Leserstimmen zu
Bruderlüge

Kristina Ohlsson

Martin Benner (2)

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„Bruderlüge“ ist der zweite Teil der zweiteiligen Serie um Martin Benner und schließt in der Handlung direkt an Teil 1 „Schwesterherz“ an. Worum es in Teil 1 ging, erzähle ich HIER. Im zweiten Teil, welcher kurze Zeit nach dem Ende vom ersten Teil ansetzt, hat Martin Benner einen neuen Gesprächspartner für sein Interview, welches als Rahmen für die Handlung dient. Denn der erste Interviewpartner ist schon nicht mehr am Leben – in dieser Geschichte pflastern einige Leichen den Weg der Hauptperson. In dieser Geschichte muss er nun herausfinden, wo der verschollene Mio ist. Dieser ist der Sohn der inzwischen verstorbenen Sarah Texas, die als Mörderin verurteilt wurde und deren Schuld der Anwalt Benner in Teil 1 posthum noch „zurückbeweisen“ sollte. Zunächst widerwillig aber zunehmend fasziniert befasste sich Martin Benner mit der Geschichte von Sarah Texas und bemerkte bald einige Ungereimtheiten. Je weiter er sich in den Fall verstricken ließ, desto mehr ruhte der Fokus auf einmal auf ihn selbst. Menschen, die ihm von Sarah Texas Unschuld berichteten, waren auf einmal tot, und er selbst war der Mordverdächtige. Immer tiefer im Schlamassel reiste er nach Texas, musste um seine Liebsten fürchten und bekam am Ende des ersten Bandes ein paar Antworten und noch mehr neue Fragen. Diese werden nun in diesem Band geklärt, die Geschichte wird hier abgeschlossen. Stil, Machart, Meinung Wie man sieht, sind bei diesem Zweiteiler die Bände und die Geschichte eng verstrickt. Es ist schwierig, hier zu viel zur Handlung zu sagen ohne für Interessierte zu spoilern, denn sonst ist Band 1 ja nicht mehr interessant - und bei dem sollte man hier auch zwingend anfangen. Die Schreibweise der Autorin ist wie immer fluffig, gut ausbalanciert und macht die Sache spannend. Im Vergleich zu Teil 1 muss ich hier jedoch ein anderes Tempo feststellen: Im ersten Band werden viele Personen detailliert beschrieben, die Geschichte nimmt sich Zeit, um angemessen in die Tiefe zu gehen. Mit diesem Vorwissen geht’s dann in diesem zweiten Teil alles etwas schneller. Die vielen Personen, Verbindungen und Schicksale vom ersten Teil werden nun etwas eiliger abgehandelt. Es kommt mir fast so vor, als hätte die Autorin erst 3 Bände für die Geschichte eingeplant und dann doch auf 2 verkürzen müssen. Denn die vielen angefangenen Sachen werden meiner Meinung nach etwas schnell abgehakt. Es ist zwar alles sinnig aufgelöst, aber die Motive der Personen und einige Antworten kamen mir etwas zu kurz. Dazu muss man jedoch sagen, dass die Autorin ihrer Taktik vom ersten Buch treu geblieben ist: Der Leser hat selbst einiges zu tun, er muss raten wie es nun wirklich ist und wird das eine ums andere Mal in die Irre geführt. Das ist auch im zweiten Teil gut gelungen. Fazit Diese Reihe hat mir an sich gefallen, wobei ich mir nach dem ersten Band etwas mehr vom zweiten Band versprochen hatte und es zwischenzeitlich dann doch etwas „an den Haaren herbeigezogen“ war (ich darf hier nicht spoilern..) . Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich dabei auf hohem Niveau nörgele. Kristina Ohlsson trifft mit ihrer Schreibe und ihren Geschichten grundsätzlich meinen Geschmack, Thriller mit Krimi, ich darf mir meine eigenen Gedanken machen, spannend und nicht ausschweifend mit einigen humorvollen Elementen geschrieben und einfach gut. Im Vergleich zur Reihe um Alex Recht und Co. Muss ich jedoch sagen, dass diese Reihe nicht an rankommt. Ich wollte diesem zweiten Band zunächst 3 Sterne geben, bleibe aber nun für diesen Band und die gesamte Reihe bei 4 Sternen, weil im Vergleich zu anderen Autoren diese Autorin einfach ihr Handwerk versteht und meinen grundsätzlichen Geschmack trifft. Sie hat auch schon 5 Sterne von mir abgestaubt, aber dafür reicht es dann doch nicht. Wer ihre Bücher mag, wird auch dieses mögen. Wer Thriller mit Tiefgang und Krimi- Elementen mag, die sich nicht in belanglosen Details verzetteln, der dürfte hier genau richtig sein. Die andere Reihe ist trotzdem besser.

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Einer der besten Psychothriller, die ich bisher gelesen habe, auf jeder Seite packend und voll atemloser Spannung ist nach "Schwesterherz" auch der zweite Band "Bruderlüge" der schwedischen Schriftstellerin Kristina Ohlsson (38), der im Juni im Limes-Verlag erschienen ist. Anwalt Martin Benner wird als Mörder, von Kapitel zu Kapitel bald als Serienmörder gejagt. Jede Kontaktperson, die er um Rat und Hilfe bittet, ist bald darauf tot und immer wird ihm der Mord angelastet. Darf er nicht einmal mehr seiner Lebensgefährtin Lucy vertrauen? Steckt sie mit im Komplott? Auch wer Band 1 nicht gelesen hat, wird zügig in die Handlung eingeführt. Verwirrend mag anfangs die Vielzahl der Personen und Handlungsfäden sein. Aber Kristina Ohlsson versteht es ungemein geschickt, alle Fäden logisch und konsequent bis zum bitteren (oder doch glücklichen?) Ende zu spinnen. Der Thriller legt ein derart rasantes Tempo vor, das man als Leser fast das Gefühl bekommt, die Handlung könnte ohne ihn weiterlaufen, sollte man das Buch mal weglegen. Ein echter Pageturner, dem gern weitere folgen dürfen! Absolut EMPFEHLENSWERT.

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Kurze Meinung: Ein sehr schöner zweiter und abschließender Teil zu der Geschichte um Martin Benner. Jedoch mir am Ende zu abwegig. Schade. Klappentext: Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt. Mein Fazit Warum wollte ich dieses Buch lesen? Schwesterherz hatte mich sofort total in den Bann gezogen und so wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Martin und der Suche nach Mio weitergeht. Was ist mir besonders positiv aufgefallen: Die Charaktere sind immer noch genauso wie sie im ersten Band waren. Man kann sich wieder sehr schnell in die Geschichte finden und ist bei den Namen auch sofort im Bilde, wer nun wer war und ist. Auch die Interviews sind weiterhin im neuen Band enthalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Was ist mir negativ aufgefallen: Die Geschichte war am Ende so verzwickt. Es war so durcheinander und so viele Hände, die am selben Strang ziehen, dass mir das Szenario dann doch viel zu unrealistisch und auch ein wenig zu hanebüchen vorkam. Zu den Charakteren: Martin: Wie bereits im ersten Band handelt er selten wohlüberlegt und begibt damit sich und sein Umfeld öfter als notwendig in Gefahr. Auch ist er immer noch der Draufgänger aus dem ersten Buch, keine Beziehung, nur Sex und ab und zu Geborgenheit. Die Interviews verlaufen wieder ähnlich zu “Schwesterherz” nur macht Martin diesmal bei Weitem mehr Andeutungen und gerät deutlich häufiger in große Schwierigkeiten. Lucy: Als fester Bestandteil von Belles Leben, ist sie auch weiterhin Teil von Martins Leben. Und so kommt es irgendwann, dass sie alles mit ausbaden muss, was er anzettelt. Sie leidet sehr darunter und man merkt, dass sie anfängt an dem zu zweifeln, was zwischen Martin und ihr ist. Didrick: Als Polizist ist er natürlich gewillt, dass Recht geschieht. Doch wenn man nun bedenkt, dass er zu großen Teilen persönlich und auch emotional eingebunden ist, so verzeiht man ihm doch manche Schritte, doch einige sind auch unter den Aspekten unverzeihlich, sodass er mir am Ende sehr zuwider war. Lucifer: Wie nachtragend und wie unmenschlich kann ein Mensch nur sein. Lucifer verkörpert für mich all das, was ich hoffe niemals persönlich an einem Menschen zu erkennen. Ich glaube ich hätte an Martins Stelle versucht ihm ein für alle Mal wirklich die Lichter auszuschalten, nachdem er dafür sorgte, dass die Mutter seines Sohnes so bestraft wird für etwas, das sie gar nicht zu verantworten hatte. Zusammengefasst: Als Abschluss des Zweiteilers ist das Buch auf jeden Fall gelungen. Schade nur, dass Kristina das Niveau des ersten Bandes nicht gehalten hat. Am Ende war die Sache dann doch verwickelter, als für mich schön gewesen wäre. Dennoch werde ich die Bücher gerne nochmal in die Hand nehmen – vielleicht nicht morgen, aber bestimmt in ein paar Monaten 😉 Bewertung Handlung * * * * / 5 Spannung * * * * * / 5 Charaktere * * * * / 5 Schreibstil * * * * / 5 Gestaltung * * */ 5 Gesamt * * * */ 5

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Endlich ist der da, der zweite Teil der Thriller-Serie der schwedischen Bestseller-Autorin Kristina Ohlsson. Wie schon in "Schwesterherz" stehen auch in "Bruderlüge" die Familien-Bande im Mittelpunkt der fatalen Geschehnisse, mit denen sich Anwalt Martin Benner konfrontiert sieht. Martins Odyssee geht weiter: Seine kleine Adoptivtochter Belle ist zwar wohlbehalten zurückgekehrt, damit sie nicht erneut entführt wird, muss der Anwalt nun aber auf Befehl von Unterweltboss Lucifer dessen Sohn Mio finden, der seit dem Selbstmord seiner Mutter Sarah Tell verschwunden ist. Doch in den polizeilichen Ermittlungsakten gibt es nicht einmal ein Foto des vierjährigen Jungen und Martin Benner fahndet fieberhaft nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen, um Belle nicht endgültig zu verlieren. Bei seiner verzweifelten Suche nach Mio wird Benner auch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert und erkennt schließlich, dass er nicht zufällig in diese unselige Geschichte geraten ist, sondern darin von Anfang an eine zentrale Rolle gespielt hat. Kommt ihm die entscheidende Erkenntnis noch rechtzeitig und schafft er es, alle Puzzleteile rechtzeitig zusammenzufügen, bevor weitere Morde geschehen? "Schwesterherz" war bereits ungeheuer packend, doch in der Fortsetzung "Bruderlüge" treibt Kristina Ohlsson die Spannung zum Äußersten. Gebannt verfolgt man die verweifelten Bemühungen Martin Benners und seiner Freundin Lucy, endlich Licht ins Dunkel der Geschehnisse zu bringen und sieht sich ebenso wie die beiden Anwälte mit einer unglaublichen Zahl an Informationen konfrontiert, die jedoch nicht mehr als lose Fäden zu sein scheinen und sich einfach nicht ineinanderfügen wollen. Stattdessen scheint jede neue Spur zum nächsten Todesfall zu führen und man stellt sich permanent die bange Frage, wieviel Zeit Martin noch bleibt, um sich und seine Liebsten zu retten. Dabei gelingt es der Autorin, das Grauen ganz ohne blutrünstige Details zu vermitteln, womit sie für den Leser sehr geschickt die Distanz verringert, die sich im Allgemeinen bei der Schilderung von Mordszenarien in Thrillern einstellt. Bei der großartigen und überraschenden Auflösung fügen sich schließlich alle noch so kleinen Puzzlestücke ineinander und ergeben eine dermaßen logische Struktur, dass man sich fragt, warum man das Offensichtliche eigentlich nicht gleich erkannt hat ;-) Aber das macht natürlich die Genialität aus, ich verneige mich vor Kristina Ohlsson für den cleveren Plot ihres rasanten Zweiteilers. Deshalb ganz klar ***** 5 Sterne für Bruderlüge.

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Inhaltsangabe: "Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt." Genre: Thriller Seiten: 445 Titel: 5/5 Cover: 4,5/5 Inhalt: 5/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 4/5 Kürzlich habe ich das Buch "Schwesterherz" gelesen und fand es großartig. Diesen Monat habe ich die Fortsetzung "Bruderlüge" gelesen und fand es noch großartiger! Das Buch war so spannend, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Das offene Ende und das Versprechen auf einen dritten Teil haben mich sehr glücklich gemacht - na gut, das offene Ende hat mich eher in den Wahnsinn getrieben, aber ich freue mich so auf den nächsten Teil, da diese Reihe einfach extrem spannend ist. Alles ist irgendwie durcheinander und verwirrend - aber auf eine spannende Weise - und dann setzt sich alles so brilliant und einleuchtend zusammen, das ist wirklich ganz große Klasse, was Kristina Ohlsson da abgeliefert hat. Ich bin wirklich so begeistert, ich kann meine Begeisterung gar nicht in Worte fassen, also sag ich nur: LOS, IHR MÜSST DIESE BÜCHER LESEN! SOFORT! Die Kapitelanfänge haben mich leider genauso sehr genervt, wie beim Vorgänger "Schwesterherz", diese sind nämlich in Großbuchstaben geschrieben. (Beispiel: "DER TAG WOLLTE KEIN ENDE nehmen.") Ich finde es schon blöd, dass man so angeschrien wird, weil das sehr aggressiv wirkt, aber warum dann nicht mal der komplette Satz großgeschrieben wird und nur ein Wort klein, verstehe ich nicht wirklich. Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate für Euch, welche mir gefallen haben: - "Am liebsten hätte ich mich zusammengekauert und darum gebettelt, in Ruhe gelassen zu werden. Aber so was funktioniert nur, wenn es Menschen sind, die man anfleht, nicht die Sünden der Vergangenheit." (S. 46) - "Ich war unschuldig und würde mich auch genau so verhalten: zur Arbeit gehen, das Kind zur Tagesstätte bringen und zweihundert Runden in dem Hamsterrad abreiten, das sich für gewöhnlich Alltag nennt." (S. 48) - "Ich habe mich schon gefragt, ob Didrik allen Stil verloren hat." (S. 215) Dieses Zitat finde ich besonders witzig, da Didrik Stihl mit Nachnamen heißt. - "Nachts hielt mich die Vergangenheit wach und tagsüber die Gegenwart." (S. 321) - "Wir wissen erst, was wir gesucht haben, wenn wir es vor Augen haben." (S. 406)

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Bruderlüge“ führt die Geschichte weiter, die die schwedische Autorin Kristina Ohlsson mit „Schwesterherz“ begonnen hat. Im Zentrum der Handlung steht wiederum der Anwalt Martin Benner, der den Fall Sara Texas noch nicht ad acta legen kann. Er ist auf der Suche nach Mio, ihrem verschwundenen Sohn, steckt aber nun in einer richtigen Zwickmühle. Ausgerechnet Lucifer, der skrupellose und gewalttätige Gangster, der letztendlich für den Tod von Mios Mutter Sara verantwortlich ist, möchte das Kind auch in die Finger bekommen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Für Benner selbst wird es zunehmend problematischer, wird er doch von der Polizei wegen Mordes gesucht. Und dann ist da auch noch der nicht wieder gut zu machende Fehler, den er als Berufsanfänger begangen hat und mit dem er nun konfrontiert wird. Die Vergangenheit streckt ihre Krallen aus, und zunehmend wird es Benner immer klarer, dass das kein Zufall sein kann. Wie bereits in „Schwesterherz“ arbeitet Ohlsson mit sehr vielen unterschiedlichen Handlungssträngen, deren Relevanz sich dem Leser auf den ersten Blick nicht gleich erschließt. Zwar gibt es eine kurze Zusammenfassung, aber da „Bruderlüge“ unmittelbar an den Vorgängerband anschließt, empfehle ich nachdrücklich die zeitnahe Lektüre von „Schwesterherz“. Die Zusammenhänge werden somit für den Leser klarer, sodass nachfolgende Ereignisse besser eingeordnet werden können. Kristina Ohlsson gehört zu besseren skandinavischen Krimiautoren, was sie bereits mit den fünf Bänden ihrer Frederika Bergmann Reihe hinreichend bewiesen hat. Und auch die beiden Martin Benner Thriller überzeugen durch einen spannenden Handlungsaufbau mit vielen unerwarteten Wendungen. So weit, so gut. Aber das Vergnügen wird leider durch die Auflösung – sprich: die Motivation des Bösewichts - getrübt, die dann doch etwas trivial daherkommt und eher in einem dieser unsäglichen Ladythriller zu vermuten wäre. Schade!

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Der zweite Teil von "Schwesterherz" beendet die zwei monatige Wartezeit nach dem Cliffhanger und geht genauso skurril weiter. Obwohl die Hauptperson mittlerweile als Hauptverdächtiger in zwei Mordfällen gilt, sucht er weiter nach dem vermissten Mio. Das sich das Ganze zum Ende hin als eine Art Familiengeschichte entpuppen könnte, wird bereits in den ersten Kapiteln klar. Das Wie und Wo bleibt bis zum Schluss verborgen. Vom Stil her ist der zweite Band nicht so brutal und erschreckend wie der erste Teil. Die Geschichte wird dünner und wirkt teilweise als ob die Autorin ihr Pulver größtenteils im "Schwesterherz" verschossen hätte, ist aber immer noch ein guter Krimi. Beide sollten nacheinander gelesen werden, denn fällt es vermutlich schwer der Handlung zu folgen. Auch ändert sich der Charakter des Anwalts Martin Benner. Dies fügt der Geschichte noch einen zusätzlichen Spannungsaspekt hinzu. Temporeich und mit guten Spannungsbögen versehen, lässt sich der Roman einem langen Nachmittag gut durchlesen.

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Dieser Roman ist ein zweiter Teil zu dem vor wenigen Monaten erschienenen Teil „Schwesterherz". Aber keine Bange! Gute Nachricht für so manchen Leser: Man muss nicht zwangsläufig den ersten Teil gelesen haben. Alle zum Verständnis notwendigen Informationen gibt es in komprimierter Form auch in diesem Thriller. Die Struktur für die Übersichtlichkeit des Lesens entspricht der von „Schwesterherz". Zu Beginn jedes Kapitels gibt es ein Interview des Protagonisten Martin Benner mit einer Journalistin. Hiermit wird kurz, aber präzis die Spannung für das folgende Kapitel aufgebaut. Ein Stil, den ich bereits in meiner Besprechung zum Vorgänger positiv hervorhob. Ähnlich wie in anderen Serien (Roman und oder TV) wird der erste Teil zwar mit einer Auflösung abgeschlossen. Doch es gibt da noch einen winzigen Punkt, vielleicht ist er auch nur nebensächlich, der nicht aufgelöst wurde. Diese „winzige Nebensächlichkeit" ist der Ausgangspunkt für „Bruderlüge". Somit beginnt eine weitere Jagd. Den Auftrag dazu hat Martin Benner vom großen Unbekannten mit dem Spitznamen Lucifer. Zum Teufel aber auch, dass Martins Freundin Lucy heißt. Martin ist sich sicher: Den Auftrag Lucifer's kann er nur lösen, wenn er weiß, wer Lucifer ist. Ihm rennt aber offenbar die Zeit davon, während ein Unterstützer von ihm nach dem anderen umgebracht wird und er selbst immer wieder als Tatverdächtiger in den Fokus der Polizei gerät. Kristina Ohlsson hat auch in diesem zweiten Teil von Martin Benner auf Spannung gesetzt. Immer wieder zwingt sie den Leser zu einer gedanklichen Kehrtwende. Immer wieder scheinen die Spuren ins Nirgendwo zu führen. Das macht riesigen Spaß beim Lesen. Wer den ersten Roman nicht kennt, muss nicht unbedingt davor zurückschrecken, mit dem zweiten zu beginnen. Wer aber die Gelegenheit hat, beide Romane in der richtigen Reihenfolge nacheinander zu lesen, sollte auf dieses spannende Lesevergnügen nicht verzichten. © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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