (der Puppenspieler) haben auch ihre Schattenseiten, sind mitunter gezwungen grausam und gnadenlos zu sein. Allgemein sind die Charaktere in den „Blausteinkriegen“ nicht unbedingt zimperlich, so dass das Buch in den Grundzügen schon stellenweise sehr brutal rüberkommt. Es ist aber eine „realistische“ Brutalität, die hier beschrieben wird. Sie ist nie ausufernd oder voyeuristisch, sondern dient als Mittel zum Zweck. Es ist den beiden Autoren sehr gut und anschaulich gelungen, eine ganz eigene Welt zu erschaffen. Nein, es ist keine wirklich schöne Welt. Es ist eine Welt der Gier nach Macht, eine Welt der Kriege, eine Welt der – ich möchte es ganz vorsichtig sagen – versteckten Magie, die nicht immer positiv eingesetzt wird. Überhaupt macht die Blausteinmagie nicht den Eindruck eine erstrebenswerte Magie zu sein. Sie ist zwar mächtig, fordert aber einen hohen Preis. Auch ist es eine Welt der Unterschiede zwischen arm und reich, zwischen der Machtelite und den einfachen Menschen. Und – es ist eine Welt der Gezeichneten, Menschen, die in der Lage sind mithilfe des Blausteins Magie anzuwenden… All das wird dem Leser sehr eindringlich und plastisch geschildert. Ich habe mich nach den ersten Seiten sofort wohl gefühlt, war irgendwie „zuhause“ angekommen. Der Roman liest sich sehr flüssig und verzichtet in meinen Augen dennoch nicht auf eine ausgefeilte und ansprechende Sprache. Für mich war es seit Langem wieder ein Fantasy-Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich jedoch anbringen. Ich habe das E-Book gelesen und war ein wenig enttäuscht darüber, dass die Karte zu Beginn des Buches so klein und fast nicht zu lesen war. Auf Nachfrage wurde ich von Tom Orgel auf die Seite der Blausteinkriege (www.blausteinkriege.de) verwiesen und fand dort eine wunderbare Karte zum Ausdrucken. Vielleicht ist es ein gewagter Vergleich, aber ich würde beide Autoren durchaus in der Tradition eines Robert E. Howard bzw. Peter V. Brett sehen. Freunden der klassischen Fantasy sei dieses Epos sehr ans Herz gelegt! Ihr werdet nicht enttäuscht sein und greift vermutlich sofort – wie ich das getan habe – zu Band 2. Leseempfehlung!

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Nach dem Tod des Kaisers von Berun geht das Land seinem Untergang entgegen, denn der Thronfolger ist schwach und unfähig. In den Vasallenstaaten gibt es Abspaltungstendenzen, es kommt zu Aufständen, Nachbarstaaten versuchen die Umstände auszunutzen. Das Schicksal mehrerer Menschen verbindet sich mit dem Geschehen: Die Diebin Sara tritt, nachdem sie der Mutter des Kaisers unbeabsichtigt einen Gefallen erwies, in deren Dienst und damit mitten ins Geschehen. Der Schwertkämpfer Marten muss auf Grund seines lasterhaften Lebenswandels Berun verlassen und verdingt sich als Kriegsknecht. Messer, ein Auftragsmörder, erhält die Aufgabe verschiedene Personen, die mit dem Kaiserhaus in Verbindung stehen, zu töten – das sind nur drei der Charaktere, die die Handlung tragen und aus deren Perspektiven erzählt wird. Dem Leser bleibt lange unklar, wie die Charaktere miteinander verbunden sind, ja, wohin überhaupt die Geschichte führen soll. Das finde ich persönlich nicht weiter schlimm, denn die einzelnen Geschichten sind interessant und spannend erzählt und nach und nach erschließen sich zumindest Gemeinsamkeiten bzw. Verknüpfungen. Die Frage nach dem großen Ganzen der Geschichte stellte sich mir nur am Rande und wird sich wohl erst mit dem letzten Band endgültig erschließen. Dennoch gibt es auch hier schon einige Aha-Erlebnisse, z. B. wenn persönliche Hintergründe aufgedeckt werden. Überrascht wird der Leser zudem immer wieder durch unerwartete Wendungen, Entwicklungen und Verbindungen. Die Charaktere finde ich durchweg gut gelungen, die Charakterisierung ist nicht immer tiefgehend, dafür aber pointiert ausgefallen, keiner wirkt blass oder eindimensional, es gibt nahezu keine reine Schwarz-Weiß-Zeichnung, Protagonisten wie Antagonisten besitzen fast alle gute und schlechte Charakterzüge. Die Welt, die die Gebrüder Orgel entwickelt haben, gefällt mir gut, es ist eine Fantasywelt, jedoch sind die Fantasyelemente, zumindest bisher, dezent gesetzt. Einige Menschen haben „Talente“, besondere Eigenschaften (z. B. Beherrschen des Elementes Wasser), die durch Blaustein verstärkt werden können und in Berun als widernatürlich angesehen werden. Gut gefällt mir auch die dahinter stehende Mythologie/Religion, ebenfalls sehr gelungen ist die Tierwelt, von deren Vertretern wir hoffentlich in den Folgebände weitere kennenlernen werden. Der Roman wartet mit einer Karte und einem Personenverzeichnis auf, beides sehr nützlich. Schön wäre noch ein Glossar gewesen, es gibt einige Worte, die einer (früheren) Erklärung bedurft hätten (z. B. Metis oder Vibel). „Das Erbe von Berun“ ist der erste Teil einer Trilogie und in meinen Augen sehr vielversprechend. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Teile und die Entwicklungen, die Berun und die Charaktere durchlaufen werden. Von mir gibt es volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Anfangs kam ich mir zwar etwas überrollt vor durch die neue Welt, die vielen neuen, eigenständigen Bezeichnungen und ungewöhnlichen Namen der Figuren - aber es hat mich sofort vollkommen in die Handlung hineingezogen. Und ich hab mich sofort "zu Hause" gefühlt! Die Charaktere stehen hier sehr präsent im Mittelpunkt und man lernt sie auch erstmal ausführlich kennen, wobei die Handlung immer mehr Form annimmt und einen immer tiefer in die Machtkämpfe und Intrigen rund um die Königreiche hineingezogen wird. - Sara, das mittellose Straßenkind, deren Talent sie für ganz besondere Aufgaben qualifiziert - Henrey Thoren, der Puppenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht - und Marten, der unbesonnene Schwertkämpfer, dessen Schicksal eine drastische Wendung nimmt Zuerst weiß man überhaupt nicht, wie alles zusammenhängt und ich konnte gar nicht mehr aufhören, weil auch die Vorgeschichten sich so spannend gelesen haben. Die Autoren bauen hier viele kleine Details zum Hintergrund der Welt und auch zu den Eigenarten jeder der Figuren ein, die ein sehr lebendiges Bild entstehen lassen. Dabei lassen sie aber auch Nebencharakteren ihren Raum, ohne dass es unübersichtlich wird. Der rote Faden führt durch schäbige Tavernen und lebensgefährliche Sümpfe bis hinein in die Hochburg des Kaisers aus Berun und weit über die Grenzen des Landes hinaus. Gerade die Charaktere haben es mir hier angetan, die alle etwas spezielles, verruchtes oder geheimnisvolles an sich haben, was mich gar nicht mehr losgelassen hat. Dabei kommen sie hier ohne rührselige Liebesgeschichten aus; aber keine Sorge, einige Funken sprühen schon und ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird! Überhaupt werden einige sich neu orientieren müssen und dabei, wie meist, einen steinigen Weg hinter sich lassen. Vor allem, wie sich die hinterhältigen Machenschaften und Ränke offenbaren, öffnet einem auch durch die auktoriale Schreibweise mehr und mehr den Blick auf das große Ganze, dem sich das Land und ihre Herrscher und Fürsten schon bald stellen müssen. So kleine Scharmützel geben schon einen Vorgeschmack und ich hoffe auf noch viele große und kleine Schlachten! Fazit Ein großartiger Auftakt zu einer verwegenen und wunderbar erzählten Geschichte, die sich hauptsächlich um das Schicksal der Charaktere - und deren Zusammenhänge mit dem Schicksal des Reiches Berun dreht. Dabei mit gutem Tempo und flüssig erzählt, um immer tiefer in die Geheimnisse des Blausteins einzutauchen und den Verrätern der Krone auf die Spur zu kommen.

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Inhalt Nach dem Tod des Kaisers steht das Kaiserreich Berun kurz vor dem Untergang, denn der Erbe des Kaisers hat nichts außer ein ausgelassenes Leben im Sinn. Durch diese Schwächung von innen heraus ist Berun ein begehrtes Land für Mächte von außerhalb. Aber auch innerhalb des Landes brodelt es. Drei Menschen, sind mit dem Schicksal von Berun unwiderruflich verbunden. Können sie das Kaiserreich retten? Eigene Meinung Nachdem ich so viel Gutes über dieses Buch gelesen habe, musste ich mich letztendlich selber davon überzeugen. Von den beiden Autoren hatte ich bis dato noch nichts gelesen, aber ich denke, dass hier in der nächsten Zeit noch weitere Bücher einziehen werden. Direkt zu Beginn gerät man in eine spannende (und auch blutige) Szene, die einen kleinen Vorgeschmack auf den Rest des Buches gibt. Bereits nach wenigen Seiten konnten die Autoren mich mitreißen und es fiel schwer mit dem lesen aufzuhören. Anfangs waren die vielen Charaktere zwar etwas verwirrend, aber nach und nach habe ich mich dran gewöhnt und konnte die einzelnen dann auch voneinander unterscheiden. Was das lesen nicht ganz so leicht macht sind die vielen kurzen Kapitel und somit das ständige Springen zwischen einzelnen Handlungssträngen. Auch sollte gesagt sein, dass dieses Buch nichts für Leser mit einem schwachen Magen ist, da es durchaus sehr blutig zur Sache geht. Die Charaktere sind gut durchdacht und jeder hat so seine Eigenheiten, die man mögen kann oder eben nicht. „Leider“ sind es auch sehr viele, allerdings hilft hier das Namensregister am Ende des Buches. Ohne dieses wäre ich wohl vollkommen verloren gewesen. Aber irgendwann brauchte ich dann nicht mehr bzw. nur noch selten nach hinten zu blättern. Einige Charaktere mochte ich direkt von Anfang an, mit anderen musste ich erst warm werden und bei wiederum einigen konnte ich einfach keine Sympathie finden, was von den Autoren aber wohl auch eher nicht gewollt war. Man konnte nicht immer direkt feststellen wer auf wessen Seite stand, was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat, denn so kann man seine ganz eigenen Vermutungen anstellen. Die Thematik der Blausteine fand ich sehr interessant und vor allem gut durchdacht. Für mich gab es keinerlei Logikfehler und alles hat gepasst. Auch so an sich konnte ich für mich in dem ganzen politischen System keinerlei Unlogik feststellen, was dem Buch auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt bringt. Der Schreibstil der Autoren ist einfach genial. Alles liest sich sehr flüssig und durch kleine Details hat man immer ein gutes Bild vor Augen. Dass die Geschichte von zwei Autoren geschrieben wurde merkt man überhaupt nicht. Hier merkt man, dass es sich wirklich um Profis handelt die sich schon lange kennen (sind ja auch Brüder ;)). Das Cover ist relativ typisch für High Fantasy und sehr ansprechend gestaltet. Auf jeden Fall springt es direkt ins Auge und macht neugierig um was es geht. Fazit Ein toller Auftakt zu einem neuen Epos. Ich bin schon sehr auf Teil 2 gespannt, welcher im Oktober bei Heyne erscheinen wird. Alles ist passend, von den Details der Umgebung, über die Charaktere bis hin zum Blaustein und dem politischem System. Einfach genial! Empfehlung Freunde von High Fantasy kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.

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Um das alte Kaiserreich Berun scheint sich die Schlinge zuzuziehen. Einst stark und mächtig mit einem schlagkräftigen Heer, so scheint es dem jetzigen Kaiser kaum möglich es zusammenzuhalten. Gefahr droht von allen Seiten und auch im Herzen des Reiches wird mehr als nur eine Intrige gesponnen. In allen Ecken scheint es Machtkämpfe und Ränkespiele zu geben und die einst nachdrücklich bekämpfte Magie des Blausteins tritt immer wieder zu Tage. Verfluchte nutzen den Blaustein, um die Macht ihrer Gabe um ein Vielfaches zu steigern. Wertvoll und gefährlich, mag der seltene Stein der Faktor sein, der letztlich über den Fortbestand des Reiches entscheidet. Doch auch ganz unterschiedliche Menschen scheinen fest mit der Zukunft Beruns verbunden zu sein, so unbedeutend sie zunächst auch erscheinen mögen. Sara, das Straßenmädchen, Marten, der adlige Schwertkämpfer und der ebenfalls mit einer Gabe verfluchte Lebrec spielen eine weitaus größere Rolle, als sie jemals für möglich gehalten haben. Tom und Stephan Orgel haben mit ihrem neuen Roman ein gewaltiges Werk erschaffen. Sie lassen eine großartige Welt auferstehen und entführen den Leser mitten in einen dichten Sumpf aus Intrigen, politischen Ränkespielen und Magie. Verschiedene Handlungsstränge werden nach und nach immer weiter verknüpft und haben mich mit jeder Seite mitfiebern lassen. Die Beschreibungen sind sehr eindrücklich und ich konnte mir manches schon fast zu gut vorstellen. Auch die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. So zum Beispiel Sara, die lernt eigene Entscheidungen zu treffen und für sie einzustehen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und gerade zu Beginn habe ich besonders ihre Passagen sehr genossen. Faszinierend ist es, wie es den Autoren gelingt, jeder ihrer Figuren ein eigenes Leben zu geben, das authentisch ist und niemals nur irgendwelche Klischees bedient. Sehr gelungen finde ich auch Meister Messer, der sicher kein Sympathieträger ist, aber mich dennoch mit seiner Effizienz und Ausdrucksweise begeistern kann. Insgesamt ein sprachgewaltiges, komplexes Werk mit tollen Charakteren, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. High Fantasy vom Feinsten, die ich jedem Freund dieses Genres uneingeschränkt und liebend gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

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Orks und Zwerge sind für alle ein Begriff, vor allem seit dem „Herr der Ringe“ verfilmt wurde. Die Trilogie „Orks vs. Zwerge“ hat auch die Brüder Tom und Stephan Orgel bekannt gemacht. Nun habe sie mit „Die Blausteinkriege“ eine neue Fantasy-Reihe herausgebracht. Inhalt: Magie ist ein gefährliches Spiel … Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist. Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen … Mit „Das Erbe von Berun“ liegt der Auftaktband der neuen Reihe vor. Dabei muss ich mich als Leserin erst einmal in einer neuen Welt orientieren. Gerade der Anfang zog mich schon richtig in seinen Bann. Jedoch muss man beim Lesen vorsichtig sein, an welche Charaktere man sich gewöhnt, da nicht so ganz klar ist, wer die eigentlichen Hauptpersonen des Buches sind. Es laufen mehrere Handlungsstränge parallel, bei denen nicht offensichtlich ist, wie sie zusammengehören oder zusammenhängen. Die Welt von Berun und seinen Nachbarländern ist faszinierend. Magie, hier im Buch auch Talent genannt, und politische Intrigen spielen einen große Rolle. Das macht die Verwicklungen interessant und das Agieren so mancher Person auch undurchsichtig. Im ersten Anschein ist die Welt einfach. Es herrscht der Kaiser von Berun, über Berun und weitere unterworfene Reiche wie Macouban und andere Gebiete. Dabei wurden allen unterworfenen Gebieten die Gesetze und Regeln von Berun übergestülpt. Aber wie es immer in eroberten Gebieten ist, ist die Befolgung der Gesetze nur dem äußeren Anschein nach gegeben. Insgeheim werden die alten Götter noch immer angebetet und die Benutzung von Blaustein offiziell verboten. Blaustein hat die Eigenschaft magische Fähigkeiten zu verstärken, so dass die magischen Fähigkeiten sofort und problemlos anwendbar sind. Welche magischen Fähigkeiten jemand hat, unterscheidet sich von Person zu Person. Die Geschichte der Blausteinkriege spielt nun zu einer Zeit, in der der Kaiser schwach ist und die besetzten Gebiete beginnen sich aufzulehnen. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Dieser Perspektivwechsel vollzieht sich immer kapitelweise. Das hat mich am Anfang immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Bei jedem neuen Kapitel musste ich mich zunächst erst einmal wieder orientieren, bei welcher Person und welchem Ort ich nun wieder bin. Mit der Zeit legte sich das. Als Hauptpersonen sehe ich Sara - ein Straßenkind - und Marten, den zweiten Sohn eines Adelshauses. Beide Figuren agieren und entwickeln sich gänzlich unabhängig voneinander. Wann und ob sich die Wege kreuzen, bleibt abzuwarten. Beim Lesen musste ich für mich aber feststellen, dass ich beide nicht sehr sympatisch fand. Sara, die auf der einen Seite sehr scharfsinnig ist und komplexe logische Schlüsse zieht, muss als Strassenkind überleben und sich durchkämpfen. Doch sobald sie unter Thorens Schutz steht, dem Berater der Kaisermutter, wirkt sie oft wie ein kleines Mädchen, das wohlbehütet noch nichts von der rauen Wirklichkeit erlebt hat. Marten dagegen ist als zweitgeborener Adeliger ein Tunichgut und Lebemann, der weder sich noch das Leben ernst nimmt und sich nur um sein Vergnügen kümmert. Doch damit fällt er vollends auf die Nase und muss ein Weg einschlagen, der seiner bisherigen Lebensart widerspricht. Wie er sich dabei schlägt, können wir in der Geschichte verfolgen und auch dabei immer wieder feststellen, wie die Autoren uns Leser mit Wendungen überraschen. Die Welt mit seiner eigenen Geschichte, den dort herschenden Religionen, Mythen und Kulturen ist sehr gut umgesetzt, wenn sie auch in einigen Teilen oberflächlich und blass bleiben. Insgesamt hat mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet, die Ideen sind zum Teil neu und die Geschichte, auch wenn einiges vorhersehbar wirkt, birgt immer wieder Überrschungen. Ein Fantasy-Auftakt, aus dem mehr hätte gemacht werden können, der sich aber doch zu lesen lohnt. Einige Fragen blieben offen und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich schon auf Band 2, der voraussichtlich im Herbst 2016 erscheint.

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31688-1 Erschienen: 12.10.2015 Verlag: Heyne ----------------------------------------------------- Inhaltsangabe (Quelle Heyne Verlag): Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist. Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen … Meine Einschätzung: Ja, ja ich weiß, dass ist der Klappentext, den man auch auf dem Buch lesen kann und so wirklich viel her gibt er nicht. Doch leider wusste ich wirklich nicht, wie ich einen tollen Klappentext schreiben sollte ohne zuviel von der Handlung selbst zu verraten, denn diese ist doch komplexer und verwobener als ich zunächst annahm. In erster Linie aber zog das wirklich, wie ich finde, schöne Cover meinen Blick auf sich und brachte mich erst dazu mir diesen Auftakt zur neuen Reihe von T.S. Orgel genauer unter die Lupe zu nehmen. Passend zum Titel der Reihe war das Cover in verschiedenen Blautönen gehalten und wirklich ein richtiger Blickfänger, dass dann auch noch der Klappentext so vielversprechend klang entschied es! Ich musste das Buch einfach lesen, nichts desto trotz zögerte ich noch etwas nachdem das Buch den Weg zu mir gefunden hatte. Denn mal ehrlich es ist immer ein Risiko einen Roman von einem Autor oder Autorenduo zu lesen, das man bis dato gar nicht kannt, aaaaber ich wurde positiv überrascht und habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte nicht genug von Sara, dem Puppenspieler oder Marten bekommen. Der Schreibstil des Duos war für mich neu und trotzdem sehr angenehm leicht zu lesen und wirklich fesselnd. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand, denn ich musste einfach wissen, wie es weitergeht! Auch die Atmosphäre gelang den Autoren richtig gut und ihre Welt war fremd und doch seltsam vertraut - macht das Sinn? *lach* Die Handlung war spannend und sehr interessant, auch wenn in meinen Augen noch nicht ganz klar ist, WAS genau denn nun Blaustein ist, so ist es doch spannend und wird temporeich erzählt. Geschickt verweben die beiden Autoren die Einzelschicksale miteinander, nur um sie etwas später im weiteren Verlauf der Handlung wieder voneinander zu trennen. Und auch hier warten sie mit einigen Überraschungen auf oder mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte bzw. teilweise ahnte - ich bin regelrecht gezwungen Bd. 2 zu lesen und ich täte dies am liebsten gleich!!! Was die Charaktere angeht muss ich sagen, dass ich da so meine kleineren Schwierigkeiten hatte sie auseinander zu halten. Einige Namen klangen sich doch schon sehr ähnlich, dieses Problem schien ich besonders mit den Nebencharakteren zu tun, bei den Hauptcharakteren weniger. Hier ist auch bei den Hauptcharakteren, was eher selten ist in einem Auftaktband, dass man eine deutliche Entwicklung (gerade bei Marten und Sara) erkennen konnte. Da ich Danil sehr mochte hoffe ich nach wie vor, dass wir ihn wiedersehen werden. Die Veränderungen an ihnen waren nicht signifikant, aber doch klar erkennbar. Es waren keine großen Entwicklungen, aber nichts desto weniger waren es Entwicklungen - ich rede Blödsinn, nicht? *grins* Alles in allem ein wirklich schöner und mehr als gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe, der definitiv Lust auf mehr macht. Mein Fazit: 5 Sterne - ein Schmankerl für Fantasy Fans!

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