Leserstimmen zu
Der Sohn

Jan Guillou

Brückenbauer-Serie (6)

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Wohl letzter Teil dieser Reihe.

Von: Michael Bredow aus 21629 Neu Wulmstorf

05.10.2019

Die fünf vorherigen Bände waren mal spannend, mal nicht ganz so spannend, hatten aber einen roten Faden, der Werdegang der drei Brüder, ihrer Familien und das Auf und Ab durch den jeweiligen Einfluss der Zeitgeschichte. Der rote Faden fehlt hier. Es ist keine Familiensaga mehr, sondern die Geschichte eines Jungen, der erwachsen wird. Der Vater mit Mutters Erbe geflohen und die Mutter muss arbeiten, um die zwei Jungen zu ernähren. Sozialer Abstieg, Standesdünkel und Verrohung finden hier in der Erzählung ihren Platz, jedoch zu wenig Familiengeschichte, die sogar bei "Die Schwestern" ihren Platz hat. Warum der letzte Band? Jan Guillou möge mir verzeihen, ich bin ein Fan seiner Bücher, aber ich finde das Buch irgendwie lustlos geschrieben. Ich stand nie wirklich vor der Entscheidung "Licht aus" oder weiterlesen. Licht aus. Seine Bücher um Carl Hamilton habe ich verschlungen, bis Carl, seine ganze Familie verloren, in San Diego ein neues Leben anfing. Danach gab es irgendwann ein krudes Buch über Carl und Mona und einem geklauten U-Boot. Nicht wirklich Coq Rouge-Like. Und die Triologie um Arn de Gothia. Fesselnd bis zum Ende, bis zum Tod Arns. Jahre später folgt ein vierter Band über seine Nachkommen. Auch hier fehlt der Spirit der voran gegangenen Bände. So sehe ich es auch bei "Der Sohn". Die Luft ist raus, ich hatte beim Lesen ständig den Eindruck, es handelt sich um ein Pflichtwerk, um den Schreibvertrag zu erfüllen.

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Der Sohn

Von: Casara

21.03.2018

Es wäre besser, die vorherigen Bände zu lesen aber wenn man das nicht getan hat, kann man der Geschichte trotzdem folgen. Mir hat der Einblick in die 50er Jahre gefallen, weil ich persönlich bis dato nicht viel darüber wusste. Ich mag den Schreibstiel und die Geschichte, habe aber die Einschübe, in denen sich der Autor direkt an den Leser wendet, nicht verstanden. Für Leser, die das Familienschicksal der Lauritzens weiterverfolgen möchten ist das Buch sicherlich empfehlenswert. Für Neueinsteiger nicht unbedingt.

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Band 6 der Brückenbauer-Serie

Von: esposa1969

09.03.2018

Klappentext: Schweden in den 1950er-Jahren: Eric, der Enkel von Oscar Lauritzen, lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Axel im vornehmen Stockholmer Vorort Saltsjöbaden. Er führt das behütete Leben der Oberschicht, fernab von aller Armut und Not. Als Erics Vater sich als ungeeignet erweist, das riesige Familienimperium Lauritzen zu übernehmen, fällt die Wahl auf den jungen Eric. In den Augen seines Großvaters besitzt er den nötigen Ehrgeiz, den eine solche Position verlangt. Eric setzt fortan alles daran, den Ansprüchen zu genügen, doch ein tragisches Ereignis zerstört alle Pläne. Plötzlich mittellos geworden, muss Eric seinen Weg finden. Doch er wäre kein echter Lauritzen, wenn ihm das nicht bravourös gelänge. Leseeindruck: Mit "Der Sohn" liegt dem Leser Band 6 der Brückenbauer-Serie vor. All die vorangegangenen Bände kenne ich leider nicht, insofern fiel es mir schon ein wenig schwer in die gefestigte Handlung einzusteigen. Der Autor Jan Guillou (be)schreibt sehr bildhaft und lesenswert das Leben der Familie Lauritzen. Es wird aus der Sicht zu Beginn der Handlung 9-jährigen Erics erzählt, die oftmals auch ein wenig dahinplätschert. Gerade von ihm erfahren wir hier sehr viel und auch über das Leben in den 1950er Jahren. Die Geschichte dieser Familien-Saga hat mich schon ganz nett unterhalten, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass mir die vorangegangenen Bände fehlten. Die 433 Seiten lasen sich - bis auf einige Stellen, die sich eben etwas zogen - dann doch recht kurzweilig. Das Cover hat im Vergleich zu den anderen Bänden einen absoluten Wiedererkennungswert. Ich kann mir gut vorstellen nochmals mit Band 1 zu starten und mir die komplette Brückenbauer-Serie einzuverleiben. @ esposa1969

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Langatmiger Roman

Von: Kerstin

08.03.2018

Nachdem viele vor mir den Roman so gelobt und für gut befunden haben war meine Enttäuschung doch sehr groß. Der Ich-Erzählstil ist sehr langatmig und zum Teil auch richtig langweilig. Selten habe ich mich so gequält um ein Buch fertig zu lesen. Ich würde es jedenfalls nicht weiter empfehlen - schade!

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Brückenbauer-Serie Die Brückenbauer: (Band 1) Die Brüder: (Band 2) Die Heimkehrer: (Band 3) Schicksalsjahre: (Band 4) Die Schwestern: (Band 5) Der Sohn: (Band 6) Heute möchte ich euch den aktuellen Band der Brückenbauer-Serien von Jan Guillou vorstellen. Wir können einführend den 1953er Stammbaum einsehen und steigen auch im gleichen Jahr in die Handlung ein. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. kurze Inhaltsangabe: =============== Stockholm ist Wohnort von Oscar Lauritzens Enkel Eric, der mit seiner Familie hier wohnt. Das große Familienunternehmen will geleitet werden, allerdings ist Erics Vater mehr Pianist, also Künstler und hat es nicht so mit der Leitung der Firma. Also soll Eric der Geschicke der Firma künftig leiten. Er soll Erbe von Großvaters Lebenswerk werden. Dieser lernt ihn an, aber dann passiert Schreckliches und alles kommt anders als erwartet. Eric ist plötzlich nicht mehr in der positiven Lage, über jede Menge Mittel zu verfügen, im Gegenteil steht er völlig mittellos da, aber er lässt sich nicht unterkriegen ... Leseprobe: ======== Ich merkte auf. Vor einem guten Jahr waren Großvater, Onkel Hans Olaf und ich auf dem Suezkanal durch Ägypten vom Mittelmeer zum Roten Meer gefahren, und ich hatte angenommen, dass er zu Ägypten gehörte. Wie konnten ihn ägyptische Araber dann von den Franzosen und Engländern gestohlen haben? ... Die Geschichte ist in der Ich-Schreibweise aus der Sicht des Enkels geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Man kann sich somit nicht nur in Eric sehr gut hinein versetzen und in seine Gefühle und Handlungen, sondern auch in die anderen brillant beschriebenen Charaktere. Auch die Szenen sind lebendig und bildhaft beschrieben, sodass mir das Buch, spannend von Beginn bis Ende geschrieben, sehr gut gefallen hat. Ich freute mich, von den Figuren zu lesen, die ich schon liebgewonnen habe und zu erfahren, wie es mit der Familie weitergeht. Es passiert immer wieder etwas, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Jan Guillou hat es wieder einmal geschafft, mich zu fesseln und am Buch zu halten. Extrem gut geschrieben, Idee perfekt umgesetzt !!!

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Bereits im sechsten Band nun breitet Jan Guillou seine episch angelegte Familiengeschichte der „Lauritzens“ vor den Augen der Leser aus. Diesmal in der Zeit der 50er Jahre des letztens Jahrhunderts in Schweden und diesmal auch von mit einem „Niedergang“ begleitet, im Laufe dessen die Hauptfigur des Romans, Eric, der eigentlich seinen Großvater Oscar Lauritzen als Firmenlenker beerben sollte, die Höhen und Tiefen des Lebens in vollem Umfang kennenlernen wird. Doch das Leben ist nicht planbar und kontrollierbar, noch viel weniger, als es geschäftliche Dinge wären. Denn all hängt ja davon ab, dass die „Zustände“, zumindest die familiären, tragfähig sind. Was aber tun, wenn ein plötzlicher Todesfall, komplizierte Verhältnisse und Trennungen dazu führen, dass man sich „ganz unten“ wiederfindet? So ist es vor allem die Geschichte um den „Kern einer Persönlichkeit“ aus enger Perspektive heraus, zudem einer heranwachsenden Persönlichkeit, die Guillou in diesem Roman zum Zentrum gestaltet. Und nicht der von Vorgängerbänden gewohnte „breite Familienblick“. „Aber es hängt von der Auswahl und Zusammensetzung der Details ab, ob sich eine weiße oder eine schwarze Wahrheit ergeben“. Und natürlich von der persönlichen Blickrichtung auf das Leben. Eric zumindest, der die Geschichte seiner Mutter, seines Bruders, seiner Familie am Rande weiterhin miterzählt, nimmt auch die Schläge des Lebens an, ohne daran zu zerbrechen. Er kämpft, was sich im Buch nicht zuletzt im sportlichen Bereich niederschlägt. „Tarzan ist down“, ruft der Freund Eric, dem Schwimmer zu. „Vor einiger Zeit hatte ich einen der fürchterlichsten Augenblicke meines Lebens durchlebt, als ich Clarks Bericht über Sylvia las. Und jetzt dies: Tarzan ist down“. Aus Niederlagen Siege kreieren, auf die wichtigen Dinge achten, sich seinen Weg suchen, das sind die Themen des jungen Eric und dafür geht er auch ungewöhnliche Wege. Die nicht gradlinig zum Ziel führen, sondern immer auch innere Stärke bedürfen, das Einsehen von Sackgassen, das neu Ansetzen des Weges. Wege, die durch das Schweden der 50er Jahre führen, die die Zeitgeschichte und die Atmosphäre im Land griffig mit ins Spiel bringen. Und nicht ohne Grund wird der Weg Erics in ein persönliches, anderes „gelobtes“ Land mit „göttlichem Käse“ führen, wo dann stabiler Boden unter seinen Füßen warten wird. Das allerdings wird erst später geschehen und als eingeschobene Rückblicke erzählt. Bei all dem wird ihm helfen, was er von seinem Großvater lernte. Auf einer gemeinsamen Reise nach Afrika, als alle Ampeln des Lebens noch auf „Grün“ geschaltet zu sein schienen. Ein inneres Vermächtnis, das prägt und dass dem Leser zeigt, dass die Kraft zum Leben von innen kommt, nicht aus den äußeren Ereignissen herausgegeben oder genommen wird. Was allerdings in phasenweise zu eintöniger Form wie eher ein Bericht, denn wie ein emotinal aufwühlendes Erleben gestaltet wird. Als Bruch und Neuanfang zu den vorhergehenden Bänden und eher mit der Frage nach der Entwicklung einer einzelnen Person beschäftigt, tauchen hier und da Längen auf und einige zu wenig beachtete mögliche andere Stränge der Familiengeschichte werden zu wenig mitverfolgt. „Zu spät bemerkte ich, dass die anderen den Hering nicht entgräteten, sondern ihn komplett mit Flossen aßen“. Hier und da hätten mehr „Gräten und Flossen“ auch dieser Geschichte gutgestanden. Am Ende verbleibt eine weitgehend flüssige, kundige Lektüre, ein Bild einer Zeit, in der es möglich war, aber auch galt, aus eigener Kraft einen eigenen Weg zu finden und im Scheitern den Neuanfang zu finden.

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"Der Sohn" aus der Feder des erfolgreichen schwedischen Autors Jan Guillon ist nun bereits der 6. Band aus der Brückenbauer-Reihe. In diesem Roman führt er das große Epos um die Familie Lauritzen weiter. Ich bin mal wieder Quereinsteiger. Für mich war dies die erste Geschichte, die ich aus dieser Reihe gelesen habe. Und ich konnte das Buch auch ohne Vorkenntnisse von der ersten bis zur letzten Seite genießen. Der Inhalt: Der 9jährige Eric lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Alex im vornehmen Stockholmer Vorort Saltsjöbaden. Er führt ein behütetes Leben der Oberschicht, ferab von Armut und Not. Erics Großvater Oskar sucht einen Nachfolger für sein Imperium. Nachdem von seinen beiden Söhnen keiner in Frage kommt, beschließt er Eric in das riesige Familienimperium der Lauritzen einzuarbeiten. Den Eric besitzt den nötigen Ergeiz um die Nachfolge anzutreten. Doch dann kommt alles anders. Ein tragisches Ereignis zerstört alle Pläne. Plötzlich ist Erics Familie mittellos. Doch Eric wäre kein echter Lauritzen, wenn er aus dieser Situation nicht das beste machen würde. Ich bin sofort in die Geschichte der Lauritzen, die ja Eric aus seiner Sicht erzählt, eingetaucht. Wir dürfen Eric als 9jährigen kennenlernen und ihn bis ins Erwachsenalter begleiten. Er wuchs behütet auf und hat allerlei Unsinn und Streiche im Kopf. Und hier mußte ich beim Lesen des öfteren Grinsen, wenn ich einige dieser Abenteuer vor meinem inneren Auge hatte. Erich hat es aber auch mit seinem Vater nicht leicht gehabt, hat aber alles tapfer ertragen. Ich durfte auch Erics Großvater kennenlernen, der sich ganz bewußt diesen jungen als Nachfolger ausgewählt hat. Begeistert war ich von der Afrikareise, die Eric mit seinem Großvater unternommen hat. Bei den herrlichen Landschaftbeschreibungen hatte mein Kopfkino einiges zu tun. Ich habe diese Reise genossen, aber dann schlug das Schicksal grausam zu. Aber Eric hat sich auch hier nicht unterkriegen lassen und seinen Weg verfolgt. Auch sind alle Charaktere so wunderbar beschreiben, dass man sich von jedem einzelnen ein genaues Bild machen konnte. Ein perfektes Gesamtpaket. Ein wirklich interessanter Roman, der mir vergnügliche Lesestunden beschert hat. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Es passt zur Brückenbauer-Reihe. Gerne vergebe ich 5 Sterne und werde die anderen Bücher, die von der Familie Lauritzen handeln sicher auch noch genießen.

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In diesem sechsten Band der Brückenbauer-Reihe wird das Schicksal der Familie Lauritzen aus der Sicht des Enkels Eric erzählt. Er wächst im Stockholmer Vorort Saltsjöbaden und führt das typische Leben der Oberschicht. Im Gegensatz zu seinem Vater, der ihm wegen jeder Bagatelle eine Tracht Prügel verpasst, hält sein Großvater große Stücke auf ihn und plant, ihm das Familienimperium zu vererben. Es kommt jedoch anders. Der Großvater stirbt, die Eltern lassen sich scheiden und Eric und seine Mutter müssen ihre Lebensverhältnisse völlig umstellen. An folgenschweren Wendungen fehlt es dem Roman nicht und dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ein wenig dahinplätschert. Eric spielt mit seinen Freunden Cowboy und Indianer, träumt von einer Schwimmkarriere und trainiert hart, leidet später chronisch unter Geldmangel, erlebt die erste Liebe und Enttäuschungen mit einem Mädchen und gerät in ernsthafte Schwierigkeiten. Das alles wird sprachlich flüssig, doch sehr geradlinig und durchweg chronologisch erzählt, so dass ich das Gefühl hatte, in einem Tagebuch zu lesen, das alle Erlebnisse, auch die weniger interessanten, enthält. Immerhin bekommt man einen guten Einblick in die 50er Jahre, in der sich die Jugend für Coca Cola, Elvis Presley und Jeanshosen begeisterte. Die detailreich beschriebenen Sportereignisse waren nicht so mein Fall. Für mich bot die Figur leider zu wenig Identifikationspotenzial. Über seine Mutter hingegen, die sich für keinen Job zu schade ist und immer wieder neuen Mut fasst, hätte ich gern mehr gelesen.

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