Leserstimmen zu
Er liebt sie nicht

Sharon Bolton

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Er ist ein Serienkiller. Er hat vier junge Frauen brutal ermordet. Doch auch nach seiner Verurteilung beteuert er noch immer seine Unschuld. Nun sucht er jemanden, der seinen Fall neu aufrollt. Jemanden, der seine Geschichte erzählt. Damit die Wahrheit ans Licht kommt. Maggie Rose könnte das. Doch die erfolgreiche Rechtsanwältin und True-Crime-Autorin zögert. Sie widersetzt sich seinen Bitten, antwortet nicht auf seine Briefe aus dem Gefängnis. Dabei ist er ein charismatischer und erfolgsverwöhnter Mann, gutaussehend und intelligent. Wie lange wird Maggie ihm noch widerstehen können? Denn insgeheim hat sie längst damit begonnen, seine Geschichte aufzuschreiben …(Klappentext) ❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀ "Meine Liebste, wenn ich an die Augenblicke denke, die mir die größte Freude bereitet haben: eine unbezwungene Felswand zu erklettern, früh am Weihnachtsmorgen den Mond über dem Meer zu betrachten, als mein Hund zum ersten Mal gesehen hat...das alles verblasst neben der Sekunde, als ich Dir in die Augen sah und wusste, dass Du mich liebst." (S 7 - Anfang) Der Thriller beginnt schon ungewöhnlich und zwar mit einem Brief aus dem Gefängnis des vermeintlichen Serienkillers Hamish Wolfe an eine Unbekannte. Dieser sitzt eine lebenslängliche Strafe für 4-fachen Mordes ab. Vier Frauen, alle korpulent, soll er umgebracht haben. Drei Leichen dieser Frauen wurden in Höhlen gefunden, die Leiche seines ersten Opfers wurde jedoch nie gefunden. Der ehemalige Onkologe ist gutaussehend, charismatisch, bekommt Unmengen an Liebesbriefen und hat sogar seinen eigenen Fan-Club - "Das Wolfes-Rudel", angeführt von seiner Mutter. Diese sind alle von seiner Unschuld überzeugt. Die Beweise sind jedoch stichhaltig und weisen alle auf ihn als Täter hin und trotzdem beteuert er immerzu seine Unschuld und möchte gegen dieses Urteil in Berufung gehen. Seine einzige Chance scheint die Strafverteidigerin und Krimi-Autorin Maggie Rose zu sein, die schon mehrere Erfolge diesbezüglich vorzuweisen hat und daher von Polizei und Staatsanwaltschaft gefürchtet wird. Dieser Thriller kommt ganz ohne Blut und Gemetzel aus und am Ende sehe ich ihn eher als Psychothriller. Ungewöhnlich ist der Aufbau dieses Thrillers. Die Handlung wird zwischendurch immer wieder für Briefe, E-Mails, Psychologische Gutachten, Aufzeichnungen von Maggie und Zeitungsartikel unterbrochen. Dies schmälert jedoch keineswegs den Lesefluß oder die Spannung. Dadurch erhält der Leser nämlich Einblick in die einzelnen Fälle dieser Morde, in die Vergangenheit, in Maggies Aufzeichnungen zu ihrem neuen Buch und ihre Vorgehensweise. Man liest abwechselnd aus der Perspektive von Maggie, Detective Peter Weston und Hamish. Mit jedem von ihnen scheint etwas nicht zu stimmen, jeder hat hier seine Leichen im Keller. Der Thriller lebt also auf jeden Fall von seinen Charakteren. Der Schreibstil ist flüssig und es werden auch melancholische und nachdenkliche Töne angeschlagen. "Es gibt kein erkennbares Muster. Nichts, was darauf hinweist, wo Zoe ist, und manchmal hat Pete das Gefühl, wenn er sie nicht findet, wird er vielleicht den Rest seines Lebens nach ihr suchen." (S. 67) Auch die Spannung wird durchwegs eher niedrig gehalten und der Thriller verläuft allgemein eher ruhig. Trotzdem wird man, aufgrund der laufend überraschenden Wendungen und Informationen, immer wieder zum Weiterlesen animiert. Man hat zwar zwischendurch auch immer wieder Vermutungen, doch ganz klar ist es nie, denn hier ist nichts wie es scheint. Gegen Ende steigert sich das Tempo, sowie auch die Spannung und hält auch noch eine Überraschung bereit. Fazit: Obwohl es eher ein Psychothriller ist, konnte mich das Buch von Anfang bis Ende packen. Ein Thriller der etwas anderen Art, dessen Charaktere mich begeistern konnten und der es trotz ruhiger Töne schaffte mich zu fesseln. Wer wissen möchte was es mit dem Origami auf sich hat, muss das Buch lesen *g* © Pink Anemone

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Inhalt: Der gutaussehende und erfolgreiche Arzt Hamish Wolfe ist ein verurteilter Serienkiller, der wegen 3 fachen Mordes im Gefängnis sitzt. Dennoch beteuert er seine Unschuld. Um Chancen auf eine erfolgreiche Berufung zu haben, möchte er unbedingt die erfolgreiche Anwältin und True-Crime Autorin Maggie Rose an seiner Seite haben, die in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich Urteile angefochten und verurteilte Mörder aus dem Gefängnis geholt hat. Zunächst weigert sie sich vehement den Fall zu übernehmen, doch insgeheim hat sie längst damit begonnen seinen Geschichte für ein Buch aufzuschreiben und irgendwann bröckelt ihr Widerstand und sie beginnt sich eingehender mit dem Fall zu beschäftigen, was der Polizei aber überhaupt nicht passt. Constable Pete Weston, der frühere Ermittler aus dem Fall, hat wenig Interesse daran sich den größten Erfolg in seiner Karriere ruinieren zu lassen und prüft diesen ebenfalls nochmal auf Lücken in der Beweisführung. Cover und Gestaltung: Das Cover ist auf den ersten Blick sehr schlicht und hell gehalten Schaut man genau hin, erkennt man die zwei Nadeln und das Blut, so dass man einen Thiller vermuten kann. Die Abbildung hat aber rein gar nichts mit der Handlung im Buch zu tun. Das Einzige was ich daran gut finde ist der deutsche Titel, der sehr passend gewählt wurde, wie sich nach dem Lesen erschließt. Meine Meinung: Das Buch ist in seiner Erzählweise sehr abwechslungsreich. Neben den Kapiteln, die aus der Perspektive von Hamish Wolfe, Maggie Rose und Constable Weston erzählt werden, findet man immer wieder Briefe, E-mails, Zeitungsartikel, psychologische Gutachten und Entwürfe aus dem Buch, dass Maggie Rose über den Fall schreibt. Aus diesen verschiedenen Medien lernt der Leser auch nach und nach die Einzelheiten der Fälle kennen, wegen denen Hamish verurteilt wurde, kann sich eine Meinung über diese bilden und bekommt auch so manche Ereignisse aus seiner Vergangenheit geschildert. Die Hauptcharaktere sind alle sehr ungewöhnlich und originell ausgearbeitet. Maggie Rose ist nicht die typische Thriller Heldin, die für Gerechtigkeit sorgen will. Sie ist zwar eine toughe Frau, aber sie wirkt eher kühl, abgebrüht, berechnend und herzlos. Nur ab und zu kommt auch mal etwas Empathie oder Mitgefühl bei ihr zum Vorschein. Also nicht unbedingt sympatisch, aber durchaus sehr interessant als Protagonistin. Hamish Wolfe eilt schon sein Ruf als gut aussehender, charismatischer Arzt voraus. Diesen Charme lässt er auch hin und wieder durchblitzen, aber dennoch weiß man bei ihm nie woran man bei ihm ist. Oft wirkt er auch einfach nur überheblich und manipulativ. Dann aber sind wieder Liebesbriefe abgedruckt, die von ihm stammen sollen, aber gar nicht zu diesem Bild passen. Der dritte Hauptcharakter Pete Weston ist auf den ersten Blick noch der Sympatischste der drei. Aber auch bei ihm kommen dem Leser bald Zweifel, ob alles wirklich so ist wie es scheint. Charaktere also die alles andere als eindimensional sind und es klingt nach einer tollen Grundlage für einen spannenden Thriller. Der Einstieg ist auch sehr interessant und man weiß gar nicht, was man von den einzelnen Personen halten soll, wer mit wem spielt und schwankt mit seinen Theorien immer hin und her. Danach wurde es aber im zweiten Drittel für mich trotz der kurzen Kapitel und der abwechslungsreichen Erzählweise extrem langatmig und teilweise richtig zäh. Ich brauche ja keine Actionszenen oder detaillierte blutige Gewaltszenen, die man in diesem Buch auch nicht finden wird, aber ich finde selbst die psychologischen Spielchen der drei Hauptfiguren die ich am Anfang toll fand, wurden viel zu oft durch langatmige und unnötige Passagen unterbrochen. Gegen Ende nimmt das Buch dann nochmal Tempo auf. Ja das Ende ist sogar richtig rasant. Das was scheinbar am Ende die interessante Wendung darstellen soll, war für mich zu diesem Zeitpunkt aber keineswegs mehr überraschend. Als geübter Thrillerleser wird man das viel früher vermuten und wenn nicht, wird man in einer Situation total mit der Nase darauf gestoßen. Es wird zwar noch etwas mehr enthüllt, aber alles in allem war das Ende doch sehr enttäuschend und durch das angezogene Tempo auch nur noch sehr oberflächlich erklärt, so dass vieles für mich auch nicht schlüssig ist. Fazit: "Er liebt sie nicht" ist ein sehr ruhiger Thriller, der vor allem mit den originellen, vielschichtigen Charakteren besticht, die einmal ganz ohne die typischen Thriller Klischees auskommen und deren psychologischen Spielchen untereinander. Leider braucht man für diesen Thriller aber einen langen Atem, denn er wird nach interessantem Beginn im Mittelteil sehr zäh und langatmig. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen, da man den Handlungstwist schon erahnen konnte und dieser auch nur oberflächlich und nicht schlüssig erklärt wird.

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Sharon Boltons „Er liebt sie nicht“ zählt zu der Art Mysterythriller, die auf eine nahezu unblutige Weise fesseln können. Miträtseln ist hier ausdrücklich erwünscht. Allerdings muss man sich dafür auf äußerst sonderbare Charaktere einlassen, denen man als Leser trotzdem nicht wirklich nahe kommt. Das ist aber beabsichtigt und Teil des Plans. Im Einzelnen hätten wir da: - Maggie Rose, blauhaarige Starstrafverteidigerin und Bestsellerautorin von True-Crime-Storys, die darauf spezialisiert ist, Serienkiller aus dem Gefängnis zu holen - Hamish Wolfe, ein charismatischer Womanizer und Arzt, der seit zwei Jahren für den Mord an drei Frauen einsitzt und sich von Maggie Rose Hilfe erhofft - sowie Detective Pete Weston, der Wolfe hinter Gitter gebracht und ein persönliches Interesse daran hat, dass alles so bleibt, wie es ist. Sprich: Wolfe hinter Gittern. Im Grunde besteht die Geschichte hauptsächlich aus wiederkehrenden Aufeinandertreffen der Protagonisten, von denen man - wie so oft in dem Genre - nicht zuviel erwarten sollte. Sie sind dazu da, der Handlung die nötige Würze und nicht unbedingt auffallende Tiefe zu verleihen. Mir hat die Atmosphäre in dem Buch aber so gut gefallen, dass ich mich daran auch überhaupt nicht gestört habe. Der ruhige, aber durchgängige Suspensefaktor hat mich wunderbar durch die Seiten getragen. Die Charaktere agieren verschlossen, misstrauisch, teilweise manipulativ - keine Sympathieträger, aber sie regen die grauen Zellen an. Schnell wird klar: Alle haben ihre Geheimnisse. Die Frage ist: Welche Geheimnisse sind entscheidend für die Auflösung? Sharon Bolton spielt auf Zeit und gibt Details nur sehr langsam preis, schreibt aber so unterhaltsam und variierend, dass sich das Buch wegliest wie nichts. So beinhalten einige Kapitel E-Mails, Briefe und Aktenvermerke, die zusätzlich für Abwechslung im Lesefluss sorgen. Ganz langsam fügen sich die Puzzleteile auf diese Weise zusammen. Allerdings sollte man auf der Hut sein, denn es gibt ein paar gemeine Stolpersteine. Somit kommen wir zu dem Teil des Buches, der mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet - der Auflösung. Wobei das Ganze etwas kniffelig ist. Denn ohne den Knalleffekt am Ende, wäre der Teil davor auch nicht denkbar, der mir ja wiederum gut gefallen hat. Im Grunde mag ich den Mechanismus der Auflösung sogar, denn er funktioniert ähnlich wie ein Taschenspielertrick. Wenn man sich das Ganze allerdings genauer betrachtet, ergibt vieles hinten und vorne wirklich keinen Sinn mehr und sowas stört mich immer enorm. Daher war die Enttäuschung bei mir ziemlich groß. Ganz konkret habe ich mich auch über ein, zwei Szenen geärgert, in denen die Autorin bewusst (rückblickend aber leider etwas plump) Täuschungsmanöver einbaut. Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl im Sinne des miträtselnden Lesers wäre da schön gewesen. Fazit: Wer Freude an ruhigen, psychologischen Thrillern hat, es mit der Logik nicht ganz so eng sieht und Auflösungen mit Knalleffekt mag, dem würde ich einen Blick in „Er liebt sie nicht“ empfehlen, denn die unergründlichen Charaktere laden wunderbar zum Miträtseln ein und sorgen für viel geheimnisumwobene Spannung. Andere Leser waren im Gegensatz zu mir vom Ende ausgesprochen begeistert, so dass dieser Kritikpunkt für mich in die Rubrik "Geschmackssache" fällt.

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Hamish Wolfe sitzt im Gefängnis wegen dreifachen Mordes. Er beteuert jedoch seine Unschuld und wartet auf den richtigen Moment, um sein Berufungsverfahren zu beginnen. Dieser kommt als Maggie Rose, Rechtsanwältin und erfolgreiche Autorin sich für seinen Fall interessiert, allerdings nicht ganz freiwillig und zufällig! Hamish versteht es exzellent Menschen zu manipulieren. So versucht er auch bei Maggie sein Glück. Sie sollte jedoch seinem Charme widerstehen können, denn sie weiß, wie Männer wie Hamish ticken. Als sie Hinweise findet, die ihr Rätsel aufgibt, beginnt sie tiefer nach zu forschen. Wie hat es mir gefallen? Wieder einmal hat mich eine Facebook Gruppe auf ein Buch aufmerksam und neugierig gemacht. Danke dafür, denn es hat sich gelohnt. Die Geschichte wird in der Gegenwartsform erzählt. Normalerweise bin ich kein Fan davon, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört, denn so war ich direkt am Geschehen dran und hatte (fast) immer den gleichen Informationsstand wie Maggie, die Hauptfigur. Diese bekam ich ganz schlecht zu fassen. Irgendwie fand ich sie bezaubernd und entzückend, dann wieder fast schon herzlos bzw. extrem abgebrüht. Das war schon eine recht ungewöhnliche Kombination. Selbst bei Hamish bin ich mir nicht sicher, wie ich zu ihm stehe. Natürlich umgibt ihn die Aura des Bösen, schließlich wurde er verurteilt, aber in manchen Momenten erschien er mir so schutzlos und einsam. Der Ermittler Pete nimmt noch eine wichtige Rolle ein. Selbst er als Polizist lässt nicht nur angenehme Seiten erkennen. Jeder könnte mit dem Fall etwas zu tun haben, niemand ist völlig unschuldig. Eine fesselnde und spannende Geschichte bis zu letzten Seite und darüber hinaus. Es gibt keine großen blutigen Schilderungen der Taten sondern oft nur Andeutungen, um die Fantasie zu beflügeln. Es ist ein Thriller, der sich im Kopf abspielt. Der Leser muss höllisch aufpassen, um alles zu bemerken und jedes Wort fast schon auf die Goldwaage legen. Gut ausgeklügelter Roman mit tollen Wendungen und einzigartigen Figuren, die nicht eindimensional bleiben sondern sich auf fast jeder Seite ändern oder anders darstellen.

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Buchinfo Er liebt sie nicht - Sharon Bolton Broschiert - 480 Seiten - ISBN-13: 978-3442547678 Verlag: Manhattan - Veröffentlichung: 03. Oktober 2016 EUR 14,99 Kurzbeschreibung Er ist ein Serienkiller. Er hat vier junge Frauen brutal ermordet. Doch auch nach seiner Verurteilung beteuert er noch immer seine Unschuld. Nun sucht er jemanden, der seinen Fall neu aufrollt. Jemanden, der seine Geschichte erzählt. Damit die Wahrheit ans Licht kommt. Maggie Rose könnte das. Doch die erfolgreiche Rechtsanwältin und True-Crime-Autorin zögert. Sie widersetzt sich seinen Bitten, antwortet nicht auf seine Briefe aus dem Gefängnis. Dabei ist er ein charismatischer und erfolgsverwöhnter Mann, gutaussehend und intelligent. Wie lange wird Maggie ihm noch widerstehen können? Denn insgeheim hat sie längst damit begonnen, seine Geschichte aufzuschreiben … Bewertung „Er liebt sie nicht“ war mein erstes Buch der Autorin Sharon Bolton. Ich habe etwas gebraucht um in die Geschichte hineinzukommen. Aber das weiter lesen hat sich gelohnt. Es erwartete mich eine packende Geschichte mit reichlich Nervenkitzel. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und so für Abwechslung gesorgt. Auch gelingt es der Autorin immer wieder falsche Fährten zu legen, so dass man lange nicht dahinter kommt was wirklich vorgefallen ist. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wunderbar lesen. Was ihr aber besonders gut gelungen ist, sind ihre Charaktere. Ich war begeistert von der Darstellung jedes Einzelnen. Das wird sicher nicht mein letztes Buch von Sharon Bolton gewesen sein. Fazit: So muss ein Thriller sein. Spannung und Nervenkitzel bis zur letzten Seite. Gerne gebe ich hierfür meine Leseempfehlung.

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Charismatisch, erfolgsverwöhnt, gut aussehend, intelligent und ein verurteilter Serienkiller, der vier stark übergewichtige Frauen umgebracht haben soll, ist Hamish Wolfe. Er beteuert jedoch seine Unschuld. Damit sein Fall neu aufgerollt werden kann, bittet er Maggie Rose, eine erfolgreiche knallharte Anwältin und True-Crime-Autorin, die schon mehrere verurteilte Straftäter wieder freibekommen konnte, um Hilfe. Sie widersetzt sich seinen Bitten, was dem Polizisten, der Hamish seinerzeit festgenommen hat, sehr recht ist. Dieser Thriller lebt davon, wie die Protagonisten miteinander umgehen und was sie sagen oder nicht sagen. Als Leser ist man ständig auf der Suche nach Hinweisen, die einem verraten können, was wirklich vorgefallen ist und wer hier falsch spielt. Den deutschen Titel des Buches halte ich für gut gewählt, das Cover spricht mich allerdings nicht an und ich kann im nachhinein auch keinen Bezug zum Inhalt des Buches herstellen. Beim englischen Original finde ich das besser und ansprechender gelöst. Der Thriller spielt im Südwesten Englands und wird aus personaler Erzählperspektive dargestellt, wobei teilweise eine recht bildhafte Sprache gewählt wird, die für eine gute Vorstellungskraft sorgt: „Die Kammer ist riesig, als wäre die ganze Felswand hohl, und noch immer sehen die Felsen um sie herum aus wie lebendiges Gewebe. Fast könnte sie sich einbilden, im Bauch irgendeiner gigantischen Kreatur zu sein. Dass, wenn sie die Hand ausstreckt und die Wände berührt, diese warm wären, unter ihren Fingern nachgeben würden, dass Blut darin pulsieren würde.“ (S. 77) Dennoch handelt es sich bei diesem Thriller um kein Buch, bei dem die unschön zu Tode gekommenen Opfer über Gebühr blutrünstig beschrieben werden oder ein Fokus auf gewalttätige Szenen gelegt wird. Maggie und Hamish sind gut ausgearbeitete, aber auch sehr eigenwillige und ungewöhnliche Charaktere, deren scharfsinnige und kluge Denkweise wir aufgrund der Erzählperspektive mitverfolgen können. Ihre Art und Handlungsweise ist vor allem berechnend und manipulativ. Richtig sympathisch werden einem diese Personen nicht. So fiebert man zwar der Auflösung entgegen, die am Ende auch überraschend ist, aber durch die mangelnde Nähe zu den agierenden Personen fühlt man ansonsten nicht mit. Die Handlung erschließt sich auf anschauliche und abwechslungsreiche Weise. Neben dem Erzähler erfahren wir durch handschriftliche Briefe zwischen Maggie und Hamish, Briefe von Hamish an eine Unbekannte, Briefe einer Unbekannten an Hamish, eMails, unterschiedlichste Zeitungs- und Online-Artikel, ein psychiatrisches Gutachten und nicht zuletzt durch Maggies Buchentwurf unterschiedlichste Details, die sich zu einem lückenhaften Gesamtbild zusammenfügen, bei dem die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Wer einen spannenden Thriller mit ungewöhnlichen Protagonisten und einem überraschenden Ende lesen möchte, dem könnte „Er liebt sie nicht“ von Sharon Bolton gefallen.

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INHALT: Er ist ein Serienkiller. Er hat vier junge Frauen brutal ermordet. Doch auch nach seiner Verurteilung beteuert er noch immer seine Unschuld. Nun sucht er jemanden, der seinen Fall neu aufrollt. Jemanden, der seine Geschichte erzählt. Damit die Wahrheit ans Licht kommt. Maggie Rose könnte das. Doch die erfolgreiche Rechtsanwältin und True-Crime-Autorin zögert. Sie widersetzt sich seinen Bitten, antwortet nicht auf seine Briefe aus dem Gefängnis. Dabei ist er ein charismatischer und erfolgsverwöhnter Mann, gutaussehend und intelligent. Wie lange wird Maggie ihm noch widerstehen können? Denn insgeheim hat sie längst damit begonnen, seine Geschichte aufzuschreiben … COVER: Auf den ersten Blick wirkt das Cover recht unscheinbar. Auf den zweiten Blick entdeckt man die erhabenen Nadeln und das Blut, was herunter läuft. Das Ganze wirkt dann schon deutlich schauriger, obwohl sich mir die Nadeln auch nach dem Lesen nicht erschließen, ganz im Gegensatz zum Titel. Der Zusammenhang erschließt sich nach Beendigung des Romans. MEINUNG: Die Geschichte wird aus Sicht von Maggie, Peter und ein wenig von Hamish erzählt. Es ist aber nicht gekennzeichnet aus wessen Sicht nun erzählt wird, sondern man muss es beim Lesen herausfinden. Es kann dann auch schon zu einem Zeitsprung kommen und man sich etwas neu orientieren. Das hat mir äußerst gut gefallen, denn hier wird man als Leser gefordert. Obwohl das Buch fast 500 Seiten hat, liest es sich ziemlich schnell, da die Kapitel zum Teil nur recht kurz sind. Dazwischen finden sich E-Mails, Briefe und Zeitungsberichte sowie die ersten Entwürfe, die Maggie für das Buch verfasst, das sie über Hamishs Fall schreiben will. Damit hat das Buch für mich schon fast gewonnen, denn ich liebe Briefromane. Hier war es eine Mischung, aber es hat für die nötige Abwechslung und das Ermöglichen von anderen Perspektiven gesorgt, was ich an Briefromane so sehr schätze. Das alles bringt den Leser immer wieder auf den neuesten Stand der Dinge und klärt ihn auch über Geschehnisse aus Hamishs Vergangenheit auf. Viele dieser Briefe und Zeitungsbericht erschließen sich erst, wenn man das Ende kennt. Ich glaube, dass man diese anders lesen würde, wenn man das Buch ein zweites Mal lesen würde. Zum Inhalt möchte ich hier gar nicht mehr sagen als der Klappentext verrät und ich werde auch kein Vergleiche zu anderen bekannten Thrillern ziehen, denn damit könnte man sofort eine Ahnung bekommen, in welche Richtung die Geschichte aufgelöst wird. Es gibt eine bestimmte Stelle im Buch, aber der man, als geübter Thriller-Leser, eine Ahnung bekommt, was und wer hinter den Morden wirklich steckt. Das finde ich immer minimal Schade, denn eigentlich will ich immer völlig überrascht werden, aber das der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Thriller habe. Trotzdem hält das Ende noch ein paar Überraschungen bereit, die man nicht voraus sehen konnte. Ein paar Fragen bleiben für mich auch noch offen, die leider nicht geklärt worden sind. Das Ende hätte ruhig etwas umfangreicher sein können. Für meinen Geschmack war die Spannung immer präsent, aber es ist jetzt kein extrem spannungsgeladenes Buch mit vielen Action-und Flucht-Szenen und noch mehr Toten. Das Buch lebt von seinen sehr gut ausgearbeiteten, authentischen Charakteren und deren psychologische Spielchen, die zunächst nicht so wirklich durchschaut, aber die dem ganzen Roman einen enormen Reiz verleihen. Mich hat das Buch ab den ersten 50 Seiten sofort für sich eingenommen. Das lag vor allem an Maggie Rose, die als Protagonistin mal so überhaupt nicht dem Schema F entspricht und für mich über den gesamten Verlauf des Romans ein Mysterium geblieben ist. Dennoch mochte ihre scharfsinnige und kluge Art, wie sie den Fall angegangen. Das Gleiche gilt auch für Hamish. Beide spielen immer wieder ihre Spielchen miteinander und wenn glaubt sie sind ehrlich zueinander, dann kann man sich sicher sein, dass sie immer noch etwas verbergen. Ich mochte auch das Setting sehr gerne, welches in Somerset, England angesiedelt ist. Ich bin großer Fan von England und die Geschichten erhalten immer ein besonderes Flair, welches ich sehr schätze. FAZIT: Er liebt mich nicht gehört für mich in die Kategorie besonderer/ außergewöhnlicher Thriller und ist ein absoluter Geheimtipp für alle die gerne Thriller lesen, die nicht bekannten Schema F entsprechen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Rezension "Er liebt sie nicht" von Sharon Bolton Inhaltsangabe: Er ist ein Serienkiller. Er hat vier junge Frauen brutal ermordet. Doch auch nach seiner Verurteilung beteuert er noch immer seine Unschuld. Nun sucht er jemanden, der seinen Fall neu aufrollt. Jemanden, der seine Geschichte erzählt. Damit die Wahrheit ans Licht kommt. Maggie Rose könnte das. Doch die erfolgreiche Rechtsanwältin und True-Crime-Autorin zögert. Sie widersetzt sich seinen Bitten, antwortet nicht auf seine Briefe aus dem Gefängnis. Dabei ist er ein charismatischer und erfolgsverwöhnter Mann, gutaussehend und intelligent. Wie lange wird Maggie ihm noch widerstehen können? Denn insgeheim hat sie längst damit begonnen, seine Geschichte aufzuschreiben… Rezension und Fazit: "Er liebt sie nicht" ist mein erster Thriller von Sharon Bolton und was soll ich sagen? Er ist grandios und mit Sicherheit nicht mein letzter! Der Einstieg ist sehr gut gelungen, man ist sofort in die Handlung eingebunden. Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und auch der Aufbau des Buches ist richtig gut gemacht. Kurze Kapitel, präzise geschrieben, ohne viel Geschnörkel, ergänzt durch Rückblicke, Briefe, e-Mails, Aktennotizen und Zeitungsartikel. Die drei wichtigsten Charaktere sind sehr interessant dargestellt. Zum einen Maggie Rose: Anwältin und Thriller-Autorin, knallhart, sehr tough, ihr Ruf eilt ihr voraus. Eine starke Persönlichkeit! Sie trägt aber auch etwas Geheimnisvolles mit sich. Dann ist da noch Hamish Wolf, Arzt und verurteilter Serienkiller, charmant, gutaussehend, intelligent. Auch er eine starke Persönlichkeit! Ein krankes Hirn oder in Wahrheit unschuldiges Opfer einer Intrige? Nicht zuletzt Pete Weston, Polizist, auf den ersten Blick sehr sympathisch und hilfsbereit. Aber man fragt sich immer: Spielt er das nur? Was will er wirklich? Man bekommt immer wieder von der Autorin die Möglichkeit geboten, sich seine eigenen Gedanken zu machen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Man verwirft sie allerdings auch immer wieder ( so ging es mir ständig). Mich beschäftigte permanent die Frage "War er es oder war er es nicht?". Die Spannung wird von Anfang bis Ende auf sehr hohem Niveau gehalten. Schritt für Schritt, Erkenntnis für Erkenntnis baut sie sich jedoch noch immer mehr auf und endet schließlich in einem grandiosen Finale. Interessant auch die Frage, die sich immer wieder stellt: Warum verlieben sich Frauen in Mörder und Serienkiller und heiraten sie teilweise sogar? Ein großartig geschriebener Thriller! Unbedingt lesen!!!!

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