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Leserstimmen (35)

Yrsa Sigurdardóttir: DNA (Kommissar Huldar und Psychologin Freyja ) (1)

DNA Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75656-8

Erschienen: 26.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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(18)
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Spannend und erschreckend

Von: jiskett Datum : 03.08.2017

archive-of-longings.blogspot.de/

"DNA" war mein erstes Buch der Autorin und es hat mir gut gefallen. Der Fall war erschreckend, spannend und gut aufgebaut, die Protagonisten sind sympathisch (aber mit Schwächen) und dazu kam noch eine Auflösung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte, obwohl ich sehr viele verschiedene Theorien aufgestellt hatte.

Ich habe schon einige Krimis und Thriller gelesen, aber die Autorin hat hier eine Tötungsart gefunden, die ich sehr originell (und grausam) fand. Da man zudem noch die Perspektive der Opfer auf ihre letzten Momente bekommt, muss die Beschreibung nicht einmal wirklich graphisch werden - der Horror, den sie erleben, ist auch so sehr eindringlich dargestellt und die Vorstellungskraft wird ausreichend angeregt. Ich hatte wirklich Mitgefühl mit ihnen, vor allem, da man sie vor ihre Tod noch ein wenig kennen lernen konnte. Man fragt sich die ganze Zeit, wieso der Täter sie tötet, was sie ihm angetan haben und nichts passt zusammen... bis der Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja schließlich auf die Spur des Täters kommen und den Fall lösen. Gerade am Ende wurde hier noch einmal alles sehr spannend und dramatisch, aber auch zwischendurch konnte die Autorin die Stimmung gut aufbauen und die Spannung bewahren. Dadurch, dass ein Kind in das Verbrechen involviert war, geht alles mehr unter die Haut und natürlich ist alles gleich alles noch viel brenzliger und gefährlicher.

Die Protagonisten selbst sind gut ausgearbeitete Charaktere mit Stärken und Schwächen. Dass zwischen ihnen eine gewisse Spannung herrscht, weil sie sich bereits ... intim kennen und er damals einfach verschwunden ist, hat die Dynamik zwischen ihnen interessanter gemacht als wenn sie Fremde wären, aber meiner Meinung nach hätte man auf diesen Aspekt auch verzichten können. Er hat mich nicht gestört, aber für mich hat er nicht viel zur Geschichte beigetragen. Mal sehen, wie es sich in den nächsten Bänden weiter geht.
Die Nebenfiguren haben auf jeden Fall Potential, sind aber noch ein bisschen blass geblieben, was sich hoffentlich noch ändern wird.

"DNA" hat mir davon abgesehen aber gut gefallen. Weitere Bände der Reihe werde ich auf jeden Fall lesen und ich bin jetzt umso gespannter auf ihre andere Serie, die ich schon hier stehen habe.

Solider Auftakt einer neuen Reihe

Von: Ana Datum : 16.05.2017

tjskleinebuecherwelt.blogspot.de

Inhalt:
Im Prolog schildert die Autorin, wie über das Schicksal von drei Geschwistern entschieden wird. Auch wenn zu Beginn nicht klar ist, welchen Bezug die Kinder zu dem Buch haben, wird dieses Geheimnis gelüftet.

Ziemlich schnell gibt es den ersten wirklich gruseligen Mord im sonst (für uns) so beschaulichen Island. Aber mit dem Mord alleine ist es nicht getan, unter dem Bett des Mordopfers finden die Polizisten die kleine und völlig verstörte Tochter.

Kommissar Huldar und die Psychologin Freya übernehmen den Fall und beginnen die Ermittlungen.
Die Zusammenarbeit der beiden gestaltet sich als schwierig, denn Freya und Huldar hatten ein Date, bei dem der Kommissar falsche Angaben zu sich gemacht hat. Die Spannung dieser beiden Protagonisten ist daher schon vorprogrammiert, denn wer möchte schon gerne mit seinem "One-Night-Stand" zusammenarbeiten.
Freya versucht mit Hilfe des Kindes Informationen zu bekommen, die bei der Lösung des Falles helfen sollen.
Die Ermittlungen verlaufen sehr schleppend und scheinen nirgendwo hinzuführen.
Dann passiert ein zweiter Mord und eigentlich treten die Ermittler weiter auf der Stelle, denn es scheint keinerlei Verbindung zwischen den Opfern zu geben.

Dann gibt es noch Karl den Amarteurfunker und was haben die merkwürdigen Zahlenreihen mit dem Fall zu tun, die er empfängt?

Fazit:
Der Schreibstil von Yrsa Sigurdardóttir ist geradlinig, gut und sie schafft es doch sprachlich eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Das Buch liest sich flüssig und lässt auch Raum für eigene Spekulationen.
Die Fall wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert und dadurch bekommt man als Leser einen guten Gesamteindruck der Geschichte, aber die Puzzlestücke finden nur langsam ihren Platz.

Die Autorin legt viel Wert auf die Entwicklung der Personen und die kriminalistischen Ermittlungen. Stück für Stück entwickelt sie ihren Plot, baut alles logisch und strukturiert auf.
Mir persönlich war es zeitweilig etwas zuviel mit der Beschreibung der Hauptfiguren, deren Innenleben so exakt durchleuchtet wurde, dass ich gelegentlich dachte: weniger wäre mehr gewesen.
Durch diese Beschreibungen, hat das Buch leider auch ein paar Längen, die der Spannung nicht gut tun.

Das Ende ist kein "Knall" sondern eine langsame und überzeugende Auflösung des Falles und besticht durch seine logische Konsequenz.

Huldar war für mich in diesem Buch kein Sympathieträger, aber gemocht habe ich ihn trotzdem auch die Zusammenarbeit mit der Psychologin Freya.

Auch wenn ich die Längen oben erwähnt habe, ist DNA ein solider Auftakt einer neuen Serie, den ich gerne gelesen habe.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten für DNA mit einer Leseempfehlung für alle, die einen ruhigen und gut durchdachten Thriller lesen möchten, der auch ohne gruselige Beschreibungen auskommt.

Ein abscheulich verstörender Meisterthriller

Von: Yasemin aus Weinheim Datum : 11.05.2017

Ich bin zutiefst verstört - Ysra Sigurdardottir hat ein abscheuliches Meisterwerk geschrieben. In ihrem Thriller "DNA" geht es um Morde, die aufgeklärt werden. Ich habe vergeblich versucht mitzukommen und selbst auf die Lösung zu kommen, noch bevor man die Lösung selbst liest - aber hier hat man keine Chance. Alles und jeder ist über viele Brücken mit allem und jedem - so schien es mir - miteinander verstrickt und verworren zu sein. Ein Teufelskreis aus dem man erst nach geschlagenen 479 Seiten erlöst wird. Wenn man ein Fan von intriganten Spielen ist und einen starken Magen hat, dem ist dieses Werk sehr zu empfehlen. Allen anderen rate ich das Buch vielleicht teilweise zumindest in der Nähe eines Badezimmers zu lesen. Insgesamt fliegt man nur so schier durch die Seiten - so spannend und einfach zu lesen ist es. Die Handlung weicht von Kapitel zu Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Charakteren ab und hält die Handlung so am Laufen und vor allem den Leser an der Spannung.

Packend vom Anfang bis zum Schluss

Von: eulenmatz liest Datum : 20.02.2017

https://eulenmatz-liest.com/

Eine junge Frau wird in der Nacht bestialisch ermordet. Im Nebenzimmer schlafen ihre beiden Jungen, ihre Tochter muss die Tat versteckt unter dem Bett hautnah miterleben. Komissar Haldurs Ermittlungen hängen von ihr als einzige Zeugin am seidenen Faden. Das erste Mal mit der Leitung einer Mordkomission betraut, muss er eng mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten, um einer Lösung näher zu kommen. Die beiden haben ein angespanntes Verhältnis, nachdem er sie bei einem One-Night-Stand über seine Identität belogen und sich am nächsten Morgen heimlich aus dem Staub gemacht hat. Als eine zweite Frau auf ähnliche Weise brutal ermordet wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Können die beiden ihre Animosität hinter sich lassen und den Mörder dingfest machen, bevor er ein weiteres Mal zuschlägt?

Yrsa Sigurdardóttir präsentiert mit "DNA" einen packenden Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinem Bann hält. Der Spannungsbogen baut sich langsam und kontinuierlich auf und hält. Grausame Details bleiben außen vor - man erfährt die Todesarten der Opfer, eine minutiöse Aufarbeitung der kreativen Durchführung bleibt aber erspart. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie genau er sich den Tathergang vorstellen will.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten und sind vor allem eines: menschlich und realistisch. Strahlende Helden in glänzender Silberrüstung wird man vergeblich suchen, viel mehr findet man Durchschnittstypen, die ein Durchschnittsleben führen und ihre positiven und negativen Seiten haben.

In der Ermittlungsarbeit ist man als Leser ein kleines Stück weiter als Komissar Huldar. Trotzdem wird man zum Miträtseln eingeladen, entdeckt vielleicht die eine oder andere Spur, wird auf die falsche Fährte gelockt und dann am Ende mit einem gelungenen Twist über den Mörder und sein Motiv aufgeklärt.

Nichts für schwache Nerven..

Von: Tipperin Datum : 28.01.2017

www.dietipperin.wordpress.com

Die ersten Seiten lassen schon erahnen, warum der Titel des Buches eine große Rolle in der nachfolgenden Mordermittlung spielen wird. Drei Geschwister haben Schlimmes durchgemacht und sollen nun getrennt adoptiert werden. Was das damit zu tun hat, dass ein Killer seine Opfer bestialisch ermordet, ohne dafür großartig einen Finger krumm zu machen, wird sich herausstellen. Jedenfalls ist eine Menge Klebeband im Spiel, und alltägliche Haushaltsgeräte kommen auch zu ihren „5 Minuten Ruhm“, wenn dieser Ruhm auch sehr zweifelhaft ist.
Da beim ersten Mord ein Kind der einzige Zeuge ist, ist die Polizei auf die Hilfe der Kinderpsychologin Freya angewiesen. Der Polizist, der plötzlich und unerwartet die Ermittlung leiten soll, ist sehr überrascht als er die Psychologin trifft. Denn die beiden hatten einen One Night Stand, bei dem er sich eher unrühmlich verhalten hat..

Stil, Machart, Meinung

Der Thriller ist gut und flüssig geschrieben. Definitiv ist das Buch nichts für schwache Nerven, denn die Morde sind sehr brutal und detailreich geschildert. Auch wenn der Trend zu immer bestialischeren Morden zu gehen scheint, hat die Autorin sich hier kreativ ausgelebt und keine 08/15 Morde inszeniert.

Der normale Thriller mit Morden, deren Aufklärung, Spannung und einem Wettlauf gegen die Zeit wird von Yrsa Sigurdardóttir, wie ich es auch schon in der vorherigen Reihe um die Rechtsanwältin Dora geschätzt habe, um eine Dimension erweitert: Die Vergangenheit. Auch dieses Mal hängt die Mordserie offensichtlich mit Geschehnissen in der Vergangenheit zusammen, die der Leser größtenteils nur durch die Anfangsszene erahnen kann. Während ich mich also immer fragte „wie hängt das zusammen, ist eine der handelnden Personen eines dieser Kinder aus der ersten Szene?“, gab es von der Autorin jedoch bis zur Auflösung nur wenig Hinweise. Trotzdem, oder auch gerade deswegen, mag ich diese Verbindung in die Vergangenheit sehr.

Was mir allerdings nicht ganz so gut gefallen hat wie der Rest, ist die Balance der Perspektiven. Während ich mir mehr Handlung aus der Perspektive der Kinderpsychologin und des Ermittlers und den Ermittlungen gewünscht hätte, waren mir die Perspektiven des Ermittlers mit einem privaten Problems mit einem Kollegen und die eines Amateurfunkers etwas zu ausführlich. Ich kann nicht mehr dazu sagen, ohne zu spoilern. Das ist natürlich nur mein subjektives Empfinden und die Autorin kann auf jeden Fall machen, was sie will. Ich kann nur sagen: es war mir phasenweise etwas lang, während andere interessante Dinge etwas kurz gehalten waren.

Die Reihe

DNA ist der Auftakt der Reihe um die Kinderpsychologin Freya und den Ermittler Huldar. Die Beziehung zwischen den beiden und die verschiedenen Berufe bieten viel Potential für weitere Fälle, daher werde ich mir den zweiten Teil sicherlich auch zulegen..

Fazit

4 von 5 Sternen. Einen Punkt ziehe ich ab, weil mir einige Dinge etwas zu ausführlich waren, während ich mir wieder andere Sachen gern etwas länger gewünscht hatte. Trotzdem kann ich diesen Thriller nur empfehlen, die normalen Zutaten eines guten Thrillers werden durch Geschehnisse in der Vergangenheit zu einem spannenden Rätsel. Ich werde auch den zweiten Teil dieser Reihe gern lesen.

Düstere Spannung aus Island

Von: frischgelesen.de Datum : 25.01.2017

frischgelesen.de

Island ist ja im Moment in aller (Blogger) Munde. Da liegt es doch nahe, dass wir mal gucken, was die isländische Literatur so zu bieten hat, oder? Eine ganze Menge nämlich. Ein Thriller aus Island ersetzt zwar keine Reise, nimmt uns aber trotzdem mit in dieses fremde Land. Darum jetzt schonmal ein Dankeschön an den btb Verlag für dieses Buch, das ich als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Fangen wir mit der Autorin Yrsa Sigurdardóttir an. Sie ist in Reykjavik geboren und schrieb 1998 ihr erstes Kinderbuch. Inzwischen hat sie zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht, die in der ganzen Welt erfolgreich sind und zum Teil verfilmt wurden. Ihr neustes Werk heißt „DNA“ und ist definitiv kein Kinderbuch, denn hier geschehen zwei sehr nervenaufreibende Morde. Die Art und Weise, wie die zwei völlig unterschiedlichen Frauen zu Tode kommen ist nichts für schwache Nerven.

Ein Thriller aus Island hat eben eine ganz besondere „DNA“

Ehrlich gesagt, hat mich hier natürlich das „DNA“ Buchcover sofort in den Bann gezogen. Ein Kreuz aus Klebeband, ein paar Blutspritzer und ein knapper Titel, das sah vielversprechend aus. Aber auch düster und böse, also habe ich Mami erstmal lesen lassen. Sie kann immer noch am besten einschätzen, ob das Töchterchen lesen sollte oder nicht.

Und da gibt es auch gleich eine schöne Anekdote: Mami begann diesen Thriller aus Island zu lesen als Papi gerade bei einer Dienstreise war. Sie hat sich schon bei unserem gemeinsamen Abendbrot mit Käseschnitte auf Yrsa Sigurdardóttir’s „DNA“ gefreut. Papi liebt es beim Abendessen eher warm und aufwendig, da nutzen wir seine Abwesenheit immer mal aus.

Wir beide waren also ganz allein im Haus und Mami hat sich dann spätabends gemütlich ins Bett gekuschelt, um zu lesen. Das erste Kapitel beginnt dann auch damit, dass eine Frau, deren Mann auf Dienstreise ist, sich über die „Abende, an denen sie einfach nur Brot mit Käse essen kann“ freut. Als dann aber die kleine Tochter der Frau im Schlafzimmer erscheint und mitteilt, dass jemand im Haus ist, fand Mami es dann gar nicht mehr so gemütlich.

Wäre ich an diesem Abend überraschend nach unten zu meiner Mama gegangen, hätte sie vermutlich angefangen zu schreien. ��

Was mit der Frau passierte, solltet ihr selbst lesen und dann werdet ihr auch verstehen, warum bei uns ab da Staubsauger und Klebeband immer unter Verschluss aufbewahrt wurden.

Klingt spannend, oder? Ist es auch, allerdings muss ich zugeben, dass „DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir auch einige Längen hatte. Vielleicht liegt dies daran, dass dieser Thriller aus Island auch die Langsamkeit einfangen sollte, die dem Land anhaftet. Sonst allerdings eher in positiver Hinsicht.

Die Auflösung der Anfangs sehr undurchsichtigen Fälle bietet wirklich erst am Ende, wenn man denkt, man hat schon die Lösung, nochmal eine Überraschung.

„DNA“ ist erst der Auftakt einer Krimiserie um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja und wir werden auf jeden Fall weiter mitlesen.

Wer also starke Nerven hat, der wird diesen Thriller aus Island mögen. Alle anderen sollten vielleicht auf den Sommer warten, da sind die Abende etwas heller und die Schatten nicht so gruselig. ��

Befremdend

Von: Claudia Rohner aus Münchenstein Datum : 12.01.2017

Die vielen positiven Feedbacks haben mich bewogen, das Hörbuch zu kaufen. Ich bin jetzt beim zweiten Mord angelangt, nachdem ich einige Male zig Kapitel zurück gesprungen bin. Gründe sind a) die Namen der Personen sind doch sehr gewöhnungsbedürtig aber das nicht im negativen Sinne und b) eingeschlafen, da es doch sehr mit privaten Episoden der Personen in die Länge gezogen wird. Die Morde selber sind nur kleine Inseln in diesem Hickhack von Problemen der Buchleute. Das macht es extrem langweilig

Ich hoffe die Spannung beginnt in den nächsten Kapiteln, sonst leg ich es weg

Im wahrsten Sinne des Wortes "Fesselnd"!!!!

Von: TemptationLadyhttps://ladysbuecherwelten.blogspot.de/2017/01/rezi-yrsa-sigurdardottir-dna.html Datum : 09.01.2017

ladysbuecherwelten.blogspot.de/

Ein kleines Mädchen steht eines Nachts neben dem Bett ihrer Mutter und sagt dieser, dass ein Fremder im Haus sei.
Die Mutter glaubt der Tochter zunächst nicht, weil nichts zu hören ist. Doch weit gefehlt, denn es hat sich doch jemand Zutritt ins Haus verschafft. Was will er?
Die Tochter wird leider gottes Zeugin, wie ihre Mutter brutal ermordet wird. Was der Täter hinterlässt, sind kryptische Zahlen. Was hat es mit diesen Zahlen auf sich?
Kurze Zeit später wird eine weitere Frau in den eigenen vier Wänden brutal ermordet und wieder werden Zahlen hinterlassen.
Ein Amateurfunker bekommt mit, wie auf einer Frequenz ebenfalls Zahlen durchgesagt werden. Zunächst steigt er nicht wirklich dahinter. Er ahnt allerdings nicht, das er selber sich in Gefahr begibt.

Ein echt klasse Auftakt einer neuen Serie der isländischen Autorin. Selten habe ich es bisher gehabt, das meine Fantasie so mit mir durchgegangen ist. Ich möchte an dieser Stelle eigentlich nichts weiter sagen, außer: Lest es selber, nur solltet ihr nicht zart beseitet sein!!!!

Was die Charaktere angeht, so muss ich sagen, war mir Kommissar Huldar sehr angenehm. Auch Freya, doch bei ihr hatte ich das Gefühl, sie ist noch ein wenig im Dunkeln geblieben und so hoffe ich darauf, dass sie im nächsten Band etwas mehr ins Licht tritt.

Mein Fazit:

Ein klasse Auftakt, der auf alle Fälle 5 Sterne verdient hat, denn dieser Thriller hat mich mehr als überzeugt. Und hier ist mal wenig bis gar kein Blut geflossen. Es muss nicht immer blutig sein, aber mitreißend. Spannend von der ersten Seite an, und das brachte dieser Thriller mit sich!!!!

Mein Thriller-Highlight 2016

Von: crumb [KeJas-BlogBuch] Datum : 05.01.2017

kejas-blogbuch.de/

Die Leseprobe hatte mich bereits begeistert und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen! Für mich war es das erste Buch der Autorin & es wird definitiv nicht das Letzte sein! Mein Lesehighlight 2016 aus diesem Genre, ganz eindeutig!
In den ersten vier Kapiteln wird der Mord beschrieben und die drei Protagonisten der Geschichte vorgestellt, ohne den Leser mit einer Vielzahl zu überladen. Dafür jedoch ist man irritiert, verwirrt und das ganz positiv gemeint! Ich versuchte den Prolog mit den gegenwärtigen Ereignissen zu verbinden und konnte mir den Täter nicht selbst herausarbeiten. Lange habe gerätselt, verworfen und wusste erst wie sich alles miteinander vereint, als die Autorin auf die Auflösung hinarbeitete. Auf dieser Linie also ein gelungener Thriller!
Aber auch die Taten sind ebenfalls absolut ‚Genre-würdig‘! Es wird nicht sehr blutig, dafür aber nicht minder brutal! Die beiden weiblichen Opfer werden geradezu gefoltert & das mit Methoden, die nicht in jedem Buch zu finden sind. Die Tatwaffen sind in jedem Haushalt zu finden und würden keinem von uns als solches benannt werden, schmerzhaft und unmenschlich!
Neben den Ermittlungen steht auch die Befragung der einzigen Zeugin, die siebenjährige Tochter des ersten Opfers, im Mittelpunkt. Hier kommen zwar ein paar Wiederholungen zusammen, die psychologische Befragung ist jedoch gut beschrieben worden! Und hierin liegt auch der größte Spannungsbogen, denn das Mädchen macht verschiedene Bemerkungen die große Rätsel aufgeben.
Es handelt sich bei diesem Buch um einen Reihenauftakt und somit ist auch die Charakterisierung intensiv. Die private Situation von Huldar und Freya wird geschildert und steht bereits zu Beginn unter keinem guten Stern. Die beiden kennen sich, jedoch nicht auf beruflicher Ebene, und müssen nun versuchen miteinander zu arbeiten. Ich lese in einem Thriller eher ungern zu detailliert skizzierte Charaktere und muss gestehen, das es mir auch in diesem Buch an der ein oder anderen Stelle etwas zu ausholend war.
Die beiden Charaktere fand ich sehr sympathisch & auch ihre Vorgeschichte hat mich an der ein oder anderen Stelle zum schmunzeln gebracht. Interessant ist auch, das Huldars Abteilung zur Zeit keinen guten Ruf hat und er nur aufgrund dessen an diesem Fall arbeitet. Auch Freya hat erst vor kurzem begonnen, als Leiterin im Kinderhaus zu arbeiten. Nicht nur das die beiden untereinander Probleme haben, sie müssen sich auch ihren Vorgesetzten während dieses Falles beweisen.
Im Gesamte jedoch nehmen die detaillierten Privatszenen keinen großen Einfluss auf meine endgültige Bewertung, denn das Buch überzeugt absolut auf den anderen Ebenen!
Was ich als besonders positiv empfand, war die fehlenden (überzogenen) Actionszenen! Am Ende wird der Spannungsbogen natürlich eingebaut, jedoch versucht die Autorin sich nicht selbst zu übertreffen und zieht diese auch nicht unnötig in die Länge.
Ich verstehe das eine gewisse Action in einigen Krimis & Thriller eingebaut werden, aber oft werden diese unnötig in die Länge gezogen, um einen möglichst hohen Spannungsbogen zu erzeugen. Dies jedoch erreicht mich meist nicht, umso schöner war es zu lesen, das es auch ohne dieses Mittel geht!
Ein Thriller, welcher mit seinem Inhalt überzeugt!
Der Leser selbst tappt lange im Dunkeln und bekommt ein, wie ich finde, sehr passendes Ende geliefert!
Die Autorin hat sich mit diesem Buch einen neuen Fan gecatcht!

Mein Thriller-Highlight 2016

Von: crumb [KeJas-BlogBuch] Datum : 05.01.2017

kejas-blogbuch.de/

Die Leseprobe hatte mich bereits begeistert und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen! Für mich war es das erste Buch der Autorin & es wird definitiv nicht das Letzte sein! Mein Lesehighlight 2016 aus diesem Genre, ganz eindeutig!

1987
Drei Geschwister die vom Jugendamt getrennt werden und sie nie wieder sehen.
2015
Ein bestialischer Mord. Der Ermittler Huldar findet am Tatort ein kleines Mädchen, verkrochen unter dem Bett. Sie ist die einzige Zeugin & es bedarf viel Fingerspitzengefühl von Freya, der leitenden Psychologin des Kinderhauses, um zu erfahren was in dieser Nacht geschah.
Die einzige Spur sind die Zeugenaussage des Mädchens und ein Zahlencode.
Und dann ist da noch Karl, ein junger Erwachsener. Täter oder Opfer? Dies ist fast bis zum Ende hin nicht klar!

In den ersten vier Kapiteln wird der Mord beschrieben und die drei Protagonisten der Geschichte vorgestellt, ohne den Leser mit einer Vielzahl zu überladen. Dafür jedoch ist man irritiert, verwirrt und das ganz positiv gemeint! Ich versuchte den Prolog mit den gegenwärtigen Ereignissen zu verbinden und konnte mir den Täter nicht selbst herausarbeiten. Lange habe gerätselt, verworfen und wusste erst wie sich alles miteinander vereint, als die Autorin auf die Auflösung hinarbeitete. Auf dieser Linie also ein gelungener Thriller!

Aber auch die Taten sind ebenfalls absolut ‚Genre-würdig‘! Es wird nicht sehr blutig, dafür aber nicht minder brutal! Die beiden weiblichen Opfer werden geradezu gefoltert & das mit Methoden, die nicht in jedem Buch zu finden sind. Die Tatwaffen sind in jedem Haushalt zu finden und würden keinem von uns als solches benannt werden, schmerzhaft und unmenschlich!

„Der Druck auf ihrer Brust lässt nach, und durch das Klebeband hört sie endlich von ferne, welches Gerät der Mann hinter sich hergezogen hat. Davor hatte sie sich nicht gefürchtet. Als der Mann wieder zupackt, wird ihr schlagartig klar, dass das ein schwerer Irrtum war.“
[S. 30]

Neben den Ermittlungen steht auch die Befragung der einzigen Zeugin, die siebenjährige Tochter des ersten Opfers, im Mittelpunkt. Hier kommen zwar ein paar Wiederholungen zusammen, die psychologische Befragung ist jedoch gut beschrieben worden! Und hierin liegt auch der größte Spannungsbogen, denn das Mädchen macht verschiedene Bemerkungen die große Rätsel aufgeben.

Es handelt sich bei diesem Buch um einen Reihenauftakt und somit ist auch die Charakterisierung intensiv. Die private Situation von Huldar und Freya wird geschildert und steht bereits zu Beginn unter keinem guten Stern. Die beiden kennen sich, jedoch nicht auf beruflicher Ebene, und müssen nun versuchen miteinander zu arbeiten. Ich lese in einem Thriller eher ungern zu detailliert skizzierte Charaktere und muss gestehen, das es mir auch in diesem Buch an der ein oder anderen Stelle etwas zu ausholend war.
Die beiden Charaktere fand ich sehr sympathisch & auch ihre Vorgeschichte hat mich an der ein oder anderen Stelle zum schmunzeln gebracht. Interessant ist auch, das Huldars Abteilung zur Zeit keinen guten Ruf hat und er nur aufgrund dessen an diesem Fall arbeitet. Auch Freya hat erst vor kurzem begonnen, als Leiterin im Kinderhaus zu arbeiten. Nicht nur das die beiden untereinander Probleme haben, sie müssen sich auch ihren Vorgesetzten während dieses Falles beweisen.
Im Gesamte jedoch nehmen die detaillierten Privatszenen keinen großen Einfluss auf meine endgültige Bewertung, denn das Buch überzeugt absolut auf den anderen Ebenen!

Was ich als besonders positiv empfand, war die fehlenden (überzogenen) Actionszenen! Am Ende wird der Spannungsbogen natürlich eingebaut, jedoch versucht die Autorin sich nicht selbst zu übertreffen und zieht diese auch nicht unnötig in die Länge.
Ich verstehe das eine gewisse Action in einigen Krimis & Thriller eingebaut werden, aber oft werden diese unnötig in die Länge gezogen, um einen möglichst hohen Spannungsbogen zu erzeugen. Dies jedoch erreicht mich meist nicht, umso schöner war es zu lesen, das es auch ohne dieses Mittel geht!

Ein Thriller, welcher mit seinem Inhalt überzeugt!
Der Leser selbst tappt lange im Dunkeln und bekommt ein, wie ich finde, sehr passendes Ende geliefert!
Die Autorin hat sich mit diesem Buch einen neuen Fan gecatcht!

Info [Bloggeplauder #kejaliest]
Da dieses Buch der Start einer Reihe ist & einige meiner BuchnerdFreunde ebenso begeistert sind, wird es auf unserem Blog eine Leseaktion dazu geben [sobald Band 2 erschienen ist] ~ wer dabei sein will abonniert einfach unseren Newsletter (kommt auch nur einmal die Woche!) & erfährt somit: Erscheinungsdatum des zweiten Bandes, Datum der Leseaktion [und ganz nebenbei noch viele andere tolle Dinge]! Somit ist meine Sternenvergabe wohl mehr als deutlich ;)

Packend und mitreißend nimmt der Krimi seinen Lauf und lässt den Leser nicht mehr los.

Von: Fräulein Briest bloggt Datum : 03.01.2017

www.fraeuleinbriestbloggt.com

DNA von Yrsa Sigurdardottir

„…dann nimmt er das Klebeband und wickelt es ihr stramm um Ohren und Nase. Runde um Runde. Es knackt in ihren Ohren, doch das Geräusch, das ihre Nase von sich gibt, ist deutlich schlimmer. Und grässlich schmerzhaft. Der Druck auf ihrer Brust lässt nach, und durch das Klebebandhört sie endlich von Ferne, welches Gerät der Mann hinter sich hergezogen hat. Davor hatte sie sich nicht gefürchtet. Als der Mann wieder zupackt, wird ihr schlagartig klar, dass das ein schwerer Irrtum war.“

Wie aus dem Nichts schlägt in Reykjavik ein brutaler Mörder zu – mehrfach. Erst trifft es eine junge Mutter, deren siebenjährige Tochter Zeugin des Überfalls wird, wenig später eine zweite Frau, Witwe und zurückgezogen lebend.
Wie hängen diese Morde zusammen? Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir, die bereits mehrfach Auszeichnungen erhielt, u.a. den Isländischen Krimipreis, veröffentlicht mit DNA den Start einer neuen Krimiserie.
Packend und mitreißend nimmt der Krimi seinen Lauf und lässt den Leser nicht mehr los. Bereits der Prolog macht so neugierig, dass es schwer ist, dieses Buch aus der Hand zu legen. Mit beklemmenden Atmosphären und teilweise wortkargen Dialogen, zieht die Autorin den Leser mit in das Verbrechen. Dabei ist es unrelevant, wer letzen Endes der Mörder ist. Denn der ist jemand, den der Leser am wenigsten vermutet.

Für Krimifans ein Must-Have!

Die Autorin Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.



DNA
Yrsa Siguradrdottir
€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
ISBN: 978-3-442-75656-8
Erschienen bei btb am 26.09.2016

Ein herzliches Dankeschön an btb für dieses Rezensionsexemplar.

Kranke Seelen – Reihenauftakt der isländischen Bestsellerautorin

Von: Nisnis's Bücherliebe Datum : 08.12.2016

nisnis-buecherliebe.blogspot.de/

Ein junger Amateurfunker empfängt kryptische Zahlenreihen. Bei näherer Betrachtung stellt er fest dass es sich um Personal-ID’s handelt. Er ist sehr vereinsamt nach dem Tod seiner Mutter und beschließt herauszufinden, was es damit auf sich hat und begibt sich damit in höchste Gefahr.

Zeitgleich geschieht ein bestialischer Mord an einer Mutter in Reykjavik, dessen siebenjährige Tochter, unter dem Bett der Mutter, den Angriff überlebt. Kommissar Huldar steht vor einem Rätsel, denn die Angaben des Mädchens sind undurchsichtig. Ganz vorsichtig versucht die Psychologin Freyja eine Verbindung zu dem Mädchen herzustellen, um ihre Zeugenaussage zu vervollständigen. Eine schwierige Situation und on top erkennt sie Kommissar Huldar wieder, mit dem sie vor kurzem ein Date hatte, bei dem er falsche Angaben über sich gemacht hatte.

Die Ermittlungen laufen nur sehr schleppend voran, bis ein weiterer erbarmungsloser Mord geschieht, der ebenso brutal an einer weiteren Frau verübt wurde. Die Ermittler finden keinerlei Berührungspunkte zwischen den getöteten Frauen und so stehen sie vor einem scheinbar unlösbaren Fall.

Die Autorin:

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik. (Quelle: btb Verlag)

Reflektionen:

Yrsa Sigurdardóttir hätte ich die irren Mordmethoden, die in diesem Thriller Anwendung finden, ehrlich gesagt gar nicht zugetraut. Mir sind ihre Thriller und Kriminalromane eher als recht ruhige und unblutige Lektüren im Gedächtnis geblieben. DNA ist willkommen anders.

Der Schreibstil Yrsa Sigurdardóttirs ist sehr harmonisch. Ihre Sprache ist klar und ohne Schnörkel. Sehr flüssig gleitet man in die Geschichte hinein, die den Leser durch einen spannenden Prolog von Anfang an die Seiten fesselt, aber nicht übermäßig treibt. Brisante oder dramatische Action liegen Yrsa Sigurdardóttir fern, aber sie schafft es trotzdem mühelos einen weiten Spannungsbogen aufzubauen, der immer wieder mit Höhepunkten aufwartet.

Yrsa Sigurdardóttir setzt erfolgreich auf fein ausgearbeitete Charaktere, die niemals fehlerfrei sind und so authentisch rüber kommen. Über sie zu lesen ist ein Genuss, denn Geschehnisse beeinflussen ihre Leben, ihre Emotionen und ihre Handlungsweisen. Im Laufe der Handlung verflechten sich die Perspektiven der Figuren miteinander, ob Ermittler, Opfer, Täter oder Zeugen und die Handlung gedeiht mit ihnen.

Zunächst gibt es keinerlei Verbindungen zwischen den Opfern zweier bestialischer Verbrechen. Einzelne Puzzleteile stehen für diverse Mordmotive zwar zur Verfügung, doch eine Verbindung derer ist scheinbar unmöglich. Die verzweifelte Tätersuche der Ermittler stützt sich daher zunächst auf die Zeugenaussage eines siebenjährigen Mädchens, das den Angriff auf seine Mutter unter deren Bett überlebte.

An dieser Stelle müssen Psychologin Freya und die Polizei mit Kommissar Huldar eng zusammen arbeiten. Dieses Zusammenspiel findet nicht jederzeit ohne Konflikte statt, die nicht nur beruflichen sondern auch persönlichen Naturen entspringen. Diese Konflikte hat Yrsa Sigurdardóttir interessant und authentisch erzählt. Besonders gelungen, sehr emotional und dem Alter einer Siebenjährigen gerecht werdend beschreibt die Autorin die Schwierigkeiten der Ermittler und der Psychologin ein vertrauensvolles Verhältnis zu dem Mädchen herzustellen. Sie ist die einzige Zeugin und nur sie kann neue Erkenntnisse bei den Ermittlungen bringen.

Parallel widmen sich Perspektiven dem Amateurfunker, der kryptische Zahlencodes auf eigene Faust entschlüsseln will. Auch seine Recherchen sind mühevoll und lange Zeit erfolglos. Als Leser hat man keinerlei Ahnungen, wie diese Kapitel mit den Verbrechen verknüpft sein könnten. Yrsa Sigurdardóttir treibt damit die Neugierde des Lesers auf die Spitze.

Der Showdown ist kein explosiver Knall, sondern eine Entwicklung in einem gemäßigten Tempo und nach meinem persönlichen Geschmack hätte diesem Thriller etwas mehr Geschwindigkeit gut getan. Die nachvollziehbare Auflösung der Verbrechen überraschte angenehm und abstrus zugleich. Die Figur des Täters streift von Anfang an durch die Buchseiten. Skurrile Gedankengänge des Täters boten das Motiv für die abscheulichen Verbrechen und nur einmal ganz kurz hatte ich während des Lesens diese Figur als Täter im Visier.

Ich freue mich definitiv auf einen neuen Fall dieser Krimiserie.

Fazit und Bewertung:

DNA ist ein empfehlenswerter Thriller für all diejenigen, die eher eine ruhigere Geschichte lesen möchten. Fein ausgearbeitete Charaktere, interessante Leben der Figuren und Perspektiven die im Laufe der Handlung miteinander verknüpft werden, bieten ein spannendes Leseerlebnis ohne viel Blutvergießen, wenn auch die Mordmethoden es in sich haben.

Ein fesselnder und atmosphärischer Island-Krimi

Von: Cornelia (Literate Wanderlust) Datum : 08.12.2016

literatewanderlust.wordpress.com/

Über die Autorin. Dem versierten Krimi- und Thrillerleser muss man über Yrsa Sigurðardóttir eigentlich gar nichts mehr sagen: Sie ist die unbestrittene Krimi-Königin Islands, ihre Bücher sind in über 30 Ländern erschienen. Das Schreiben ist jedoch nicht ihre Haupttätigkeit. Sie ist studierte Bauingenieurin und betreut im Osten Islands ein Staudamm-Projekt. Hier nutzt sie die Abgeschiedenheit ihrer Hütte zum Schreiben. Yrsa Sigurðardóttir ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Über das Buch. Zwei Frauen werden auf brutale Weise ermordet. Eine junge Finanzbeamtin und eine pensionierte Lehrerin. Zwei Frauen, die nichts miteinander verbindet, deren Wege sich nie gekreuzt haben, und doch scheint es irgendwo ein gemeinsames Glied zu geben. Welchen Aufschluss können die kryptischen Zahlennachrichten geben, die an beiden Tatorten gefunden wurden? Und es gibt eine Zeugin: Die siebenjährige Tochter des ersten Opfers. Kann sie dem Ermittlerteam um den jungen Kommissar Huldar weiterhelfen? Die Kinderpsychologin Freya nimmt sich ihrer an. Und dann ist da noch ein junger Amateurfunker, der ebenfalls die rätselhaften Zahlennachrichten erhält. Und ohne es selbst zu ahnen, scheint er mehr damit anfangen zu können, als die Ermittler. Wie lassen sich die Teile dieses verzwickten Puzzles, das weit in die Vergangenheit führt, zusammensetzen?

DNA bildet den Auftakt zu Yrsa Sigurðardóttir neuer Krimireihe, in deren Mittelpunkt die Psychologin Freya und der Kommissar Huldar stehen. Dieses ist der erste Fall, den sie gemeinsam bearbeiten. Dem Leser wird aber schon sehr schnell vermittelt, dass die beiden durchaus miteinander bekannt sind: Vor kurzem lernten sie sich in einer Bar kennen, Huldar stellte sich unter falschem Namen vor und die beiden hatten einen One Night Stand – das sorgt natürlich für jede Menge Brisanz und Spannungen. Und das stellt Yrsa Sigurðardóttir auch sehr gut dar! Sie hat die Charaktere sehr authentisch, echt und lebensnah gestaltet, sie wirken nicht überzeichnet und handeln nachvollziehbar, so dass ich sofort eine Beziehung aufbauen konnte. Mit den anderen Mitgliedern des Ermittlerteams sowie auch den anderen Charakteren des Buches ist es Yrsa Sigurðardóttir ebenso gut gelungen. Jedoch verbindet Huldar mit den Mitgliedern seines Teams auch eine Vorgeschichte und hier hätte ich mir alles etwas runder gewünscht. Oft werden alte Fälle angesprochen und es wird auf Dinge verwiesen, die der Leser nicht miterlebt hat. Ich hatte oft das Gefühl, mir würde etwas fehlen, das Buch schien nicht der Auftakt einer Reihe zu sein, sondern vielmehr ein Mittelstück. Ich kam mir fast etwas „verloren“ vor und hätte mir hier eine andere Lösung gewünscht.

Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Huldar und Freya und aus der Sicht des jungen Amateurfunkers Karl. Diese parallelen Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen, sie geben der Geschichte noch mehr Dimension und Tiefe und sorgen für zusätzliche Spannung. Besonders Karls Sicht und seine Erlebnisse haben dem Buch gutgetan, da die Polizeiermittlungen doch sehr schleppend verlaufen, nur wenig geschieht und sich diese Seite daher auch ein bisschen zäh liest. Karls Geschichte sorgt hier für viel Spannung.

Jedoch habe ich nie die Lust an dem Buch verloren, trotz kleiner Schwächen kam mir nie der Gedanke, das Buch abzubrechen, weil Yrsa Sigurðardóttir einfach unglaublich gut erzählen kann und dem Leser eine unfassbar gute und fesselnder Story präsentiert. Ich MUSSTE einfach wissen, wie es weitergeht!

Und auch wenn der Anfang eher schleppend verläuft, so liest sich das Buch insgesamt doch sehr flüssig und die Geschichte bekommt mit der Zeit immer mehr Tempo und der Spannungsbogen wird stetig gesteigert. Zum Schluss bin ich nur noch so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum zur Seite legen – das wünsche ich mir von einem guten Krimi.

Unterm Strich würde ich sagen, dass das Buch minimale Schwächen aufweist, was aber teils auch an der Übersetzung liegt (grobe sprachliche Schnitzer!). Yrsa Sigurðardóttir jedenfalls liefert mit DNA einen sehr spannenden und fesselnden Kriminalroman, der besonders durch eine außergewöhnlich gute Geschichte und tolle Charaktere überzeugt. Ich freue mich schon darauf, weitere Bücher von Yrsa Sigurðardóttir zu lesen.

Packend vom Anfang bis zum Ende

Von: dodo Datum : 07.12.2016

Eine junge Frau wird in der Nacht bestialisch ermordet. Im Nebenzimmer schlafen ihre beiden Jungen, ihre Tochter muss die Tat versteckt unter dem Bett hautnah miterleben. Komissar Haldurs Ermittlungen hängen von ihr als einzige Zeugin am seidenen Faden. Das erste Mal mit der Leitung einer Mordkomission betraut, muss er eng mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten, um einer Lösung näher zu kommen. Die beiden haben ein angespanntes Verhältnis, nachdem er sie bei einem One-Night-Stand über seine Identität belogen und sich am nächsten Morgen heimlich aus dem Staub gemacht hat. Als eine zweite Frau auf ähnliche Weise brutal ermordet wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Können die beiden ihre Animosität hinter sich lassen und den Mörder dingfest machen, bevor er ein weiteres Mal zuschlägt?

Yrsa Sigurdardóttir präsentiert mit "DNA" einen packenden Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinem Bann hält. Der Spannungsbogen baut sich langsam und kontinuierlich auf und hält. Grausame Details bleiben außen vor - man erfährt die Todesarten der Opfer, eine minutiöse Aufarbeitung der kreativen Durchführung bleibt aber erspart. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie genau er sich den Tathergang vorstellen will.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten und sind vor allem eines: menschlich und realistisch. Strahlende Helden in glänzender Silberrüstung wird man vergeblich suchen, viel mehr findet man Durchschnittstypen, die ein Durchschnittsleben führen und ihre positiven und negativen Seiten haben.

In der Ermittlungsarbeit ist man als Leser ein kleines Stück weiter als Komissar Huldar. Trotzdem wird man zum Miträtseln eingeladen, entdeckt vielleicht die eine oder andere Spur, wird auf die falsche Fährte gelockt und dann am Ende mit einem gelungenen Twist über den Mörder und sein Motiv aufgeklärt.

DNA

Von: Manuela Hahn aus Haigerloch Datum : 30.11.2016

https://lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/

Inhalt:
Zwei Frauen werden brutal ermordet, scheinbar ohne Motiv, in der vermeintlichen Sicherheit ihres Zuhauses. Mit der Aufklärung der Morde wird Kommissar Huldar betraut, der mit dieser Beförderung überhaupt nicht gerechnet hatte und sich erst mühsam in die Rolle des leitenden Kommissars einfügen muss unterstützt wird er von einem fähigenTeam und der Psychologin Freya, mit der ihn mehr verbindet als nur die Arbeit. In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir den Lebensversager Karl kennen, der nach dem Tod seiner Mutter allein wohnt und seinem einzigen Hobby nach geht, dem Amateurfunk.

Meine Meinung:
DNA der neue Thriller von Yrsa Sigurdardottir, überzeugt mich schon mit dem Prolog in dem die Autorin eine beklemmende Atmosphäre schuf wie es kaum ein zweiter Autor schafft. Sie erzählt von den letzten Augenblicken die drei Geschwister zusammen verbringen, bevor sie für den Rest ihres Lebens getrennt werden um in neuen Familien aufzuwachsen.
Fast 30 Jahre später beginnen die Morde, die mit einer beispiellosen Brutalität ausgeführt werden, hier musste sogar ich mal schlucken obwohl ich eine ziemlich hart gesottene Thrillerleserin bin. Und doch schien mir Brutalität nicht zu viel, sie passt zur Story. Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt,einmal die Mordermittlungen und Karls Geschichte die sich durch sein Hobby dem Amateurfunk und geheimnisvollen Botschaften, die die Kriminalpolizei an den Tatorten findet langsam miteinander verbinden.
Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, man erfährt gerade genug um sich ein klares Bild von ihnen machen zu können und nicht so viel um sich zu langweilen. Als ich mit bekam, dass Freya und Huldar einen One Night Stand hatten und er sie über seinen Beruf anlog befürchtete ich nerviges Gezicke zwischen den Beiden, aber damit hat mich die Autorin verschont, natürlich geht es nicht ganz ohne zwischenmenschliche Reibereien aber alles hielt sich in erträglichen Grenzen.
Auch die Örtlichkeiten an denen die Handlung spielt sind sehr anschaulich beschrieben, es ging sogar soweit, dass ich den dumpfen Parfumgeruch in Schlafzimmer von Karls verstorbener Mutter wahrzunehmen glaubte.
DNA ist ein ausgeklügelter, brutaler Thriller, mit einem Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte.Ich freue mich schon auf weitere spannende Bücher rund um Huldar und Freya.

Ein wirklich hochspannendes Buch

Von: Mordsbuch Datum : 29.11.2016

www.mordsbuch.net/

Buchinfo
DNA - Yrsa Sigurdardòtti
Gebundene Ausgabe - 480 Seiten - ISBN-13: 978-3442756568
Verlag: btb Verlag - Veröffentlichung: 26. September 2016
EUR 19,99
Kurzbeschreibung
Die neue große isländische Krimiserie
Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.
Bewertung
Ein wirklich hochspannendes Buch von der Autorin. Sie schreibt spannend, die Geschichte wirkt stimmig, ebenfalls auch die Charaktere. Sie schafft eine düstere und unheimliche Stimmung, wodurch ich die ganze Zeit eine Gänsehaut hatte. Das Buch hat mich fasziniert, aber auch nachdenklich gestimmt, denn was wir heutzutage als selbstverständlich annehmen, also ein ruhiges und zufriedenes Leben, ist eben nicht selbstverständlich. Denn überall gibt es verrückte Menschen, die das Leben von anderen Menschen einfach so beenden. Schlussendlich möchte ich sagen, dass das Buch definitiv eins meiner vielen Highlights ist. Von mir gibt es hierfür 5 Sterne!

Von: claudi-1963 aus Schwaben Datum : 25.11.2016

https://www.facebook.com/claudia.stuckner

Elisa ist mit ihren drei Kindern alleine zu Hause als sie Nachts von einem Mann überwältigt wird. Der Täter fesselt sie mit Isolierband und tötet sie auf brutalster Weise. Die beiden Söhne hat er eingeschlossen, jedoch können sie später aus dem Fenster klettern und der Nachbar entdeckt diese. Bei der Besichtigung des Tatorts, entdecken sie dann die kleine Tochter Margrét, die sich unter dem Bett versteckt hatte und traumatisiert ist. Leider haben die Ermittler unter Kommissar Huldar wenig Anhaltspunkte, da Margrét nur sehr spärlich von der Nacht berichtet. Zu tief sitzt das Erlebte, was sie hören und teilweise auch sehen musste. Darum entschließt man sich mit Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, die sich dem Kind annimmt. Freyja und Huldar kennen sich, er hat sich damals als Tischler ausgegeben und mit ihr eine Nacht verbrachte, somit ist die Zusammenarbeit nicht gerade die Beste. Dann geschieht der nächste Mord, auf dieselbe Weise und ebenfalls so brutal wie beim ersten Opfer. Der einzige Anhaltspunkt sind die kryptischen Botschaften die der Täter hinterlässt. Karl ein Amateurfunker wird ebenfalls auf einen Sender mit diesen Botschaften aufmerksam und beginnt zu recherchieren.

Meine Meinung:
Die Leseprobe hat mich damals auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich wurde dadurch neugierig. Am Anfang hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, die Autorin hat einen guten, fesselnden Schreibstil. Doch leider wurde das Buch dann durch nicht relevante Erzählungen, vor allem ab dem 1/3 des Buches ermüdend und langweilig. Ich war dabei schon am überlegen aufzugeben, kämpfte mich dann aber weiter durch das Buch. Auch mit den Ermittlern wurde ich nie richtig warm, zu selbstverliebt und kompliziert sind ihre Lebensformen, so dass ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte. Vielleicht lag es auch an den isländischen Namen, das ich mich so schwer tat. Das Cover ist nicht spektakulär, passt aber durch das Isolierband ganz gut zum Roman. Leider fehlte mir der anhaltende Spannungsbogen der in diesem Buch immer wieder Hochs und Tiefs hatte. Und wieder ein nordisch kühler Thriller der meinen Ansprüchen nicht gerecht wurde, von daher von mir nur 3 von 5 Sterne.

Mit dem Fokus auf das Zwischenmenschliche und die Spannung

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 21.11.2016

www.rezensions-seite.de


Das ist sicherlich eine peinliche Situation, bei der Arbeit einer Frau zu begegnen, die mal als „One-night-stand“ im Raume stand, der man aber, natürlich, erst einmal einen falschen Namen und einen falschen Beruf angegeben hat.

Und nun bei einem grausamen Verbrechen der Frau während der Ermittlungen gegenübersteht.

Wobei, der Leser ahnt es schon einige Seiten später, als die Psychologin Freya mit dem ermittelnden Kommissar Haldur den Tatort besichtigt, auch wenn beide zunächst leicht „verhärtet“ einander gegenüber stehen, da könnte noch was gehen…..

Und das ist sicherlich eine sehr außergewöhnliche (und von der Autorin sehr kreativ gewählte) Todesart, die der Mörder für sein erstes Opfer gewählt hat. Ein Mord ohne Spuren, ohne einen Ansatz, wer Grund zu einer solche brutalen Tat auf solch grausame Weise gehabt haben könnte. Wobei die Autorin die Darstellung des Geschehens auf genau die richtige Art und Weise meistert. Einerseits den Leser mit hineinnehmen in diese angstvolle, klaustrophobische Situation, aber andererseits sich nicht über Seiten erschöpfen in die Darstellung von Gewalt. Und dennoch dem Leser dann das „Ergebnis“ des Vorfalls doch so präsentieren zu können, dass dieses Bild sich fest in er Erinnerung einbrennt.

„Welcher Mensch ist zu so etwas fähig“, fragt sich daher nicht nur Huldar.

Ein Mörder zudem, der andere Personen verschont, zumindest die drei kleineren Kinder, die noch im Haus waren, als er seinen „Besuch“ machte. Und daher ist die Tochter der Toten, die während der Tat im Zimmer sich versteckte, die einzige Spur und einzige Zeugin, mit der die Ermittler etwas anfangen könnten, Falls Margret sich überhaupt erinnert und in ihrem traumatisierten Zustand dann auch zusammenhängende Erinnerungen noch hat.

Für den Amateurfunker Karl, nicht der beliebteste junge Mann im Umfeld, wie er selber immer wieder feststellen muss, würde sich die Spurenlage anders darstellen. Wenn er einerseits überhaupt von der Tat wüsste und andererseits diese merkwürdigen Zahlen, die regelmäßig zu gleichen Zeiten auf seinem Funk anlangen, wirklich zu deuten wüsste.

Was es überhaupt mit diesen Zahlen auf sich hat, mit denen der Mörder seine Opfer „informiert“, bevor er sein Kommen ankündigt, das ist zunächst vollständig unklar. Und doch wird in dieser merkwürdigen Form der Kommunikation ein Schüssel zur Lösung des Falles liegen.

Dafür aber wird man in der Vergangenheit suchen müssen, wo alles seinen nun tödlichen Anfang nahm.

Ruhig erzählt Sigurdardottir im Stil, lässt sich Zeit, auch bei den Opfern, die Persönlichkeiten und die Lebenssituation, wie sie sich ebenfalls für das Verhältnis ihrer beiden Hauptfiguren Zeit nimmt (und für jede der beiden an sich).

Zumindest Huldar hat dabei keinen leichten Stand, denn ob die Kollegen ihn wirklich aktiv unterstützen, das ist noch lange nicht sichergestellt.

Kreativ, ruhig und in klarer Sprache erzählt, zum Ende hin mit sich immer deutlich steigernder Spannung bietet „DNA“ einen sehr unterhaltsamen und spannenden Thriller mit einer überaus außergewöhnlichen Form des Mordes gleich zu Beginn.

DNA

Von: Thrillertante Datum : 16.11.2016

www.thrillertante.blogspot.de

Eine junge Mutter wird nachts in ihrer Wohnung auf bestialische Weise getötet. Ihre kleine Tochter, die sich unterm Bett versteckt hält, muss alles miterleben, kommt aber mit dem Leben davon. Die Psychologin Freyjya, die versucht dem 7jährigen Mädchen Details zur Tat zu entlocken und Komissar Huldar, der das erste Mal in so einem Fall die Ermittlungen leitet arbeiten zusammen um den Täter auf die Spur zu kommen. Kurz darauf wird eine zweite Frau ermordet.

Unterdessen versucht ein Amateurfunker kryptische Botschaften, die er empfängt zu entschlüsseln und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dabei begibt.

Die Bücher von Irsa Sigurdadottir möchte ich euch gerne besonders ans Herz legen! Vielleicht ist euch das Buch "Geisterfjord" bekannt, das mich wahrlich umgehauen hat.

Mit "DNA" startet die isländische Autorin eine neue Thrillerreihe und gleich mit dem Auftakt, konnte die Autorin mich einmal mehr begeistern.

Ich habe schon viel gelesen. Opfer wurde literarisch erstochen, erwürgt, gehängt, gehäutet und erschossen aber das, was sich die Autorin für ihren Killer und die Opfer ausgedacht hat, hat mir erst mal nur ein erstauntes "Oh" entlockt. Unglaublich, was einem im Haushalt so alles "passieren" könnte und ich sehe meinen Staubsauger nun mit anderen Augen.

Yrsa Sigurdadottir schreibt von Seite eins an beklemmend und durchweg hochspannend. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass es kaum möglich ist, nicht auch noch das nächste Kapitel sofort zu lesen, was schlecht für den wohlverdienten Schlaf ist.

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja waren mir auf Anhieb symphatisch und ich war gespannt, wie sich die beiden zusammenraufen, verbindet sie doch eine gemeinsame Nacht, in der der Kommissar sich nicht gerade vorbildlich verhalten hat.

Der Thriller beginnt mit einem beklemmenden Prolog und einem sehr ernsten Thema. Wie das alles zusammenhängt und wie die Autorin die Handlungsstränge verknüpft, ist logisch und authentisch aufgebaut und führt zu einem Ende, das mich zufriedengestellt hat.

Ich freue mich heute schon auf Band 2 und werde diese Reihe gerne weiter begleiten! Absolute Leseempfehlung!

Ein Muss für alle Thriller-Fans!

Von: Emmily aus Lüneburg Datum : 10.11.2016

emms-extended-edition.blogspot.com/

Yrsa Siguardóttir hat einen sehr schönen Schreibstil. Bereits im Prolog wird eine Spannung aufgebaut, die Lust auf mehr macht. Und es bleibt bis zur aller letzten Seite... bis zum allerletzten Satz spannend. Die Orte und die Stimmung, die sie vermitteln, sind so präzise beschrieben, dass man das Gefühl hat, selber gerade dort zu sein.

Seit dem Aufstehen hatten ihn kalte Einsamkeit und Schweigen umgeben. Jetzt, wo er alles entsorgt hatte, was seiner Mutter wichtig gewesen war, wirkte die Wohnung kühl und ungemütlich. Wie ein unfertiges Bühnenbild. (S. 294)

Auch wenn es um den Geruch des Waldes oder von verbrannten Fleisch ging, hatte ich immer den gerade beschriebenen Geruch in der Nase. Ich konnte mich zu 100% auf die Beschreibungen verlassen. Es hat alles so realistisch gewirkt.

Das Cover hätte man nicht besser gestalten können. Der Name der Autorin und auch teilweise der Titel des Buches werden von silbernen, mit Blut besprenkelten Klebeband verdeckt. Es ist eine erhöhte Prägung, die sich leicht gummiert anfühlt. Genau wie richtiges Klebeband. Ich musste zweimal hingucken um zu verstehen, dass es aufgedruckt und nicht aufgeklebt ist.
Da alle Opfer im Buch mit einem mit silbernen Klebeband umwickelten Kopf vorgefunden wurden und die Gesichter verdeckt waren, passt die Prägung natürlich perfekt zu dem Thriller.

Der Titel hatte für mich am Anfang der Geschichte noch keine richtige Bedeutung. Aber am Ende ist es mir plötzlich klar geworden, warum DNA so heißt. Gut getroffen ohne zuviel zu verraten. So wie ein gelungener Titel für mich sein muss.

Von der Autorin Yrsa Sigurdardóttir habe ich zuvor noch keine Bücher gelesen. DNA war mein erstes Exemplar von ihr. Und es wird nicht das letzte sein.

Spannung pur

Von: Buchstabensalat Datum : 08.11.2016

https://www.facebook.com/Buchstabensalat1/?ref=bookmarks

Yrsa Sigurdardóttir
DNA
Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.



Die Buchbeschreibung klingt so "naja, mal sehen was so kommt, Spannung geht anders".
Aber lasst Euch davon nicht abbringen, dieses Buch zu lesen! Unglaublich wie sehr es mich gefesselt hat! Man kann gar nicht aufhören, weil man immer noch ein Kapitel lesen muss.....
In Island geht ein Mörder um, ein sehr, sagen wir mal, kreativer Mörder.
Und Island ist ja nicht gerade stark bevölkert.
Also hat man keine Ahnung und doch viele Verdächtige.
Und genau das ist es, was das Buch so gut macht.
Es gibt Wendungen hier, Spekulationen da, und der Leser mittendrin. Und am Ende macht es BÄM und es ist doch ganz anders!
Neugierig? LESEN!!!

Ich möchte ganz kurz noch das Cover erwähnen, das ist richtig schön. Und wenn man es gelesen hat findet man es SEHR passend. ;)

Übrigens soll das der Anfang eine Reihe sein. Ich bin sehr gespannt.
Fünf von fünf Sternen!

Ein absolutes Highlight

Von: linasue Datum : 04.11.2016

https://sue-buechertraum.blogspot.de/


Inhalt:

Elisa,Mutter von 3 Kindern,wird in der Nacht von ihrer Tochter Margret geweckt,die ihr erzählt das ein Mann in Ihrem Haus sei. Als Elisa nachsehen will,bemerkt sie den Eindringling und kehrt zurück zu Margret ins Schlafzimmer,doch es ist zu spät. Der Eindringling folgt ihr und bringt sie auf bestialische Weise um. Margret,die sich die ganze Zeit unterm Bett versteckt hat,hat alles mitbekommen und ist daher eine wichtige Zeugin.
Kurz darauf wird noch eine Frau ermordet und die Ermittler stehen vor einem Rätsel.
Ob sie durch Margret den Mörder findet ?
Sie wissen nur,sie müssen Margret beschützen.

Meinung:

Der beginnende Auftakt einer Reihe mit Psychologin Freyja und Kommissar Huldar.
Yrsa Sigurdardotti kannte ich vorher nicht. DNA war mein erster Krimi von ihr und ich muss sagen es hat mich überwältigt. Hochspannung pur,von Anfang bis zu Ende.
Ich habe so mitgefiebert und kam einfach nicht auf den Mörder,zwischenzeitlich wird man deshalb in die Irre geführt,was das Ganze aber noch spannender machte.
Für mich war das Buch ein klares Highlight dieses Jahr gewesen und ich bin gespannt wie es weiter mit Freyja und Huldar geht.
Hat seine 5 Sterne von mir definitiv verdient und kann es wirklich nur weiter empfehlen.

Ein absolutes Highlight

Von: linasue Datum : 03.11.2016

https://sue-buechertraum.blogspot.de/

Inhalt:

Elisa,Mutter von 3 Kindern,wird in der Nacht von ihrer Tochter Margret geweckt,die ihr erzählt das ein Mann in Ihrem Haus sei. Als Elisa nachsehen will,bemerkt sie den Eindringling und kehrt zurück zu Margret ins Schlafzimmer,doch es ist zu spät. Der Eindringling folgt ihr und bringt sie auf bestialische Weise um. Margret,die sich die ganze Zeit unterm Bett versteckt hat,hat alles mitbekommen und ist daher eine wichtige Zeugin.
Kurz darauf wird noch eine Frau ermordet und die Ermittler stehen vor einem Rätsel.
Ob sie durch Margret den Mörder findet ?
Sie wissen nur,sie müssen Margret beschützen.

Meinung:

Der beginnende Auftakt einer Reihe mit Psychologin Freyja und Kommissar Huldar.
Yrsa Sigurdardotti kannte ich vorher nicht. DNA war mein erster Krimi von ihr und ich muss sagen es hat mich überwältigt. Hochspannung pur,von Anfang bis zu Ende.
Ich habe so mitgefiebert und kam einfach nicht auf den Mörder,zwischenzeitlich wird man deshalb in die Irre geführt,was das Ganze aber noch spannender machte.
Für mich war das Buch ein klares Highlight dieses Jahr gewesen und ich bin gespannt wie es weiter mit Freyja und Huldar geht.
Hat seine 5 Sterne von mir definitiv verdient und kann es wirklich nur weiter empfehlen.

Krimi im Breitwandformat

Von: Reinhard Jahn Datum : 30.10.2016

krimiblog.blogspot.de/

Drei Kinder müssen adoptiert werden – soll man sie trennen? Beisammenlassen? Die Entscheidung, die getroffen wird, wird tödlichs ein.
Jahre später beginnt eine mysteriöse Mordserie, deren erstes Opfer eine junge Mutter ist, die gequält und dann mit einem Staubzuger zu Tode gefoltert wird. Ein Fall für Kommissar Hulder, der mit der Psychologin Freya zusammenarbeiten muss – ohne sich dabei von den privaten Verwicklungen beeinflussen zu lassen, die die beiden verbinden.

Zur gleichen Zeit fängt ein Funkamateur Funksprüche mit mysteriösen Zahlenkolonnen auf, wie man sie aus der Spionage in der Zeit des Kalten Krieges kannte. Und er macht sich daran, die Bedeutung der Funksprüche herauszufinden.
Ein großer, breit präsentierter Thriller, der wenig unerzählt lässt. Ein Krimi im Breitwandformat sozusagen, mit weiten Schwenks über die Figuren, ihre Geschichten, ihre Befindlichkeiten und ihre Träume. Auf keinen Fall etwas für den schnellen Krimigenuss zwischendurch, sondern eher für die Langstrecke.
(Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung) Oktober 2016

außergewöhnlicher Thriller mit leichten Längen im Mittelteil

Von: mrs-lucky aus Norddeutschland Datum : 27.10.2016

Island besitzt nach internationalen Studien eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt, Morde sind auf der Insel nicht gerade an der Tagesordnung, aber gerade das scheint die Fantasie der Krimiautoren anzufachen. Zumindest in dem neuen Thriller von Yrsa Sigurðardóttir geht es um einen ausgesprochen perfiden Mörder.
Schon der Prolog ist düster und beklemmend. Er erzählt von drei kleinen Kindern, die durch ein schreckliches Ereignis ihre Eltern verloren haben und nun zur Adoption stehen. Obwohl sich die Geschwister teils sehr nahe stehen, müssen sie getrennt vermittelt werden auch in der Hoffnung, dass sie ihre Vergangenheit so schneller hinter sich lassen und vergessen können.
Die eigentliche Handlung setzt 28 Jahre später ein. Elísa ist mit ihren drei Kindern allein zu Hause, da ihr Mann geschäftlich nach Amerika gereist ist. Als ihre siebenjährige Tochter Margrét nachts zu ihr ins Bett kriecht und berichtet, sie hätte einen Mann im Wohnzimmer gesehen, schreibt Elísa dies zuerst der Fantasie ihrer Tochter zu. Doch kurz darauf ist Elísa tot, auf grausame Weise ermordet, während ihre Tochter sich nur knapp vor dem Mörder verstecken kann. Die Polizei findet am nächsten Tag das völlig verstörte Mädchen, da sie die einzige Zeugin ist, soll sie trotz ihres Traumas mithilfe der Psychologin Freyja befragt werden. Und tatsächlich erfährt der leitende Kommissar Huldar durch Margrét, dass der Täter einen weiteren Mord angekündigt hat.
Nicht nur aufgrund fehlender Indizien und Spuren stehen Huldar schwierige Ermittlungen bevor. Es ist für ihn der erste Fall als Ermittlungsleiter, und dann erkennt er in Freyja auch noch einen On-Night-Stand wieder, bei dem er sich als Tischler statt als Polizist ausgegeben hatte.
Während Huldar nach Verdächtigen sucht, taucht in der Geschichte ein junger Mann auf, der mit seinem Funksender rätselhafte Zahlencodes empfängt, in denen er unter anderem seine Personen-ID erkennt, aber auch die einer gewissen Elísa Bjarnadóttir. Auch eine pensionierte Lehrerin bekommt per SMS ähnliche Zahlenreihen und glaubt zunächst an einen technischen Fehler.
Der Thriller ist düster, die Sprache so gewählt, dass eine eindringliche Atmosphäre geschaffen wird. Auch ohne die Schilderung allzu vieler Details ist in einigen Szenen die Angst der Personen oder das Grauen der Opfer fast greifbar und wirkt beängstigend real.
Leider verliert sich der Thriller insbesondere im Mittelteil zu sehr in Einzelheiten aus dem Leben der Charaktere. Noch dazu wirken diese oft sehr steif und hölzern ebenso wie viele der Dialoge. Die meisten der Personen des Buches leiden derart unter ihren Selbstzweifeln, dass sie dadurch in ihrem Auftreten und ihren Entscheidungen stark gehemmt sind. Das war mir insgesamt zu viel und zu deprimierend.
Abgesehen vom schwachen Mittelteil mit einigen Längen ist der Spannungsbogen jedoch hoch, die Geschichte ist logisch aufgebaut und lässt den Leser mitfiebern. Ich habe die ganze Zeit versucht einen Zusammenhang zwischen dem Prolog und der Haupthandlung zu finden, und die Geschichte konnte mich bis zum Ende hin immer wieder überraschen.

Island-Thriller Band 1

Von: Miss Norge Datum : 25.10.2016

missnorges.blogspot.de

Da ist der Autorin ein toller Start einer neuen Serie gelungen, die ich auf alle Fälle weiterverfolgen werde. Ein spannender Fall, mit fiesen Mordmethoden und einer Aufklärung die mich extrem überrascht hat. Zudem bekommen auch die einzelnen Protagonisten hier genug Zeit sich vorzustellen und manches ist nicht leicht zu lesen, vor allem wenn es um die kleine Margret geht, die während des schrecklichen Mordes an ihrer Mutter, sich unter deren Bett versteckt hält und alles direkt mitbekommt. Des Mädchens, welches extrem verstört ist, nimmt sich die Kinderpsychologin Freyja an, die mit diesem Kontakt dann auch noch ins Visier des verrückten Mörders gerat. Kommissar Jonas Huldar bearbeitet den Fall und kann somit auf der Karriereleiter etwas aufsteigen, deswegen kann er diesen nicht vermasseln und er hängt sich voll rein. Den Großteil des Buches nimmt deswegen auch die Ermittlerarbeit ein, die aber keineswegs langweilig oder unrealistisch daherkommt. Zudem werden die Foltermethoden erwähnt, aber nur angedeutet und ich konnte als Leserin dann meine Phantasie spielen lassen. Interessant fand ich beim Lesen, das ich irgendwie so gar keine Verbindung zwischen den einzelnen Opfern finden konnte und was die Amateurfunkerfreunde darin zu suchen hatten, außer das sie ID´s und Personennummern illegal abgehört hatten. Doch die ganzen einzelnen Fäden kamen am Ende des Buches logisch zusammen und es hat mich echt umgehauen, denn damit hatte ich so gar nicht gerechnet, das die Person was damit zutun hatte. In der Story haben fast alle Charaktere ihr persönliches Päckchen zu tragen, so das oftmals diese düstere und schwer zu ertragende Wehmut aufkam, die aber wieder so typisch für diese skandinavischen Krimis und Thriller ist. Ich liebe das sehr.
Freue mich schon auf weitere Fälle mit Freyja und Jonas.

Grandioser Reihenauftakt von Islands Krimi-Queen

Von: NiWa Datum : 18.10.2016

zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at

Eine Frau wird nachts grausam ermordet, während ihre Tochter unter dem Doppelbett kauert. Eine weitere Frau wird unter ähnlichen Umständen brutal zu Tode gebracht und niemand kann einen Zusammenhang sehen. Außer den merkwürdigen Botschaften, die der Täter bei beiden Opfern hinterlassen hat. Kommissar Huldar liegt nun viel daran, dass kleine Mädchen als einzige Zeugin zu verhören, doch dazu muss er sich mit Psychologin Freya auseinandersetzen.

Obwohl die knappe Inhaltsangabe banal und typisch klingt, konnte ich mich von der ersten Seite an Yrsa Sigurdardóttirs Stil nicht entziehen.

Es ist ein ganz typischer Kriminalroman, mit vagen Spuren, seltsamen Ereignissen und den standardisierten Ermittlern. Denn schafft es die Autorin schafft aus diesen einfachen Zutaten ein kriminalistisches Meisterwerk zu kreieren.

Gleich am Anfang ist man mittendrin. Man befindet sich bei einer jungen Frau, die mit ihren Kindern allein zuhause ist. Es ist Nacht, es ist ruhig, die Kinder schlafen schon, und auf einmal kriegt sie es mit der Angst zutun.

Diese und andere Szenen sind so realistisch beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich mitten im Geschehen auf Island war.

Die Protagonisten - Kommissar Huldar und Psychologin Freya - sind ebenso aus dem Leben gegriffen. Sie haben zwar beide ihr Päckchen zu tragen, allerdings gerade so, wie es für Menschen in diesem Alter normal ist. Es gibt keine versteckten Superhelden, keine traumatischen Erlebnisse, von denen sie für ihr ganzes Leben gezeichnet sind, sondern es handelt sich dabei um zwei ganz normale Menschen, die gute und schlechte Zeiten hinter sich haben und nun gemeinsam an diesem Fall arbeiten.

Außerdem begleitet man noch einen jungen Mann namens Karly, der sich ganz und gar der Funkerei verschrieben hat. Hier arbeitet die Autorin interessante Fakten über das Funken ein, das mittlerweile in Vergessenheit gerät, jedoch nach wie vor eine wichtige Funktion einnimmt.

Diese Perspektiven wechseln sich ab. Einmal geht man mit Freya die Zeugenaussage des kleinen Mädchens an, dann ist man mit Huldar dem Mörder auf der Spur und auf einmal wird wieder eine Frau umgebracht.

Die Mordarten sind äußerst brutal gewählt. Wer solche Szenen scheut, darf sich hiervon nicht einschüchtern lassen, weil es die Autorin dem Kopfkino überlässt, die Details auszuschmücken. Die Sterbeszenen enden genau im richtigen Moment, bevor es grauslich wird.

Die Handlung ist typisch Krimi und dann auch wieder nicht. Denn Yrsa Sigurdardóttir hat mich derart auf die falsche Fährte gebracht, dass ich am Ende erstaunt die Augen aufgerissen habe. Wer hätte das gedacht?

Die Hintergründe waren einleuchtend und mit diesem wunderbaren Island-Krimi-Charme versehen, der mit den Besonderheiten der Insel und der Bevölkerung besticht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin einen außergewöhnlichen Stil, den ich als „isländisch“ bezeichne, obwohl ich natürlich nicht weiß, was typisch für isländische Schriftsteller ist. Denn trotz des nüchternen, ruhigen Tons, baut sie eine unheimliche Spannung auf, die einen nicht mehr loszulassen gedenkt.

Für mich ist Yrsa Sigurdardóttirs „DNA“ ein Krimi erster Klasse, wie man ihn selten zu lesen bekommt. Wer Atmosphäre, Stimmung und authentische Charaktere schätzt, sollte sich unbedingt auf Island begeben und mit Huldar und Freya diese brutalen Morde aufklären.

Island, Mord und viel Spannung

Von: Tintenhain Datum : 06.10.2016

www.tintenhain.wordpress.com

„Es ist jemand im Haus“ wird Elísa von ihrer kleinen Tochter Margrét gewarnt. Doch Elísa glaubt ihr nicht und kurz darauf ist sie tot. Ermordet auf grausamste Weise und das siebenjährige Mädchen ist die einzige Zeugin. Vorsichtig versuchen die Beamten der Polizei mit Hilfe der Psychologin Freyja das traumatisierte Mädchen zu befragen und erfahren, dass Elísa wohl nicht das einzige Opfer bleiben wird. Freyja ist verblüfft als ihr der leitende Ermittlungsbeamte Huldar gegenüber steht. Ausgerechnet mit ihm hat sie vor kurzem eine Nacht verbracht und bisher glaubte sie, er sei Tischler.

Die Polizei hat kaum Anhaltspunkte, doch währenddessen gehen bei einem jungen Amateurfunker merkwürdige Zahlencodes ein. Sie scheinen mit dem Mord in Verbindung zu stehen und merkwürdigerweise auch mit seiner Person.

Mit „DNA“ startet Yrsa Sigurðardóttir in eine neue Reihe um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Zunächst fällt auf: Es gibt mit Anika Wolff eine neue Übersetzerin. Vielleicht bleiben somit zukünftig Schnitzer wie der Schreibtisch auf dem Computer (gemeint war der Desktop) oder penetrantes Kontern („Das letzte Ritual“) zukünftig erspart.

Es ist das erste Mal, dass ich bei einem Buch von Yrsa Sigurðardóttir etwas zurückschrecke. Der Mord, der gleich am Anfang passiert, ist von unvorstellbarer Grausamkeit. Zwar wird zum Ende hin klar, warum er gerade so passieren musste, dennoch frage ich mich, warum es eigentlich immer perverser werden muss. Dennoch, eins muss ich ihr lassen. Yrsa Sigurðardóttir erzählt, was passiert ist, erspart aber dem Leser eklige Details und zwingt nicht widerliche Bilder auf, die schlaflose Nächte versprechen – vor allem kommt sie nicht immer wieder darauf zurück. Der Fokus liegt bei Yrsa Sigurðardóttir nach wie vor auf genial konstruierten Plots und spannenden Verwicklungen, von denen man zunächst nichts ahnt.

Der eigentlichen Handlung wird ein Prolog vorangestellt, in dem 28 Jahre zuvor drei verwaiste Geschwister voneinander getrennt werden. Immer wieder fragt sich so der Leser, welche Rolle diese Episode aus der Vergangenheit spielt und in welchem Zusammenhang sie zu den derzeitigen Ereignissen stehen könnte. Ein geschickter Schachzug, der mich bis zum Ende hat rätseln lassen, genauso allerdings wie der Titel „DNA“. Auch hier erschließen sich erst ganz zum Schluss Zusammenhänge.

Mit ihren beiden Protagonisten Haldur und Freyja schafft Sigurðardóttir ein ungleiches Pärchen, das sich als solches nicht sieht, und dadurch sehr viel Entwicklungspotenzial hat. Gute Voraussetzungen also für die Fortsetzungen. Überhaupt zeigt Sigurðardóttir bei der Entwicklung von Charakteren besonderes Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis. Ihre Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen und mit ihren Eigenarten sympathisch und authentisch. Dabei muss der Kommissar weder eine gescheiterte Existenz oder dem Suff verfallen sein, wie es in skandinavischen Krimis Usus zu sein scheint. Auch die Nebenfiguren sind bildhaft gezeichnet und beleben den Plot auf ihre Weise. Dadurch, dass viel Wert auf eine anschauliche Charakterisierung der Personen gelegt wird, könnten Leser einige Szenen als langatmig empfinden, vor allem wenn sie ihren Fokus mehr auf atemloser Spannung haben. Für mich war es denn auch eher Krimi als Thriller, wobei in meinen Augen der Spannungsbogen konsequent gehalten wurde.

Der Kriminalfall ist von den Mordmethoden her zwar echt widerlich, aber wie gesagt, man muss sich glücklicherweise nicht weiter damit auseinandersetzen, sondern kann sich vielmehr auf die Lösung desselben konzentrieren. Gar nicht so einfach, denn auch wenn keine falschen Fährten gelegt werden, ist der Fall so verzwickt, dass nicht einmal der zweite Handlungsstrang mit dem Amateurfunker wirklich Licht ins Dunkel bringt. Zwar frohlockte ich am Ende, dass ich wüsste, wer der eigentliche Mörder sei, aber nein, weit gefehlt, am Ende kam dann doch noch mal alles ganz anders – und ehrlich gesagt dann auch mit konsequent-logischer Aufklärung.

Mich hat Yrsa Sigurðardóttir mal wieder überzeugen können und ich freue mich auch schon auf den nächsten Fall von Haldur und Freyja.

© Tintenhain

Trennung

Von: wal.li Datum : 02.10.2016

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Die Polizei ist ratlos. Eine junge Mutter wurde tot aufgefunden, die Nachbarn haben ihre zwei Söhne vorübergehend in Obhut genommen, von der Tochter fehlt noch jede Spur. Kommissar sucht den Tatort auf, um Hinweise zu finden, die auf den Täter hindeuten könnten. Zu seinem Entsetzen findet er die siebenjährige Tochter des Opfers. Sie hatte sich versteckt und musste miterleben wie ihre Mutter zu Tode kam. Das Mädchen ist die einzige Zeugin, jedoch völlig traumatisiert. Die Polizei wendet sich deshalb an das Jugendhaus, um sie von einer Psychologin befragen zu lassen. Im Jugendhaus trifft Kommissar Huldar ausgerechnet auf Freyja, der er während einer Nacht erzählt hat, er sei Tischler.

Mordfälle wie aus dem Nichts heraus, was kann einen Täter veranlassen plötzlich zum Mörder zu werden. Gibt es eine Verbrecherkarriere oder wird manchmal auch ein vorher völlig unauffälliger Mensch zum personifizierten Bösen. Kommissar Huldar leitet die Ermittlungen, allerdings nicht, weil er sich besonders hervorgetan hat, sondern weil etliche der erfahrenen Kollegen in einen Skandal verwickelt sind und sie nicht mit so einem möglicherweise öffentlichkeitswirksamen Fall betraut werden können. Huldar ist sich dessen bewusst und er tut sich etwas schwer unter den Kollegen plötzlich der Chef zu sein. Die Wiederbegegnung mit Freyja macht es auch nicht einfacher. Sie ist nach dem One-Night-Stand nicht besonders gut auf ihn zu sprechen. Verwertbare Spuren sind kaum zu finden und ihre junge Zeugin mag sich nur ungern an die Nacht erinnern, in der ihre Mutter starb.

Yrsa Sigurdardóttir schickt mit diesem Roman ihr neues Ermittlerteam zum ersten Mal in den Ring. Nach einer gemeinsamen Nacht haben beide nicht mit einem Wiedersehen gerechnet und aus dieser pikanten Vorgeschichte und der Peinlichkeit des erneuten Aufeinandertreffens hätte vielleicht etwas mehr gemacht werden können. Ansonsten entwickelt sich dieser Kriminalfall äußerst spannend. Zwar tappt die Polizei beinahe zwangsweise zunächst im Dunkeln, denn der Täter erweist sich als ausgesprochen geschickt und perfide. Doch der Leser ist durch die Nachforschungen des jungen Karl, an denen er teilhaben darf, manchmal ein paar Schritte voraus. Allerdings nie soweit, dass sich die Lösung erraten ließe. Aus allem, was sich nach und nach offenbart, entwickelt sich eine Story, von der man meint, dass es sie eigentlich nicht geben dürfte. Entscheidungen, die im besten Sinne getroffen werden, führen mitunter zu fatalen Ergebnissen. Am Ende ahnt man, was es mit dem Titel dieses Buches auf sich haben könnte, und man fragt sich, ob Blut nicht doch dicker ist als Wasser.

Eine gelungene Einführung des Duos aus Kommissar Huldar und der Psychologin Freyja.

Das Beste kommt zum Schluss

Von: Mel Bücherwurm aus Leopoldshöhe Datum : 02.10.2016

melbuecherwurm.blogspot.de/

"DNA" ist ein solider Thriller, der aber leider einige Längen aufweist. Gewünscht hätte ich mir einen höheren Spannungsbogen. Durch Titel und Cover angesprochen widmete ich mich dem Klappentet und erhoffte mir spannendes Lesevergnügen. Dies bekam ich auch geliefert, obwohl ich hier und da einige Kürzungen ansprechender gefunden hätte. Eigentlich mag ich es sehr, wenn Figuren ein Eigenleben entwickeln und ihre Privatsphäre hinter den Ermittlungen bekannt werden. In "DNA" ist dies eher so, dass es den Lesefluss ein klein wenig zu bremsen vermochte, denn nach den brutalen Morden wäre ich lieber auf falsche Fährten geführt worden oder hätte meinen eigenen Instinkten folgen wollen. Das Ende ist bombastisch gelungen und hat mir letztendlich doch noch Hochspannung beschert.
"DNA" beginnt mit einer Tragödie und diese wird am Ende dann noch einmal verdeutlicht. Man kann es Psychose nennen oder auch einen Rachfeldzug, der dem Titel des Buches mehr als gerecht wurde. Auch das Klebeband auf dem Cover wird im Verlauf der Story einen Platz einnehmen können. Es ist grausam und brutal. Einen der Morde wird von einem Kind begleitet. Ein Kind, welches sich unter dem Bett befindet und mitbekommt, wie ihre Mutter stirbt. Dies ist der rote Faden, der sich durch den Thriller zieht, obwohl eben auch "DNA" einen hohen Stellenwert hat, der aber nur zu Beginn und Ende deutlich wird.
Letztendlich hat mir der Thrillerauftakt einer Buchreihe um ein neues Ermittlerduo gefallen, obwohl mir wie gesagt zwischendurch die Hochspannung fehlte, die ich mir erwünscht hätte. Solide, gut zu Lesen und mit einem gewissen Potential sich weiterzuentwickeln, möchte ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen. Die Protagonisten sind deutlich gezeichnet, eine sehr detaillierte Sprache sorgen für Authentizität, die Story ist letztendlich nachvollziehbar und einige Überraschungen am Ende geben "DNA" eine gewisse Würze. Nicht perfekt, aber dennoch lesenswert.