Leserstimmen zu
Erzähl mir nix

Nadja Hermann

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Vielleicht kennt ihr Nadja Hermanns Comics von Facebook oder ihrem Blog. Diese einfach gezeichneten aber hervorragend getexteten Comics. Ich lese sie sehr gerne. Und als ich erfuhr, dass es diese Comics auch in einem Buch gibt, habe ich mir gleich ein Rezensionsexemplar bestellt. Im Buch Erzähl mir nix geht es um gesellschaftliche und politische Themen, aber auch um Beziehungen. Die Comics sind – wie auch auf dem Blog – alle nach demselben Schema gezeichnet, sehr minimalistisch, aber sie leben eben vom Text. Und der ist großartig. Nadja Hermann bringt die Dinge immer wieder auf den Punkt und deckt dabei vor allem Denkfehler und Widersprüche gnadenlos auf. Damit regt sie zum Nachdenken und Hinterfragen an. Gerade erst habe ich noch ein Interview mit ihr gelesen, in dem sie sagt, dass im Gegensatz zum Blog das Buch „Erzähl mir nix“ nicht sehr erfolgreich sei. Zu Unrecht wie ich finde. Also rufe ich hiermit dazu auf, dieses wunderbare Buch zu kaufen.

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Meine Meinung Vorwort von mir Das Buch ist keine Geschichte! Es besteht aus Comics die lustig sind und/oder zum nachdenken anregen. Meinung Ich mag die Sicht der Dinge, die die Autorin hat. Sie greift Themen auf, die einen (immer mal wieder) beschäftigen und macht auch vor alltäglichen Situationen nicht halt. Besonders gut gefielen mir die Einleitungen der Kapitel und wie selbstironisch sie ist. Ich habe dieses Buch innerhalb ein paar Stunden verschlungen und musste viel lachen. Ich habe ihr immer zugestimmt und war zwischendurch immer wieder erleichtert, dass nicht nur ich so denke oder mich so fühle. Die Dialoge von den Strichmännchen sind meistens recht kurz, doch vermitteln alles was es soll. Immer wieder war es auch so, dass ich mir Comics ein zweites Mal durchgelesen habe, weil es einfach zu lustig oder logisch war. Das Buch hat mich sehr unterhalten und ich werde mir alle Beiträge von der Seite erzaehlmirnix.wordpress.com durchlesen, weil dort alles begann. Fazit Das Buch ist sehr erfrischend und man kann sich oft mit den Strichmännchen identifizieren. Wer mal lust hat zu lachen und sich mit alltäglichen Situationen im Leben auseinander zu setzten, sollte sich dieses Buch holen. Es bringt einen zum lachen und nicken. Deswegen bekommt das Buch von mir 5 Sterne. ★ ★ ★ ★ ★

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Menschen sagen manchmal unheimlich blöde Dinge. Oder unbedachte Dinge. Unverständliche Dinge. Und dann fragt man sich, wie man sie durch die Blume darauf stoßen könnte. Ich bin mir sicher, Nadja Hermann ist Meisterin darin. In kurzen Dialogen, die von simplen Strichmännchen herübergebracht werden, nimmt sie so ziemlich jeden doofen Kommentar zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen aufs Korn und trifft dabei den Nagel oft auf den Kopf. Dazu braucht es weder große Worte noch kompliziert gezeichnete Figuren, sondern nur ein paar Striche und kurze, aber knackige Dialoge. In die vier Kategorien Gesellschaftliches, Zwischenmenschliches, Psychologisches und Alltägliches aufgeteilt, füllen die Comics jeweils eine Seite und laden so dazu ein, mal hier, mal dort reinzuschnuppern oder alle Comics von vorne bis hinten weg zu lesen. Aus dem heftigen Nicken, Losprusten oder still vor sich hin Kichern kommt man dabei kaum heraus. Und wer noch mehr Comics lesen möchte: Nadja Hermann bloggt unter erzaehlmirnix.wordpress.com

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Ob Genderfragen oder Political Correctness, Beziehungswirrwarr oder Abnehmweisheiten: Mit scharfsinnigem Blick beobachtet Nadja Hermann den Wahnsinn unseres Alltags und packt ihn in irrsinnig komische Comics. (Klappentext) Ich bin großer Fan von Comics, die alltägliche Situationen thematisieren, also habe ich mich spontan für dieses Buch entschieden - den Blog der Autorin kannte ich zuvor nicht. Die Art zu zeichnen ist hier relativ schlicht und mit wenig Aufwand verbunden, dementsprechend wollte ich mich vom Inhalt der dargestellten Dialoge begeistern lassen. Dies hat aber nicht so recht funktionieren wollen. Nur selten musste ich mal schmunzeln, zu richtigem Lachen hat es nicht gereicht. Die Witze behandeln zwar aktuelle Thematiken der Gesellschaft, aber die "Pointen" sind immer vorhersehbar: es gibt einen Dialog zwischen einem sehr konservativen bis rassistischen bzw. homophoben Strichmännchen und seinem liberal eingestellten Gegenüber. Es läuft fast immer darauf hinaus, dass das "gute" Strichmännchen die Aussagen des "bösen" Strichmännchens so verdreht, dass die ursprüngliche Aussage widerlegt wird. Am Anfang ist das noch ganz nett, aber nach dem 20. Comic verschwindet für mich die Komik des ganzen. Wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte vielleicht nur ab und zu mal ein paar Seiten lesen und dann wieder eine Zeit lang Pause machen, sonst ist man sehr schnell gelangweilt. Das, was die meisten Comics für mich rettet, sind die lustigen Gesichtsausdrücke, aber leider ist auch diese "Rettung" durch den simplen Zeichenstil nicht möglich. Insgesamt lässt sich also schließen: Ganz nett, aber nicht im klassischen Sinne lustig. Wer den Blog der Autorin verfolgt und möglicherweise sogar Fan ist, wird hier mehr Spaß haben.

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